
Her damit! Die Firma Pico Brew zeigt auf der IFA einen Automaten, mit dem man sein eigenes Bier brauen können soll.
Foto: Sven Stein
News aus der digitalen Welt

Her damit! Die Firma Pico Brew zeigt auf der IFA einen Automaten, mit dem man sein eigenes Bier brauen können soll.
Foto: Sven Stein
Stellen Sie sich vor, Sie drücken auf einen Lichtschalter, doch das Licht geht erst 30 Sekunden später an. Die meisten Menschen würden vermutlich wahnsinnig werden. Beim Computer dagegen beweisen die Nutzer stoische Geduld, obwohl einige Kisten mitunter eine Minute oder länger zum Hochfahren benötigen. In Büros werden aufs Jahr gerechnet Stunden oder gar ganze Arbeitstage mit Warten vertrödelt.
Der Flaschenhals im Rechner ist oft die Festplatte. Dabei gibt es mit SSDs („Solid State Drive“) längst eine technisch deutlich überlegene Alternative. Sie sind nicht nur schneller, sondern auch robuster und leiser als mechanische Festplatten Außerdem werden sie nicht so warm und entlasten so den Lüfter. Trotzdem verzichten immer noch viele Hersteller bei Einsteiger- und Mittelklasse-Notebooks auf die schnellen Flashspeicher.
Dabei sind SSDs mittlerweile alles andere als ein Luxusgut: Extrem flinke Modelle mit 500 Gigabyte Speicherplatz gibt es bereits für weniger als 150 Euro. Das Technologie-Unternehmen Micron verkauft unter der Marke Crucial echte Preisbrecher-SSDs, demnächst soll ein Modell mit zwei Terabyte für unter 600 Euro auf den Markt kommen. Damit dürften selbst Musik- und Bilder-Horter eine Weile über die Runden kommen. Doch die wahre Speicher-Revolution steht erst bevor.
Denn um die Kapazität eines Flash-Speichers – beispielsweise einer SD-Karte – zu erhöhen, mussten die Hersteller bislang immer mehr Transistoren auf der gleichen Fläche unterbringen. In den letzten 15 Jahren schrumpften sie von 120 auf 16 Nanometer. Dennoch stoßen die Hersteller an physikalische Grenzen: Viel kleiner können die meisten Transistoren nicht mehr werden, dann steigt die Fehlerquote beträchtlich.
Mit 3D-NAND (auch V-NAND) gewinnt nun aber eine neue Technik an Popularität: Vereinfacht gesagt, werden die Transistoren jetzt auch vertikal, also übereinander gestapelt. Das Prinzip funktioniert wie ein Hochhaus: Statt immer mehr kleine Häuser nebeneinander zu stellen, ist es effektiver, hohe Häuser mit mehreren Etagen zu bauen. Derzeit ist man bei 48 Schichten angekommen, die angepeilte Zielmarke der vierten Generation sind 64. Federführend in der Entwicklung sind Samsung, Intel und Micron.IFA startet mit Rekordwerten
Glaubt man den Unternehmen, könnte man dank 3D-NAND-Technologie SSDs von der Größe eines Kaugummis mit bis zu 3,5 Terabyte Speicher bauen. Eine herkömmliche 2,5-Zoll-Festplatte, wie sie in den meisten Laptops steckt, soll gar zehn Terabyte bieten. Speichersorgen adé! Ganz so weit ist die Technik noch nicht, derzeit erreicht man etwa „nur“ das Dreifache eines herkömmlichen Speichers. Und es gibt noch einen weiteren Nachteil: Die Fertigung von 3D-NAND-Speichern ist hochkomplex, weil jede Transistor-Spalte akkurat ausgerichtet werden muss.
Angekündigt wurde die Technik vor wenigen Jahren, nun gibt es bereits die ersten Produkte auf dem Markt. Intel hat im Rahmen der IFA seine 600p-Serie von 3D-NAND-SSDs vorgestellt. Revolutionäre Speichergrößen bietet die noch nicht, verfügbar sind die Festplatten mit 128, 256, 512 und 1024 Gigabyte. Das Unternehmen verspricht aber eine niedrige Leistungsaufnahme und eine höhere Lebensdauer.
Der Großteil der Nutzer wird ohnehin keine 10-Terabyte-Festplatten benötigen. Dennoch profitieren auch sie von der neuen Technik. Denn kleine Platten mit zwei oder vier Terabyte dürften in naher Zukunft deutlich erschwinglicher sein.
Und selbst 3D-NAND ist nur der Auftakt einer ganzen Reihe von Entwicklungen. Intel und Micron arbeiten längst an einer Technologie namens 3D XPoint, die weit über bisherige Technik hinausgeht. Grob gesagt kombiniert sie die Vorteile eines nichtflüchtigen Speichers (CD, HDD) mit den Vorteilen eines flüchtigen Speichers (etwa RAM). Das Ergebnis: Der Speicher ist derzeit bis zu zehnmal schneller und 2,5-mal haltbarer als heute erhältlicher NAND-Speicher. Erste Prototypen wurden bereits gezeigt. Intel träumt sogar von Flash-Speichern mit bis zu 1000-fachem Speed – ob die jemals erreicht werden und ob die Technik überhaupt bezahlbar wird, ist unklar.
Dennoch ermöglicht die Technik neue Konzepte, etwa in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, wie der Analyst Patrick Moorhead dem Magazin „Wired“ im vergangenen Jahr erklärte. Big-Data-Analysen müssten nicht mehr in riesigen Datenzentren verarbeitet werden. „Statt die Daten Amazon oder Google zu geben und diese analysieren zu lassen, machen sie das einfach selbst.“
Bisher gibt es nur eine einzige AN-225, aber nun wurden die Rechte des Kolosses nach China verkauft. Und schon in drei Jahren soll der Gigant der Lüfte in Serie gebaut werden. Beim Lufttransport schüttelt Peking so alle Abhängigkeiten ab.
Auf der IFA präsentierten Sony, Samsung und Co. jede Menge frische Technik. Doch auch abseits der Technik-Giganten ließen sich echte Highlights entdecken. Etwa der Kamera-Aufsatz, der aus einem Smartphone eine Hasselblad-Kamera macht.
Katja Krasavice spaltet die Youtube-Gemeinde: Einerseits hat die 19 Jahre alte Leipzigerin mehr als 700.000 Abonnenten, auch in anderen sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter folgen ihr Tausende. Auf der anderen Seite muss sie Kritik einstecken: Mit ihren obszönen Inhalten habe sie auf Youtube nichts zu suchen, meinen viele.
Nachdem der sternvor einigen Tagen über das Thema berichtet hat, hat nun auch „RTL Explosiv“ am Donnerstag einen Beitrag gebracht. „Kinder, die nicht einordnen können, wie viel Show und Getue dabei ist, die könnten in ihrer persönlichen Entwicklung beeinträchtigt werden“, sagt ein Jugendschützer in dem Film. Auch eine Mutter kommt zu Wort, die die Videos von Krasavice als „sexistisch“ bezeichnet.
Die Daniela Katzenberger des W… Youtube-Star „Sexy Julia“ (2100038)
Bislang sieht es jedoch aus, als dürfe die Leipzigerin ihren Kanal weiterbetreiben. Youtube-Betreiber Google verwies gegenüber dem stern auf die gängigen Jugendschutzprogramme, mit denen unangemessene Inhalte beim Surfen ausgeblendet werden können. Katja Krasavice darf ihren minderjährigen Zuschauern vorerst also weiterhin zeigen, wie sie sich mit einer weißen Flüssigkeit bespritzen lässt, sich Dinge in den Mund steckt und in knapper Unterwäsche auf dem Bett räkelt.
Daimler will Mercedes-Autos für einander freie Parkplätze suchen lassen. Aktuelle Fahrzeuge seien mit ihren Sensoren in der Lage, den Straßenrand bis zu einer Geschwindigkeit von 55 Kilometern pro Stunde nach passendem freien Parkraum abzuscannen.
Diese Informationen solle dann über Daimler-Server mit anderen Fahrzeugen geteilt werden, damit sie über verfügbare Parkplätze informiert sind, erläuterte Konzernchef Dieter Zetsche am Freitag auf der Elektronik-Messe IFA in Berlin.
In einem weiteren Projekt solle das Auto allein zum freien Parkplatz fahren, nachdem der Fahrer am Zielort ausgestiegen ist.
Außerdem will Daimler nach ersten Tests bei Smart auch den Kofferraum von Mercedes-Autos zur Paketstation machen. Der Service solle Anfang kommenden Jahres auf die Hauptmarke ausgeweitet werden, sagte Zetsche. Für Herbst sei zunächst der Start der Beta-Phase mit Smart in Stuttgart geplant.
Auch andere Hersteller arbeiten daran, Pakete im Kofferraum platzieren zu lassen. Der Zusteller bekommt dafür einen einmal gültigen Code, mit dem er die Klappe öffnen kann. Die Position des Fahrzeugs wird per GPS bestimmt. Unter anderem Audi, BMW und Volvo arbeiten an einem solchen Verfahren.
Musikgeräte auf der IFA – das waren früher Hifi-Anlagen mit CD-Playern, Verstärker, große Holz-Boxen. Inzwischen haben sich die Stände der Aussteller komplett den neuen Hörgewohnheiten angepasst. Es dominieren die vernetzten Lautsprecher, die Streaming-Musik direkt aus dem Netz abspielen können, in verschiedenen Formen und Farben. Dabei bot die anfängliche Zurückhaltung vieler etablierter Hifi-Marken die Tür für neue Anbieter.
Es zeichnet sich ein Markt ab, der weitaus größer als das bisherige Geschäft mit Audiogeräten sein kann. „Wir rechnen damit, dass zum Jahr 2020 eine Milliarde Menschen weltweit für Streaming-Angebote zahlen werden“, sagt Patrick Spence vom amerikanischen Hersteller vernetzter Lautsprecher Sonos, einem Pionier des Konzepts. Und das ist eine traumhaft große Zielgruppe.
Marktzahlen auch aus Deutschland lassen keinen Zweifel daran, wohin die Reise geht. Der Absatz vernetzter Audiotechnik sprang nach Zahlen des Branchenverbandes GFU im ersten Halbjahr um rund ein Viertel auf 621.000 Geräte hoch. Der Umsatz wuchs sogar um ein Drittel auf 161 Millionen Euro. Zum Vergleich: Von den Heimkino-Systemen, die Hersteller auf den IFA-Messen einst als die nächste „Muss-man-haben“-Kategorie anpriesen, wurden gerade einmal 76.000 Stück verkauft – ein Einbruch von über 40 Prozent. „Die Verbraucher haben sich für ein etwas flexibleres Konzept entschieden“, sagt ein ranghoher Manager von einem der neuen Anbieter etwas süffisant. „Die klassischen Hifi-Firmen haben auf die neuen Wünsche der Kunden viel, viel zu langsam reagiert.“
Der Trend, Musik aus dem Internet und oft auch über das Smartphone zu hören, hat auch seine Schattenseiten. „Der Komfort wurde wichtiger als die Hifi-Qualität“, sagt der Chef des dänischen Spezialisten für vernetzte Lautsprecher Libratone, Jan McNair. Aber das sei letztlich nur eine Zwischenetappe. Die Anbieter setzten inzwischen mehr daran, beides zu vereinen. „Ich denke nicht, dass die Nutzer beim Sound aufgegeben haben. Es gibt eine riesige Geschäftschance für Unternehmen, die Tonqualität ernst nehmen.“
Ein Zeichen der Zeit ist, dass auch ein dezidierter Premium-Anbieter wie Bang & Olufsen, bei dem das Geschäft mit vernetzten Lautsprechern bisher an die Tochter B&O Play ausgelagert wurde, zur IFA mit zwei eigenen neuen Modellen kam. Die Geräte mit konischen Aluminium-Gehäusen sind mit 1300 bis 1700 Euro deutlich teurer als die meisten Konkurrenz-Geräte. Aber das sei halt der Preis für Materialqualität: „Nur wir konnten dieses Gehäuse so herstellen“, schwärmt Projektchef Kresten Krab-Bjerre.IFA_Audio 6.15
Zugleich zeichnet sich bereits der nächste Trend ab: Lautsprecher, die nicht nur mit dem Internet verbunden sind, sondern sich auch mit den Nutzern unterhalten und auf diese Weise andere Technik im vernetzten Zuhause steuern können. In diesem Bereich landete Amazon einen Hit in den USA mit seinem Lautsprecher „Echo“, Google kündigte ein ähnliches Gerät bis Ende des Jahres an.
Die neuen Audio-Anbieter, die das Geschäft der Hifi-Platzhirsche aufrollten, könnten jetzt selbst zun Hersteller von Auslaufmodellen werden – und sind sich der Gefahr bewusst. Auch Bang & Olufsen prüfe Funktionen zur Sprachkommunikation, sagt Krab-Bjerre. „Wir werden ebenfalls diesen Weg gehen“, sagt McNair von Libratone. Und Sonos kündigte kurz vor der IFA eine Kooperation mit Amazon an, bei der sich die Lautsprecher per Sprachbefehl an die „Echo“-Geräte steuern lassen werden. Schöne neue Welt: Bei diesem Kontrukt wird dann ein Lautsprecher über einen anderen Lautsprecher bedient.

Dem beliebten Online-Speicherdienst Dropbox wurden offenbar mehr als 60 Millionen Passwörter geklaut. Und das schon 2012!
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Der vernetzte Haushalt kommt: Waschmaschinen, Herde und Abzugshauben – alles wird per App gesteuert. Ein Überblick.
Foto: DAVIDS/Sven Darmer

Sonys neue Smartphones präsentieren sich noch einmal deutlich rundlicher als ihre Vorgänger. BILD hat sie ausprobiert.
Foto: Hersteller