Samsung kündigt neues Modell seiner Galaxy Gear VR an

Samsung will zum 2. September ein verbessertes Modell seiner mobilen Datenbrille Galaxy Gear VR für die Darstellung von virtuellen Welten auf den Markt bringen.

Das neue Gerät ist in schwarz gehalten, um Lichtreflexe zu vermeiden, sagte Philipp Schlegel auf der Computer- und Videospielemesse Gamescom in Köln. Zudem lässt sich die Brille auch mit zusätzlicher Speicherkapazität erweitern, da die VR-Inhalte immer speicherintensiver würden.

Wie die Vorgängerversion soll das neue Modell 99 Euro kosten. Wer bei Vodafone Samsungs neues Smartphone Galaxy Note 7 mit einem aktuellen Tarif bis zum 1. September vorbestellt, erhält die Gear VR kostenlos dazu, kündigte der Telekom-Provider am Donnerstag an.

Geräte und Anwendungen für virtuelle Welten sind ein Topthema der diesjährigen Gamescom. Samsung hat nach eigenen Angaben inzwischen 200 000 Stück seiner Gear VR verkauft. Das Headset bezieht seine Inhalte vom eingesteckten Smartphone.

Laut Samsung können Speichermedien wie zum Beispiel eine externe Festplatte an die Brille angeschlossen werden. Außerdem kann der Speicher mit einer SD-Karte im Smartphone erweitert werden.

Sony zeigt auf der Messe seine Playstation VR, die im Oktober auf den Markt kommen soll. In Verbindung mit Sonys Konsole lassen sich damit auch aufwendigere Spiele spielen. So kann der Spieler etwa in «Robinson» von Crytek Abenteuer mit Dinosauriern auf einem Fantasie-Planeten erleben oder mit «Star Trek» von Ubisoft selbst die Steuerung der Flotte aus der Kult-Serie übernehmen – wahlweise mit bis zu drei weiteren Mitspielern. Messebesucher können in Köln auch HTCs Datenbrille Vive ausprobieren, die mit einem leistungsfähigen PC verbunden mit Hilfe von Sensoren ermöglicht, dass der Nutzer sich im Raum frei bewegt.

Peinliche Panne: McDonald’s stampft Fitness-Tracker aus Happy Meal ein – wegen Hautausschlägen

Eigentlich klang die Idee nicht schlecht: Um vom Ruf der fiesen Kindermäster wegzukommen, hatte McDonald’s in den USA und Kanada seinem beliebten Happy Meal statt eines Schrottspielzeugs einen Fitness-Tracker beigelegt. Der sollte die Kleinen ermutigen, sich mehr zu bewegen – und wohl auch die skeptischen Eltern mit dem gelegentlichen Hamburger versöhnen. Jetzt ist aber schon wieder Schluss mit der Aktion.

Nur wenige Tage nachdem der Schrittzähler „Step-It“ seine Premiere feierte, ist er auch schon wieder aus dem Programm verschwunden. Gegenüber dem Techportal „Mashable“ gab McDonald’s-Sprecher Terri Hickey an, es habe Berichte über Hautbeschwerden gegeben, die vom Tragen des Armbandes verursacht worden sein sollen. Man habe sich daher zum Ende der Aktion entschieden und biete nun ein alternatives Spielzeug an.Mcdonalds Fitness Tracker_14 Uhr

Ursache für Ausschlag unbekannt

Was genau den Ausschlag verursachte, ist nicht bekannt. Denkbar sind etwa eine Material-Allergie oder Reibung wegen eines zu starren Armbandes. Wieviele Fälle es gab, verriet der Konzern ebenfalls nicht.

Dass man zum Preis eines Happy Meals keinen voll funktionsfähigen Tracker erwarten darf, dürfte den meisten Kunden hoffentlich klar gewesen sein. „Step-It“ maß wohl direkte Bewegungen des Armbands und rechnete sie dann in Schritte um. Bei Twitter zeigt eine Nutzerin, dass Step-It etwa auch den Griff zur Pommes-Tüte im Restaurant als Bewegung anerkennt.

Jede Menge Schritte für ein Happy Meal

Statt eines Marketing-Geniestreichs wurde aus der Gesundheitsoffensive also nun ein Flop. Ob der Tracker faule Kinder tatsächlich zu mehr Bewegung animieren hätte können, war ohnehin alles andere als sicher. Nur zu McDonald’s gehen, um mit dem Tracker beim Abnehmen zu helfen, hätte man aber wohl nicht tun sollen. Laut dem Kalorienrechner auf der McDonald’s-Homepage hat ein Happy Meal mit Hamburger, Pommes und Saft ganze 500 Kalorien. Da braucht es schon einige Schritte, bis die wieder verbrannt sind.McDonalds Next: Zukunft wie Vapiano_8.40

YouTuber lassen Tausende Jugendliche jubeln

YouTube-Stars haben Tausende Fans in Köln in Aufregung versetzt. Heute begannen die sogenannten Videodays in der Lanxess Arena – ein Treffen der Szenegrößen von der Video-Plattform mit vielen Jugendlichen.

Der erste Tag widmete sich der Musik, die viele YouTube-Stars mittlerweile machen. Auch ein Song-Contest mit Nachwuchs-Sängern stand auf dem Show-Programm. Auf Massen-Autogrammstunden und Selfie-Gewitter mussten die Fans hingegen noch etwas warten – sie waren erst für den zweiten Tag geplant.

Viele der YouTuber scharen mittlerweile eine Fangemeinde von mehreren Hunderttausenden Abonnenten um sich, manche knacken auch locker die Millionen-Grenze. In ihren Webvideos geht es unter anderem um Musik, Comedy, Schminktipps oder Computerspiele.

Uber will Fahrgäste bald mit selbstfahrenden Autos befördern

Uber wird demnächst Fahrgäste in der US-Stadt Pittsburgh testweise mit selbstfahrenden Autos befördern. Der Fahrdienst-Vermittler wolle die Technik gleich kommerziell einsetzen, sagte Gründer und Chef Travis Kalanick dem Finanzdienst Bloomberg.

«Es kann nicht nur um Wissenschaft gehen.» Menschen am Steuer sollen die Fahrten beaufsichtigen. Damit setzt Uber als erster Anbieter selbstfahrende Autos geschäftlich im Alltag ein.

Uber bringt in diesem Monat die ersten zu Roboterwagen umgebauten Fahrzeuge des Herstellers Volvo auf die Straße in Pittsburgh. Die Unternehmen stecken gemeinsam rund 300 Millionen Dollar (265 Mio Euro) in das Projekt, wie sie mitteilten. Volvo, Teil des chinesischen Geely-Konzerns, soll bis Jahresende rund 100 SUV des Modells XC90 liefern. Uber betonte, man wolle auch mit anderen Herstellern zusammenarbeiten.

Zudem kauft Uber das Start-up Otto, das herkömmliche Lastwagen mit Technik für autonomes Fahren ausstatten will. Zusammen könnten die Unternehmen «das Rückgrat» eines automatisierten Systems zur Güter-Beförderung aufbauen, hieß es in einem Blogeintrag von Otto.

Die Firma wurde Anfang des Jahres von erfahrenen Experten gegründet, die früher unter anderem bei Google, Apple und Tesla gearbeitet hatten. Dahinter stecke der Plan von Uber, auch ein Logistik-Geschäft mit dem Güter-Transport in selbstfahrenden Lastwagen aufzubauen.

Uber und Otto machten keine Angaben zum Kaufpreis – aber laut einer informierten Person könnte der Deal rund 680 Millionen Dollar schwer werden, schrieb Bloomberg. Anthony Lewandowski, ein Mitgründer von Otto, der schon früh eine wichtige Rolle bei Googles Roboterwagen-Projekt spielte, solle nach Abschluss die Entwicklung selbstfahrender Autos bei Google leiten. Der Fahrdienst-Vermittler wolle dann auch zwei weitere Entwicklungszentren eröffnen.

Kalanick betonte, ihm gehe es darum, Google nicht das Feld bei selbstfahrenden Autos zu überlassen. Der Internet-Riese testet Roboterwagen bereits seit 2009 und schickt inzwischen auch den Prototypen eines elektrischen Zweisitzers aus eigener Entwicklung auf die Straßen, die als Roboter-Taxis eingesetzt werden können. Als Uber erkannt habe, dass Google auch in den Fahrdienst-Bereich vorstoßen werde, «mussten wir dafür sorgen, dass es eine Alternative gibt», sagte er Bloomberg. Ein selbstfahrendes Auto zu entwickeln sei für den Dienst «existenziell wichtig».

In Pittsburgh sollen die Roboterwagen den Fahrgästen genauso zufällig wie herkömmliche Autos zugeteilt werden. Die Fahrten werden aber kostenlos sein. Sie sollen zugleich auf Video dokumentiert werden und zudem werde ein weiterer Uber-Mitarbeiter auf dem Beifahrersitz als «Co-Pilot» Notizen machen.

Zugleich wolle Uber nicht zum Autobauer werden, versicherte Kalanick. Auch Google beteuert stets, der Konzern wolle seine Technologie etablierten Herstellern anbieten. In einem ersten Projekt in diese Richtung werden 100 Minivans von Fiat Chrysler mit Google-Technik ausgerüstet. Andere Hersteller setzten auf die Entwicklung eigener Systeme für autonomes Fahren. BMW und zuletzt auch Ford legten sich auf das Jahr 2021 für die Markteinführung ihrer selbstfahrenden Autos fest. Zuletzt hatte ein tödlicher Unfall mit einer per Fahrassistent gesteuerten Tesla-Elektrowagen eine neue Sicherheitsdiskussion ausgelöst. Der Hersteller und Branchenexperten betonten jedoch, dass Teslas «Autopilot»-Assistenzsystem die Fahrzeuge nicht zu vollwertigen selbstfahrenden Autos machen.

Uber hatte für sein Roboterwagen-Projekt zunächst rund drei Dutzend Forscher der Universität Carnegie Mellon angeheuert, die bei der Entwicklung selbstfahrender Autos sehr stark war. Inzwischen arbeiteten mehrere hundert Experten daran.

Roomba gegen Welpen: Wenn der Saug-Roboter ein Häufchen-Massaker anrichtet

Saugroboter erleichtern das Leben. Wir schrieben sogar, wir könnten uns ein Leben ohne smarten Sauger nicht mehr vorstellen. Aber es gibt auch kleinere und größere Probleme. Etwa wenn der Helfer Kabel und Dessous verspeist oder über die Terrassentür in den Garten ausbüxt und dort seine teuren Bürsten versaut.  Und dann gibt es „das Grauen“ – nur so kann Jesse Newton aus Little Rock, Arkansas, sein Erlebnis mit dem Roboter nennen.

 02 Roomba VS Welpe

Newtons Roomba-Sauger ist darauf programmiert, jeden Tag exakt um 1.30 Uhr, mitten in der Nacht, die Wohnung zu saugen. Das tat er auch, doch dabei kam der Roboter aber mit einem neuen Familienmitglied, beziehungsweise dessen Hinterlassenschaften in Kontakt. Hundewelpe Evie hielt es abends nicht mehr aus und setzte unversehens einen Haufen im Wohnzimmer ab, als die Familie schlief. Das ist schon so nicht schön, wenn man morgens verschlafen ins duftende Zimmer kommt. Aber zur eigentlichen „Kacko-kalypse“ – so Newton – kam es erst, als der Roboter sich über den Haufen hermachte.Roomba 6:17

Ein Massaker im Wohnzimmer dank Saugroboter

In einem sehr ausführlichen Post auf Facebook beschreibt Newton „das Grauen“, das ihn erwartete. „Es ist auf dem Boden. Auf den Beinen der Möbel. Auf den Teppichen, auf den Läufern. In den Spielzeugkisten. Alles in Bodennähe wird mit Kacke beschmiert. Die kräftigen Räder, die den Roboter überallhin bringen, hinterlassen schmierige Spuren auf dem ganzen Boden.“

Ein gängiges Problem

In einem Diagramm schildert Newton die Spur der Verwüstung. Und: Das ist nicht das einzige Opfer. Der „Guardian“ sprach mit einer Frau, deren Wohnung fünf bis zehn Mal in den letzten zwei Jahren verschmiert wurde. Hier sind das Problem vier Kätzchen, die offenbar nicht immer den Weg aufs Katzenklo finden. „Das ist schrecklich. Die Fäkalien stecken in der Mechanik bei den Rädern, sie werden in das Gerät gesaugt, verschmieren alle Bürsten. Da reicht ein kleines bisschen und das ganze Haus ist kontaminiert.“

Meist bleibt das Problem aber auf einen Fleck konzentriert. Der Roboter entdeckt die massive Verschmutzung und widmet sich dem Platz um den Haufen mit besonderer Hingabe. Zum Glück sind die Katzenhäufchen kleiner als beim Hund, wenn der Roboter mit der Schmutzzone fertig ist, verteilt er meist keine weitere Schmiere im Rest der Wohnung.“

Roomba arbeitet an der Lösung 

„Ehrlich gesagt, kennen wir dieses Problem ganz gut“, gestand ein Sprecher des Herstellers dem Guardian. „Generell raten wir ab, den Roboter starr zu programmieren, wenn Kunden Hunde im Haus haben, die solche Sachen machen. Mit Tieren kann das leider passieren.“ Zukunftige Robotergenerationen könnten gegen die Kacko-kalypse gefeit werden. Spezielle Sensoren könnten den Roboter vor den gefährlchen Haufen warnen. „Ich muss zugeben, wir haben noch keine Lösung für diese Problem, aber unsere Leute arbeiten dran.“Saug Roboter 8.32

03 Roomba VS Welpe