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Uber will Fahrgäste bald mit selbstfahrenden Autos befördern
Uber wird demnächst Fahrgäste in der US-Stadt Pittsburgh testweise mit selbstfahrenden Autos befördern. Der Fahrdienst-Vermittler wolle die Technik gleich kommerziell einsetzen, sagte Gründer und Chef Travis Kalanick dem Finanzdienst Bloomberg.
«Es kann nicht nur um Wissenschaft gehen.» Menschen am Steuer sollen die Fahrten beaufsichtigen. Damit setzt Uber als erster Anbieter selbstfahrende Autos geschäftlich im Alltag ein.
Uber bringt in diesem Monat die ersten zu Roboterwagen umgebauten Fahrzeuge des Herstellers Volvo auf die Straße in Pittsburgh. Die Unternehmen stecken gemeinsam rund 300 Millionen Dollar (265 Mio Euro) in das Projekt, wie sie mitteilten. Volvo, Teil des chinesischen Geely-Konzerns, soll bis Jahresende rund 100 SUV des Modells XC90 liefern. Uber betonte, man wolle auch mit anderen Herstellern zusammenarbeiten.
Zudem kauft Uber das Start-up Otto, das herkömmliche Lastwagen mit Technik für autonomes Fahren ausstatten will. Zusammen könnten die Unternehmen «das Rückgrat» eines automatisierten Systems zur Güter-Beförderung aufbauen, hieß es in einem Blogeintrag von Otto.
Die Firma wurde Anfang des Jahres von erfahrenen Experten gegründet, die früher unter anderem bei Google, Apple und Tesla gearbeitet hatten. Dahinter stecke der Plan von Uber, auch ein Logistik-Geschäft mit dem Güter-Transport in selbstfahrenden Lastwagen aufzubauen.
Uber und Otto machten keine Angaben zum Kaufpreis – aber laut einer informierten Person könnte der Deal rund 680 Millionen Dollar schwer werden, schrieb Bloomberg. Anthony Lewandowski, ein Mitgründer von Otto, der schon früh eine wichtige Rolle bei Googles Roboterwagen-Projekt spielte, solle nach Abschluss die Entwicklung selbstfahrender Autos bei Google leiten. Der Fahrdienst-Vermittler wolle dann auch zwei weitere Entwicklungszentren eröffnen.
Kalanick betonte, ihm gehe es darum, Google nicht das Feld bei selbstfahrenden Autos zu überlassen. Der Internet-Riese testet Roboterwagen bereits seit 2009 und schickt inzwischen auch den Prototypen eines elektrischen Zweisitzers aus eigener Entwicklung auf die Straßen, die als Roboter-Taxis eingesetzt werden können. Als Uber erkannt habe, dass Google auch in den Fahrdienst-Bereich vorstoßen werde, «mussten wir dafür sorgen, dass es eine Alternative gibt», sagte er Bloomberg. Ein selbstfahrendes Auto zu entwickeln sei für den Dienst «existenziell wichtig».
In Pittsburgh sollen die Roboterwagen den Fahrgästen genauso zufällig wie herkömmliche Autos zugeteilt werden. Die Fahrten werden aber kostenlos sein. Sie sollen zugleich auf Video dokumentiert werden und zudem werde ein weiterer Uber-Mitarbeiter auf dem Beifahrersitz als «Co-Pilot» Notizen machen.
Zugleich wolle Uber nicht zum Autobauer werden, versicherte Kalanick. Auch Google beteuert stets, der Konzern wolle seine Technologie etablierten Herstellern anbieten. In einem ersten Projekt in diese Richtung werden 100 Minivans von Fiat Chrysler mit Google-Technik ausgerüstet. Andere Hersteller setzten auf die Entwicklung eigener Systeme für autonomes Fahren. BMW und zuletzt auch Ford legten sich auf das Jahr 2021 für die Markteinführung ihrer selbstfahrenden Autos fest. Zuletzt hatte ein tödlicher Unfall mit einer per Fahrassistent gesteuerten Tesla-Elektrowagen eine neue Sicherheitsdiskussion ausgelöst. Der Hersteller und Branchenexperten betonten jedoch, dass Teslas «Autopilot»-Assistenzsystem die Fahrzeuge nicht zu vollwertigen selbstfahrenden Autos machen.
Uber hatte für sein Roboterwagen-Projekt zunächst rund drei Dutzend Forscher der Universität Carnegie Mellon angeheuert, die bei der Entwicklung selbstfahrender Autos sehr stark war. Inzwischen arbeiteten mehrere hundert Experten daran.
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Online-Zahldienst Paydirekt holt wichtige Händler an Bord
Der schleppend angelaufene Online-Zahldienst Paydirekt kommt einen Schritt voran: Das Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Banken gewinnt wichtige Händler, um Kunden mehr Einkaufsmöglichkeiten im Internet zu bieten.
«Zwölf große Händler mit einem jährlichen Gesamtumsatz von 1,3 Milliarden Euro im Online-Handel haben zugesagt», sagte Paydirekt-Geschäftsführer Niklas Bartelt der Deutschen Presse-Agentur.
Darunter seien der Internet-Shop der Deutschen Post und des Modehändlers Adler sowie der Optikversand Linsenplatz.de, der Bürobedarfshändler Drucker.de und der Badshop Reuter.de. Die Drogeriemarktkette dm plane ebenfalls teilzunehmen. Sie sollten bis zum Weihnachtsgeschäft an Paydirekt angebunden werden.
Deutsche Banken und Sparkassen hatten Paydirekt im vergangenen Jahr gestartet. Mit dem eigenen Internet-Bezahldienst wollen sie dem US-Konkurrenten Paypal Paroli bieten und im wachsenden Internethandel Bankkunden an sich binden. Diese können bei Paydirekt über das eigene Girokonto per Benutzername und Passwort online einkaufen. Die Daten bleiben somit bei der Hausbank und auf Servern in Deutschland.
Doch das Projekt lief langsam an. Nach einer ersten Online-Zahlung am 17. August 2015 in der Pilotphase schaltete die Hypovereinsbank im vergangenen November Paydirekt für ihre Kunden frei. Die Deutsche Bank, Commerzbank und Genossenschaftsbanken folgten, die Sparkassen mit ihren vielen Privatkunden zogen im Frühjahr nach. Für das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft kam Paydirekt zu spät.
So bleibt der Abstand zum Wettbewerber Paypal, der schon seit 2004 auf dem deutschen Markt ist, groß: Während die mehr als 16 Millionen Kunden des US-Dienstes hierzulande in über 50 000 Online-Geschäften zahlen können, bietet Paydirekt erst 160 Händler. Der Dienst hat Bartelt zufolge 600 000 registrierte Kunden. Jede Woche komme eine fünfstellige Zahl dazu.
Das überschaubare Angebot an Händlern – darunter wenige namhafte Adressen – gilt bisher als Schwäche von Paydirekt. Der Handelsriese Metro etwa mit seinen Marken Media Markt und Saturn will erst bis zum Weihnachtsgeschäft dazu stoßen. Momentan liege der Fokus darauf, Händler zu gewinnen, sagte Bartelt. Ab Herbst werde man verstärkt Werbung an Endkunden richten, um die Zahl der Nutzer zu steigern. «Im Weihnachtsgeschäft wollen wir ein bedeutsamer Anbieter sein.»
Step-It: McDonald’s: Das neue Spielzeug im Happy Meal freut vor allem die Eltern
Fragt man Kinder, was sie bei McDonald’s essen wollen, ist die Antwort eigentlich schon klar: das Happy Meal mit seinen kleinen Spielsachen. Das billig produzierte Spielzeug verstopft meist zwar nur die Schubladen und geht eher früher als später kaputt, den Kindern ist das natürlich aber egal. Was McDonald’s nun in den USA und Kanada beilegt, soll aber wohl eher Eltern ansprechen: Im Happy Meal steckt dort nun ein Fitness-Tracker.
Der hört auf den Namen „Step-It“ und sieht ziemlich genauso aus, wie man sich Elektronik als kostenlose Beilage für Kinder vorstellt. In sechs quietschbunten Farben gehalten, klobig und natürlich alles andere als wertig produziert. Eine LCD-Anzeige zeigt, wie viele Schritte zurückgelegt wurden. Wenn man sich bewegt, bringt eine LED das Armband zum Leuchten. Der einzige Knopf setzt den Schrittzähler zurück. So weit, so schlicht.Sportler bei McDonalds 13.45
Auch Pommes essen zählt bei McDonald’s als Bewegung
Dass ein solch günstiges Gerät nicht als Sport-Tracker taugt, sollte jedem klar sein. Der Tracker scheint die zurückgelegten Schritte nur anhand der Bewegung des Armes zu schätzen, berichtet das Techportal „Mashable“. Bei Twitter zeigt eine Nutzerin, dass Step-It auch den Griff zur Pommes-Tüte im Restaurant als Bewegung anerkennt.
Ob der Tracker faule Kinder tatsächlich zu mehr Bewegung animieren kann, muss sich zeigen. Nur zu McDonald’s gehen, um mit dem Tracker beim Abnehmen zu helfen, sollte man aber wohl nicht. Laut dem Kalorienrechner auf der McDonald’s-Homepage hat ein Happy Meal mit Hamburger, Pommes und Saft ganze 500 Kalorien. Da braucht es schon einige Schritte, bis die wieder verbrannt sind.
In den letzten Jahren hat McDonald’s immer wieder versucht, dass Happy Meal gesünder erscheinen zu lassen. Statt Pommes kann man seit einiger Zeit auch Salat wählen, Süßigkeiten als Nachtisch wurden mit einer Tüte geschnittener Äpfel ersetzt. Als Getränke steht keine Limo, sondern Milch, Apfelschorle oder Wasser zur Wahl.Geheimnisse McDonalds 6.50