Tschaikowski ersetzt Pikachu: Russland verdammt Pokémon Go – und entwickelt eigene Variante

Pokémon Go ist in Russland nicht gerade gut gelitten. Das amerikanische Spiel mit den japanischen Tierchen steht bei manchen Amtsträgern im Verdacht, das Übel der westlichen Welt nach Russland zu bringen. Ein Sprecher des Patriarchen Kirill, des Oberhaupts der russisch-orthodoxen Kirche, erklärte laut „Guardian“, das Spiel bringe den Dämonen im Menschen zum Vorschein. Ein Abgeordneter der kommunistischen Partei verglich das Spiel mit Drogen- und Spielsucht und forderte ein Verbot. Und ein Abgeordneter der Regierungspartei verstieg sich gar zu der Behauptung, Ziel des Spiels sei es, Russland vor den Parlamentswahlen zu destabilisieren.

Zum Glück müssen zumindest die russischen Hauptstadtbewohner fortan nicht mehr das böse Pokémon Go spielen. Denn die Moskauer Stadtverwaltung hat laut „Guardian“ eine Alternative entwickelt – eine Art russisches Pokémon Go. Die App „Know. Moscow. Photo“ funktioniert nach dem gleichen Spielprinzip wie Pokémon Go. Mit einem entscheidenden Unterschied: Statt wilder Pokémon fangen die Spieler mit ihrem Smartphone historische Figuren der russischen Geschichte.

Ivan der Schreckliche statt Pikachu

Statt auf Pikachu und Glumanda machen die Spieler Jagd auf Ivan den Schrecklichen und Peter den Großen. Auch der Komponist Peter Tschaikowski und der Kosmonaut Yuri Gagarin sind mit von der Partie. Nicht fehlen darf auch Napoleon Bonaparte, der Moskau Anfang des 19. Jahrhunderts eroberte. Laut „Business Insider“ ist eine erste Version des Spiels seit Montag für iOS und Android verfügbar. Die finale Version soll Ende August fertig sein.

Das Ziel der App sei es, Aufmerksamkeit für Moskaus reichen Schatz an Kulturgütern zu schaffen, heißt es von Seiten der Stadt. Aber auch die Moskauer Bürger selbst sollen animiert werden, mehr in ihrer Stadt herumzulaufen und die Ergebnisse der zahlreichen Renovierungsarbeiten in der Innenstadt zu bewundern.

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Erfolgreicher Drohnen-Testflug: So will Facebook das Internet in die letzte Ecke bringen – und sich selbst gleich mit

Das lässt Facebook-Gründer Mark Zuckerberg strahlen: Eine unbemannte Drohne hat in den USA einen 96-minütigen Testflug erfolgreich absolviert. In Zukunft will das Netzwerk so die Internet-Qualität besonders in entlegenen Regionen verbessern – und natürlich fleißig Daten sammeln.

Pokémon Go: Erster! Der Mann, der alle Pokémon gefangen hat

Seit Pokémon Go erschienen ist, haben Menschen auf der ganzen Welt nur noch ein Ziel: Alle Pokémon zu erwischen. Einem Spieler aus den USA ist nun genau das gelungen. Er hat jedes der 142 in den USA zu findenden Pokémon gefunden und gefangen. Und das, obwohl er einen Job hat. Nun muss er wohl auf Weltreise gehen.

Obwohl ihn das viele Leute fragen: Nick Johnson ist tatsächlich nicht arbeitslos, im Gegenteil. Knappe 50 Stunden arbeitet er jede Woche, erzählte er bei Reddit. Gegenüber dem Portal „Business Insider“ erklärte er, dass er einfach nach der Arbeit losmarschierte, dann aber bis zu acht Stunden am Tag. Knapp 16 Kilometer hat er in den letzten beiden Wochen seit Erscheinen von Pokémon Go täglich durchschnittlich zurückgelegt, meldete ihm sein Fitness-Tracker. 4629 Pokémon hat er dabei insgesamt eingesackt.

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New York: das Mekka für Pokémon Go

Johnsons Glück: Er lebt in New York, das als Mekka für die Pokémon-Jagd gilt. Dort gibt es nicht nur nahezu alle der kleinen Monster zu finden, sondern auch noch jede Menge anderer Pokémon-Jäger, die PokéStops mit Lockmodulen zu regelrechten Sammelpunkten machen. Auch Johnson konnte beinahe alle seiner Pokémon in New York finden, nur einige wenige wie den kleinen Drachen Dratini musste er in New Jersey suchen.

Wirklich alle Pokémon hat er aber noch nicht erwischt: Von den insgesamt 151 lassen sich acht nicht in den USA fangen. Die legendären Pokémon Arktos, Zapdos und Lavados lassen sich weltweit bisher genauso wenig auftreiben wie die beiden besonders starken Viecher Mewtu und Mew. Fans vermuten, dass sie nur auf besonderen Events gefangen werden können. Von Entwickler Niantic bestätigt ist hingegen, dass man nicht alle Pokémon in einem Land oder sogar Kontinent fangen kann.Pokemon Go richtig kämpfen 15.19

Jetzt kommt die Weltreise

Pantimos gibt es etwa nur in Europa zu finden, Porenta nur in Asien, Tauros ist Amerika vorbehalten und die australischen Pokèjäger dürfen passenderweise das Känguru-Pokémon Kangama für sich beanspruchen. Johnson will sich davon nicht aufhalten lassen: Er sucht bereits nach Sponsoren, die ihm die Weltreise bezahlen. Vielleicht wird er also tatsächlich derjenige, der als erster wirklich alle Pokémon erwischt hat.Pokemon Go 11.38