Neue Apple-Smartphones: Die neuen iPhones ausprobiert: Supersize Me

Größer ist im Zweifel immer besser – das gilt für einige Dinge im Leben. Und schaut man sich in U-Bahnen und Fußgängerzonen um, scheinen Smartphones definitiv dazuzugehören. Die Geräte übernehmen immer mehr Aufgaben in unserem Alltag, dementsprechend wächst auch der Platzbedarf auf dem Display. Das Problem: Die Telefone können nicht endlos größer werden. Also muss man den Platz, der da ist, effizienter ausnutzen – das randlose Display war geboren.

Mit dem iPhone X verzichtete Apple im vergangenen Jahr erstmals auf den Home-Button. In diesem Jahr zieht sich das Design durch die gesamte neue Produktpalette: Am Mittwochabend stellte Tim Cook drei neue iPhones mit randlosem Bildschirm vor – das iPhone XS, XS Max und das Einsteigermodell XR. Wir haben alle Modelle bereits vor Ort in Cupertino ausprobiert.DSC07913

Die wichtigsten Neuerungen des iPhone XS (Max) im Überblick:

  • zwei Displaygrößen (5,8 und 6,5 Zoll)
  • schnellerer Prozessor
  • schnelleres FaceID
  • wasserdicht nach IP68
  • stabileres Glas
  • längere Akkulaufzeit
  • neue Fotofunktionen

iPhone XS Max: Alte Welt trifft neue

Das iPhone XS ist im Grunde eine Weiterentwicklung des iPhone X. Der Formfaktor ist identisch, das Smartphone fühlt sich genauso an wie der Vorgänger. Spannender ist dagegen das neue iPhone XS Max. Dabei handelt es sich um ein iPhone X im Gehäuse eines iPhone 8 Plus. Mit seinem 6,5-Zoll-Bildschirm ist es deutlich größer als das 5,8-Zoll-Modell. Die Diagonale misst 16,5 Zentimeter. Was schon auf dem Papier nach viel klingt, fühlt sich in der Praxis nach noch mehr an. Das neue iPhone, das ist nach wenigen Minuten in der Hand klar, ist eine echte Wuchtbrumme. 

Der Bildschirm beeindruckt schon aufgrund der schieren Größe und hinterlässt beim kurzen Ausprobieren einen hervorragenden Eindruck. Tiefes Schwarz, leuchtende Farben, keine erkennbaren Pixel: Serienaffine Pendler und Gamer werden daran ihre Freude haben. Erneut gibt es am oberen Bildrand die Notch, eine Aussparung, in der sich die Selfie-Kamera und das Entsperrsystem FaceID befinden. Das ist ein technisch komplexer Gesichtsscanner, der auch im Dunkeln funktioniert. Im Alltag hat sich die Technik bewährt, den Fingerabdruckscanner muss niemand vermissen. Apple verspricht, dass FaceID auf den 2018er-Smartphones noch schneller funktioniert, das konnten wir vor Ort leider nicht ausprobieren.

Bedient wird das Telefon wie auch das iPhone X (und dessen identisch großer Nachfolger iPhone XS) mit diversen Wischgesten. Die gehen flott von der Hand, sofern man mit dem Daumen überall hinkommt. Für Menschen mit kleinen Händen kann das iPhone XS Max jedoch schnell zur Herausforderung werden. Das Wechseln von einer App zur anderen (Wisch am unteren Bildschirmrand) klappt noch problemlos. Das Aufrufen des Kontrollzentrums (Wisch von oben rechts nach unten) kann jedoch schon zur Fingerakrobatik werden. Und auch der Gewichtsunterschied (XS: 177 Gramm, Max: 208 Gramm) ist spürbar.

Schade: Einen Landscape-Modus wie beim iPhone 8 Plus gibt es nicht. Auch kann man auf keinem der neuen iPhones zwei Apps nebeneinander darstellen, wie es etwa auf dem iPad möglich ist. Dabei bietet zumindest das Max genug Platz. Vielleicht kann Apple hier noch per Software-Update nachbessern.

Apple iPhone XS Apple Watch Series 4 Event

Das schnellste Smartphone am Markt

Die Kombination aus größerer Batterie, dem neuen Betriebssystem iOS 12 und einem effizienteren Prozessor soll dem XS Max bei durchschnittlicher Nutzung eine anderthalb Stunden längere Laufzeit als beim iPhone X ermöglichen. Bei sparsamer Nutzung hält das Smartphone vermutlich auch zwei Tage durch.

Das Herzstück der neuen iPhones ist der A12-Bionic-Prozessor. Der ist noch einmal 15 Prozent schneller als der Vorgänger, an dem sich die Android-Konkurrenz bis heute die Zähne ausbeißt. Apps sollen dadurch bis zu 30 Prozent schneller starten und diverse Features wie der Porträtmodus bessere Ergebnisse liefern. So kann man nun etwa den Grad des Bokeh – der Hintergrundunschärfe in Bildern – auch noch nach der Aufnahme anpassen. Das können einige Konkurrenz-Handys allerdings ebenfalls.

Dennoch sind die Verbesserungen an der Kamera begrüßenswert. Stillstand hätte sich der Konzern auch nicht erlauben können. Die Konkurrenz hat in den vergangenen Monaten nicht geschlafen: Mit dem Galaxy S9 und Note 9 hat Samsung zwei Telefone mit Top-Kamera am Markt. Huawei brachte mit dem P20 in Zusammenarbeit mit Leica im Frühjahr sogar das erste Telefon mit Dreifach-Knipse auf den Markt. Apple bleibt vorerst bei zwei Linsen, sowohl beim iPhone XS als auch der Max-Variante. Wie sich die neuen Kameras im Alltag gegen die Konkurrenz schlagen, werden ausführliche Tests zeigen. 

Günstig sind die neuen Modelle jedoch nicht: Das iPhone XS gibt es ab 1149 Euro (64 GB), das Max ab 1249 Euro. Erhältlich sind sie in drei Farben: Silber, Space Grau, Gold. Erstmals gibt es ein iPhone auch mit 512 Gigabyte Speicher, das kann allerdings auch bis zu 1649 Euro kosten. Das macht das XS Max nicht nur zum größten, sondern auch zum teuersten iPhone aller Zeiten.

Ein Ladenhüter wird es trotz des hohen Preises nicht bleiben, glaubt Gartner-Analystin Annette Zimmermann, die ebenfalls bereits einen Blick auf die neuen Telefone werfen konnte. “Man hat beim iPhone X gesehen, dass der Preis bei denen, die immer das neuste iPhone wollen, keine Rolle spielt. In den nächsten Monaten werden die Absatzzahlen steigen. In der Super-Premium-Klasse, die Apple, Samsung und Huawei geschaffen haben, gibt es keine Preissensitivität. Deshalb ist der Absatz ungebrochen“, erklärt sie im Gespräch mit dem stern.

iPhone XR: Das bunte Wilde

Neben den beiden Flaggschiffmodellen gibt es mit dem iPhone XR  (wofür das R steht, ließ Apple offen) noch ein drittes Modell. Mit 6,1 Zoll ist es gewissermaßen ein Bindeglied zwischen dem iPhone XS und der Max-Variante. Vorbestellstart ist der 19.Oktober, erhältlich ist es ab 26. Oktober. Das kleinste Modell mit 64 GB Speicher gibt es ab 849 Euro.

Für den niedrigeren Preis muss man auf einige Features verzichten: Statt Edelstahl ist im Rahmen Aluminium verbaut, statt einer Dualkamera ragt auf der Rückseite nur eine Linse heraus (Porträtfotos sind trotzdem möglich). Und das Display setzt nicht auf die kontraststarke OLED-Technologie, die man vom iPhone X oder zahlreichen Android-Topmodellen kennt, sondern auf LCD wie beim iPhone 8. Der XR-Screen machte im ersten Schnell-Check allerdings einen sehr guten Eindruck. Zudem steckt im Inneren ebenfalls der neue A12-Chip. Das XR bietet also viel Leistung wie das große iPhone, obwohl es 300 Euro weniger kostet.

Das iPhone XR ist das neue Standardmodell in Apples Portfolio, mit dem sich der Konzern auch an jüngere Nutzer wendet. Statt ausschließlich gedeckter Farben wie Schwarz, Weiß und Gold gibt es auch Varianten in Blau, Gelb, Rot und – Premiere – einem leuchtenden Orange.

Knallige Farben, abgespeckte Ausstattung, günstigerer Preis: Das lässt Erinnerungen an das iPhone 5C wach werden, das Apple im Jahr 2013 auf den Markt gebracht hat. Es gilt als einer der wenigen Flops in der iPhone-Geschichte. „Apple hat aus den Fehlern gelernt“, meint Gartner-Analystin Zimmermann. „Damals haben wesentliche Features gefehlt und der Preisunterschied war zu gering. Das ist beim iPhone XR nicht der Fall. Die wichtigsten Features wie Face ID oder der neue Prozessor sind ebenfalls vorhanden. Diesmal wird die Strategie wahrscheinlich aufgehen.“

Apple Watch Handson

Neue Uhr: Apple Watch 4 ausprobiert: Diese Uhr ruft den Notarzt

Darf’s auch eine Nummer größer sein? Das war die Frage des Abends auf Apples diesjährigem September-Event. Neben drei neuen Smartphones (iPhone XS, XS Max und XR – hier ist unser erster Schnell-Check) hat Apple auch die vierte Generation der Apple Watch vorgestellt. Nachdem sich der Konzern in den vergangenen Jahren vor allem auf neue Features konzentrierte – GPS-Unterstützung, wasserdichtes Gehäuse, LTE-Anbindung – wagte sich Apple nun erstmals an den Formfaktor seiner smarten Uhr. 

Nein, rund ist sie immer noch nicht, ganz so radikal fällt das Redesign nicht aus. Aber Apple macht das Display größer und das Gehäuse minimal dünner. Wir waren vor Ort und haben die neue Uhr schon einmal probegetragen.

Die wichtigsten Änderungen der Apple Watch Series 4 im Überblick:

  • größerer Bildschirm bei gleich großem Gehäuse
  • neue Farbe
  • eingebauter EKG-Sensor
  • dünneres Gehäuse
  • schnellerer Prozessor
  • mehr Gesundheits-Features

Alles auf einen Blick

Am Grunddesign hat sich nichts geändert: Die Apple Watch hat ein quadratisches Display mit abgerundeten Ecken, eine drehbare Krone an der Seite und wechselbare Armbänder. Die neue Generation hat ein größeres Display und schmalere Rahmen: Die Series 4 gibt es in zwei neuen Größen, 40 und 44 statt zuvor 38 und 42 Millimeter. Das Display wird damit rund 30 Prozent größer. Zudem ist die Uhr etwas dünner geworden, die Dicke reduziert sich von 11,4 auf 10,7 Millimeter. Am Tragegefühl ändert sich dadurch aber wenig. DSC07888

Optisch ist der Unterschied jedoch gewaltig. Denn bestehende Apps werden nicht nur größer dargestellt, die Apple Watch Series 4 kann auch mehr Komplikationen anzeigen. Je nach Zifferblatt sieht man etwa neben der Uhrzeit noch das Datum, die aktuelle Temperatur, anstehende Termine oder den bisherigen Kalorienverbrauch. Auf diese Weise hat man viele relevante Informationen auf einen Blick und kann sich gelegentlich den Griff zum Smartphone sparen.

Neue Bildschirmhintergründe mit animiertem Feuer, Wasser oder Rauch sorgen für Abwechslung am Handgelenk. Zudem gibt es ein Zifferblatt, welches zu bewusstem Atmen und mehr Achtsamkeit anregt. Der optische Neuanstrich der Uhr ist auf jeden Fall gelungen. DSC07948 (1)

EKG in der Krone

Die Rückseite besteht nun bei allen Modellen aus schwarzer Keramik und kratzfestem Saphirglas. Darunter befindet sich der überarbeitete Pulssensor, der nur noch mit einer LED auskommt. Der bessere Sensor hat laut Apple eine genauere Herzschlagerkennung, zudem soll die Apple Watch Series 4 auch Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern) zuverlässig erkennen können. Wie gut das klappt, werden medizinische Untersuchungen zeigen. 

Ein echtes Novum in der Branche ist das eingebaute Elektrokardiogramm (EKG). Dazu muss der Finger auf der Krone platziert werden, nach 30 Sekunden sind die Daten erfasst. In den USA wurde das EKG von der FDA zugelassen, die Apple Watch 4 gilt damit als Medizinprodukt. Zum Start ist die Funktion noch nicht verfügbar, im Laufe des Jahres soll sie nachgeliefert werden. Ausprobieren konnten wir sie deshalb noch nicht.

Ob und wann die EKG-Funktion nach Deutschland kommt, ist noch unklar. Medizinische Zulassungen können sich laut Aussage einer Expertin über mehrere Monate erstrecken. Apple arbeitet laut eigener Aussage aber daran, die Funktion in weitere Länder zu bringen.Apple iPhone XS Apple Watch Series 4 Event

Die Apple Watch ruft auch den Notarzt

Im Inneren der Apple Watch steckt erstmals ein 64-Bit-Prozessor, der doppelt so schnell sein soll wie die Series 3. Einen großen Unterschied bemerkten wir im ersten Schnell-Check jedoch nicht. Allerdings waren in der Demo auch keine Apps von Drittanbietern verfügbar, die in der Regel weniger performant sind als Apples eigene Anwendungen.

Der Beschleunigungssensor und das Gyroskop wurden ebenfalls überarbeitet, wodurch die Bewegungen des Trägers präziser erfasst werden sollen. Dadurch ist die Uhr auch in der Lage, Stürze zu erkennen. Bleibt der Nutzer danach eine Minute regungslos, ruft die Uhr selbstständig den Notarzt und überträgt den Ort des Sturzes an die Rettungskräfte, erklärt Apple.

03-Aktienkäuferin von 1985 freut sich über Apple-Rekordkurs-5817428114001 19.40Insgesamt zeigt die Apple Watch Series 4, in welche Richtung der Konzern strebt: Nach der Fitness-Offensive in den vergangenen Jahren, mit denen man die Nutzer sportlicher machen wollte, will man nun Leben retten. Bislang sind die meisten Neuerungen lediglich Versprechen, an denen sich Apple messen lassen muss. Doch es ist bekannt, dass der Konzern in Zukunft noch viel weiter gehen will: Insidern zufolge forscht Apple sowohl an modernen Erfassungssystemen zur Schlafqualität als auch an Sensoren zur Blutzuckermessung im Kampf gegen Diabetes. Bis die entwickelt, verbaut und von Behörden zugelassen sind könnten aber noch einige Jahre vergehen.

Series 3 wird günstiger

Die Akkulaufzeit bleibt trotz des größeren Bildschirms identisch, beim Outdoor-Sport soll die Uhr sogar etwas länger durchhalten, vespricht der Hersteller. Die Laufzeit der Uhr hängt jedoch stark von der Nutzung ab: Trainiert man mit aktiviertem GPS und streamt via LTE Musik, muss man schon nach wenigen Stunden an die Steckdose. Bei normaler Nutzung kommt man mit einer Ladung aber auch mehr als zwei Tage aus. 

Eine gute Nachricht für all jene, die ein kleines Vermögen in Wechsel-Armbänder investiert haben – die alten Armbänder passen immer noch.

Die Apple Watch Series 4 gibt es in jeweils drei Aluminium- und Edelstahl-Versionen (Space Grey, Silber, Gold). Die Keramikversion (die sogenannte “Edition”) wurde gestrichen. Die Preise für die Apple Watch Series 4 beginnen bei 429 Euro (GPS, 38 Millimeter). Die LTE-Variante kostet 100 Euro mehr. Die Series 3 wird auf 299 Euro reduziert. Im Handel ist sie ab 21. September erhältlich.iPhone Event Zusammenfassung 22.12

Größer, schneller, teurer: Apple testet iPhone-Markt aus

Die Liste der Superlative, die Apple-Chef Tim Cook aufzählt, ist lang: Im neuen iPhone Xs stecken nach seinen Worten der «intelligenteste, leistungsstärkste Smartphone-Chip» sowie «ein revolutionäres Dual-Kamerasystem».

Die Gesichtserkennung FaceID ist schneller geworden und im Modell Xs Max bietet Apple das bislang größte iPhone-Display an. Was der Apple-Chef auf der Bühne nicht so sehr betont, ist die Tatsache, dass das neue Spitzenmodell in der üppigen 512-Gigabyte-Ausstattung mit 1649 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) so teuer ist wie kein iPhone zuvor.

Vor einem Jahr hatte Apple es gewagt, sich mit dem iPhone X in den USA erstmals an die psychologisch wichtige Schwelle von 1000 US-Dollar (ohne Mehrwertsteuer) heranzutasten. Da die Preise in Europa stets die Steuern enthalten, wurde in Deutschland sogar die 1000-Euro-Marke überschritten. Etliche Beobachter bezweifelten damals, dass die Kunden bereit sind, so viel Geld für ein Smartphone auszugeben. Doch sie wurden eines Besseren belehrt. Das teure iPhone X verkaufte sich nach Angaben von Apple besser als die preiswerteren Modelle wie das iPhone 8 und steigerte die Konzerngewinne weiter.

Zum Weihnachtsgeschäft tritt Apple aber nicht nur mit zwei neuen teuren Spitzen-Modellen iPhone Xs (5,8 Zoll) und Xs Max (6,5 Zoll) an: Das neue iPhone Xr (6,1 Zoll) soll die Kunden ansprechen, die unter der 1000-Euro-Schwelle bleiben wollen. Der iPhone-Hauptchip, der A12 Bionic, ist bei allen drei Modellen identisch. Unterschiedlich ist die Qualität des Displays: hochwertiges OLED bei den Xs-Modellen und LCD beim Xr. Außerdem verfügen die Xs-Modelle über eine Kamera mit zwei Linsen (Weitwinkel und Tele), während sich das Xr mit einer Linse begnügen muss.

Die Strategie erinnert an das Vorgehen des Konzerns im Jahr 2013, als Apple dem damaligen Spitzenmodell iPhone 5s das um rund 100 Euro billigere iPhone 5c zur Seite stellte. Damals ging die Rechnung für Apple nicht auf, denn die Kunden wollten für einen vergleichsweise geringen Preisunterschied nicht erhebliche Differenzen in der Leistungsfähigkeit hinnehmen. Der Hauptchip im 5c war deutlich langsamer als im 5s. Und im Gegensatz zum 5s verfügte das 5c nicht über den abgesicherten Speicherbereich «Secure Enclave», der einen unbefugten Zugang zu dem Gerät wirksam abwehren kann. Die Nachteile sprachen sich auch in der Kundschaft herum, so dass Apple das erfolglose Projekt bereits nach einem Jahr wieder beendete.

Annette Zimmermann von Marktforschungsunternehmen Gartner glaubt aber, dass Apple diesmal besser aufgestellt ist. «Das iPhone Xr enthält den neuen Spitzen-Prozessor und auch die Gesichtserkennung FaceID. Es steht somit nicht im Verdacht, Technik von gestern zu bieten», sagte Zimmermann der dpa nach der Produktvorführung in Cupertino. Das sei beim gefloppten iPhone 5c damals anders gewesen.

Für den Erfolg von Apple insgesamt ist aber nicht mehr nur entscheidend, wie viele iPhone-Geräte zu welchem Preis verkauft werden, sondern auch, wie umfangreich man danach die Smartphones nutzt. So schließen Intensiv-Nutzer häufig ein Speicher-Abo bei Apple ab, um die wertvollen Daten auf dem Gerät in der iCloud zu sichern. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie auch einen Dienst wie Apple Music buchen. Zuletzt hatte das Dienstleistungsgeschäft bei Apple stark zugelegt und Erwartungen bei Investoren geweckt, die manchen Experten jedoch als überzogen erscheinen. So verweist Ed Snyder vom Marktforschungsunternehmen Charter Equity Research darauf, dass sinkende Absatzzahlen beim iPhone letztlich auch zu einem schrumpfenden Service-Geschäft führen würden.

Dieser Gefahr versucht Apple auch mit dem Xs Max entgegenzuwirken. Das iPhone mit dem großen 6,5-Zoll-Bildschirm richtet sich vor allem an Kunden in Asien, wo solche «Phablets» (Mix-Wort aus «Phone» und «Tablet») besonders populär sind. «Während Samsung mit dem Galaxy Note und andere Hersteller hier erfolgreich unterwegs sind, hatte Apple in dieser Kategorie nichts im Programm», sagt Zimmermann. «Das war einer der wichtigste Gründe, warum Apple in den letzten Jahren in China nicht mehr gewachsen ist. Mit dem iPhone Xs Max könnte eine Wende eingeleitet werden.»

Die Apple-Führungsriege bemüht sich gleichzeitig, die Abhängigkeit des Unternehmens vom iPhone-Absatz zu vermindern. Im wachsenden Markt der Computeruhren immerhin ist dieses Vorhaben gelungen. Konzernchef Cook pries die Apple Watch als «Smartwatch #1» und legte mit der vierten Generation der Apple-Uhr nach. Sie verfügt über ein rund 30 Prozent größeres Display – auch weil es den Ingenieuren gelungen ist, den dunklen Rand um den Bildschirm schmaler zu machen.

Außerdem wurde die Uhr mit neuen medizinischen Funktionen ausgestattet. So kann die Apple Watch künftig erkennen, ob der Besitzer gestürzt ist und bei Bedarf einen Notfall-Anruf auslösen. Außerdem verfügt sie über einen Sensor, der Elektrokardiogramme (EKG) aufzeichnen kann. Gerade in den USA ist das ein wichtiges Feature, weil viele Menschen nicht umfassend krankenversichert sind und sich Routine-Besuche beim Arzt ersparen. Die US-Aufsichtsbehörde FDA hat das Messverfahren bereits zugelassen. In Europa stehen solche Zertifikate aber noch aus, so dass Kunden sich noch gedulden müssen, bis die Funktion hier aktiviert wird.

Auf größere Produktneuheiten, die ganze Branchen umkrempeln, werden Apple-Fans aber noch länger warten müssen. Die Apple-Ingenieure arbeiten dem Vernehmen nach intensiv an einer Computer-Brille, die ähnlich wie beim Konzept von Google Glass künstliche Realität und die Wirklichkeit miteinander vermengen soll. Im Gegensatz zu dem Google-Flop soll die Technik hier funktionieren und das Gerät datenschutzfreundlicher ausgelegt sein. Außerdem forschen etliche Apple-Mitarbeiter an der Technik für selbstfahrende Autos. Doch hier ist weiterhin unklar, wie weit Apple sich solo in den schwierigen Automobilmarkt vorwagen wird oder nur Kooperationen mit Herstellern oder Dienstleistern sucht.

Apple-Event: Groß, bunt – und bis zu 1649 Euro teuer: Das sind die neuen iPhones

Mit dem iPhone X gelang Apple letztes Jahr das aufregendste iPhone seit Jahren. Dieses Jahr gibt es schlicht mehr davon. Mit dem iPhone XR, dem iPhone XS und dem iPhone XS Max haben Tim Cook und Co. gleich drei neue Geräte gezeigt, die sich stark am iPhone X anlehnen, aber größer, bunter und teurer daherkommen. Wir erklären, was sie auf dem Kasten haben.

Das ist das iPhone XR

Das iPhone XR ist Apples neues Einsteigermodell. Nachdem letztes Jahr mit dem iPhone 8 noch ein Modell im klassischen iPhone-Look daherkam, sind diese Zeiten nun passé. Auch beim günstigsten neuen Modell bedeckt das mit 6,1 Zoll sehr üppige Display nun fast die ganze Front. Anders als beim iPhone X – oder auch den beiden anderen neuen Modellen – kommt aber kein OLED zum Einsatz, Apple setzt beim günstigen Modell auf klassisches LCD, das natürlich „das beste LED aller Zeiten“ ist. Im Vergleich zum iPhone X soll es bis zu 60 Prozent mehr Farben zeigen.  Liveblog Apple Keynote

Im Relation zu den teuren Modellen bietet es kaum weniger. Statt einer Doppelkamera knipst das iPhone XR nur mit einer Linse, die soll aber deutlich bessere Bilder als das iPhone 8 schießen. Dank KI soll sie trotz Einzelknipse einen Porträtmodus bekommen.

Wer auf Farben steht, hat beim XR deutlich mehr Auswahl: Das neue iPhone gibt es neben Schwarz und Weiß auch in Gelb, Rot, Blau und Koralle. Der Preis: ab 749 Dollar – deutlich über den 699 Dollar des iPhone 8. Und die entsprechen hierzulande schon 799 Euro.one more thing

Das sind iPhone XS und iPhone XS Max

Wie bei Apple üblich hat der Nachfolger des iPhone X einfach ein „S“ angehängt bekommen. Optisch ähnelt das iPhone XS seinem Vorgänger wie ein Ei dem anderen. Das Design mit dem 5,8-Zoll-Display bleibt erhalten, lediglich die neue Farbvariante in Gold lässt auf den ersten Blick ein neues Modell erkennen. Das ist beim iPhone XS Max schon anders. Der geistige Nachfolger der Plus-Reihe wirkt mit 6,5 Zoll Displaydiagonale mit 2688 x 1242  Pixeln schlicht riesig, obwohl das Gehäuse nur etwa so groß ist wie das des iPhone 8 Plus. Das Design entspricht sonst dem des iPhone XS.News Apple Watch 19.50

Das neue Display der beiden Geräte soll sogar noch besser sein als der ohnehin schon starke Bildschirm des iPhone X. Im Vergleich soll es wie das iPhone XR bis zu 60 Prozent mehr Farben zeigen. Stark: Auch der neue Bildstandard Dolby Vision wird ebenso wie HDR10 unterstützt. Das bieten selbst wenige Fernseher.

Die meisten Neuerungen stecken trotzdem unter der Haube. Mit dem neuen A12-Chip, Codename Bionic, verspricht Apple satte 50 Prozent mehr Leistung – bei geringerem Verbrauch. Das ist möglich, weil Apple als erster Hersteller auf einer 7-Nanometer-Struktur produziert. So passen ganze 68 Millionen Transistoren auf einen Chip. Das bietet völlig neue Möglichkeiten etwa bei Spielen, Künstlicher Intelligenz oder Augmented Reality. So kann die Kamera etwa Basketballspieler live überwachen und ihr Spiel analysieren.

Durch den neuen Chip soll trotz des großen Mehr an Leistung auch die Akkulaufzeit verbessert werden. Je nachdem, welcher der 6 Prozessoren aktuell arbeiten, können so bis zu 50 Prozent Stromverbrauch eingespart werden. Apple verspricht für das iPhone XS bis zu 30 Prozent mehr Akkulaufzeit, beim iPhone XS Max sollen sogar noch einmal 1,5 Stunden zusätzlich drauf sein. Zudem lassen sich beide schneller kabellos aufladen.

Auch bei der Kamera hat Apple erwartungsgemäß eine Schippe draufgepackt: Der Sensor ist noch einmal empfindlicher geworden. Vor allem durch den A12 sollen die Bilder aber erheblich zugewinnen. Der verbaute Bildbearbeitungssensor soll aus Bilder aus mehreren zusammensetzen, um das beste Ergebnis zu bekommen. Auch das neue smarte HDR soll mit KI-Unterstützung noch besser Details, Schatten und Farben hervorheben. Auch beim Bokeh-Effekt gibt es neue Möglichkeiten, so lässt sich die Intensität des Tiefeneffekts nachträglich ändern. Google hatte letztes Jahr beim Pixel 2 schon gezeigt, wie stark KI Bilder verbessern kann. Ein Test muss zeigen, ob die neuen iPhones da mithalten können. Das Potenzial ist da.

Weitere kleinere Neuerungen: Als erste iPhones bieten die neuen Modell bis zu 512 GB Speicher. Zudem erlaubt Apple erstmals die neuen Geräte mit mehreren Handy-Providern zu nutzen. Dazu setzt Apple auf eine Kombination aus physischer einer SIM-Karte und einer e-SIM. In China werden sogar zwei physische SIMs unterstützt.

Das iPhone XS kostet ab 1149 Euro und entspricht damit dem iPhone X. Das iPhone XS Max kostet mindestens 1249 Euro.

iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR: Die Neuerungen in der Übersicht:

iPhone XR:

  • Ersetzt das iPhone 8
  • 6,1-Zoll-Display mit LCD
  • Verbessertes Face ID
  • A12-Prozessor mit 50 Prozent mehr Leistung
  • Mehr Farbauswahl: Schwarz, Weiß, Gelb, Rot, Blau und Koralle.
  • Preis: Ab 850 Euro für 64 GB – weitere Größen: 128 GB für 909 Euro, 256 GB für 1019 Euro
  • Vorbestellung ab dem 19. Oktober, Verkaufsstart ist der 26. Oktober

iPhone XS:

  • Nachfolger des iPhone X
  • OLED-Display in 5,8 Zoll, inklusive 60 Prozent mehr Farben und Dolby Vision
  • Verbessertes Face ID
  • A12-Prozessor mit 50 Prozent mehr Leistung
  • Dual SIM mit e-SIM
  • Erhältlich in Schwarz, Silber und Gold
  • Preis: Für 64 GB ab 1149 Euro – weitere Größen: 256 GB für 1319 Euro, 512 GB für 1549 Euro
  • Vorbestellung ab dem 14. September, Verkauf ab dem 21. September

iPhone XS Max

  • Großes Modell des iPhone XS
  • OLED-Display in 6,5 Zoll, inklusive 60 Prozent mehr Farben und Dolby Vision
  • Verbessertes Face ID
  • A12-Prozessor mit 50 Prozent mehr Leistung
  • Dual SIM mit e-SIM
  • Erhältlich in Schwarz, Silber und Gold
  • Preis: 64 GB ab 1249 Euro- weitere Größen: 256 GB für 1419 Euro, 512 GB für satte 1649 Euro
  • Vorbestellung ab dem 14. September, Verkauf ab dem 21. September

Keynote 2018: Das Apple-Event zum Nachlesen: Drei iPhones, eine Uhr, kein "one more thing"

Apple hat im Steve-Jobs-Theater in Cupertino seine jährliche Produkt-Show abgehalten. Nach der Apple Watch Series 4 wurden drei neue iPhones enthüllt: Das iPhone XS und das iPhone XS Max sind die neuen Smartphone-Flaggschiffe. Als drittes Modell kommt das XR dazu.

>> Mehr über die bunte (und teure) neue iPhone-Familie erfahren Sie hier.

Zuvor gab es die neue Apple Watch Series 4 (mehr Infos hier) zu sehen – dann war Schluss. Kein „one more thing“ dieses Jahr. Große Überraschungen gab es also nicht. Viele hatten im Vorfeld erwartet, dass Apple zumindest noch seine kabellose Ladematte AirPower vorstellen würde. stern-Redakteur Christoph Fröhlich hat live aus Cupertino berichtet. Unten können Sie den Abend noch einmal nachlesen:

iPhone-Event: Apples große Wette

Apple hat sein wichtigstes Event des Jahres erfolgreich über die Bühne gebracht. Tim Cook und sein Team hatten einiges im Gepäck: Mit iPhone XR, iPhone XS und iPhone XS hatte man gleich drei neue Smartphones vorzustellen. Hinzu kommt die neue Apple Watch Series 4. Alle Geräte haben eines gemeinsam: Apple setzt voll auf Größe – und geht damit eine Wette ein.

Los ging es mit der Apple Watch. Die ist laut Apple mittlerweile die erfolgreichste Uhr der Welt – auch jenseits des Smartwatch-Marktes. Mit der neuen Apple Watch Series 4 will der Konzern sie noch größer machen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die neue Apple Watch hat über 30 Prozent mehr Display. Das kleine Modell bietet nun 40 Millimeter Diagonale, das große gar 44 Millimeter. Dabei sind die Uhren auch dünner geworden. Hinzu kommen kleinere Design-Änderungen und neue Features wie EKG – ein gelungenes Redesign.

 Apple iPhone XS Apple Watch Series 4 Event

iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR

News iPhone XS und iPhone XCUnd dann sind da natürlich die neuen iPhones. Auch die sind vor allem – groß. Nachdem im vergangenen Jahr das iPhone X mit 5,8 Zoll den bislang größten iPhone-Screen spendiert bekam, ist der direkte Nachfolger iPhone XS nun mit der gleichen Diagonale das kleinste aktuelle Modell. Neu hinzugekommen sind das iPhone XS Max – ein geistiger Nachfolger der Plus-Serie im Look des iPhone X – mit sagenhaftem 6,5-Zoll-Bildschirm und das iPhone XR. Das hat anders als seine Brüder keinen OLED- sondern einen LCD-Screen und soll mit einem „günstigeren“ Preis von 849 Euro das iPhone 8 beerben.

Die Preise sind überhaupt das Größte an den neuen iPhones. Nachdem mit einem Startpreis von 999 Euro das iPhone X das teuerste iPhone aller Zeiten war, geht dieses Jahr noch mehr – viel mehr: Bis zu 1649 Euro kostet das iPhone XS Max mit 512 GB Speicher – und macht seinem Namen so alle Ehre. Hinzu kommt: Das auch nur im Vergleich zu den anderen iPhones günstigste iPhone XR ist erst Ende Oktober im Handel, Apple bringt nächste Woche nur die beiden teureren Modelle heraus. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.News Apple Watch 19.50

Starke Technik

Doch was bekommt man für das Geld? Tatsächlich haben die neuen iPhones einiges auf dem Kasten. Wie bei Apple üblich bieten die S-Jahre vor allem Verbesserungen unter der Haube. So sollen die Displays den ohnehin schon starken Bildschirm des iPhone X übertrumpfen und bis zu 60 Prozent mehr Farben zeigen. Gerade bei einem LCD-Bildschirm ist das beeindruckend. Noch besser: Die beiden XS-Modelle bringen sogar den neuen Bildschirm-Standard Dolby Vision mit, bei dem spezielle Inhalte die Helligkeit des Ausleuchtung je nach Szene verändern können, um so noch bessere Bilder herauszuholen. Das bieten selbst viele aktuelle Fernseher noch nicht. Wie gut das dann tatsächlich aussieht, kann erst ein Test zeigen.

Auch der Chip, der neue A12 Bionic, ist enorm vielversprechend. Als erster Chip auf dem Markt ist er mit dem 7-Nanometer-Verfahren gefertigt, verspricht so bis zu 50 Prozent mehr Leistung bei geringerem Stromverbrauch und entsprechend längerer Laufzeit. Vor allem die für Apple so wichtigen Bereiche Spiele, Apps und Augmented Reality dürften davon enorm profitieren – auch, weil sie alle auf den Riesenbildschirmen noch mehr Spaß machen. Liveblog Apple Keynote

Bessere Fotos mit KI

Die Kamera soll ebenfalls durch den Chip profitieren. Obwohl Apple wie gewohnt auch einen neuen Bildsensor verbaut, lag der Schwerpunkt der Kamera-Präsentation auf der durch den A12 möglichen Nachbearbeitung. Mit ihr sollen Bilder aus mehreren Aufnahmen zusammengebaut werden und so noch besser und detaillierter ausfallen. Zudem erlaubt es die Technik, den Fokus bei Bildern mit Tiefeneffekt („Bokeh“) nachträglich zu ändern – und den Effekt sogar beim iPhone XR mit nur einer Linse zu erzielen. Googles Pixel 2 (hier bei uns im Test) konnte das bereits im letzten Jahr und gilt nach wie vor als Goldstandard der KI-gestützten Nachbearbeitung. Es wird spannend, ob Apple es vom Thron stoßen kann. Eine Reihe von Vergleichsbildern zwischen Pixel 2 und iPhone 8 Plus finden Sie hier.

Mit Dual-SIM auf Basis einer e-SIM, mehr Akkulaufzeit und einer deutlich größeren Farbpalette beim iPhone XR dürfte Apple bei vielen Kunden zusätzliche Kaufanreize schaffen.

Gewagte Wette

Insgesamt hat sich Apple auf eine gewagte Wette eingelassen: Nach dem Erfolg des iPhone X setzt Apple alles auf eine Karte – und übernimmt das große Display und die enorm hohen Preise auch für sein übriges Line-Up. Dabei entstanden auf den ersten Blick sehr überzeugende Geräte, die aber – auch im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten – enorm teuer sind. Ob sich die Wette auszahlt, wird sich zeigen. Obwohl man sich wohl keine großen Sorgen machen muss. Wenn Apple etwas kann, dann ist es starke Geräte zu gestalten – und diese dann auch zu verkaufen.Apple iPhone XS Wette

Apple Watch Series 4: Das kann Apples neue Smartwatch

Das erste Mal seit der Vorstellung vor vier Jahren hat Apple seiner Uhr ein neues Design spendiert: Die neue Apple Watchist dünner und hat über 30 Prozent mehr Display. Das kleine Modell bietet nun 40 Millimeter Diagonale, das große gar 44 Millimeter. Trotz dünneren Gehäuses passen die alten Armbänder weiter an der Watch.

Natürlich wird der zusätzliche Platz auf dem Bildschirm auch in Apps genutzt. Apple Maps zeigt mehr von der Umgebung, auch viele Watchfaces erlauben nun mehr Komplikationen oder ausführlichere Informationen. 

Apple Watch Series 4: Neue Hardware

Auch an anderer Stelle hat Apple nachgelegt: Die Krone erlaubt nun haptisches Feedback, der Seitenbutton ist nun kein mechanischer Knopf mehr, sondern eine feste Leiste. Auch im Inneren hat sich viel getan. Der Prozessor ist schneller. Dank eines verbesserten Gyrometers kann die Uhr nun Stürze erfassen und ruft auf Wunsch den Notruf, wenn man fällt und nicht wieder aufsteht. Auch der Pulssensor hat dazugelernt. So warnt er nun bei zu niedriger Herzfrequenz, erkennt Rhythmus-Störungen und durch einen neuen elektronischen Sensor kann sie sogar ein EKG abnehmen, indem man einen Finger auf die Krone legt, während man die Uhr trägt.

Wer sich nun wegen des Akkus Sorgen macht: Apple verspricht weiterhin 18 Stunden „All day battery live“. Trotz schnellerem Prozessor und dünnerem Design.

Die Apple Watch Series 4 ist in Aluminium in Gold, Silber und Schwarz erhältlich, bei der Edelstahl-Variante sind neben Schwarz und Sliber nun auch eine goldene Version erhältlich. Ebenfalls neu: Die Nike-Version gibt es nun mit floureszierendem Armband. Ein tolles Feature für Läufer.

Die Preise sind mit 429 Euro (ohne LTE) und 529 Euro (mit LTE) erhältlich sein. Ab Freitag dem 14. September ist sie vorbestellbar, der Verkaufsstart ist dann am Freitag den 21. September.

Apple Watch Series 4: Die Neuerungen im Überblick:

  • Neues Design mit größerem Display
  • 40 Millimeter und 44 Milimeter
  • Überarbeitete Krone mit haptischem Feedback
  • Schnellerer Prozessor
  • EKG-Funktion
  • Neue Farbe Gold für Edelstahl-Version
  • Ab 429 Euro

News iPhone XS und iPhone XC