
Facebook-Chef Zuckerberg hat in einem Interview erklärt, dass er Beiträge von Holocaust-Leugnern nicht löschen lassen will.
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News aus der digitalen Welt

Facebook-Chef Zuckerberg hat in einem Interview erklärt, dass er Beiträge von Holocaust-Leugnern nicht löschen lassen will.
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Rekordbuße der EU von 4,34 Milliarden Euro wegen Googles Marktdominanz bei Smartphone-Betriebssystemen. Bleibt Android jetzt kostenlos?
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Im ersten Halbjahr 2018 lösten Streaming-Plattformen erstmals die CD als wichtigsten Umsatzbringer für die Musikindustrie ab.
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Das iPhone aufzuräumen, artet schnell in nervige Arbeit aus. Doch mit einem kaum bekannten Trick geht das viel schneller. Wir verraten, wie das geht.
Gerade boomt es an den US-Kinokassen. Den Superhelden aus „Avengers: Infinity War“ und Pixars „Die Unglaublichen 2“ ist es mit zu verdanken, dass im zweiten Jahresquartal eine Rekordsumme von 3,3 Milliarden Dollar eingenommen wurde, das beste Drei-Monats-Einspiel von April bis Juni aller Zeiten, gut 22 Prozent mehr als im Vorjahr.
In Deutschland ein anderes Bild: Drei Monate anhaltend gutes Wetter und die Fußball-WM hätten in den Kinos in der ersten Jahreshälfte erwartungsgemäß für Besucher- und Umsatzeinsatzbußen von jeweils etwa 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr geführt, rechnete der Verband der Filmverleiher (VdF) Anfang Juli vor. Mit hitverdächtigen Fortsetzungen wie „Mamma Mia 2“ und „Mission Impossible – Fallout“ könnte sich das Blatt in diesem Sommer noch wenden.
Doch die alte Frage bleibt. Ist das Kino nicht längst zum Sterben verurteilt – unter der wachsenden Bedrohung durch Video-on-Demand-Dienste (VoD) wie Netflix oder Amazon, den großen Rivalen von Hollywoods traditioneller Filmfabrik?
„Der Untergang des Kinos wird seit vielen Jahren immer wieder vorhergesagt“, meint der amerikanische Kino-Experte Jason Squire, Professor an der kalifornischen USC School of Cinematic Arts. Das sei vor Jahrzehnten mit der Einführung des Videorekorders und dann mit dem Internet-Boom so gewesen, erzählt er der Deutschen Presse-Agentur. Er sähe die Angebotsfülle optimistisch: „Konkurrenz schafft mehr Inhalt und das fördert die Kreativität“.
Doch die Streaming-Revolution wirbelt Hollywood kräftig auf. 2017 meldete der US-Kinomarkt die niedrigste Zahl von Ticketverkäufen seit 1992. Nur höheren Eintrittspreisen war es zu verdanken, dass die Gesamteinnahmen an den Kinokassen von 11,12 Milliarden Dollar nicht drastisch abrutschten.HBO neue Strategie 16.00
Das alte Studiosystem steht gehörig unter Druck, eine Fusions- und Übernahmewelle zieht durch Hollywood. Der Telekomriese AT&T schluckte kürzlich den Medienkonzern Time Warner und damit das traditionsreiche Warner Bros. Studio. Das 20th Century Fox-Studio von Medienmogul Rupert Murdoch ist derzeit Teil eines heißen Bieterwettstreits zwischen dem Micky-Maus-Konzern Disney und dem Kabelgiganten Comcast.
Die Filmbudgets und Marketingkosten schießen in die Höhe. Die Studios setzen am liebsten auf bewährte Franchises. „Filme drehen ist ein riesiges finanzielles Glücksspiel geworden“, meint Jason Squire. Die US-Journalistin Sharon Waxman, Gründerin des Branchenportals „The Wrap“, beschwor unlängst das nahende Ende der großen Studios. Die künftigen „Power Player“ sind für die Branchenexpertin Plattformen wie Netflix, Amazon, Apple und Google.
Längst gräbt Netflix Studioriesen wie Disney das Wasser ab. Der Video-Streaming-Marktführer mit weltweit über 125 Millionen Nutzern will in diesem Jahr rund acht Milliarden Dollar ausgeben und bald die Hälfte seiner Inhalte selbst produzieren. Dazu zählen Serien, Filme, Dokumentationen und Comedy-Formate. Netflix, für selbstproduzierte Serien wie „House of Cards“ oder „Stranger Things“ berühmt, ist mittlerweile in mehr als 190 Ländern zu empfangen.
Hollywood-Stars laufen zu Netflix & Co. über. Jennifer Aniston sagte im Mai der Netflix-Komödie „First Ladies“ zu – in der Rolle einer lesbischen US-Präsidentin. Will Ferrell schreibt für den Streaming-Dienst eine Eurovision-Komödie und soll auch selbst die Hauptrolle spielen. Nicole Kidman will mit ihrer Produktionsfirma Blossom Films künftig Filme und Serien für die Amazon Studios entwickeln. Ende 2017 gab der Online-Riese bekannt, er werde die Vorgeschichte der „Herr der Ringe“-Saga als TV-Serie auflegen. Die Erben des Autors J.R.R. Tolkien haben dem Prestigeobjekt zugestimmt.
Old Hollywood bläst mit eigenen Streamingdiensten zum Angriff. Der Disney-Konzern will ab 2019 gegen Gebühren eigene Filme exklusiv im Netz anbieten, darunter Produktionen der Pixar-Tochter, Marvel-Hits und „Star Wars“-Abenteuer. Die bisherige Kooperation mit Netflix hat dann ein Ende.
Das wiederum hilft den Kinobesitzern nicht weiter, die mit allen Mitteln versuchen, Zuschauer aus den Wohnzimmern in die Kinosäle zu holen. Dies könnte etwa mit technischen Gimmicks gelingen, wie Virtual-Reality-Stationen in Foyers oder mit besonderen Events, wie Live-Übertragungen von Sport- und Musikveranstaltungen, glaubt Jason Squire.
Der Film-Professor sieht eine weitere Nische in dem wachsenden Unterhaltungsmarkt mit immer mehr Angeboten und Inhalten. „Einer der spannendsten Bereiche ist der Online-Vertrieb in eigener Sache für Filme mit einem kleinen Budget“, erklärt der Wissenschaftler. So wie Autoren selber Bücher herausgeben, könnten Filmneulinge ihre Werke im Netz vermarkten und online abkassieren.
Netflix setzt trotz technischer Neuerungen offenbar auf eine altbewährte Vermarktungsstrategie – riesige Plakatwände am Straßenrand. Brancheninsidern zufolge will das Unternehmen Millionenbeträge in herkömmliche Billboards stecken, etwa entlang des legendären, vielbefahrenen Sunset Boulevards, zwischen Hollywood und Beverly Hills.
Jason Squire hält das für einen cleveren Plan. „Hier fahren wichtige Leute aus der Entertainmentindustrie lang, die Entscheidungen treffen“, sagt der Professor. Doch mehr noch: „Es ist auch große Prahlerei.“ Netflix wolle damit den Eindruck vermitteln, dass man mit den Studios auf einer Stufe stehe, meint Squire. „Ich denke, das tun sie schon.“

Laut eines Branchenberichts startet Facebook schon morgen eine neue App, die es Firmen erlaubt, Werbung über den Messenger zu verschicken.
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Nicolas Loufrani will die Welt davon überzeugen, dass er das Mastermind hinter den Emojis ist. Doch es gibt gewaltige Zweifel.
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Dass Smartphone-Kameras sich nicht hinter teuren Profi-Geräten verstecken müssen, zeigen die Aufnahmen der iPhone Photography Awards.
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Nackte Tatsachen sind im Netz immer so eine Sache. Die eine Hälfte kann gar nicht genug davon bekommen. Je expliziter die Bilder, desto mehr klingelt die Kasse. Die andere Hälfte würde am liebsten so wenig nackte Haut wie möglich zeigen – gemeint sind die Apples und Googles dieser Welt, aber auch soziale Netzwerke wie Facebook. Vor allem letzteres ist bekannt dafür, besonders streng zu zensieren. Nackte Menschen sind hier nicht erwünscht – selbst wenn es sich um welche auf historisch bedeutsamen Fotos handelt.
Twitter hingegen verfolgt keine strenge Anti-Nippel-Politik. Mit der Folge, dass sich der Kurznachrichtendienst zu dem Netzwerk für Nudisten auf der ganzen Welt gemausert hat, schreibt das US-Portal „The Atlantic“. „Die meisten Nudisten nutzen Twitter als ihr primäres Social Network, um Fotos zu posten und Freunde kennenzulernen“, sagt Martin Belcher, ein 50-jähriger Brite. Er schätzt, dass zehntausende Anhänger der Nackt-Bewegung auf Twitter aktiv sind. Jeder Club, jedes auf Nudisten spezialisierte Resort hat längst einen eigenen Account auf der Plattform.
Mehrere Faktoren sprechen für Twitter: Zum einen benötigt man für einen Account nicht zwingend einen Klarnamen. Zwar geben sich einige der Nudisten mit ihren echten Namen zu erkennen, die meisten nutzen aber Nicknames. Zum anderen geht Twitter gegen Bots und Spammer vor – anders als andere Plattformen. Nerv-Nachrichten machen das Bilderportal Tumblr und diverse Foren auf Dauer unbenutzbar. Zudem ist Twitter relativ offen, was das Zeigen von nackten Tatsachen angeht. Zwar sollen der Header (das große Bild ganz oben auf jedem Profil) sowie das Profilbild jugendfreundlich sein. Die Bilder und Videos, die man teilt, können aber auch Nahaufnahmen von Genitalien zeigen.Vor allem Frauen leiden häufig unter Spam und Belästigungen. Manche Nutzer sammeln die Bilder etwa für ihre private Pornosammlung.
Dabei geht es den Menschen nicht darum, durch ihre Nacktheit Aufmerksamkeit zu erregen. Sie wollen einfach „eins mit der Natur sein“, sagt Jonathan Meek dem „Atlantic“. Es gehe um die positive Wahrnehmung des eigenen Körpers. „Es ist nichts Sexuelles daran, wenn Naturisten und Nudisten nackt sein wollen.“ Ein Nutzer schildert es ganz pragmatisch: Er mache zuhause dieselben Dinge, die viele in Klamotten machen. Er spült sein Geschirr oder wäscht die Wäsche halt nackt. „Es ist eine komplett natürliche Sache.“
Zugegeben, bei Karstadt und Co. war ich ein, vielleicht zwei Mal. Das klassische Warenhaus soll alles haben, was der Kunde begehrt. Mein Gedanke: Das Internet hat mehr. Damit bin ich gewiss nicht allein und Unrecht habe ich auch nicht. Online-Shopping ist verführerisch. Preise vergleichen, zuhause beliefert werden, sich durch ein unendliches Sortiment klicken. Es macht Spaß, ist bequem, scheint die neue Norm zu sein.
Ich kaufe gerne online. Nicht viel, nur das Wichtigste. Ein neues Ladekabel für meinen Laptop – viel günstiger als das Original. Kokosblütenzucker und Mandelmus in großen Packungen. Ab und zu Kleidung, Technik, Reisen. Die Glasflasche aus der ich trinke, der Tisch an dem ich sitze. Amazon zalando Innenstadt16.30Jedes Mal freue ich mich, wenn ich Pakete bei meinen leicht genervten, Nachbarn abholen kann. Jedes Mal türmen sich Berge von Pappe und Folien in meinem Flur. Jedes Mal habe ich nicht in die Stadt fahren müssen. Lauter kleine Käufe, nicht weiter auffällig. Käufe, die eine Gesellschaft verändern und den Menschen bequem werden lassen.
Vor Zeiten des Online-Handels bin ich gerne mit Freundinnen in die Stadt gegangen. Habe Kleidung anprobiert, Mittag gegessen, bin ins Kino oder Theater gegangen. Heute läuft es ähnlich ab: Ich shoppe stundenlang online, wir bestellen Sushi nachhause, wir streamen einen Film. Ich muss meine eignen vier Wände nicht verlassen. Fest bin ich davon überzeugt, meine Zeit sinnvoller nutzen zu können. Dass das völliger Irrsinn ist, wird mir erst später bewusst.
Dienstag Nachmittag – Ich sitze seit mehreren Stunden zuhause, warte auf ein Amazon-Paket, welches zwischen 12-20 Uhr ankommen soll. Eine wage Zeitangabe, denke ich. Ich besänftige mich mit dem Gedanken an all die gesparte Zeit, die ich in der Stadt gebraucht hätte. Eine Freundin ist zu Besuch und wir bestellen Indisch. 30 Minuten später ist das Essen da – lauwarm. Genervt erwärme ich es in einem Topf und rege mich über den Lieferservice auf. Als drei Stunden später immer noch keine Spur von Amazon zu sehen ist, wird mir klar: Den ganzen Ärger habe ich mir selbst eingebrockt. Ich erwarte ein heißes Curry vom anderen Ende der Stadt in unter 30 Minuten. Ich erspare mir den Weg in die Läden, den letztendlich jemand anders auf sich nehmen muss.
Bankingregeln 11.27Oft bestelle ich ein und dieselbe Hose drei mal. Online kann ich sie schließlich nicht anprobieren. Um dem Warten in Schlangen zu entkommen, kaufe ich mir das Kleid im Netz mit einem Klick. Ich gehe online Lebensmittel einkaufen, um das volle Sortiment genießen zu können. Ich lese stundenlang Bewertungen, um sicherzugehen, genau das gesuchte Produkt zu bekommen. Ich bin überzeugt, mir eine Menge Mühe, Zeit und Geld zu sparen. Wer für alles aufkommt, ist nebensächlich. Solange ich es nicht selbst bin.
Was mir dabei nicht auffällt ist, dass ich drei von drei Hosen auch wieder zurück senden muss – gepasst hat keine. Hätt’ ich sie bloß anprobiert. Für das Kleid stehe ich zwar nicht in der Schlange, muss dafür aber fast eine Woche auf meine Bestellung warten und 20 Minuten bei der Post anstehen. Bei dem Kauf von Müsli bekomme ich hunderte Angebote. Klicke mich von Seite zu Seite, verbringe letztendlich mehr Zeit online, als ich bei einem kleineren Ladensortiment gebraucht hätte. Ich scrolle durch Unmengen von Bewertungen, wäge ab welche vertrauenswürdig klingen, welche eine kompetente Beratung vermitteln.
Wenn ich den Abholschein der Post in meinem Briefkasten finde, stelle ich mich automatisch auf stundenlanges Warten in einer Schlage von Online-Käufern ein. Die einen erwarten Pakete, die anderen schicken sie zurück. Was heißt eigentlich neu? 0800Etwa zehn Millionen Pakete werden auf diese Art täglich versandt, berichtet der Bundesverband Paket und Expresslogistik. Das kostet Unmengen an Geld, Porto, Rückgaben und Lieferanten, deren Aufgabe es ist, uns Wege zu ersparen. Auf einmal frage ich mich: Was passiert mit Ware, die zurück geht? Wer muss eigentlich arbeiten, während ich auf dem Sofa sitze?
Immer öfter ertappe ich mich dabei, über Online-Großhändler, ihre Personal-Handhabung und ihre Schuld am Verschwinden kleiner Läden herzuziehen. Letztendlich sind wir es aber selbst, die dieses Phänomen antreiben. Jeder Kauf im Internet, jedes gelieferte Essen, jede Rücksendung – alles Gründe, weshalb der Drogeriemarkt von nebenan geschlossen hat. Weshalb wir zunehmend Zeit zuhause verbringen. Weshalb wir weniger unter Menschen kommen. Während digitales Shopping immer unkomplizierter wird, bleibt die Realität beim Alten: Pakete müssen gecheckt, verpackt und geliefert werden.
Mit dieser neuen Erkenntnis habe ich heute meine Leidenschaft zum Bummeln wieder entdeckt. Sehe es nicht mehr als Pflicht, sondern als Erlebnis. Anprobieren, unter Leute kommen, das Haus verlassen. Und siehe da: Letztendlich dauert alles nur halb so lang und lohnt sich dafür umso mehr. Dem Online-Handel habe ich damit fürs erste abgeschworen. Zukunft in 100 Sekunden Shopping 1055