Ein Bergsteiger steckt im US-Bundesstaat Oregon auf 3400 Metern Höhe am Mount Hood fest. Um ihn zu retten, setzt ein Pilot der US-Nationalgarde auf ein ganz besonderes Helikopter-Manöver.
Kategorie: Allgemein
Nackt im Netz: Warum Nudisten sich jetzt in Scharen auf Twitter herumtreiben
Nackte Tatsachen sind im Netz immer so eine Sache. Die eine Hälfte kann gar nicht genug davon bekommen. Je expliziter die Bilder, desto mehr klingelt die Kasse. Die andere Hälfte würde am liebsten so wenig nackte Haut wie möglich zeigen – gemeint sind die Apples und Googles dieser Welt, aber auch soziale Netzwerke wie Facebook. Vor allem letzteres ist bekannt dafür, besonders streng zu zensieren. Nackte Menschen sind hier nicht erwünscht – selbst wenn es sich um welche auf historisch bedeutsamen Fotos handelt.
Darum ist Twitter die Nudisten-Plattform
Twitter hingegen verfolgt keine strenge Anti-Nippel-Politik. Mit der Folge, dass sich der Kurznachrichtendienst zu dem Netzwerk für Nudisten auf der ganzen Welt gemausert hat, schreibt das US-Portal „The Atlantic“. „Die meisten Nudisten nutzen Twitter als ihr primäres Social Network, um Fotos zu posten und Freunde kennenzulernen“, sagt Martin Belcher, ein 50-jähriger Brite. Er schätzt, dass zehntausende Anhänger der Nackt-Bewegung auf Twitter aktiv sind. Jeder Club, jedes auf Nudisten spezialisierte Resort hat längst einen eigenen Account auf der Plattform.
Mehrere Faktoren sprechen für Twitter: Zum einen benötigt man für einen Account nicht zwingend einen Klarnamen. Zwar geben sich einige der Nudisten mit ihren echten Namen zu erkennen, die meisten nutzen aber Nicknames. Zum anderen geht Twitter gegen Bots und Spammer vor – anders als andere Plattformen. Nerv-Nachrichten machen das Bilderportal Tumblr und diverse Foren auf Dauer unbenutzbar. Zudem ist Twitter relativ offen, was das Zeigen von nackten Tatsachen angeht. Zwar sollen der Header (das große Bild ganz oben auf jedem Profil) sowie das Profilbild jugendfreundlich sein. Die Bilder und Videos, die man teilt, können aber auch Nahaufnahmen von Genitalien zeigen.Vor allem Frauen leiden häufig unter Spam und Belästigungen. Manche Nutzer sammeln die Bilder etwa für ihre private Pornosammlung.
Es geht um ein positives Körpergefühl
Dabei geht es den Menschen nicht darum, durch ihre Nacktheit Aufmerksamkeit zu erregen. Sie wollen einfach „eins mit der Natur sein“, sagt Jonathan Meek dem „Atlantic“. Es gehe um die positive Wahrnehmung des eigenen Körpers. „Es ist nichts Sexuelles daran, wenn Naturisten und Nudisten nackt sein wollen.“ Ein Nutzer schildert es ganz pragmatisch: Er mache zuhause dieselben Dinge, die viele in Klamotten machen. Er spült sein Geschirr oder wäscht die Wäsche halt nackt. „Es ist eine komplett natürliche Sache.“
Online-Shopping: Online-Handel, nein danke: Warum ich wieder im Laden kaufe
Zugegeben, bei Karstadt und Co. war ich ein, vielleicht zwei Mal. Das klassische Warenhaus soll alles haben, was der Kunde begehrt. Mein Gedanke: Das Internet hat mehr. Damit bin ich gewiss nicht allein und Unrecht habe ich auch nicht. Online-Shopping ist verführerisch. Preise vergleichen, zuhause beliefert werden, sich durch ein unendliches Sortiment klicken. Es macht Spaß, ist bequem, scheint die neue Norm zu sein.
Kleine Käufe, die uns bequem werden lassen
Ich kaufe gerne online. Nicht viel, nur das Wichtigste. Ein neues Ladekabel für meinen Laptop – viel günstiger als das Original. Kokosblütenzucker und Mandelmus in großen Packungen. Ab und zu Kleidung, Technik, Reisen. Die Glasflasche aus der ich trinke, der Tisch an dem ich sitze. Amazon zalando Innenstadt16.30Jedes Mal freue ich mich, wenn ich Pakete bei meinen leicht genervten, Nachbarn abholen kann. Jedes Mal türmen sich Berge von Pappe und Folien in meinem Flur. Jedes Mal habe ich nicht in die Stadt fahren müssen. Lauter kleine Käufe, nicht weiter auffällig. Käufe, die eine Gesellschaft verändern und den Menschen bequem werden lassen.
Vor Zeiten des Online-Handels bin ich gerne mit Freundinnen in die Stadt gegangen. Habe Kleidung anprobiert, Mittag gegessen, bin ins Kino oder Theater gegangen. Heute läuft es ähnlich ab: Ich shoppe stundenlang online, wir bestellen Sushi nachhause, wir streamen einen Film. Ich muss meine eignen vier Wände nicht verlassen. Fest bin ich davon überzeugt, meine Zeit sinnvoller nutzen zu können. Dass das völliger Irrsinn ist, wird mir erst später bewusst.
Dienstag Nachmittag – Ich sitze seit mehreren Stunden zuhause, warte auf ein Amazon-Paket, welches zwischen 12-20 Uhr ankommen soll. Eine wage Zeitangabe, denke ich. Ich besänftige mich mit dem Gedanken an all die gesparte Zeit, die ich in der Stadt gebraucht hätte. Eine Freundin ist zu Besuch und wir bestellen Indisch. 30 Minuten später ist das Essen da – lauwarm. Genervt erwärme ich es in einem Topf und rege mich über den Lieferservice auf. Als drei Stunden später immer noch keine Spur von Amazon zu sehen ist, wird mir klar: Den ganzen Ärger habe ich mir selbst eingebrockt. Ich erwarte ein heißes Curry vom anderen Ende der Stadt in unter 30 Minuten. Ich erspare mir den Weg in die Läden, den letztendlich jemand anders auf sich nehmen muss.
Ein Aufwand, der so viel geringer gar nicht ist
Bankingregeln 11.27Oft bestelle ich ein und dieselbe Hose drei mal. Online kann ich sie schließlich nicht anprobieren. Um dem Warten in Schlangen zu entkommen, kaufe ich mir das Kleid im Netz mit einem Klick. Ich gehe online Lebensmittel einkaufen, um das volle Sortiment genießen zu können. Ich lese stundenlang Bewertungen, um sicherzugehen, genau das gesuchte Produkt zu bekommen. Ich bin überzeugt, mir eine Menge Mühe, Zeit und Geld zu sparen. Wer für alles aufkommt, ist nebensächlich. Solange ich es nicht selbst bin.
Was mir dabei nicht auffällt ist, dass ich drei von drei Hosen auch wieder zurück senden muss – gepasst hat keine. Hätt’ ich sie bloß anprobiert. Für das Kleid stehe ich zwar nicht in der Schlange, muss dafür aber fast eine Woche auf meine Bestellung warten und 20 Minuten bei der Post anstehen. Bei dem Kauf von Müsli bekomme ich hunderte Angebote. Klicke mich von Seite zu Seite, verbringe letztendlich mehr Zeit online, als ich bei einem kleineren Ladensortiment gebraucht hätte. Ich scrolle durch Unmengen von Bewertungen, wäge ab welche vertrauenswürdig klingen, welche eine kompetente Beratung vermitteln.
Zehn Millionen Pakete pro Tag, ein Großteil sind Retouren
Wenn ich den Abholschein der Post in meinem Briefkasten finde, stelle ich mich automatisch auf stundenlanges Warten in einer Schlage von Online-Käufern ein. Die einen erwarten Pakete, die anderen schicken sie zurück. Was heißt eigentlich neu? 0800Etwa zehn Millionen Pakete werden auf diese Art täglich versandt, berichtet der Bundesverband Paket und Expresslogistik. Das kostet Unmengen an Geld, Porto, Rückgaben und Lieferanten, deren Aufgabe es ist, uns Wege zu ersparen. Auf einmal frage ich mich: Was passiert mit Ware, die zurück geht? Wer muss eigentlich arbeiten, während ich auf dem Sofa sitze?
Immer öfter ertappe ich mich dabei, über Online-Großhändler, ihre Personal-Handhabung und ihre Schuld am Verschwinden kleiner Läden herzuziehen. Letztendlich sind wir es aber selbst, die dieses Phänomen antreiben. Jeder Kauf im Internet, jedes gelieferte Essen, jede Rücksendung – alles Gründe, weshalb der Drogeriemarkt von nebenan geschlossen hat. Weshalb wir zunehmend Zeit zuhause verbringen. Weshalb wir weniger unter Menschen kommen. Während digitales Shopping immer unkomplizierter wird, bleibt die Realität beim Alten: Pakete müssen gecheckt, verpackt und geliefert werden.
Einkaufen zum Offline-Erlebnis machen
Mit dieser neuen Erkenntnis habe ich heute meine Leidenschaft zum Bummeln wieder entdeckt. Sehe es nicht mehr als Pflicht, sondern als Erlebnis. Anprobieren, unter Leute kommen, das Haus verlassen. Und siehe da: Letztendlich dauert alles nur halb so lang und lohnt sich dafür umso mehr. Dem Online-Handel habe ich damit fürs erste abgeschworen. Zukunft in 100 Sekunden Shopping 1055
Bundesverband Musikindustrie: Deutscher Musikmarkt: Streaming erstmals stärker als CD
Wende auf dem deutschen Musikmarkt: Erstmals wurde mit Streaming mehr Geld eingenommen als durch den Verkauf von CDs.
Im ersten Halbjahr 2018 verbuchten Dienste wie Spotify, Apple Music oder Tidal einen Zuwachs von 35,2 Prozent auf 348 Millionen Euro Umsatz. Das Streaming kam damit auf einen Marktanteil von 47,8 Prozent.
Gleichzeitig brach der Umsatz mit CDs um 24,5 Prozent auf 250 Millionen Euro ein, wie der Bundesverband Musikindustrie mitteilte. Ihr Anteil am Gesamtmarkt macht nur noch 34,4 Prozent aus.
Im Vorjahreszeitraum waren es noch 44,6 Prozent. Die silbernen Scheiben, die 1982 zum ersten Mal produziert wurden, bereiteten der deutschen Musikindustrie vor allem in den 80ern und Anfang der 90er Jahre einen Milliardenerfolg.
Insgesamt setzte der hiesige Markt in den ersten sechs Monaten des Jahres 727 Millionen Euro um, das ist – im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 – ein Rückgang von zwei Prozent.
Auch Downloads waren weiter rückläufig (minus 23,4 Prozent). Zudem muss die Schallplatte, die in den vergangenen Jahren einen Boom in der Nische feierte, mit Verlusten kämpfen. Der Vinyl-Umsatz ging um 13,3 Prozent zurück und die Schallplatte kommt nur noch auf einen Marktanteil von 4,4 Prozent.
*** BILDplus Inhalt *** Moto Z3 Play im Test – Dieses Handy kann mehr als alle anderen

499 Euro kostet das Z3 Play von Motorola. Trotzdem ist es vielseitiger und flexibler als alle anderen Smartphones. BILD hat es ausprobiert.
Foto: Martin Eisenlauer
Dieser Prime Day ist WAU! – Amazon zeigt Hunde statt Schnäppchen

Mit bis zu 70 Prozent Rabatten wirbt Amazon am heutigen Prime Day. Doch die Rabattschlacht startete mit technischen Problemen.
Foto: Amazon / dpa
Frost-Gesicht, Mango, Pfau – Diese Emojis kommen im Herbst auf iPhone und iPad

Mehr als 70 neue Emojis kommen im Herbst auf Apple-Geräte wie iPhone und iPad. Zum Welt-Emoji-Tag zeigt das Unternehmen eine Vorschau.
Foto: Apple
Mehr als 70 neue Symbole: Das sind die neuen iPhone-Emojis
Ob Chats, Werbung oder sogar Plüschtiere und Kissen: Emoji sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die gelben, kreisrunden Gesichter haben das Kommunikationsverhalten nachhaltig verändert. Und weil sie sich so großer Beliebtheit erfreuen, kommen jedes Jahr Dutzende weitere Symbole auf unsere Smartphones.
Emojis für Rothaarige und Glatzenträger
Pünktlich zum Welt-Emoji-Tag, der jedes Jahr am 17. Juli gefeiert wird, zeigt Apple nun einige der insgesamt mehr als 70 neuen Symbole und Figuren, die ab Herbst in das neue mobile Betriebssystem iOS 12 für iPhone sowie auf Mac und Apple Watch Einzug halten. Um die Vielfalt zu vergrößern gibt demnächst etwa eigene Figuren für Rothaarige und Glatzenträger. Alle Figuren basieren auf den Zeichen von Unicode 11.
Apple Emoji Update 2018_Smiley mi kaltem Gesichtsausdruck
Außerdem wird es Superhelden, ein Unendlichkeits-Symbol, ein Nazar-Amulett (blaue, augenförmige Amulette), einen bibbernden Kopf mit Eiszapfen am Mund und ein Party-Emoji mit Hütchen und Tröte geben. Foodies können aus dem Bereich Essen und Trinken bald eine Mango, grünen Salat oder einen Cupcake posten.
Zu den Highlights dürften die neuen Tier-Emojis gehören: Hinzugekommen sind Känguru und Hummer, im Unicode-11-Zeichensatz gibt es außerdem noch einen Dachs, einen Pfau, Papageien, Waschbären und ein Nashorn. Am beliebtesten wird aber sicherlich das Lama sein, schließlich lässt es sich mit etwas Fantasie als Alpaka interpretieren, dem Trend-Tier der Stunde.Apple Emoji Update 2018_Hummer
Auf Android werden die neuen Emojis vermutlich ebenfalls ab Herbst oder Winter Einzug halten.
Lesen Sie weitere Texte zum Thema Emoji:
- Mit diesen Emoji können Sie prima über Kollegen lästern
- Darum spalten die niedlichen Emoji-Äffchen das Netz
- Wenn aus Beten High Five wird: Diese Emojis benutzen Sie ganz sicher falsch
- Warum ein neues Emoji Wissenschaftler auf die Palme bringt
- Polizeibeamte sollte man nicht beleidigen – auch nicht per Facebook: Mittelfinger-Emoji kostet 50 Euro
- Diese Praktikantin erfand die Emoji
- Was soll das denn heißen? Samsung löst endlich sein gigantisches Emoji-Problem
Chip-Riese feiert: Intel steht zum 50. Jubiläum vor großen Herausforderungen
Intel feiert seinen 50. Geburtstag. Ein halbes Jahrhundert lang hat der Chipgigant mit seinen Erfindungen maßgeblich die Digitalisierung vorangebracht und das Zeitalter des Personal Computers überhaupt erst ermöglicht.
Das Fest am 18. Juli will Intel gebührend begehen. 1500 Drohnen sollen am Firmensitz in Santa Clara synchron aufsteigen und eine fulminante LED-Lichtshow in den Himmel schreiben.
Das soll ein Weltrekord werden – und zeigen, dass Intel noch immer innovativ und agil ist. Doch trotz der Erfolgsgeschichte wird ein Umstand die Geburtstagslaune trüben: Im Kern der Intel-Prozessoren klaffen gefährliche Lücken. Und das könnte nur die Spitze des Eisbergs sein, vermuten Fachleute.
Vor genau 50 Jahren legten der Physiker Bob Noyce und sein Kollege Gordon Moore den Grundstein für den heutigen Weltkonzern. Beide gehörten den legendären «Untreuen Acht» an, der Gruppe von Managern, die aus Unzufriedenheit mit der Entwicklungsstrategie ihres damaligen Arbeitgebers Fairchild Semiconductor ihre eigene Firma gründeten. Noyce und Moore sahen die Zukunft darin, mehrere Transistoren auf einem Stück Halbleiter zu verbinden.
Mit seiner Erfindung des integrierten Schaltkreises legte Noyce gemeinsam mit Jack Kilby von Texas Instruments den Grundstein für den modernen Mikroprozessor, der auch heute noch das Herz eines jeden PCs bildet.
Zunächst legte Intel den Schwerpunkt auf die Produktion von Speicherchips. Der erste Mikroprozessor entstand 1971 kurioserweise, weil zwei Intel-Ingenieure den Wunsch eines Kunden schlicht ignorierten. Eigentlich sollten sie einen Chip für eine simple Rechenmaschine bauen. Die Intel-Entwickler entschieden dann aber auf eigene Kappe, einen deutlich leistungsfähigeren Chip zu konstruieren, Intels ersten serienreifen Mikroprozessor 4004. Erst 1978 brachte Intel dann mit dem 8086 den ersten Prozessor der x86er-Reihe auf den Markt, der die Ära des Personal Computers einläutete.
In den folgenden Jahrzehnten trug vor allem die Partnerschaft mit Microsoft zum florierenden Geschäft für Intel bei, das als «Wintel»-Allianz in die Geschichte einging. Immer leistungshungrigere Software erforderte immer leistungsfähigere Hardware. Mit seinem kleinen Konkurrenten AMD ging Intel dabei nicht zimperlich um. Seit fast einem Jahrzehnt droht Intel deswegen von der EU-Kommission eine Milliarden-Strafe wegen unfairen Wettbewerbs. Der Fall geht noch durch die Gerichtsinstanzen.
Das goldene PC-Zeitalter neigt sich allerdings dem Ende entgegen – und Intel bekommt diese Entwicklung brutal zu spüren: Die Verkäufe von PCs gingen in den vergangenen Jahren stetig zurück. Inzwischen ist das Smartphone das meistgenutzte Gerät für den Zugang ins Netz, große Rechenleistung mietet man sich heute häufig in der Cloud. Intel gelang es zwar, im Server-Geschäft deutlich zuzulegen, den Sprung ins Mobilzeitalter schafften die Kalifornier dagegen nicht. Trotz zahlreicher Anläufe schafften es die Entwickler nicht, den Strom-Hunger der Chips zu reduzieren. Smartphone-Hersteller griffen deshalb lieber nach stromsparenden Prozessoren nach Vorlage des britischen Chip-Designers ARM.
Um der Nachfrage nach immer leistungsfähigeren und energieeffizienten Chips nachzukommen, geht Intel inzwischen Kooperationen mit Herstellern von Grafik-Chips (GPU) ein. Lange galten diese gegenüber den Computer-Prozessoren (CPU) als Rechenknechte, an die einfache und wiederkehrende Arbeiten ausgelagert werden können. Doch ihre Bedeutung nimmt für moderne Simulationen und künstliche Intelligenz stetig zu. Vor diesem Hintergrund hat Intel auch seine lange Feindschaft mit AMD aufgegeben und verbaut in seinen neusten Chipsets «Kaby Lake G» für Laptops neben seinen CPUs auch AMDs GPUs «Radeon».
Die Kombi-Einheiten sollen deutlich besser aufeinander abgestimmt sein und auch merklich weniger Energie erfordern. Zuvor hatte Intel schon Technologie des Grafik-Chip-Anbieters Nvidia lizenziert, doch aus den Partnern werden zunehmend Konkurrenten: Mit seinen jüngsten Produkten stößt Nvidia in den Markt für Server und Hochleistungscomputer vor, die traditionelle Domäne von Intel.
Schaut man sich die aktuelle Liste der schnellsten Supercomputer der Welt an, kann man erkennen, wie gut Nvidia sich als Intel-Rivale inzwischen in Stellung gebracht hat. Erstmals seit 25 Jahren lieferten nicht CPUs, sondern GPUs den größten Anteil der Rechenleistung. Der Einzug der Grafik-Chips in die Forschungs-Labore, Universitäten und kommerzielle Datenzentren werde die Landschaft der Supercomputer für immer verändern, schätzt Michael Feldman, Chefredakteur der «Top-500-Liste».
Höchste Zeit für Intel, jetzt selbst verstärkt auf Grafik-Chips zu setzen. Ende letzten Jahres stellte Intel den GPU-Chefarchitekten von AMD, Raja Koduri ein, der kürzlich über Twitter ankündigte, dass Intel bereits bis 2020 einen eigenen diskreten GPU-Chip bauen wolle.
Neben wachsender Konkurrenz aus ganz neuer Richtung könnte Intel – und damit der gesamten PC-Industrie – allerdings noch ganz andere Unbill in nächster Zukunft drohen: Vor rund einem Jahr wurden verheerende Lücken direkt im Design der Prozessoren von Intel, aber auch anderer Anbieter entdeckt. Das potenzielle Einfallstor war Jahrzehnte unentdeckt geblieben. Es bietet mit «Spectre» und «Meltdown» eine völlig neue Klasse von Angriffsmöglichkeiten. Dabei wird ein Design-Merkmal der Chips ausgenutzt, das eigentlich die Rechenprozesse beschleunigen soll.
Noch ist es offenbar zu keinen Angriffen gekommen, doch das kann sich jederzeit ändern. Die Hersteller arbeiten seither mit Hochdruck daran, mit Updates und Patches die Lücken zu stopfen – was bislang das Risiko eines Angriffs allerdings nur abgemildert hat. Und: Anfang Mai entdeckten Forscher gleich acht neue Sicherheitslücken nach ähnlichem Strickmuster in Intel-Prozessoren. Wie das IT-Fachmagazin «c’t» berichtet, schätzt Intel selbst vier der «Spectre»-Lücken als hoch riskant ein.
Verschärfend kommt hinzu, dass Intel derzeit ohne Chef dasteht. CEO Brian Krzanich trat Mitte Juni zurück, nachdem eine Jahre zurückliegende Affäre mit einer Mitarbeiterin bekannt geworden war – Intel hat strenge Regeln gegen private Beziehungen im Unternehmen. Eine Nachfolge steht noch nicht fest.
Die Krise erinnert an einen Moment, in dem Intel einmal dicht am Abgrund stand: Mitte der 90er Jahre wurde ein Fehler in der Fließkomma-Berechnung bei einem Pentium-Chip entdeckt, der sich bereits im Handel befand. Zunächst hatte Intel versucht, den Fehler zu vertuschen, dann stillschweigend zu korrigieren. Intel weigerte sich auch nach Protesten, die Chips auszutauschen – was in der Öffentlichkeit eine Welle der Empörung auslöste. Immerhin hatte Intel damals einen Chef, der mit einem Machtwort die Krise beenden konnte: Der langjährige CEO Andy Grove entschuldigte sich öffentlich und startete ein umfangreiches Austauschprogramm. Legendär ist bis heute Grove’s Leitspruch: «Nur die Paranoiden überleben».
Blockchain: Krypto-Millionen futsch: Wie Matthew Mellon seine Familie um ein Riesenvermögen brachte
Matthew Mellon war ein Mann voller Widersprüche. In der Klatschpresse prahlte er mit seinen Klinik-Aufenthalten, die er absolvierte, um seine Drogensucht zu kurieren. Er zeigte auch gerne den Reichtum, den er mit Kryptowährungen verdiente. Mehrere Ferraris und die teuerste Villa in Los Angeles sollten zur Schau stellen, dass er es als Geschäftsmann zu etwas gebracht hat.
Wovor er aber eine panische Angst gehabt haben muss: Dass ihm jemand das Kennwort zu seinem digitalen Vermögen stibitzen könnte. Er traute in dieser Sache nur sich selbst. Der Zugangscode bleibt durch seinen plötzlichen Tod seit Monaten verschollen. Und seine Familie rätselt, wie sie an das Vermögen kommen soll.06-Bitcoin Mining: Was genau ist das?-14.10
Drogen und Kryptowährungen beherrschten das Leben des US-Multimillionärs. Er häufte mit einem Startkapital von zwei Millionen Dollar ein Riesenvermögen an. Zum Zeitpunkt seines Todes soll es bis zu 350 Millionen Dollar wert gewesen sein, berichtet zumindest die britische Boulevardzeitung „Daily Mail“. Mellon hatte im großen Stil die Kryptowährung des Start-ups Ripple gekauft.
Matthew Mellon war stark drogensüchtig
Doch Mellon ging an seiner Drogensucht zugrunde. Im April 2018 ließ sich der 54-Jährige ins mexikanische Cancun fliegen. Dort wollte er im Clear Sky Recovery Centre versuchen, endlich vom Heroin und Kokain loszukommen. In sein Hotel checkte er zwar ein, aber eine Behandlung trat er nie an. Noch in seinem Zimmer soll er eine halluzinogene Droge eingenommen haben. Er starb an einem Herzinfarkt, berichtet das Magazin „Forbes“.Island Bitcoin Rechner gestohlen 21.30
Weder nahe Freunde noch Anwälte wissen, wo Mellon den Zugangscode für sein Vermögen hinterlegt hat. Er selber deutete gegenüber einer Bekannten offenbar an, sein Vermögen aufgeteilt zu haben. Passwörter schützten diese Accounts. Die Datensätzen seien in verschiedenen Schließfächern bei Banken hinterlegt. Allerdings nicht unter seinem Klarnamen, sondern unter anderen Identitäten. Wie die Passwörter lauten, um sich in die Konten einzuloggen, nahm Mellon mit ins Grab.
Zwei Millionen Dollar Startkapital
Matthew Mellon war, anders als Internet-Größen wie Kim Dotcom, kein neureicher Emporkömmling. Er stammte aus der alteingesessenen Mellon-Dynastie. Der Ur-Ur-Urgroßvater war 1818 als armer Bub von Irland in die USA ausgewandert. Er machte als Richter in Pennsylvania Karriere. Sein Geld investierte er in Aktien und Immobilien. Sein Sohn tat es ihm gleich und finanzierte vor allem Unternehmen in der Aluminium- und Ölindustrie. Das Geld blieb vorerst in der Familie – bis 2014 das Oberhaupt entschied, den Reichtum von einer wohltätigen Stiftung verwalten zu lassen.
Mellon selber erbte 1985 von seinem Vater 25 Millionen Dollar. Die bekam er aber nie in Gänze ausgezahlt. Das Geld war immer schnell verpulvert. Bevor ihm der große Wurf gelang, soll er in einem Monat noch maximal 500 Dollar besessen haben. Das berichtete sein persönlicher Assistent in der „Daily Mail“.
2012 setzte er alles auf eine Karte. Er stieg mit zwei Millionen Dollar in die Kryptowährung des Unternehmens Ripple ein. Als die im Januar 2018 einen Spitzenkurs hinlegte, hätte er seine Anlagen für eine Milliarde US-Dollar verkaufen können. Mit seinem plötzlichen Reichtum wuchs auch wieder die Anfälligkeit für Drogen.
Der Staat könnte seinen Anteil einfordern
Seine Erben rätseln nun, wie sie an das Vermögen gelangen können und was davon übrig blieb. Sie konnten bisher den Schlüssel für sein Ripple-Konto nicht ermitteln. Denn Mellon ließ dessen Zeichenfolge in kein Testament schreiben. Auch die Bankfächer sind nicht bekannt, in denen die Passwörter lagern sollen. Bitcoin Crypto Jacking 16.36
Zudem schwanken die Erlöse aus Kryptowährungen massiv. Diese Erfahrung durften Käufer bei der wesentlich bekannteren Plattform Bitcoin machen. Im Dezember 2017 war ein Bitcoin noch 17.000 Euro wert. Im Februar allerdings nur noch 6000 Euro. Ripple legte im gleichen Zeitraum einen ähnlichen Kurssturz hin. Damit könnte die Summe des Erbes massiv schwanken. Auch der Staat fordert seinen Anteil über die Erbschaftssteuer ein. Die Finanzämter taxieren als Grundlage dafür den Wechselkurs zum Todeszeitpunkt.