Umstrittene Praxis: GMail-Konten: Google verteidigt Zugang von App-Entwicklern

Google hat die umstrittene Praxis verteidigt, dass App-Entwickler die digitalen Postfächer beim Dienst GMail scannen können.

Die Nutzer würden stets gefragt, ob sie einer App den Zugang zu ihrem Google-Mail-Konto gewähren wollen – und die Entwickler würden von dem Internet-Konzern geprüft, erklärte Google in einem Blogeintrag. Das «Wall Street Journal» hatte zuvor berichtet, dass bei zwei US-Anbietern von E-Mail-Apps Mitarbeiter mehrere tausend Nachrichten von Nutzer gelesen hätten, um ihre Software zu trainieren.

Eine der Firmen, Edison, bietet vom Computer formulierte automatische Antworten auf E-Mails an. Zunächst hätten die Mitarbeiter den Algorithmus mit den Daten aus ihren eigenen Postfächern angelernt, sagte Firmenchef Michael Berner dem «Wall Street Journal».

Die Datenmenge sei jedoch nicht ausreichend gewesen. Deshalb seien zwei Mitarbeiter abgestellt worden, sich persönliche E-Mail-Nachrichten «hunderter» Nutzer anzusehen und zu prüfen, ob die automatischen Antworten passten. Als Sicherheitsvorkehrung seien die Computer so eingerichtet worden, dass sie nichts herunterladen konnten – und die Daten zu den Nutzern seien unkenntlich gemacht worden. Zudem hätten die beiden Experten für künstliche Intelligenz eine Verpflichtung unterzeichnet, keine Inhalte aus den E-Mails preiszugeben.

Die andere vom «Wall Street Journal» genannte Firma, Return Path, ermittelt für Versender von Werbe-Mails, wie oft sie gelesen wurden. Dafür soll das System zunächst einmal zwischen privaten und solchen kommerziellen E-Mails trennen. Dies entscheide es auf Grundlage der E-Mail-Adressen und Schlüsselwörter wie «Oma». 2016 habe Return Path allerdings festgestellt, dass der Algorithmus «Millionen» privater E-Mails versehentlich als kommerziell eingestuft habe, schrieb die Zeitung unter Berufung auf eine informierte Person. Um die Software zu verbessern, hätten zwei Datenanalysten 8000 E-Mails gelesen und per Hand markiert, hieß es weiter.

Die Standard-Anfrage, die Nutzer zu sehen bekommen, wenn sie einer App Zugang zu ihrem GMail-Konto gewähren, erbittet die Zustimmung, E-Mails zu lesen, versenden, löschen und zu verwalten. Während das Vorgehen der beiden Firmen von dieser Formulierungen abgedeckt könnte, dürfte es für die Nutzer unklar gewesen sein, dass auch Menschen und nicht nur Maschinen die Texte zu lesen bekommen könnten. Dabei sei es «die übliche Praxis» bei Entwicklern solcher Apps, sagte der Zeitung der frühere Technikchef der Firma eDataSource, eines Konkurrenten von Return Path.

Google betonte, dass die Anbieter von Apps mit Zugang zum GMail-Konto eine mehrstufige Überprüfung durchliefen. Der Internet-Konzern selbst hörte im vergangenen Jahr damit auf, den Inhalt der Werbung von Software auszuwerten, um die bei GMail angezeigte Werbung zu personalisieren. Bei Google selbst bekämen Menschen die E-Mails von Nutzern nur in seltenen Ausnahmefällen zu lesen, etwa wenn es um Missbrauch oder technische Probleme gehe.

1500 Stellen gestrichen: HTC: Der tiefe Absturz des Android-Königs

Smartphones, dafür standen vor dem iPhone zwei Namen: Blackberry und HTC. Mit dem Diamond Touch brachten die Taiwanesen kurz vor dem Release des iPhones ihr erstes, reines Touch-Gerät auf den Markt, der Blackberry-Macher RIM dominierte die Business-Welt. Seitdem sind die Brombeer-Smartphones praktisch verschwunden. Und auch HTC droht wohl nun endgültig der Absturz.

Gerade gab der taiwanesische Konzern bekannt, 1500 Mitarbeiter zu entlassen – ein Viertel der weltweiten Belegschaft. Der Schritt kommt nur Monate, nachdem man einen Teil der Entwicklungssparte mit 2000 Mitarbeitern an Google abtrat. HTC hat damit weniger als 5000 Angestellte, gegenüber über 19.000, die es noch 2013 waren. Schuld sind falsche Entscheidungen, die harte Konkurrenz – und eine Menge Pech.Nokia ist zuürck 0825

Starker Aufstieg, tiefer Fall

Dabei standen die Chancen gut. Einst als Auftragsfertiger für Telekom und Co. gestartet, erarbeitete sich HTC rasch einen hervorragenden Ruf, auch eigene Smartphones wie die Desire-Reihe wurden zu Kassenschlagern. Auf dem Peak 2011 konnte HTC beim Aktienwert sogar den einstigen Handy-König Nokia überholen. Dann kam der lange Absturz.

Jahr für Jahr sanken die Zahlen, erst zog Samsung an HTC vorbei, dann auch die Festland-Chinesen von Huawei. Obwohl die Fans die starken Smartphones wie das HTC One (M7) für sein schickes Design und die starke Technik feierten, griffen die Käufer lieber zur Konkurrenz. Und HTC stieg immer weiter ab. Seit Ende 2017 hat selbst das einst untergegangene Nokia unter dem neuen Schirmherrn HMD Global HTC wieder überholt.Lidl HTC U11_13.00

Technik alleine reicht nicht

An den Smartphones selbst lag das gar nicht. Obwohl die schicke One-Reihe mit der Zeit etwas langweilig wurde, handelte es sich immer noch um starke Geräte. Auch die Neuauflage, das HTC U11 konnte bei uns im Test voll überzeugen. Das gerade erst erschienene HTC U12+ bekommt in ersten Reviews ebenfalls gute Noten. Die Verkaufszahlen kannten in den letzten Monaten trotzdem nur eine Richtung: nach unten. Im Februar erreichte HTC dann den Tiefpunkt: Die monatlichen Käufe waren so tief gefallen wie seit 2004 nicht mehr, jeden Monat macht man so knapp 50 Millionen Euro Verlust. 

Die so entstandenen Schulden sorgen für weitere Probleme. Marketing für die neuen Geräte findet praktisch kaum noch statt, die meisten potentiellen Kunden werden von den neuen Smartphones schlicht nicht erreicht. Hinzu kommt der deutlich zu hohe Preis. Obwohl auch Spitzen-Smartphones mit wenigen Ausnahmen wie Apple oder Samsung immer billiger werden, beharrt HTC auf einem recht hohen Startpreis. Das HTC U12+ startet etwa offiziell bei 799 Euro, im Netz ist es für etwa 750 Euro zu bekommen. Zum Vergleich: Das wenig ältere Galaxy S9 gibt es ab etwa 520 Euro. Google übernimmt Teile von HTC

Was bringt die Zukunft?

Die Zukunft sieht noch düsterer aus. Mit dem Verkauf an Google dürfte ein gigantischer Auftrag wegfallen. HTC hatte in den letzten beiden Jahren die kleineren Pixel-Smartphones für Google gefertigt. Mit den 2000 übernommenen Ingenieuren könnte Google in Zukunft auf HTC verzichten und sie gleich ganz selbst bauen. 

Auch ein weiterer Rettungsanker wird den Absturz wohl kaum verhindern können. Mit der HTC Vive stürzte sich der Hersteller früh in das Geschäft mit der Virtuellen Realität, brachte eine der besten Brillen auf den Markt. Leider entwickelt sich der Markt aber nicht so rasant, wie von vielen Beobachtern zu Anfang erwartet. Trotz neuer Modelle können die Hersteller nur wenige Hunderttausend Geräte pro Quartal absetzen. Um Hunderte Millionen Verluste auszugleichen, ist das aber zu wenig.Pixel 2 gegen iPhone 8 Plus

Ausbau der Netzinfrastruktur: Bundesregierung will Breitband-Förderung beschleunigen

Die Bundesregierung will die Breitband-Förderung umstellen und damit den Ausbau des schnellen Internets in Deutschland beschleunigen.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bestätigte am Dienstag einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung» wonach die Förderrichtlinien für den Breitbandausbau überarbeitet wurden. Den Plänen von Infrastrukturminister Andreas Scheuer (CSU) zufolge sollen die Fördergrenzen angehoben, Beträge schneller ausgezahlt und das Verfahren vereinfacht werden.

Deutschland gehört im internationalen Vergleich nicht zu den Ländern mit einer besonders gut ausgebauten Netzinfrastruktur. Daher hatte bereits die Vorgänger-Bundesregierung eine umfangreiche finanzielle Förderung des Breitbandausbaus geplant. Unter dem damaligen Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) waren allerdings von den seit 2015 bereitgestellten 3,5 Milliarden an Fördergeldern nur ein Bruchteil von 26,6 Millionen Euro abgeflossen. Kritiker und Opposition hatten deshalb das gesamte Fördersystem infrage gestellt.

Künftig will der Bund den Förder-Höchstbetrag für Kommunen und Landkreise von 15 auf 30 Millionen Euro verdoppeln. Die geschätzten Kosten der Kommune bei der Antragstellung sollen dabei nur ein Richtwert sein. Damit könnten auch Kostensteigerungen der Projekte aufgefangen werden. Die Anträge sollen außerdem nicht mehr über einen mehrmonatigen Zeitraum gesammelt, sondern fortlaufend bearbeitet werden, heißt es in einem Papier des Ministeriums, aus dem die «Süddeutsche» zitiert. Auch bei der Bewilligung will das Ministerium offenbar nicht mehr so kritisch prüfen. Die Bewertung der Anträge nach einem «umfassenden Kriterienkatalog» werde «abgeschafft», heißt es weiter. Die Auszahlung der Gelder könnten damit zügig nach dem Antrag erfolgen.

Scheuer erklärte, weniger Bürokratie mache das Antragsverfahren erheblich schneller und effizienter. «Die Kommunen sparen damit bis zu sechs Monate. Zukünftig gibt es auch keine Warteschlangen mehr bei der Bewilligung von Mitteln.» Kommunen, die bislang auf Kupferkabel gesetzt haben, könnten ihre Projekte noch bis Jahresende auf Glasfaser umstellen. «Damit verbessern wir die Rahmenbedingungen für den Gigabit-Ausbau im ländlichen Raum.» Der Startschuss für die Antragstellung erfolge am 1. August.

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer wies darauf hin, dass erste Kommunen ihre Förderzusagen über mehrere Millionen Euro bereits zurückgegeben hätten, weil das Förderprogramm so bürokratisch sei. «Die jetzt angekündigte Entschlackung sieht nach einer kosmetischen Veränderung aus. Vom Antrag bis zur Fertigstellung werden weiterhin mehrere Jahre vergehen.» Gefragt sei eine stärkere Verzahnung mit den Länderprogrammen und eine Konzentration auf größere Antragsteller wie Landkreise. «Kleinere Gemeinden sind mit technischen Dokumentationspflichten und europaweiten Ausschreibungen häufig überfordert.»

Produktionsschwierigkeiten: Chef der Fahrzeug-Entwicklung bei Tesla geht

Beim Elektroauto-Hersteller Tesla geht eine der Schlüsselfiguren der vergangenen Jahre: Der Chef der Fahrzeug-Entwicklung Doug Field.

Der Manager, der 2013 von Apple zu Tesla kam, hatte sich bereits im Mai eine Auszeit genommen, aus der er nun nicht mehr an seinen Arbeitsplatz zurückkommt. Field galt als einer der Köpfe hinter der Konstruktion des neuesten Tesla-Wagens Model 3, die im Vergleich zu früheren Fahrzeugen deutlich vereinfacht wurde. Das sollte auch die Produktion erleichtern, nachdem Tesla bei seinen vergangenen Modellen die Zeitpläne nicht halten konnte.

Tesla-Chef Elon Musk übertrug Field im vergangenen Jahr auch die Aufsicht über die Produktion – übernahm sie dann aber im April selbst. Tesla hatte massive Schwierigkeiten, die Produktion des Model 3 hochzufahren und erreichte erst vor wenigen Tagen die Marke von 5000 Fahrzeugen pro Woche, die eigentlich für Ende 2017 angepeilt war. Als ein zentraler Grund dafür gilt, dass Musk zu ambitioniert auf die Automatisierung der Produktion setzte – und später wieder mehr Arbeiter an die Montagelinien bringen musste.

Im Mai hatte Tesla noch betont, dass Field noch bei Tesla sei und sich nur eine Auszeit nehme, um Zeit mit der Familie zu verbringen. Am Dienstag bestätigte der Konzern einen Bericht im «Wall Street Journal», wonach der Manager Tesla verlässt.

Irrer Fehler: Samsung-Smartphones verschicken ungefragt Fotos – ohne dass die Besitzer es merken

Es ist eine gruselige Vorstellung: Ein Kontakt meldet sich und fragt, warum man ihm oder ihr irgendwelche Fotos geschickt hat – und auf dem eigenen Smartphone findet sich keine Spur davon. Genau das scheint aktuell einigen Samsung-Nutzern zu passieren. Einer hatte gar über Nacht seine gesamte Foto-Sammlung an seine Freundin geschickt. Ohne dabei eine einzige Spur auf dem eigenen Smartphone hinterlassen zu haben.

Das erzählte der betroffene Nutzer bei Reddit. In den Kommentaren fanden sich schnell weitere Betroffene. Überraschend viele berichten, dass ihre Bilder mit dem Partner geteilt wurden, bei anderen landeten sie bei Eltern oder Geschwistern. Eine mögliche Erklärung ist natürlich, dass diese Personen eher auf einen solchen Fehler hinweisen. Whatsapp Warum ich gerne telefoniere 8.20

Die Nutzer sind wütend

Eines haben alle bekannten Fälle gemeinsam: Auf den Smartphones der Betroffenen gab es keinerlei Hinweise auf die unfreiwillige Aktion. Betroffene können also nur von den Empfängern erfahren, dass ihre Bilder geteilt wurden.

In den Foren gingen die Reaktionen von entsetzt bis wütend – schließlich gibt es kaum eine intimere Information über uns als die privaten Bilder. Und die sollten viele Kontakte wohl lieber nicht zu Gesicht bekommen. „Ich habe viele professionelle Kontakte und hochgradig unprofessionelle Bilder auf dem Smartphone. Und andersherum“, bringt ein Reddit-Nutzer das Problem auf den Punkt. Ein anderer geht noch weiter: „Da hätte ich ja lieber einen explodierenden Akku in der Tasche, als dass meine Bilder bei meinem Chef landen“, feixte der Poster mit Verweis auf Samsung gigantische Probleme mit dem Galaxy Note 7.Hacker Ethereum Millionen_13.20

Was steckt dahinter?

Offenbar trat die Panne bei verschiedenen Samsung-Smartphones auf, inklusive des aktuellen Galaxy S9. Der Schuldige scheint Samsung vorinstallierte SMS-App zu sein. Nutzer anderer Apps waren bislang wohl nicht betroffen. Die Ursachen sind zur Zeit noch nicht bekannt, Samsung sucht noch nach dem Fehler, erklärte uns eine Sprecherin. Ob auch deutsche Nutzer ohne ihr Wissen ihre Bilder geteilt haben, konnte sie nicht sagen. Samsung seien aber keine deutschen Fälle bekannt.

Bei Reddit und im Samsung-Forum brachen schnell wilde Spekulationen über die Ursachen des Fehlers aus. Zunächst schien ein Update der US-Tochter der Telekom, T-Mobile, als Problem ausgemacht. Doch bald meldeten sich Kunden anderer Provider, die ebenfalls betroffen waren. T-Mobile erklärte gegenüber „The Verge“, dass man dafür nicht für verantwortlich sei. Betroffene sollten sich an Samsung wenden. Auch der Smartphone-Hersteller selbst bittet darum.Galaxy S9 Test 17.29 

Was können Nutzer tun?

Eine sichere Schutzmaßnahme scheint es aktuell nicht zu geben. Eine Möglichkeit ist, die Standard-App für SMS zu wechseln und etwa auf Googles App „Android Messages“ (hier im Playstore zu finden) umzusteigen. Danach kann man der vorinstallierten SMS-App die Rechte für den Foto-Zugriff entziehen. Theoretisch sollte das die versehentlich geschickten Bilder unterbinden. Ob und wann Samsung mit einem Update den Fehler behebt und ob auch alle Geräte das Update erhalten, ist aktuell noch nicht zu sagen.Samsung Galaxy S8

Zukunftswaffen: Chinesisches Laser-Sturmgewehr setzt Opfer in Brand

Chinesische Wissenschaftler haben ein Laser-Sturmgewehr entwickelt, das weit eindrucksvoller ist, als die Lichtschwerter wie man sie aus den Star-Wars-Filmen kennt. Die Waffe sieht etwas eckig und ungeformt aus, wiegt aber nur drei Kilogramm. Bei dem geringen Gewicht ist der Lithium-Akku bereits inklusive. Das Laser-Sturmgewehr ZKZM-500 wiegt damit nicht mehr als herkömmliche Sturmgewehre. Das G36 wiegt mit Zieloptik 3,63 Kilogramm.

ZKZM-500 soll in der Lage sein, ein Ziel auch noch in 800 Metern zu bekämpfen, berichtet die „South China Morning Post“. Das ist eine effektive Reichweite, die deutlich über der von Sturmgewehren wie dem G36 liegt. Der Energie-Verbrauch soll dabei so gering sein, dass eine Akkuladung für 1000 Schuss ausreichen soll.Laser

Die Waffe wird von den Erfindern als nicht tödlich eingestuft. Eine Einschätzung, über die man wohl streiten kann. Der Energiestrahl scheint ausschließlich für weiche Ziele auszureichen. Er brennt kein Loch in einer Panzerung, könnte aber wohl einen Treibstofftank in Brand setzen. Auf jeden Fall ist er stark genug, um Haut und Gewebe in Brand zu setzen. Das Gewebe werde in Kohlenstoff verwandelt und würde sich dann entzünden, so die „South China Morning Post„. Ähnliches geschieht, wenn die Waffe auf Kleidung trifft.

Schwere Verbrennungen

Entwickelt wurde Scifi-Waffe am Xian Institut für Optik und Präzisionsmechanik an der chinesischen Akademie der Wissenschaften. Ein beteiligter Wissenschaftler sagte, die Waffe sei in der Lage, „Kleidung in Sekundenbruchteilen durchzubrennen (…). Wenn der Stoff entflammbar ist, wird dann die ganze Person in Brand gesteckt“. Auch wenn die Waffe beim Treffer nicht sofort tötet, können die Verletzungen tödlich enden. In jedem Fall wird das Opfer durch die Verbrennungen starke Schmerzen erleiden. China-Laser 0944

Typisch für die kostenbewusste chinesische Rüstungsindustrie ist die enge Zusammenarbeit mit Firmen der zivilen Produktion. Wang Zhimin, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum für Laserphysik und -technologie der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking, sagte der „South China Morning Post“, dass es den Wissenschaftlern in den letzten Jahren gelungen sei, kleinere und leistungsfähigere Geräte auf die gleiche Weise zu entwickeln wie die Mobiltelefonhersteller. „Das ist keine Science Fiction mehr. Diese Dinge sind im Leben angekommen „, sagte er dem Blatt.

Die Erfinder der Laserwaffe heben überdies hinaus hervor, dass ihr Gerät lautlos sei und damit vollkommen überraschend zuschlage. Da der Laserstrahl sich absolut geradlinig bewegt, wesentlich schneller ist als eine herkömmliche Kugel und zudem nicht von Wind beeinflusst wird, dürfte die Waffe im Vergleich zu einem herkömmlichen Gewehr ungleich treffsicher sein.

Im Prinzip könnte man die Waffe bereits jetzt in Serie herstellen. Der Prototyp wurde von einer Firma des Forschungsinstituts hergestellt, für die Großserie sucht man einen Partner in der Rüstungsindustrie. Eine Waffe soll umgerechnet 13.000 Euro kosten. Es wird erwartet, dass die ersten Exemplare an Spezialeinheiten ausgegeben werden.

Weltweit wird an Laserwaffen geforscht

Alle Weltmächte arbeiten an Laserwaffen. Derzeit scheinen sie die einzig Erfolg versprechende Abwehrmöglichkeit gegen die extrem schnell anfliegenden Hypersonic–Raketen zu sein. Die chinesischen Entwicklungen werden von den USA kritisch beäugt. Ein neu entwickelter Laser, der offiziell nur Weltraumschrott verdampfen soll, könnte auch gegen Satelliten eingesetzt werden, fürchtet Washington.

Aber auch kleinere Laserwaffen sollen bereist eingesetzt werden. Erst vor wenigen Wochen beschwerte sich das Pentagon, dass US-Piloten beim Versuch, den chinesischen Marinestützpunkt in Dschibuti zu beobachten, mit Lasern geblendet wurden. Auch sollen sich chinesische Fischer mit Laserwaffen gegen Überflugmanöver der USA zur Wehr setzen.Athena Laser 20.50

Weltgrößter PC-Hersteller: Dell plant Rückkehr an die Börse nach fünf Jahren

Der PC-Hersteller Dell will nach fast fünf Jahren über einen Umweg an die Börse zurückkehren.

Die Notierung wäre die Folge eines komplexen Aktiendeals um die von Dell im Jahr 2016 übernommene Software-Firma VMware. Gründer und Chef Michael Dell behält aber die Kontrolle fest in seiner Hand.

Der 53-Jährige hatte den einst weltgrößten PC-Hersteller 2013 zusammen mit Finanzinvestoren für rund 25 Milliarden Dollar gekauft und von der Börse genommen. Dadurch – und durch die 67 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Speicherspezialisten EMC – entstand aber ein drückender Schuldenberg.

Der bekanntgegebene Deal soll helfen, ihn abzutragen, und zugleich die Firmenstruktur vereinfachen. Seit der EMC-Übernahme habe Dell 13 Milliarden Dollar Schulden abbezahlt und sieht die «Kern-Verschuldung» mit Abzug einiger Verbindlichketen noch bei 37,8 Milliarden Dollar, hieß es in einer Telefonkonferenz am Montag.

VMware gehörte zum EMC-Konzern. Bei der Übernahme 2016 blieb VMware über eine sogenannte «Tracking-Aktie» als eigenständiger Bereich an der Börse notiert, während Dell gut 80 Prozent der Anteile bekam. Jetzt bietet Dell den Besitzern dieser Tracking-Aktien jeweils 1,3665 Anteilsscheine von Dell Technologies oder 109 Dollar in bar an. VMware zahlt diesen Aktionären zudem eine Sonderdividende von elf Milliarden Dollar. Der Deal wird insgesamt rund 22 Milliarden Dollar schwer. Nach Abschluss der Transaktion wird eine Art von Aktie von Dell Technologies – Papiere der Klasse C – an der New Yorker Börse gehandelt werden können.

Michael Dell gehören weiterhin rund 72 Prozent von Dell Technologies. Er werde die Firma auch nach wie vor mit einem Fokus auf die langfristigen Ergebnisse führen, betonte Dell am Montag. Ein Argument dafür, das Unternehmen von der Börse zu nehmen, war, dem von Quartalsberichten getriebenen Erfolgsdruck der Anleger zu entgehen.

Dell war nach Zahlen der Markforschungsfirma IDC im ersten Quartal dieses Jahres die Nummer drei im weltweiten PC-Geschäft nach HP und Lenovo mit 10,2 Millionen verkauften Computern und einem Marktanteil von 16,9 Prozent. Michael Dell hatte mit seiner 1984 gegründeten Firma die PC-Branche über ein Online-Direktverkaufs-Modell aufgemischt. Nach dem Abschied von der Börse setzte er auf das Software- und Cloud-Geschäft, um das jahrelange Schrumpfen des PC-Marktes abzufedern.

Auf jedem iPhone vorinstalliert: Apple baut seinen Kartendienst radikal um

Normalerweise äußert sich Apple nur selten zu Plänen für die Zukunft. Noch dazu kurz nach einer großen Keynote, wie der vor vier Wochen stattgefundenen Entwicklerkonferenz WWDC, auf der unter anderem iOS 12 und das neue Mac-Betriebssystem Mojave vorgestellt wurden. Doch eine Nachricht war dem Konzern offenbar so wichtig, dass er sie außer der Reihe bekannt gab: Der hauseigene Kartendienst Apple Maps wird von Grund auf neu gebaut. Das bestätigte Eddy Cue, Senior Vice President von Apple und zuständig für die Online-Dienste, nun gegenüber dem US-Technikportal „Techcrunch“.

Das Ziel: „Der beste Kartendienst der Welt“

Apple Maps hatte nicht den besten Start. Als der Dienst im Herbst 2012 auf iPhone und iPad kam, war er voller Fehler. Am Ende musste sich Tim Cook persönlich bei den Nutzern entschuldigen und ermutigte Nutzer, alternative Kartendienste auszuprobieren. 

Seitdem ist jedoch viel passiert: Der Dienst wurde konstant erweitert und es wurde viel Geld investiert, betonte nun auch nochmal Eddy Cue. „Als wir starteten, ging es vor allem darum, wie man an einen bestimmten Ort gelangt. […]“, so der Manager. Millionen von Orten wurden hinzugefügt und das Kartenmaterial wurde in den vergangenen sechs Jahren regelmäßig aktualisiert. iOS Tricks Tipps Fotostrecke 13.45 h

Nun wolle der Konzern „das Ganze auf das nächste Level heben“, sagt Cue. Die Messlatte liegt hoch: „Wir haben daran gearbeitet, den hoffentlich besten Kartendienst der Welt zu entwickeln.“ Dafür baue das Unternehmen die wesentlichen Teile von Apple Maps komplett neu auf, der Prozess dauert bereits vier Jahre an, schreibt „Techcrunch“. 

Mit eigenen Fahrzeugen zeichnet Apple bereits seit mehreren Jahren Daten auf, wodurch der Konzern nicht ausschließlich auf andere Unternehmen angewiesen ist. Mit dem neuen Apple Maps sollen Baustellen oder Fußgängerwege leichter zu erkennen sein, zudem soll die Suche verbessert werden.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte Apple, weiterhin mit dem Navigationsanbieter TomTom zusammenarbeiten zu wollen. Details zur Zusammenarbeit sind nicht bekannt.

Zunächst nur in den USA

Konkreter wurde Apple beim angepeilten Zeitplan: Bis Herbst 2018 – dann wird auch iOS 12 offiziell zum Download angeboten – soll neues Kartenmaterial für den Bereich Nordkalifornien vorliegen. Im kommenden Jahr sollen weitere US-Bundesstaaten dazukommen. Wann europäische Nutzer von den Verbesserungen profitieren werden, ist bislang unklar.

Der Kampf der Kartendienste dauert immer noch an: Google stellte auf der Entwicklerkonferenz I/O neue Funktionen für Google Maps vor, seit vergangener Woche sind die Features auch in Deutschland live.iPhone 2018 Das wissen wir zu Apples kommenden Modellen 15.42