iPhone, Apple Watch, Mac: Diese Features bringen die neuen Apple-Updates

Erst am Montag hat Apple Wartungs-Updates für das iPhone, iPad, Apple Watch, Apple TV 4 und den Mac veröffentlicht und dabei zahlreiche Sicherheitslücken gestopft. Am Dienstag legte der Konzern mit der Testversion (Beta) für die nächsten großen Updates nach – und die bringen zahlreiche neue Funktionen. Wir stellen die wichtigsten Neuerungen vor.

iOS 10.3 für iPhone und iPad

Über das nächste iOS-Update dürften sich vor allem Besitzer von Apples ersten kabellosen Kopfhörern freuen, den AirPods. Denn nun ist es möglich, mit Hilfe der Funktion „Mein iPhone suchen“ auch verlorene AirPods wiederzufinden. Weil diese im Gegensatz zu den meisten Kopfhörern keine Strippe zwischen den Ohrstücken haben, können sie schnell verlegt werden oder in die Sofaritze rutschen.

AirPods 16.19Voraussetzung ist ein via Bluetooth gekoppeltes iOS-Gerät. Wird die Suche gestartet, wird ein immer lauter werdender Ton erzeugt, mit dem man den Kopfhörer wiederfinden soll. Über iCloud.com soll der Nutzer auf einer Karte den Standort ermitteln können, an dem das iPhone oder iPad zuletzt mit den AirPods Kontakt hatte.

Doch auch die übrigen iPhone-Besitzer können sich auf iOS 10.3 freuen. Nach dem Update sollen die nervenden Aufforderungen einiger Apps, Bewertungen im App Store zu hinterlassen, weitgehend der Vergangenheit angehören. Nach dem Update sind nur noch drei Aufforderungen pro Jahr erlaubt. Wer will, kann solche Anfragen sogar komplett abschalten.

macOS 10.12.4 für Mac und iMac

Mit der nächsten macOS-Version kommt ein iPhone-Feature auch auf den Computer: die „Night Shift“-Option. Diese aktiviert einen Blaulichtfilter während der Abend- und Nachtstunden, es dominieren dann warme Gelbtöne. Das soll die Augen entspannen, sodass der Nutzer besser einschlafen kann.

watchOS 3.2 für die Apple Watch

Die Apple Watch erkennt, wenn ein Nutzer die Hand hebt und aktiviert dann das Display. Eigentlich eine praktische Sache, im Kino kann das aber ziemlich stören. In watchOS 3.2 wird der Apple Watch deshalb ein Kinomodus spendiert, wie das US-Portal „The Verge“ berichtet. Dabei leuchtet das Display nicht mehr auf, man muss es mit einem Druck auf die Krone oder den Bildschirm aktivieren. Bei eintreffenden Benachrichtigungen vibriert das Gerät nur noch.

Wann die neuen Updates für alle Nutzer zum Download freigegeben werden, ist noch nicht bekannt. Erfahrungsgemäß dauert die Testphase einer Version mit neuen Features aber mehrere Wochen, sodass frühestens Ende Februar oder gar erst im März mit dem Release gerechnet werden sollte.Apple Watch Test 15.50h

Kampf um Mossul: Luftwaffe der Terroristen: IS-Drohne wirft erstmals Bombe auf Soldaten ab

Der IS rüstet auf. In Mossul hat die Terrororganisation den gesamten Ostteil der Stadt nach drei Monaten schwerer Kämpfe verloren, aber sie ist noch lange nicht geschlagen. Ein neues Video zeigt, wie sehr die Miliz inzwischen aufgerüstet hat. Auf ihm ist zu sehen, wie eine IS-Drohne eine Bombe auf eine Gruppe irakischer Soldaten in Mossul wirft.

Bislang hat der IS keine eigenen Kampfdrohnen im Einsatz. Die unbemannten Flugkörper wurden bislang zur Überwachung und zum Drehen von Propagandavideos genutzt, vereinzelt soll es schon Bombenabwürfe gegeben haben. Dieses Mal wurde der Einsatz erstmals dokumentiert.02 Drohne

Exakter Abwurf

Deir Ezzor 16.17Erschreckend ist die Effizienz. Anders als die USA setzt der IS keine teuren und aufwändigen Lenkwaffen ein, in dem Video wird eine „dumme“ Freifallbombe abgeworfen. Da die Drohnen des IS nur vergleichsweise kleine Bomben transportieren können, muss die Bombe exakt treffen, um ihre Wirkung zu erzielen. Tatsächlich schlägt die Bombe mitten in die Gruppe von Soldaten ein. Eine Bestätigung über Verluste gibt es nicht, aber die Explosion der Splitterwaffe wird zu Toten und Schwerverletzten geführt haben. Die Ungenauigkeit des Abwurfs – das Manko aller ungelenkten Waffen – wurde offenbar durch eine geringe Flughöhe der Drohne und eine gute Aufklärung ausgeglichen. Eine Woche zuvor bestätigte ein US-Sprecher den Einsatz von Drohnen durch den IS und gab an, dass die Koalition mehrere Produktionsstätten von Drohnen in der Nähe von Mossul angegriffen habe.01 Drohne

Industrielle Waffenproduktion

Die Studie „Standardisation and quality control in Islamic State’s military production“ (Standardisierung und Qualitätskontrolle in der Waffenproduktion des Islamischen Staates“) der Denkfabrik Conflict Armament Research (CAR) zeigte schon im Dezember, dass die Miliz über eine eigene Waffenindustrie verfügte und schon lange nicht mehr auf Hinterhofwerkstätten angewiesen ist. CAR ist darauf spezialisiert, international Waffen und Waffenlieferungen zu beobachten. Insbesondere die Produktion von versteckten Sprengsätzen wurde vom IS auf ein eindrucksvolles Level gehoben.

Diese Waffenindustrie soll sowohl über „solide Nachschublinien“ aus der Türkei wie über eigene hochpräzise Fabrikationsanlagen verfügen. CAR nimmt an, dass es sich um eine eigene Industrie mit zentraler Leitung und eigenen Produktionsnormen handle. Die beobachtete Standardisierung von Sprengladungen, Raketen und Mörsergranaten ist ein beunruhigendes Zeichen. Es beweist, dass der IS nicht auf Beutestücke und Zufallsfunde angewiesen ist. Industrielle Prozesse dieser Art können nur funktionieren, wenn der IS seinen Nachschub an Grundmaterialen ungestört in den benachbarten Staaten decken kann. Der internationalen Koalition ist es bislang nicht gelungen, den Zustrom dieses Materials nachhaltig zu stören.

IS in der Defensive, aber nicht besiegt

Trotz der übermächtigen Gegner leistet die Terrormiliz hartnäckigen Widerstand. In Mossul rücken die irakischen Truppen zwar vor, aber weit langsamer als gedacht. Im Dezember wurden zudem erschreckende Verlustzahlen der irakischen Kampftruppen bekannt.Leopard 16.22

Der gut vernetzte Autor Mark Perry schrieb in „Politico“, dass die Angriffstruppen der irakischen Goldenen Division in den Kämpfen praktisch aufgerieben werden. „Die täglichen „Horror“-Verluste führen dazu, dass die US-Berater fürchten, dass das Gemetzel die Division selbst zerstören würde.“

In Syrien gelang es dem IS, die Truppen des Putin-Verbündeten Assad aus der Wüstenstadt Palmyra zu werfen, kurz darauf setzte der IS zu einer großangelegten Offensive in Deir ez-Zor an, wobei es gelang, den von Assad-Soldaten gehaltenen Kessel aufzuspalten. Im Norden des Landes leisten die Kämpfer der Miliz hartnäckigen Widerstand gegen türkische Truppen. Die mussten empfindliche Verluste auch an deutschen Panzern vom Typ Leopard 2A4 hinnehmen, ohne im Stadtgebiet von Al-Bab entscheidend voranzukommen 

Drei neue Funktionen: Das kann Ihr iPhone nach dem neuen Whatsapp-Update

Über dieses Whatsapp-Update dürften sich Besitzer eines iPhones freuen: Seit Montag steht in Apples App Store eine aktualisierte iOS-Version (2.17.1) des beliebten Messengerdienstes zum Download bereit und mit ihr drei neue Funktionen. Der stern stellt ihnen die Neuerungen nachfolgend vor.

Die neuen Funktionen des Whatsapp-Updates für iOS

  • Konnten iPhone-Nutzer bei Whatsapp bislang ihre Nachrichten nur dann verschicken, wenn sie mit dem Internet verbunden waren, geht das Versenden künftig auch offline. Die Nachrichten werden demnach von Whatsapp entgegengenommen und anschließend automatisch verschickt, sobald das Smartphone wieder über eine Internetverbindung verfügt. Vor dem Update war der Senden-Button im Offlinemodus ausgegraut, ein Verschicken damit unmöglich. Auf Android-Geräten steht diese Funktion schon länger zur Verfügung.
  • Bisher konnten auf dem iPhone maximal zehn Bilder gleichzeitig verschickt werden. Mit dem Update erhöht sich diese Zahl auf 30 Elemente (Bilder und/oder Videos). So können User also auch ganze Foto-Serien in einem Aufwasch an Freunde und Familie versenden.
  • Mit der dritten Neuerung soll es einfacher werden, den Speicherplatz auf dem Smartphone zu verwalten. Möglich macht dies laut Whatsapp ein verbesserter Bildschirm zur Speichernutzung, der über das Einstellungsmenü (Reiter „Daten- und Speichernutzung“ – „Speichernutzung“) abrufbar ist. Dort können Chats direkt angewählt und speicherraubende Inhalte einfach gelöscht werden.

26-So hindern Sie WhatsApp an der Datenweitergabe an Facebook-5100414478001

Beta-Versionen für Android-Geräte

Whatsapp Nachrichten zurückziehen 14.28Doch auch Android-Nutzer können sich offenbar schon bald auf neue Funktionen einstellen. War bereits im vergangenen Dezember eine Testversion für iOS aufgetaucht, die es ermöglichte, verschickte Nachrichten nachträglich zurückzuziehen, soll diese Funktion dem für Whatsapp-Leaks bekannten Twitterer „WABetaInfo“ zufolge auch für Android-Geräte in den Startlöchern stehen.

Im Netz kursieren zumindest entsprechende Screenshots, die eine Beta-Version der Rückruf-Funktion (im Englischen „Revoke“) für das Update 2.17.25 ankündigen.

Wiederum ein Update später (2.17.26) soll es laut „WABetaInfo“ auf Android-Smartphones möglich sein, Nachrichten über die sogenannte „Edit“-Funktion nachträglich zu bearbeiten. 

Kleiner Haken: Dem jeweiligen Empfänger einer zurückgezogenen beziehungsweise nachträglich veränderten Nachricht wird deutlich angezeigt, dass der Versender noch einmal „Hand angelegt“ hat.

Wann es die Beta-Extras auch in der frei verfügbaren Serien-Version von Whatsapp gibt, ist indes noch völlig unklar.

Gruseliger Shooter: "Resident Evil 7" im Test: Horror der nächsten Generation

Die Angst ist ein paradoxes Gefühl, das abstoßend und anziehend zugleich wirkt. Wenn sich im Horrorfilm das Monster über die arme Teenagerin her macht, halten manche Zuschauer vor Schreck die Hände vor die Augen – und linsen dann doch heimlich zwischen den Fingern hindurch. Psychologen nennen dieses Phänomen Angstlust. Man weiß, dass das alles nicht echt ist – doch wenn wir uns erschrecken und der ganze Körper zusammenzuckt, fühlt sich die Gefahr für einen kurzen Augenblick real an. Anschließend kann man sich wieder sicher auf dem Sofa einkuscheln. War ja nur ein Film.

In den vergangenen 50 Jahren hat sich das Angsterlebnis stark verändert. Reichten in den 60ern noch ein paar schlurfende, blass geschminkte Schauspieler als Verkörperung des Bösen („Night of the Living Dead“), ziehen moderne Horrorfilme dank immer besserer Tricktechnik sämtliche Register – man denke nur an das aus dem Fernseher krabbelnde Mädchen aus „The Ring“.

Nun wurde die nächste Schwelle erreicht: In dem Videospiel „Resident Evil 7″ kämpft man dank Virtual-Reality-Brille (VR) selbst ums nackte Überleben. (hier finden Sie ein Interview mit den Machern über die Chancen und Gefahren der VR-Version). Wer will, kann das Spiel aber auch auf althergebrachte Weise klassisch am Fernseher spielen.

Resident Evil 7: Back to the Roots

Die „Resident Evil“-Reihe ist ein globales Phänomen und gilt als der Inbegriff des „Survival Horrors“. Weltweit wurden mehr als 71 Millionen Spiele verkauft. Doch mit dem sechsten Teil aus dem Jahr 2012 verprellten die Macher viele Fans. Aus der intelligenten Zombiehatz wurde ein hirnloses Action-Dauerfeuer. Mit dem siebten Teil besinnt sich das Spielestudio wieder auf alte Tugenden – und liefert ein Meisterwerk des Survival-Horrors ab. Wir haben das Spiel getestet.baker-familie-residentevil7

Der Spieler schlüpft in „Resident Evil 7“ in die Rolle von Ethan Winters, der nach drei Jahren ein Lebenszeichen seiner verschwundenen Frau Mia erhält. Die Suche führt ihn in eine alte, verfallene Plantagenvilla in Louisiana, der Heimat der Familie Baker. Sie erinnert in vielerlei Hinsicht an die verstörte Familie aus Tobe Hoopers Horror-Klassiker „The Texas Chainsaw Massacre“: Die Bakers sind nicht nur durchgeknallte Hinterwäldler, sondern auch Kannibalen. Überall liegen verrottete Leichen herum, in jeder Ecke krabbelt Ungeziefer. Empfindliche Naturen dürften sich bereits hier ausklinken.

Doch je länger man durch das Herrenhaus schleicht, desto klarer wird: Die Bakers sind das geringste Problem. Denn in den Schatten lauern zahlreiche blutrünstige Monster, die einem mehr als deutlich zeigen, dass man nicht willkommen ist. Doch wie sind die Wesen überhaupt in die Villa gekommen? Und welche Rolle spielt Mia? Das gilt es in zehn bis zwölf Stunden Spielzeit herauszufinden.molded

Splatter und Schock

In „Resident Evil 7: Biohazard“ spielt man erstmals eine Figur aus der Egoperspektive (First Person). Das erhöht die Immersion und verstärkt die Schockeffekte. Und davon gibt es reichlich: Wenn der durchgeknallte Jack den Spieler mit einem Spaten durch das Haus jagt, schlägt einem das Herz unweigerlich bis zum Hals. Denn wird man erwischt, fackelt der Irre nicht lange – und hackt mit dem Spaten den Fuß ab. „Resident Evil 7“ ist brutal und es spritzt mindestens so viel Blut wie in der „Saw“-Reihe. Auch das dürfte für den einen oder anderen zu viel sein.

An die drastische Darstellung gewöhnt man sich schnell, jedoch nie an den psychologischen Horror. Hier spielen die Macher geschickt mit den Klischees: Mal rollt ein Ball aus dem Schatten des scheinbar einsamen Kinderzimmers, dann klopft es an der Wand. Und schlurft da ein Monster am Ende des Flurs? Ganz langsam kriecht die Angst in den Kopf des Spielers. Stets muss man auf der Hut sein, denn Munition ist knapp. Und wenn man Pech hat, steht man am Ende nur noch mit einem Jagdmesser da.

Resident Evil 7 InterviewIn puncto Atmosphäre hat das Team um Koshi Nakanishi einen fantastischen Job gemacht. Im Interview mit dem stern erklärt er, dass vor allem das Sound-Design eine entscheidende Rolle spielt. „In einigen Spielen hat man immer das gleiche Geräusch, wenn man eine Tür öffnet! Das passt nicht zu unserem Anspruch. Deshalb haben wir 100 Variationen des Geräuschs aufgenommen, es klingt fast jedes Mal anders. Dadurch wirkt es realistisch. Das war eine enorme Herausforderung, aber wir denken, dass sich die Liebe fürs Detail ausgezahlt hat.“ (Hier finden Sie das ganze Interview)

Oh, ein Raum voller Munition!

Langweilig wird es nie, dafür sorgen nicht nur die ungewöhnlichen Bosskämpfe, sondern auch die verschiedenen Umgebungen und Story-Rückblenden. Langjährige Fans dürfen sich auch über die vielen Rätsel freuen, mit denen man Geheimtüren öffnet und zusätzliche Gegenstände einheimst.

Perfekt ist „Resident Evil 7: Biohazard“ trotzdem nicht. So kann man nur mit Gegenständen interagieren, die für das Spiel relevant sind – mal schnell das klapprige Fenster einschlagen oder über den Zaun klettern, ist nicht möglich. Und oft ist das Spiel vorhersehbar. Kommt man in einen Raum mit Speichermöglichkeit, in dem auch noch zahlreiche Erste-Hilfe-Kits und Munitionspakete liegen, weiß man: Im nächsten Raum bricht die Hölle los. Und dass man schwere Fleischwunden in wenigen Sekunden mit einer Art antiseptischen Wunder-Flüssigkeit heilen kann – nun ja. Aber Schwamm drüber, Hauptsache es macht Spaß.05 taxidermy room

Wer den ultimativen Kick sucht und Abstriche bei der Grafik hinnehmen kann, sollte „Resident Evil 7“ mit dem Virtual-Reality-Headset Playstation VR (hier unser Test) spielen. Hier erlebt man alle Eindrücke noch intensiver, weil man sich tatsächlich umsehen kann. Da hängt der gruselige Kopf nicht nur von der Decke, sondern plötzlich neben einem. Und in der virtuellen Realität ist einem noch mulmiger zumute, wenn man in ein dunkles Loch hinabstarrt. „Resident Evil 7“ ist unserer Meinung nach das erste Spiel, das einen echten Mehrwert in der virtuellen Welt liefert.

Fazit: Zehn Stunden Horror – und dann nochmal von vorne

Nach umstrittenen Ausflügen ins Actiongenre besinnt sich Capcom bei „Resident Evil 7“ wieder aufs Wesentliche: Dem Spieler Angst einzujagen. Das gelingt mit der packenden Inszenierung und dem Schwenk auf die First-Person-Perspektive. Viele Gamer dürften an einem Wochenende mit dem Spiel durch sein, doch in den zehn Stunden wird man bestens unterhalten. Wer will, kann direkt danach noch einmal von vorne anfangen, natürlich auf einem höheren Schwierigkeitsgrad. Belohnt wird der zweite Anlauf mit weiteren Waffen.

„Resident Evil 7“ erscheint am 24. Januar für PS4, Xbox One und PC 

The Last Guardian Test 18.11

Virtual Reality in "Resident Evil 7" : "Wir haben die Chance, ein episches Erlebnis zu liefern"

Ein gruseliges Haus, schlurfende Monster, eine durchgedrehte Kannibalienfamilie – und der Spieler mittendrin! „Resident Evil 7″ ist das erste Blockbuster-Spiel, das sich mit einem Virtual-Reality-Headset durchspielen lässt. Da ist Furcht vorprogrammiert. Doch wie kommt der Horror eigentlich in den Kopf? Und wie geht man als Spiele-Designer mit der neuen Technik um? Der stern traf „Resident Evil 7“-Director Koshi Nakanishi und Producer Masachika Kawata zum Interview.

Ein großer Fokus von „Resident Evil 7“ ist das Virtual-Reality-Erlebnis mit der Playstation VR. Wie profitiert Ihrer Meinung nach eine jahrzehntealte Serie wie Resident Evil von der Technik?

VR ist eine sehr spannende, neue Technologie. Dadurch können wir ein noch immersiveres Spielerlebnis bieten. Außerdem haben viele Gamer damit überhaupt noch keine Erfahrungen gemacht, sodass wir die Chance haben, ein wirklich episches Erlebnis zu schaffen.

Gab es überraschende Herausforderungen, die Sie meistern mussten?

Das Spiel war bereits als First-Person-Shooter konzipiert. Deshalb war es gar nicht so schwierig, wie Sie vielleicht denken, es für die Virtuelle Realität anzupassen. Aber natürlich mussten wir an vielen, vielen Details schrauben, damit sich das Spiel im dreidimensionalen Raum nicht merkwürdig anfühlt.Resident Evil 7

Horror lebt vor allem vom Timing. Wie komponieren Sie ein Gruselspiel für ein VR-Headset und stellen sicher, dass der Spieler die Effekte so erlebt, wie Sie es geplant haben?

Wir müssen sichergehen, dass wir das Erlebnis in der Virtuellen Realität nicht versauen. Ein Beispiel: Wenn ein Gegner hinter einer Wand auf den Spieler wartet, dann plötzlich hervorspringt und ihn attackiert, müssen wir dafür sorgen, dass man ihn zuvor weder sehen noch hören kann. In der Virtuellen Realität kann der Spieler sich aber völlig frei in der Welt umschauen und den Gegner womöglich schon vorher entdecken – etwa, wenn er unter den Schrank schaut und die Füße erspäht. Dann ist die Spannung dahin. Deshalb mussten wir die Level so gestalten, dass man sich selbst im virtuellen Raum die Überraschung nicht verderben kann.

Wie wichtig ist der Sound?

Die Grafik ist so fotorealistisch, wie es derzeit möglich ist. Doch für ein komplett immersives Erlebnis spielt der Sound eine ebenso wichtige Rolle. Hier mussten wir darauf achten, dass die Geräusche immer von der richtigen Position kommen, auch wenn der Spieler seinen Standort und Blickwinkel verändert. Ansonsten würde man sie versetzt (out of sync) wahrnehmen und es würde unwirklich erscheinen. Wir mussten deshalb sehr vorsichtig mit den Soundeffekten umgehen.

Zum Beispiel mit Geräuschen.

Genau! Es würde sich merkwürdig anfühlen, wenn der Sound wie in einem Videospiel klingen würde. In einigen Spielen hat man etwa immer das gleiche Geräusch, wenn man eine Tür öffnet! Das passt nicht zu unserem Anspruch. Deshalb haben wir 100 Variationen des Geräuschs aufgenommen, es klingt fast jedes Mal anders. Dadurch wirkt es realistisch. Das war eine enorme Herausforderung, aber wir denken, dass sich die Liebe fürs Detail ausgezahlt hat.

Für einen Designer ist es eine unglaubliche Möglichkeit, die Sinne des Spielers zu übernehmen. Zugleich ist VR eine noch sehr junge Technologie, es gibt keine ethischen Standards innerhalb der Branche.

Man darf nicht zu weit gehen. Die Menschen müssen das Spiel noch genießen können und nicht so viel Angst haben, dass sie ihren Verstand verlieren. Ich denke, Menschen sind sehr anpassbare Wesen. Am Anfang wirkt alles völlig aufregend und neu, doch wir gewöhnen uns an alles. Wenn mehr Spieler VR ausprobiert haben, passen sich die Erwartungen an.

Erleben wir bald alles mit VR-Headsets?

VR ist eine spezielle Technologie, die sich nicht für alle Erfahrungen eignet. Nicht jedes Medium profitiert gleichermaßen von der Technik, es wird in einigen Nischen besser funktionieren als in anderen.

Zum Beispiel?

Je interaktiver die Erfahrung ist, desto mehr Spaß macht es. Niemand möchte passiv in der virtuellen Welt herumhocken.

Sie haben die VR-Edition von „Resident Evil 7“ von Testgruppen spielen lassen. Was waren ihre Erkenntnisse?

Es wurde deutlich, dass VR eine sehr persönliche Erfahrung ist. Sie fühlt sich nicht für jeden gleich an. Manche kommen damit gut klar, andere weniger. Und einige finden es anfangs blöd, aber je länger sie es ausprobieren, desto mehr Gefallen finden Sie daran. Nachdem wir das Spiel auf der letzten E3 gezeigt haben, bekamen wir sehr viel Feedback, sodass wir an Details schrauben konnten. Wir können nicht zu hundert Prozent garantieren, dass es jedem gefällt. Das ist nicht möglich. Wir versuchen aber, dass es so vielen gefällt wie möglich.PS VR Test 2254

Kabellose Kopfhörer: Apples AirPods verlieren beim Telefonieren die Verbindung

Aus wirtschaftlicher Sicht sind Apples AirPods bereits gut einen Monat nach ihrer Markteinführung ein Erfolg. Obwohl sich das Release wegen technischer Schwierigkeiten mehrfach verschoben hatte und die kabellosen Kopfhörer so erst im Dezember vorbestellt werden konnten, brachte das Unternehmen aus Cupertino im Weihnachtsgeschäft mit 26 Prozent Marktanteil so viele Bluetooth-Kopfhörer an den Mann wie kein anderer Wettbewerber. 

Umso mehr dürfte es Apple ärgern, dass aktuell immer mehr Besitzer über Probleme mit ihren AirPods klagen. Demnach verlieren die Geräte beim Telefonieren gelegentlich die Verbindung zum iPhone, wie zahlreiche Nutzer unter anderem in Apples Supportforum beklagen. Während die Kopfhörer beim Abspielen von Musik den Angaben zufolge keinerlei Probleme machten, fielen sie in Telefonaten offenbar nach dem Zufallsprinzip immer wieder mal aus.

+++ Alle iPhone 8 Gerüchte im Überblick +++

AirPods machen nur bei iPhone-6s-Modellen Probleme

AirPods 16.19Betroffen sind demnach ausschließlich das iPhone 6s sowie das größere iPhone 6s Plus. Bei Modellen der im September 2016 vorgestellten iPhone-7-Reihe treten die Probleme mit den rund 179 Euro teuren Kopfhörern hingegen nicht auf. Wie das Webportal „Macrumors“ bereits Anfang Januar berichtete, soll eine parallele Nutzung weiterer Bluetooth-Geräte wie der Apple Watch oder eines Fitnessarmbands die Verbindungsausfälle beim Telefonat verstärken. 

Für den US-Konzern ist es indes bereits das zweite bekanntgewordene Problem mit den AirPods. Erst Ende Dezember vergangenen Jahres hatten sich mehrere Besitzer der Ohrhörer über ungewöhnlich kurze Akkulaufzeiten beschwert. Demnach verloren aufgeladene Geräte bis zu 20 Prozent Kapazität, wenn man sie in der dazugehörigen Ladeschale aufbewahrte. Da sich Apple einen Akku-Austausch jedoch auch im Garantiefall mit 55 Euro pro Stöpsel (bei abgelaufener Garantie 75 Euro) bezahlen lässt, sah sich das US-Unternehmen großer Kritik ausgesetzt. 

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