Blitzerfoto: Wenn ein Pferd mit 43 Sachen durch die Radarfalle galoppiert

Das Foto einer Radarfalle von einem besonders eiligen Pferd in Brandenburg begeistert tausende Menschen im Internet. Die Brandenburger Polizei veröffentlichte das Bild aus dem Jahr 2005 diese Woche in ihrem Adventskalender auf Facebook.

Das Pferd rannte 43 km/h schnell

Das Tier mit Reiterin war mit 43 Kilometern pro Stunde auf einer Bundesstraße nordöstlich von Berlin geblitzt worden. Das Pferd läuft in gestrecktem Galopp, das Gesicht der Reiterin ist unkenntlich gemacht. In einem Kasten, in dem auf normalen Blitzer-Bildern der Fahrer vergrößert dargestellt ist, sieht man den Kopf des Pferdes.

Die Resonanz im Internet auf das Foto ist groß: Nach nur einem Tag hatten bereits mehr als 4000 Menschen auf „gefällt mir“ geklickt, fast 2000-mal wurde das Bild geteilt. Nach Angaben einer Sprecherin entstand das Foto möglicherweise zu Testzwecken für die Feinabstimmung am Gerät. Eine Buße musste die Reiterin offenbar nicht zahlen.

Schneller und besser: Diese Neuerungen bringt Bluetooth 5 für Smartphones

Alles ist besser mit Bluetooth, sagte Ober-Nerd Sheldon Cooper aus der Dauerbrenner-Sitcom „The Big Bang Theory“. Und Recht hat er: Ob Körperfettwaage, Dampfgarer, programmierbare Wohnzimmerlampe oder Fitness-Armband, beinahe alle smarten Geräte verbinden sich via Bluetooth mit unseren Smartphones und Tablets. In den vergangenen Jahren hat sich die Technik enorm weiterentwickelt, so wurde die Anzahl parallel genutzter Geräte erhöht und der Stromverbrauch drastisch reduziert. Verbindet man beispielsweise eine Smartwatch mit dem Telefon, belastet das den Handy-Akku kaum noch.

Das kann Bluetooth 5

Nun hat die Bluetooth Special Interest Group die nächste Version verabschiedet, nachdem diese bereits vor einigen Monaten offiziell vorgestellt wurde. Bluetooth 5 soll bereits in den nächsten Monaten in ersten Geräten zur Verfügung stehen. Der Startschuss fällt womöglich zum Mobile World Congress Ende Februar, in dessen Rahmen Unternehmen ihre neuen Top-Smartphones vorstellen.

Die fünfte Generation des Übertragungsstandards hat eine viermal höhere Reichweite bei doppelt so hoher Geschwindigkeit. Gleichzeitig soll die Kapazität der verbindungslosen Datenübertragungen (Broadcasts) um satte 800 Prozent erhöht werden. Damit soll vor allem der Ausbau des Internet der Dinge vorangetrieben werden.

Durch die bessere Technik können in Zukunft deutlich komplexere Daten via Bluetooth übertragen werden. Ein weiteres Novum in Bluetooth 5: Die Datenübertragung ist nicht mehr an Apps und Geräte gebunden, versprechen die Entwickler. In Zukunft soll das nervige Verbinden einer App mit einem Gerät der Vergangenheit angehören. Wie gut das funktioniert, wird sich zeigen. Durch die höhere Reichweite soll man auch mit Geräten außerhalb der eigenen vier Wände interagieren können.Life Hacks Handyhalterung Auto 16.14h

Bluetooth ist Grundlage für smarte Städte

Die höhere Reichweite und der größere Datendurchsatz wären etwa für Beacons interessant, das sind kleine Bluetooth-Sender, die den Standort eines Nutzers innerhalb eines Gebäudes bestimmen können. Am Flughafen könnte man so etwa innerhalb eines Terminals an das richtige Gate gelotst werden, im Supermarkt könnte man spezielle Rabattgutscheine angeboten bekommen, wenn man vor einem bestimmten Regal steht.

Die Technik dafür gibt es schon längst, durchgesetzt haben sich die Beacons bislang aber noch nicht. Dennoch sind sie einer der Hoffnungsträger der Tech-Branche, die nicht nur den Einzelhandel verändern könnte, sondern auch unsere Städte. Dank ausgefeilter Bluetooth-Sensoren könnten Smart Cities weitgehend anonymisiert Daten erheben und daraus viele Erkenntnisse ableiten, etwa wie lange ein Autofahrer für bestimmte Streckenabschnitte benötigt.Smartphones unter 300 Euro 6.30h

Test von S-300 Luftabwehrrakete: Russische Rakete fackelt Startrampe ab

Viele Russen sind mächtig stolz auf ihre tödlichen Raketen. Unvergessen sind die T-Shirts mit dem Motiv der mächtigen Topol-M-Interkontinentalraketen und der Aufschrift: „Unsere Raketen haben keine Angst vor euren Sanktionen.“

Einen besonderen Platz im russischen Rüstungs-Pantheon nehmen die modernen Luftabwehrsysteme ein: die S-300, S-400 und demnächst kommt noch die S-500 („Der Alleinherrscher“). Der Grund: Diese Raketensysteme stehen in dem Ruf, große Regionen für gegnerische Flugzeuge in Flugverbotszonen zu verwandeln. Im Nato-Sprech heißt das: „A2/AD (anti-access/area denial)“. 

Zweiteiliger Start

S-300 Iran 16.20Ein Video zeigt nun, dass auch aus Russlands Rüstungsschmieden nicht alles Gold ist, was glänzt. In Astrachan schlug bei einem Test der Start einer modernen S-300 fehl. Das Transportfahrzeug mit den Startröhren parkte zwischen aufgeschütteten Schutzwällen, der Kameramann befand sich in etwa 100 Metern Entfernung. Die Rakete selbst erhob sich aus der Startröhre, aber dann geschah das Malheur: Der eigentliche Antrieb der S-300 zündete nicht, die Rakete fiel zu Boden.

Die S300 arbeitet mit einem zweiteiligen Startvorgang: Sie wird hydraulisch wie bei einem Blasrohr aus der Hülle geschleudert, erst in der Luft soll das Triebwerk zünden. Der kalte Start schützt Startfahrzeug und Umgebung, die Röhre muss nicht für den Rückhalt der heißen Gase ausgelegt sein.

Keine Explosion

Bei diesem Start funktionierte das Timing nicht: Der Antrieb setzte zu spät ein, nämlich erst nachdem die S-300 wieder auf dem Boden aufprallte, und brannte dann lichterloh ab. Der Kameramann reagierte verschreckt, drehte aber tapfer weiter. Vielleicht wusste er aber auch, dass für den Übungsstart nur ein Dummy und kein Sprengkopf verwendet wurde.

Super Mario Run: Gelingt Nintendo mit diesem iPhone-Spiel das Comeback?

Er ist die wohl berühmteste Videospielfigur der Welt: Der rotbemützte Klempner Super Mario, der unermüdlich seit drei Jahrzehnten seine Herzensdame Prinzessin Peach aus den Klauen der bösen Riesenschildkröte Bowser rettet. Bislang bestritt Mario seine Abenteuer exklusiv auf Nintendo-Konsolen. Das ändert sich kommende Woche am 15. Dezember, dann feiert der Knubbel-Klempner seine Premiere auf dem iPhone. Schon die Ankündigung war das heimliche Highlight von Apples September-Keynote, kurz vor dem Start dreht Nintendo die Marketing-Maschinerie auf. Für den japanischen Gamingkonzern ist es das wichtigste Spiel seit Langem.

Nintendo wagt Richtungswechsel

Mit dem Gameboy-Nachfolger DS und der Heimkonsole Wii landete Nintendo vor 10 Jahren gleich zweimal den großen Wurf. Mehr als 250 Millionen Geräte wurden verkauft. Doch mit der nächsten Konsolengeneration (3DS und Wii U) konnten die Japaner den Erfolg nicht noch einmal wiederholen. Einerseits hatten die Konkurrenten Microsoft (Xbox) und Sony (Playstation) deutlich nachgelegt, andererseits veränderte sich der Markt durch Smartphones und Tablets rapide. Immer mehr Menschen begnügten sich mit Daddelgames auf dem Handy und kauften keine eigene Spielkonsole mehr.12-Endlich: Super Mario kommt aufs Smartphone-5121392909001

Mit „Super Mario Run“ wagt Nintendo nun den längst überfälligen Strategiewechsel. „Durch Mario kamen Millionen Menschen mit Videospielen in Kontakt und ich denke, diese Rolle wird er auch in Zukunft noch haben“, erklärt Shigeru Miyamoto im Gespräch mit dem US-Technikportal „The Verge“. Miyamoto ist der geistige Vater von Videospiel-Ikonen wie Super Mario, Donkey Kong und Zelda und prägte Nintendos Geschichte entscheidend. „Ich glaube, mit Super Mario Run wird das gelingen.“

Nintendo will Kids für Mario begeistern

Miyamotos Hoffnung: Durch Apples App Store sollen auch jüngere Spieler wieder mit Mario in Berührung kommen. Zwar setzte Nintendo in den vergangenen zehn Jahren mehr als 250 Millionen Konsolen ab, Apple dagegen verkaufte mehr als eine Milliarde iPhones, dazu noch Zigmillionen iPads. „In unserer mobilen Strategie geht es darum, unsere Charaktere und unsere Ideen einem größeren Publikum zugänglich zu machen“, erklärt Miyamoto.NintendoSwitch_16.30

Die Taktik könnte aufgehen, wie das Phänomen Pokémon Go im Juli eindrucksvoll zeigte. Die Smartphone-App war der Hit des Sommers und lockte täglich mehr als 45 Millionen Spieler an. Zwar kühlte sich der Hype nach wenigen Wochen ab, doch die Verkäufe der Pokémon-Spiele für den Nintendo 3DS wurden extrem angekurbelt. Die jüngsten Spiele, „Pokémon Sonne“ und „Pokémon Mond“, zählen zu den am schnellsten verkauften Titeln in Nintendos Geschichte.

Kann der Pokémon-Erfolg wiederholt werden?

Auf einen ähnlichen Erfolg hofft man nun mit „Super Mario Run“. Das Spiel erscheint am 15. Dezember und Exklusiv-Partner Apple dürfte dafür kräftig die Werbetrommel rühren. Im Frühjahr bringt Nintendo schließlich seine langerwartete Konsole Switch auf den Markt – und für diese wird es ein brandneues Mario-Spiel geben. Mit „Super Mario Run“ ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Auch die beliebte „Animal Crossing“-Reihe wird ein eigenes Mobile Game bekommen, erklärt Miyamoto.

Sollte die neue Taktik aufgehen, könnte Nintendo noch einmal zu alter Stärke finden – aber auch mit neuen Herausforderungen zu kämpfen haben. „Super Mario Run wird für Millionen Menschen der Einstiegspunkt in die Mario-Welt sein“, erklärt Miyamoto. „Die Frage wird sein: Was kommt, wenn wir diesen Einstiegspunkt passiert haben? Gibt es dann eine traditionellere Mario-Erfahrung? Wird es wie die ‚Mario-Galaxy‘-Spiele? Wir müssen schauen, was die neuen Fans von einem Mario-Spiel erwarten, und wir müssen Mario in diese Richtung weiterentwickeln.“ Eins dürfte jedoch feststellen: Mario wird sich trotz seiner 30-jährigen Karriere noch nicht so schnell aufs Altenteil zurückziehen.NintendoSwitch-FS

Historisches Flugzeug: Im Jagdflugzeug über England – 63-Jähriger baut sich in Garage Spitfire nach

Alan James hat sich einen ganz großen Traum erfüllt: Der begeisterte Hobbypilot hat sich das bekannteste britische Jagdflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg nachgebaut. Nun dreht er mit einer Spitfire Mark 14 seine Runden über England.