Stiftung Warentest: Warentest prüft Fernseher – und ein Hersteller holt dreimal Gold

Obwohl die meisten Fernseher wohl immer noch zu Großereignissen wie einer Fußballweltmeisterschaft über den Ladentisch gehen, ist auch das Weihnachtsfest für viele ein Grund, sich mal wieder eine neue Glotze ins Wohnzimmer zu stellen. Anlass genug für Stiftung Warentest, sich einmal mehr mit den Flimmerkisten auseinanderzusetzen.

Diesmal stehen 17 Mittelklasse- bis Premium-Geräte auf dem Plan. Vier von ihnen haben eine Bildschirmdiagonale von 49-50 Zoll (knapp 125 Zentimeter), sieben kommen auf 55-58 Zoll. Mit 65 Zoll stehen zudem fünf echte Riesen auf dem Prüfstand. Der günstigste Fernseher im Test kostet 800 Euro, alle anderen liegen zum Teil deutlich darüber. Für den Testsieger legt man etwa ganze 2650 Euro hin. Trotzdem schaffte keines der TV-Geräte eine „sehr gute“ Gesamtnote.

Der beste Riese: Samsung UE65KS8090

Für diesen Testsieger darf man tief ins Portemonnaie greifen: Samsungs 65-Zöller UE65KS8090 kostet satte 2650 Euro. Dafür bietet er mit einer Note von „guten“ 1,8 aber auch das beste Bild im Testfeld, vor allem über Satellit oder optimierte HD-Videos per HDMI. Der Ton ist sogar „sehr gut“ (1,3). Nicht ganz so überzeugen ließ sich Warentest vom Betrachtungswinkel. Schlecht ist er aber nicht. Auch bei der Bedienung, ob am Gerät oder per Fernbedienung, kam der Fernseher ebenfalls eher mittelprächtig weg. Trotzdem: Mit „guter“ Gesamtnote von 1,7 ist der Samsung UE65KS8090 der beste große Fernseher im Test.Stiftung Warentest Tablets 1300

Groß und gut: Samsung UE55KS9090

Auch der beste 55-Zöller stammt von Samsung. Der Samsung UE55KS9090 überzeugte die Stiftung Warentest mit einem ebenfalls „guten“ Bild (2,0), der Ton war mit „sehr gut“ (1,1) sogar noch besser als beim großen Modell. Die Schwächen wie den mäßigen Betrachtungswinkel und die eher nicht so ausgefeilte Bedienbarkeit teilt der Samsung UE55KS9090 aber ebenfalls mit seinem großen Bruder. Auch die Gesamtnote ist dieselbe: „gut“ (1,7), sagt Stiftung Warentest. Als durchschnittlichen Preis für das Gerät nennt Warentest 2210 Euro, über die für unsere Preisrecherche genutzte Vergleichsplattform Idealo war er allerdings überhaupt nicht zu finden.

Zweiter, aber dafür verfügbar: LG 55UH8509

Wer in diesem Segment zuschlagen möchte, kann sich deshalb auch den LG 55UH8509 ansehen. Der hat ebenfalls eine Diagonale von 55 Zoll und kommt in nahezu allen Belangen nahe an den Testsieger. Für’s Bild vergibt Warentest eine „gute“ Note (2,1), beim Ton fällt die Bewertung mit „gut“ (1,6) etwas schlechter aus als beim ersten Platz, ist aber immer noch eine der besten im Test. Wer Wert auf eine gute Bedienbarkeit legt, könnte den Fernseher laut Warentest sogar den Samsung-Geräten vorziehen. Das reicht für eine Gesamtnote „gut“ (2,1). Der Preis: ab 1450 Euro.

Klein, aber oho: Samsung UE49KS7090 

Auch bei den Kleinen hat Samsung die Nase vorn. Mit dem Samsung UE49KS7090 schnappt man sich auch die Krone in den Größen zwischen 49-50 Zoll. Auch hier die Gesamtnote „gut“ (1,8). Das Bild ist mit „gut“ (1,9) das zweitbeste im Test, auch wenn das kleine Modell dieselben Schwächen beim Blickwinkel hat. Der Ton ist mit Note 1,5 gerade so „sehr gut“. Weil wohl das gleiche Menü und die gleiche Knipse zum Einsatz kommt, befindet Warentest auch hier die Bedienung für eher verbesserungswürdig. Der Preis: knapp 1240 Euro.

Der Totalausfall: Hisense H55M7000

Mit einem „ausreichend“ (3,7) ist der Hisense das schlechteste Gerät im Test. Dafür sorgt vor allem der miese Ton, der mit Note 4,5 ganz knapp an der Bewertung „mangelhaft“ vorbeischrabbt. Das Bild kann es auch nur bedingt rausreißen. Es ist zwar nicht das schlechteste im Test, mehr als „befriedigend“ (2,8) ist aber nicht drin. Dafür kostet der 55-Zöller aber auch nur knapp 950 Euro. Ein Schnäppchen ist er aber nicht: Schon für knapp 630 Euro bekommt man das „gut“ (2,1) bewertete Vorjahresmodell Samsung UE55KU6079.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr unter https://www.test.de/fernseher

Den letzten Fernsehertest finden Sie in der folgenden Foto-Strecke:

Warentest Fernseher 18.15

Dabei ist es gar nicht wasserdicht: iPhone 4 liegt ein Jahr auf dem Grund eines Sees – und funktioniert noch

Mit dem aktuellen iPhone 7 führte Apple bei seinem Smartphone ein Feature ein, das für Android-Fans schon ein alter Hut ist: Das iPhone ist das erste Mal wasserdicht und hält auch einen Tauchgang aus – allerdings mit Einschränkung: Eine halbe Stunde soll es das iPhone 7 in bis zu einem Meter tiefen Wasser aushalten. Zumindest ein iPhone hat es am Grunde eines Sees aber deutlich länger durchgehalten. Obwohl es offiziell noch gar nicht wasserdicht war.

+++ Hier finden Sie unseren ausführlichen iPhone 7 Test +++

Das betreffende iPhone 4 begleitete seinen Besitzer Michael Guntrum im März 2015 auf einen See in seiner Heimat Pennsylvania. Während bei uns schon der Frühling langsam seine Fühler ausstreckte, war es dort immer noch eiskalt. -25 Grad Celcius zeigte das Thermometer als Guntrum und zwei Freunde zum nahe gelegenen Kyle Lake aufbrachen, um Eisfischen zu gehen. Dann passierte das Unglück.Schadet Kälte dem Handy 6.19

Fisch am Haken, iPhone im Wasser

„Wir saßen in einer portablen Hütte und ich hatte was am Haken. Ich legte mein Telefon auf den Schoss und dann rutsche es ab. Statt flach in den Schnee zu fallen, knallte es auf die Kante und kullerte ins Loch. Ich hab den Fisch noch rausgezogen – ein blauer Sonnenbarsch -, aber er war die Sache nicht wert“, erzählte Guntrum „Buzzfeed“. Er schrieb sein iPhone ab. Zu früh, wie sich zeigen sollte.

Denn Kyle Lake war nur wenige Monate später Geschichte. Weil der Damm des Sees nicht mehr ausreichend stabil war, wurde er im September 2016 trockengelegt. Das machte sich wiederum Daniel Kalgren zunutze. Der Mechaniker wohnte in der Nähe und entschied sich, mit einem Metalldetektor den ehemaligen Seeboden abzusuchen. Schließlich fielen den Leuten ständig irgendwelche Wertsachen vom Boot. Und so hielt er irgendwann Guntrums iPhone 4 in der Hand.iOS Tricks Fotostrecke 8.34h iPhone 7 burj Khalifa 10.00

Und plötzlich geht das iPhone an

Das hatte gut 15 Zentimeter im Schlamm gesteckt und sah trotz Schutzhülle auch entsprechend aus. „Ich nahm das iPhone mit nach Hause“, erzählte Kalgren „Buzzfeed“. „Ich machte es sauber, legte es in Reis ein. Nur aus Neugierde, ob es noch funktionieren würde.“ Zwei Tage später ließ es sich tatsächlich einschalten.

„Es war das einzige, was ich an diesem Tag fand. Ich konnte es einschalten und so seine Nummer herausfinden. Er weiß, dass ich es habe und ich werde es ihm per Post zuschicken.“ Als Kalgren am Telefon war, konnte es Guntrum zuerst gar nicht glauben. „Ich hatte gerade an diesem Tag mal wieder über den See geredet. Es war ein bisschen unheimlich“, erzählt er. „Er schickte mir ein Bild und fragte, ob es mir bekannt vorkam – und ich erkannte den Bildschirmhintergrund.“ Jetzt will er es seiner Mutter schenken.iPhone 7 Plus Test 12.01

Hat die Kälte das Gerät gerettet?

Doch wie hielt das iPhone so lange durch? Zum einen steckte es in einer sogenannten Otterbox, eine sehr stabile Smartphone-Hülle. Die gibt es auch als wasserdichte Variante, die bei Buzzfeed gezeigten Bilder sprechen aber dafür, dass es sich nicht um eines dieser Modelle handelte. Als andere Möglichkeit kommt die extreme Kälte in Frage. iPhones schalten sich bei zu starker Hitze oder Kälte ab, um das Gerät zu schützen. Im eiskalten Wasser könnte das iPhone daher sofort ausgegangen sein – bevor es durch eindringendes Wasser zu einem Kurzschluss kommen konnte.Apple-Fakten 11.44