Apple: Kennen Sie diese zehn geheimen Tricks der Apple-Kopfhörer?

Seit dem ersten iPod sind die weißen Kopfhörer Apples Markenzeichen. Und auch beim iPhone nutzen viele die mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer – obwohl es schon für kleines Geld welche mit einem besseren Klang gibt. Die weißen Stöpsel haben einige versteckte Funktionen. Wir verraten, wie man das meiste aus ihnen herausholt.

Dass das kleine Kästchen am rechten Kabel nicht nur Zierde ist, wissen die meisten noch. Drin steckt nämlich ein Mikrofon samt Lautstärkewippe. So macht es die Kopfhörer auch zur Freisprechanlage – und zur Musik-Fernbedienung. Drückt man auf die Fläche in der Mitte, nimmt man je nach Situation Anrufe an und legt wieder auf, oder man startet und stoppt einen Song. Die Lautstärkewippe ist selbsterklärend – Das Plus-Symbol stellt den Ton lauter, das Minus leiser. Soweit, so einfach.iOS 12 Tricks versteckte Features_16.35

Denn die kleine Fernbedienung verbirgt noch viele zusätzliche Funktionen. Die entdeckt man aber erst, wenn man anfängt Knöpfe mehrfach oder länger zu drücken – oder in einem ganz anderen Kontext.

Zehn Kopfhörer-Tricks für das iPhone

  • Song skippen: Wollen Sie zum nächsten Song wechseln, drücken Sie zweimal schnell die Mitteltaste.
  • Ein Song zurück: Mit einem dreifachen, schnellen Klick geht es einen Song zurück.
  • Vorspulen:  Mag man eine Stelle im Song nicht, ist schnell vorgespult. Hierzu muss man ebenfalls zweimal die Mitteltaste antippen, beim zweiten Mal aber gedrückt halten.
  • Zurückspulen: Zurück geht es genauso, allerdings wird erst beim dritten Drücken gehalten.
  • Musik für Anruf unterbrechen: Klingelt beim Musikhören das Telefon, reicht ein einzelner Druck auf die Mitteltaste, um zum Anruf zu wechseln. Aufgelegt wird wie immer mit der Mitteltaste, die Musik geht an der gleichen Stelle weiter.
  • Anruf ablehnen: Wenn man keine Lust auf den kommenden Anruf hat, muss man einfach die Mitteltaste zweimal schnell drücken, das lehnt den Anruf ab.
  • Ab auf die Mailbox: Will man den Anrufer lieber auf die Mailbox schicken, muss man solange gedrückt halten, bis es zweimal piepst.
  • Zweiter Anrufer: Wenn mitten im Gespräch ein weiterer Anruf reinkommt, wechselt ein Druck auf den Mittelknopf zum neuen Gespräch. Drückt man dann zwei Sekunden die Mitteltaste, ist der aktuelle Anruf wieder beendet.
  • Fernauslöser: Das iPhone kann das auch: Bei geöffneter Kamera-App reicht ein Knopf auf den Plus- oder den Minus-Button, um auszulösen. Sehr praktisch für Selfies.
  • Siri auf Knopfdruck: Auch Apples Sprachassistentin lässt sich über das Headset nutzen: Einfach auf dem Homescreen oder dem Sperrbildschirm lange die mittlere Taste drücken, schon hört Siri aufs Wort. Will man abbrechen, reicht ein weiterer, kurzer Druck.

Reaktion auf Bloomberg-Bericht: Apple und Amazon weisen Bericht über Spionage-Chips zurück

Apple und Amazon haben mit Nachdruck einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach sie Spionage-Chips aus China in ihren Servern entdeckt hätten.

Der Finanzdienst Bloomberg berichtete unter Berufung auf nicht namentlich genannte Regierungsmitarbeiter und Apple-Manager, dass die winzigen Bauteile es Angreifern erlaubt hätten, die Kontrolle über die Server zu übernehmen und Informationen abzugreifen. Rund 30 US-Unternehmen seien potenziell betroffen gewesen, hieß es.

Sollte sich der Bericht bestätigen, würde es sich wohl um die größte Datenspionage-Affäre seit den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden handeln. Der ehemalige NSA-Mitarbeiter hatte 2013 groß angelegte Überwachungs- und Spionageaktivitäten der Geheimdienste NSA und GCHQ in den USA und in Großbritannien aufgedeckt.

In dem Bloomberg-Bericht werden allerdings zunächst nur Apple und Amazon namentlich genannt. Die Unternehmen reagierten am Donnerstag mit ungewöhnlich ausführlichen Dementis. «Apple hat nie bösartige Chips, «manipulierte Hardware» oder absichtlich platzierte Schwachstellen in Servern gefunden», erklärte der iPhone-Konzern. Auch habe man – anders als bei Bloomberg dargestellt – nie das FBI über verdächtige Chips informiert. Nur einmal sei auf einem Server der von Bloomberg genannten Lieferfirma Super Micro im Apple-Labor ein infizierter Treiber gefunden worden. Dabei sei aber keine zielgerichtete Attacke gegen Apple festgestellt worden.

Amazon erklärte ebenfalls, man habe keine Bestätigung für Behauptungen über Spionage-Chips oder modifizierte Technik gefunden. Bloomberg hatte geschrieben, der Online-Händler habe die verdächtige Technik 2015 bei der Übernahme der Firma Elemental Technologies entdeckt.

Zugleich ist aber auch der Bloomberg-Bericht sehr detailreich. Demnach laufen bereits seit drei Jahren geheime Ermittlungen der US-Behörden im Zusammenhang mit den Spionage-Chips. Die Ermittler hätten herausgefunden, dass sie in Fabriken in China in die Elektronik der Server von Super Micro eingeschleust worden seien und vermuteten chinesische Militärhacker dahinter. Deren Ziel sei es gewesen, langfristigen Zugang zu Geheimnissen von Unternehmen und Behörden zu bekommen, habe einer der Regierungsmitarbeiter erklärt. Um Kundendaten sei es nicht gegangen. Server mit Technik von Super Micro seien unter anderem in Banken, bei Anbietern von Cloud-Diensten und Web-Hostern im Einsatz.

Super Micro teilte mit, dem Unternehmen seien keine Ermittlungen zu den genannten Vorwürfen bekannt und man sei auch von keiner Regierungsbehörde kontaktiert worden. Derzeit verschärft sich der amerikanisch-chinesische Handelskonflikts und US-Präsident Donald Trump bemüht sich, amerikanische Unternehmen zu mehr High-Tech-Produktion im Heimatland zu bringen. Aus dem Apple-Dementi geht zugleich auch hervor, dass Bloomberg bereits mindestens seit November 2017 an der Geschichte dran war.

Apple erklärte, dem Konzern seien auch keine entsprechenden FBI-Ermittlungen bekannt. Und anders als von Bloomberg dargestellt sei die Assistenzsoftware nie auf Servern von Super Micro gelaufen. 2000 davon seien allerdings für die von Apple übernommene Social-Media-Analysefirma Topsy im Einsatz gewesen. «Auf keinem dieser Server wurden jemals bösartige Chips gefunden.» Um weiteren Spekulationen vorzubeugen betonte Apple, dass der Konzern keinen Maulkorb von den Behörden verpasst bekommen habe und auch nicht unter anderweitigen Stillschweigevereinbarungen stehe.

Zugleich hatte bereits im Februar der Branchendienst «The Information» geschrieben, Apple habe 2016 die Geschäftsbeziehung mit Super Micro beendet, nachdem auf einem Server eine potenzielle Sicherheitslücke gefunden worden sei.

In einem weiteren Artikel in der Nacht zum Freitag schrieb Bloomberg, dass auch Facebook von einer anderen Art von Attacke auf Server von Super Micro betroffen gewesen sei. Dabei sei auf die Geräte präparierte Betriebs-Software geladen worden, mit der Angreifer Daten abzweigen könnten. Sie sei über eine präparierte Update-Funktion intalliert worden. Facebook erklärte Bloomberg, Hardware von Super Micro sei nur für Tests im Labor genutzt worden und werde abgebaut.