
Der beliebte Bilderdienst Instagram hatte am Morgen eine massive Störung. Die App meldete, dass der Feed nicht neu geladen werden könne.
Foto: AFP CHRISTOPHE SIMON
News aus der digitalen Welt

Der beliebte Bilderdienst Instagram hatte am Morgen eine massive Störung. Die App meldete, dass der Feed nicht neu geladen werden könne.
Foto: AFP CHRISTOPHE SIMON
Alles begann mit einem eigentlich harmlosen Bild einer Radtour. Die Lokalzeitung „Donaukurier“ zeigte in ihrer Ausgabe vom 26. September den Ingolstädter Oberbürgermeister Christian Lösel, wie er mit 40 Bürgern auf dem Rad durch die Stadt fährt. Dazu stellte die Redaktion einen kleinen Bildtext, einen ganzen Artikel war die Meldung nicht wert. Kurz darauf gingen per Mail und Telefon mehr als ein Dutzend Beschwerden ein. Auf dem Bild sei doch ein Fahrradschloss in den Speichen des CSU-Politikers zu erkennen. Die Redaktion habe hier wohl ein Foto gefälscht und dabei auch noch geschlampt, so der Tenor. Der Bürgermeister sei an diesem Abend nicht bei der Fahrradtour gewesen. Das müsse eine Erfindung der Zeitung oder des Rathauses sein, sind sich einige Leser sicher. So berichtet es ein Redakteur der Zeitung dem stern.
Den Anrufern sei geduldig erklärt worden, dass das Foto nicht gefälscht sei. Bei dem „merkwürdigen Gegenstand“ handle es sich um einen Ast, der sich in den Speichen des Bürgermeisterrads verfangen hätte. Man fälsche als seriöse Zeitung grundsätzlich keine Bilder.Ast Nah Stefan Eberl
Wüllenweber Buch Teil 3_12.15Zunächst war man in der Redaktion noch recht amüsiert über die seltsamen Unterstellungen, berichtet der „Donaukurier“-Redakteur. Das Blatt reagierte mit einer Glosse unter dem Titel „Nichts ist so, wie es scheint“, die humorvoll auf die Verschwörungstheorien rund um die Mondlandung verweist. Dort heißt es unter anderem: „Aber jetzt die Wahrheit: Lösel ist wirklich nicht über die Staustufe geradelt. Das Foto ist gefälscht. Tatsächlich war der OB zu dieser Zeit auf dem Mond. Als erster Mensch. Im Flugtaxi. Mit Buzz Aldrin.“
„Zunächst haben wir versucht, es ironisch aufzufangen, aber dann wurde uns klar, dass wir noch einen ernsten Text hinterherschieben müssen“, sagt Christian Silvester, Redakteur vom „Donaukurier“, zum stern. Der Grund dafür: die Reaktionen auf Facebook. Einen Tag nach Veröffentlichung des Bildes sei die Verschwörungstheorie dort angekommen. In einer offenen Diskussionsgruppe der Stadt Ingolstadt hätten zahlreiche Bürger über das Foto debattiert. Laut „Donaukurier“ fielen Begriffe wie „Lügenpresse“, „Manipulation“ und „Fotomontage“. Einer habe seinen Post mit „#nichtdererstebeschiss“ versehen.Fake News erkennen, 20.30
Auch einige Lokalpolitiker hätten sich laut Silvester in die Diskussion eingeschaltet. Ein FDP-Stadtrat habe das Bild geteilt und „Mysterien des Alltags“ darüber geschrieben. Bis zu 200 Kommentare soll es in der Gruppe gegeben haben. Nachprüfbar ist das nicht mehr, viele haben ihre Beiträge inzwischen gelöscht.
Der Fahrradfahrer selbst, Oberbürgermeister Lösel, wandte sich bereits einen Tag nach der Veröffentlichung an die Zeitung. „Es tut mir leid, dass Sie jetzt als Lügenpresse beschimpft werden! Ich bin doch nur Rad gefahren“, zitiert ihn das Blatt. Er berichtet davon, wie ihm der Ast zwischen die Speichen gerutscht sei und er ihn einige Meter mitgeschleift habe. „Es war doch nur ein kleines Stück Holz. Ich verstehe die Aufregung nicht.“
Alex Jones: Warum InfoWars geblockt wird – welche Gefahr das birgt_12.50In einem weiteren Artikel vom vergangenen Samstag arbeitet der „Donaukurier“ die Vorkommnisse sachlicher auf und beschreibt, wie die Diskussion auf Facebook entartete. Vor allem kritisiert das Blatt, dass sich niemand in der Diskussionsgruppe gegen die Fälschungsvorwürfe gestellt habe. „Dass man uns überhaupt zutraut, ein Bild zu fälschen, ist schon abwegig. Aber wenn wir das täten, warum dann so eine banale Situation?“, fragt sich Redakteur Silvester. „Es war doch nur eine Radtour. Das ist wirklich absurd.“
Zumindest habe die Öffentlichkeitsarbeit gegen die Verschwörungstheorien Wirkung gezeigt. Dass auf dem Bild ein Ast zu sehen war und kein Fahrradschloss, sei nun auch bei den Bürgern und Lokalpolitikern aus der Facebook-Gruppe angekommen. Viele hätten ihre Beiträge wieder gelöscht und sich entschuldigt. Mit Blick auf tatsächliche Fake News, die zahlreich im Netz kursieren, kann Silvester der ganzen Aufregung zumindest eines abgewinnen: „Vielleicht hatte es ja etwas Lehrhaftes für manche.“Warum man auf Fakes so leicht reinfällt 1955
Ob man bei Online-Verkäufen als gewerblicher Händler eingestuft wird, darf nicht allein an der Zahl der angebotenen Artikel festgemacht werden.
Ausschlaggebend sei dagegen, ob die Verkäufe Teil einer «gewerblichen, handwerklichen oder beruflichen Tätigkeit» seien, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Donnerstag.
Es ging um den Fall einer Frau aus Bulgarien. Ein Verbraucher hatte bei ihr über eine Online-Plattform eine gebrauchte Armbanduhr erworben, war aber nicht zufrieden und wollte den Kauf rückgängig machen. Die Verkäuferin weigerte sich – wozu sie als Privatperson berechtigt wäre. Die bulgarische Verbraucherschutz-Kommission stufte sie danach aber als gewerbliche Händlerin ein, weil sie feststellte, dass die Frau noch acht weitere Verkaufsanzeigen veröffentlicht hatte. Entsprechend wurde sie mit Geldbußen belegt.
Die Frau zog dagegen vor Gericht – und das stellte beim EuGH die Frage, ob jemand als Gewerbetreibender eingestuft werden könne, weil er «eine vergleichsweise hohe Zahl» von Verkaufsanzeigen einstellt. Der EuGH betonte, stattdessen müssten Gerichte von Fall zu Fall entscheiden, ob eine Person als gewerblicher Verkäufer handele. Anhaltspunkte dafür seien unter anderem, «ob der Verkauf planmäßig erfolgte, ob er eine gewisse Regelmäßigkeit hatte oder mit ihm ein Erwerbszweck verfolgt wurde, ob sich das Angebot auf eine begrenzte Anzahl von Waren konzentriert». Zudem müssten die Rechtsform sowie die technischen Fähigkeiten des Verkäufers berücksichtigt werden.
(Az. C-105/17)
Mit der Switch gelang Nintendo im vergangenen Jahr das große Comeback. In etwas mehr als einem Jahr verkaufte Nintendo rund 20 Millionen Stück und erreichte damit ähnliche Dimensionen wie Sony mit der Playstation 4. Die Hybridkonsole überzeugte Gamer mit einem völlig neuen Konzept: Am heimischen Fernseher angeschlossen funktioniert sie wie eine normale Konsole, entfernt man sie jedoch aus der Basisstation, hat man ein Mini-Tablet für unterwegs. Vor allem bei Pendlern und Geschäftsreisenden, die viel Zeit in Bus, Bahn oder im Flugzeug verbringen, steht die Switch deshalb hoch im Kurs.
Nun meldet das renommierte „Wall Street Journal“, dass Nintendo im kommenden Jahr eine neue Version der Switch auf den Markt bringen wird. Die Informationen stammen direkt aus der Zulieferkette für Bauteile. Als Zeitfenster peilt man die zweite Jahreshälfte an, frühestens Sommer. Nintendo selbst hat sich zu den Berichten nicht geäußert.
Das neue Modell bekommt sehr wahrscheinlich einen besseren Bildschirm spendiert. Die aktuelle Generation hat ein vergleichsweise niedrig aufgelöstes 6,2-Zoll-Display. Ein Sprung auf die bessere OLED-Technologie, die etwa auch in den aktuellen iPhones steckt, ist nicht zu erwarten. Eine verbesserte LCD-Technik soll aber ein helleres Bild bei gleichzeitig niedrigerem Stromverbrauch erzeugen. Ansonsten soll das neue Modell kompatibel mit bereits bestehendem Switch-Zubehör sein, etwa den Joy-Con-Controllern oder der Dockingstation.
Der Schritt passt in Nintendos angekündigte Strategie: „Super Mario“-Erfinder Shigeru Miyamoto verkündete erst im Februar, dass die Switch einen längeren Lebenszyklus haben soll als frühere Konsolengenerationen. Um das zu gewährleisten, will der Konzern regelmäßig Blockbuster-Games veröffentlichen. Im Weihnachtsgeschäft dürfte das am 7. Dezember erscheinende „Super Smash Bros. Ultimate“ für Verkaufsrekorde suchen.games Highlights 1800

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