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Ab 19 Uhr eröffnet Apple-Chef Tim Cook die Entwickler-Konferenz WWDC. BILD sagt, was er wahrscheinlich zeigen wird.
Foto: Christoph Dernbach / dpa
Auf der Eröffnungs-Keynote der „World Wide Developer Conference“, kurz WWDC, hatte Apple-Chef Tim Cook jede Menge Neuerungen parat. Etwa den neuen Siri-Lautsprecher HomePod (hier von uns schon ausprobiert), noch schnellere Macs und natürlich die Betriebssysteme iOS 11 und macOS High Sierra. Ein Gerät bekam aber Aufmerksamkeit als die anderen: Apple hat sich endlich des iPads angenommen.
Diese zehn coolen Features bekommt Ihr iPhone iPad 12.16Das war dringend nötig: Einst als Nachfolger des klassischen PCs ins Rennen gegangen, hat das iPad nach einem anfänglichen Tablet-Boom in den letzten Jahren mächtig an Fahrt verloren. Als Apple mit dem iPad Pro ein Arbeitstier mit noch größerem Bildschirm und Stifteingabe vorstellte, gab es der Sparte noch einmal einen Schub. Durch die Decke ging sie aber nicht mehr. Das Problem: Die Konkurrenz hatte Apple überholt – zumindest im Premium-Bereich.WWDC Apple HomePod iOS 11 FS 10.31
Das ist aber längst der wichtigste Markt für die flachen Touch-Computer. Für reine Konsumenten reicht heute längst ein günstiges Modell, wer eines gekauft hat, braucht erst mal ein paar Jahre kein neues. Wer mit dem Tablet wirklich arbeiten will, legt allerdings gerne mal ein bisschen mehr hin, greift dann aber meist zu einem Windows-Gerät. Der Grund: Während Apple seine iPads mit dem stark beschränkten iOS betreibt, bekommen etwa Surface-Kunden mit Windows 10 ein vollwertiges Betriebssystem – das sich auf dem Touchscreen trotzdem fantastisch bedienen lässt.
Gestern hat Apple endlich nachgezogen und dem iPad mit iOS 11 jede Menge Extra-Features verpasst. Die wichtigste ist wohl das Dock. Es lässt sich nun in jeder App per Wischen einblenden, zudem befüllt es sich automatisch mit häufig genutzten Apps. Vor allem macht es das iPad aber bereit für echtes Multitasking. Nutzt man eine App, kann man über das Dock einfach eine zweite hinzuholen – und arbeitet dann im Splitscreen.
Dadurch wird auch ein weiteres wichtiges Feature möglich: Per Drag-and-Drop kann man einfach Fotos, Links und ähnliches von einer App in die andere kopieren. Auch in Apps im Dock lassen sich Objekte so ziehen. Und Apple gibt endlich eine seiner sinnlosesten Restriktionen auf. Mit der Zusatzapp „Files“ bekommt das iPad endlich eine zentrale Dateiverwaltung.
Mit diesen und weiteren kleinen Änderungen hat das iPad endlich das Potenzial, ohne nervige Umwege für produktives Arbeiten genutzt zu werden. Dass es mit dem neuen iPad 10,5 dann auch noch ein schickes neues Modell mit winzigem Bildschirmrand und noch mehr Rechenleistung gibt, ist da nur noch Bonus. Welche der älteren Geräte das neue System bekommen, erfahren Sie in diesem Artikel.Handson-iPad10.5_7.45
Es war ein straffes Programm, das sich Apple bei der Entwicklerkonferenz WWDC vorgenommen hatte. In rasantem Tempo und mehr als zwei Stunden lang präsentierte das Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino reihenweise mehr oder weniger große Neuerungen (hier können Sie das Apple-Event noch einmal ausführlich nachlesen).
Neben der Vorstellung neu designter iPads, dem neuen iMac Pro sowie dem Siri-Lautsprecher HomePod lag der Schwerpunkt am Montagabend jedoch klar auf dem Betriebssystem iOS 11, das ab Herbst iPads und iPhones mit zahlreichen neuen Features versorgt. Welche Apple-Geräte das Update auf iOS 11 bekommen, erfahren Sie in diesem Artikel.
WWDC Apple HomePod iOS 11 FS 10.31Und die Apple-Entwickler haben offensichtlich weitreichend an der Software getüftelt. Angesichts der engen Taktung der Präsentation blieb jedenfalls gerade mal so viel Zeit, um die wichtigsten Neuerungen genauer vorzustellen (hier im Überblick). So erfuhren die Anwesenden zwar unter anderem, dass der App-Store künftig deutlich übersichtlicher aussehen soll, dass Sprachassisten Siri eine neue Stimme bekommt und tiefer ins System integriert sein wird, und auch, dass Fotos und Videos mit dem Update dank neuen Kompressions-Standards nur noch halb so viel Speicher verbrauchen.
Eine Vielzahl weiterer Features, teilweise exklusiv dem iPad vorenthalten, aber blieb von den Apple-Verantwortlichen unerwähnt und fanden sich stattdessen lediglich auf einer Präsentationsfolie zusammengefasst wieder.
Apple – iOS 11 – Features – Neuheiten 2
Der stern stellt Ihnen nachfolgend die 5 interessantesten iOS-Neuerungen vor, die auf der WWDC „verheimlicht“ wurden.
Besitzer der neueren iPhone-Generationen kennen das Problem: Die Größe der Geräte macht es vor allem mit kleinen Händen fast unmöglich, Textnachrichten einhändig zu schreiben. Das soll sich durch die Quick-Type-Funktion ändern. Durch drücken der Emojitaste können Nutzer laut Apple eine Option zum einhändigen Tippen auswählen, durch die die Tasten näher zum Daumen rücken (s. Screenshot).
Eine Quick-Type-Tastatur wird demnach auch im iPad Einsatz finden und alle Buchstaben, Zahlen, Symbole und Interpunktionszeichen in einer einzigen Tastatur bereitstellen. Das lästige Umschalten zwischen den Tastaturen fiele damit weg.
WWDC ZusammenfassungSiri bekommt nicht nur eine neue Stimme, sondern soll zudem hilfreicher werden. Beispielsweise kann ein Nutzer den Sprachassistenten nun fragen, wie man etwas in einer anderen Sprache sagt und bekommt daraufhin die entsprechende Übersetzung geliefert. Daneben ist es ab Herbst zudem möglich, Siri Fragen schriftlich zu stellen.
Die 3D-Touch-Funktion führte Apple mit dem iPhone 6s ein. Mit iOS 11 wird die Anwendung in ihren Fähigkeiten ausgeweitet. Nicht nur soll die Funktion stärker in iMessage eingebunden sein und es beispielsweise erleichtern, URLs zu versenden. Auch wird sie demnächst beim sogenannten „Look up“-Feature als Shortcut eingesetzt, um Nutzern schneller Definitionen oder ähnliche Suchtreffer angewählter Wörter zu liefern.
Daneben soll 3D-Touch demnächst erlauben, leichter zwischen im Safari-Browser geöffneten Tabs zu wechseln.
Wollten Kunden einen QR-Code entschlüsseln, waren sie bislang auf Apps von Drittanbietern angewiesen. Das wird mit iOS 11 ein Ende haben. Voraussichtlich soll ein Decoder künftig in der normalen Kamera-App integriert sein.
Wer sich ein neues Apple-Gerät zulegt, muss dieses vor dem Gebrauch konfigurieren. Durch iOS 11 soll das künftig deutlich schneller von der Hand gehen. Demnach reicht es mit dem Update aus, das neue iPad oder iPhone in die Nähe eines iOS-Geräts oder Macs zu halten, um persönliche Einstellungen oder im iCloud-Schlüsselbund hinterlegte Passwörter zu übertragen.
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In den Anfangszeiten ging es auf Apples Entwickler-Messe WWDC vor allem um den Mac. Seit dem gigantischen Erfolg des iPhones steht iOS klar im Vordergrund. Nun hat Apple mit iOS 11 die neueste Version seines Systems für iPhone und iPad gezeigt. Welche Features es mitbringt, verrät dieser Artikel. Leider kann sich nicht jeder iPhone-Besitzer freuen.
Denn wie schon in der Vergangenheit scheut sich Apple auch dieses Jahr nicht, alte Zöpfe abzuschneiden. Mit dem neuen iOS 11 werden alle Geräte mit dem A6-Prozessor nicht mehr unterstützt.
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Konkret betrifft die Entscheidung das iPhone 5, das darauf basierende iPhone 5c sowie das iPad der vierten Generation, das mit dem A6X eine Variante des Prozessors benutzt. Alle älteren Geräte wurden schon bei iOS 10 nicht mehr unterstützt. Auch die jetzt abgeknipsten A6-Geräte hatten iOS 10 nur noch in einer abgespeckten Variante erhalten.
Für Apple ist das ein gewaltiger Schritt: Mit dem Nachfolger A7 wurde das System erstmals auf die moderne 64-Bit-Architektur gebracht. Alte 32-Bit-Chips wurden aber weiter unterstützt. Jetzt fallen sie weg.
Für das System und auch für Entwickler ist der Schnitt ein Vorteil: Statt für zwei Architekturen zu entwickeln, kann man sich nun voll auf 64 Bit konzentrieren. Bei den Nutzern ist das aber nicht im selben Maße bemerkbar, die Apps werden dadurch nicht schlanker. Dafür sorgte Apple schon vor zwei Jahren: 32Bit- und 64Bit- Apps werden im App Store getrennt angeboten, iPhones und iPads laden nur diejenige Version einer App, die das Gerät unterstützt.
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Wo spielt die Musik? Diese Frage treibt Technikkonzerne seit vielen Jahren um. Während vor einem Jahrzehnt im Wohnzimmer vielleicht eine Stereoanlage stand und in der Küche ein altes Radio dudelte, wollen Menschen heute, im Zeitalter von Streamingdiensten, überall Musik hören. Am besten in jedem Raum etwas anderes. Firmen wie Sonos, die sich frühzeitig auf entsprechende Wlan-Lautsprecher spezialisiert hatten, wurden dadurch groß. Und zahlreiche Nachzügler legten mit Bluetooth-Boxen nach.
Diese zehn coolen Features bekommt Ihr iPhone iPad 12.16
Die nächste Evolutionsstufe war Amazons Echo, ein Lautsprecher, der mit Sprachbefehlen gesteuert werden kann. Viele Experten befürchteten einen Datenschutzskandal, doch es war der wohl größte Überraschungshit der letzten Jahre. Google legte im vergangenen Jahr mit dem Home-Lautsprecher nach, auch die Windows-Assistentin Cortana ist auf einigen Geräten präsent. Nur ein Unternehmen hielt sich bislang auffällig bedeckt: Apple.
Das hat sich nun geändert. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC im kalifornischen San Jose hat Apple nun HomePod vorgestellt, einen Lautsprecher mit Siri-Unterstützung. Das Gerät ist technisch bemerkenswert (lesen Sie hier unseren ausführlichen Bericht). Vor allem aber ist es ein Hebel, mit dem sich Apple ein Stück aus der iPhone-Falle befreien könnte.
Ob Tim Cook den Druck der Anleger zu spüren bekommt oder nicht, hängt genau von einem Produkt ab: dem iPhone. Mit einem Löwenanteil von 70 Prozent am Gesamtumsatz entscheidet das Smartphone maßgeblich über Wohl und Wehe des Konzerns. Angesichts der gigantischen Umsätze, die das Telefon in die Kassen spült, ein Luxusproblem.
Dennoch sucht Cook ständig nach neuen Erlösquellen, am lukrativsten erscheint die Services-Sparte. Das Geschäft mit Diensten wie iTunes, Apple Pay oder der iCloud wächst im Schnitt um 20 Prozent pro Quartal. Von solchen Werten könnten Bereiche wie die zuletzt schwächelnden iPad- und Mac-Sparten nur träumen. Schon jetzt setzen die Services sieben Milliarden Dollar pro Quartal um.
Apple lebt wie wenige andere Firmen von der engen Verschränkung von Hard- und Software. Jedes Gerät, das Apple verkauft, kurbelt somit auch das Software-Geschäft an. Besonders Hardware, die quasi auf einen Service geschneidert wurde – im Fall des HomePod ist das der Musikstreamingdienst Apple Music. Für Apple ist das besonders attraktiv, weil so dauerhaft Geld verdient wird und nicht nur einmalig beim Gerätekauf. Apple Music hat derzeit 27 Millionen Kunden. Ein beachtlicher Wert, wenn man bedenkt, dass es den Dienst nicht einmal zwei Jahre gibt. Spotify hat aber doppelt so viele (50 Millionen) zahlende Kunden. Um gleichzuziehen muss sich der Konzern also etwas einfallen lassen – und setzt neben mehr Video-Content für Apple Music auf den HomePod.
Ob HomePod auch andere Streamingdienste wie Spotify, Deezer oder Tidal unterstützt, ist derzeit noch unklar. Davon dürfte am Ende aber auch abhängen, wie gut sich das Gerät verkauft. Der HomePod kommt Ende des Jahres für 349 US-Dollar auf den Markt, hierzulande ist der Marktstart aber erst 2018. Handson-iPad10.5
Es ist der beliebteste Messenger der Welt: Whatsapp verbindet mehr als eine Milliarde Menschen auf der ganzen Welt miteinander. Kein Wunder, dass die Entwickler die Nutzer immer wieder mit Verbesserungen bei Laune halten. Das gerade erschienene Update bringt Whatsapp auf dem Apple-Smartphone nun auf Version 2.17.30. Während die letzten Updates vor allem Verbesserungen unter der Haube mitbrachten, gibt es diesmal auch wieder ein paar neue Features. Und auf eines haben Foto-Fans seit Ewigkeiten gewartet.
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Denn wer regelmäßig Bilder bei Whatsapp austauscht weiß, wie nervig es sein kann, mit einer regelrechten Wand neuer Bilder bombardiert zu werden. Bislang wird nämlich jedes Bild als eigene Nachricht verschickt. Damit ist nun Schluss. Sobald man mehr als vier Bilder auf einmal auswählt, werden die Bilder im Chat nun als Album angezeigt. Das tippt man einfach an, um die einzelnen Bilder anzuschauen.
Auch über eine weitere Neuerung werden sich vor allem Hobby-Knipser freuen. Ähnlich wie bei Instagram lassen sich nun Bilder direkt in Whatsapp mit einem Filter verändern. Dazu wählt man einfach wie gewohnt ein Bild aus und wischt dann in der Bearbeitungsansicht nach oben. Warum Whatsapp die Filter nicht einfach zu den Bearbeitungswerkzeugen hinzugefügt hat und stattdessen auf eine separate Geste setzt, ist nicht bekannt. So groß wie bei Instagram ist die Filterauswahl aber nicht: Aktuell stehen nur sechs zur Wahl.
Das letzte Feature macht vor allem große Gruppenchats bequemer nutzbar. Schon seit einer ganzen Weile kann man gezielt auf einzelne Nachrichten in einem Chat antworten, sie werden dann in der eigenen Nachricht zitiert. Bislang muss man dazu aber umständlich ein Menü öffnen. Jetzt geht es einfacher: Es reicht aus, kurz von links nach rechts über die Nachricht zu wischen – schon ist sie als Zitat in eine neue Nachricht eingebaut.Whatsapp Tricks_8.10
Apple hat das neue Betriebssystem iOS 11 vorgestellt. Das bringt zahlreiche neue Funktionen für iPhone und iPad. Wir stellen die coolsten Features vor.
Beim WWDC hat Apple heute jede Menge neue Produkte gezeigt. Wir zeigen den HomePod und das neue, fast randlose iPad Pro.
Im Frühjahr 2007 stellte Apple das iPhone vor und krempelte damit den gesamten Telefonmarkt um. Drei Jahre später wollte der Konzern das Kunststück mit dem iPad wiederholen. Apples Flachmann entfachte einen ungeheuren Tablet-Boom, das Notebook wurde von vielen totgesagt. Doch der Hype ebbte schnell ab. Die Verkaufszahlen sinken seitdem kontinuierlich.
Auch wenn die Verkäufe der iPad-Sparte längst nicht mehr an die goldenen Zeiten heranreichen, als Apple im Winter 2012 gut 23 Millionen Flachmänner pro Quartal an den Mann und die Frau brachte, ist die Tablet-Sparte für den Konzern immer noch von großer Bedeutung.
Womöglich ist sie sogar wichtiger als je zuvor. Um die Verkäufe anzukurbeln, brachte Apple im März das bislang günstigste Modell (in den USA 329 Dollar, hierzulande ab 399 Euro) auf den Markt. Damit will der Konzern jene 100 Millionen Menschen zum Umstieg bewegen, die immer noch ein altes iPad (iPad 1 bis 4 und Mini) nutzen. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC folgte nun ein runderneuertes iPad Pro im 10,5-Zoll-Format, mit dem Apple im Business-Sektor Fuß fassen will. Wir haben das Gerät bereits ausprobiert.
Der Formfaktor des iPad 10.5 ähnelt im Prinzip dem bisherigen 9,7-Zoll-iPad. Der Rahmen um das Display ist 40 Prozent schmaler, weshalb der Bildschirm im Verhältnis zur Gesamtfläche rund 20 Prozent größer ist als beim Vorgänger. Die Display-Diagonale misst zwei Zentimeter mehr. Das klingt nach nicht viel, der Unterschied ist aber sofort sichtbar. Nebeneinander gelegt wirkt ein „altes“ iPad mit den breiten Rahmen geradezu altbacken.iPad2
Der neue Bildschirm gibt auch Hinweise auf die Zukunft des iPhone. Gerüchten zufolge will Apple beim iPhone 8 im Herbst ebenfalls auf einen beinahe die ganze Front bedeckenden Bildschirm setzen. Eine ähnliche Technik bietet auch das Galaxy S8. Ganz so radikal fällt der Schritt beim iPad 10.5 noch nicht aus, so steckt unterhalb des Displays nach wie vor der Home-Button – beim nächsten iPhone soll der ebenfalls wegfallen. Das neue Tablet ist im Prinzip ein Zwischenschritt.
Das Display unterstützt nun den Bildstandard HDR (etwa für Amazon Prime Video) und eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz, wodurch etwa das Scrollen durch Listen flüssiger erscheinen soll. Der Clou: Schaut man einen Film mit einer niedrigeren Bildwiederholrate, passt sich das iPad daran an, um Akku zu sparen. Der Nutzer selbst muss nichts weiter tun. Mit 600 Nits ist der Bildschirm auch extrem hell.
Im Inneren steckt ein aufgemotzter A10X-Fusion-Prozessor, der noch flinker ist als der Chip im iPhone 7 – und der lässt schon jedes Android-Smartphone alt aussehen. Apple selbst verspricht 30 Prozent mehr Rechenpower als beim A9X. Wie schnell der Prozessor wirklich ist, werden Tests zeigen.
Nur: Wozu benötigt man so viel Leistung? Für Netflix und „Candy Crush“ jedenfalls nicht. Die Gelegenheitsnutzer hat Apple mit dem iPad Pro 10.5 auch gar nicht im Visier, jene dürften mit günstigsten Tablets vollkommen zufrieden sein. Vielmehr schielt Apple auf die professionellen Nutzer und Unternehmenskunden, die normalerweise zu einem Notebook greifen würden.
In der Hands-on-Area nach der Keynote demonstrierte Apple einige Augmented-Reality-Anwendungen für das iPad, mit denen sich virtuelle Objekte in das Livebild der Kamera einfügen lassen. Diese wirken auf den ersten Blick täuschend echt, selbst der Schatten fällt realistisch. Dafür benötigt man jede Menge Rechenpower. Augmented Reality (AR) soll ebenfalls eines der großen Kernfeatures des iPhone 8 werden.06-Apple wagt sich mit HomePod auf neues Terrain-5460995759001
iOS 11 fürs Business
Doch zurück zum Business. Seit dem ersten iPad Pro im Herbst 2015 versucht Apple, seine Tablets als vollwertigen Ersatz für Computer zu positionieren – bislang mit mäßigem Erfolg. Zwar kooperieren einige namhafte Unternehmen mit dem Konzern. Doch vor allem professionelle Anwender mit komplexen Arbeitsabläufen (etwa Bildbearbeitung) greifen immer noch lieber zu einem Rechner. Zu abgespeckt sind viele iOS-Apps, das Betriebssystem selbst scheitert an vielen Alltagsaufgaben.
Das wird sich mit iOS 11 ändern: Auf der WWDC zeigte Apple ein Feuerwerk an neuen Features. So bekommt das Tablet ein richtiges Dateiverwaltungssystem, besseres Multitasking und ein erweiterbares Dock, sodass man parallel in mehreren Fenstern arbeiten kann. Professionelle Anwender werden im Herbst aufatmen, wenn das neue Betriebssystem zum Download bereitgestellt wird.WWDC Apple HomePod iOS 11 FS
Apple setzt auf das iPad
Das neue iPad 10.5 zeigt auch: Der Trend geht zu großen Bildschirmen. Das iPad Mini ist mit seinem 7,9-Zoll-Display im Zeitalter von Phablets beinahe obsolet geworden und dürfte über kurz oder lang eingestellt werden. Einsteiger greifen zum 9,7-Zoll-Modell, das 10,5er richtet sich an Hardcore-Nutzer. Das XXL-iPad mit 12,9 Zoll ist ein Nischenprodukt für Grafiker und Zeichner.
Mit Bildschirmgrößen zwischen 10 und 13 Zoll fischt das iPad auffällig im Mac-Segment. Preislich ist man mit einer Spanne zwischen 399 und 1219 Euro aber deutlich flexibler aufgestellt als bei den Laptops, dort geht es bei etwa 1000 Euro los. Langfristig dürfte Apple die Marke von 40 Millionen verkauften iPads pro Jahr anpeilen. Das wären rund 30 Prozent mehr als im Moment und damit knapp doppelt so viele Tablets wie Macs.iPad
Das iPad wird langfristig den Mac ablösen
Das neue iPad 10.5 ist der beste Beweis, dass der Konzern längst die Post-Mac-Ära eingeläutet hat. Allen Mac-Bekenntnissen der Apple-Obersten zum Trotz. Tim Cook etwa nannte das iPad die „deutlichste Ausprägung von Apples Vision des Computers der Zukunft“. Auch die aktuelle Werbekampagne, in der typische PC-Probleme thematisiert und iPads als Lösung angeboten werden, zielt klar auf Kunden herkömmlicher Laptops – und damit auch des Macs.
Bislang ist der Mac ein solider Umsatztreiber, im Schnitt werden pro Jahr 23 Milliarden US-Dollar in die Kassen gespült. Das ist mehr als die iPad-Sparte. Noch. Mit Zubehör wie dem neuen Smart Keyboard (eine Tastaturhülle) und dem Apple Pencil (ein digitaler Zeichenstift) treibt Apple die Marge bei den Tablets nach oben. Apropos Apple Pencil: Der Stift hat mit iOS 11 ebenfalls ein paar neue Tricks auf Lager. Um endgültig den Mac abzulösen, muss iOS aber noch vielfältig einsetzbarer werden.
Wie immer gibt es das 10,5-Zoll-iPad in einer Wifi- und einer LTE-Version (110 Euro Aufpreis). Der Marktstart ist nächste Woche, das kleinste Modell (mit 32 GB Speicher) beginnt bei 729 Euro.Handson-SiriSpeaker