Speed-Vergleich: So krass hängt das iPhone 7 Plus das neue Samsung Galaxy S8 ab

Apple und Samsung sind ewige Dauerrivalen. Jahrelang steckte das neue iPhone beim Marktstart die Android-Konkurrenz in die Tasche, nur um wenige Monate später wieder Samsungs Galaxy-Serie den Thron zu überlassen. Das derzeit schnellste Smartphone der Welt kommt aus Cupertino, es ist das iPhone 7 Plus. In wenigen Wochen kommt das Galaxy S8 auf den Markt, das einen neuen, noch schnelleren Prozessor besitzt. Ein Youtuber hat nun beide Spitzen-Smartphones in mehreren Disziplinen gegeneinander antreten lassen – mit überraschendem Ergebnis.

Das iPhone 7 rendert deutlich schneller

Zunächst traten beide Telefone im Real-World-Test gegeneinander an. Dabei wurden 17 Apps hintereinander geöffnet, darunter soziale Netzwerke (Snapchat, Instagram), mehrere Games (Asphalt 8, Minecraft, Super Mario Run, GTA San Andreas, Zynga Poker) und Service-Apps (Soundcloud, Yelp, Amazon, Netflix, Uber, Photoshop). Zum Schluss musste ein vierminütiges 4K-Video exportiert werden. Hier ließ das iPhone 7 Plus die Muskeln spielen: Das Galaxy S8 brauchte fast doppelt so lange, um den Clip zu exportieren.

Auch in anderen Disziplinen hatte Apple meist die Nase vorn, so startete das iPhone schneller. Im Benchmark-Tool Geekbench 4 lagen im Multi-Core Score (mehrere Rechenkerne) beide Geräte auf Augenhöhe, im Single-Core (nur ein Rechenkern) erreichte das iPhone 7 Plus fast doppelt so viele Punkte wie das Galaxy S8.

Samsung Galaxy S8 ist dennoch ein schnelles Modell

So krass das Ergebnis in diesem Test auch ist, im Alltag dürften nur die wenigsten Nutzer spürbare Unterschiede bemerken. Denn beide Telefone – sowohl das iPhone 7 Plus als auch das Galaxy S8 – zählen zu den schnellsten Modellen überhaupt. Die Unterschiede bewegen sich, abgesehen vom Rendern von Videos, meist nur im Bereich von einer Sekunde.

Dennoch: Der Test verdeutlicht, wie sehr sich Apples Optimierung und enge Verschränkung von Soft- und Hardware aufeinander auszahlt. Denn auf dem Papier hätte das Galaxy S8 das iPhone eigentlich abhängen müssen. S8-FS 2152

Amazon vs. Netflix: Das irre Wettrüsten der Streaming-Giganten

Filme, Dokus, Serien – das waren bislang die Aushängeschilder der Videostreamingdienste Amazon Prime Video und Netflix. Doch im Kampf um Marktanteile müssen die Anbieter aufrüsten und den Kunden immer wieder etwas Neues bieten. Netflix setzt vor allem auf Exklusivinhalte, die sogenannten Netflix Originals. Zu den bekanntesten zählen die Polit-Intrige „House of Cards“ oder Marvel-Spinoffs wie „Daredevil“ und „Jessica Jones“. Zudem versucht sich Netflix mit weltweiten Ausstrahlungen von Dave Chapelle oder Dieter Nuhr einen Namen im Comedy-Bereich zu machen.

Amazon wird zum Sportsender

Amazon hält mit ebenso aufwendigen Exklusivproduktionen dagegen: Mit „The Grand Tour“ hat man die bedeutendste Auto-Show der Welt im Portfolio, „You Are Wanted“ von und mit Matthias Schweighöfer war die erste große deutsche Streaming-Serie mit internationalem Publikum. Der große Hammer kam aber am letzten Mittwoch: Amazon sicherte sich die Ausstrahlungrechte für zehn Donnerstagsspiele der NFL (National Football League). Millionen Prime-Kunden können damit weltweit die Football-Spiele im Internet verfolgen.Die besten Netflix Originale

Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge hat Amazon 50 Millionen US-Dollar für die Rechte bezahlt. Ein Teil der Summe dürfte durch Werbeclips refinanziert werden, doch Amazon dürfte damit vor allem für das eigene Angebot trommeln. Der Konzern hat bereits angekündigt, einen Teil der Werbepausen zu nutzen, um seine Exklusivinhalte wie „The Man in The High Castle“ zu promoten.

Im vergangenen Jahr sicherte sich Amazon auch die Audio-Übertragungsrechte für die Bundesliga-Saison der Saison 2017/18. Genaue Details dazu hat das Unternehmen bislang nicht bekanntgegeben. Denkbar ist aber, dass Besitzer des Sprachlautsprechers Echo in Zukunft live Bundesliga-Spiele wie im Radio verfolgen können.netflix amazon vote

Die Serien kosten Milliarden

Analysten der US-Bank J.P. Morgan haben errechnet, dass Amazon sich seinen Angriff auf Netflix in diesem Jahr 4,5 Milliarden Dollar kosten lässt. Klingt beeindruckend, doch Netflix greift noch tiefer in die Tasche. Netflix-Chef Reed Hastings will alleine in diesem Jahr sechs Milliarden Dollar für Eigenproduktionen bereitstellen. Zum Vergleich: Der für seine Spitzenserien berühmt gewordene Premium-Sender HBO („Game of Thrones“, „Westworld“) hat 2016 zwei Milliarden Dollar ausgegeben.

Der Ausbau des Programms kostet Milliarden, doch die meisten Investitionen lohnen sich. Während die Streaminganbieter für zugekaufte Inhalte Lizenzgebühren zahlen und sich die Rechte für jedes einzelne Land sichern müssen – was enorm viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt -, können Eigenproduktionen zeitgleich in allen 200 Ländern angeboten werden. Und zwar so lange man will. Andere Serien und Filme verschwinden regelmäßig wieder aus dem Portfolio.

Sollte der NFL-Deal für Amazon ein Erfolg werden, dürfte die Konzerne die Fühler in weitere Märkte ausstrecken. Mehrere Unternehmen, darunter Youtube und Apple, zielen etwa auf den Live-TV-Markt. Das Ende der Fahnenstange im Investitionspoker scheint noch längst nicht erreicht.You are wanted Review Verriss 15.24

Voyager 1 und 2: Seit 40 Jahren jagen sie durchs Weltall – mit einer Botschaft für E. T.

Nach dem Knopfdruck müsste der Kontakt rasend schnell hergestellt sein. Eigentlich. Schließlich sind die Funksignale zur Raumsonde Voyager 1 mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs. Das heißt, dass sie jede Sekunde 300.000 Kilometer (!) im intergalaktischen Nichts zurücklegen. Oder pro Stunde unvorstellbare 1,08 Milliarden Kilometer.

Dennoch, sobald ein Mitarbeiter in der NASA-Einsatzzentrale im kalifornischen Pasadena die Befehlstaste seines Computers drückt, dauert es trotz dieses ungeheueren Affenzahns eine halbe Ewigkeit, bis die Verbindung aufgebaut ist. Erst nach mehr als 20 Stunden registriert der Bordrechner des irdischen Pfadfinders den Eingang des Signals der Bodenkontrolle, die routinemäßig einen technischen Statusbericht zur Erde gefunkt haben will – der zurück noch einmal so lange braucht.

Grund ist die Entfernung

Voyager 1 und 2, die noch immer funktionierenden spinnenartigen Zwillingsspäher der Menschheit, jagen seit genau vier Jahrzehnten durchs All. Im August und September 1977 wurden sie nacheinander an der Spitze je einer Titan-Centaur-Rakete von Cape Canaveral in die Unendlichkeit geschossen. Seither fliegt die eine Sonde aus Erdsicht nach Norden, die andere nach Süden. Beide legen jeden Tag 1,4 Millionen Kilometer zurück.

Voyager 1 hat zusätzlich zum 40. Dienstjubiläum auch einen Entfernungsrekord aufgestellt: Der Erdtrabant ist inzwischen mehr als 20,6 Milliarden Kilometer von seiner Startbasis in Florida entfernt. Kein von Menschen gemachtes Gerät im All hat mehr Strecke auf dem Zähler. Sein baugleicher Bruder hingegen ist wegen eines anderen Bahnverlaufs erst bei etwas mehr als 16 Milliarden Kilometer angelangt. Verglichen damit sind alle anderen Weltraummissionen Kurztrips gegen diese unendliche Reise.

Noch immer im Vorgarten der Erde

So beeindruckend die erreichten Entfernungen nach menschlichem Ermessen auch sein mögen, nimmt man die Unendlichkeit des Weltraums als Maßstab, sieht es anders aus. Dann sind beide Kundschafter gerade mal im Vorgarten der Erde angekommen. Und obendrein sind sie trotz ihres irrwitzig erscheinenden Tempos in Wahrheit lahme Enten.

Voyager-02Hätten beide Maschinen je einen Tacho an Bord und könnte man drauf schauen, dann sähe man, dass die Tachonadeln jeweils bei 60.000 km/h stehen würden. Rein rechnerisch bedeutet das zwar, dass man mit dem Tempo in weniger als einer Minute von Hamburg nach München rasen könnte. Um die unvorstellbar großen Distanzen im All aber halbwegs zügig zurücklegen zu können, müssten sie schon so schnell sein wie die Funksignale. Doch das ist technisch illusorisch.

Die Aufgabe der irdischen Doppelflaschenpost im Kosmos bestand zunächst darin, die vier gewaltigen äußeren Planeten unseres Sonnensystems aus der Nähe zu erkunden – Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Ausgestattet sind die Schwestersonden unter anderem je mit einer Parabolantenne für den Kontakt zur Heimat, einer Radioisotopen-Batterie zur Stromerzeugung, einem Tank mit Hydrazin als Treibstoff für die Schub- und Steuerdüsen, verschiedenen wissenschaftlichen Messinstrumenten und natürlich je mit einer Spezialkamera.

Günstige Planetenkonstellation

Bereits in den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts wussten die Astronomen der Nasa, dass diese Planeten nur alle 175 Jahre in einer derart günstigen Position zueinander stehen, dass sie ein Raumschiff unter Ausnutzung der jeweiligen Planeten-Anziehungskraft hintereinander besuchen kann. So kam es, dass der Spätsommer 1977 als idealer Starttermin berechnet wurde. Doch die Wissenschaftler waren skeptisch, ob eine Sonde das schaffen kann. Was, wenn sie ausfällt und weder Signale noch Bilder zur Erde funkt? Also baute man zur Sicherheit Zwillinge, jeder 825 Kilogramm schwer, und schoss sie nacheinander ins All.

Ihre Aufgaben haben sie mit Bravour gemeistert. Die Mission, bekannt geworden unter der Bezeichnung „Die große Reise“, ist das erfolgreichste Raumfahrtunternehmen aller Zeiten. So bezeichnet es Reiner Klingholz in seinem Buch „Marathon im All“. Jeweils elf Instrumente funkten gestochen scharfe Bilder und Milliarden von Messdaten zu Erde. Von den Ringen des Saturn, den Monden des Uranus oder der stürmischen Oberfläche des Jupiter.

Voyager-03Kurz nachdem die beiden Raumreisenden ihre Jobs erledigt hatten, bekam Voyager 1 noch einen Spezialauftrag von der Einsatzleitung im kalifornischen Pasadena: Die Sonde wurde um 180 Grad gedreht und sollte von ihrer sechs Milliarden Kilometer entfernten Position aus die Erde in der Milchstraße fotografieren. Das geschah am Valentinstag des Jahres 1990, am 14. Februar. 60 verschiedene Ansichten unseres Sonnensystem funkte der Roboter in die Heimat. Carl Sagan, der inzwischen verstorbene Chef-Wissenschaftler der Voyager-Mission, erläuterte das beste Bild damals der Presse mit den Worten: „Das ist hier, das ist die Heimat, das sind wir.“ Dabei deutete er auf einen kleinen blauen Punkt in der Mitte des Bildes – kaum größer als ein Staubkorn.

Arbeitsspeicher mit nur 64 Kilobyte

Seitdem rauschen beide Pfadfinder auf Nimmerwiedersehen durch den interstellaren Bereich. Ob und wann Voyager 1 in den nächsten tausend Jahren einen anderen Planeten oder eine andere Sonne passieren wird, ist unklar. Voyager 2 hingegen wird auf seiner Bahn am Stern Ross 248 vorbeikommen – wenngleich in großer Entfernung und auch erst im Erdenjahr 40155. Beim routinemäßigen Datenaustausch haben die Wissenschaftler festgestellt, dass an den Sonden etwa alle halbe Milliarde Kilometer ein Bauteil bockt, der Bordcomputer schon mal hakt, die spinnenbeinartigen Ausleger der Sensoren versteifen oder dass die Kameras inzwischen erblindet sind. Das ist kein Wunder, denn die Technik ist von der Konstruktion mehr als 40 Jahre alt. So hat zum Beispiel das Elektronenhirn in etwa den Standard des ersten Apple-Rechners und einen Arbeitsspeicher von lächerlichen 64 Kilobyte. Kein modernes Smartphone würde damit funktionieren.

Und wer den Voyager-Sonden Befehle erteilen will, muss die Programmiersprachen Fortan und Assembler beherrschen, die aus der Computer-Steinzeit stammen. Der letzte aus der alten Voyager-Garde, der das konnte, war Larry Zottarelli. Ende 2015 ist er in den Ruhestand gegangen – mit 80 Jahren. Und weil die Missionszentrale in Pasadena aus einem ganz bestimmten Grund Kontakt zu den beiden Raumreisenden halten will, suchte die Nasa zunächst öffentlich nach einem nicht ganz so alten Hasen, der fit ist in diesen Programmiersprachen. Man fand den Nachfolger schließlich intern. Dessen Hauptaufgabe ist es, die Geräte an Bord der beiden Satelliten nach und nach bis zum Jahr 2025 abzuschalten, um die Uralttechnik zu schonen.

Instrumente werden deaktiviert

Dem Bandspeichersystem zum Beispiel wurde längst der Saft abgedreht. Dabei handelt es sich um ein vor Jahrzehnten übliches Magnetband, auf dem die gesammelten Daten von Planeten und ihren Monden vor dem Senden zur Erde zwischengespeichert wurden. Das Abschalten spart Strom. Auch die Lageregelung wurde deaktiviert. Betroffen davon sind zwölf Schub- und Steuerdüsen. Von den einst je 90 Kilogramm Spezialtreibstoff Hydrazin in den beheizten Kunststofftanks beider Sonden sind inzwischen mehr als 60 Prozent verbraucht. Der Rest wird nicht mehr verfeuert, weil die Ausrichtung der Sonden auf dem Weg in die Unendlichkeit unnötig geworden ist. Und das schrittweise Deaktivieren der wissenschaftlichen Instrumente, 14 sind an Bord, ist bereits im Gang.

voyager-05

Die beiden irdischen Kundschafter werden also stumm, blind und taub unendlich weiterfliegen, verbunden mit der Hoffnung der Wissenschaftler, dass sie eines fernen Tages auf eine andere Zivilisation treffen. Dann werden sie zu Botschaftern. Und wenn die fremden Wesen mindestens so schlau wie wir sein sollten, dann werden sie verstehen, wie die kupfernen und mit Gold belegten Langspielplatten zu bedienen sind, von der jede Sonde eine mitführt. Zu hören und zu sehen darauf ist die Erde. Gespeichert sind Grußbotschaften in 55 Sprachen, 27 Musikstücke von Bach bis zu den Beatles sowie menschliches Gelächter, Hundegebell und auch das sanfte Geräusch eines Kusses. Zudem atemberaubende Bilder von unseren blauen Planeten.

Irdische Botschaften für jedermann

Bisher hatte nur der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter eine Kopie davon geschenkt bekommen. Jetzt, aus Anlass des 40. Jubiläums, gibt’s diese einmalige Zusammenstellung irdischer Botschaften für jedermann: Das Technikportal BoingBoing vertreibt für knapp 100 Dollar eine Box mit drei goldfarbenen Vinylschallplatten und den Originalinhalten.  Dazu gehört ferner ein Buch mit faszinierenden Bildern der Voyager-Mission.

Die beiden Platten an den Raumsonden stecken je in einer Aluminiumhülle, auf der die Bedienungsanleitung in Zeichensprache eingraviert ist. Sogar ein Abspielgerät und eine altmodische Nadel sind beigefügt, damit E.T. die Botschaft hören und sehen kann. Bleibt zu hoffen, dass der Außerirdische entweder die gleiche Erfahrung gemacht hat mit Opas Plattenspieler oder dass er wenigstens bei Google nachlesen kann, wie das fremde Ding bedient wird.Blue Origin Kapsel für Weltraumtouristen_10.40

 

Online-Bankraub: Hacker übernehmen nicht Konten, sondern gleich die ganze Bank

Online-Banking hat seine Risiken. Deshalb muss man vorsichtig sein: Die Tan-Liste muss gehütet, vermeintliche Mails der Bank mit Hack-Versuchen tunlichst ignoriert werden. Und das Passwort muss natürlich sicher sein. Mit Groß- und Kleinschreibung, Zahlen, Sonderzeichen, einer guten Story und Happy End. Die Kunden einer Bank in Brasilien wurden nun trotzdem gehackt – selbst, wenn sie alles richtig gemacht haben.

Die Gauner nahmen nämlich einfach eine Abkürzung: Statt sich mühsam durch die vielen Konten der Kunden zu hacken, übernahmen sie gleich die ganze Bank. Zumindest den Online-Teil: Ganze 36 Internet-Seiten der Bank haben sie unter ihre Kontrolle gebracht, inklusive des internen E-Mail-Verkehrs. Und wollten so in aller Ruhe sämtliche Daten der fünf Millionen Kunden einsammeln. Das berichtet „Thread Post“ unter Berufung auf einen Vortrag von Kaspersky-Mitarbeitern auf der Sicherheits-Messe „Security Analyst Summit“.So erstellen Sie sichere Passw… 10 Tipps (2084844)

Gier verriet die Angreifer

Zunächst lief alles glatt: Die Bank-Seite sah weiter völlig normal aus, um Warnungen an die Bank zu unterbinden, hatten die Gauner den E-Mail-Verkehr abgeknipst. Doch dann wurden sie gierig – und fingen an, auch noch die Rechner der Bankkunden mit Schadsoftware zu verseuchen. „Sämtliche Besucher der Seite erhielten ein Plugin, mit einer JAR-Datei“, erklärte Kaspersky-Mitarbeiter Dmitry Bestuzhev in dem Vortrag. Die holte dann den Schädling auf den Rechner – und brachte Kaspersky auf den Plan.

Experten wunderten sich – konnte wirklich die ganze Bank übernommen worden sein? Doch das war tatsächlich der Fall. Im Laufe ihrer Ermittlungen fanden sie heraus, dass sich die Hacker ganze fünf Monate lang auf den Angriff vorbereitet hatten. Über gezielte Attacken auf die E-Mail-Konten einzelner Mitarbeiter – sogenanntes Spear-Phishing – gelang ihnen schließlich der Zugang.Beliebteste Passwörter 2016 12.52

Raffinierte Methoden

Auch technisch war die Attacke relativ raffiniert. So hatte man etwa ein Programm, das eigentlich zur Entfernung bestimmter Schadprogramme gedacht ist, so umgebaut, dass es stattdessen den Antivirenschutz vom Rechner entfernte. Die Angreifer konnten sogar beeinflussen, auf welche Seiten die Bank-Kunden weitergleitet wurden – und leiteten sie einfach auf eine eigene Seite um.

Wie viel Schaden die Gangster ausrichten konnten, verraten die Experten nicht. Auch um welche Bank es genau ging, blieb geheim. Es handle sich um eine große Bank mit mehr als 500 Filialen, die knapp 25 Milliarden Dollar (23,5 Milliarden Euro) kontrolliert, erklärten sie lediglich. Die digitalen Bankräuber hätten also richtig fette Beute machen können – wenn sie sich etwas zurückgehalten hätten.Life Hack Tresor 18.05