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Dass das iPhone dem Mobilfunk-Geschäft eine neue Richtung vorgab, ist unumstritten. Vergessen wird oft, dass die Revolution erst mit dem Start des App Store losging – der Plattform, über die jeder Entwickler seine Programme auf das Telefon bringen konnte.
Ein Jahrzehnt später sind App-Stores zum bevorzugten Vertriebswegs für Software und zu einem Milliardengeschäft geworden.
In seinem ersten Jahr hatte das iPhone nur eine Handvoll von nicht änderbaren Apple-Apps an Bord – und alle anderen Anbieter konnten nur Web-Apps, die eigentlich im Browser liefen, auf das Gerät bringen. Das änderte sich am 10. Juli 2018, als der App Store an den Start ging. Heute erinnert man sich kaum daran, wie das Geschäft in der Ära vor dem iPhone lief: Meist entschied der Mobilfunk-Anbieter, wessen Anwendungen auf das Gerät kommen. Und auch wenn Programme installiert werden konnten, war es ein umständliches Verfahren. Apples Plattform durchbrach diesen Engpass: Im Prinzip konnte jeder seine Software auf das iPhone bringen, sofern seine App durch die Sicherheitsprüfung kam, keine Pornografie enthielt und nicht versuchte, Nutzerdaten zu klauen.
Das Geschäftsmodell: Bei kostenpflichtigen Apps behielt Apple 30 Prozent ein – um den App-Store-Betrieb zu finanzieren, wie Konzernchef Steve Jobs bei der Vorstellung erklärte. An Software-Entwickler wurden inzwischen über 100 Milliarden ausgeschüttet. Das heißt, dass auch in die Apple-Kassen über 40 Milliarden Dollar geflossen sind.
Der erste Schwung der iPhone-Apps war von Spielereien geprägt: Es gab Anwendungen, die Furzgeräusche machten, Luftpolster-Folie imitierten, oder den Bildschirm in ein Bierglas verwandelten, in dem der Schaum hin und her schwappte. Inzwischen gibt es eine App für nahezu alles – und die Masse von mehr als zwei Millionen Anwendungen allein in der Apple-Plattform bringt neue Probleme. Viele Programme verstauben irgendwo tief im App-Store-Keller. Als solche «Zombie»-Apps, die für Verbraucher praktisch unsichtbar sind, wenn man nicht gezielt danach sucht, betrachtet das Analyseunternehmen Adjust aktuell 96 Prozent aller Anwendungen. Apple steuert mit einer Umgestaltung des App Store gegen: Tag für Tag werden mehr verschiedene Anwendungen in einzelnen Rubriken vorgestellt. Die populäre Spiele-Kategorie wurden abgetrennt, um allen anderen Apps mehr Platz zu bieten.
Apples 30-Prozent-Gebühr sorgte immer wieder für Kontroversen – insbesondere weil sie auch für In-App-Käufe gilt. Das heißt also, wenn ein Streaming-Musikdienst die kostenpflichtige Version in seiner iPhone-App verkauft, muss er den Erlös mit Apple teilen.
Marktführer Spotify sah darin unfairen Wettbewerb – schließlich kostet Apple Music auch 9,99 Euro im Monat – und beschwerte sich bei der EU-Kommission. Zunächst verkaufte Spotify die Abos auf dem iPhone einfach teurer – für 12,99 Euro, inzwischen kann man sie in der App gar nicht mehr abschließen. Googles YouTube entschied sich für sein neues Premium-Abo für das 12,99-Euro-Modell. Die «Financial Times» verzichtete wegen der Gebühr zeitweise sogar ganz auf eine iPhone-App, kehrte jedoch inzwischen in den App Store zurück. Seit 2016 behält Apple nach einem vollen Jahr Abo-Service immerhin nur noch 15 Prozent ein.
Auf dem Mac führte Apple ebenfalls einen App Store ein, das Geschäft gestaltet sich jedoch schwieriger. Zum einen ist es auf den Computern – im Gegensatz zum iPhone – nicht der einzige Weg, Software auf das Gerät zu bekommen. Zum anderen sind Entwickler von Programmen häufiger unglücklich nicht nur mit der 30-Prozent-Abgabe, sondern auch mit Funktions-Einschränkungen, die Apple im Mac App Store auferlegt. Der Konzern will mit einem ähnlichen Redesign wie auf dem iPhone gegensteuern.
Jobs soll anfangs gegen die Öffnung des iPhones für Apps gewesen sein, unter anderem wegen Sicherheitsbedenken. Dass deswegen alle Anwendungen eine Kontrolle durchlaufen müssen, wurde zwar auch als Zensur kritisiert – half Apple aber auch, bis auf einige wenige Fälle verkappte Schadsoftware von der Plattform fernzuhalten. Beim Konkurrenzsystem Android gibt es zwar den von Google selbst betriebenen Play Store (der zum Marktstart im Oktober noch Android Market hieß) mit ähnlich strikter Sicherheit. Auf den Android-Smartphones können jedoch Anwendungen auch aus anderen Download-Plattformen installiert werden, was als Risikofaktor gilt.
Was sich in den zehn Jahren nicht verändert hat, ist, dass Apple-Kunden viel kauffreudiger als Nutzer von Android-Geräten sind, die im Smartphone-Markt dominieren. Nach Berechnungen der Analysefirma App Annie lag Google mit dem Play Store bei der Zahl der Downloads im vergangenen Jahr zwar mit 70 zu 30 Prozent vorn – aber zwei Drittel der Erlöse landeten bei Apple. Und App Annie sieht kein Ende des Wachstum: Allein im Jahr 2022 würden Verbraucher über 75 Milliarden Dollar in Apples App Store lassen, lautet die Prognose.
Das Testmagazin „ETM“ hat sich die Klassiker unter den Saubermachern angesehen und 14 Beutelstaubsauger getestet.
Neben Zyklon-Geräten, Roboter-Saugern und akkubetriebenen Staubsaugern wirken die Beutelsauger fast ein wenig antiquiert. Aber wer wirklich sauber machen will, kommt an ein Gerät mit Schnur nicht herum. Akkusauger bringen einfach nicht die Leistung, die man für die Reinigung einer Wohnung benötigt, wie die Stiftung Warentest unlängst feststellte.
Bei einem Sauger mit Beutel muss man sich nicht mit dem Leeren der Zyklon-Trommel herumärgern. Kein Wunder, dass die Beutelgeräte in den meisten Haushalten noch ihren Dienst leisten. Großer Wert wurde im Test auf Handhabung und Zubehör gelegt.
Kleiner Schock für Sparfüchse: Das beste Gerät im Test ist auch das teuerste.
Der Kobold VT300 belegt den ersten Platz und kostet satte 849 Euro. Der Kobold kombiniert den niedrigsten Stromverbrauch im Test mit den besten Saugergebnissen. Dazu trägt sicher die Elektrobürste EB400 bei. Hier setzt ein zusätzlicher Motor eine Bürste in Rotation, die den Schmutz aus dem Untergrund hebt. Wer ein solches Gerät einmal benutzt hat, weiß, dass das Reinigungsergebnis deutlich besser ausfällt als bei anderen Saugdüsen. Der moderne Kobold erkennt den Untergrund und passt automatisch die Saugleistung an. Man muss also nichts mehr unten an der Düse verstellen, wenn die Düse über einen anderen Untergrund gleitet.AR Warentest Akkusauger_13Uhr
Dazu hat er nette Features wie die Start-Stopp-Automatik. Die Beutel von Vorwerk erreichen Hepa-Qualität. Man muss also nur den Beutel wechseln und nicht noch weitere Filter im Blick behalten. Sechs Beutel kosten etwa 19 Euro, das ist noch vertretbar. Der Test bescheinigt dem Kobold zudem die beste Verarbeitung. Einziger Nachteil neben dem Preis: Das Gerät von Vorwerk ist relativ laut und schwer.
Deutlich billiger sind die Geräte auf dem zweiten und dritten Platz. Auch sie erreichen die Note „Sehr Gut“. Nummer zwei ist der Philips Performer Umtimat FC8955/09. Er schafft ebenfalls sehr gute Saugergebnisse. Als nettes Zusatzfeature verfügt der Philips über Led-Leuchten an der Hartboden-Düse, so werden Ecken und unzugängliche Stellen ausgeleuchtet. Auch der Philips ist recht laut, der Stromverbrauch ist bei ihm hoch. Etwas nervig ist, dass er keine 360-Grad-Rollen besitzt. Der Sauger kostet 299 Euro.
Der AEG Vx9-8IBM ist leichter und leiser als die beiden vorher genannten Geräte. Die Tester bescheinigen ihm eine gute Saugleistung. Die Gesamtnote ist „Sehr Gut“. Der Preis liegt bei 384 Euro.
Alle drei Top-Geräte gehören damit preislich zur Oberklasse, wenn auch der Kobold noch einmal hervorsticht. Im Netz kann man übrigens nachlesen, dass die Käufer mit dem Gerät sehr zufrieden sind. Man muss sich den Vorwerk eben leisten können und auch wollen.
Wer nicht 300 Euro und mehr für einen Bodensauger ausgeben möchte, der sollte sich den Preisleistungssieger ansehen. Der Grundig VCC 7750 A bekommt die Note „Gut“. Die Preisempfehlung beträgt fast 200 Euro, die Ladenpreise liegen aber bei nur 95 Euro.
Beim Thema Verarbeitung kommt der Grundig nicht mit den Top-Geräten mit, so etwas muss man bei dem niedrigen Preis in Kauf nehmen. Die Saugleistung („Gut“) und der Umfang an Zubehör kann sich sehen lassen. Der Kabel ist mit sieben Metern allerdings etwas kurz. Die Tester bemängelten auch, dass die Schnur etwas zu energisch eingezogen wird. Dafür ist er aber auch das einzige „gute“ Gerät mit einem Preis von unter Hundert Euro.Saugertest 12.20
Preisbewusste sollten sich unserer Meinung nach auch das Gerät von Miele (SBAP3, Classic,C1 Jubilee) ansehen. Es ist mit einem Ladenpreis von 123 Euro etwas teurer als der Sauger von Grundig, aber deutlich billiger als die vor ihm platzierten Sauger. Die Saugleistung wird als „sehr gut“ bewertet, das Kabel hat eine Länge von 9 Metern. Der Sauger von Miele ist mit 5,8 kg angenehm leicht, dafür war er das lauteste Gerät im Test. Das Gewicht ist für viele Kunden ein wichtiges Kaufargument. Gerade Ältere wollen keinen Sauger von fast 10 Kilogramm durch die Wohnung tragen.
Das Europaparlament hat Plänen zur Reform des EU-Urheberrechts mit den umstrittenen Upload-Filtern vorerst eine Absage erteilt. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag in Straßburg dagegen, dass die Verhandlungen über die aktuelle Gesetzesfassung in die nächste Runde mit den Mitgliedstaaten gehen. Stattdessen wird sich voraussichtlich im September noch einmal das Parlament mit dem Entwurf befassen und Änderungen beschließen. Die Abgeordneten könnten ihn dann auch verwerfen. Am Donnerstag stimmten 318 Abgeordnete gegen den Entwurf und 278 dafür.Wie die EU und Trump das Internet zerstören_11.15Uhr
Zu den Reformvorschlägen gehört, dass Online-Plattformen wie YouTube künftig schon während des Hochladens der Inhalte prüfen müssen, ob diese urheberrechtlich geschützt sind. Technisch möglich wäre das mit Upload-Filtern, einer speziellen Software. Außerdem geht es um die Einführung eines Leistungsschutzrechts (LSR) in der EU. Danach sollen Plattformen wie Google künftig nicht mehr ohne Weiteres Überschriften oder Ausschnitte von Pressetexten anzeigen dürfen. Sie bräuchten eine Erlaubnis und müssten gegebenenfalls dafür zahlen. Kritiker sehen in den Plänen eine Gefahr für das freie Internet.