Amazon Echo: Dating-Hilfe von Alexa? Das fragen die Leute Amazon Echo wirklich

„Alexa … “ – so tönt es durch immer mehr Haushalte auf der ganzen Welt. Sprachlautsprecher wie der Amazon Echo oder der Konkurrent Google Home verbreiten sich immer weiter. Doch was wollen die Menschen wirklich von ihnen? Eine Studie will das nun herausgefunden haben. 

Gemeinsam mit dem Umfrageunternehmen OnePoll befragte die Seite „Code Computerlove“ 1000 Briten, die einen Sprachlautsprecher besitzen nach ihrem Umgang mit den Geräten. Der tägliche Einsatz ist recht banal: Dass zwei Drittel der Nutzer über ihren Sprachlautsprecher Musik hören, überrascht wenig. Nachrichten und Wetter wollen immer noch die Hälfte wissen. Überraschend konkret ist der drittbeliebteste Einsatzzweck: Jeder fünfte fragt Alexa und Google, wie lange man ein Ei kochen muss. Weitere relevante Nutzungsszenarien sind Reise-Updates (16 Prozent), Hörbücher und Podcasts (8 Prozent) und Einkäufe (7 Prozent. So weit, so langweilig.

Was wünschen sich die Nutzer wirklich?

Homepod, 21.45Spannender ist da die Frage, welche Features man sich wirklich von den Assistenten wünscht. Immerhin 21 Prozent scheinen die albernen Witze von Alexa und Co. zu mögen – und wünschen sich Hilfe dabei, den perfekten Witz erzählen zu können. Noch skurriler: Jeder Fünfte will durch Alexa attraktiver und lustiger werden – wie auch immer das gehen soll. 10 Prozent der Leute wünschen sich gar, dass die Assistenten beim Dating helfen. Vielleicht könnte Alexa also bald Tinder ersetzen.

Wie ernst diese kruden Antworten gemeint sind, ist aus der Studie nicht zu erkennen. Realistisch erscheint, dass gut 33 Prozent der Befragten gerne eine neue Sprache über die Geräte lernen würden. Auch der von 12 Prozent geäußerte Wunsch, die Kinder zu beschäftigen und abzulenken, dürfte ebenfalls ernst zu nehmen sein.

Wann verschwört sich Alexa gegen uns?

Alexa und Google: Wer lauscht?_15.00Interessant sind auch einige Befragungsergebnisse zur tatsächlichen Nutzung. 25 Prozent sprechen etwa jeden Tag mit Alexa oder Google – während 30 Prozent regelmäßig vergessen, dass sie eines der Geräte besitzen. Das ist besonders irritierend, weil ganze 80 Prozent der Besitzer eines Sprachlautsprechers überzeugt sind, dass die Hersteller sie heimlich belauschen. 40 Prozent haben aber eine ganz andere Sorge: Sie befürchten, dass die Assistenten sich irgendwann untereinander unterhalten – und dann ihre eigene Sprache entwickeln.Zukunft_in_100_Sek-Assistenten .6.25

Smarthome: Ich habe ein smartes Schloss getestet – jetzt habe ich Angst vor Einbrechern

Ich habe mir nie Sorgen um Einbrecher gemacht. Klar, die Tür wurde trotzdem routiniert abgeschlossen, auch die Fenster sind stets geschlossen, wenn ich das Haus verlasse. Aber irgendwie habe ich nie ernsthaft darüber nachgedacht, dass jemand in meine Wohnung eindringen könnte. Trotz Brecheisenspuren am Türrahmen meiner alten WG, trotz der durchwühlten Schränke der ehemaligen Nachbarin, der sie das Fenster aufgehebelt hatten. Doch dann kam ein digitales Schloss in mein Leben. Und ich begann mich zu fragen: Ist meine Wohnung wirklich sicher?

Das Schloss selbst gab mir eigentlich keinen Grund dafür. Das Nuki getaufte Smartschloss wird einfach auf den herkömmlichen Zylinder samt Schlüssel aufgesetzt und dreht den dann per Motor, man ersetzt also nur das manuelle Aufschließen durch einen Befehl über ein gekoppeltes Smartphone, die Smartwatch oder Alexa. Die Funk-Verbindung taugt auch nicht als Angriffsfläche für Einbrecher. Im Gegenteil: Sie ist bei Nuki besonders sicher, lobten die Experten von AV-Test gerade erst. Doch das mulmige Gefühl blieb.Amazon Kommentar Türschloss_17Uhr

Aus Begeisterung wird Sorge

Der Grund dafür ist eine Eigenheit unserer Wohnungstür, die mir vorher nie aufgefallen war: Öffnet man den Schnappriegel, springt die Tür einen Spalt auf. Wenn man selbst den Schlüssel dreht, ist das kein Problem – schließlich will man die Tür dann ja auch öffnen. Wenn aber das smarte Schloss mit seinem brummenden Motor den Zylinder öffnet, während ich noch die Treppe hinaufsteige, ist es schon etwas unheimlich, bei der bereits offen stehenden Tür anzukommen. Obwohl ich das Aufschließen ja selbst per Smartphone veranlasst habe.

Am Anfang überwog noch die Begeisterung. Natürlich ist es schon enorm praktisch, nicht erst den Schlüssel hervorkramen zu müssen, sondern per Smartphone oder gar der Apple Watch schon auf dem Weg im Treppenhaus aufschließen zu können. Auch die Kinder waren begeistert. „Mach die Tür auf, Papa“, hieß es immer schon auf dem Weg nach oben mit leuchtenden Augen. Dann freuten sie sich am schnell vertrauten Brummen beim Öffnen. 

Den Nuki Fob, eine Art Schloss-Fernbedienung für den Schlüsselbund, hatten sie noch nicht bekommen. Für einen eigenen Schlüssel sind beide noch zu klein. Über einen Sprachbefehl an Alexa oder Google Home hätten sie theoretisch die Tür selbst öffnen können, die Verbindung hatte ich aber nie eingerichtet – mit gutem Grund: Der Sprachbefehl „Alexa, sag Nuki dass es aufschließen soll“ ist zwar per Pin gesichert, den Code laut durch das Treppenhaus rufen zu müssen, macht die Funktion in einem Mehrfamilienhaus aber ziemlich unsicher. Immerhin taugt er dafür, die Tür zu öffnen, wenn man gerade noch mit etwas in der Küche beschäftigt ist.SmarterLife-Sicherheitskameras

Begrenzter Nutzen im Mehrfamilienhaus

Allgemein fiel schnell auf, dass ein smartes Schloss in Mehrparteienhäusern deutlich weniger Nutzen hat, als erhofft. Weil ich für die Haus- oder die Kellertür dann doch einen klassischen Schlüssel brauche, musste der Schlüsselbund trotz digitaler Türverriegelung immer mit. In einem Einfamilienhaus mit nur einer Haustür ist das anders. Die Vorstellung, beim Joggen nur die Smartwatch mitnehmen zu müssen, ist tatsächlich ziemlich reizvoll.

Auch die Möglichkeit, die Tür schon beim reinen Annähern an das Haus zu öffnen, ergibt bei einem freistehenden Wohnhaus mehr Sinn. Die Umsetzung erfolgt per GPS. Sobald man einen bestimmten Bereich betritt, sucht die Nuki-App per Bluetooth nach dem Schloss und öffnet es bei einer stabilen Verbindung. In einem offenen Treppenhaus ist die Vorstellung, dass sich meine Wohnung öffnet, wenn ich nur schnell etwas vom Auto ins Treppenhaus bringen will, eher unangenehm. Eine vorhandene Sicherheitsmaßnahme nutzte mir leider nichts: Eigentlich verriegelt sich die Tür nach einigen Sekunden wieder selbst. Weil unsere Wohnungstür dabei aber offen stünde, würde der automatisch vorgeschobene Riegel nur verhindern, dass aufmerksame Nachbarn die Tür wieder zuziehen.Braucht wirklich selbst der To… Internet der Dinge auf der CES (2164318)

Muss das Schloss ins Internet?

Auch eine weitere, eigentlich praktische Funktion wird durch die Macke unserer Wohnungstür  zum Sorgen-Faktor. Kauft man sich eine sogenannte Bridge dazu, kann man Nuki mit dem Internet verbinden. So lässt man etwa den vor der Tür stehenden Paketboten oder den Besuch auch dann in die Wohnung, wenn man selbst gerade noch im Büro ist. Im Test machte mich das Feature wahnsinnig. Was, wenn ich versehentlich die Türöffnung auslöse – und die Tür den halben Tag lang offen steht? Das Feature war nach kürzester Zeit wieder abgeschaltet, Zugang für Freunde kann man auch temporär per Link auf das Smartphone vergeben. Eine bessere Variante.

Doch obwohl mein Schloss nicht mehr über das Netz erreichbar war: Die Angst blieb. So sehr ich mir auch rational zu erklären versuchte, dass die Technologie als sicher bewertet wird, im Hinterkopf nagte diese Frage: Was, wenn es zu einer dieser klassischen technischen Fehlfunktionen kommt? Computer, Smartphone und Co. haben schließlich immer mal wieder diese kleinen Macken-Phasen, in denen sie genau das nicht tun, was sie sollen. Was also, wenn das Schloss einfach mal so tagsüber die Tür aufschließt? So groß mein Vertrauen in die Technik auch ist, die Sorge plagte weiter. Ich musste es mir eingestehen: Das smarte Schloss, das mir eigentlich Sicherheit verschaffen sollte, machte mich unsicher. Beim Zugang zu meiner Wohnung ist bei mir wohl die Grenze meines digitalen Vertrauens.Smart Schloss 1900

Die Angst bleibt

Als ich das Schloss abmontierte, freute sich auch meine Frau. Die beäugte das Experiment Smartschloss von Anfang an eher skeptisch. Und hatte ihr ganz eigenes Problem mit ihm: Beim Betreten der Wohnung landet der Schlüssel immer in der Rückseite des Schlosses. Die war aber plötzlich von Nuki besetzt – und sie musste in der Folge ständig den Schlüssel suchen. Am Ende konnte ein kleiner Haken an der Tür zumindest diese Beschwerde unkompliziert beheben. Wenn es doch nur eine so einfache Lösung für meine Paranoia gäbe. Die Angst vor Einbrechern ist leider geblieben.

Nuki ist bereits im Handel erhältlich und kostet ab 200 Euro.SmarterLife Staubsaugroboter

Studie: Podcasts sind beliebt – Bezahlbereitschaft jedoch gering

Podcasts sind kein Nischenphänomen mehr. Laut einer repräsentativen Studie haben 51 Prozent der Menschen in Deutschland schon einmal einen Podcast gehört, 11 Prozent gaben an, solche Angebote zukünftig nutzen zu wollen.

Podcasts sind Audiodateien zum Beispiel von Beiträgen aus Radiosendungen, die sich unter anderem auf dem Smartphone anhören lassen. Nur 6 Prozent der Befragten sind bereit, für Podcasts Geld auszugeben, so die Studie von Statista im Auftrag der Initiative nextMedia.Hamburg.

Als Themen für Podcasts besonders gefragt sind Unterhaltung (54 Prozent), Wissenschaft und Weiterbildung (49 Prozent) sowie Politik und Wirtschaft (46 Prozent). Dass Podcasts zu den technologischen Trends zählen, die sich im Journalismus durchsetzen werden, glauben aber nur 27 Prozent.

Davon gehen dagegen 67 Prozent bei Livestreaming und 49 Prozent bei Virtual Reality/Augmented Reality (VR/AR) aus. Virtual-Reality-Beiträge lassen sich mit einer speziellen VR-Brille nutzen. Der Zuschauer hat dann den Eindruck, selbst Augenzeuge des Geschehens in der 360-Grad-Umgebung um ihn herum zu sein und kann per Kopfbewegung steuern, welchen Bildausschnitt er betrachtet. 45 Prozent der Befragten glauben, dass journalistische Angebote auf Messenger-Diensten künftig eine wichtige Rolle spielen. 37 Prozent nehmen dies für datenbasierten Journalismus an.

Aber auch bei keinem dieser Formate kann sich eine Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer vorstellen, Geld dafür auszugeben. Virtual Reality bekommt mit 25 Prozent noch vergleichsweise hohe Werte. Als Themen für VR-Angebote von Nachrichtenmedien besonders interessant sind Natur (67 Prozent), Sport (49 Prozent), Wissenschaft (47 Prozent) und Kultur (34 Prozent).

Zweiter Weltkrieg: Iljuschin IL-2 "Sturmovik" – tödlicher als die deutschen Stuka

In einem Quiz wäre die historische Frage sicher 100 000 Euro wert: Welches motorisierte Fluggerät war in der Geschichte der Luftfahrt das meistgebaute Flugzeug? Die amerikanische DC-3 oder die deutsche Ju 52 („Tante Ju“), das englische Jagdflugzeug „Spitfire“ oder sein deutsches Pendant Me 109? Sie alle schrieben Luftfahrtgeschichte durch imponierend große Stückzahlen. Allein rund 11.000 DC-3 sind geflogen – und einige tun es noch heute. Doch alle diese fliegenden Legenden des 20. Jahrhunderts werden von einem Flugzeug übertroffen worden, das im Zweiten Weltkrieg entscheidende Bedeutung erlangte: dem einmotorigen sowjetische Schlachtflugzeug Il- 2. Die Maschine ist – bis heute – mit 36.163 hergestellten Exemplaren das meistgebaute Flugzeug der Welt.

1941 ging die IL-2 in Serie

Vor bald 64 Jahren, am 30. Dezember 1939, stürmte der erste Prototyp in den Himmel, entworfen von dem sowjetischen Flugzeugkonstrukteur Sergej Wladimirowitsch Iljuschin (1894-1972), der in seiner Jugend Segelflugzeuge, dann Kampfflugzeuge und später viele der bekanntesten Verkehrsflugzeuge der einstigen Sowjetunion entworfen hat. Den Steuerknüppel des Prototyps ZKB-55 führte beim Jungfernflug Wladimir K. Kokkinaki (1905-1985), der eine der großen Persönlichkeiten der sowjetischen Luftfahrt werden sollte. Nach vielen Höhen- und Langstrecken-Weltrekordflügen wurde Kokkinaki 1966 Präsident des Internationalen Luftsportverbandes (FAI). Er landete genauso im Guinness-Buch der Rekorde wie die ZKB-55, die schnell verbessert wurde und nach dem Erstflug der umgebauten Version ZKB-57 am 12. Oktober 1940 im Frühjahr 1941 als Il-2 in Serie ging.

Dieses gepanzerte Kampfflugzeug spielte eine entscheidende Rolle im Zweiten Weltkrieg. Kein anderes sowjetische Flugzeug wurde von den deutschen Soldaten so gefürchtet wie dieser Tiefdecker, der bei der Panzerschlacht im Kurskbogen 1943 verheerende Angriffe flog, ebenso wie bei der Schlacht um Stalingrad.

Harte Produktionsbedingungen

Es gehörte zu den vielen Irrtümern der Nazis und des deutschen Militärs, die sowjetische Flugzeugindustrie zu unterschätzen. Als die unter unsäglichen Strapazen und mit großen Opfern in den weiten Osten verlegten Werke wieder produzierten, stellten sie wesentlich mehr Flugzeuge als die Deutschen in ganz West- und Mitteleuropa her. Allein 1943 bauten die Sowjets rund 35.000 Militärflugzeuge, ein Viertel davon Il-2. In manchen Monaten des Kriegsjahres 1943 wurden monatlich 1000 Flugzeuge abgeliefert.

Verstärkung durch einen Bordschützen

Dabei mussten die Sowjets anfangs viel Lehrgeld zahlen. Erst als der wendige Tiefdecker einen zweiten Mann, einen Maschinengewehrschützen, bekam, war es mit der Wehrlosigkeit des Flugzeuges nach hinten vorbei. Als Il-2 m3 wurde das einmotorige Kampfflugzeug auch für die deutschen Jagdflugzeuge gefährlich, obwohl es nur 430 Kilometer pro Stunde erreichte.

So unzufrieden Stalins Militärs anfangs auch mit der späteren Il-2 waren, weil das Flugzeug viele Kinderkrankheiten hatte, so schnell bekamen Iljuschin und seine Mitarbeiter die technischen Probleme in den Griff. Am Ende wurde mit dem Bau von 36.163 Flugzeugen dieses Typs bis 1945 eine neue Rekordmarke aufgestellt, die vermutlich kaum mehr überboten werden kann.

Verschwommene Grenzen: Netzagentur droht WhatsApp und Co mit strengerer Regulierung

Die Bundesnetzagentur will Dienste von Tech-Konzernen verstärkt der strengeren Regulierung von Telekommunikations-Angeboten unterwerfen.

«Wir sehen, dass die Grenzen zwischen traditionellen Telekommunikations-Diensten und Web-basierten Services wie Gmail und Whatsapp sehr verschwommen sind. Nutzer können oft überhaupt keinen Unterschied sehen», sagte Netzagentur-Chef Jochen Homann der «Financial Times».

Daher könne es nicht richtig sein, dass Anbieter klassischer Telekom-Angebote sich bestimmten Regulierungs-Anforderungen beugen müssten – und die Online-Dienst nicht.

Bei den Regeln geht es zum einen um Datenschutz-Anforderungen, aber auch um die Einrichtung von Überwachungsschnittstellen für Sicherheitsbehörden. Viele Online-Dienste wie WhatsApp, iMessage, Signal oder Wire setzen auf die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, bei der nur Absender und Adressat die Inhalte im Klartext sehen können. Für die Anbieter bleiben sie dann unlesbar und damit können sie die Nachrichten auch nicht auf behördliche Anfrage herausrücken. Bei der klassischen SMS hingegen sind Überwachungs-Schnittstellen Pflicht.

«Wir wollen europäischen Unternehmen ein faires Umfeld bieten», sagte Homann. Manager aus der Telekommunikationsbranche wie Deutsche-Telekom-Chef Timotheus Höttges fordern seit Jahren eine Gleichbehandlung von Kommunikationsdiensten auf nationaler wie europäischer Ebene. Sie ließen dabei allerdings oft offen, ob es eine Verschärfung der Regeln für Online-Services oder eine Lockerung für sie selbst geben sollte.

Die Bundesnetzagentur fordert schon seit Jahren von Google, seinen E-Mail-Dienst GMail als Telekommunikationsangebot zu registrieren. Der juristische Streit liegt derzeit beim Europäischen Gerichtshof. Homann habe deutlich gemacht, dass er den Streit mit Google als Testfall betrachte und auf einen Erfolg beim EuGH ein breiteres Durchgreifen folgen würde, schrieb die «Financial Times».

Hintergrund des Streits zwischen Telekommunikations-Konzernen und Internet-Anbietern ist, dass Webdienste mehr und mehr die traditionellen Kommunikationswege ersetzen. Bei den Netzbetreibern verschiebt sich die Nutzung daher von Sprache und eigenen Kurznachrichtenangeboten wie SMS hin zu Angeboten reiner Internetanbieter. Großes Thema in der Branche ist daher, wie gut die Telekom-Unternehmen den stark wachsenden mobilen Datenverbrauch in Geld ummünzen können. Die Deutsche Telekom befindet sich mittelbar und unmittelbar zu einem Drittel in Staatsbesitz.

Connect-Test: DSL-Anbieter im "Connect"-Test: Vodafone verliert – und versucht sich rauszureden

Auch wenn das Smartphone immer wichtiger wird: Zuhause surfen die meisten Deutschen dann doch über einen DSL-Anschluss. Schließlich hängen mit TV, Musikanlage und Haushaltsgeräten immer mehr Geräte am Netz. Welcher Provider dafür am besten geeignet ist, testet jedes Jahr die Fachzeitschrift „Connect“. 

Und dieses Mal dürfte sich Vodafone wieder mächtig geärgert haben. Wie schon im letzten Jahr landete der DSL- und Kabelbetreiber auf dem letzten Platz der überregionalen Anbieter. Vor allem bei den Daten-Diensten konnte Vodafone die Tester nicht überzeugen, hier erreichte man nur 75 von 100 möglichen Punkten. Die Konkurrenten lagen deutlich höher: O2 und 1&1 schafften jeweils über 90 Punkten, Telekom und Unitymedia konnten gar die vollen 100 erreichen. Das tut weh.Festnetztest Connect 11.00 Großer 

Firmware-Fehler soll Schuld sein

Für Vodafone ist die Sache klar: „Der Test spiegelt auch wider, dass wir während des Testzeitraums vorübergehende Einschränkungen beim gleichzeitigen Down- und Uploaden hatten“, sagte Sprecher Volker Petendorf gegenüber „Golem„. Das solle aber bald behoben werden. Im Test waren „Connect“ und dem unterstützenden Dienstleister Zafaco Unstimmigkeiten bei Vodafone aufgefallen. 

Der Anbieter hatte ein neues Feature freigeschaltet, mit dem Uploads beschleunigt werden. Dabei hatte man mit der Zeitschrift vereinbart, im Testzeitraum keine Änderungen vorzunehmen. In einigen Konfigurationen sorgte der neue „Turboloader“ für ein gegenteiliges Ergebnis – und bremste die Verbindungen aus. Vodafone sieht noch einen anderen Grund: Die genutzte Fritzbox habe einen Software-Fehler, erklärte das Unternehmen gegenüber „Connect“. Das konnte die Zeitschrift allerdings vor Veröffentlichung weder bestätigen noch widerlegen.DISQ Handy Provider 7.22

Letzter Platz und trotzdem „gut“

An sich hätte sich Vodafone gar nicht verrückt machen müssen. Trotz der Schwächen bei der Geschwindigkeit reicht es wegen der guten Sprachverbindung und den sehr guten Verbindungsaufbau-Zeiten immer noch für ein „gutes“ Gesamtergebnis. Testsieger ist übrigens die Telekom. Die Bonner erreichen in nahezu allen Bereichen Spitzenwerte und können so den Vorjahressieger 1&1 knapp überholen. Das beste Gesamtergebnis hat ein lokaler Anbieter: M-Net zieht an allen vorbei.

Den gesamten Test finden Sie in der „Connect“-Ausgabe 8/2018, ab dem 5. Juli im Handel.Termin mit Techniker 1205

Haushaltsgeräte: Beutelstaubsauger im Test – gute Ergebnisse gibt es schon für 100 Euro

Das Testmagazin „ETM“ hat sich die Klassiker unter den Saubermachern angesehen und 14 Beutelstaubsauger getestet.

Neben Zyklon-Geräten, Roboter-Saugern und akkubetriebenen Staubsaugern wirken die Beutelsauger fast ein wenig antiquiert. Aber wer wirklich sauber machen will, kommt an ein Gerät mit Schnur nicht herum. Akkusauger bringen einfach nicht die Leistung, die man für die Reinigung einer Wohnung benötigt, wie die Stiftung Warentest unlängst feststellte.

Bei einem Sauger mit Beutel muss man sich nicht mit dem Leeren der Zyklon-Trommel herumärgern. Kein Wunder, dass die Beutelgeräte in den meisten Haushalten noch ihren Dienst leisten. Großer Wert wurde im Test auf Handhabung und Zubehör gelegt.

Sehr gut und sehr teuer 

Kleiner Schock für Sparfüchse: Das beste Gerät im Test ist auch das teuerste.

Der Kobold VT300 belegt den ersten Platz und kostet satte 849 Euro. Der Kobold kombiniert den niedrigsten Stromverbrauch im Test mit den besten Saugergebnissen. Dazu trägt sicher die Elektrobürste EB400 bei. Hier setzt ein zusätzlicher Motor eine Bürste in Rotation, die den Schmutz aus dem Untergrund hebt. Wer ein solches Gerät einmal benutzt hat, weiß, dass das Reinigungsergebnis deutlich besser ausfällt als bei anderen Saugdüsen. Der moderne Kobold erkennt den Untergrund und passt automatisch die Saugleistung an. Man muss also nichts mehr unten an der Düse verstellen, wenn die Düse über einen anderen Untergrund gleitet.AR Warentest Akkusauger_13Uhr

Dazu hat er nette Features wie die Start-Stopp-Automatik. Die Beutel von Vorwerk erreichen Hepa-Qualität. Man muss also nur den Beutel wechseln und nicht noch weitere Filter im Blick behalten. Sechs Beutel kosten etwa 19 Euro, das ist noch vertretbar. Der Test bescheinigt dem Kobold zudem die beste Verarbeitung. Einziger Nachteil neben dem Preis: Das Gerät von Vorwerk ist relativ laut und schwer.

Die Oberklasse der Staubsauger

Deutlich billiger sind die Geräte auf dem zweiten und dritten Platz. Auch sie erreichen die Note „Sehr Gut“. Nummer zwei ist der Philips Performer Umtimat FC8955/09. Er schafft ebenfalls sehr gute Saugergebnisse. Als nettes Zusatzfeature verfügt der Philips über Led-Leuchten an der Hartboden-Düse, so werden Ecken und unzugängliche Stellen ausgeleuchtet. Auch der Philips ist recht laut, der Stromverbrauch ist bei ihm hoch. Etwas nervig ist, dass er keine 360-Grad-Rollen besitzt. Der Sauger kostet 299 Euro. 

Der AEG Vx9-8IBM ist leichter und leiser als die beiden vorher genannten Geräte. Die Tester bescheinigen ihm eine gute Saugleistung. Die Gesamtnote ist „Sehr Gut“. Der Preis liegt bei 384 Euro.

Alle drei Top-Geräte gehören damit preislich zur Oberklasse, wenn auch der Kobold noch einmal hervorsticht. Im Netz kann man übrigens nachlesen, dass die Käufer mit dem Gerät sehr zufrieden sind. Man muss sich den Vorwerk eben leisten können und auch wollen.

Zwei gute und günstige Staubsauger 

Wer nicht 300 Euro und mehr für einen Bodensauger ausgeben möchte, der sollte sich den Preisleistungssieger ansehen. Der Grundig VCC 7750 A bekommt die Note „Gut“. Die Preisempfehlung beträgt fast 200 Euro, die Ladenpreise liegen aber bei nur 95 Euro.

Beim Thema Verarbeitung kommt der Grundig nicht mit den Top-Geräten mit, so etwas muss man bei dem niedrigen Preis in Kauf nehmen. Die Saugleistung („Gut“) und der Umfang an Zubehör kann sich sehen lassen. Der Kabel ist mit sieben Metern allerdings etwas kurz. Die Tester bemängelten auch, dass die Schnur etwas zu energisch eingezogen wird. Dafür ist er aber auch das einzige „gute“ Gerät mit einem Preis von unter Hundert Euro.Saugertest 12.20

Preisbewusste sollten sich unserer Meinung nach auch das Gerät von Miele (SBAP3, Classic,C1 Jubilee) ansehen. Es ist mit einem Ladenpreis von 123 Euro etwas teurer als der Sauger von Grundig, aber deutlich billiger als die vor ihm platzierten Sauger. Die Saugleistung wird als „sehr gut“ bewertet, das Kabel hat eine Länge von 9 Metern. Der Sauger von Miele ist mit 5,8 kg angenehm leicht, dafür war er das lauteste Gerät im Test. Das Gewicht ist für viele Kunden ein wichtiges Kaufargument. Gerade Ältere wollen keinen Sauger von fast 10 Kilogramm durch die Wohnung tragen.

Den ganzen Test können Sie hier gegen eine Gebühr herunterladen. Neben einer ausführlichen Beschreibung finden Sie dort auch aufschlussreiche Detail-Fotos.

VR200