Alltagsfrage: Warum zeigen eigentlich alle Wetter-Apps etwas anderes an?

Derzeit ist die Lage ziemlich eindeutig: Sonne satt, soweit das Auge reicht. Aber spätestens wenn sich der nächste Wetterumschwung abzeichnet, öffnen die Menschen wieder ihre Wetter-Apps. Doch während in der einen Anwendung Sonnenschein vorhergesagt wird, bekommt man in der nächsten dicke Regenwolken in Aussicht gestellt. Warum variieren die Vorhersagen so stark für ein und denselben Ort? Warum werden manchmal Unwetterwarnungen ausgerufen, die sich dann als Luftnummer herausstellen?

Wetterberechnung ist enorm komplex

Um das zu beantworten, muss man zunächst verstehen, wie eine Wettervorhersage entsteht. Beobachtungsstationen auf der ganzen Welt zeichnen permanent Wetterdaten auf, das reicht von der Windgeschwindigkeit, Temperatur oder Niederschlagsmenge bis hin zur Luftfeuchtigkeit. All diese Daten werden in leistungsstarke Supercomputer eingespeist, die eine Vielzahl von Rechenoperationen pro Sekunde durchführen können.

Durch mehr Daten, schnellere Computer und bessere Algorithmen werden die Ergebnisse immer genauer, schreibt der „Guardian“. Der Luftdruck könne mittlerweile vier Tage im Voraus so genau vorhergesagt werden, wie vor dreißig Jahren noch für eine Ein-Tages-Voraussage möglich war.

Amerikanische Apps sind hierzulande ungenauer

Dass die Apps unterschiedliche Ergebnisse anzeigen, liegt daran, dass die Anbieter die Wetterdaten unterschiedlich auswerten. Die für Vorhersagen in Deutschland am häufigsten genutzten globalen Wettermodelle sind laut „Süddeutscher Zeitung“ das amerikanische Wettermodell (GFS), das europäische Wettermodell (ECMWF) und das deutsche Wettermodell (ICON). Keines davon ist per se dem anderen überlegen, jedes hat Vor- und Nachteile.

Die amerikanischen Daten stehen für jedermann kostenlos zur Verfügung, das Modell ist aber auch um ungenauesten. In den USA ist das nicht so wichtig, hier ist das Wetter häufig über hunderte Kilometer weitgehend identisch, im Mittelpunkt steht eher die exakte Voraussage von Wirbelstürmen. Das ist einer der Gründe, warum die vorinstallierten Wetter-Apps auf Smartphones (deren Betriebssysteme im Silicon Valley entwickelt werden) für den deutschen Markt nicht ideal sind – die Berechnungen basieren auf dem für Europa ungeeigneten GFS-Modell.NEON Style Festival Outfits_15.45Uhr

Die 14-Tage-Prognose ist unnütz

Das deutsche ICON-Modell, das etwa der Deutsche Wetterdienst (DWD) anbietet, ist für das landschaftlich viel kleinteiligere Deutschland besser geeignet und konzentriert sich eher auf die Entwicklung von Nebel und Bodennebel, so die „Welt“. Die Raster, die über die Wetterkarte gelegt werden, sind hierzulande nur rund zwei Kilometer groß, beim amerikanischen Modell kann es schon mal das Zehnfache sein. Bei 20 Kilometer großen Rastern rutscht auch ein Sommergewitter mal durch. Der Nachteil: Die Daten des ICON-Modells kosten Geld.

Einige App-Anbieter geben die errechneten Daten nur stumpf wieder, andere jagen sie noch durch eigene Algorithmen. Manch einer ist noch zuverlässiger, weil parallel auf mehrere Datensätze zurückgegriffen wird, die mit Hilfe eigener Technologien zusammengeführt werden.

Eine hundertprozentige Treffergenauigkeit liefert aber kein Anbieter. Allgemeine Wetter-Entwicklungen könne man drei bis fünf Tage seriös vorhersagen, erklären diverse Experten. Ob ein Schauer übermorgen am Zeltplatz vorbeizieht oder nicht, lässt sich aber zum Leidwesen aller Festivalbesucher nicht seriös vorhersagen. Auf die Zwei-Wochen-Prognosen einiger Portale sollte man sich sowieso nicht verlassen, diese spiegeln eher allgemeine Trends wider.

Die beste Wetter-App gibt es nicht

Doch wie genau sind die Vorhersagen im Durchschnitt? Im vergangenen Jahr hat „ForecastWatch“ die Genauigkeit von sechs führenden, globalen Vorhersageanbietern ermittelt. Untersucht wurden die Ein- bis Fünf-Tages-Prognosen über zwölf Monate hinweg für 1145 Orte. Insgesamt wurden mehr als 30 Millionen Vorhersagen ausgewertet.

Einen klaren Sieger gab es nicht: Einige Anbieter waren zuverlässiger, was die Durchschnittstemperatur oder Windgeschwindigkeit anging, andere punkteten bei den niedrigsten Temperaturen. Die MeteoGroup, die hinter der derzeit im App Store erfolgreichsten Kauf-App „WeatherPro“ steckt, wurde in einem britischen Test Platz vier von insgesamt zwölf Teilnehmern.

Ein Test des „WDR“ sah für Deutschland die iOS-App „Wetter XL“, vorne, gefolgt von „Wetteronline“ und „Wetter.de“. Die schlechtesten Ergebnisse lieferte ausgerechnet die vorinstallierte App. Mehr Informationen finden Sie in diesem Artikel.

Die Sache mit der Regenwahrscheinlichkeit

Doch es sind nicht nur die Daten, die den Unterschied machen. Es geht auch darum, wie die Ergebnisse visualisiert werden. Manche App hält sich zurück und zeigt nur eine strahlende Sonne oder eine regnende Wolke. Andere stellen mehrere Tabellen zur Verfügung, aus denen man Taupunkt, Luftfeuchtigkeit und andere Daten ablesen kann.Erdbeeren 19.00

Einen interessanten Punkt zeigte der US-Statistiker Nate Silver, der mit der Genauigkeit seiner Wahlprognosen für Aufsehen sorgte. In seinem 2013 erschienen Buch „The Signal and the Noise“ schreibt Silver, dass einige Anbieter die Regenwahrscheinlichkeiten deutlicher pessimistischer angeben, als es die Wetterlage eigentlich erfordert. Der Grund liegt jedoch auf der Hand: Man hat lieber den Regenschirm dabei und bleibt trocken, als klitschnass zu sein, während der Schirm zuhause liegt. Einige Anbieter kehren dieser Praxis mittlerweile den Rücken, erklärte unter anderem Peter Neilley, Senior Vice President der Weather Company gegenüber dem „Guardian“.

Was viele nicht wissen: Eine Niederschlagswahrscheinlichkeit von 70 Prozent bedeutet nicht, dass es an 70 Prozent des Tages regnen wird. Sondern nur, dass es mit dieser Wahrscheinlichkeit im Betrachtungszeitraum mindestens einmal regnet – und seien es auch nur ein paar Tropfen. Bei der Ermittlung greifen die Anbieter auf vergleichbare Wetterlagen aus der Vergangenheit zurück, es hatte also in 7 von 10 Fällen bei einer ähnlichen Wetterlage geregnet. Selbst bei einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von 95 Prozent kann es also trocken bleiben. Umgedreht genügen auch fünf Prozent für einen Wolkenbruch.

Jedes Smartphone macht die Vorhersage genauer

Den perfekten, zuverlässigen Wetterbericht wird es auch in Zukunft nicht geben – diese Illusion räumt Neilley im Gespräch mit dem „Guardian“ aus. Dafür gibt es zu viele Parameter, die Einfluss auf das Wetter haben. Doch die Prognosen werden genauer, auch dank der Nutzer. Beziehungsweise ihrer Smartphones. In vielen Modellen sind schon heute digitale Barometer verbaut, die den Luftdruck messen. Die offizielle App des Weather Channel sammelt auf diese Weise 250 Millionen Luftdruckmessungen.

Mit diesen Daten können kurzfristige Veränderungen und Regenvorhersagen optimiert werden. Vor allem in Gegenden, in denen wenige Messtationen stehen, sind diese zusätzlichen Daten Gold wert. Machine-Learning erhöht die Qualität der gesammelten Smartphone-Daten, ab 2019 sollen sie in die offiziellen Wettervorhersagen einfließen.

Bedeutung Siebenschläfertag

Reihe von Lynchmorden: Indien: WhatsApp soll sofort Gerüchte unterbinden

Nach einer Reihe von Lynchmorden hat Indien den Messengerdienst WhatsApp aufgefordert, etwas gegen die Verbreitung von Gerüchten zu unternehmen.

Die Regierung habe unmissverständlich deutlich gemacht, dass WhatsApp «sofortige Maßnahmen» ergreifen müsse, teilte Indiens IT-Ministerium mit. Warnungen vor angeblichen Kindesentführern hatten sich zuletzt in ganz Indien verbreitet – vor allem über WhatsApp-Gruppen. Mehr als 20 Menschen wurden Medienberichten zufolge seit Mai vergangenen Jahres von Mobs getötet, die ihre Opfer für Kindesentführer hielten.

WhatsApp antwortete der Regierung mit einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darin heißt es unter anderem, bald werde in Indien eine neue Funktion eingeführt, die erkennbar mache, ob eine Nachricht vom Absender erstellt oder weitergeleitet wurde. Auch eine Aufklärungskampagne zum Thema Falschinformationen sei geplant.

WhatsApp sei entsetzt über die Gewalt in Indien. «Wir glauben, dass dies eine Herausforderung ist, die erfordert, dass Regierung, Zivilgesellschaft und Technologiekonzerne zusammenarbeiten.»

Indien ist der größte Markt des Messenger-Dienstes, der Facebook gehört. Viele der rund 200 Millionen Nutzer sind unerfahren im Umgang mit dem Internet und den dort verbreiteten Informationen. Bemühungen, die Verbreitung von «Fake News» zu unterbinden, werden bei WhatsApp durch die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erschwert, bei der Inhalte nur für Absender und Empfänger – aber nicht für den Dienst selbst – im Klartext verfügbar sind.

Neue Studie: Lauscht ihr Smartphone mit? Forscher wollten das prüfen – und fanden etwas viel Gruseligeres

Immer wieder heißt es, die Apps von Facebook und anderen würden auf unseren Smartphones alles mithören. Nun wollten Forscher diesem Vorwurf nachgehen. Das Ergebnis ist erschreckend – aber anders als vermutet.

Reddit- und Twitter-Teamwork: Hinter der Tapete steckt ein Gruß vom Vormieter – und das Internet findet den Absender

Normalerweise findet man unter alten Tapeten MEHR alte Tapeten. In Altbauten auch mal viele Schichten. Sie sind wie Zeitzeugen aus der Vergangeheit in Sachen Mode und Geschmack. Manchmal findet man auch Notizen mit dem Bleistift, die sich ein Bauarbeiter gemacht hat, mit großen Glück taucht sogar mal eine Zeichnung auf. Doch dieser Fall, der sich im US-Bundesstaat Kalifornien ereignete, toppt all das.

Alex und Jess Monney aus San Jose gaben die Renovierung ihres Badezimmers in Auftrag. Als der Bauarbeiter die Tapeten entfernte, strahlte ihm ein japanisch aussehendes Paar entgegen: elegant gekleidet auf einem professionell gemachten Foto. Neben dem Bild war eine Sprechblase an die Wand gemalt, die folgenden Text enthielt: „Hi! Wir sind die Shinsekis! Wir haben dieses Badezimmer im Sommer 1995 renoviert. Wenn du das hier liest, bedeutet das, dass auch du das Bad renovierst. Was haben wir falsch gemacht?!?!?“

Beweisfoto für den Auftraggeber

Der Bauarbeiter machte ein Foto von der Nachricht und schickte sie an seinen Auftraggeber, Alex Monney. Der wiederum lud das Fundstück bei Twitter hoch und informierte seine Frau mit einem Tweet.

Unter dem Bild des Paares befand sich ein zweites Foto, das ein schwarz-weißes Kaninchen zeigt. Auch dem Hasen hatten die Shinsekis Sprechblasen gemalt, er sagt: „Hi! Ich bin Cassie, das Kaninchen. Ich habe hier auch gelebt! (Ich bin stubenrein!)“.

In einer zweiten Blase offenbart das Kaninchen seinen Wunschtraum: „Ich werde der nächste Cadberry-Hase“. Der Schokoladenhersteller Cadberry hat seine Oster-Produkte über Jahrzehnte mit einem vierbeinigen Protagonisten beworben, wie zum Beispiel ein Video aus dem Jahr 1988 zeigt.Cadberry Werbung

Das Netz geht auf die Suche

Das Bild aus dem Tweet von Alex Monney hat zehn Stunden nach dem Post ein Reddit-User bei Twitter hochgeladen und die neugierige Meute dieser Plattform wollte natürlich sofort wissen: WER IST DER ABSENDER? Jemand meinte, seinen ehemaligen Vorgesetzten zu erkennen. Asiatische Experten wurden um Hilfe gebeten, die Lust auf das Rätsel ist in jedem Satz zu erkennen. Doch in der Parallelwelt Twitter war es bereits gelöst worden. Der ebenfalls in Kalifornien ansässige Jay Shinseki hatte seinen jüngsten Bruder erkannt – und Alex Monney das mitgeteilt.

Tweet

Die Monneys versprachen, ebenfalls eine Nachricht unter der Tapete zu hinterlassen, nachdem sie gesehen hatten, welche Begeisterung das 23 Jahre alte Fundstück ausgelöst hatte (allein bei Reddit fieberten mehr als 80.000 Menschen mit). Jess Monney war freundlich genug, auch noch das letzte Geheimnis zu lüften: Sie postete ein Bild des fertig renovierten Badezimmers. Bad

Bruchbude wird Traumhaus_13.30

Irrer Fehler: Samsung-Smartphones verschicken ungefragt Fotos – ohne dass die Besitzer es merken

Es ist eine gruselige Vorstellung: Ein Kontakt meldet sich und fragt, warum man ihm oder ihr irgendwelche Fotos geschickt hat – und auf dem eigenen Smartphone findet sich keine Spur davon. Genau das scheint aktuell einigen Samsung-Nutzern zu passieren. Einer hatte gar über Nacht seine gesamte Foto-Sammlung an seine Freundin geschickt. Ohne dabei eine einzige Spur auf dem eigenen Smartphone hinterlassen zu haben.

Das erzählte der betroffene Nutzer bei Reddit. In den Kommentaren fanden sich schnell weitere Betroffene. Überraschend viele berichten, dass ihre Bilder mit dem Partner geteilt wurden, bei anderen landeten sie bei Eltern oder Geschwistern. Eine mögliche Erklärung ist natürlich, dass diese Personen eher auf einen solchen Fehler hinweisen. Whatsapp Warum ich gerne telefoniere 8.20

Die Nutzer sind wütend

Eines haben alle bekannten Fälle gemeinsam: Auf den Smartphones der Betroffenen gab es keinerlei Hinweise auf die unfreiwillige Aktion. Betroffene können also nur von den Empfängern erfahren, dass ihre Bilder geteilt wurden.

In den Foren gingen die Reaktionen von entsetzt bis wütend – schließlich gibt es kaum eine intimere Information über uns als die privaten Bilder. Und die sollten viele Kontakte wohl lieber nicht zu Gesicht bekommen. „Ich habe viele professionelle Kontakte und hochgradig unprofessionelle Bilder auf dem Smartphone. Und andersherum“, bringt ein Reddit-Nutzer das Problem auf den Punkt. Ein anderer geht noch weiter: „Da hätte ich ja lieber einen explodierenden Akku in der Tasche, als dass meine Bilder bei meinem Chef landen“, feixte der Poster mit Verweis auf Samsung gigantische Probleme mit dem Galaxy Note 7.Hacker Ethereum Millionen_13.20

Was steckt dahinter?

Offenbar trat die Panne bei verschiedenen Samsung-Smartphones auf, inklusive des aktuellen Galaxy S9. Der Schuldige scheint Samsung vorinstallierte SMS-App zu sein. Nutzer anderer Apps waren bislang wohl nicht betroffen. Die Ursachen sind zur Zeit noch nicht bekannt, Samsung sucht noch nach dem Fehler, erklärte uns eine Sprecherin. Ob auch deutsche Nutzer ohne ihr Wissen ihre Bilder geteilt haben, konnte sie nicht sagen. Samsung seien aber keine deutschen Fälle bekannt.

Bei Reddit und im Samsung-Forum brachen schnell wilde Spekulationen über die Ursachen des Fehlers aus. Zunächst schien ein Update der US-Tochter der Telekom, T-Mobile, als Problem ausgemacht. Doch bald meldeten sich Kunden anderer Provider, die ebenfalls betroffen waren. T-Mobile erklärte gegenüber „The Verge“, dass man dafür nicht für verantwortlich sei. Betroffene sollten sich an Samsung wenden. Auch der Smartphone-Hersteller selbst bittet darum.Galaxy S9 Test 17.29 

Was können Nutzer tun?

Eine sichere Schutzmaßnahme scheint es aktuell nicht zu geben. Eine Möglichkeit ist, die Standard-App für SMS zu wechseln und etwa auf Googles App „Android Messages“ (hier im Playstore zu finden) umzusteigen. Danach kann man der vorinstallierten SMS-App die Rechte für den Foto-Zugriff entziehen. Theoretisch sollte das die versehentlich geschickten Bilder unterbinden. Ob und wann Samsung mit einem Update den Fehler behebt und ob auch alle Geräte das Update erhalten, ist aktuell noch nicht zu sagen.Samsung Galaxy S8

Auf jedem iPhone vorinstalliert: Apple baut seinen Kartendienst radikal um

Normalerweise äußert sich Apple nur selten zu Plänen für die Zukunft. Noch dazu kurz nach einer großen Keynote, wie der vor vier Wochen stattgefundenen Entwicklerkonferenz WWDC, auf der unter anderem iOS 12 und das neue Mac-Betriebssystem Mojave vorgestellt wurden. Doch eine Nachricht war dem Konzern offenbar so wichtig, dass er sie außer der Reihe bekannt gab: Der hauseigene Kartendienst Apple Maps wird von Grund auf neu gebaut. Das bestätigte Eddy Cue, Senior Vice President von Apple und zuständig für die Online-Dienste, nun gegenüber dem US-Technikportal „Techcrunch“.

Das Ziel: „Der beste Kartendienst der Welt“

Apple Maps hatte nicht den besten Start. Als der Dienst im Herbst 2012 auf iPhone und iPad kam, war er voller Fehler. Am Ende musste sich Tim Cook persönlich bei den Nutzern entschuldigen und ermutigte Nutzer, alternative Kartendienste auszuprobieren. 

Seitdem ist jedoch viel passiert: Der Dienst wurde konstant erweitert und es wurde viel Geld investiert, betonte nun auch nochmal Eddy Cue. „Als wir starteten, ging es vor allem darum, wie man an einen bestimmten Ort gelangt. […]“, so der Manager. Millionen von Orten wurden hinzugefügt und das Kartenmaterial wurde in den vergangenen sechs Jahren regelmäßig aktualisiert. iOS Tricks Tipps Fotostrecke 13.45 h

Nun wolle der Konzern „das Ganze auf das nächste Level heben“, sagt Cue. Die Messlatte liegt hoch: „Wir haben daran gearbeitet, den hoffentlich besten Kartendienst der Welt zu entwickeln.“ Dafür baue das Unternehmen die wesentlichen Teile von Apple Maps komplett neu auf, der Prozess dauert bereits vier Jahre an, schreibt „Techcrunch“. 

Mit eigenen Fahrzeugen zeichnet Apple bereits seit mehreren Jahren Daten auf, wodurch der Konzern nicht ausschließlich auf andere Unternehmen angewiesen ist. Mit dem neuen Apple Maps sollen Baustellen oder Fußgängerwege leichter zu erkennen sein, zudem soll die Suche verbessert werden.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte Apple, weiterhin mit dem Navigationsanbieter TomTom zusammenarbeiten zu wollen. Details zur Zusammenarbeit sind nicht bekannt.

Zunächst nur in den USA

Konkreter wurde Apple beim angepeilten Zeitplan: Bis Herbst 2018 – dann wird auch iOS 12 offiziell zum Download angeboten – soll neues Kartenmaterial für den Bereich Nordkalifornien vorliegen. Im kommenden Jahr sollen weitere US-Bundesstaaten dazukommen. Wann europäische Nutzer von den Verbesserungen profitieren werden, ist bislang unklar.

Der Kampf der Kartendienste dauert immer noch an: Google stellte auf der Entwicklerkonferenz I/O neue Funktionen für Google Maps vor, seit vergangener Woche sind die Features auch in Deutschland live.iPhone 2018 Das wissen wir zu Apples kommenden Modellen 15.42

Weltgrößter PC-Hersteller: Dell plant Rückkehr an die Börse nach fünf Jahren

Der PC-Hersteller Dell will nach fast fünf Jahren über einen Umweg an die Börse zurückkehren.

Die Notierung wäre die Folge eines komplexen Aktiendeals um die von Dell im Jahr 2016 übernommene Software-Firma VMware. Gründer und Chef Michael Dell behält aber die Kontrolle fest in seiner Hand.

Der 53-Jährige hatte den einst weltgrößten PC-Hersteller 2013 zusammen mit Finanzinvestoren für rund 25 Milliarden Dollar gekauft und von der Börse genommen. Dadurch – und durch die 67 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Speicherspezialisten EMC – entstand aber ein drückender Schuldenberg.

Der bekanntgegebene Deal soll helfen, ihn abzutragen, und zugleich die Firmenstruktur vereinfachen. Seit der EMC-Übernahme habe Dell 13 Milliarden Dollar Schulden abbezahlt und sieht die «Kern-Verschuldung» mit Abzug einiger Verbindlichketen noch bei 37,8 Milliarden Dollar, hieß es in einer Telefonkonferenz am Montag.

VMware gehörte zum EMC-Konzern. Bei der Übernahme 2016 blieb VMware über eine sogenannte «Tracking-Aktie» als eigenständiger Bereich an der Börse notiert, während Dell gut 80 Prozent der Anteile bekam. Jetzt bietet Dell den Besitzern dieser Tracking-Aktien jeweils 1,3665 Anteilsscheine von Dell Technologies oder 109 Dollar in bar an. VMware zahlt diesen Aktionären zudem eine Sonderdividende von elf Milliarden Dollar. Der Deal wird insgesamt rund 22 Milliarden Dollar schwer. Nach Abschluss der Transaktion wird eine Art von Aktie von Dell Technologies – Papiere der Klasse C – an der New Yorker Börse gehandelt werden können.

Michael Dell gehören weiterhin rund 72 Prozent von Dell Technologies. Er werde die Firma auch nach wie vor mit einem Fokus auf die langfristigen Ergebnisse führen, betonte Dell am Montag. Ein Argument dafür, das Unternehmen von der Börse zu nehmen, war, dem von Quartalsberichten getriebenen Erfolgsdruck der Anleger zu entgehen.

Dell war nach Zahlen der Markforschungsfirma IDC im ersten Quartal dieses Jahres die Nummer drei im weltweiten PC-Geschäft nach HP und Lenovo mit 10,2 Millionen verkauften Computern und einem Marktanteil von 16,9 Prozent. Michael Dell hatte mit seiner 1984 gegründeten Firma die PC-Branche über ein Online-Direktverkaufs-Modell aufgemischt. Nach dem Abschied von der Börse setzte er auf das Software- und Cloud-Geschäft, um das jahrelange Schrumpfen des PC-Marktes abzufedern.

Zukunftswaffen: Chinesisches Laser-Sturmgewehr setzt Opfer in Brand

Chinesische Wissenschaftler haben ein Laser-Sturmgewehr entwickelt, das weit eindrucksvoller ist, als die Lichtschwerter wie man sie aus den Star-Wars-Filmen kennt. Die Waffe sieht etwas eckig und ungeformt aus, wiegt aber nur drei Kilogramm. Bei dem geringen Gewicht ist der Lithium-Akku bereits inklusive. Das Laser-Sturmgewehr ZKZM-500 wiegt damit nicht mehr als herkömmliche Sturmgewehre. Das G36 wiegt mit Zieloptik 3,63 Kilogramm.

ZKZM-500 soll in der Lage sein, ein Ziel auch noch in 800 Metern zu bekämpfen, berichtet die „South China Morning Post“. Das ist eine effektive Reichweite, die deutlich über der von Sturmgewehren wie dem G36 liegt. Der Energie-Verbrauch soll dabei so gering sein, dass eine Akkuladung für 1000 Schuss ausreichen soll.Laser

Die Waffe wird von den Erfindern als nicht tödlich eingestuft. Eine Einschätzung, über die man wohl streiten kann. Der Energiestrahl scheint ausschließlich für weiche Ziele auszureichen. Er brennt kein Loch in einer Panzerung, könnte aber wohl einen Treibstofftank in Brand setzen. Auf jeden Fall ist er stark genug, um Haut und Gewebe in Brand zu setzen. Das Gewebe werde in Kohlenstoff verwandelt und würde sich dann entzünden, so die „South China Morning Post„. Ähnliches geschieht, wenn die Waffe auf Kleidung trifft.

Schwere Verbrennungen

Entwickelt wurde Scifi-Waffe am Xian Institut für Optik und Präzisionsmechanik an der chinesischen Akademie der Wissenschaften. Ein beteiligter Wissenschaftler sagte, die Waffe sei in der Lage, „Kleidung in Sekundenbruchteilen durchzubrennen (…). Wenn der Stoff entflammbar ist, wird dann die ganze Person in Brand gesteckt“. Auch wenn die Waffe beim Treffer nicht sofort tötet, können die Verletzungen tödlich enden. In jedem Fall wird das Opfer durch die Verbrennungen starke Schmerzen erleiden. China-Laser 0944

Typisch für die kostenbewusste chinesische Rüstungsindustrie ist die enge Zusammenarbeit mit Firmen der zivilen Produktion. Wang Zhimin, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum für Laserphysik und -technologie der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking, sagte der „South China Morning Post“, dass es den Wissenschaftlern in den letzten Jahren gelungen sei, kleinere und leistungsfähigere Geräte auf die gleiche Weise zu entwickeln wie die Mobiltelefonhersteller. „Das ist keine Science Fiction mehr. Diese Dinge sind im Leben angekommen „, sagte er dem Blatt.

Die Erfinder der Laserwaffe heben überdies hinaus hervor, dass ihr Gerät lautlos sei und damit vollkommen überraschend zuschlage. Da der Laserstrahl sich absolut geradlinig bewegt, wesentlich schneller ist als eine herkömmliche Kugel und zudem nicht von Wind beeinflusst wird, dürfte die Waffe im Vergleich zu einem herkömmlichen Gewehr ungleich treffsicher sein.

Im Prinzip könnte man die Waffe bereits jetzt in Serie herstellen. Der Prototyp wurde von einer Firma des Forschungsinstituts hergestellt, für die Großserie sucht man einen Partner in der Rüstungsindustrie. Eine Waffe soll umgerechnet 13.000 Euro kosten. Es wird erwartet, dass die ersten Exemplare an Spezialeinheiten ausgegeben werden.

Weltweit wird an Laserwaffen geforscht

Alle Weltmächte arbeiten an Laserwaffen. Derzeit scheinen sie die einzig Erfolg versprechende Abwehrmöglichkeit gegen die extrem schnell anfliegenden Hypersonic–Raketen zu sein. Die chinesischen Entwicklungen werden von den USA kritisch beäugt. Ein neu entwickelter Laser, der offiziell nur Weltraumschrott verdampfen soll, könnte auch gegen Satelliten eingesetzt werden, fürchtet Washington.

Aber auch kleinere Laserwaffen sollen bereist eingesetzt werden. Erst vor wenigen Wochen beschwerte sich das Pentagon, dass US-Piloten beim Versuch, den chinesischen Marinestützpunkt in Dschibuti zu beobachten, mit Lasern geblendet wurden. Auch sollen sich chinesische Fischer mit Laserwaffen gegen Überflugmanöver der USA zur Wehr setzen.Athena Laser 20.50