
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) geht gegen eine neue Version des sogenannten Tech-Support-Betrugs vor.
Foto: EyeEm Premium/Getty Images
News aus der digitalen Welt

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) geht gegen eine neue Version des sogenannten Tech-Support-Betrugs vor.
Foto: EyeEm Premium/Getty Images

„Telekom Electronic Beats“ lässt Hightech-Musik durch die Industrie-Anlage schallen.
Foto: Katharina Schäffer
Es gibt wohl keine Frucht, die gerade so trendy ist wie die Avocado. Ob im Salat, mit Frischkäse – oder auf dem berühmt-berüchtigten Avocado-Toast. Nur wenige Menschen lieben die Avocado aber wohl so sehr wie Camilo Briceňo. Der hat nun sogar sein Smartphone damit bezahlt.
Die Avocado ist Briceňos Leben. Der Chilene verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Handel der begehrten Frucht, bei Instagram nennt er sich „el weon de las palta“, der Avocado-Typ. Kein Wunder, dass ihn eine Werbeaktion der lokalen Handelskette Ripley direkt ins Auge sprang. Zum Cyberday hatte die Kette sich einen Scherz einfallen lassen – und sämtliche Preise in Avocado umgerechnet. Nur dass jemand das Angebot auch annehmen würde, hatte man wohl nicht erwartet. Ladenkasse 13.00
Genau das hatte Briceňo aber vor. Mit einem Instagram-Video fragte er bei Ripley an, wo genau er denn seine Avocados abgeben sollte. Er wollte sich mit seinen Vorräten das recht neue Motorola Moto X4 zulegen. Ob seine Anfrage von Anfang an ernst genommen wurde, ist nicht bekannt. In einem Kommentar der Kette bekam er aber einen Laden in der Nähe genannt, in denen er den Preis von 58 Kilo Avocado abliefern sollte.Twitter Avocados
Und Briceňo lieferte. Wie vereinbart trug er um Punkt 12 Uhr des verabredeten Tages mehrere Netze voller Avocado in das Geschäft und bekam tatsächlich das Smartphone seiner Wahl ausgehändigt. Bei Twitter postete jemand ein Bild aus dem Shop, im Hintergrund ist der Avocado-Berg zu sehen. In Deutschland hätte sich der Deal wohl nicht gelohnt. Das Smartphone kostet hier um die 240 Euro. Bei einem Durchschnittsgewicht von 160 Gramm dürfte Briceňo knapp 360 Avocados gezahlt haben – die hier nur im allerseltensten Fall unter einem Euro kosten.
In sozialen Medien wie Reddit wurde sich eifrig über die Geschichte amüsiert. „Ah, die Währung der Wahl für Millenials. Platz da, Bitcoin“, postete ein Nutzer. „Wieviel Toast braucht man dazu?“ ein anderer. Die meisten bewerten die Aktion aber als das, was sie wohl ist: Ein gelungener Marketing-Gag für beide Seiten.Diese Avocado-Schoko-Mousse ist zum Schwachwerden
Der Handelsriese Rewe ist einer der Vorreiter im Online-Handel mit Lebensmitteln in Deutschland. Rechnen tut sich das für die Supermarkkette jedoch bislang nicht.
«Wir verdienen zurzeit noch kein Geld mit dem Online-Lebensmittelhandel. Das ist eine Investition in die Zukunft», sagte Rewe-Chef Lionel Souque der Deutschen Presse-Agentur.
In 75 Städten liefert die Supermarktkette auf Wunsch nach einer Bestellung im Internet frisches Fleisch, Obst und Gemüse bis zur Haustür. Zum Vergleich: Amazon Fresh beliefert bislang nur Kunden in drei Großstädten, der zum Edeka gehörende Lieferdienst Bringmeister ist sogar nur in zwei Metropolen am Start.
Doch seit einiger Zeit tritt auch Rewe beim weiteren Ausrollen seines Online-Angebots auf die Bremse. «Seit zwei, drei Jahren haben wir die Zahl der Städte, in denen wir Lebensmittel online anbieten, nicht mehr vergrößert. Wir konzentrieren uns erst einmal darauf, die Qualität in den 75 Städten zu verbessern, wo wir schon präsent sind», sagt Souque.
Die Zurückhaltung beim weiteren Ausbau des Liefernetzes hat aber möglicherweise auch noch einen anderen Grund. Denn nach wie vor spielt der Online-Handel bei Lebensmitteln eine untergeordnete Rolle in Deutschland. Nach dem «Online-Monitor 2018» des Handelsverbandes Deutschland (HDE) lag der E-Commerce-Anteil am Umsatz im vergangenen Jahr gerade einmal bei 1,1 Prozent.
Inzwischen wachsen deshalb bei einigen Branchenkennern die Zweifel, ob der Online-Handel im Lebensmittelbereich tatsächlich einen ähnlichen Siegeszug antreten wird wie in anderen Branchen. «Trotz aller Bemühungen des Handels scheint der Boden steiniger als erwartet», schrieb etwa kürzlich die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in einer Studie.
Auch der E-Commerce-Experte Kai Hudetz vom Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) ist unsicher, ob sich der Online-Lebensmittelhandel noch zum Massenmarkt entwickeln wird. Möglicherweise sei das Angebot doch nur für spezielle Zielgruppen interessant.
«Kein Mensch weiß, wie sich der Online-Handel mit Lebensmitteln in den nächsten Jahren entwickelt. Alle zwei Jahren werden alle Prognosen dazu wieder über den Haufen geworfen», räumt Souque ein. Sicher sei aber, der Online-Handel mit Lebensmitteln werde nicht so klein bleiben, wie er heute sei. «Er wird wachsen, aber wie schnell und wie stark, das kann keiner sagen.»
Viele Branchenkenner hatten damit gerechnet, dass der US-Internetgigant Amazon mit dem Start seines Lieferdienstes Amazon Fresh vor einem Jahr die Art und Weise drastisch verändern würde, wie in Deutschland Lebensmittel gekauft werden. Doch die Revolution blieb erst einmal aus. Für Rewe-Chef Souque ist das allerdings kein Grund zur Entwarnung. «Amazon ist technologisch und finanziell sehr stark. Das ist eine richtige Kraftmaschine. Wer sie unterschätzt, macht einen Fehler», meint er.
Nach einer Umfrage der Unternehmensberatung Oliver Wyman bremsen vor allem drei Faktoren die Bereitschaft der deutschen Verbraucher, frische Lebensmittel wie Fleisch, Obst oder Gemüse online einzukaufen: Zweifel an der Produktqualität der gelieferten Waren, die langen Lieferzeiten und die oft höheren Preise im Vergleich zum Einkauf im Supermarkt.

Mit der „Tatorte“-App sehen Sie alle Polizeimeldungen aus Ihrer Region: von schlimmen Verbrechen bis zu eher skurrilen Einsätzen.
Foto: Friso Gentsch / dpa

Marga Faulstich, heute vor 103 Jahren geboren, stieg im Jenaer Glaswerk Schott innerhalb weniger Jahre von der Hilfskraft zur Forscherin auf.
Foto: ZV

Laut einem Medienbericht erwartet Apple größere Nachfrage nach einem preiswerteren iPhone, lasse dafür LCD-Bildschirme fertigen.
Foto: JUSTIN SULLIVAN / AFP

Plus: Talk mit unserem Mann bei der Spielemesse in Los Angeles, Netflix und Games, Apple sperrt alle aus – und eine neue Rubrik.
Foto: Michael Hübner
Apples App Store feiert in diesem Sommer seinen zehnten Jahrestag. Die kleinen Kacheln haben nicht nur unsere Verhaltensweisen verändert – man denke nur an Instagram, Whatsapp, Uber und Airbnb -, sondern auch die Wirtschaft. Längst ist die Entwicklung von Apps für Apple-Geräte und Android ein Milliardengeschäft.
Das zeigt nun ein neuer Bericht von Apple. Insgesamt 1,5 Millionen Jobs sollen in den vergangenen zehn Jahren in Europa in der App Economy geschaffen worden sein, schreibt Apple auf seiner Webseite. Großbritannien ist demnach in Europa das Land mit den meisten Jobs in der App-Wirtschaft (291.000 Jobs), gefolgt von Deutschland (262.000 Jobs) und Frankreich (220.000 Jobs).
Europas App-Hauptstädte sind London, Paris und Amsterdam, in jeder der drei Metropolen arbeiten mindestens 100.000 Menschen im App-Business. Dazu zählen natürlich nicht nur Programmierer, sondern auch Übersetzer, Grafiker, Verkaufsangestellte oder Marketingverantwortliche. In Deutschland sind laut Apple Berlin (71.000) und München (56.000) die einflussreichsten Städte in diesem Bereich. Städte wie Hamburg (20.000 Arbeitsplätze) und Frankfurt (19.000 Jobs) sind international vergleichsweise stark abgeschlagen.Frauen ind er Techbranche
Zwar entstehen die meisten international bekannten Anwendungen in den USA. Doch auch in Deutschland entstanden einige globale Player. Zu den namhaftesten Apps Made in Germany zählen die Sprachlern-App Babbel, die Yoga- und Fitness-App Asana Rebel, die Finanz-Anwendung N26 und die Kochtutorials von Kitchen Stories. Andere bekannte Apps aus Europa sind etwa der Weinscanner Vivino (Dänemark), Deliveroo (Großbritannien) oder Lifesum (Schweden).
Nach Apples Angaben haben europäische iOS-Entwickler seit der Eröffnung des App Store im Jahre 2008 mehr als 20 Milliarden Euro umgesetzt. 92 Prozent des Umsatzes stamme aus dem Ausland, heißt es im Bericht des iPhone-Herstellers.
Mit den genannten Zahlen fokussiert sich Apple vor allem auf das eigene App-Ökosystem. Viele Entwickler bieten ihre Anwendungen aber auch auf Konkurrenzplattformen an, etwa Googles Play Store für Android. Insgesamt wurden weltweit allein im Jahr 2017 175 Milliarden Apps heruntergeladen, schätzt App Annie.
Ob bei Freunden oder im Job: Am Messenger Whatsapp führt in Deutschland kaum ein Weg vorbei. Vor Jahren als SMS-Alternative gestartet, ersetzt die von Facebook betriebene App heute auch Telefonieren und E-Mails oder wird für den Kundenservice benutzt. Für Besitzer älterer Smartphones gibt es nun aber schlechte Neuigkeiten.
In einer gerade aktualisierten Liste verkündet Whatsapp, welche Geräte und Betriebssysteme demnächst nicht mehr unterstützt werden. Besitzt man eines der betroffenen Geräte, funktioniert Whatsapp dann nicht mehr, es bleibt nur die Nutzung eines anderen Messengers oder eines neueren Smartphones.Schluss mit Whatsapp im Beruf?
Ein Grund zur Panik ist das aber nicht. Zum einen handelt es sich um wirklich alte Systeme, etwa das bereits seit 2014 veraltete iOS 7 und das gar seit 2011 erschienene Android 2.3.7. Damit wird etwa das iPhone 4 nicht mehr unterstützt, das kam allerdings auch bereits 2010 in den Handel. Zum anderen werden selbst diese Uralt-Systeme noch bis zum 1. Februar 2020 weiter mit Whatsapp laufen. Es bleibt also genügend Zeit, sich nach einer Alternative umzuschauen. Wer noch ein altes Nokia-Handy nutzt, muss sich eventuell schneller kümmern: Das System S40 wird bereits ab dem 31. Dezember diesen Jahres nicht mehr unterstützt.WhatsApp_Block_9.40
Auch wenn noch Zeit für den Wechsel bleibt, alle Features müssen nicht mehr zwangsläufig bis zum Ende erhalten bleiben. Weil die genannten Systeme nicht mehr weiterentwickelt werden, können auch vorhandene Features jederzeit aufhören, zu funktionieren, warnt Whatsapp. Zu viel Zeit sollte man sich also lieber nicht lassen. Whatsapp empfiehlt daher, schon jetzt auf ein Smartphone mit iOS 8 oder höher, Android 4 oder höher sowie Windows Phone 8.1 oder neuer zu setzen.
Das einzige ab sofort gestrichene Feature für die betroffenen Geräte: Wer mit einem der Smartphones jetzt das erste Mal Whatsapp startet, kann auf den Systemen keinen neuen Account mehr erstellen.
Tatsächlich unterstützt Whatsapp Systeme deutlich länger als die Hersteller der Geräte, vermutlich weil man so die Nutzerbasis möglichst groß halten möchte. Das iPhone 4 ist etwa beim Abschalten der letzten Whatsapp-Version bereits 9,5 Jahre im Handel – und erhält bereits seit 2014 keine offiziellen Updates mehr von Apple. Android-Smartphones werden in der Regel noch deutlich schneller obsolet. Viele erhalten gar keine Updates durch die Hersteller.Whatsapp Tricks_ 10.52