
Microsoft will sich mit einem Fokus auf die digitale Privatsphäre seiner Nutzer von der Tech-Konkurrenz abgrenzen.
Foto: Elaine Thompson / AP Photo / dpa
News aus der digitalen Welt

Microsoft will sich mit einem Fokus auf die digitale Privatsphäre seiner Nutzer von der Tech-Konkurrenz abgrenzen.
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Ohne diesen Computer wäre das iPhone vielleicht nie erfunden worden. Als Steve Jobs heute vor zwanzig Jahren den ersten iMac vorstellte, stand der heute wertvollste Konzern der Welt kurz vor der Pleite. Der knallbunte iMac brachte die Wende – und veränderte unsere Sicht auf Computer für immer.
Zu dieser Zeit waren Computer noch graue oder beige Kästen, reine Werkzeuge statt Lifestyle-Produkte. Der bunte iMac brach mit allem, was man bis dahin kannte. Er war bunt, teilweise transparent – und verbarg sämtliche Hardware im Gehäuse seines Bildschirms. Der erste, im Blauton „Bondi Blue“ gehalten, wirkte bei der Vorstellung wie Science Fiction. Das war kein Zufall. Laut der Jobs-Biographie von Walter Isaacson soll Jobs während der Entwicklung gefragt haben, wie wohl ein Computer in der Zukunftsserie „Die Jetsons“ aussehen würde.iPad 2018 Test 7.23
Das vom heutigen Design-Chef Jonathan Ive nach dieser Idee entworfene Gehäuse setzte Maßstäbe, die ganze Industrie baute plötzlich bunte und transparente Rechner und Peripherie-Geräte. Der Computer wurde vom versteckten Gerät unter dem Schreibtisch zum coolen Hingucker. Und Apple vom fast vergessenen Tech-Dinosaurier wieder zum Trendsetter.
Mit dem iMac wurde der Computer endgültig zum Lifestyle-Objekt. Dabei war das Gerät nicht nur optisch sondern auch technisch mutig. Als erster Mainstream-Computer verzichtete er trotz eines Preises von 2999 D-Mark auf den Floppy-Drive. Eine ungeheuerliche Maßnahme zu dieser Zeit. Stattdessen setzte Apple voll auf CD-ROM und den damals noch neuen USB-Standard.40 Fakten Apple 09:49 h
Neben dem schicken Gehäuse – Jobs prahlte, sein Computer sei von hinten hübscher als die der Konkurrenz von vorne -, vermarktete Apple vor allem die einfache Nutzung. So zeigte eine Werbeclip, wie ein Nutzer einen iMac und ein anderer einen PC aufbaute. Während der iMac nur Strom, einen Netzwerk-Anschluss und eine USB-Verbindung zu Tastatur und Maus brauchte, musste der PC-Nutzer sich mit seitenweisen Anleitungen und Kabelsalat herumschlagen. Der weniger schöne Nebeneffekt: Weil Apple viele Schnittstellen gestrichen hatte, funktionierten alte Drucker und andere Geräte nicht mit dem neuen Mac. Ähnlich, wie es beim iPhone mit dem Streichen des Klinkenanschlusses kam.Apple 40 Jahre_19.45
Auch mit dem Namen sollte Apple ein Signal für spätere Geräte setzen. Das markante, klein geschriebene „i“ war lange Zeit Apples Markenzeichen, vom iPod bis zum iPhone. Das „i“ stand laut Jobs Präsentation für eine ganze Reihe von Begriffen, etwa Internet, individuell, informieren und inspirieren. Tatsächlich war es aber nur eine Notlösung. Jobs wollte den Rechner eigentlich „Macman“ nennen. Tatsächlich hatte aber bereits eine andere Firma diesen Namen patentiert, vermutlich war es auch besser so.
Mit dem iMac kam die Wende in einer extrem schweren Zeit. Nachdem Gründer Steve Jobs 1985 aus dem Konzern gedrängt worden war, fand Apple einfach nicht mehr zurück auf den Erfolgskurs. Ein Flop jagte den anderen, es fehlte die Vision und der Mut zu etwas neuem. Als Jobs 1996 als letzte Rettung zurückgeholt wurde, war das eine schlichte Verzweiflungsmaßnahme. Mit der Vorstellung des iMac am 7. Mai 1998 war das alles vergessen. Apple war wieder da.Die iPhone-Evolution_14.10
Ob Windows, Office oder Xbox: Microsoft ist immer noch einer der wichtigsten Software-Konzerne der Welt. Bei der jährlichen Entwickler-Konferenz Build zeigt der Konzern, in welche Richtung es weitergehen wird. Wir berichten ab 17:30 live für Sie. Doch welche Ankündigungen kann man erwarten?
Zunächst einmal: Neue Hardware wie ein Surface-Tablet oder gar ein neues Windows Phone werden heute eher nicht enthüllt. Bei der Build geht es um Software. Nachdem Microsoft letzte Woche mit dem fünften großen Update für Windows 10 gestartet ist, dürfte jetzt der Weg für die nächsten großen Updates geebnet werden. Als große Themen wird die überall präsente künstliche Intelligenz erwartet, aber auch kleine, feine Neuerungen, wie ein Kopieren und Einfügen über Geräte hinweg, werden gemunkelt. Auch bei der Büro-Suite Office dürften Neuerungen zu erwarten sein.
Das wohl größte Thema dürfte – wie schon im letzten Jahr – für Otto-Normal-Nutzer allerdings weniger spannend werden: Mit der Business-Lösung Azure dürfte Microsoft auch diesmal viel Programmier-Graubrot im Programm haben. Nachdem man es letztes Jahr übertrieben hatte, hagelte es Kritik. Mal sehen, ob Microsoft sich die zu Herzen genommen hat.
Es gab eine Zeit, da waren Computer gleichzusetzen mit Windows. Apples Macintosh-Rechner waren teuer und exotisch, Linux für Normalnutzer viel zu kompliziert. Seitdem ist viel passiert – und selbst Microsoft scheint Windows nicht mehr besonders wichtig zu finden.
Stattdessen ging es bei der Eröffnungs-Präsentation zu Microsofts Entwicklermesse „Build“ dieses Jahr um fast alles – außer um Windows. Das ist kein Zufall, wie Chef Satya Nadella klar machte. Microsofts Vision des Computers habe sich von einzelnen Geräten gelöst, erklärte er etwa zur Halbzeit. Die Nutzer sollten ihre Daten stattdessen immer zur Hand haben, egal, mit welchem Gerät sie darauf zugreifen.Microsoft Build 2018 Ticker 17.23
Was das bedeutet, wurde ebenfalls gezeigt. Microsofts Assistentin Cortana wurde da aufgefordert ein Meeting zu starten und machte gleich den passenden Raum klar. Auf dem dort installierten Riesenbildschirm erschienen die passenden Daten, per Sprachsteuerung wurden die Teilnehmer erkannt und live die Gespräche in geschriebenen Text umgewandelt. So konnten auch die Kollegen mitarbeiten, die nicht vor Ort waren. Statt jeweils an einen Laptop gefesselt zu sein, arbeiteten alle zusammen in der intelligenten Cloud. Der Computer wird zu einem Zugriffsgerät unter vielen.
Wie unwichtig Windows da wird, zeigt schon der Name: Windows 10, Office 365 und die Cloud verschmolzen bei Microsoft schon im letzten Jahr zu einem einzigen Dienst namens Microsoft 365. Und der lässt sich eben auch auf einem Mac oder einem Android-Smartphone problemlos nutzen. Die früher so wichtigen Marken Office und Windows lösen sich dahinter quasi auf. Microsoft Build 2016 Ticker
Ein weiterer radikaler Schritt ist die Integration von Amazons Assistentin Alexa. Was man als ein Eingeständnis des Scheiterns der eigenen Assistentin Cortana verstehen könnte, ist eigentlich ein sehr smarter Deal für beide Seiten. Cortana ist längst mehr als eine Sprachassistentin, organisiert den Tag, besorgt auf Anfrage Dateien, erstellt Termine und sortiert Dateien.
Damit kennt sie den Nutzer theoretisch sehr gut, kann diese Stärke aber nicht ausspielen, weil sie an den PC gebunden ist. Jetzt kann man die Daten auch über einen Amazon Echo aufrufen und bearbeiten – ganz nach dem Prinzip des gerätelosen Computers. Amazons Seite des Deals: Alexa kommt auf jeden Windows PC. Ein gutes Geschäft für beide.Windows 10 April Update 15.38
Microsofts Schritte sind nur konsequent. Die Zeiten, als Nutzer regelmäßig neue Windows- oder Office-Versionen kaufen wollten, sind lange vorbei. Das Smartphone hat bei vielen Menschen schon lange den PC als wichtigstes Gerät abgelöst – und Microsoft hat den Kampf gegen die starken Konkurrenten verloren.
Kein Wunder, dass sich Microsoft auf die Entwicklung von Diensten konzentriert, die unabhängig vom Betriebssystem genutzt werden können. Zumal man mit den regelmäßigen Abos mehr einnimmt, als mit gelegentlichen Verkäufen von Windows oder Office. Letztes Jahr wurde Windows Phone ganz offiziell beerdigt, selbst der Entwicklungs-Chef nutzte lieber Android. Auch Microsoft 365 soll nun besser mit dem einstigen Konkurrenzsystem zusammenarbeiten.
So ganz hat man Windows natürlich nicht vergessen. Am zweiten Tag der „Build“ wird Betriebssystem-Chef Joe Belfiore auf der Bühne die Neuerungen zu Microsoft 365 verkünden, dabei wird man sicher auch etwas zu Windows zu sagen haben. Der einstige Superstar unter den Betriebssystemen ist ganz sicher noch lange nicht am Ende. Für die Hauptrolle reicht es aber nicht mehr.26-Nur vorgetäuscht? Das Aus von Microsoft Paint-5522010236001 20.45
Das wertvolle Smartphone ist ins Wasser gefallen? Dann sollten Sie es noch nicht gleich aufgeben. Mit einem einfachen Trick stehen die Chancen gut, dass Sie ihr Handy noch retten können.
„Personen, die du kennen könntest“ – die Freundschafts-Vorschläge bei Facebook können nützlich sein. Etwa wenn es darum geht,, frühere Klassenkameraden, vergangene Liebschaften oder ehemalige Arbeitskollegen zu finden und mit ihnen in Kontakt zu treten. Und erfüllen offenbar noch einen weiteren, zweifelhaften Nutzen. Denn sie können auch: Terroristen zusammenbringen und ihnen helfen, ein Netzwerk aufzubauen.
Das behaupten zumindest Forscher der gemeinnützigen Nichtregierungsorganisation „Counter Extremism Project“ (CEP) mit Sitz in New York und in London in einer Studie, über die der britische „Telegraph“ vorab berichtet.
Gregory Waters, einer der Autoren der Studie, beschreibt darin, wie er von dem sozialen Netzwerk geradezu mit Freundschaftsvorschlägen mutmaßlicher Anhänger des selbst ernannten Islamischen Staates (IS) „bombardiert“ worden sei, nachdem er über Facebook Kontakt zu einem aktiven Extremisten aufgenommen habe.
Robert Postings, ein Kollege Waters‘, erzählt, dass er ebenfalls Dutzende solcher Vorschläge erhalten habe, nachdem er sich auf Nachrichtenseiten umfassend über einen islamistischen Aufstand auf den Philippinen informiert habe.
IS-Anwerberinnen-FrauenDie Forscher erklären sich das Phänomen dem „Telegraph“ zufolge mit den Algorithmen des Internetriesen – sie sollen dafür sorgen, das Menschen mit unterschiedlichen Interessen zusammenfinden und dann möglichst viel Zeit auf Facebook verbringen. Das geschieht unter anderem durch die Auswertung der besuchten Seite oder bestehender Kontakte und gilt offenbar nicht nur für Labrador-Freunde, FC-Barcelona-Fans oder Liebhaber elektronischer Tanzmusik, sondern genauso für islamistische Extremisten und Terroristen.
Um ihre These zu untermauern, haben die CEP-Forscher nach eigenen Anhaben die Facebook-Aktivitäten von 1000 IS-Unterstützern in fast 100 Ländern analysiert und entdeckt, dass Nutzer, die mit dem radikalen Islamismus sympathisieren, „routinemäßig“ miteinander bekannt gemacht werden.
Robert Postins stellt dazu fest, dass Facebook „in seinem Wunsch, so viele Menschen wie möglich zu verbinden, versehentlich ein System geschaffen hat, das Extremisten und Terroristen verbindet“. Waters‘ Fazit: „Das Versäumnis, die Plattform effektiv zu überwachen, hat es ermöglicht, dass Facebook ein Ort ist, an dem umfangreiche IS-unterstützende Netzwerke existieren, Propaganda verbreitet wird, Menschen radikalisiert und neue Unterstützer rekrutiert werden.“
Die Autoren kritisieren laut „Telegraph“ zudem den ihrer Ansicht nach zu laschen Umgang des Unternehmens mit extremistischen Inhalten: Entsprechende Beiträge würden nicht oder zu langsam gelöscht und Benutzerkontos nicht dauerhaft gesperrt – Vortwürfe, die auch aus Deutschland, zum Beispiel im Zusammenhang mit Hasskommentaren, bekannt sind.
Facebook verweist in seiner Stellungnahme darauf, dass „99 Prozent der auf den IS oder Al Kaida bezogenen Inhalte“ von den automatisierten System gefunden würden. Ein Sprecher des Unternehmens kündigt an, dass weiterhin Millionenbeträge in die Mitarbeiter und in Techologien investiert würden, die terroristische Inhalte identfizieren und entfernen sollen. „Es gibt keinen Platz für Terroristen auf Facebook.“
Die Studie des CEP mit vielen weiteren Details soll im Laufe dieses Monats veröffentlicht werden.

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