Endlich offline: Hälfte der Deutschen will mehr auf das Internet verzichten

Das neue Jahr hat begonnen und für viele geht es nun an die Verwirklichung ihrer Vorsätze. Das heißt häufig: Weniger Stress, mehr Bewegung, weniger Zeit an Handy und Computer oder im Internet verbringen.

Letzteres, der sogenannte Digital Detox, also der bewusste Verzicht auf digitale Medien, spaltet die Deutschen. Laut einer aktuellen Umfrage des Branchenverbandes Bitkom haben vier von zehn Befragten (38 Prozent) kein Interesse am digitalen Fasten, wie die Grafik von Statista zeigt. 44 Prozent geben hingegen an, zumindest schon einmal für einige Stunden komplett auf digitale Medien verzichtet zu haben. Heißt: Handy zuhause lassen, Smartphone in den Flugmodus stellen oder einen ganzen Tag keine sozialen Netzwerke checken.

15 Prozent sind an dieser digitalen Enthaltsamkeit schon einmal gescheitert. Weitere elf Prozent haben den Digital Detox zwar noch nicht ausprobiert, haben allerdings den Vorsatz gefasst, dies 2018 zu ändern.

23-‚Die With me‘: Bei dieser App ’stirbt‘ man gemeinsam-21.00

Aneinander vorbei gechattet: Was soll das denn heißen? Samsung löst endlich sein gigantisches Emoji-Problem

Das passende Emoji sagt oft mehr als tausend Worte. Emojis geben dem geschriebenen Wort Kontext, verstärken und weisen auf Untertöne wie Ironie hin. Und machen einfach Spaß. Doch für die Besitzer von Samsung-Smartphones sind Emojis ein echtes Minenfeld. Sie sehen teils völlig anders aus als beim iPhone oder anderen Android-Smartphones – und können so für mächtig Ärger sorgen.

Die Koreaner nutzen schon seit Jahren eigene Emojis, als „Samsung Experience“ bezeichnet. Wie wenig die seit Jahren zu den Emojis anderer Hersteller passen, sieht man erst im direkten Vergleich. Rollt ein iPhone– oder Android-Nutzer etwa mit den Augen, sieht ein Samsung-Nutzer ein verschmitztes Lächeln. Ein verschreckter Blick eines Samsung-Fans kommt beim Gegenüber als freudiges Sabbern an. Und aus einem breiten, falschen Grinsen wird bei Samsung ein wütendes Zähnefletschen. Da sind Missverständnisse vorprogrammiert.Unbenannt-2

Wie meint der das?

Diese Emojis benutzen Sie ganz… Wenn aus Beten ein High Five w… (2196676)Mit der neuen Version der Samsung Experience gibt der Konzern endlich nach. Die mit Android 8.0 auf dem Galaxy S8 verfügbare Version passt die Emojis deutlich an die der Konkurrenten an – und dürfte so endlich einige Missverständnisse aus der Welt schaffen. Warum vorher etwa dem erschreckten Emoji ein Geist aus dem Mund entfloh, weiß nur Samsung. Zusätzlich kommen nun endlich die bereits im Herbst auf Android und iPhone eingeführten Emojis bei Samsung-Smartphones an. Ob und wann andere Samsung-Smartphones auf das Update hoffen dürfen, ist noch nicht bekannt.

Wer ein älteres Samsung-Smartphone besitzt und gerne bei Whatsapp chattet, sei beruhigt: Der Messenger setzt wie Facebook und andere Apps schon seit einer Weile auf eigene Emoji. Die Missverständnisse in der beliebtesten Chat-App dürften sich also auch ohne Update in Grenzen halten.Tweet Emoji Emojis: Sie ahnen nie… 21.20h

Spannungen mit USA: Peking schickt den Stealth-Jet J-20 erstmals an die Front

Im vergangenen Jahr wurde der J-20 Multirole-Fighter an die Volksbefreiungsarmee übergeben, nun ist auch die letzte Erprobung abgeschlossen. Die J-20 wird in den aktiven Kampfdienst geführt, das sagte der Sprecher der Volksbefreiungsarmee, Shen, Anfang Februar.

Der Jet soll schon bei der Übung „Rotes Schwert“ 2017 eingesetzt worden sein. „Unsere Stealth-Jets werden die Kampffähigkeit der Luftwaffe weiter verbessern und sie in die Lage versetzen, Chinas Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität besser zu schützen“, sagte Shen stolz. Im Juli 2017 wurden die J-20 auf dem Militärstützpunkt Zhurihe in der Innere Mongolei vorgestellt, dort feierte die Armee ihren 90. Geburtstag.  

China fordert die USA heraus

J-20 19.27Neue Jets gibt es viele, aber die J-20 fordert die USA unmittelbar heraus, denn sie ist ein echter Stealth-Jet – ein Kampfflugzeug der fünften Generation. Bislang bauen nur die USA sogenannte Stealth-Flugzeuge. Jets, die zwar nicht wirklich unsichtbar sind, die man mit einem herkömmlichen Radar jedoch nicht aufzuspüren kann. Auch Russland arbeitet an einem eigenen Projekt. China ist nun weltweit das zweite Land, das einen fertigen Stealth Fighter im Einsatz bei den Streitkräften hat. 

Sehr schnelle Entwicklung

Westliche Experten vermuten, dass der Multi-Role-Fighter für eine einzige Aufgabe optimiert wurde: Mit hoher Geschwindigkeit gegnerische Kampfschiffe anzugreifen. Es wird angenommen, dass die J-20 auch bei reduziertem Spritverbrauch ohne Nachbrenner eine hohe Angriffsgeschwindigkeit erreichen kann.

Zu diesem Zweck wurden die Stealth-Eigenschaften an der Front optimiert. Vermutlich wird die J-20 weitreichende Anti-Flugzeug und Anti-Schiffsraketen tragen. Parallel zur Entwicklung des Stealth-Flugzeuges arbeitet Peking mit Hochdruck an Hyperschall-Raketen – das sind Waffen, die schneller als 6000 km/h fliegen können. Die Kombination von Stealth-Jet und Hyperschall-Waffe wären der perfekte Killer für die US-Trägergruppen. J-20-Stealthfighter 16.57

Pekings Konzept einer Chinesischen Mauer im Meer sieht vor, mit einem ganzen Arsenal an Waffen die Gewässer um China herum für jeden Gegner inklusive der USA in eine Todeszone zu verwandeln. Die Macht der USA basiert auf den Trägergruppen. Bedrohungen wie die J-20 sollen die Träger auf Distanz halten, der militärische Wert ihrer Flugzeugträger sinkt dann gewaltig.

Hohe Erwartungen in China

Yu Xu 17.03In einem TV-Interview hat der chinesische Militär-Experte Li Li die Bedeutung des Jets betont. Anders als westliche Einschätzung sagte Li, dass die J-20 und auch die russischen Suchoi Su-57 das Ziel hätten, das Monopol der USA zu brechen und eine bessere Performance als die F-22 Raptor der USA zu erreichen. Außer den USA baut kein einziges Land einen Stealth-Fighter. In Europa hat nicht einmal eine ernsthafte Planung begonnen. 

Peking gibt Gas 

Erschreckend ist die ungeheure Geschwindigkeit der Entwicklung des Flugzeugs. Ganz anders als bei Rüstungsprojekten des Westens gelang es Peking, den Zeitplan für die J-20 deutlich zu unterbieten. Gleichzeitig wird befürchtet, Peking könne seine Rüstungsvorhaben weit kostengünstiger umsetzen als die USA.

Billiger und schneller – gelingt es Peking beide Faktoren beizubehalten, dürfte der Vorsprung der US-Airforce bald schrumpfen.

Patrouillen über umstrittenen Gewässern 

Die letzte Erprobungsphase dauerte nur etwa neun Monate. „Sobald eine Waffe oder Ausrüstung neuen Typs an das Militär geliefert wird, wird sie von speziellen Truppen getestet, und danach werden die zuständigen Abteilung informiert, wenn Anpassungen erforderlich sind. Normalerweise dauert dieser Prozess ein bis zwei Jahre“, sagte Song Zongping, ein chinesischer Militärexperte, der staatlichen „Global Times„.  

„Erst nach diesem Prozess wird die neue Waffe formell den Kampftruppen übergeben, nun wird die J-20 den Rivalen entgegentreten, die es wagen, China in der Luft zu provozieren.“

Der Hintergrund für den Schnelldurchlauf sind die Spannungen im Südchinesischen Meer. Gleichzeitig zur Übergabe der Stealth-Jets an Kampftruppen hat Peking seine modernsten Jets, russischen Su-35s, in die Region verlegt.Drohne CH-5

Smarter Lautsprecher: So witzig veralbert Sonos den neuen Homepod von Apple

Audio-Freunde haben gespannt darauf gewartet: In den USA kommen seit einigen Tagen die ersten HomePods in ihrem neuen Zuhause an. Der smarte Lautsprecher ist Apples Angriff auf Amazon Echo und Googles Home. Weil er aber auch noch sehr gut klingen soll, dürfte sich auch Lautsprecher-Hersteller Sonos als Konkurrent fühlen. Trotzdem bereitete Sonos dem HomePod einen warmen Empfang – und verpackte ihn in einen freundlichen Seitenhieb.

Hauptkritikpunkt von Apples smartem Lautsprecher ist – neben den bekannten Unzulänglichkeiten von Sprach-Assistentin Siri -, dass er nur den eigenen Musik-Dienst Apple Music auf Zuruf unterstützt. Der beliebte Dienst Spotify kann nur über das iPhone übertragen werden. Sonos schlägt mit seinem Willkommensgeschenk genau in diese Kerbe – und gratuliert Apple mit einer eigenen Spotify-Liste. Sonos One Test_14.10

Brief per Playlist

Die hat es allerdings in sich. Wer sich die Mühe macht, die Titel der Tracks zu lesen, findet nämlich einen kleinen Brief an den neuen Konkurrenten. Sie fängt an mit „Hello“ von Adele, dann folgt „Apple„, von Alicia Keys und Pharrell Williams, und so weiter. Über die Hits von Daft Punk, The Notorious B.I.G. und Nirvana bis zu den Whitestripes beschwören die Titel die Freundschaft der Unternehmen.

„Hallo Apple, etwas zwischen uns fühlt sich richtig an. Obwohl Du so nach diesem Home Pod verrückt bist. Denk daran: Zwei sind besser als einer. Nur Spaß. Es ist ein Fest. Und jeder kommt – sogar Du. Sei ganz Du selbst, Fruit Machine. Egal was die anderen sagen: Wir werden Freunde bleiben. Komme was wolle“, geht der Text über 21 Song-Titel.

Die beiden Unternehmen verbindet schon lange eine gemeinsame Partnerschaft, Apple verkauft die schicken Sonos-Lausprecher in seinen Apple Stores. Sonos sollte sogar gerüchteweise als erster Hersteller in seinem sprachgesteuerten Lautsprecher Sonos:One Unterstützung für Apple Music und Siri bekommen. Und wäre damit der einzige Hersteller, der Alexa, Google Home und Siri unterstützt. In letzter Zeit hieß es allerdings, Siri könnte eventuell doch gestrichen werden. Aber vielleicht lässt sich Apple von der netten Geste ja doch überzeugen.Wie Amazon Apple und Co vor sich herjagt 12.40

Online-Marktplätze: Scout24 profitiert von mehr Maklern und Händlern

Der Internetportalbetreiber Scout24 hat zum Jahresende dank steigender Makler- und Händlerzahlen operativ unerwartet viel verdient.

Auf Jahressicht dürfte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 12,6 Prozent auf 252,8 Millionen Euro zugelegt haben, wie die im SDax notierte Firma an diesem Dienstag in München auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Besonders im vierten Quartal legte das operative Ergebnis mit gut 18 Prozent kräftig zu.

Das Unternehmen betreibt die Online-Marktplätze Immobilienscout24 und Autoscout24. Je mehr Wohnungen, Häuser und Autos auf den Portalen vermittelt werden, umso profitabler wird das Unternehmen tendenziell.

Im Jahresverlauf habe der Immobilienmarktplatz den Trend bei abwandernden Maklern umkehren können, in vielen wichtigen Städten sei das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs, sagte Vorstandschef Greg Ellis. Im Autovermittlungsgeschäft legten die Händlerzahlen vor allem in Deutschland ebenfalls zu.

Der Umsatz kletterte 2017 um 8,5 Prozent auf 479,8 Millionen Euro und lag damit im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Die Prognose für 2018 bestätigte das Unternehmen, der Erlös soll mit einem hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentsatz wachsen.

Unzulässige Voreinstellungen: Datenschützer triumphieren über Facebook

Facebook muss seine Voreinstellungen in Deutschland künftig ändern. Verbraucherschützer hatten sich unter anderem daran gestört, dass in der Facebook-App für Mobiltelefone ein Ortungsdienst in den Voreinstellungen aktiviert wird, der Chat-Partnern den eigenen Aufenthaltsort verrät. In den Einstellungen zur Privatsphäre war voreingestellt, dass Suchmaschinen einen Link zur Chronik des Teilnehmers erhalten. Das Berliner Landgericht stimmte der Klage zu. 

Facebook darf keine Klarnamen verlangen

Im Urteil erklärten die Richter insgesamt fünf der von den Verbraucherschützern monierten Voreinstellungen auf Facebook für unwirksam. Es sei nicht gewährleistet, dass diese vom Nutzer überhaupt zur Kenntnis genommen werden. Auch Teile der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen verstoßen demnach gegen geltendes Verbraucherrecht.

Facebook Algorithmus geändert – Newsseiten anzeigenDie nötigen Einwilligungen zur Datennutzung, die sich das Unternehmen einholt, seien teilweise unwirksam, heißt es in der Entscheidung. Unzulässig ist dem Urteil zufolge auch eine Klausel, mit der sich Nutzer verpflichten, auf Facebook nur ihre echten Namen und Daten zu verwenden. 

Nicht durchsetzen konnten sich der Verbraucherzentrale Bundesverband beim Versuch, die Werbeaussage „Facebook ist kostenlos“ verbieten zu lassen. Das Urteil vom 16. Januar (Az. 16 O 341/15) ist noch nicht rechtskräftig.