
Deutschlandweit berichten Kunden von schwarzen Bildschirmen und immer wieder neu startenden Receivern.
Foto: Allestörungen.de / OpenStreetMa
News aus der digitalen Welt

Deutschlandweit berichten Kunden von schwarzen Bildschirmen und immer wieder neu startenden Receivern.
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Gerade hat Samsung angekündigt, dass das Galaxy S9 am 25. Februar vorgestellt wird, da taucht im Internet ein erstes Bild des Geräts auf.
Foto: Evan Blass/ Twitter.com/evleaks
„Get rich or die trying“ – reich werden oder dabei sterben. So hieß das erste Album von Curtis Jackson alias 50 Cent. Und es machte ihn tatsächlich reich. Dann folgte der Absturz inklusive Insolvenz. Jetzt ist wieder Geld in der Kasse – auch dank des boomenden Bitcoin.
Als einer der ersten Musiker überhaupt hatte Jackson 2014 angefangen, beim Verkauf seines Albums „Animal Ambition“auch Bitcoin anzunehmen. Wie viele Kunden die Möglichkeit nutzten, ist nicht bekannt. Gelohnt hat es sich allemal: 700 Bitcoin sollen am Ende zusammengekommen sein, berichtet „TMZ“. Der Clou: Der Rapper und seine Finanzberater hatten den Schatz über Jahre völlig vergessen – bis die Kryptowährung dann durch den aktuellen Boom wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit kam.Bitcoin Milliardäre Winklevoss 1635
Hätte man die Kohle auf dem Plan gehabt, wären die damals etwa 450.000 Dollar wohl direkt in Geld umgesetzt worden. Und der Rapper hätte das Geld nicht mehr: 2015 musste er Insolvenz anmelden, mehr als 23 Millionen Dollar Schulden musste er in Raten zurückzahlen. Die vergessenen Bitcoin wären wohl ebenfalls futsch gewesen.
Stattdessen haben sie mächtig an Wert gewonnen. Zum Verkaufsstart des Albums lag der Kurs eines einzelnen Bitcoin noch bei knapp 480 Euro, zum Zeitpunkt seiner Insolvenz ein knappes Jahr später hätte er sogar nur die Hälfte bekommen. Ein Glück also, dass er sie vergessen hatte. Heute liegt der Kurs bei knapp unter 9000 Euro. Die Einnahmen sind also auf satte 6,3 Millionen Euro angewachsen.
Der Peak des Bitcoin-Hypes scheint aktuell erst einmal vorbei zu sein. Nachdem die Währung im Dezember kurzzeitig satte 17.000 Euro wert war, ist sie in den letzten Wochen stark abgestürzt. Mehr über den Grund für die platzende Blase erfahren Sie in diesem Artikel. Ob Jackson die Bitcoin wie viele Fans trotzdem halten will oder er sie lieber verprasst, ist nicht bekannt. In einem Tweet prahlte er allerdings: „Will jemand ein paar Bitcoin? Ich weiß, ich mache euch damit krank. Entschuldigt mich, ich gehe jetzt zu meinem Geldsack.“50 Cent Tweet Bitcoin
Der Streaming-Dienst Netflix hatte mit technischen Problemen zu kämpfen. Doch die Serienfans reagierten auf Twitter mit viel Humor auf den Ausfall – und wagten einen Prognose für die Geburtenrate in neun Monaten.
Der Chip-Hersteller Intel hat dank starken Wachstums im Geschäft mit Datenzentren sowohl im Schlussquartal als auch im Gesamtjahr 2017 Rekorderlöse verbucht.
In den drei Monaten bis Ende Dezember stieg der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreswert um vier Prozent auf 17,1 Milliarden Dollar (13,8 Mrd Euro). Das teilte der Konzern, der derzeit wegen Sicherheitslücken bei seinen Chips in Erklärungsnot ist, am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit.
Trotz des Umsatzanstiegs fiel unterm Strich ein Verlust von 687 Millionen Dollar an. Der Grund: Die US-Steuerreform verursachte eine einmalige Abschreibung von 5,4 Milliarden Dollar, insbesondere weil Abgaben auf im Ausland geparktes Vermögen fällig werden. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Überschuss von 3,6 Milliarden Dollar erzielt worden. Intel lobte die neuen Steuergesetze jedoch und betonte, 2018 von den niedrigeren Unternehmenssteuern zu profitieren.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte Intel die Erlöse um sechs Prozent auf 62,8 Milliarden Dollar. «2017 war ein Rekordjahr angetrieben von starkem Wachstum in unserem Geschäft mit Rechenzentren», sagte Konzernchef Brian Krzanich. Dennoch drückte die hohe Abschreibung wegen der Steuerreform den Jahresgewinn um sieben Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar. Das dürfte derzeit aber Krzanichs geringste Sorge sein. Der Manager steht aufgrund der schwerwiegenden Sicherheitslücken «Meltdown» und «Spectre» unter Druck.
Denn bislang hat Intel noch keine umfassende Lösung für das Problem geliefert, durch das Computerchips zu Einfallstoren für Datendiebe werden könnten. «Wir arbeiten dran», sagte Krzanich in einer Schalte mit Analysten und Investoren und kündigte an, die Sicherheitsmängel «später in diesem Jahr» durch neue Hardware beheben zu wollen. Zudem warnte Intel vor rechtlichen Risiken durch Sammelklagen sowie negativen Folgen für Kundenbeziehungen und Reputation.
Mit einem zuversichtlichen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr unterstrich der Konzern jedoch, dass er keine schweren finanziellen Folgen durch das Sicherheitsproblem erwartet. Intel stellte einen deutlichen Umsatzanstieg auf 65 Milliarden Dollar und ein kräftiges Gewinnplus in Aussicht. Bei Anlegern kam das gut an, die Aktie legte im nachbörslichen Handel um rund vier Prozent zu. Zusätzliche Freude am Markt bereitete eine Dividendenerhöhung.
Im Kerngeschäft mit klassischen Computerchips tut sich Intel wegen der sinkenden PC-Nachfrage schon länger schwer, konnte im Gesamtjahr 2017 aber immerhin ein Umsatzplus von drei Prozent verbuchen. Im Schlussquartal sanken die Erlöse hier um zwei Prozent auf 9,0 Milliarden Dollar. Zuletzt gelang es aber gut, die Schwäche durch andere Sparten wettzumachen. So legte das Geschäft mit Rechenzentren um überraschend starke 20 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar zu.
Nachdem in den letzten Monaten vor allem Serienjunkies auf ihre Kosten kamen, will Netflix im Februar Film-Fans locken. Von neuen Action-Highlights wie der jüngste Avengers-Film „Captain America: Civil War“ bis zur Schweiger-Komödie „Männerherzen“ ist für jeden Geschmack etwas dabei. Oben drauf kommen einige Klassiker wie „Das Schweigen der Lämmer“ und „Scarface“.
An der Serienfront ist es etwas magerer, immerhin gibt es mehr neue Serien als beim Konkurrenten Amazon Prime Video (Die dortigen Neuerungen finden Sie hier). Spannendster Newcomer: die Sci-Fi-Serie „Alternate Carbon“. In einer 300 Jahre entfernten Zukunft wird unser Bewusstsein digital gespeichert und dann in einen neuen Körper übertragen – und ermöglicht so eine irre Jagd der Hauptfigur auf den Mörder ihres alten Körpers. Wer es realistischer mag, schaut stattdessen die Neuauflage des 80er-Hits „Denver Clan“.
Fred Armisen: Standup for Drummers – ab 6. Februar
Die Zahl der entdeckten Schwachstellen in Software hat nach einer Analyse im vergangenen Jahr einen Rekordwert erreicht.
2017 seien mehr als 11.000 Meldungen zu Software-Schwachstellen erfasst oder aktualisiert worden, teilte das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) am Freitag zum Europäischen Datenschutztag an diesem Sonntag mit. Dies ist ein gutes Drittel mehr als im Vorjahr.
«Die aktuellen Rekordwerte der registrierten Sicherheitslücken sind alarmierend, da immer größere Bereiche des wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Lebens von komplexen Software-Lösungen abhängen», erklärte HPI-Direktor Christoph Meinel. Das Institut empfiehlt Firmen und Privatnutzer, ihre Programme regelmäßig zu aktualisieren. Problematisch seien aber Systeme wie Microsofts Windows XP, für die keine Updates mehr entwickelt würden. Das alte Betriebssystem laufe noch heute auf Millionen von Computern.
Grundlage der Auswertung ist eine Datenbank des Instituts, in der Fehlerbeschreibungen der Hersteller und anderer im Internet vertretener Portale gesammelt werden.
Tinder ist die erfolgreichste Dating-App der Welt. Allein in Deutschland gibt es mehrere Millionen Nutzer. Das Unternehmen gibt an, seit der Gründung im Jahr 2012 mehr als 20 Milliarden Matches ermöglicht zu haben, eine Million Dates werden pro Woche vermittelt. Die Nutzer geben in der App sensible Daten preis, etwa die sexuelle Orientierung, Vorlieben oder Alterspräferenzen. Dementsprechend sollte man annehmen, dass die Betreiber die persönlichen Daten bestmöglich in der App und in der Cloud absichern. Doch dem ist offenbar nicht so: Die israelische IT-Sicherheitsfirma Checkmarx hat schwerwiegende Sicherheitslücken in Tinders System entdeckt.
Die Forscher aus Tel Aviv entdeckten, dass übertragene Fotos, Swipes (also ob man potenzielle Dates nach links oder rechts wischt) und Matches nicht ausreichend verschlüsselt sind. Die eigentlich als Standard geltende HTTPS-Verschlüsselung fehlt an diesen Stellen, berichtet das Fachmagazin „Wired“. Dem Bericht zufolge können Fremde dadurch sensible Daten abfischen, darunter jedes Foto, das in der Tinder-App aufgenommen wird. Theoretisch könne man sogar eigene Bilder in den Foto-Stream des Nutzers laden, erklären die Experten.
Durch die Sicherheitslücke kann man einzelne Aktionen der Nutzer unterscheiden, solange man sich im gleichen Wlan wie der Tinder-nutzer befindet. Etwa, ob die Person nach rechts oder nach links geswiped hat. Auch ein Match kann man auf diese Weise erkennen. „Wir können genau simulieren, was der Nutzer auf seinem oder ihrem Bildschirm sieht“, sagt Erez Yalon, leitender Sicherheitsforscher bei Checkmarx gegenüber „Wired“. Das ermöglicht Erpressungen: „Wir können alles wissen: Was jemand tut, was seine sexuellen Präferenzen sind, da gibt es viele Informationen.“ Zu Demozwecken haben die Forscher ein Programm namens TinderDrift programmiert, das automatisch alles mitschneidet, was in der Tinder-App passiert.
Tinder wisse seit November von der Sicherheitslücke, bislang sei sie jedoch noch nicht behoben wurden, so Checkmarx. Das Unternehmen erklärte, an einer besseren Verschlüsselung zu arbeiten, Details nannte es jedoch nicht. Das ist erstaunlich angesichts der Tatsache, dass Tinder häufig mit anderen Diensten wie Instagram oder Facebook vernetzt ist und Kriminelle so in der Lage sind, viele private Daten zu sammeln.
Zu Weihnachten war die Freude bei Macie groß gewesen. Endlich hielt die Achtjährige aus dem englischen Wigan ihr erstes Smartphone in den Händen. Nur knapp zwei Wochen und viele, viele YouTube-Videos später trat dann aber auch schon die Ernüchterung ein: Macie hatte ihr gesamtes Datenvolumen für den Monat aufgebraucht.
Auf die SMS von Mobilfunkanbieter O2 antwortete sie ganz naiv mit: „Kann ich bitte mehr Datenvolumen haben?“ Allein das ist ja schon ziemlich süß – dachte sich wohl auch ihre Mutter und postete die Nachricht bei Facebook, wo ihre Freunde sich darüber amüsierten. Da beschloss Claire Bullen-Jones, ihrer Tochter einen kleinen Streich zu spielen, für den sie auch O2 mit ins Boot holte. Und der große Konzern bewies Herz und machte perfekt mit.
Die 28-jährige Mutter wandte sich an O2 mit der Bitte, ihrer Tochter doch zu antworten, dass sie wieder mit ihrem Smartphone ins Internet könne, wenn sie mehr im Haushalt helfe. Tatsächlich ging das Social-Media-Team von O2 darauf ein. Macie bekam einen Brief, in dem es hieß: „Wir können dein Datenvolumen im Moment leider nicht erhöhen, da unser System uns sagt, dass du deiner Mutter nicht genügend im Haushalt geholfen hast. Leider musst du solange warten, bis wir bessere Ergebnisse sehen.“
Doch damit Macie nicht zu traurig ist, gab es auch noch eine kleine Überraschung: ein Geschenkpaket mit einem Fidget Spinner und verschiedenem Handyzubehör. Der Mobilfunkanbieter, der in Deutschland zuletzt viel Kritik von Nutzern einstecken musste, hat damit zumindest zwei neue Fans hinzugewonnen. Mutter und Tochter waren begeistert: „Wer immer das gepackt hat, ist der Beste“, schrieb Claire Bullen-Jones auf Facebook. Macie liebe ihre Geschenke – und ihre Pflichten im Haushalt wird sie zukünftig hoffentlich besonders motiviert erfüllen.
Erste Fortschritte gibt es offenbar bereits zu vermelden: „Sie kam nach Hause, hat ihr ganzes Zimmer aufgeräumt und nicht mit der Wimper gezuckt, als ich ihr noch andere Sachen aufgetragen habe“, berichtete Claire den „Manchester Evening News“. Die Devise bei Clair und Macie laute nun „Arbeit für Daten“.
Dass es bei der Kündigung von Mobilfunk-Verträgen öfter Ärger gibt, hat man schon mal gehört – oder gar selbst erleben müssen. Dazu gehören leider auch immer wieder unberechtigte Forderungen, die dann von Inkasso-Unternehmen eingetrieben werden. Was unserer Leserin Heike Krämer* mit der Mobilfunksparte von Tchibo passierte, dürfte aber die Erfahrungen der meisten Kunden weit übertreffen.
Eigentlich wollte die 77-Jährige Berlinerin nur einen günstigen Prepaid-Tarif bei dem Kafferöster buchen – und stieß damit eine Kettenreaktion an, die mit einer Inkasso-Forderung über 70 Euro enden sollte.
+++ Wie Sie den besten Handy-Tarif für sich finden, erfahren Sie in diesem Artikel +++
1,6 Millionne O2 Rechnung 12.35Dabei fing alles ganz harmlos an. Ende September schloss sie einen Prepaid-Vertrag mit Tchibo Mobil ab. Der sollte im Monat 9,99 Euro kosten, dafür gibt es bei Tchibo 300 Freiminuten und 1,3 Gigabyte schnelles LTE-Datenvolumen im O2-Netz. Eigentlich ein durchaus attraktives Angebot. Nach ein paar Tagen überlegte Frau Krämer es sich trotzdem anders. Per Mail machte sie von ihrem 14-tägigen Widerrufsrecht Gebrauch, ohne die SIM-Karte jemals in ihr Handy eingelegt zu haben. Und dann ging das Chaos los.
Statt einer Rücktrittsbestätigung kam zunächst nur eine automatische Antwort, es käme wegen der vielen Anfragen zu Verzögerungen. Dann hörte Frau Krämer erstmal nicht mehr – bis sie sich drei Wochen später ihre Konto-Auszüge ansah. Tchibo hatte ihr einen einzigen Cent vom Konto abgezogen. Erneut fragte sie per Mail nach, forderte eine Erklärung für die Abbuchung und eine Bestätigung für die Kündigung. Erneut kam nur eine automatische Antwort.Connect Netztest_9.20
Zwei Stunden später dann die erste Antwort. In der langen Mail entschuldigt sich Tchibo für die Verzögerungen, weist auf die Webseite und die Hotline hin. Irgendwo in der Mitte ist ein einziger Satz, den man leicht übersehen kann: „Wir konnten Sie nicht ausreichend legitimieren, so dass wir Ihnen in der gewünschten Angelegenheit aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskunft erteilen dürfen.“ Was das bedeutet, sollte sie erst Monate später erfahren.
Da Tchibo nicht auf den Cent-Betrag einging, entschied sich Krämer, den Cent einfach durch ihre Bank zurückbuchen zu lassen. Erst Ende November hörte sie wieder von dem Unternehmen – als eine „Zweite Mahnung“ in ihrem Briefkasten landete. Eine erste war nie angekommen. Tchibo forderte tatsächlich den Cent zurück – und hatte Mahngebühren von 5 Euro hinzugefügt. Ein Aufschlag von satten 500 Prozent.o2 Ärger zwei, 19.15
Mitte Dezember dann die nächste Mahnung: Plötzlich wollte Tchibo auch noch eine Grundgebühr für den widerrufenen Vertrag, inklusive einer weiteren Mahngebühr. Die Summe war mittlerweile auf 17,50 angewachsen. Frau Krämer entschied, nicht zahlen zu wollen. „Das ist ein Geschäftsgebahren, da fällt mir nichts zu ein. Ich habe nicht vor, zu zahlen, von mir aus bis zum Gerichtsentscheid“, erklärte sie in ihrer ersten Mail an uns.
Zu Neujahr gab es dann den nächsten Schreck: Ein Inkasso-Büro will die Forderung eintreiben, mittlerweile ist der Betrag auf 59,88 Euro angestiegen. Nur zehn Tage später meldet es sich erneut, fordert nun 70,70 Euro. Nachdem Frau Krämer dem stern die Unterlagen übergeben hat, wenden wir uns an Tchibo – und erhalten verblüffende Antworten.
Bei dem abgebuchten Cent handle es sich um eine Standard-Überweisung, um das Konto des Kunden zu verifizieren, erklärte uns ein Pressesprecher. Die Kunden werden darüber sogar per SMS informiert. Doch die geht leider an die Nummer der gebuchten SIM-Karte – und die hatte Frau Krämer ja nie eingelegt. Eine Variante, die Tchibo schlicht nicht bedacht zu haben scheint.
Die meisten der skurrilen Vorkommnisse lassen sich ähnlich leicht erklären – solange man in der Logik des Unternehmens denkt. Wäre der Widerruf angenommen worden, wäre es ja nie zu der Buchung gekommen. Der Grund dafür war schlicht, dass Frau Krämer für den Widerruf eine andere E-Mail-Adresse genutzt hatte, so Tchibo. Die Adresse war ihr im System aber nicht zugeordnet, was in der Antwort dann nur „fehlende Legitimierung“ genannt wurde. Da wäre wohl kein normaler Verbraucher von selbst drauf gekommen.
Bei den Mahngebühren handle es sich um Standardwerte, erklärte uns Tchibo. „Die Höhe der Rücklastschrift- und Mahngebühren sind mit 2,50 EUR je Transaktion festgesetzt und richten sich nicht nach der Höhe der Forderung.“ Dass überhaupt gemahnt wurde, sei ein automatischer Prozess. „Bei der von Frau Krämer vorgenommenen Rücklastschrift wurde nicht direkt nachgefasst – hier haben wir ganz klar Fehler gemacht“, gibt sich das Unternehmen reumütig.
Inzwischen ist Tchibo Frau Krämer weit entgegengekommen. Sämtliche Forderungen sind vom Tisch, der Vertrag ist storniert. Auch das Inkasso-Unternehmen hat sich mit dieser Information bei ihr gemeldet. Und ist dann wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen: Statt Geld zu fordern, hat es der ehemaligen Schuldnerin plötzlich Geld überwiesen – exakt einen Cent. Was das bedeuten soll, fragte sie dann lieber doch nicht nach.
*Name von der Redaktion geändert