HP kauft Drucker-Geschäft von Samsung

Der Computer-Konzern HP will mit dem Kauf des Drucker-Geschäfts von Samsung für gut eine Milliarde Dollar den Markt für Kopiergeräte umkrempeln.

Durch die Kombination mit Samsungs Technologien komme man in eine bessere Position, um Kopierer durch Multifunktionsdrucker zu ersetzen, erklärte HP am Montag. Mit dem Drucker-Geschäft von Samsung kämen auch rund 1300 Entwickler und mehr als 6500 Patente aus dem Bereich in den Konzern. 

Der Verwaltungsrat des führenden südkoreanischen Technologieunternehmens stimmte am Montag dem Verkauf zu. «Die Transaktion ist Teil der Bemühungen des Unternehmens, sich auf seine Kerngeschäftsbereiche zu konzentrieren», hieß es. Samsung Electronics ist Marktführer bei Smartphones, Speicherchips und Fernsehern. 

Samsung will die Drucker-Sparte vorbehaltlich der Zustimmung der Anteilseigener bis zum 1. November zunächst in ein separates Unternehmen ausgliedern, das dann zu 100 Prozent an HP übergehen soll. Der südkoreanische Konzern werde zudem nach Abschluss des Deals 100 bis 300 Millionen Dollar in HP-Aktien investieren. Die Unternehmen wollen die Transaktion binnen zwölf Monaten in trockene Tücher bringen.

Drucker sind nach PCs das zweite Standbein des Konzerns HP Inc., in dem bei der Aufspaltung von Hewlett-Packard im vergangenen Jahr das Hardware-Geschäft aufging. Im vergangenen Quartal schrumpfte der Umsatz der Sparte im Jahresvergleich um 14 Prozent auf rund 4,4 Milliarden Dollar. Die Erlöse im PC-Bereich blieben dagegen stabil bei gut 7,5 Milliarden Dollar. Zugleich sind Drucker aber das deutlich lukrativere Geschäft: Sie brachten einen operativen Gewinn von gut 900 Millionen Dollar ein – und die PC-Sparte nur ein Drittel davon.

Im Geschäft mit Kopiergeräten, das HP als einen insgesamt 55 Milliarden Dollar schweren Markt betrachtet, sind derzeit Unternehmen wie Xerox, Canon oder Ricoh stark. HP hofft, unter anderem die Laser-Druckköpfe von Samsung für eine Attacke zu nutzen.

"Activity"-Dienst verrät es: Googles versteckter Daten-Hort – das weiß Google alles über Sie

Android, Youtube, Gmail: Das Google-Imperium besteht aus einigen der populärsten Internetdiensten überhaupt. Die meisten Nutzer ahnen zwar, dass sie mit ihren privaten Daten und der Aufgabe ihrer Privatsphäre bezahlen – doch das Ausmaß ist vielen nicht bewusst.

Doch welche Daten sammelt Google und was weiß der Konzern wirklich über jeden Einzelnen? Auf einer speziellen Infoseite namens „Meine Aktivitäten“ zeigt Google, welche Daten erhoben werden. Zu finden ist sie unter https://myactivity.google.com/myactivity. Dort gibt es etwa eine Übersicht der letzten Standortdaten oder Youtube-Anfragen.

So verwalten Sie die Dienste

Gehen Sie auf der Aktivitäten-Übersicht im Menü oben links auf „Aktivitätseinstellungen“. Dort werden Ihnen sechs verschiedene Kategorien angezeigt, in denen Sie Einstellungen vornehmen können: Web- & App-Aktivitäten, Standortverlauf, Geräteinformationen, Sprach- & Audioaktivitäten, YouTube-Suchverlauf und YouTube-Wiedergabeverlauf. Mit einem Klick auf den An/Aus-Schalter können Sie den Suchverlauf pausieren.

Außerdem finden Sie hier Einstellungen zu dem sozialen Netzwerk Google+, Soziale Empfehlungen (Werbeanzeigen in der Google-Suche), Sucheinstellungen und Werbung.

Privatsphäre oder Komfort?

Je mehr Diensten Sie den Zugriff auf Ihre Daten verwehren, desto besser ist Ihre Privatsphäre geschützt. Allerdings wirkt sich das auch auf den Bedienkomfort aus. Denn je mehr Informationen Google sammelt, desto besser funktionieren erfahrungsgemäß die Dienste. So bekommen Sie etwa auf Ihre Interessen angepasste Werbung zu sehen, und wohl auch einige Youtube-Perlen würden Sie ohne den cleveren Algorithmus nie zu Gesicht bekommen. Was Ihnen wichtiger ist, müssen am Ende Sie entscheiden.

Hier gibt es noch mehr Daten

Dieses Protokoll zeigt eine Liste aller Suchanfragen, die Sie bei Google getätigt haben.

Hier sehen Sie, auf welchem Gerät Sie Google benutzt haben.

Wie Google Sie für Werbekunden einschätzt, sehen Sie hier.

Welche Apps Zugriff auf Ihre Daten haben, finden Sie in dieser Übersicht.

Eine Kopie der meisten Google-Daten können Sie im Dienst Google Takeout herunterladen.Google Sprachsuche 18.05

Update für Smartphone-Game: Pokémon Go führt Kumpel-Feature ein und verspricht Verbesserungen

Der ganz große Hype um Pokémon Go scheint vorbei, das Smartphone-Spiel selbst aber entwickelt sich weiter: Wie Betreiber und Entwickler Niantic verkündete, werden den Fans des Geocaching-Games dank eines Updates (0.37.0 für Android und 1.7.0 für iOS) künftig weitere Features und Verbesserungen zur Verfügung stehen.

Die größte Neuerung wird sein, dass Trainer einen Pokémon als „Kumpel“ auswählen können. Dieser Buddy findet und sammelt unterwegs je nach zurückgelegter Distanz Bonbons, die dafür benötigt werden, um die eigenen Monster auf die nächsthöhere Evolutionsstufe zu bringen. Das Update erlaubt es entgegen der älteren Version demnach nun auch, seltene Pokémon-Typen schneller hochzuzüchten. Früher mussten für Bonbons nämlich weitere Exemplare gefangen werden.

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Auf dem Hauptbildschirm wird der Buddy neben dem Spieler-Avatar und von einem sich langsam füllenden Ring angezeigt. Je nach Monsterart braucht dieser einen, drei oder fünf Kilometer, um sich zu füllen. Der Kumpel lässt sich dabei jederzeit wechseln. Allerdings wird der Kilometerstand bei jedem Austausch wieder auf Null zurückgesetzt. Eine entsprechende Warnung der App soll die Spieler darauf hinweisen.

Pokemon Go Karte 16.39Weitere Verbesserungen für Pokémon Go 

VW PokemonDurch das Update soll es ferner leichter sein, kleinere Pokémon auf dem Bildschirm auszuwählen. Auch wurde neben Text-Fehlern ein Bug entfernt, bei dem Eier ohne entsprechende Animation ausgebrütet wurden. Ein weiteres Augenmerk hat Niantic der Mitteilung zufolge auf die App-Stabilität gelegt, nachdem es in der Vergangenheit beim Wechsel in ein anderes Netzwerk immer wieder zu kleinen Aussetzern und Aufhängern gekommen war.

+++ Pokémon Go: So gewinnen Sie jeden Arena-Kampf+++

Neben diesen Verbesserungen verstärken die Entwickler mit ihrem Update auch ihre Anstrengungen, gegen Bots und andere Software vorzugehen, die gegen die Nutzungsbestimmungen verstoßen. So startet die neue Version beispielsweise nicht mehr auf Smartphones mit Jailbreak oder Root-Zugriff.

Auch das von Nintendo für den 23. September angekündigte Armband Pokémon Go Plus soll durch das Update besser unterstützt werden. Das mit mehrfarbigen LEDs ausgestattete und voraussichtlich für 40 Euro erhältliche Armband soll es Spielern erlauben, per Knopfdruck bekannte Pokémon fangen und sogenannte Pokéstops abgrasen zu können, ohne dabei aufs Smartphone blicken zu müssen. 

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Absurder Tweet: Firma fragt Frau, ob sie immer noch im Fahrstuhl steckt – nach sieben Monaten

Es ist der Albtraum vieler Menschen: Während der Fahrstuhlfahrt gibt es auf einmal einen Ruck, komische Geräusche – und dann geht nichts mehr. Der Fahrstuhl steckt fest, man ist in der engen Kabine gefangen. Da kann die Rettung nicht schnell genug kommen. Doch wie erreicht man die am besten? Amanda Carpenter versuchte es per Twitter – und erhielt nun sieben Monate später eine Antwort.

„Leute. Ich hänge in einem Amtrack-Fahrstuhl im Flughafen Baltimore fest. Hilfe?“, schrieb die Amerikanerin am 14. Februar an ihre 90.000 Follower. Sie war zu dem Zeitpunkt PR-Direktorin des republikanischen Politikers Ted Cruz, als der noch gegen Donald Trump um die Präsidentschaftskandidatur antrat.

Besonders bitter: Im Fahrstuhl war auf einem Hinweisschild das Datum für die nächste Inspektion angegeben. Eigentlich hätte der Lift also gar nicht im Einsatz sein dürfen – seit knapp neun Monaten. In dem Tweet, auf dem sie ihren Followern die abgelaufene Plakette zeigt, spricht sie aber schon vom Fahrstuhl „in dem ich gefangen war“. Sie wurde also in der Zwischenzeit befreit. Die Tweets lagen eine gute Stunde auseinander. Der Albtraum dauerte also nicht allzu lange.

Um so verwunderter dürfte Carpennter gewesen sein, als sich vergangene Woche auf einmal der offizielle Amtrak-Account bei ihr meldete – um mal nachzuhorchen, ob sie noch feststecke. „Tut uns leid das zu hören“, schrieb man ihr. „Sind sie immer noch in dem Fahrstuhl?“

Die irritierte Antwort Carpenters: „Oh, danke der Nachfrage. Aber ich war vor Monaten eingesperrt. So um den letzten Februar herum? Ha.“

Zur Ehrenrettung von Amtrak muss man sagen, dass dem Account nur ein kleiner Irrtum unterlaufen war. Jemand hatte Carpenters Tweet aus dem Februar kurz vorher nochmal retweetet, offensichtlich hatte die Person, die Amtraks Account betreut, nicht aufs Datum geschaut.

Damals hatte der Hersteller schnell reagiert: Obwohl Carpenter nur die Firma erwähnt, sie aber nicht selbst angeschrieben hatte, meldete sich Amtrak beim ersten Mal nach nur 16 Minuten bei ihr – um ihr zu sagen, dass die Zuständigen am Flughafen bereits informiert seien.

Da haben im Fahrstuhl Gestrandete auch schon mal länger auf die Reaktion des Hausmeisters vor Ort gewartet.