
Bequem soll es sein, einfach mit einem Kopfdruck zu bestellten. Aber auch mit Risiken behaftet, wie Verbraucherschützer behaupten.
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News aus der digitalen Welt

Bequem soll es sein, einfach mit einem Kopfdruck zu bestellten. Aber auch mit Risiken behaftet, wie Verbraucherschützer behaupten.
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Internet-Gerüchte werden auf Facebook millionenfach geteilt. Ob sie stimmen, klären Tom Wannenmacher und André Wolf.
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Der Name klingt wie der einer teuren Modemarke. Doch Gugi ist weder edel noch elegant, sondern brandgefährlich.
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Von Apple wird heute die Vorstellung neuer iPhone-Modelle erwartet. Anders als üblich bleibt das Design des Geräts laut Medienberichten für ein drittes Jahr weitgehend unverändert.
Gerüchten zufolge will der Konzern aber als erster Smartphone-Anbieter auf die traditionelle Buchse für Ohrhörer mit Klinken-Stecker verzichten. Sie sollen demnach künftig in den digitalen «Lightning»-Anschluss eingestöpselt werden, über den die Telefone auch aufgeladen werden.
Mit dem Wegfall der Buchse könnte künftige Telefone dünner werden. Den Spekulationen zufolge könnte Apple den neuen iPhones auch einen Adapter für Klinken-Stecker beilegen. Außerdem könnte die angebliche Registrierung der Marke «AirPods» auf drahtlose Ohrhörer mit Bluetooth-Funk hinweisen. Sofern die Gerüchte stimmen, wird interessant sein, mit welcher Begründung Apple den analogen Ohrhörer-Anschluss abschafft.
Bei der Präsentation in San Francisco (ab 19.00 Uhr MESZ) dürfte außerdem ein neues Modell von Apples Computer-Uhr angekündigt werden. Die erste Version wird seit April 2015 verkauft. Bei der neuen Version werden Veränderungen wie eine größere Batterie, ein GPS-Chip direkt in der Uhr und eine bessere Widerstandsfähigkeit gegen Wasser erwartet.
Das iPhone ist das wichtigste Produkt von Apple und die neuen Modelle haben eine besondere Bedeutung im anstehenden Weihnachtsgeschäft. In diesem Jahr gehen die Verkäufe des Geräts zum ersten Mal seit dem Start 2007 zurück. Im vergangenen Quartal fielen die Verkäufe im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 40,4 Millionen Geräte. Entsprechend sackten auch Umsatz und Gewinn des gesamten Unternehmens ab.
Auch nach dem Rückgang kommen von Apple nach Berechnungen der Marktforscher von Strategy Analytics die beiden meistverkauften Smartphone-Modelle weltweit. Das iPhone 6S vom vergangenen Herbst sei im zweiten Quartal auf dem ersten Platz mit 14,2 Millionen abgesetzten Geräten gewesen, gefolgt von dem ein Jahr älteren iPhone 6 mit 8,5 Millionen. Samsung sei mit seinem Galaxy S7 Edge auf dem dritten Platz mit 8,3 Millionen Geräten. Er rechne damit, dass die neuen iPhones genug Innovationen liefern, dass Apple an der Spitze im Premium-Segment bleibe, sagte Thomas Husson von der Analysefirma Forrester. Der südkoreanische Apple-Rivale Samsung ist insgesamt der Marktführer im Smartphone-Geschäft mit geschätzten 77 Millionen verkauften Geräten im vergangenen Vierteljahr.
Über eine mögliche kontroverse Ohrhörer-Erneuerung hinaus dürfte Apple den iPhones das übliche Upgrade verpassen: Schnellere Chips, bessere Displays. Zumindest beim größeren «Plus»-Modell soll die Kamera bisherigen Gerüchten zufolge eine zweite Linse bekommen. Und nach Informationen des bekannten Branchenanalysten Ming-Chi Kuo spendiert Apple den Geräten schließlich auch mehr Speicher: Statt 16 solle es künftig mindestens 32 Gigabyte geben, dafür falle die Version mit 64 GB weg und die nächsten Schritte seien 128 und 256 GB.
Es sieht aus, als stammt es direkt aus dem letztem Hollywood-Sci-Fi-Blockbuster – doch wenn es nach dem US-Militär geht, könnten in Zukunft Soldaten mit dem futuristischen Gerät in den Einsatz schweben: Seit letztem Jahr ist die US-Army an der Entwicklung eines Hoverbikes beteiligt, einer Art schwebenden Motorrads, dass von jeweils zwei Rotoren vorne und hinten angetrieben werden soll. Es ähnelt einer Drohne, soll aber irgendwann auch Menschen befördern können.
Seit der Ankündigung einer Kooperation mit den Firmen Malloy Aeronautics und Survice vergangenes Jahr ist es zunächst ruhig geworden, um das Hoverbike des US-Militärs. In einem Video, das nun bei dem Besuch eines hochrangigen US-Militärs in einer US-Forschungseinrichtung entstand, sind neue Aufnahmen vom Hoverbike zu sehen. (Minute 0:54)
In der Anfangsphase des Projektes erhielt das Fluggerät die Bezeichnung, „Taktisches Aufklärungsvehikel“. Wie das neue Video nun verdeutlicht, wird das Hoverbike mittlerweile als „Gemeinsames taktisches luftgestütztes Versorgungsvehikel“ (JTARV) bezeichnet. Dies deutet darauf hin, dass das US-Militär im Gegensatz zum vergangenen Jahr die zukünftigen Aufgaben des Hoverbikes eher im Bereich der Versorgung als der Aufklärung sieht. In einer Pressemitteilung der US-Army heißt es in Bezug auf das Potenzial des JTARV, „Soldaten könnten in weniger als 30 Minuten mit Nachschub versorgt werden – egal wo sie sich auf dem Schlachtfeld befinden.“
Wie die Nachrichtenagentur Reuters vergangenes Jahr berichtete, soll das Hoverbike viele Vorteile gegenüber einem Hubschrauber bieten: Das neuartige Fluggerät soll ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten, sehr flexibel einsetzbar sein und dabei sehr kostengünstig betrieben werden können. „Das Verteidigungsministerium hat Interesse an der Hoverbike-Technologie weil sie verschiedenste Rollen übernehmen kann. Es kann Truppen über schwieriges Terrain transportieren (…) und es kann zum Transport von Nachschub verwendet werden. Auch kann es als Überwachungsplattform dienen“, so Butkiewicz von der Firma Survice letztes Jahr gegenüber Reuters. Laut dem Bericht sei nun das Ziel, Prototypen zu konstruieren, die militärische Anforderungen erfüllen.
Wer jetzt befürchtet, dass der Traum vom fliegenden Motorrad US-Militärs vorbehalten bleiben wird, der kann aufatmen, denn das Hoverbike wurde von Malloy Aeronautics als ziviles Projekt gestartet. Wenn auch noch in der Entwicklung, plant Malloy Aeronautics offenbar neben der Kooperation mit dem US-Militär auch weiterhin, das Fluggerät irgendwann auch für Privatpersonen anzubieten. Auf ihrer Webseite informiert das Unternehmen regelmäßig über den aktuellen Entwicklungstand des Projektes.
In sozialen Medien macht aktuell eine klare Warnung die Runde: Man solle auf keinen Fall Whatsapp Gold installieren, heißt es in dem Kettenbrief. Die Erweiterung für den beliebtesten Messenger der Deutschen würde das Smartphone mit einem Trojaner verseuchen. Und auch die Kontakte seien in Gefahr. Wie ernst muss man die Warnung nehmen?
Zunächst einmal: Ja, es gibt eine Malware mit dem Namen Whatsapp Gold. Bereits im Frühjahr versuchten Betrüger, unbedarfte Nutzer mit Whatsapp-Nachrichten zur Installation der Schadsoftware zu bewegen. Man sei zur geheimen, goldenen Version von Whatsapp eingeladen, die nicht jeder nutzen dürfe, hieß es da. Als Features wurden mehr Emoji, Videoanrufe und – ironischerweise – eine erhöhte Sicherheit angepriesen. Bisher hätten nur Promis die Superversion nutzen dürfen. Einmal installiert, machte man aber nur Hackern die Tür zum Smartphone auf. Vorher war ein ähnlicher Schädling unter dem Namen „Whatsapp Plus“ verbreitet worden.26-So hindern Sie WhatsApp an der Datenweitergabe an Facebook-5100414478001
Ob aktuell tatsächlich eine Bedrohung besteht, ist allerdings nicht bekannt. Einen aktuellen ZDF-Bericht gibt es entgegen der Angaben des Kettenbriefes nicht, Screenshots von der Masche stammen aus dem Mai diesen Jahres. Die Warnung gilt deshalb natürlich trotzdem weiter: Bekommt man von einem Chat-Partner Whatsapp Gold angeboten, versteckt sich dahinter mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit eine Schadsoftware.
Der einfachste Schutz ist daher, die Software gar nicht erst zu installieren. Ganz allgemein sollte man Apps nur aus sicheren Quellen installieren, also aus dem Googles Play Store und Apples App Store. Apps von Drittanbietern zu installieren, ist beim iPhone ohnehin nur durch den sogenannten „Jailbreak“ möglich. Auf Android-Smartphones muss man die Möglichkeit in den Einstellungen unter „Sicherheit“ selbst aktivieren, standardmäßig ist sie vernünftigerweise abgeschaltet.
Wer Whatsapp Gold bereits auf dem Smartphone hat, sollte schleunigst das Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzen und sämtliche Kennwörter zu Online-Diensten wie E-Mail, sozialen Medien und besonders Online-Banking ändern.Diese 14 Tricks machen Sie zum… Versteckte Funktionen (2183747)
Im September kommt traditionell das neue iPhone. Dieses Jahr wird das iPhone 7 erwartet. Und wie es der Zufall so will, hat Apple genau für den 7. September 2016 ein Event angekündigt. Wir sind live vor Ort und halten Sie in diesem Live-Blog stets auf dem neuesten Stand.
Was genau Apple bei dem Event unter dem Motto „See you on the 7th“ (Wir sehen uns am siebten) zeigen wird, ist eigentlich noch geheim. Natürlich deuten alle Zeichen klar auf das iPhone 7 hin. Das soll neben gleich zwei neuen Farben und den üblichen Performance-Verbesserungen auch eine überarbeitete Kamera mitbringen. Beim Design ändert sich nur die Lage der Antennenstreifen, zudem fällt die Kopfhörerbuchse weg. Die aktuellen Gerüchte zu Apples nächstem Smartphone finden Sie in diesem Artikel.
Auch die Apple Watch 2 darf eigentlich als gesetzt gelten. Schließlich hat sich Apple seit der Vorstellung seiner ersten Smartwatch mit dem Nachfolger ganze zwei Jahre Zeit gelassen. Ob es auch eine Neuauflage des Macbook Pro geben wird, ist allerdings umstritten. Zur Zeit tendieren die Gerüchte zu einem weiteren Event im Oktober.
Im Jahr 2005, lange vor dem iPhone, wagte Apple einen Schritt, der als nahezu unmöglich galt: Das Unternehmen portierte sein gesamtes Betriebssystem Mac OSX auf Intel-Prozessoren und schaffte so mit seinem Mac-Rechnern den Sprung vom skurrilen Nischenprodukt in den Massenmarkt. Verantwortlich für den komplexen Wechsel war damals JK Scheinberg.
Gut zehn Jahre später ist Scheinberg bei seinem ehemaligen Arbeitgeber aber offenbar nicht mehr so gefragt. Scheinberg bewarb sich nämlich in einem Apple Store, nachdem er mit nur 54 Jahren in Rente gegangen war. Am Geld lag es nicht: Scheinberg hatte schlicht immer noch Hummeln im Hintern, erzählte seine Bekannte Ashton Applewhite der „New York Times“. Und so kam er auf die Idee, sich für Apples Hilfetresen, die sogenannte Genius Bar, zu bewerben.iPhone 7 Ticker 11.34
Und obwohl er gut doppelt so alt war wie seine Mitbewerber, hatte er auch nach dem ersten Gruppen-Vorstellungsgespräch ein gutes Gefühl: „Auf dem Weg nach draußen nahmen mich alle drei Personaler noch einmal zur Seite, um mir zu versichern, dass sie sich bei mir melden würden. Und ich habe nie wieder von ihnen gehört.“
An seiner Qualifikation dürfte das aber nicht gelegen haben. Die Autorin der „New York Times“ glaubt zu wissen, woran es wirklich lag: Scheinbergs Anekdote ist Teil eines langen Artikels über „Ageism“, der Alters-Diskriminierung also, der ältere Menschen in den USA und auch hierzulande vermehrt ausgesetzt sind.Life Hack Bildschirm reinigen 17.00
Sie bekommen Jobs nicht, für die sie eigentlich ausreichend oder sogar überqualifiziert sind, ausschließlich, weil man sie für zu alt hält. Dabei könnten sich die Kunden sicher glücklich schätzen, von einem brillanten Entwickler wie Scheinberg Hilfe bei ihren Tech-Problemen zu erhalten. Ob er aber wirklich wegen seines Alters den Job nicht bekam, ist natürlich offen.
Trotzdem kann er sich wohl glücklich schätzen, keine Frau zu sein. Die werden laut des Artikels schon ab dem zarten Alter von 32 Jahren wegen ihres Alters diskriminiert, zumindest in den USA. In einem Land, das weder staatliche Rente noch echte Sozialhilfe kennt, wiegt die Schwierigkeit, im Alter einen Job zu finden, noch einmal ungleich härter als hierzulande.Apple Store zukunft_9.15
Dass Internet-Seiten gehackt werden, überrascht kaum noch. Schwierig wird es nur, wenn es Seiten erwischt, bei den die Inhalte etwas sensibler sind. Etwa Shopping- oder Bankingseiten. Aber auch Porno-Portale gehören dazu. Jetzt hat es mit „Brazzers“ eines der größten erwischt. Und das könnte für viele Nutzer peinlich werden.
Bei der Seite gibt es so ziemlich alles, was Mainstream-Pornos so hergeben, von der Lehrer-Fantasie bis zum Gruppensex. Klar, so dramatisch wie beim Hack des Fremdgeh-Portals Ashley Madison dürften die Folgen beim reinen Porno-Konsum nicht ausfallen. Viele Nutzer werden wohl trotzdem gerne vorm Partner verheimlichen, dass sie sich auf Porno-Seiten herumtreiben. Zumal Brazzers anders als viele der beliebten Streaming-Portale kostenpflichtig ist. Wer dort seine Gelüste befriedigen will, ist also gezwungen, sich auch anzumelden.
Hat man sich dort nun nicht mit der Alltags-Mailadresse oder gar unter Klarnamen angemeldet, muss man sich aber wohl keine Sorgen um eifersüchtige Partner machen – und kann erstmal aufatmen. Denn Zahlungsdaten befinden sich nicht in den aufgetauchten Daten. Das könnte sich aber schnell ändern.Ashley Madison Schock bei den Fremdgehern 18.45
Geknackt wurden nämlich nicht die Seite selbst, sondern das zugehörige Forum. Zahlungsdaten sind dort nicht eingetragen, wohl aber Passwörter. Und die konnten die Hacker im Klartext abgreifen. Da die Zugangsdaten die gleichen sind wie bei der Hauptseite, ist denkbar, dass Kriminelle die Accounts systematisch durchgehen, um doch noch interessantes Material zu bekommen.
Betroffen sind aber leider nicht nur Nutzer, die ihren Account auch im Forum benutzt haben, berichtet „Vice.com“. Die Nachrichtenseite hat Kontakt mit zwei betroffenen Nutzern aufgenommen, beide hatten nie das Forum benutzt. Der Sprecher von Brazzers gab gegenüber „Vice.com“ zu, dass Forum und Seite die Account-Daten miteinander teilten. Und das, obwohl beide Seiten unter unterschiedlichen Webadressen zu finden sind.Ashley Madison Machenschaften_20Uhr
Dem Sprecher zufolge gab es bereits 2012 einen Angriff auf das Forum, bei dem die Hacker die Daten eines Teils der Nutzer abfischen konnten. Man habe danach Maßnahmen ergriffen, um die Accounts besser zu schützen. Ob die jetzt aufgetauchten Daten aus dem alten Hack stammen, ist nicht bekannt. Aktuell ist das Forum nicht zu erreichen.
Ob auch die eigenen Daten unter den jetzt aufgetauchten sind, verrät diese Webseite. Sie gleicht E-Mail-Adressen mit denen ab, die bei einer ganzen Reihe bekannter Hacks aufgetaucht sind. Der Brazzers-Hack ist auch schon dabei. Ist die eigene Mailadresse betroffen, sollte man schleunigst seine Passwörter ändern. Das sollte man ohnehin regelmäßig tun. Zudem bietet sich für viele Seiten die Nutzung von Wegwerf-Mailadressen an.
Es war eine der größten Überraschungen der gerade zu Ende gegangenen IFA: Motorola verkauft für seine Moto-Z-Reihe einen Kamera-Aufsatz, der sie zur Kompaktknipse macht – und der stammt ausgerechnet von Edelkamera-Hersteller Hasselblad. Der stellte schon die erste Kamera auf dem Mond her und ist für den Durchschnittsbürger normalerweise schlicht erschwinglich. Nun kann jeder für 300 Euro mit einer echten Hasselblad knipsen. Konkurrent Leica hatte schon Anfang des Jahres im Huawei P9 (hier bei uns im Test) einem chinesischen Smartphone-Hersteller erlaubt, sich mit der Traditionsmarke zu schmücken. Die beiden Kamera-Hersteller sind nicht alleine mit dieser Entwicklung.
Lange Zeit reichte es für die großen Elektronik-Hersteller, ihre Geräte von Jahr zu Jahr minimal zu verbessern, die Verkäufe kamen dann beinahe von selbst. Mit der Digitalisierung und vor allem der Globalisierung hat sich das dramatisch verändert. Ganze Produktsparten fielen einfach weg, plötzlich bauten auch die ehemaligen Zulieferer aus China hervorragende Produkte – und die Alteingesessenen mussten sich etwas einfallen lassen. Damit gehen Siemens, Hasselblad und Co. jeweils völlig unterschiedlich um. Die einen setzen voll auf die Zukunft, andere enden als reine Ramschmarke.
Manche Hersteller wurden nämlich von der rasanten Entwicklung schlicht überrannt. Während Kodak zu Zeiten der Film-Fotografie unter den 500 wichtigsten Unternehmen der Welt war, kam mit Einführung von digitaler Fotografie und Videoaufnahme der rasante Absturz. Mittlerweile sind sämtliche Film- und Fotobereiche verkauft, Kodak setzt nur noch auf Drucker – und auf ein Smartphone, von dem die meisten noch nie gehört haben dürften.Centriphone 20.21
Auch Sony hat die Digitalisierung nicht ganz unbeschadet überstanden. Einst stand das Unternehmen wie kein zweites für die Übermacht der japanischen Elektronikindustrie. Doch die Zeiten des Walkman sind lange vorbei. Wäre die Playstation 4 nicht so ein überwältigender Erfolg, sähe es düster aus. Bei Smartphones, Laptops und Co. haben die Japaner bisher einfach keine Begeisterung beim Kunden auslösen können – trotz eigentlich guter Produkte. Jetzt will man sich nach einer Umstrukturierung neu erfinden, erklärte Sony-Chef auf der IFA in Berlin. Und man bereite sich auf die Ära nach dem Smartphone vor. Etwa mit einem smarten Ohrknopf, der Befehle durch Nicken und Kopfschütteln annimmt. Auch das Thema Virtuelle Realität wird mit der Playstation VR aggressiv angegangen. Ob es das ist, was die Kunden wollen?SmartHome IFA 2016 18.30h
Die meisten großen deutschen Elektronik-Hersteller haben die Kurve bisher geschafft. Einige Firmen wie Grundig und Metz sind mittlerweile zwar in türkischer beziehungsweise chinesischer Hand. Die Großen – Miele, Bosch und Siemens – konnten sich trotz wachsendem Innovationsdruck bisher am Markt behaupten. Sie setzen seit einigen Jahren immer mehr auf vernetzte Geräte. Der Herd spricht da mit der Herdplatte, der Kühlschrank schießt beim Schließen der Tür ein Bild und schickt es ans Smartphone.
Das Problem dabei: Noch wirkt das alles etwas sehr gewollt. Klar, in der Industrie steht Vernetzung und das sogenannte „Internet der Dinge“ ganz oben auf der Liste der aktuellen Elektronik-Trends. Mehrwert liefert die oft krampfhaft angetackert wirkende Internetverbindung aber selten. Da sind Konkurrenten aus Fernost mit wirklich spannenden Features oft schon weiter. Noch gibt es die Extrafunktionen aber ohnehin nur im Highend-Segment. Die normalen Geräte in der Mittelklasse verkaufen sich auch ohne weiterhin ordentlich, die Marken reichen als Zugpferd aus. Das könnte sich aber schnell ändern.
Viele Hersteller von Navigationsgeräten bereiten sich bereits darauf vor. Obwohl sich Navis trotz der Konkurrenz durch das Smartphone weiter gut verkaufen, strecken Tomtom, Garmin und Co. in den letzten Jahren trotzdem die Fühler nach neuen Geschäftsfeldern aus. Weil auch Sport-Navigation ohnehin schon bei ihnen auf dem Programm stand, waren Fitness-Tracker und –Uhren natürlich ein naheliegender Schritt. Dabei wird durchaus Innovation betrieben: Das Tomtom Touch getaufte Fitnessarmband misst etwa zusätzlich zu den üblichen Werten wie Puls und Schlafverhalten auch Körperfettanteil und Muskelmasse. Ob das auf Dauer ausreichen wird, muss sich zeigen.Fernseher China Fotostrecke 14.29