Bilder zuerst bei Twitter: So versaute Apple sich beim iPhone 7 selbst die Überraschung

Wenn Apple neue Hardware vorstellt, wählt der Konzern gerne die große Bühne. So auch gestern, als das iPhone 7 das Licht der Welt erblickte. Alles an der Apple-Show war perfekt geplant, alle sollten dem Moment entgegenfiebern, wenn endlich das neue iPhone gezeigt wird. Schade, dass es da schon fast jeder im Saal gesehen hatte – nämlich bei Twitter.

Ausgerechnet Apple selbst hatte aus Versehen ein Video getwittert, in dem das neue wasserdichte Gehäuse des iPhone 7 angepriesen wurde. Und das, als auf der Bühne noch von der Apple Watch Series 2 (wir haben sie bereits ausprobiert) gesprochen wurde. Das iPhone sollte erst eine gute Stunde später enthüllt werden.iPhone 7 Handson 6.30h

Das iPhone 7 zuerst bei Twitter?

Zuerst hielten viele das Video für einen Fake, wenn auch einen extrem gut gemachten. Undenkbar schließlich, dass ausgerechnet die PR-Meister von Apple sich einen solch extremen Patzer leisten würden. Hinzu kam, dass der Account mit dem Namen @apple zwar seit fünf Jahren besteht und 520.000 Follower hat – aber keinen einzigen anderen Tweet. Auch der Tweet mit dem iPhone-Video war schnell wieder verschwunden. Aber erst, nachdem er mehrere Tausend Mal geteilt worden war.

Doch dann bestätigte Apple die Echtheit des Videos noch mal. Und schon wieder bei Twitter. Statt des Videos gab es diesmal ein Gif zu sehen, das den zweifachen optischen Zoom des iPhone 7 Plus in den Fokus hob. Von dem war vorher nicht mal in der Gerüchteküche die Rede gewesen. Die Tweets waren also echt.iPhone 7 lohnt es sich?

Verheizte Geheimnisse

Tim Cook dürfte geschäumt haben. Wie kein anderes Unternehmen schafft Apple es immer wieder, wichtige Details zu seinen Produkten so lange geheim zu halten, bis es bereit ist, sie angemessen zu präsentieren. Was für eine Verschwendung, den Zauber dann ganz beiläufig bei Twitter zu verheizen.

Ob der zuständige Social-Media-Angestellte seinen Job noch hat, ist nicht bekannt. Eines dürfte aber sicher sein: Eine so wichtige Aufgabe, wie den iPhone-Start in sozialen Netzwerken zu betreuen, wird er sobald wohl nicht mehr bekommen. Falls er überhaupt noch mal ins Netz darf.Airpods_13.30

Apple-Smartphone: So unterschiedlich viel kosten iPhones weltweit

Apple-Jünger haben diesem Tag entgegengefiebert: Am Mittwoch hat das Unternehmen in San Francisco seine Neuheiten vorgestellt, darunter auch das neue iPhone 7. Ein revolutionäres neues Design gibt es in diesem Jahr nicht. Optisch erinnern die beiden neuen iPhones bis auf Kleinigkeiten stark an die Vorgänger. Dafür aber hat sich bei der technischen Austattung einiges verändert. Bei den Preisen orientiert ich Apple hingegen am Vorgängermodell iPhone 6s.

Technische Daten des iPhone 7

  • der neue A10-Fusion-Prozessor ist 45 Prozent schneller als der A9 aus dem iPhone 6s, kann einfache Arbeiten aber stromsparender verrichten
  • die Kamera im iPhone 7 ist lichtstärker
  • das iPhone 7 Plus hat eine Doppelkamera. Die zweite Linse ermöglicht zweifachen optischen und extrem scharfen zehnfachen Digitalzoom
  • beide iPhone-7-Modelle sind wasserdicht nach IP67-Standard, können also für bis 30 Minuten bei ein Meter Wassertiefe untergetaucht werden
  • das kleinste Modell hat nun 32 statt 16 Gigabyte Speicher
  • das mittlere Modell hat 128, das größte 256 Gigabyte Speicher, das Modell in Diamant-Schwarz gibt es nur in den größeren Speichervarianten.
  • der Home-Button ist nicht mehr mechanisch, sondern ein drucksensitiver Touch-Bereich.

Für viel Wirbel sorgt der gestrichene Klinkenanschluss an der Geräteunterseite. Klassische Kopfhörer mit 3,5mm-Klinke kann man ohne Adapter (ist im Lieferumfang enthalten) nicht mehr an das Smartphone anschließen. Wer nicht zum Adapter greifen will, muss den Kopfhörer via Bluetooth oder mit einem Lightning-Kabel mit dem iPhone 7 verbinden.

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Wie viel kosten iPhone 7 und iPhone 7 Plus?

iPhone Kopfhörer KontraApple verlangt für das iPhone 7 dieselben Preise wie für das iPhone 6s, verdoppelt aber bei jedem Modell den Speicher. Das Einsteigermodell mit 32 Gb kostet  759 Euro, das mittlere mit 128 GB 869 Euro, für 256 GB Speicher werden 979 Euro fällig.

Beim iPhone 7 Plus muss man schon tiefer in die Tasche greifen, es ist teurer geworden als sein Vorgänger. Mit 32 GB verlangt Apple nun 899 Euro, wer 128 GB braucht, bezahlt 1009 Euro. Mit einem gepfefferten Preis von 1119 Euro ist das iPhone 7 Plus mit 256 GB das teuerste iPhone, das Apple je angeboten hat.

Preise schwanken je nach Land

iphone 7 pro KopfhörerPreislich wird das neue Gerät also in etwas so viel kosten wie das Vorgängermodell. Je nach Land kann der Preis – wohl auch für das iPhone 7 – jedoch stark schwanken, wie ein weltweiter Preisvergleich des iPhones 6s mit 4,7 Zoll und 16 GB Speicher zeigt. Die Zahlen stammen aus der Studie „Mapping the World’s Prices“, in der die Deutsche Bank die Preise für iPhones in 27 Ländern vergleicht.

Demnach müssen vor allem die Brasilianer tief in die Tasche greifen: Stolze 1.164 US-Dollar kostet das Gerät hier – ein Aufpreis von 65 Prozent im Gegensatz zum Kauf in den USA. Mit 935 US-Dollar liegen die iPhones in Indien auf dem zweiten Platz, gefolgt von Schweden mit 933. In Deutschland kostet das iPhone umgerechnet 853 US-Dollar – 146 mehr als in den USA und damit Platz 13 im Ranking. Die statista-Grafik zeigt, wie viel die iPhones weltweit kosten.

iPhone 7 und Co. in Bildern