
Android-Smartphones müssen nicht 600 Euro, um ihren Zweck zu erfüllen. COMPUTER BILD zeigt die besten Modelle bis 222 Euro.
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Die Talfahrt der weltweiten PC-Verkäufe hat sich im vergangenen Quartal nach Berechnungen von Marktforschern deutlich abgeschwächt. Die Analysefirma Gartner kam auf einen Absatz-Rückgang von 5,2 Prozent auf 64,3 Millionen verkaufte Notebooks und Desktop-Rechner, der Konkurrent IDC errechnete ein Minus von 4,5 Prozent bei 62,4 Millionen Geräten.
Die PC-Verkäufe sinken bereits seit einigen Jahren, weil Verbraucher und Unternehmen eher zu Smartphones und Tablets greifen. In den vergangenen Quartalen waren Rückgänge von rund zehn Prozent im Jahresvergleich die Norm.
Dass der Druck jetzt etwas nachließ, könne damit zu tun haben, dass der Dollar-Kurs binnen eines Jahres weitgehend stabil geblieben sei, erklärte Gartner-Analystin Mikako Kitagawa. Ein stärkerer Dollar verteuert Computer und Bauteile in vielen Regionen und bremst dadurch die Verkäufe. IDC erklärte, man habe für das Quartal mit einem Rückgang von 7,4 Prozent gerechnet.
Im Rest des Jahres rechnen die Marktforscher mit Rückenwind durch das Auslaufen des kostenlosen Upgrades auf das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 10. Die Aktion des Software-Riesen war unter anderem vom PC-Marktführer Lenovo kritisiert worden, weil deshalb viele den Kauf neuer Geräte aufgeschoben hätten.
Der chinesische Hersteller Lenovo blieb den Marktforschern zufolge trotz eines Verkaufsrückgangs die weltweite Nummer eins mit gut 20 Prozent Marktanteil. Der frühere Marktführer Hewlett-Packard liegt nur knapp dahinter. Dell als Nummer drei kommt auf rund 15 Prozent.
Der Trend, dass die Top-Hersteller in einem schrumpfenden Markt auf Kosten kleinerer Anbieter zulegen ging weiter. Nach Berechnungen von IDC kontrollierten Lenovo, HP und Dell zuletzt zusammen 58 Prozent der Verkäufe nach 54,2 Prozent im Vorjahresquartal. Gartner kam auf jeweils 54,8 und 51,7 Prozent.
Für Apples Mac-Computer, die sich in den vergangenen Jahren immer wieder Marktanteile gewinnen konnten, lief es diesmal nicht so gut. Mit einem Marktanteil von 7,1 Prozent sehen beide Marktforscher Apple auf Platz fünf knapp hinter Asus. Gartner errechnete für die Macs einen Absatzrückgang von 4,9 Prozent und IDC sogar von 8,3 Prozent.
Der Festplatten-Anbieter Seagate hat den zweiten Stellenabbau in weniger als zwei Wochen angekündigt. Nun sollen etwa 6500 weitere Arbeitsplätze wegfallen, rund 14 Prozent der Belegschaft, wie Seagate am Montag nach US-Börsenschluss bekanntgab.
Mit den Streichungen solle das globale Netz von Seagate gestrafft werden, hieß es. Sie dürften vor allem die Produktion in Asien treffen. Ende Juni hatte Seagate bereits den Abbau von 1600 Arbeitsplätzen angekündigt, der alle Bereiche des Unternehmens treffen soll.
Der Stellenabbau werde zunächst Kosten von 164 Millionen Dollar im gerade angebrochenen Geschäftsjahr mit sich bringen, erklärte Seagate. Das Unternehmen kämpft wie der Rest der Branche unter anderem mit den Folgen der niedrigeren Computer-Verkäufe, die seit über zwei Jahren kontinuierlich schrumpfen. Zudem wird in immer mehr Computern Flash-Speicher (SSD) statt herkömmlicher Festplatten eingesetzt. Festplatten-Marktführer Western Digital reagierte auf den Trend mit dem Kauf des Flash-Spezialisten SanDisk.
Im vergangenen Quartal lief das Geschäft für Seagate aber besser als erwartet, wie das Unternehmen betonte. Seagate erhöhte die Umsatz-Erwartung für das am 1. Juli abgeschlossene vierte Geschäftsquartal von 2,3 auf 2,65 Milliarden Dollar. Das Unternehmen setzte nach vorläufigen Zahlen rund 37 Millionen Festplatten zum Durchschnittspreis von 67 Dollar ab. Die Seagate-Aktie legte nach den Ankündigungen nachbörslich um rund 13 Prozent zu.
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