Neue Behörde soll verschlüsselte Kommunikation knacken

Eine neue Sicherheitsbehörde soll Techniken zur Überwachung von Kommunikation im Internet und über Messenger-Dienste entwickeln. Sie soll Strafverfolgern und Staatsschützern damit helfen, verschlüsselte Botschaften mitzulesen.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte in Berlin, dass es grundsätzlich Überlegungen gebe, wie Sicherheitsbehörden noch besser ihre bestehenden Befugnisse anwenden könnten und eventuell bestehende Fähigkeitslücken zu schließen. Neue rechtliche Befugnisse sollen dabei aber nicht geschaffen werden, sagte der Sprecher.

Um die gebotene Trennung zwischen Polizei und Geheimdienst zu wahren, soll die Behörde lediglich die Entschlüsselungstechniken entwickeln und bereitstellen, nicht aber selbst abhören. Dabei gehe es sowohl um Methoden des Entschlüsselns als auch darum, auf Kommunikation zuzugreifen, bevor sie verschlüsselt werde, sagte der Sprecher. Auflagen an Hersteller, Hintertüren («backdoors») einzubauen oder eine Verpflichtung für Generalschlüssel werde es dagegen nicht geben.

Wie die «Süddeutsche Zeitung» (Freitag) zusammen mit NDR und WDR berichtete, stellten zwei Staatssekretäre aus dem Bundesinnenministerium und das Kanzleramt das Vorhaben am Donnerstag Abgeordneten der großen Koalition vor.

Weil immer mehr App-Anbieter wie WhatsApp oder Telefonhersteller wie Apple inzwischen serienmäßig Verschlüsselungssysteme verwendeten oder einbauten, gingen auch richterlich angeordnete Überwachungsmaßnahmen der Sicherheitsbehörden ins Leere, warnten demnach Polizei und Bundesnachrichtendienst.

Die neue «Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich», kurz Zitis, soll demnach bereits 2017 mit rund 60 Mitarbeitern ihre Arbeit aufnehmen und als Dienstleister der Bundespolizei, dem BKA und dem Verfassungsschutz zuarbeiten. Bis 2022 solle die Behörde 400 Mitarbeiter beschäftigen. Für das kommende Jahr sei ein Budget im niedrigen zweistelligen Millionenbereich geplant.

Die Bundesregierung will damit einen anderen Weg gehen als etwa die USA. Dort liegt nach dem Streit zwischen dem iPhone-Hersteller Apple und der Bundespolizei FBI ein Gesetzentwurf vor, der Technikkonzerne verpflichtet, Ermittlern im Falle von Verschlüsselungen zu helfen.

Die Grünen kritisieren die Pläne als eine «verfassungsrechtlich hoch bedenkliche Initiative» und bemängeln das Fehlen eng umrissener Aufgaben. «Die geplante Einrichtung eines rechtlich unregulierten Zitis ist ein Frontalangriff auf die Integrität und Vertraulichkeit digitaler Kommunikation, wie sie auch durch das Grundgesetz verbürgt und geschützt wird», sagte der netzpolitische Sprecher der Grünen, Konstantin von Notz.

«c’t»: Gefährliche Sicherheitslücken in Alarmanlagen entdeckt

Gefährliche Sicherheitslücken in vernetzten Alarmanlagen haben einem Medienbericht zufolge Spionen und Dieben den Einbruch in Wohnungen und Häuser erleichtert. Redakteure des Computermagazins «c’t» sind im Rahmen eines normalen Tests solcher Geräte auf diese Lücken gestoßen.

Einbrecher hätten dadurch unter anderem ein detailliertes Bewegungsprofil ihrer potenziellen Opfer erstellen und ungestört auf Raubzug gehen können, schreibt das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe (14/2016). Mit Erscheinen des Hefts sollten die entdeckten Schwachstellen jedoch wieder behoben sein.

Ein häufig vorhandener Schwachpunkt war denkbar banal: Die Steuerungsoberfläche im Netz einiger Geräte etwa von Abus, Lupus Electronics oder Climax Technology war mit einem Standard-Login erreichbar. Auch bei der Freigabe im Netz musste dieser nicht zwingend geändert werden – und war damit einfach zu erraten.

«So wird dieser wichtige Schritt von vielen Nutzern schlicht vergessen», erklärte «c’t»-Redakteur Sven Hansen. Hinzu komme, dass sich über spezielle Online-Portale wie Shodan solche Geräte wie bei einer Google-Suche einfach auffinden ließen. «Beides zusammen führt schnell zum Alamranlagen-GAU», sagt Hansen.

Bei ihren Recherchen fanden Hansen und sein Kollege Ronald Eikenberg Hunderte offen übers Netz erreichbare Anlagen in aller Welt. Das Missbrauchspotenzial sei dabei erschreckend gewesen, so die Redakteure. Für einen Einbrecher sei es ein Leichtes, die Geräte etwa über die IP-Adresse geografisch grob zu orten. Wer noch E-Mail-Adressen oder Handynummern für den Fall eines Alarms hinterlegt, habe es potenziellen Einbrechern zusätzlich leicht gemacht.

Anhand des Anlagen-Logbuchs hätten Angreifer zudem den Tagesablauf auskundschaften können, wann etwa das Garagentor geöffnet oder die Alarmanlage scharf gestellt werde. Besonders gruselig fanden die Redakteure, dass die neuesten Anlagen des Herstellers Climax auch Kameras einbinden, «deren Überwachungsfotos ebenfalls im Web-Interface angezeigt werden».

Die Hersteller hätten allesamt «erschrocken» reagiert. Dass es sich um ein «einfaches Passwortproblem» gehandelt hat, sei für ihn schockierend gewesen, sagte Matthias Wolff, Hauptgesellschafter des Herstellers Lupus, dem Magazin. An dieser Stelle hätten die Entwickler «den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen».

«Als Sicherheitshersteller läuft es mir angesichts der offenen Systeme kalt den Rücken herunter», sagte etwa Adrian Porger, Geschäftsführer von Climax Deutschland der «c’t». Er sieht demnach trotz des vielleicht laxen Umgangs der Nutzer mit ihren Passwörtern auch die Hersteller in der Verantwortung: «Wir sind als Anbieter von Sicherheitstechnik natürlich verpflichtet, ein möglichst wasserdichtes Produkt abzuliefern.»

Inzwischen hätten die genannten Firmen Änderungen und Sicherheitsupdates herausgegeben.

Xing startet Blog-Plattform für Autoren aus der Wirtschaft

Das Karriere-Netzwerk Xing baut sein Medienangebot mit einer Blog-Plattform für prominente Autoren aus. Die Artikel der «Branchen-Insider» ergänzen das im vergangenen Herbst gestartete redaktionelle Angebot «Klartext» mit Debatten zu aktuellen Themen.

«Wir haben beim Start von Klartext festgestellt, dass wir ein Nutzerbedürfnis haben, das wir noch nicht bedient haben, und zwar dass man anderen Nutzern folgen kann», sagte Chefredakteurin Jennifer Lachman zum Start am Donnerstag der dpa.

Der international agierende Xing-Konkurrent LinkedIn, der gerade von Microsoft übernommen wird, betreibt schon seit einigen Jahren die ähnliche Plattform «Pulse». Unter den Autoren bei Xing sind zum Start unter anderem Opel-Chef Karl-Thomas Neumann und der Finanzexperte Dirk Müller. Neumann veröffentlicht auch auf der LinkedIn-Plattform. «Es ist ein grundlegender Unterschied, dass wir auf den deutschen Markt fokussiert sind und auch gezielt lokal interessante Themen ansprechen können», sagte Lachman.

Unter den Artikel, die auch ohne Xing-Mitgliedschaft gelesen werden können, gibt es Platz für Kommentare. «Wir haben durch „Klartext“ Kontakt zu sehr vielen interessanten Menschen, die etwas zu sagen haben, und diese Menschen kommen mit Texten auf uns zu – und wir hatten bisher nicht so viel Platz für Debatten», sagte Herausgeber Roland Tichy.

Das «Klartext»-Angebot könne in der Zukunft um Videos ergänzt werden, sagte Lachman. «Es ist etwas, was wir uns anschauen und überlegen, wie wir es integrieren können.» Xing, eine Tochter des Medienkonzerns Burda, hat zehn Millionen Nutzer im deutschsprachigen Raum.

Vermeintliche Betrugs-Masche: Amazon-Käufer bekommen Knete statt iPhone – aber wer zockt hier wen ab?

Wer im Internet einkauft, geht immer auch ein gewisses Risiko ein. Klar, bei Amazon und anderen seriösen Händlern ist die Wahrscheinlichkeit, einer Abzock-Masche zum Opfer zu fallen, minimal. Pech kann man aber immer haben. Vor allem, wenn man nicht direkt beim größten Shopping-Portal kauft, sondern bei dem von ihm zur Verfügung gestellten Marktplatz. Davon können einige iPhone-Käufer aktuell ein Lied singen – behaupten sie zumindest.

Ein Händler habe ihnen statt des größten Modells des iPhone 6s einen Klumpen Knete verkauft, heißt es in einer Reihe von Bewertungen auf Amazons US-Seite. Als Beweis posten sie Bilder der mit bunter Masse verschmierten Verpackungen. Ganze 17 Prozent der iPhone-Käufer bei Amazon vergeben wegen dieser und ähnlicher Abzock-Maschen nur einen Stern.Amazon Buchhändler 11.30

Wer zockt wen ab?

Doch so einfach, wie sie aussieht, scheint die ganze Geschichte nicht zu sein. Schaut man sich die Profile der Kunden an, fällt eines schnell auf: Nahezu alle haben außer dem iPhone kein einziges anderes Produkt bewertet, die meisten haben keine Wunschliste oder sonstige Anzeichen dafür, dass es sich um einen aktiven Account handelt. Die negativen Wertungen stammen also zum Großteil von frisch angelegten Amazon-Konten.

Die Abzock-Masche scheint eine ganz andere zu sein, vermutet der Blogger Cory Klein. Die Abgezockten sind nämlich gar nicht die Kunden – sondern die Händler. Die müssen sich in solchen Fällen nämlich gegenüber Amazon rechtfertigen, warum bei den Kunden gar keine iPhones angekommen sind – und ihnen den Kaufpreis zurückerstatten. Und genau das nutzen die Abzocker gnadenlos aus.iPhone 7

Händler stehen dumm da

Für die Händler ist es nahezu unmöglich zu beweisen, dass sie tatsächlich ein funktionierendes Gerät verschickt haben. Amazon entscheidet in solchen Fällen also häufig zugunsten des Käufers – oder eben des Abzockers. Die müssen nur noch das gekaufte Produkt durch etwas anderes ersetzen oder sie behaupten gleich, die Packung sei leer gewesen. Das Risiko ist dabei gering. Glaubt Amazon ihnen nicht, verkaufen sie einfach das immer noch neuwertige Produkt weiter und versuchen es mit einem neuen Account einfach noch einmal.

Amazon kann gegen solche Maschen kaum etwas unternehmen. Will der Konzern nicht generell neue Kunden vom Kundenschutz ausschließen, lässt sich die Flut an Pseudo-Beschwerden nicht vernünftig in den Griff bekommen. Das könnten nur die Händler: Sie müssten jeden Geräte-Versand mit Seriennummer in einem Beweisvideo festhalten. Das ist allerdings aufwendig und damit wohl zu teuer. Jedenfalls solange, wie die betrügerischen Käufe nicht noch mehr zunehmen.Faktenstück Amazon 10.40

Zeitung: Apple verzichtet beim iPhone auf Ohrhörer-Anschluss

Die Hinweise verdichten sich, dass Apple beim nächsten iPhone-Modell auf den traditionellen Ohrhörer-Anschluss für Klinkenstecker verzichtet. Nach entsprechenden Vorhersagen von Analysten und Gerüchten aus der Zuliefererkette berichtet das jetzt auch das «Wall Street Journal».

Damit solle das Telefon dünner und wasserfester gemacht werden, hieß es in der Nacht unter Berufung auf informierte Personen.

Kopfhörer könnte man stattdessen über den Digital-Anschluss, über den die Geräte auch geladen werden, oder per Bluetooth-Funk anschließen. Schon die bisherigen Gerüchte sorgten für den Vorwurf, es sei nicht verbraucherfreundlich, wenn Nutzer ihre Kopfhörer nicht mehr einfach in die neuen Modelle einstöpseln könnten.

Apple hat in der Vergangenheit immer wieder gewohnte Schnittstellen weggelassen und sich damit durchgesetzt. So verzichtete der Konzern bei seinem iMac-Computer auf ein Floppy-Laufwerk, als dieses noch oft genutzt wurde. Bei neueren Modellen fiel das CD-Laufwerk weg, um sie dünner zu machen. Und mit dem iPhone 5 führte Apple 2012 den neuen Digital-Anschluss ein, der alte Ladekabel nutzlos machte.

Ansonsten werde die alle zwei Jahre übliche große Erneuerung der iPhone-Serie diesmal ausbleiben, schrieb die Zeitung weiter. Beim nächsten Modell im Herbst solle es äußerlich nur geringfügige Änderungen im Vergleich zu den aktuellen Geräten geben. Auch das hatten zuvor bereits einige Analysten wie Ming-Chi Kuo von KGI Securities vorhergesagt.

Im kommenden Jahr stehe beim iPhone dann eine Generalüberholung an, schrieb das «Wall Street Journal» weiter. Unter anderem könnte Apple dabei auf den typischen Home-Button verzichten und den Fingerabdruck-Sensor direkt ins Display-Glas integrieren. Der Bildschirm könne die gesamte Fläche ohne die bisherige Umrahmung ausfüllen. Die neuen Technologien bräuchten aber Zeit, und am Design des übernächsten iPhones werde noch gearbeitet, hieß es.

Bei Apple hatte sich als Rhythmus etabliert, alle zwei Jahre Technik und Design des iPhones stark zu erneuern – und in den Jahren dazwischen das Innenleben der Geräte bei gleichbleibendem Design zu verbessern. Die aktuelle Form wurde mit dem iPhone 6 im Herbst 2014 eingeführt, seit vergangenem Jahr gibt es das modifizierte iPhone 6s.

Das Ausbleiben einer größeren Erneuerung könnte den iPhone-Absatz in diesem Jahr weiter bremsen. Schon jetzt erwarten Analysten für dieses Jahr in einem insgesamt deutlich langsamer wachsenden Markt den ersten Rückgang der iPhone-Verkäufe seit dem Start des Geräts 2007. Vor rund zwei Jahren hatten die ersten Modelle mit deutlich größeren Bildschirmen noch für einen Absatzsprung gesorgt.

Das iPhone ist das wichtigste Produkt für Apple und macht rund zwei Drittel des Geschäfts aus. Zugleich sichert sich der Konzern durch den Verzicht auf günstige Modelle den Großteil der Profite in der Smartphone-Branche.

Porno-Hörspiele: Wie Pornhub Sex-Videos für Blinde optimiert

Wohl kaum eine Branche hat vom Internet-Boom so profitiert und gleichzeitig darunter gelitten, wie die Porno-Branche. Mit einem Schlag waren Sexfilmchen im Mainstream, gleichzeitig bezahlt aber ein immer kleinerer Anteil der Zuschauer auch für das Gesehene. Nur sehbehinderte Menschen hatten bisher wenig von dem Porno-Boom. Das will Pornhub nun ändern.

Natürlich könnte man sich die Unmengen an Pornos, die die Seite zu bieten hat, auch einfach anhören. Aber dann wüsste man weder, welch weltbewegende Handlung das Filmchen gerade hat, noch welch tolle Schauspielleistung die Darsteller gerade liefern. Das bekannte Porno-Portal Pornhub hat deswegen nun mit „Descripted Video“ (beschriebene Filme) eine neue Kategorie eingeführt. Game of Thrones Pornhub 13.55h

Sexy ist anders

In den knapp 60 Clips geht es genauso zur Sache, wie in den anderen Sex-Filmchen der Seite. Nur, dass eine Erzählerin genau beschreibt, was denn da gerade so auf dem Bildschirm passiert. Die bisher nur in Englisch vorliegenden Beschreibungen schwanken dabei zwischen ein bisschen sexy und unfreiwillig komisch. Oder wüssten Sie, was ein „angenehm gebogener Rücken“ sein soll? Die extremen Genital-Nahaufnahmen wirken in detaillierter Beschreibung nicht weniger absurd.

Die Blinden-Pornos sind Teil von „Pornhub Cares“, einer PR-Offensive des Porno-Portals, die sich auf die Unterstützung benachteiligter Nutzer konzentriert. Trotzdem müssen sie wohl vor allem als Marketing gesehen werden. Denn während bei Netflix, die Beschreibung von Charakter- und Handlungs-getriebenen Geschichten durchaus einen Sinn ergibt, ist das bei Pornos viel weniger der Fall. Sexfilme setzen schon immer in erster Linie auf plumpe optische Reize – und die lassen sich eben oft nicht besonders sexy in Worte fassen.FSD-Pornhub_15.40

Apple-Gerüchte: Das neue iPhone 7 hat eine entscheidende Änderung – doch die hat es in sich

Im Herbst wird Apple das nächste iPhone vorstellen – doch das könnte deutlich weniger Neuerungen bieten, als manche Fans erwarten. Erste Gerüchte dazu gab es bereits aus Zuliefererkreisen, nun will auch das renommierte „Wall Street Journal“ entsprechende Insider-Informationen erhalten haben. Demzufolge wird das iPhone 7 – so der bislang vermutete Name – noch einmal dünner werden als das aktuelle iPhone 6s, außerdem soll es wasserdicht sein. Doch eine Änderung wird für viel Wirbel sorgen: Die Kopfhörerbuchse an der Geräteunterseite wird mit hoher Wahrscheinlichkeit gestrichen werden.

Tschüss, Kopfhörer-Klinke

Die Klinke war bislang bei allen iPhone-Generationen fester Bestandteil. Beim kommenden iPhone 7 sollen Kopfhörer stattdessen über den Lightning-Port angeschlossen werden, über den das Gerät auch geladen wird. Alternativ können moderne Kopfhörer auch via Bluetooth verbunden werden. Im Lieferumfang des iPhone 7 werden sich entweder kompatible Lightning-Kopfhörer oder ein passender Adapter befinden.iMessage Whatsapp Killer 9.30

Erste Hersteller bieten bereits Lightning-Kopfhörer an, Bluetooth-Modelle sind seit Jahren auf dem Vormarsch. Apple verschenkt derzeit etwa an Schüler und Studenten im Rahmen der „Back to School“-Aktion Bluetooth-Kopfhörer der Marke Beats beim Kauf eines neuen Macs – möglicherweise ein weiteres Indiz für den Wegfall der Klinke.

Für Apple wäre das Vorgehen typisch: Der Konzern hat sich in der Vergangenheit immer wieder über etablierte Standards hinweggesetzt. So verzichtete Apple beim Desktop-Rechner iMac auf ein Floppy-Laufwerk, als dieses noch sehr populär war. Bei neueren Modellen wurde das CD-Laufwerk gestrichen, damit die Rechner noch dünner gemacht werden konnten. Und beim iPhone 5 führte Apple 2012 den neuen Lightning-Anschluss ein, der alte Ladekabel und Dockingstations mit dem 30-Pin-Anschluss des iPods nutzlos machte.Das sind die zehn besten Funkt… Angeberwissen (2192629)

Der große iPhone-Wurf kommt 2017

Auch mit einer weiteren Tradition bricht Apple: Bislang kam alle zwei Jahre eine neue völlig neue iPhone-Generation auf den Markt. Im Jahr darauf folgte eine S-Variante mit besserer Ausstattung, aber identischem Äußeren. Diesen Tick-Tock-Rhythmus scheint Apple nun ad acta zu legen: Das 2016er-Modell orientiert sich optisch weitgehend am aktuellen iPhone 6s. Es finden lediglich kleine optische Anpassungen statt, so werden die Antennenstreifen auf der Rückseite dezenter, das große Modell soll außerdem eine Doppelkamera erhalten. Außerdem könnte es mit einem dunkelblauen Gehäuse eine fünfte Farbvariante beim iPhone geben.

iPhone Scam Amazon 7.20Den großen Wurf hebt sich Apple offenbar für das kommende Jahr auf: 2017 feiert das iPhone seinen zehnten Geburtstag, dann steht eine Generalüberholung an. Erwartet wird ein ins Display integrierter Home-Button, zudem könnte der Bildschirm erneut wachsen, weil der Rahmen um das Display wegfällt. Doch die Technik dafür ist offenbar noch nicht ganz ausgereift. Zudem könnte die Rückseite aus bruchsicherem Glas bestehen und die Display-Technologie von LCD auf OLED wechseln. Angeblich wollte Apple einige der Neuerungen bereits in das diesjährige iPhone packen, doch Probleme bei den Zulieferern machten dem Konzern einen Strich durch die Rechnung.

Das neue iPhone 7 wird vermutlich im September auf den Markt kommen. Es wird spannend sein zu sehen, ob Apple vielleicht noch Überraschungen in petto hat, die den Verkauf ankurbeln. Denn das iPhone ist mit Abstand das wichtigste Produkt für den wertvollsten Konzern der Welt und ist für knapp zwei Drittel des Umsatzes verantwortlich.

iPhone 7