Gefährliche Sicherheitslücke: Hacker hatten Zugriff auf alle DHL-Packstationen

Die DHL-Packstationen sind eigentlich eine tolle Sache. Ist man tagsüber nicht zu Hause, wenn der Postmann klingelt, kann man das Paket einfach in die gelben Container liefern lassen und man holt es zu einem späteren Zeitpunkt ab. Allerdings gelingt es Kriminellen immer wieder, die Sicherheitsmechanismen auszuhebeln. Zuletzt vor wenigen Wochen: Wie das Technikportal „Heise“ berichtet, konnten sich Kriminelle seit Anfang Juni Zugang zu den 3000 Paketautomaten der DHL verschaffen. In Deutschland nutzen etwa acht Millionen Kunden die Packstationen.

Dabei ging es den Kriminellen weniger darum, Zalando-Pakete oder Amazon-Lieferungen zu klauen, sondern um das Postfach an sich. Denn dadurch war es ihnen möglich, illegale Waren wie Drogen oder Waffen auf fremde Namen zu bestellen und so den Handel zu verschleiern. Die Sicherheitslücke wurde dem Computermagazin c’t zufolge bereits geschlossen.

Fehler in der DHL-App

Für das Manöver nutzten die Kriminellen die Smartphone-App „DHL Paket“ aus. Mit dieser ist es seit Anfang Juni möglich, die für die Entsperrung des Postfachs nötige mTan direkt auf dem Smartphone abzurufen. Zuvor wurde die mTan ausschließlich per SMS an den Kunden geschickt, was deutlich sicherer war – dann hätten die Kriminellen auch Zugriff auf die Handynummer des Kunden haben müssen. Eine Änderung der Rufnummer ist aber nur mit viel Aufwand möglich. Kannten die Kriminellen dagegen die Zugangsdaten, konnten sie die mTan einfach abfischen.

Außerdem benötigten die Hacker zum Öffnen der Packstation eine DHL-Kundenkarte. Die lässt sich der c’t zufolge aber leicht mit einem Magnetkartenschreiber fälschen. Die Packstation konnte die Fake-Karten nicht von echten unterscheiden.

DHL spielte Fall herunter

Pikant: Die Fachzeitschrift konfrontierte DHL mit der Sicherheitslücke und empfahl, „die betroffene Funktion umgehend abzuschalten“, doch die Post-Tochter spielte den Fall zunächst herunter. Es bestehe „durch dieses zusätzliche Angebot kein erhöhtes Sicherheitsrisiko“, hieß es. Erst eine Woche später, als Kriminelle bereits ein Tool für die Sicherheitslücke im Darknet verkauften, gab der Konzern seine Fehleinschätzung zu. Die Funktion wurde mittlerweile deaktiviert und wird derzeit technisch überarbeitet.

Indien versteigert wertvolle Mobilfunk-Frequenzbänder

Neu Delhi (dpa) – Indien hat die Versteigerung von Mobilfunk-Frequenzbändern angekündigt, die dem Staat potenziell eine zweistellige Milliardensumme in Euro einbringen könnte.

Finanzminister Arun Jaitley nannte die geplante Auktion auf einer Pressekonferenz «die größte Versteigerung von Funkfrequenzen, die das indische Regierungskabinett je genehmigt hat».

Demnach stehen sieben verschiedene Frequenzbänder für Mobilfunknetze zum Verkauf, darunter auch das begehrte Frequenzband um 700 Megahertz. Funkwellen innerhalb dieses Bandes können sehr kostengünstig verarbeitet werden und haben eine hohe Reichweite.

Laut Berechnungen indischer Medien könnte die indische Regierung mit der Auktion umgerechnet mehr als 70 Milliarden Euro einnehmen, wenn alle verfügbaren Frequenzbänder zum Mindestgebot ersteigert werden. Eine vorherige Auktion, in der etwa ein Fünftel der nun verfügbaren Menge versteigert wurde, hatte rund 15 Milliarden Euro erbracht.

Rajan Mathews, Chef der indischen Mobilfunkvereinigung, meldete jedoch gegenüber der Nachrichtenagentur IANS Zweifel an: «Ich sehe nicht für alle Frequenzbänder den gleichen Appetit bei den Käufern.» Insbesondere das Frequenzband um 700 Megahertz sei für fast alle indischen Mobilfunkkonzerne zu teuer.

Zahlungsbereitschaft für Online-Nachrichten steigt

Immer mehr Internetnutzer in Deutschland sind einer aktuellen Umfrage zufolge bereit, für journalistische Inhalte im Netz auch zu zahlen. Demnach haben 36 Prozent der Anwender in den vergangenen Monaten für Nachrichten oder andere Inhalte im Netz Geld ausgegeben.

Das teilte der Digitalverband Bitkom mit. Ein Jahr zuvor waren es bei einer vergleichbaren Umfrage noch 31 Prozent. «Ein gutes journalistisches Angebot lassen sich die Nutzer auch im Internet etwas kosten», sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg bei der Vorstellung der Studie.

Den Ergebnissen zufolge bezahlen 22 Prozent der Nutzer kostenpflichtiger Angebote eine monatliche Pauschale, 20 Prozent von ihnen bezahlen pro Artikel oder Ausgabe. Wer nicht bereit ist, für journalistische Inhalte im Netz Geld auszugeben, gibt als Grund die ausreichende Verfügbarkeit kostenloser Inhalte an (73 Prozent) oder ist der Meinung, dass die Qualität der Inhalte keine Bezahlung rechtfertige (50 Prozent). Zu teuer finden 32 Prozent der Befragten kostenpflichtige Beiträge im Netz.

Abrechnungsmodelle für journalistische Inhalte im Netz haben sich laut Bitkom in den Medienhäusern jedoch noch nicht wirklich durchgesetzt. Der Verband führte eine repräsentative Umfrage unter Geschäftsführern und Vorstandsmitgliedern durch. 59 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sämtliche Inhalte kostenlos anbieten.

Unter den Bezahlmodellen ist das sogenannte Freemium-Modell am populärsten (31 Prozent der Befragten), gefolgt von einer generellen Bezahlschranke (15 Prozent) sowie einem zeit- oder mengenmäßig beschränktem Zugang (7 Prozent der Befragten).

Auf den Trend zur Nachrichten-Nutzung über mobile Geräte haben der Umfrage zufolge die Medienanbieter inzwischen reagiert. So betreiben 92 Prozent der Befragten eine mobile Website, die die Darstellung der Inhalte an die kleineren Geräte anpasst. 67 Prozent bieten eine Smartphone-App an und gut die Hälfte (55 Prozent) eine Tablet-App. «Journalistische Inhalte werden zunehmend für unterschiedliche Nutzungssituationen, Zielgruppen und Gerätetypen aufbereitet», sagte Berg.

Nach Einschätzung der Experten werden Print-Formate wie Tageszeitungen und Zeitschriften im kommenden Jahr weiter an Bedeutung verlieren. Auch das Berufsbild des Journalisten wird sich demnach weiter wandeln. 40 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass in zehn Jahren journalistische Texte automatisch von Algorithmen erstellt werden.

«Intelligente Software kann Journalisten von eintönigen Routinetätigkeiten entlasten, ihn aber nicht ersetzen», betonte Berg. Für die Zukunft gehen 51 Prozent der befragten Medienmanager davon aus, dass Daten-Journalisten mit Hilfe entsprechender Software neue, zuvor unbekannte Zusammenhänge aufdecken werden. «Neue digitale Technologien können dem investigativen Journalismus zusätzlichen Schwung geben», sagte Berg.

Facebook-Chef: Nanu, Mark: Was klebt denn da auf deinem Laptop?

Facebook steht wie kaum ein anderes Medium in der Geschichte für den Verfall der Privatsphäre. Das Netzwerk will soviel wie möglich über seine Nutzer wissen, schließlich sind diese Daten bares Geld wert. Kein Wunder eigentlich, dass Facebook-Chef Mark Zuckerberg mit seinem Privatleben äußerst vorsichtig umgeht. Und sogar den Laptop vor Schnüfflern schützt.

Eigentlich wollte der Facebook-Boss nur seinem Foto-Netzwerk Instagram zum Meilenstein von 500 Millionen monatlichen Nutzern gratulieren. Dazu postete er ein Bild von sich in einem Instagram-Rahmen auf seinem Facebook-Account. Aber schnell fanden Nutzer noch mehr interessante Details. Smart-TV 19.10

Kamera und Mikro bleiben zu

Vor allem die Klebebänder über die Kamera (oberer Rand) und das Mikrofon (untere linke Seite) seines Macbook Pro haben es der Internet-Gemeinde angetan. Zuckerberg fürchtet offensichtlich, bei der Arbeit abgehört oder beobachtet zu werden.

Das ist in seinem Fall sicher deutlich weniger abwegiger als bei einem Durchschnittsmenschen. Als Normalnutzer muss man schon ziemliches Pech haben, um sich einen Schädling einzufangen, der versucht, Aufnahmen aus den eigenen vier Wänden abzufangen. Beim Chef eines Milliarden-Unternehmens dürfte es dafür schon deutlich mehr Interessenten geben. Ob Zuckerberg sich nun mehr vor chinesischen Regierungsspionen oder Konkurrenten aus dem Silicon Valley fürchtet, ist aber nicht bekannt.Facebook bald ohne Text

Wovor fürchtet sich Zuckerberg?

Seine Sicherheit lässt der Milliardär Facebook einiges kosten: 16 Bodyguards bewachten Zuckerberg zeitweise, rund 4,3 Millionen (3,8 Millionen Euro) US-Dollar kosteten seine persönlichen Sicherheitsmaßnahmen alleine im letzten Jahr. Insgesamt soll Facebook in den letzten fünf Jahren 16 Millionen US-Dollar (14 Millionen Euro) für Zuckerbergs Schutz ausgegeben haben. Zum Vergleich: Für Tim Cook musste Apple nur 209.000 Dollar springen lassen, Amazon-Chef Jeff Bezos kostet seinen Konzern knapp 1,6 Millionen Dollar.

Als Grund für den erhöhten Aufwand nennt Facebook „spezifische Bedrohungen“ gegenüber Zuckerberg. Wer oder was damit genau gemeint ist, bleibt aber unklar. Denkbar ist, dass ein Anschlag durch die Terror-Organisation Islamischer Staat befürchtet wird. Die hatte Zuckerberg in Videos persönlich als Ziel auserkoren.TechnikHack_Facebookloeschen 13.46

Absurdes Feature: LGs neuer Fernseher hat einen Zweitjob als Fliegenklatsche

So eine herumsummende Fliege oder gar Mücke kann den gemütlichen Fernsehabend schnell verderben. Das nervige Gebrumme und die Angst vor Stichen lassen Entspannung gar nicht erst aufkommen. Wie gut, wenn man dann eine Fliegenklatsche zur Hand hat – oder den neuesten Fernseher von LG.

Der kommt nämlich mit einem Feature, das bisher nur die wenigsten vermisst haben dürften: Antimoskito-Technologie. „MosquitoAway“ tauft LG seine Innovation. Wer jetzt schon die Kreditkarte gezückt hat, wird aber leider enttäuscht sein: Der bisher einzige Fernseher mit der Technologie ist für den indischen Markt bestimmt.Fernseher Warentest

Ultraschall statt chemische Keule

Dort wurde das Modell mit dem Namen „32LH520D“ auch entwickelt und gefertigt. In der feuchten Hitze des indischen Subkontinents ist Mückenabwehr deutlich nötiger als hierzulande. Jedes Jahr erkranken Hundertausende Menschen am gefährlichen Denguefieber, das durch die pieksenden Plagen übertragen wird. Durch die kritische Hygiene-Situation des südasiatischen Riesenstaates haben die Biester perfekte Bedingungen, um sich massenhaft zu vermehren. Der LG-Fernseher soll sie mit Ultraschall-Wellen immerhin aus dem Haus fernhalten. Der Mücken-Blocker ist auf der Produkt-Seite das prominenteste Feature.

Weil er anders als andere Lösungen weder auf Chemie noch auf Stromschläge setzt, ist der Antimücken-Fernseher kindersicherer als die üblichen Moskito-Maßnahmen. Menschen soll der Ultraschall nicht stören. Die Haus-Fledermäuse werden allerdings nicht begeistert sein.TV-Trends CES 20.35h

Bollywood klang noch nie so gut

Auch abseits des Mückenfeatures ist der 32-Zoll-Fernseher voll auf den indischen Markt abgestimmt. Ultrahochaufgelöste Bilder in 4K und HDR sucht man vergebens, dafür können die indischen Zuschauer mit einem eigenen Bollywood-Modus ihre knallbunten Gesangsfilme perfekt hören und sehen. Auch der Volkssport Cricket hat seine eigenen Voreinstellungen. Da macht es auch nichts, wenn das Match mal wieder den ganzen Tag dauert. Und die Teepause sah noch nie so gut aus.„Samsung Style“ wird zur Lachn… Peinlicher Produktstart (2005134)