Dyson Cyclone V10 absolute: Dyson im Test: Macht der V10 Kabelstaubsauger überflüssig?

Auf der Ifa in Berlin steht bereits das neue Topmodell: Der Dyson V10 absolutepro. Noch mehr Saugkraft verspricht der englische Staubsaugerrevolutionär damit. Bis zu einer Stunde soll der V10 dank Nickel-Cobalt-Aluminium-Akku durchhalten und will damit nicht mehr nur Zweitsauger im Haushalt sein, sondern alle anderen Modell mit Kabel ersetzen. Das hat allerdings auch seinen Preis. Das neue Dyson-Topmodel kostet stolze 619 Euro – der Wert eines einwöchigen All-inclusive-Urlaubs auf Mallorca. Herkömmliche Staubsaugermodelle mit Kabel sind zu einem Sechstel des Preises zu haben. Lohnt sich der Kauf des teuren Dyson?

Für meine 90 Quadratmeter große Wohnung habe ich nicht den V10 absolutepro, sondern das kleinere Modell V10 absolute bestellt. Der verfügt zwar nicht über den neusten Topmotor, sollte aber für meine Bedürfnisse ausreichend sein. Vorteil: Das kleinere Modell ist jetzt schon deutlich günstiger zu haben, bei Amazon wird der V10 absolute für knapp 560 Euro angeboten – und damit 60 Euro billiger als das Topmodell. Bis auf die etwas schlechtere Motorleistung sind die beiden Staubsauger identisch, im Alltag dürfte sich das allerdings kaum bemerkbar machen.

Der Dyson V10 absolute verspricht das Ende der Kabelsauger

Bisher habe ich mit einem herkömmlichen Bosch-Bodenstaubsauger mit Beutel und Kabel gesaugt. Der große Nachteil: Da ich eine Wohnung über zwei Etagen habe, war das Saugen mit Kabel meist umständlich. Ohne mindestens einmal umzustöpseln, konnte ich die ganze Wohnung nicht saugen. Außerdem verfing sich das Kabel oft unter Türen oder an der Treppenkante – nervig! Auch der Geruch des Staubsaugers – trotz Hygienefilter und häufigem Beutelwechsel – empfand ich als unangenehm. Probleme, die der Dyson V10 zu lösen verspricht.

Denn wie alle Staubsaugermodelle ist auch der Dyson V10 beutellos. Staub und Krümel werden in einem Behälter gesammelt und direkt per Knopfdruck im Mülleimer entsorgt. Doch ist das überhaupt hygienisch zu machen? Ist ein Beutel, in dem sich alles sammelt und der dann weggeworfen wird, nicht praktischer? Der Wegfall des lästigen Kabels soll es außerdem ermöglichen, die ganze Wohnung in einem Rutsch zu saugen. Doch stimmen die angegeben Akkuwerte? Und können die mitgelieferten Saugwalzen auch mit hochflorigen Teppichen fertig werden? Das soll der Test klären.

Dyson6Auspacken

Der V10 wird mit umfangreichem Zubehör geliefert. Beim Auspacken der vielen Teile war ich anfangs überfordert: Elektrobürste mit Soft-Walze, Elektrobürste mit Direkt-Antrieb, Mini-Elektrobürste, Kombi-Zubehördüse, Fugendüse, Extra-Softbürste, Wandhalterung mit Ladefunktion, Ladekabel und eine dicke Bedienungsanleitung – uff! Ich will doch nur saugen. Doch die Teile lassen sich intuitiv zusammenstecken und wirken wertig. Einzig wie die Kombi-Zubehördüse mein Leben erleichtern will, weiß ich bis heute nicht. Da der Akku vorgeladen ist, zumindest zu einem gewissen Prozentsatz, kann es auch gleich losgehen.

Saugen

Mit einem Zeigefingerdruck auf das rote Knöpfchen geht es los. Seinen Unterschied zu herkömmlichen Saugern macht der Dyson V10 schon mit seinem Geräusch deutlich. Statt sattes Brummen erklingt ein eher hochtöniges Düsengeräusch – das ist dem Zyklonenmotor geschuldet. Ich empfinde den Ton als angenehm, vor allem wenn beim Stoppen der Turbine kurzzeitig ein „Klong“ zu hören ist. Saugen für Technikfreaks.

Auch die Softwalze, die ich für meinen Parkettboden verwende, überzeugt. Krümeln und Staub geht es nicht nur per Saugkraft zu Leibe. Da die Walze rotiert, erfolgt auch eine mechanische Reinigung des Bodens. Die Walze versagt auch an den Ecken und Kanten nicht. Alles wird gut sauber. Zum Härtetest auf dem hochflorigen Teppich muss dann die herkömmliche Walze ran. Obwohl sich der Flor ab und an in der Walze verfängt und diese stoppt, klappt das Saugen gut. Durch normales auf und abgleiten setzt sich die Walze immer wieder frei und bearbeitet den Teppich gründlich. Auf dem Sofa kommen die Vorteile der Mini-Elektrowalze zum Einsatz. Mit dem gleichen Prinzip der mechanischen- und Saugreinigung entfernt sie mühelos Chipsreste und Staub.

Dyson5Nach 20 Minuten im Dauereinsatz wird allerdings der größte Nachteil des Handstaubsaugers deutlich: Er liegt mit knapp 2,7 Kilogramm ganz schön schwer in der Hand, das sich anders als bei Bodenstaubsaugern der Motor direkt an der Hand befindet. Nach dem ersten Saugen hatte ich sogar eine kleine Blase am unteren Daumen. Das verhindert man am besten dadurch, indem man das Gerät mit der anderen Hand am Rohr umfasst. Im Dauersaugbetrieb kann es außerdem nerven, dass der rote Saugknopf nicht einrastet und ständig gedrückt gehalten werden muss. Ein weiterer Nachteil ist, dass das Zubehör wegen der geringen Größe des V10 nicht in einem Fach untergebracht ist. Man muss es ständig mitschleppen.

Akkuleistung

Der V10 verfügt über drei Saugstufen. In der Position Max schafft der Absloute jeden Schmutz und übertrifft selbst die Leistung herkömmlicher Bodenstaubsauger mit Kabel. Nachteil: In dieser Position hält der Akku maximal 20 Minuten. Aber auch in der normalen Stufe enttäuscht der V10 nicht. Meine Wohnung, für die ich in der Regel 30 bis 40 Minuten brauche, konnte ich in einem Rutsch durchsaugen, ohne dass der Akku schwächelte. Der Hersteller verspricht sogar eine Akkudauer von 60 Minuten.

Dyson3Staubbehälter reinigen

Das Reinigen des Staubbehälters klappt erstaunlich mühelos. Mit einem Knopfdruck wird der Behälter gelöst, mit einem weiteren öffnet er sich. Wer es besonders hygienisch mag, kann den Dyson auch mit zur Abfalltonne nehmen und Staub und Dreck direkt darüber entsorgen. Auch das Ausspülen der Einzelteile – wie es Dyson einmal im Monat empfiehlt – funktioniert problemlos. Und vor allem: nichts mieft!

Fazit

Dyson hält Wort: Der V10 ersetzt ein Gerät mit Kabel vollständig. Meinen alten Bodenstaubsauger kann ich getrost bei Ebay verkaufen. Vermeintliche Schwächen bei hochflorigen Teppichen oder beim Akku leistet sich der Absolute nicht. Fraglich ist allerdings, wie sich die Akkuleistung im Laufe der Jahre entwickelt. Auch die Reinigung des beutellosen Geräts ist hygienischer und problemloser als gedacht. Der V10 sieht außerdem wertig und schön aus und überzeugt mit seinem kraftvollen Düsengeräusch. Kleine Schwächen zeigt der V10 bei der Handlichkeit. Ich jedenfalls will das kabellose Staubsaugen nicht mehr missen. Einzig der Anschaffungspreis ist happig. Wer günstiger Saugen will und eine schwächere Akkuleistung zu akzeptieren bereits ist, bekommt schon für weniger Geld ein gutes Gerät.

Nicht mehr zeitgemäß: Microsoft stellt Vertrieb der «Deutschen Cloud» ein

Microsoft hat sein Angebot einer deutschen Treuhänder-Cloud endgültig zum Auslaufmodell erklärt. «Die Anforderungen der Kunden haben sich in den vergangenen drei Jahren dramatisch geändert», sagte Microsoft-Manager Markus Nitschke der dpa.

«Die Kunden wollen die volle Funktionalität – vielleicht nicht gleich am ersten Tag.» Ein isolierter Cloud-Dienst sei deshalb für viele schließlich doch nicht praktikabel gewesen. Wie viele Kunden diesen Dienst aktuell nutzen, nannte Microsoft nicht.

Das Treuhänder-Angebot gemeinsam mit der Deutschen Telekom stellt Microsoft deshalb komplett ein, wie das Unternehmen auch in einem Blogeintrag mitteilte. Neukunden steht es nicht mehr zur Auswahl. Bestandskunden können den Dienst aber weiterhin nutzen, auch die erforderlichen Sicherheits-Updates sichert Microsoft weiterhin zu. Den vertraglichen Verpflichtungen werde Microsoft bei den Bestandskunden weiter nachkommen, sagte Nitschke.

Auch der Datentreuhänder Telekom will die sichere Cloud-Lösung für Bestandskunden in Deutschland weiter managen. «Vorausschauend auf die bevorstehenden Änderungen in der Microsoft-Strategie hat die Deutsche Telekom ein Service-Portfolio aufgebaut, das unseren Kunden die Möglichkeit gibt, auch weiterhin besonders sichere Cloud-Umgebungen zu nutzen», teilte die Telekom mit.

Mit zwei weiteren Rechenzentren in Frankfurt und Berlin will Microsoft der wachsenden Nachfrage nach Cloud-Angeboten in Deutschland nachkommen. Bis zum ersten Quartal 2020 werde dort der volle Funktionsumfang für die Kunden bereitstehen, sagte Nitschke. Die Angebote sind anders als bei der deutschen Cloud an das internationale Netzwerk angeschlossen. Die Daten verbleiben auch dort in Deutschland.

Ende 2015 hatte der Softwarekonzern vor allem auf die NSA-Affäre reagiert und den Service einer «deutsche Cloud» aufgebaut. Dabei fungiert die Telekom als Treuhänder, so dass Microsoft selbst in der Regel keinerlei Zugriff auf die Daten der Kunden hat. Das Unternehmen hätte auch bei Forderungen amerikanischer Behörden somit keine Daten aushändigen können.

Microsoft hatte in einem viel beachteten Verfahren versucht, der US-Regierung den Zugang zu in Irland gespeicherten E-Mails zu verweigern. Der Fall landete vor dem Obersten Gerichtshof, der den Fall aber zu den Akten legte. Die Richter verwiesen darauf, dass es aus ihrer Sicht mit dem neuen «Cloud Act» keinen Konflikt mehr gibt.

Das Ende März in Kraft getretene Gesetz sieht vor, dass amerikanische Online-Firmen US-Ermittlungsbehörden grundsätzlich Zugang zu Daten eigener Bürger gewähren müssen, auch wenn sie außerhalb der USA gespeichert sind. Zugleich können sich die Firmen dagegen wehren, wenn es um Bürger anderer Länder geht oder dadurch Gesetze anderer Staaten verletzt würden. «Diese Verpflichtung trifft für uns weiter zu», sagte Nitschke. «Wir geben keine Daten unserer Kunden heraus.»

Alexa und Co.: Amazons Smart-Home-Chef: Assistenten bald immer in Hörweite

Amazon stellt sich auf eine Zukunft ein, in der Menschen sich ganz selbstverständlich mit Technik in ihrer Umgebung unterhalten, ohne darauf zu achten, an welches Gerät sie sich gerade wenden.

«Sie werden eventuell unterscheiden, welchen digitalen Assistenten sie ansprechen – aber es wird immer weniger wichtig, welches Gerät ihnen zuhört», sagte der Smart-Home-Chef des Online-Händlers, Daniel Rausch, der dpa am Rande der Technik-Messe IFA.

Amazon ist einer der Vorreiter bei sprechenden Assistenten mit seiner Software Alexa. Sie steckt zum einen in den hauseigenen vernetzten «Echo»-Lautsprechern – und Amazon versucht massiv, sie auch in Technik anderer Anbieter unterzubringen. Inzwischen gebe es 20.000 Geräte, die Alexa unterstützten, sagte Rausch. Ende vergangenen Jahres seien es erst 4000 gewesen. Alexa steht in einem scharfen Wettbewerb mit der Konkurrenz-Software Google Assistant. Der Internet-Konzern will sich ebenfalls einen Platz in Geräten möglichst vieler Hersteller sichern. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma Canalys liegt zumindest bei vernetzten Lautsprechern der Google Assistant inzwischen vor Alexa. Apple beschränkt sich unterdessen darauf, seine Siri-Software nur in den eigenen Geräten einzusetzen.

Er gehe auch davon aus, dass die Assistenten verschiedener Anbieter nicht nur nebeneinander aktiv werden, sondern auch interagieren, sagte Rausch. Amazon und Microsoft zeigten vor einigen Monaten bereits eine Verknüpfung ihrer Programme Alexa und Cortana. Genauso rechne er damit, dass Menschen die sprechenden Assistenten auch außerhalb des Haushalts – etwa auf der Arbeit oder im Hotel – nutzen werden, sagte Rausch.

Alexa war im Mai in Negativschlagzeilen geraten, nachdem einer der Echo-Lautsprecher in den USA die Unterhaltung eines Paars aufnahm und einen ihrer Kontakte verschickte. Wie Amazon damals erklärte, hatte die Software im Echo-Lautsprecher zunächst einmal in dem Gespräch fälschlicherweise ihren Namen «Alexa» herausgehört – und dann auch die Anweisung, eine Nachricht zu versenden. Rausch bekräftigte, es habe sich um eine extrem seltene Serie von Hörfehlern gehandelt, und Amazon arbeite daran, solche Abfolgen noch unwahrscheinlicher zu machen.

Langsames Internet: Stiftung Warentest: Mit diesen sechs Tipps wird Ihr Wlan besser

Das Smartphone, der Laptop, das Tablet, der Fernseher, die Spielkonsole, der Sprachlautsprecher und so weiter und so fort: Immer mehr Geräte in unserem Zuhause brauchen Internet – und zwar meist über Wlan. Das funktioniert natürlich nur mit ausreichend gutem Empfang. Dicke Wände oder mehrere Stockwerke bringen aber auch den besten Router in die Knie. Stiftung Warentest hat mehrere Varianten getestet, das Netz zu vergrößern – und gibt Tipps, wie Sie den Empfang auch ohne neue Hardware verbessern.

Die richtige Einrichtung des Netzwerks kann tatsächlich viel ausmachen. Diese Tipps sollten Sie daher abarbeiten, bevor Sie einen Wlan-Verstärker kaufen.

Mit diesen Tipps wird das Wlan besser

  • Geräte, die nahe dem Router stehen, kann man auch per Kabel verbinden. Das entlastet nicht nur das Funknetzwerk, sondern sorgt auch für eine stabilere Datenrate. 
  • Die richtige Position des Routers und die Ausrichtung seiner Antennen können Wunder wirken. Versuchen Sie daher ruhig unterschiedliche Aufstellorte. Zudem kann es helfen, den Router etwas erhöht an der Wand aufzuhängen. 
  • Wenn in Ihrem Zuhause viele Wlan-Netzwerke zu empfangen sind, können die sich in die Quere kommen und gegenseitig stören. Wählen Sie daher im Router die automatische Kanalauswahl, damit bei Engpässen selbstständig ein ruhigerer Funkkanal gesucht werden kann.
  • Auch der Wechsel vom 2,4-GHz- ins moderne 5-GHz-Netz kann Wunder wirken. Dort sind aktuell noch deutlich weniger Funknetzwerke aktiv. Achtung: Nicht alle Endgeräte unterstützen diese Frequenz. 
  • Auch ein Router oder Repeater sollte immer auf dem neuesten Stand sein. Wie beim PC oder Smartphone holen die Hersteller gelegentlich mit Softwarekniffen mehr Leistung heraus oder beheben Fehler. Schalten Sie deshalb unbedingt automatische Updates ein.
  • Neuere Router bieten mehr Leistung. Viele Features, wie etwa 5-GHz-Netzwerke werden von älteren Modellen noch nicht unterstützt. Gegebenenfalls kann ein neuer Router das Wlan-Problem auch ohne Erweiterung meistern.

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Mesh, Repeater, Powerline: Diese Hardware-Lösungen gibt es

Sollten diese Tipps nicht helfen, muss man das Netzwerk mit Hardware erweitern. Dafür gibt es drei Varianten. 

Repeater: Ein klassischer Wlan-Verstärker übernimmt das Wlan des Routers und reicht es in einen ausgeweiteten Bereich weiter. Der größte Vorteil nach Stiftung Warentest ist der günstige Preis. Der Nachteil: Die Empfangsgeräte müssen manuell zwischen dem Netz des Routers und dem des Verstärkers hin- und herwechseln. Dabei kann es immer wieder haken.

Mesh-Netzwerke: Modernere Mesh-Netzwerke übernehmen diese Aufgabe daher selbst und reichen die Geräte automatisch an den besten Empfangspunkt weiter. Der Nachteil ist der oft hohe Preis. Hinzu kommt: Die meisten Mesh-Modelle ersetzen das Wlan des Routers, benötigen ihn aber weiterhin für den Internetzugang. Dadurch sind sie im Vergleich stromhungriger. Moderne Fritz-Boxen können allerdings mit dem passenden Repeater auch ohne Zusatzhardware ein Mesh-Netzwerk erstellen. 

Powerline: Die bei der Datenübertragung schnellste Variante sind laut Warentest sogenannte Powerlines, die den Datenstrom über Steckdosen in die Stromleitungen schicken. Es gibt auch Modelle, die den Zielraum mit Wlan versorgen können. Sie verbrauchen allerdings mehr Strom als reine Wlan-Repeater. Zudem funktionieren Powerlines nur dann gut, wenn sich alle Geräte im selben Stromkreislauf befinden.

Wie sich die einzelnen Geräte schlugen, erfahren Sie gegen Gebühr auf test.de

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Apple: Werbebilder aufgetaucht: Das sind die neuen iPhones und die Apple Watch 4

Am nächsten Mittwoch ist es soweit: Am 12. September hat Apple zu einem Event in das Steve Jobs Theater auf seinem Campus in Cupertino geladen. Unter dem Motto „Gather round“ werden Tim Cook und sein Team uns dort das nächste iPhone sowie die neue Apple Watch zeigen. Jetzt ist ihnen der Tech-Blog „9to5mac“ zuvorgekommen.

Der auf Apple-Themen spezialisierte Blog zeigt in zwei Bildern sowohl zwei der neuen iPhone-Modelle als auch die neue Apple Watch. Das Spektakuläre: Anders als bei vielen anderen Bildern, die kursieren, soll es sich nicht um Mock-Ups handeln – sondern um authentisches Presse-Material von Apple selbst. Wie „9to5mac“ an die Bilder gelang, ist nicht bekannt. Allerdings hat sich der Blog in den letzten Jahren einen Ruf als sehr zuverlässige Quelle für Apple-Gerüchte erarbeitet.Tweet 9to5mac iPhone XS

iPhone 2018 Das wissen wir zu Apples kommenden Modellen_15.20

Das verraten die Fotos

Neben den Bildern legt sich „9to5mac“ auch beim Namen fest: Das neue iPhone soll iPhone XS heißen – in beiden Versionen. Das kleine iPhone im Bild wäre demnach das Modell in 5,8 Zoll, das große das mit 6,5 Zoll Displaydiagonale. Beide sind im Design des iPhone X gehalten. Das in der Gerüchteküche erwartete Spar-iPhone in 6,2 Zoll ist auf dem Bild nicht zu sehen. Neben dem neuen Bildschirmhintergrund springt vor allem die Farbe des Metallrahmens ins Auge: Das iPhone X gibt es nur in Silber und Schwarz, das neue Modell wird wohl auch in Gold erscheinen. Darauf teasert auch schon die Einladung zum Event hin, deren Schrift in einem kupfergoldenen Ton gehalten ist. Der Farbton war schon für das iPhone X erwartet, dann aber doch nicht gezeigt worden. Apple Watch 4

Das Foto der Apple Watch 4 lässt schon mehr Neuerungen erkennen. Zum einen ist da das neue Watch Face, das bis zu acht Komplikationen zulässt. Das wird möglich, weil die neue Watch ein 15 Prozent größeres Display mitbringen soll. Im Bild scheint die Uhr zudem flacher zu sein, dieser Eindruck könnte aber auch dem Winkel geschuldet sein. Neu ist, dass der rote Punkt der LTE-Version auf der Uhrkrone durch einen schmalen Ring ersetzt wird. Auch der Seitenbutton sieht anders aus: Er scheint nicht mehr als mechanischer Knopf sondern als drucksensitiver Bereich zu funktionieren. Zwischen den Buttons befindet sich eine neue Öffnung, vermutlich ein weiteres Mikrofon.

Apple hat noch einiges zu zeigen

Trotz des Leaks wird Apple bei seinem Event sicher noch einiges zu zeigen haben. So erlauben die Bilder keine Rückschlüsse auf die Leistung der Geräte, die Optik der Rückseite oder zur Frage, ob wie spekuliert beim iPhone 3D-Touch gestrichen wird.

Auch weitere Sensoren, mit denen sde Apple Watch noch besser zum Sport-Tracking geeignet sein sollen, können die Bilder natürlich nicht zeigen. Mit dem günstigen iPhone in 6,2 Zoll ist zudem ein Gerät bisher noch gar nicht zu sehen.

Und dann ist da noch die Frage, worauf das Motto „Gather round“ inklusive mehrerer Kreise anspielt. Schließlich deutet bisher kein Leak auf ein rundes Gerät hin. Was es sonst noch so an Gerüchten zu den neuen iPhones gibt, lesen Sie in diesem Artikel.Apple Herbst 20.06

Selbstfahrendes Auto: Apple meldet erstmals Auffahrunfall mit Roboterwagen

Ein selbstfahrendes Auto mit Roboterwagen-Software von Apple ist bei einer Fahrt im Silicon Valley von einem anderen Auto angefahren worden. Es ist die erste Unfallmeldung aus dem Testprogramm des iPhone-Konzerns.

Laut dem Bericht an die kalifornische Verkehrsbehörde bewegte sich der Apple-Wagen mit Schrittgeschwindigkeit, um auf eine Schnellstraße einzubiegen, als das andere Fahrzeug mit einem Tempo von rund 24 Kilometern pro Stunde von hinten auffuhr. Niemand sei verletzt worden.

Über die Autopläne von Apple wird schon seit Jahren viel spekuliert, definitiv weiß man aber nur, dass der Konzern mehrere Dutzend umgebaute Lexus-SUV mit seiner Roboterwagen-Software in Kalifornien auf die Straße schickt. Dem Vernehmen nach arbeitete Apple zunächst an einem kompletten eigenen Auto, schwenkte dann aber auf die Entwicklung von Technologie zum autonomen Fahren um. Über den Stand des Programms ist bisher nichts bekanntgeworden.

In Kalifornien haben bereits 60 Unternehmen eine Lizenz zum Testen von selbstfahrenden Fahrzeugen erhalten, darunter auch die großen deutschen Autokonzerne. Die Anbieter sind verpflichtet, jegliche Unfälle zu melden. Dadurch weiß man auch, dass Roboterwagen relativ häufig von menschlichen Fahrern von hinten angefahren werden. Das passierte wiederholt auch Fahrzeugen der Google-Schwesterfirma Waymo, die viel in Kalifornien unterwegs sind. Waymo will bis Jahresende einen ersten kommerziellen Taxi-Service mit Roboterwagen im benachbarten Arizona startet.

10 Jahre Chrome: Wie Googles Chrome-Browser den Internet Explorer plattmachte

Seit der Suchschlitz vor 20 Jahren zum ersten Mal im Browser zu sehen war, eroberte Google langsam, aber sicher die digitale Welt. In den darauffolgenden Jahren hat der Konzern viele weitere Produkte veröffentlicht. Nicht alle waren Hits, das Social Network Google+  konnte sich etwa ebenso wenig durchsetzen wie die Datenbrille Glass.

Mit dem Chrome-Browser, der am 2. September 2008 veröffentlicht wurde, traf der Suchmaschinenriese jedoch voll ins Schwarze. Er kam zu einer Zeit, als zwei Firmen – Microsoft und Mozilla – das Internet fest unter sich aufgeteilt hatten.

Heute ist Chrome der unangefochtene König des World Wide Webs, sechs von zehn Nutzern surfen mit dem Google-Browser. Selbst in Deutschland, traditionell Firefox-Land, ist Chrome mittlerweile die Nummer eins.

Chrome war schnell und aufgeräumt

Für den Erfolg gibt es eine Reihe von Gründen. Im Vergleich zum Internet Explorer, der damals auf jedem Windows-Rechner der voreingestellte Browser war, wirkte Chrome viel aufgeräumter. Sundar Pichai, damals der verantwortliche Manager und heute Chef von Google, schrieb in einem Blogeintrag: „Wie die klassische Google-Homepage ist Chrome schnell und aufgeräumt. […] Es bringt einen dahin, wo man hinmöchte.“

Dass Chrome Ende der 2000er vor allem dem Internet Explorer zusetzte, wird an einer Zahl deutlich: In einigen Speed-Tests war Chrome sagenhafte 56-mal schneller als der Microsoft-Browser. Auch Apples Safari und Mozillas Firefox zeigte er die Rücklichter. Daran hat sich bis heute nichts geändert: Chrome ist nach wie vor einer der schnellsten Browser, auch wenn die Konkurrenz aufgeholt hat.

Beeindruckend war auch die Schlagzahl an Updates: Veröffentlichte die Konkurrenz alle paar Monate ein größeres Update, aktualisierte Google seinen Browser im Sechs-Wochen-Rhythmus. Und ständig kamen neue Features hinzu: Der Inkognito-Modus zum anonymen Surfen ist heute selbstverständlich, im Dezember 2008 feierte er im Chrome-Browser seine Premiere. 

Der nächste große Schritt folgt am 4. September: Über alle Betriebssysteme hinweg erhält Chrome eine neue Optik. Mit dem sogenannten Material Design wird alles etwas runder. Privatsphäre Apple_15.10Uhr

Vom Browser zur Plattform

Chrome war angetreten, den Etablierten das Fürchten zu lehren. Nun ist der Browser selbst zum Behemoth geworden. Damit es ihm nicht ergeht wie einst dem Internet Explorer, muss er sich immer wieder neu erfinden. Innerhalb einer Dekade entwickelte sich Chrome vom reinen Browser zu einer mächtigen Plattform. Chrome bildet die Basis von Chrome OS, Googles Cloud-Betriebssystem für Laptops und Tablets, mit denen der Konzern die Schulen erobern will. Mittlerweile können Entwickler komplette Android-Apps auf Chrome OS übertragen.

Die Pläne sind ambitioniert, ein durchschlagender Erfolg ist Chrome OS bislang aber nicht. Der weltweite Marktanteil liegt bei gerade einmal 0,6 Prozent. In Deutschland liegt er gerade einmal bei 0,1 Prozent.

Die Konkurrenz setzt auf Vertrauen

Um Marktanteile zurückzugewinnen konzentriert sich die Konkurrenz derweil auf einen ganz anderen Bereich: die Privatsphäre der Nutzer. Apple bringt mit seinen nächsten Betriebssystem-Updates einen sogenannten „Intelligenten Tracking-Schutz 2.0“ für seinen Safari-Browser. Damit soll der datenhungrigen Werbebranche das Leben schwerer gemacht werden. Eine ähnliche Richtung schlägt Mozilla mit kommenden Firefox-Versionen ein.

Die Maßnahmen richten sich vor allem gegen Facebook und Co., attackieren aber auch Googles Geschäftsmodell. Denn den Großteil seines Umsatzes erzielt der Konzern immer noch mit digitalen Werbeanzeigen. Und die sind umso wertvoller, je mehr das Unternehmen über seine Nutzer weiß.

Mozilla Firefox Interview_14.30