Video- und Computerspielmesse: Gamescom endet mit Besucherrekord

Die Video- und Computerspielmesse Gamescom hat in ihrem Jubiläumsjahr einen neuen Besucherrekord verzeichnet. Rund 370 000 Menschen kamen nach Angaben der Veranstalter in die Kölner Messehallen, um sich neue Spiele und Technik-Innovationen anzuschauen oder als Fachbesucher Geschäfte einzufädeln.

Im Vorjahr hatten die Veranstalter 355 000 Besucher gezählt. Auch die Zahl der Aussteller wuchs von 919 auf 1037. «Mit einem Ausstellerplus von knapp 13 Prozent hat sie ein nie dagewesenes Angebot präsentiert», erklärte Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse, am Gamescom-Abschlusstag am Samstag.

Die Messe hatte am Dienstag mit einem Fachbesuchertag begonnen, von Mittwoch an durften auch alle Hobby-Spieler rein. Die große Zahl an Besuchern sorgte allerdings dafür, dass es in manchen Hallen zwischenzeitlich so voll wurde, dass man kaum vorwärts kam. Rückblickend sprachen die Veranstalter von einer verstärkten «Besucherkonzentration in manchen Bereichen». In Absprache mit dem Branchenverband Game und den Ausstellern wolle man die Aufenthaltsqualität nun weiter verbessern.

Mit der mittlerweile zehnten Ausgabe hatte die Gamescom in diesem Jahr ein Jubiläum gefeiert. Motto war «Vielfalt gewinnt», was auf den Facettenreichtum der Branche hinweisen sollte. Die Gamescom gilt als weltweit größtes Event für Computer– und Videospiele.

Outfit of the Day: Jeder Zehnte kauft Klamotten nur fürs Posen bei Instagram – und schickt sie dann zurück

Wer sich richtig in Szene setzen will, aber nicht das passende Kleingeld hat, muss sich etwas einfallen lassen. Dass man etwa das teure Party-Outfit nach der Feier in den Laden zurückträgt, war schon seit Jahrzehnten ein beliebte Masche. Dank der Selbstdarstellung bei Instagram gibt es nun eine weitere, sehr verbreitete Variante: Die Kleidung wird nicht mal mehr zum Tragen gekauft – sondern nur noch für den Social-Media-Post. Und zwar vor allem von Männern.

Insgesamt gaben neun Prozent der für eine aktuelle Studie Befragten an, dass sie Klamotten nur gekauft hatten, um mit dem Outfit für ein Foto auf Instagram und Co. zu posen – und es dann sofort wieder zurückzuschickten. Das fanden die Meinungsforscher von Opinium im Auftrag des britischen Kreditkarten-Anbieters Barclaycard heraus. Sie sprachen dazu mit 2002 britischen Erwachsenen. Bei den Männern war die Quote mit 12 Prozent deutlich höher als bei den Frauen mit nur sieben Prozent. Bei der klassischen Instagram-Zielgruppe der relativ zahlungsschwachen 20- bis 30-Jährigen ist die Masche aber nicht am beliebtesten: Vor allem Menschen zwischen 35 und 44, die ja eigentlich besser situiert sind, tricksen auf diese Weise. Die für Instagram sehr wichtige Gruppe der Teenager fehlt in der Studie. Wie genau die Teilnehmer der Studie ausgewählt wurden, ist nicht bekannt. Pakete Paketshops DHL Ärger_7.45

Instagram als Image-Turbo

Bei dem Rückgabe-Shopping für Instagram scheint es vor allem um die Wahrnehmung durch andere zu gehen. Zehn Prozent der Männer gaben der Studie zufolge an, dass es ihnen peinlich sein, wenn ein Freund sie zweimal im gleichen Outfit sehen würde. Bei Frauen ging das nur sieben Prozent so. Entsprechend mehr geben die Männer laut der Studie für Klamotten aus, die sie auch behalten: 114 Pfund sollen es im Monat sein. Bei Frauen sind es nur knapp 90 Pfund. Damit hätte wohl kaum jemand gerechnet.Instagram Outfit of The Day

Die Selbstdarstellung bei Sozialen Medien wie Instagram dürfte auf den Druck der ständig wechselnden Garderobe einen deutlich merkbaren Effekt gehabt haben. Posts mit dem täglichen Outfit sind enorm beliebt, sorgen für Likes und Follower. Und reichen vielleicht irgendwann sogar zur begehrten Karriere als Influencer, der die Klamotten dann zugeschickt bekommt. Bis dahin muss man aber erstmal selbst viel Geld hinlegen. Outfit-Posts sind natürlich nur dann spannend, wenn es auch regelmäßig etwas Neues zu sehen gibt. Mit der gleichen Kombination erwischt zu werden, wird da schnell zum Fauxpas. Und der flexible Online-Handel kommt gerade recht.

Tatsächlich versuchten gleich mehrere Unternehmen schon, den schnellen Tausch der Kleidung zum Geschäftsmodell zu machen. In Großbritannien bietet etwa „Rent your Runway“ Trendmode zur Miete an. In Deutschland versuchte es die Kleiderei mit einem ähnlichen Konzept. Im Interview erklärten die Gründerinnen, wie sie unter dem Motto „Stil hast du, Kleider leihst du“, der Fast Fashion ein Gegenmodell bieten wollen. So ganz scheint das aber nicht zu klappen: Die Kleiderei macht gerade „eine Pause“, verkündet man auf der eigenen Webseite.Stern TV Kleiderfasten

Erziehung und Technologie: Hey Eltern, legt endlich das Smartphone zur Seite!

Wir gucken ständig auf das Smartphone. In der U-Bahn, beim Warten auf den durchlaufenden Kaffee – auch, wenn die Kinder dabei sind. Das hat Folgen: Eine Studie der Illinois State University zeigt, dass Kinder unter dem ständigen Blick der Eltern aufs Display leiden. Die Kinder spüren demnach schnell, wenn die Aufmerksamkeit von ihnen aufs Display wechselt. Dieser Artikel erklärt das Problem im Detail. Betrachtet man das eigene Nutzungsverhalten und das von Bekannten im Alltag, fällt zudem ein weiterer Faktor auf: Die Kinder können nicht sehen, ob es gerade um etwas wirklich Wichtiges geht – oder sich Mama und Papa nur ablenken.

Natürlich ist es immer wieder reizvoll, einen kurzen Blick auf das Smartphone zu werfen. Geht ja schnell. Schließlich könnte etwas in der Welt passiert sein. Oder zumindest im eigenen Freundeskreis. Man spielt eine Runde, um Wartezeit zu überbrücken, schaut beim Kochen schnell mal nach dem Rezept, sucht eben Weihnachtsgeschenke, postet ein kurzes Status-Update. Und weil man gar nicht mehr darüber nachdenkt, tut man das alles auch, wenn die Kinder dabei sind.Tipps Smartphone 20.15

Zeitung oder Snapchat?

Früher saß Mama am Schreibtisch, wenn Rechnungen beglichen oder die Steuer gemacht wurde, Papa hatte gut sichtbar die Zeitung geöffnet. Ob das Fotoalbum, das Kreuzworträtsel oder ein Roman: Es war immer klar zu sehen, ob das gerade Freizeit war – oder eben wichtig. Heute steckt alles in diesem kleinen, magischen Kasten. Und dazu noch Instagram, Candy Crush, lustige Katzenbilder und jede Menge sinnlose Dinge mehr.

Selbst Gespräche mit Freunden haben sich vom Telefon in den Chat verlagert. Die Kinder sehen nur, dass Mama und Papa auf das Smartphone oder Tablet schauen. Schon wieder.Amazon Echo für jeden erhältlich – lohnt er sich? 10.45

Das Smartphone am Spieltisch

Und die Eltern richten immer öfter selbst dann die Aufmerksamkeit aufs Handy, wenn sie eigentlich gerade Zeit mit dem Kind verbringen wollen. Beim Legobauen, auf dem Spielplatz, beim Abendessen. Wohl kaum jemand würde mitten während einer Partie Mensch-Ärger-Dich-Nicht die Zeitung aufschlagen, auf die eingehende Nachricht reagiert man aber selbstverständlich. Die Kinder sehen den Unterschied aber nicht. Sie bemerken nur, dass sie die Aufmerksamkeit mal wieder mit dem Smartphone teilen müssen. Oder sie ganz verlieren.

Die Unterscheidung zwischen Arbeits-Mail, Chat-Nachricht und kurzem Blick auf die Uhrzeit machen nur die Eltern. Und sie sind dabei nicht immer ehrlich. „Das war gerade wichtig, Schatz“ ist vermutlich ebenso häufig eine Ausrede, wie es stimmt. Selbst wenn es wahr ist: Die Verlockung ist groß, noch schnell mal Facebook, den Browser oder andere Apps zu öffnen, wenn man das Gerät schon in der Hand hat. Erhascht der Nachwuchs dann einen Blick auf das Display, ist die Glaubwürdigkeit vollends dahin.

Medienzeit für Mama und Papa

Auch unsere Scheinheiligkeit beim Medienkonsum der Kleinen hilft nicht. Wenn die Kinder mal auf dem Handy spielen oder Fernsehen wollen, bekommen sie natürlich zu hören, dass sie nicht so viel auf Bildschirme schauen sollen. Was an sich ja völlig richtig ist – nur eben nicht das, was wir ihnen vorleben. Vielleicht sollten wir öfter auf uns selbst hören – und auch als Eltern eine definierte Medien-Zeit einhalten. Zumindest, bis die Kinder im Bett sind.