Militär: Ups: Putins "unbesiegbare" Atomrakete ist im Nordmeer verloren gegangen

Anfang des Jahres stellte Russlands Präsident Putin sechs verschiedene neue und so Putin „unbesiegbare“ Waffensysteme vor, die Russlands Stellung als militärische Supermacht unterstreichen sollten. Allesamt Offensivwaffen, die mit extremer Geschwindigkeit im Hyperschallbereich und hoher Manövrierbarkeit die Abwehrwaffen der USA überwinden können.

Am erstaunlichsten war dabei ein Hyperschallgleiter, dem Putin eine im Prinzip unendliche Reichweite attestierte. Das Besondere an der Gleiter-Rakete: Sie verfügt über einen nuklearen Antrieb. An dem Konzept wurde schon in den 60er-Jahren gearbeitet, danach ruhten die Forschungen.

Atomrakete vier Mal gescheitert

Nun berichtet der amerikanische Nachrichtensender „CNBC“ unter Berufung auf anonyme Quellen aus den US-Geheimdiensten, die Versuche mit der neuen Waffe seien nicht vielversprechend verlaufen. Die Rakete wurde zwischen November und Februar viermal getestet, was jeweils zu einem Absturz führte.Putins Wunderwaffen 19.20

Eine nuklearbetriebene Rakete ging, dem Bericht zufolge, nach einem Test Ende letzten Jahres auf See verloren. Nun bereite sich Moskau darauf vor, das Wrack wieder zu bergen. CNBC berichtet, dass drei Schiffe versuchen werden, die Rakete aus der Barentssee zu holen. Eines der Schiffe soll in der Lage sein, mit radioaktivem Material umzugehen.

Bergung der Rakete möglich

Das Portal „The Barents Observer“ nimmt an, dass die Bergung nicht schwer sein sollte, wenn die Stelle des Einschlags bekannt. Die Barentssee ist mit einer durchschnittlichen Tiefe von 230 Metern relativ flach, nur einige Gebiete in der Nähe der Küste erreichen 300 Metern Tiefe. Schon im März berichtet das Portal darüber, dass eine mysteriöse Radioaktivität, die über Nordeuropa gemessen wurde, womöglich von Russlands neuen Atomraketen stammen könnte.

Laut US-Angaben soll der längste Testflug nur zwei Minuten gedauert haben, dabei sei die Rakete 35 Kilometer weit geflogen. Dann versagte die Steuerung und die Rakete stürzte ab. Der kürzeste Test soll nur vier Sekunden gedauert haben. Die Waffe soll für den Start einen konventionellen Antrieb verwenden, erst ab einer bestimmten Geschwindigkeit zündet dann der Nuklearantrieb. Das soll bei den Unfällen nicht gelungen sein. Russland hat Misserfolge des Raketenprogramms bestritten, aber auch keine Filmaufnahmen eines erfolgreichen Tests gezeigt. Bei der neuartigen Kinzahl-Rakete waren sofort Aufnahmen eines Langstreckenkampflugzeugs zu sehen, das mit der Hyperschallwaffe armiert war.

Begrenzte Umweltschäden durch Atomrakete

Die US-Geheimdienste gehen auf die möglichen Umweltschäden nicht ein. Nils Bøhmer, Nuklearphysiker bei der Bellona-Stiftung sprach mit dem „The Barents Observer„.

„Zunächst einmal ist es beunruhigend, dass Russland tatsächlich nuklear angetriebene Marschflugkörper testet. Aber hier brauchen wir mehr Fakten auf dem Tisch“, so Bøhmer. Er sagte, ein Absturz könnte den Reaktor beschädigen, aber der Schaden für die Umwelt hinge davon ab, ob der Reaktor zum Zeitpunkt des Aufpralls gestartet war. Die norwegische Strahlenschutzbehörde NRPA gab in einer Mitteilung bekannt, dass keine erhöhte Radioaktivität zu diesen Zeiten gemessen wurde. Der Absturz der Rakete allein verursache keine Gesundheitsrisiken, es könne aber ein lokales Kontaminationsproblem geben, so die Behörde.Hypersonic, 19.00

Onavo Protect: Apple drängt Sicherheits-App von Facebook aus dem Store

Facebooks Sicherheitsapp Onavo Protect, die nebenbei Informationen über die Nutzung anderer Anwendungen sammelte, ist aus Apples App Store für iPhone und iPad geflogen.

Dem «Wall Street Journal» zufolge zog Facebook die Anwendung auf Druck von Apple zurück. Der iPhone-Konzern schreibt vor, dass App-Entwickler keine Informationen über die Nutzung anderer Anwendungen auf den Geräten sammeln und erhobene Daten nur für den Funktionszweck der App verwendet werden.

Onavo ist eine sogenannte VPN-App, die eine sicherere Online-Verbindung herstellt. Das Online-Netzwerk erklärte, die Daten über die Nutzung anderer Apps würden nicht für die Entwicklung von Facebook-Produkten verwendet. Aber man bekomme damit einen Eindruck davon, welche Apps insgesamt populär seien und wie die Leute sie nutzten.

Apple verwies in einer Stellungnahme auf die neuen Regeln für Entwickler: «Mit der letzten Aktualisierung unserer Richtlinien haben wir ausdrücklich klargestellt, dass Apps keine Informationen zu Analyse- oder Werbezwecken darüber sammeln dürfen, welche anderen Apps auf dem Gerät eines Nutzers installiert sind und dass sie deutlich machen müssen, welche Nutzerdaten gesammelt und wie diese verwendet werden.»

Auf Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android solle Onavo weiterhin verfügbar bleiben, schrieb das «Wall Street Journal» unter Berufung auf informierte Personen. Facebook hatte die israelische Entwicklerfirma hinter Onavo bereits 2013 gekauft und die App unter anderem zur Konkurrenz-Beobachtung eingesetzt.

Apple und Facebook waren im Nachgang des Datenskandals im Cambridge Analytica in den vergangenen Monaten bereits mehrfach aneinandergeraten. Der iPhone-Konzern erschwert Facebook künftig das Datensammeln über die «Like»- und «Teilen»-Buttons im Webbrowser Safari. Firmenchef Tim Cook kritisierte auch generell den Datenhunger von Facebook – während Apple nicht auf das Ausschlachten von Nutzerdaten angewiesen sei. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bezeichnete die Äußerungen als «extrem aalglatt».

PR-Krimi: Ukrainische Hehler verscherbeln Googles neues Smartphone – Monate vor der Vorstellung

Ein verschwommenes Foto hier, ein Bauteil da: Leaks von neuen Smartphones gehören zum Geschäft. Vor allem bei viel erwarteten Geräten wie dem kommenden iPhone interessieren sich Millionen Menschen für jeden neuen Informationshappen. Kein Wunder, dass den Herstellern immer wieder unterstellt wird, mit gezielt durchgestochenen Details selbst Hype entfachen zu wollen. Was Google gerade passiert, ist aber so noch nie dagewesen.

Das neue Spitzensmartphone Pixel 3 XL ist in allen Details inklusive Videos, Testberichten und Beispiel-Fotos der Kamera im Netz aufgetaucht. Und das, obwohl es noch mindestens einen Monat geheim bleiben sollte. Eigentlich wollte der Konzern das neue Pixel wohl erst im Herbst vorstellen, die letzten beiden Geräte erschienen jeweils um den Monatwechsel von September in den Oktober. Doch diesmal hat jemand Google einen Strich durch die Rechnung gemacht – und Redaktionen und Bloggern das Gerät gleich dutzendweise für 2000 Dollar zum Kauf angeboten.Pixel 3 XL Twitter  Pixel 2 XL Test 9.00

Smartphone-Deals im Messenger

Das berichten verschiedene Medien, etwa „9to5google“. Der Youtuber „Asbyt“ wurde etwa nach eigener Auskunft per Instagram und E-Mail kontaktiert, nachdem er in einem Clip über ein geleaktes Video zu dem Gerät berichtet hatte. Der anonyme Gesprächspartner behauptete, hinter den geleakten Clips zu stecken und bot gleich ein Modell zum Kauf an. In weiteren Chats, die „9to5google“ zugespielt wurden, bietet der Verkäufer sogar gleich zehn Geräte auf einmal an. Die Ware soll demnach aus London verschifft werden, die Zahlung würde über Paypal und Bitcoin abgewickelt.

Die Verkäufer stammen nach Angaben des Google-Blogs vermutlich aus der Ukraine. In einem Blog aus dem ehemaligen Ostblockstaat tauchten die ersten Bilder auf. Kurz darauf folgten Videos, einer von ihnen enthielt erstmals einen Link zu einem Account des Messengers Telegram, über den dann der Kontakt zum tatsächlichen Hehler hergestellt wurde.

Woher die Geräte stammen, ist nicht klar. Vermutlich handelt es sich um Einheiten, die für Entwickler bestimmt waren und dann in der Fabrik oder beim Transport abgefischt wurden. Von Google heißt es nur, dass man den Fall mit Fertiger Foxconn und der eigenen Rechtsabteilung prüfe.Pixel 2 gegen iPhone 8 Plus

Das steckt im Pixel 3 XL

Das Gerät selbst ist indes deutlich unaufregender als die Hehler-Geschichte. Mit seiner Aussparung („Notch“ genannt) und seinem fast die ganze Front füllenden Display sieht es aus wie die meisten anderen Spitzenmodelle aus diesem Jahr. Auch die Ausstattung ist mit dem schnellen Prozessor Snapdragon 845, 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB Datenspeicher weitgehend Standard bin der Premium-Klasse. Die Kamera scheint nach ersten Testbildern, wie sie etwa der russische Blog „Mobile Review“ veröffentlicht, wieder sehr gut auszufallen. Tatsächlich war es Google mit dem Pixel 2 gelungen, mit Softwaretricks deutlich mehr aus der Hardware zu holen, als es den Konkurrenten möglich war. Ein Ass hat der Konzern zudem wohl noch im Ärmel: Das ebenfalls erwartete kleine Pixel 3 ist bisher noch nirgendwo aufgetaucht.Google Fahrräder Diebstahl

Xiaomi Poco F1: Dieses China-Smartphone erschüttert die Technikwelt

Bei Smartphones aus China denken viele immer noch an uninspirierte, bisweilen dreiste Klone erfolgreicher Smartphones. Apple kann ein Lied davon singen: Das aktuelle Top-Modell iPhone X mit der charakteristischen Einkerbung (Notch) im Bildschirm „inspirierte“ Dutzende Hersteller. Motorola zeigte vor wenigen Tagen die frechste Smartphone-Kopie seit Jahren, sogar das Hintergrundbild sah dem von Apple zum Verwechseln ähnlich.

Xiaomi setzt auf Riesen-Display

Nun sorgt erneut ein China-Smartphone für Schlagzeilen – das Poco F1 von Xiaomi. Allerdings nicht wegen des Äußeren, das an einen Hybrid aus iPhone X (Notch am oberen Bildschirmrand) und Samsung Galaxy S9 (Rand am unteren Bildschirmrand) erinnert. Bemerkenswert ist der Preis, der für die gebotene Technik verlangt wird.

Das Einstiegsmodell des Poco F1 mit sechs Gigabyte Arbeitsspeicher (RAM) und 64 Gigabyte Speicherplatz wird in Indien für umgerechnet gerade einmal 260 Euro verkauft. Die Variante mit 128 Gigabyte kostet knapp 300 Euro. Für den Preis bekommt man viel Technik: Im Inneren taktet ein aktueller Prozessor vom Typ Snapdragon 845, der auch im HTC U12, OnePlus 6 oder im Galaxy S9 steckt. Bei Bedarf kann der Speicher via microSD erweitert werden.

Das Display misst 6,18 Zoll und löst mit FullHD+ (2246 x 1080 Pixeln) auf. Damit bietet das Poco F1 nicht den schärfsten Bildschirm am Markt, im Alltag dürfte die Auflösung aber ausreichend sein. Über die Qualität des Displays ist bislang nichts bekannt. In der Aussparung (Notch) befinden sich die Frontkamera (20 Megapixel) und eine Infrarot-Einheit zur Gesichtsentsperrung.

Dual-Cam und Android 8.1

Auf der Rückseite befindet sich neben dem Fingerabdrucksensor eine Dual-Kamera (12 und 5 Megapixel mit f/1.9-Blende). Mit den großen Playern wird die Kamera vermutlich nicht mithalten können, bei guten Lichtbedingungen knipsen aber auch Mittelklasse-Cams erfahrungsgemäß gute, detailreiche Bilder.

Der Akku ist mit 4000 Milliamperestunden üppig bestückt und lässt sich via USB-C laden. Je nach Nutzungsintensität dürften ein bis zwei Tage Laufzeit drin sein.

Als Betriebssystem ist Android 8.1 vorinstalliert, Ende des Jahres soll ein Update auf Android 9.0 „Pie“ folgen. Allerdings hat Xiaomi sein Smartphone mit einer eigenen Benutzeroberfläche ausgestattet.

Poco F1 kommt nach Europa

Ein Grund für den niedrigen Preis: Das Poco F1 wird für den indischen Markt direkt vor Ort gebaut, was die Fertigungskosten drückt. Zudem spart man beim Gehäuse. Statt gebürstetem Metall und Glas wird Kunststoff verwendet.

In wenigen Wochen soll das Poco F1 auch nach Europa kommen. Der Preis wird mit 350 Euro etwas höher liegen, befindet sich aber immer noch im konkurrenzfähigen Rahmen. Für diesen Preis erhält man in der Regel nur Mittelklasse-Geräte oder ältere Flaggschiff-Telefone. Die offiziellen Europa-Preise werden in der nächsten Woche bekanntgegeben.

Für die Großen der Branche – Samsung, Apple, Huawei – dürfte das Telefon keine allzu große Gefahr sein. Warm anziehen müssen sich dagegen Wettbewerber wie OnePlus. Sie eroberten die Smartphone-Welt in den ergangenen Jahren mit Spitzengeräten zu niedrigen Preisen – und könnten nun mit ihren eigenen Waffen geschlagen werden.

Gefälschte Werbefotos: So tricksen uns die Handy-Hersteller aus 20.05

Erziehung und Technologie: Hey Eltern, legt endlich das Smartphone zur Seite!

Wir gucken ständig auf das Smartphone. In der U-Bahn, beim Warten auf den durchlaufenden Kaffee – auch, wenn die Kinder dabei sind. Das hat Folgen: Eine Studie der Illinois State University zeigt, dass Kinder unter dem ständigen Blick der Eltern aufs Display leiden. Die Kinder spüren demnach schnell, wenn die Aufmerksamkeit von ihnen aufs Display wechselt. Dieser Artikel erklärt das Problem im Detail. Betrachtet man das eigene Nutzungsverhalten und das von Bekannten im Alltag, fällt zudem ein weiterer Faktor auf: Die Kinder können nicht sehen, ob es gerade um etwas wirklich Wichtiges geht – oder sich Mama und Papa nur ablenken.

Natürlich ist es immer wieder reizvoll, einen kurzen Blick auf das Smartphone zu werfen. Geht ja schnell. Schließlich könnte etwas in der Welt passiert sein. Oder zumindest im eigenen Freundeskreis. Man spielt eine Runde, um Wartezeit zu überbrücken, schaut beim Kochen schnell mal nach dem Rezept, sucht eben Weihnachtsgeschenke, postet ein kurzes Status-Update. Und weil man gar nicht mehr darüber nachdenkt, tut man das alles auch, wenn die Kinder dabei sind.Tipps Smartphone 20.15

Zeitung oder Snapchat?

Früher saß Mama am Schreibtisch, wenn Rechnungen beglichen oder die Steuer gemacht wurde, Papa hatte gut sichtbar die Zeitung geöffnet. Ob das Fotoalbum, das Kreuzworträtsel oder ein Roman: Es war immer klar zu sehen, ob das gerade Freizeit war – oder eben wichtig. Heute steckt alles in diesem kleinen, magischen Kasten. Und dazu noch Instagram, Candy Crush, lustige Katzenbilder und jede Menge sinnlose Dinge mehr.

Selbst Gespräche mit Freunden haben sich vom Telefon in den Chat verlagert. Die Kinder sehen nur, dass Mama und Papa auf das Smartphone oder Tablet schauen. Schon wieder.Amazon Echo für jeden erhältlich – lohnt er sich? 10.45

Das Smartphone am Spieltisch

Und die Eltern richten immer öfter selbst dann die Aufmerksamkeit aufs Handy, wenn sie eigentlich gerade Zeit mit dem Kind verbringen wollen. Beim Legobauen, auf dem Spielplatz, beim Abendessen. Wohl kaum jemand würde mitten während einer Partie Mensch-Ärger-Dich-Nicht die Zeitung aufschlagen, auf die eingehende Nachricht reagiert man aber selbstverständlich. Die Kinder sehen den Unterschied aber nicht. Sie bemerken nur, dass sie die Aufmerksamkeit mal wieder mit dem Smartphone teilen müssen. Oder sie ganz verlieren.

Die Unterscheidung zwischen Arbeits-Mail, Chat-Nachricht und kurzem Blick auf die Uhrzeit machen nur die Eltern. Und sie sind dabei nicht immer ehrlich. „Das war gerade wichtig, Schatz“ ist vermutlich ebenso häufig eine Ausrede, wie es stimmt. Selbst wenn es wahr ist: Die Verlockung ist groß, noch schnell mal Facebook, den Browser oder andere Apps zu öffnen, wenn man das Gerät schon in der Hand hat. Erhascht der Nachwuchs dann einen Blick auf das Display, ist die Glaubwürdigkeit vollends dahin.

Medienzeit für Mama und Papa

Auch unsere Scheinheiligkeit beim Medienkonsum der Kleinen hilft nicht. Wenn die Kinder mal auf dem Handy spielen oder Fernsehen wollen, bekommen sie natürlich zu hören, dass sie nicht so viel auf Bildschirme schauen sollen. Was an sich ja völlig richtig ist – nur eben nicht das, was wir ihnen vorleben. Vielleicht sollten wir öfter auf uns selbst hören – und auch als Eltern eine definierte Medien-Zeit einhalten. Zumindest, bis die Kinder im Bett sind.

Bäriger Megastar: Japanisches Maskottchen wird YouTuber

Ein japanisches Maskottchen startet eine Karriere als YouTuber. Kumamon, der offizielle Vertreter der japanischen Präfektur Kumamoto auf der südlichen Hauptinsel Kyushu, ist ein drolliger, etwas tollpatschig aussehender Bär mit roten Backen.

Er ist der Megastar unter den von Japanern geliebten Maskottchen. Ab 3. September soll er in Videos auf YouTube sowie der Website der Provinz Kumamoto Werbung für seine Heimat machen, wie japanische Medien berichteten. Rund 40 Videos mit Kumamon seien geplant.

Tausende von «yuru-kyara» (zu Deutsch etwa «entspannte Figuren»), wie die Maskottchen in Japan genannt werden, bevölkern die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Städte, Provinzen, unzählige Unternehmen und selbst Ministerien – sie alle haben ein eigenes Maskottchen.

Hinter den flauschigen Figuren steckt ein dickes Geschäft. Nicht nur für die Präfektur Kumamoto sind Maskottchen wie Kumamon ein nicht zu unterschätzender Image-Gewinn. Der Bär ist auf unzähligen Produkten wie Lebensmitteln, Kleidern, Taschen oder Zügen zu sehen. Und ab September dann auch auf YouTube. Die jeden Montag geplanten Videos werden mit englischen Untertiteln versehen, später sollen auch Untertitel unter anderem in Deutsch und Französisch folgen, wie es hieß.

Streaming: Wie Netflix mit einem kleinen Trick Apple einen ganzen Haufen Geld kosten könnte

Milliarden für neue Serien, wachsende Abozahlen: Netflix hatte bei den Quartalszahlen im Juli jede Menge Superlative zu vermelden. 130 Millionen Abonnenten hat man mittlerweile weltweit, jeder von ihnen zahlt bis zu 15 Euro im Monat. Das spült Geld in die Kassen. Und Apple verdient dabei kräftig mit. Das könnte sich nun ändern.

Denn Netflix scheint keine Lust mehr zu haben, die berüchtigte „Apple-Steuer“ zu bezahlen. Schließt man ein Abonnement über die iOS- oder Apple-TV-App ab und zahlt über iTunes, knappst sich Apple einen ordentlichen Teil der Abogebühren ab. 30 Prozent sind es im ersten Jahr, danach werden 15 Prozent fällig. Für jede abgebuchte Monatsgebühr. Für Apple ist das hochrentabel: Seit Jahren ist Netflix eine der am besten verdienenden Apps im App Store. Nur Fortnite und Pokémon Go verdienen etwa in den USA aktuell noch mehr, beide nehmen nach Angabe von „Statista“ deutlich über eine Millionen Dollar am Tag ein. Netflix Werbung 14.35h

Apple muss draußen bleiben

Netflix dürften die Gebühren daher ein Dorn im Auge sein. Jetzt will man etwas dagegen unternehmen: In einigen Ländern testet der Konzern ein neues Anmeldeverfahren. Das klare Ziel: Apple um seine Abo-Anteile zu bringen. Will ein neuer Nutzer ein Konto anlegen, kann er das nicht mehr direkt in der App tun, sondern wird auf die Internetseite von Netflix weitergeleitet. Dort kann er sich mit anderen Zahlungsmitteln anmelden, etwa Paypal oder einer Konto-Abbuchung. Und Apple bleibt außen vor.

Seit Juni bekamen einige Nutzer in zehn Ländern die neue Option angezeigt, berichtet „Techcrunch“ unter Berufung auf einen Netflix-Sprecher. Seit dem seien 23 weitere Länder dazugekommen, unter anderem Deutschland. Jeder bekommt das Angebot aber nicht angezeigt, die Nutzer werden zufällig ausgewählt um zu prüfen, wie das Angebot ankommt. Der Test soll noch bis zum 2. September laufen.Netflix Amazon August 2018 16.33

Was ist Netflix‘ Plan?

Eine Begründung für den Strategiewechsel wollte Netflix gegenüber „Techcrunch“ nicht nennen. Eine Antwort könnte der letzte Quartalsbericht liefern: Obwohl die Nutzerzahlen immer weiter nach oben gehen, tun sie das längst nicht mehr im selben Tempo noch in den letzten Quartalen, man lag diesmal mit gut 6 Millionen neuen Nutzern sogar unter den Erwartungen. Für das nächste Quartal erwartet Netflix eine noch langsamere Zunahme. Der Gewinn kann also nur weiter steigen, wenn man die Marge erhöht – und stille Teilhaber wie Apple abschneidet.

An sich ist der Schritt nichts Neues: Spotify ließ schon vor Jahren keine Anmeldung über den App Store zu, vorher hatte der Musikstreaming-Dienst Apples Gebühr als Aufschlag an die Kunden weitergegeben. Auch Amazon erlaubt etwa keine neuen Prime-Abos über seine Apps. Und sogar Netflix selbst hat bei Android-Smartphones den Sprung gewagt: Seit Mai können Neukunden nicht mehr über Google Play zahlen. Google verlangt wie Apple in seinem Play Store eine Gebühr von 30 Prozent.

Was ändert sich für die Kunden?

Welche Änderungen Netflix für bestehende Kunden plant, ist noch nicht bekannt. Viel dürfte sich nicht ändern: Bei der Umstellung von Google Play betonte Netflix, dass alle Kunden, die aktuell darüber zahlen, das auch bis zur Stornierung des Abonnements weiter tun können. Allgemein ist die Entscheidung für Kunden trotzdem eher negativ: Sie bieten für die Kunden keinerlei Vorteile, sondern streicht nur Wahlmöglichkeiten. Manche Kunden schätzen etwa die Zahlung über iTunes, weil man alle Abonnements an einem Ort gesammelt haben möchte. Ein späterer Wechsel zu dieser Zahlungsweise wäre dann in Zukunft aber wohl nicht mehr möglich.

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