Google-Ranking: Diese 30 Fragen stellten die Deutschen 2016 am häufigsten

Der Dezember ist der Monat der Jahresrückblicke. Apple hat vergangene Woche bereits die meistgeladenen Apps, Filme und Songs aus dem iTunes-Store vorgestellt, am Mittwoch hat Google die Suchbegriffe des Jahres in mehreren Kategorien bekanntgegeben. Die Top drei der „Trending Terms“, also der im Vergleich zum Vorjahr am schnellsten gewachsenen Suchanfragen, waren in diesem Jahr „EM 2016“, „Pokémon Go“ und „iPhone 7„.

Politisch interessierten sich die Deutschen am meisten für den Brexit, der meistgesuchte Film war die Superhelden-Komödie „Deadpool“. Der gefragteste nationale Promi war Nico Rosberg vor Sarah Lombardi. Das Feld der internationalen Promis führt Donald Trump an, der meistgegoogelte Tote war der  früh verstorbene Tierheilpraktiker und Doku-Soap-Darsteller Tamme Hanken.

Deutlich interessanter sind in jedem Jahr die Fragen, die Deutschland in den Suchmaschinenschlitz tippte. Wir stellen die 30 Fragen des Jahres vor – darunter sind auch einige kuriose Treffer.prince-fragen

Warum …?

1.    Warum ist Prince gestorben?

2.    Warum haben Katzen Angst vor Gurken?

3.    Warum ist Italien Gruppensieger?

4.    Warum Hamsterkäufe?

5.    Warum Brexit?

6.    Warum hat Trump gewonnen?

7.    Warum hat Wales eine eigene Nationalmannschaft?

8.    Warum Australien ESC?

9.    Warum spielt Russland bei der EM mit?

10. Warum sitzt Kalli im Rollstuhl?

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Was …?

1.    Was hat Böhmermann gegen Erdogan gesagt?

2.    Was ist ein Putsch?

3.    Was ist Pokémon Go?

4.    Was ist Brexit?

5.    Was ist Ceta?

6.    Was sagt Russland zu Syrien?

7.    Was ist ein Reichsbürger?

8.    Was ist TTIP?

9.    Was ist eine Paywall?

10. Was los Digga ahnma?

Pokémon Go Symbol

Wie …?

1.    Wie funktioniert Pokémon Go?

2.    Wie hat Deutschland gegen Polen gespielt?

3.    Wie lange dauert ein Handballspiel?

4.    Wie alt ist Donald Trump?

5.    Wie wird der Sommer 2016?

6.    Wie alt ist Schweinsteiger?

7.    Wie alt ist Helena Fürst?

8.    Wie oft war Deutschland Europameister?

9.    Wie viele Pokémon gibt es?

10. Wie viele Einwohner hat Island?

Fotoprojekt: "Your Face is Big Data": Ein Foto reicht, um alles über uns zu erfahren

Es hilft nichts. Wer in den sozialen Medien und durch das Surfen im Internet nicht zur vollkommen öffentlichen Person werden will, der muss Facebook, Google und Co. entweder meiden (was unrealistisch ist) oder sich richtig gut mit Datenschutz-Einstellungen auskennen. Wohl selten ist das anschaulicher dargestellt worden als durch den russischen Fotografen Egor Tsvetkow. In seinem Projekt „Your Face is Big Data“ führt er uns allen eindringlich vor Augen, wie leicht praktisch jeder mit geringem Aufwand über uns fast alles erfahren kann. Und wie leicht wir zu finden sind – und zwar im realen Leben.

Tsvetkow realisierte seine Aktion schon im Frühjahr. Die Ergebnisse sind aber so beeindruckend und beängstigend, dass die Berichte sich via Facebook und andere soziale Netze immer noch verbreiten und weiterhin diskutiert werden. Was viele besonders schockiert: Es braucht nicht mehr als das Foto unseres Gesichts, um ganz nah an uns heranzukommen; uns praktisch jede Privatsphäre zu nehmen. Sechs Wochen lang war Tsvetkow in seiner Heimatstadt St. Petersburg unterwegs und fotografierte Menschen in der U-Bahn. Rund 100 Gesichter sammelte er auf diese Weise ein. Mithilfe der russischen Gesichtserkennungs-App FindFace machte er sich dann auf die Suche nach den Menschen.

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Big Data: „Sehr viel über die Personen erfahren“

Der 22-jährige Russe wollte herausfinden, wie viele Daten er über ihm völlig unbekannte Personen würde sammeln können. Mithilfe von FindFace war es ein Leichtes seine Fotos mit Bilddatenbanken, Aufzeichnungen von Überwachungskameras und Profilen in VKontakt (VK) – sozusagen das „russische Facebook“ – abzugleichen. „Ich habe sehr viel über das Leben der Personen herausgefunden, ohne überhaupt in Kontakt zu treten“, berichtete Tsvetkow dem britischen „Telegraph“. „Ich fühlte mich dabei sehr unwohl“. Letztlich war es ihm möglich, zu 70 Prozent der Menschen, die er fotografiert hatte, Kontakt aufzunehmen, heißt es in Medienberichten. Von den Personen, die damit einverstanden waren, machte er ein weiteres Foto, kombinierte diese mit den Aufnahmen aus der U-Bahn und stellte die Bilder-Combos ins Netz – zu sehen auf der russischen Fotografie-Site „Birds in Flight“.

Für den Fotografen Tsvetkow war es ein gelungenes Projekt, für den Menschen Tsvetkow ein beängstigende Erkenntnis. „Für mich ging es in diesem Projekt darum zu zeigen, wie Technologie die Möglichkeit eines Privatlebens zerstört“, sagte der gebürtige St. Petersburger der britischen BBC. „Es zeigt uns die Zukunft.“ Eine Zukunft, in der jeder überall und zu jeder Zeit ein öffentlicher Mensch ist, wenn wir nicht lernen, die eigenen Daten und damit uns selbst zu schützen. Tsvetkow fand vor allem Kontakt zu 18- bis 35-Jährigen. Ältere Menschen, die meist nicht so aktiv in sozialen Medien sind, waren schwerer zu identifizieren. Auch wenn Verzicht im digitalen Zeitalter kaum mehr möglich sein wird, zeigt dieser Umstand: Je weniger Daten wir preisgeben umso mehr sind wir geschützt.

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„Privatsphäre wird durch unseren Algorithmus zerstört“

Egor Tsvetkows Projekt lenkte die Aufmerksamkeit auch auf die unglaublichen Möglichkeiten von Gesichtserkennungs-Software. Vor allem FindFace, das Tsvetkow in seinem Projekt einsetzte, geht sehr weit – so weit, dass das Programm gelegentlich schon den Beinamen „Stalking App“ bekommen hat. Es gibt dem Nutzer ein so mächtiges Tool an die Hand, dass so manche Szene aus dem Kino-Thriller „Minority Report“ mit Tom Cruise in der Hauptrolle in absehbarer Zeit Realität werden könnte: personalisierte Werbung wo immer man geht und steht, automatische persönliche Begrüßung wenn man ein Geschäft oder eine Behörde betritt; kurz: komplettes Bewegungsprofil, komplette Überwachung.

„Ich denke schon, dass ein großer Teil der Privatsphäre durch unseren Algorithmus zerstört wird“, sagte FindFace-Erfinder Artem Kukharenko in einem Interview mit „jetzt“. „Ich sehe kein Problem darin.“ Und auf die Frage, ob er versteht, dass das manchen Leuten Angst macht: „(…) es liegt ja an dir selbst, ob du Angst haben musst. Wenn du ein guter Bürger bist und nichts zu verbergen hast, passiert dir doch durch die Gesichtserkennung nichts.“ Fragt sich allerdings, wer entscheidet, ob man ein braver Bürger ist oder nicht. Ein Algorithmus?

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Viele Nutzer warten ewig: Android-Chef: Update-Situation ist "äußerst frustrierend"

Jelly Bean, Kitkat, Lollipop, Marshmallow: Google benennt seine Android-Versionen stets nach Süßigkeiten. Die jüngste Version, Android 7.0, trägt den Namen Nougat. Doch obwohl seit August verfügbar, läuft das aktuelle Betriebssystem auf gerade einmal 0,4 Prozent aller Smartphones. Zum Vergleich: Apples iOS 10 wurde am 13. September zum Download bereitgestellt und wurde seitdem auf 63 Prozent der iPhones und iPads installiert. Für Google ist das ein Armutszeugnis.

Auf das Problem angesprochen zeigte sich der Konzern stets zurückhaltend, um den Partnern (Samsung, Huawei, LG, Sony …) nicht auf die Füße zu treten. Das hat nun offenbar ein Ende: Hiroshi Lockheimer, derzeit Senior Vice President (SVP) für Android, Chrome OS und Play bei Google, äußerte sich in einem Gespräch mit dem Portal „All about Android“ ziemlich verärgert über die aktuelle Entwicklung der Android-Versionen.

Situation ist „äußerst frustrierend“

Die Situation sei „äußerst frustrierend“, erklärte Lockheimer in ungewöhnlich deutlichen Worten. Zwar könne man nicht erwarten, dass auf mehr als 1,4 Milliarden Geräten stets das aktuellste Betriebssystem laufe, doch so lange wie derzeit dürfe die Verbreitung auf keinen Fall dauern.Smartphones unter 300 Euro 6.30h

Deshalb nimmt Google nun ein Stück weit selbst das Zepter in die Hand. Man arbeite an einer Hand voll Lösungen, erklärt Lockheimer. So soll der Aufwand für die Erstellung von Updates minimiert werden – derzeit muss jeder Hersteller die aktuelle Version an die eigene Benutzeroberfläche anpassen. Der Android-Chef geht dabei nicht ins Detail, man geht aber davon aus, dass Google mit Hilfe von sogenannten „Android Extensions“ Teile des Betriebssystems in den Play Store auslagert, um diese quasi durch die Hintertür auf dem neuesten Stand zu halten.

Zudem wolle man verstärkt mit den Herstellern in Kontakt treten, um diese von der Wichtigkeit von Updates zu überzeugen. Denn diese sind häufig keine Selbstverständlichkeit: Verkauft sich ein Smartphones nur mäßig, wird der Support häufig innerhalb weniger Monate eingestellt, meist gibt es dann nicht einmal eine Aktualisierung auf die nächsthöhere Version. Für die Kunden ist das doppelt ärgerlich: Zum einen verzichten sie auf praktische Features, zum anderen werden Sicherheitslücken nicht mehr gestopft. Kopfhörer Weihnachten 21.40

Bluetooth-Kopfhörer: Jetzt also doch: Apples Airpods kommen noch vor Weihnachten

Auf seiner Mega-Keynote im September zeigte Apple nicht nur das iPhone 7 und die Apple Watch Series 2, sondern auch die AirPods, die ersten Bluetooth-Kopfhörer des Unternehmens. Diese sollten eigentlich schon im Oktober auf den Markt kommen, doch dann verschob Apple kurzfristig den Verkaufsstart. „Wir glauben nicht daran, ein Produkt auf den Markt zu bringen, bevor es fertig ist. Und wir brauchen ein wenig mehr Zeit, bevor die AirPods bereit für unsere Kunden sind“, erklärte Apple Ende Oktober. Welche technischen Probleme genau das Release verzögerten, ist nicht bekannt.

AirPods können ab sofort vorbestellt werden

Nun wurden die Probleme offenbar behoben: Überraschend gab Apple am Dienstag den Verkaufsstart der AirPods bekannt. Die kabellosen Funk-Kopfhörer können ab sofort online für 179 Euro vorbestellt werden. Ausgeliefert werden sie ab der kommenden Woche. Wer jetzt bestellt, wird die AirPods vermutlich nicht mehr vor Heiligabend erhalten – die Lieferzeit gibt Apple derzeit mit zwei Wochen an.i7Plus-Zoom

Mit dem Wegfall der Klinkenbuchse beim iPhone 7 und iPhone 7 Plus konzentriert sich Apple verstärkt auf Bluetooth-Kopfhörer. Um die Akkulaufzeit zu erhöhen, entwickelte das Unternehmen den sogenannten W1-Chip. Dieser ist extrem stromsparend und verdoppelt die Batterielaufzeit. Beim Beats Solo 3 Wireless, in dem ebenfalls der W1-Chip steckt, erhöht sich die Akkulaufzeit von 18 (Solo 2) auf knapp 40 Stunden. Bei den AirPods gibt Apple eine Akkulaufzeit von fünf Stunden an.

Steuerung mit Siri

Der W1-Chip vereinfacht auch die Kopplung zwischen Kopfhörer und Smartphone. Nimmt man die AirPods aus der mitgelieferten Transportbox mit eingebautem Akku, sind sie direkt mit dem iPhone verbunden – simpler geht es nicht. Nutzer von Android-Geräten müssen die Kopfhörer wie bei bisherigen Modellen über das Bluetooth-Menü  verbinden.

Ein weiteres iPhone-exklusives Feature: Tippt man mit dem Finger zweimal auf einen der AirPods, startet sich der Sprachassistent Siri. Auf diese Weise kann man etwa die Lautstärke der Musik regulieren oder den Song wechseln, denn eine Fernbedienung ist nicht verbaut. Nimmt man einen der AirPods aus dem Ohr, wird die Wiedergabe automatisch pausiert.iOS Tricks Fotostrecke 8.34h

Weihnachtsgeschenke: HDR, UHD & Co.: Das müssen Sie beim Fernseher-Kauf beachten

An Weihnachten geht es ja bekanntlich nicht um Geschenke, trotzdem dürfte sich der eine oder andere über einen 4K-Fernseher unter der Tanne freuen. Blättert man durch die Prospekte der Elektronikfachhändler werden derzeit Flachbild-Fernseher in allen Größen und Preisklassen feilgeboten – vom kleinen Schlafzimmer-TV bis zur riesigen Wohnzimmer-Glotze.

Und glaubt man dem Branchenverband GFU, ist die Anschaffungsbereitschaft bei TV-Geräten derzeit sehr groß. Demnach wollen sich 40 Prozent der Deutschen bis Ende 2017 einen neuen Fernseher anschaffen.

Doch worauf kommt es bei einem Fernseher an? Welche Technik ist wichtig? Und was bedeuten 4K, SUHD und HDR? Wir erklären die wichtigsten Fernseher-Trends.

Gibt es einen Unterschied zwischen 4K und UHD?

Ultra-HD (UHD) ist quasi der neue Standard für TV-Bildschirme, er umfasst eine Auflösung von 3840 × 2160 Pixeln. Das sind viermal so viele Bildpunkte wie bei Full-HD und 20-mal mehr als bei SD-Material. Das Seitenverhältnis beträgt bei allen Formaten 16:9. Echtes 4K dagegen ist der Standard für Digitale Kinos (DCI). Es entspricht in der Regel Auflösungen mit bis zu 4096 × 2160 Pixeln. Fernseher-Hersteller benutzen das Label aus Marketing-Gründen trotzdem gerne.

Braucht man UHD überhaupt?

Egal welchen Hersteller man fragt, in einem Punkt sind sich alle einig: Der Trend geht zu größeren Fernsehern. Die Durchschnittsgröße bei gekauften Geräten ist mittlerweile bei 55 Zoll angekommen, das sind 1,40 Meter Bilddiagonale. Einige Top-Modelle gibt es sogar erst ab 65 Zoll. Wer zu solch einem XXL-Bildschirm greift, sollte unbedingt ein Modell mit Ultra-HD-Auflösung anschaffen. Selbst wenn man ganz nah vorm Fernseher sitzt, erkennt man keine Pixel mehr – vorausgesetzt, man hat auch das passende Videomaterial. Zwar übertragen Fernsehsender immer noch in HD, Streamingdienste wie Netflix und Amazon Prime bieten aber bereits UHD-Filme und -Serien an. Außerdem beherrschen auch immer mehr Smartphones (etwa das Galaxy S7 oder iPhone 7) die Aufnahme von 4K-Filmen.Warentest Boxen November

Was sind Nanopartikel?

SUHD, Quantum Dots, Nano Crystal – es gibt viele Namen, doch am Ende steht das gleiche Ergebnis: Fernseher mit Nanopartikel-Bildschirmen bieten mehr Farben. Die Farbtiefe steigt von acht auf zehn Bit. Klingt unspektakulär, doch statt wie bislang 16 Millionen können mehr als eine Milliarde unterschiedliche Farben dargestellt werden. Das sieht nicht nur schicker aus, meist ist das Bild auch heller.

Was hat es mit HDR auf sich?

HDR steht für „High Dynamic Range“ und ist die derzeit wohl spannendste Technik im TV-Segment. Vereinfacht gesagt stellen Fernseher durch die Technologie einen überdurchschnittlich hohen Kontrast und ein breiteres Farbspektrum dar. Dadurch wirken Filme natürlicher und in besonders dunklen oder hellen Bereichen sind mehr Details sichtbar. Vielen Experten zufolge hat HDR einen größeren Einfluss auf den Bildeindruck als UHD-Auflösung. Aber auch normale Zuschauer sehen den Unterschied deutlich.

Wenn man sich einen UHD-Fernseher anschafft, sollte man also zu einem Modell greifen, das HDR unterstützt. Netflix und Amazon bieten auch schon Serien und Filme mit der Technik an, allerdings ist die Auswahl bislang noch überschaubar. Aktuelle UHD-Blu-rays (etwa „Der Marsianer“) unterstützen die Technik natürlich sowieso.

Samsung Gear S3 18hFür HDR gibt es zwei Standards: HDR10 und das technisch fortgeschrittenere Dolby Vision. Dolby Vision liefert die besseren Ergebnisse, doch es ist kostenpflichtig und wird deshalb von weniger Herstellern unterstützt. Tipp: Hat der Fernseher das Label „Ultra HD Premium“, unterstützt er sowohl die höhere UHD-Auflösung als auch HDR10. Solch einen Fernseher können Sie also bedenkenlos kaufen.

Lohnen sich Curved-Fernseher?

Vor allem Samsung wirbt massiv mit Curved-TVs, das sind Fernseher mit gekrümmten Bildschirm. Die sind definitiv ein Hingucker im Wohnzimmer. Doch ein besseres Bild, wie es die Hersteller versprechen, liefern sie nicht. Das belegen Tests immer wieder. Um den perfekten Bildeindruck zu haben, muss man exakt mittig vor dem Fernseher sitzen, außerdem benötigt man riesige Bildschirmdiagonalen. Sitzt man etwas zu weit links oder rechts, nimmt die Bildqualität ab – Fußballgucken mit den Kumpels sollte man deshalb eher auf einem flachen Fernseher. Ein weiterer Nachteil: Durch die Krümmung eignen sich die Fernseher weniger für Wandhalterungen.

Sind OLED-Fernseher besser?

Samsung verbaut in seinen Fernsehern LED-Panels, LG dagegen ist einer der prominentesten Fürsprecher der OLED-Technologie. Der große Vorteil: OLEDs (Organische Leuchtdioden) benötigen keine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung, die Fernseher können deshalb noch dünner gebaut werden und erzeugen ein tieferes Schwarz. Auch die Bildschirmausleuchtung ist gleichmäßiger als etwa bei Edge-LED-Fernsehern. Dafür sind OLED-TVs deutlich teurer.Smartphones unter 300 Euro 6.30h

Was ist eigentlich aus 3D geworden?

Im Kino sind 3D-Filme immer noch äußerst populär, doch im Wohnzimmer ist die Technik weitgehend tot. Samsung etwa zog bereits endgültig den Stecker und unterstützt die Technik in seiner aktuellen TV-Generation gar nicht mehr. Andere große Hersteller wie LG unterstützen 3D noch, entwickeln die Technik aber auch nicht mehr weiter. Eine Trendumkehr ist nicht zu erwarten, auch die Streaminganbieter wie Netflix oder Amazon konzentrieren sich eher auf UHD und HDR.

Brauche ich DVB-T2 HD?

DVB-T meint nichts anderes als das digitale Antennenfernsehen, der aktuelle Standard DVB-T2 HD wurde hierzulande am 31. Mai eingeführt. Das war bitter nötig, denn jetzt unterstützt das Antennenfernsehen auch HD-Auflösung. Am 29. Mai 2017 wird deutschlandweit der Regelbetrieb in den großen Ballungszentren aufgenommen. Um die Privatsender (RTL, Pro7 und Co.) in HD sehen zu können, benötigt man aber ein CI-Modul, außerdem gibt es eine jährliche Gebühr in Höhe von 69 Euro.

Welche Betriebssysteme gibt es?

Wie auch auf Smartphones setzen die TV-Hersteller auf unterschiedliche Betriebssysteme. LG setzt bei seinen Fernsehern auf webOS, das in der aktuellen Version sehr frisch und aufgeräumt wirkt. Samsung wählt das selbst entwickelte Tizen, das etwa auch auf der Smartwatch Gear S3 läuft. Die meisten Apps gibt es für Samsung-TVs, darunter Amazon Prime Video, Netflix, Sky Ticket oder Maxdome. Sony und Philips setzen auf Android TV. Panasonic-Fernseher laufen auf der Grundlage von auf Firefox OS. Für den Nutzer macht sich die Software primär durch unterschiedliche Bedienoberflächen und abweichende App-Angebote bemerkbar. Auswirkungen auf Funktionsumfang und Ausstattung haben die Betriebssysteme jedoch nicht.Kopfhörer Weihnachten 21.40

Was ist mit Ambilight?

Ambilight ist eine Technologie, die exklusiv von Philips-Fernsehern unterstützt wird. Dabei wird das Sichtfeld des Zuschauers durch farblich zum Bildinhalt angepasste Lichter vergrößert. Netter Nebeneffekt: In dunklen Räumen, in denen der Ambilight-Fernseher die einzige Lichtquelle ist, sollen Augenbeschwerden gemindert werden.

Steht nicht schon 8K in den Startlöchern?

Stimmt. Auf Technikmessen werden bereits einige Fernseher mit 8K-Auflösung gezeigt. Doch erschwinglich ist die Technik frühestens in vier, fünf Jahren. Und selbst dann darf bezweifelt werden, dass es schon genug Inhalte gibt. Viele Fernsehsender strahlen beispielsweise bis heute nicht in Full-HD aus, obwohl die Technik mehr als ein Jahrzehnt auf dem Buckel hat. Jetzt schon auf einen 8K-Fernseher sparen ist also nicht empfehlenswert.SmartHome IFA 2016 20.10h

"In großer Hilflosigkeit": Traueranzeige für die "Toten von Aleppo" bewegt das Netz

Eigentlich wollte Angelika Becker-Held eine Anzeige für die „Toten von Aleppo“ schalten, um ihrer Trauer und ihrem Mitgefühl Ausdruck zu verleihen – „für sich selbst“, wie sie dem stern sagte. Doch innerhalb kurzer Zeit verbreitet sich die schwarz umrandete Anzeige aus der „Aachener Zeitung“ im Netz – und wird seitdem bei Facebook rege kommentiert und geteilt. Alleine über die Facebook-Seite „Zentrum für politische Schönheit“ teilten mehr als 1600 Menschen das Foto.

Die Reaktion der Facebook-Gemeinde ist dabei überwiegend positiv: „Ich finde es gut, was Frau Becker-Held macht: Sie macht aufmerksam“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer macht seiner Wut über den Konflikt Luft: „Ich trauere nicht nur, mich packt die Wut über so viel Wahnsinn, ein blühendes Land wie Syrien so zu ruinieren.“

„Anscheinend habe ich da einen Nerv getroffen“

Die Verfasserin selbst wusste zunächst nicht, dass ihre Anzeige auf Facebook geteilt wird. Dem stern sagte Becker-Held, sie habe die Anzeige eigentlich nur für sich geschaltet, um ihre Trauer und ihr Mitgefühl auszudrücken. Mit einem so großen Feedback auf die Aktion habe die Referentin für Arbeitsablauforganisation keineswegs gerechnet: „Aber anscheinend habe ich da einen Nerv getroffen“, sagt sie. Ein eigenes Facebook-Konto habe sie hingegen nicht.

12: Beobachter Rebellen kurz vor Niederlage in OstAleppo – 7fd11780c519e657Die 54-Jährige fühlt sich durch das Leid der Zivilbevölkerung im syrischen Bürgerkrieg zunehmend belastet. Auch um damit umzugehen, habe sie die Anzeige aufgegeben. „Aber es wäre schon hilfreich, wenn mehr an friedenschaffende Maßnahmen als Konsum und Kaufen gedacht würde und das auch veröffentlicht würde“, so Becker-Held. Um Flüchtlinge zu unterstützen, habe sie Kleider gespendet und mit Auskünften weitergeholfen. Darüber hinaus habe sie „Frau Merkel letzte Weihnachten zu ihrer Flüchtlingspolitik gratuliert“.

Dennoch fühlt sie sich gewissermaßen hilflos: „Was kann man machen? Beten? Einen Brief an Putin schreiben?“ Von der deutschen Politik hingegen wünscht sich Becker-Held, dass das Bundesministerium für Wirtschaft mehr gegen Waffenexporte unternimmt – und, dass die CSU mehr auf ein gutes Integrationsklima und weniger auf „Angst-Macherei“ setzt.

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T. Ammann: "Bits & Pieces": Trump, Putin und die Cyberkrieger

Da scheinen sich wohl die Richtigen gefunden zu haben: Donald Trump hält seinen künftigen Präsidenten-Kollegen Wladimir Putin für einen „starken Führer“. Was der russische Präsident wiederum über Trump denkt, ist nicht so ganz klar, aber allem Anschein nach hat er im US-Wahlkampf mit ganz besonderen Mitteln versucht, dem Bewerber Trump zum Sieg zu verhelfen – oder wenigstens ein bisschen dazu beizutragen.

Irgendwie scheinen sich die beiden Weltmachtführer erschreckend gut zu verstehen – vielleicht der Beginn einer wunder- bzw. furchtbaren Freundschaft? Wie zum Beweis hört man gerade aus dem Kreml, dass die russische Führung höchst erfreut über den möglichen nächsten US-Außenminister ist: Roy Tillerson, derzeit noch Chef des US-Ölmultis Exxon, der mit den Russen bisher schon glänzende Geschäfte gemacht hat und mit dem Freundschaftsorden des Kreml ausgezeichnet wurde.

Der US-Auslandsgeheimdienst CIA scheint sich inzwischen sicher zu sein, dass russische Cyberkrieger massiv in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingegriffen und dabei nicht nur versucht haben, die Rechtmäßigkeit des Wahlverfahrens in Zweifel zu ziehen, sondern gezielt auf Trumps Sieg hinzuarbeiten. Wie die Präsidentschaftswahl ausging, ist ja inzwischen bekannt.01-Putin reicht Trump bei Terror-Abwehr die Hand-5230762603001

Attackierten russische Hacker den Bundestag?

So wird der russische Geheimdienst FSB gleich zweier Angriffe auf die Parteizentrale der Demokraten während des Wahlkampfs verdächtigt – jener Partei, der Trumps Rivalin Hillary Clinton angehört. Und der Militärgeheimdienst GRU soll den privaten E-Mail-Account von John Podesta, Clintons Wahlkampfchef, gehackt und Tausende von Mails an Wikileaks weitergeleitet haben, die dort auch prompt veröffentlicht wurden.Memo Putin 0629

Während sich noch manche fragten, welche Rolle Wikileaks-Gründer Julian Assange in diesem finsteren Spiel zugunsten des Rechtspopulisten Trump hatte, tauchten auf Wikileaks mehr als 2.000 geheime Akten aus dem NSA-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages auf, die offenbar bei einer Cyberattacke auf das Bundestagsnetz „Parlakom“ im Frühjahr 2015 erbeutet worden waren.

Als Angreifer auf das höchste deutsche Verfassungsorgan hatten und haben deutsche Sicherheitsexperten die russischen Staatshacker in Verdacht, und wenn das so wäre, dann stünden die Russen 70 Jahre nach Kriegsende wieder an der Spree – diesmal aber nicht mit Panzern und Kanonen, sondern mit Computerviren und Trojanischen Pferden.

Die Russen wollen Verunsicherung und Destabilisierung

Fünfzehn Rechner wurden entdeckt, die nachweislich durch Hacker infiziert wurden. Die Angreifer dürften sich mit Administratorenrechten den Zugang zum System und damit zur gesamten Kommunikation des Parlaments verschafft haben. Sie hatten wohl Zugriff auf beliebige Systeme des Bundestages sowie auf alle Zugangsdaten der Fraktionen, Abgeordneten und Bundestags-Mitarbeiter. Ein Fall, der weltweit bislang ohne Beispiel ist, und der eine Ahnung davon gibt, was uns im Bundestagswahlkampf 2017 noch bevorsteht.

Teaser (2194665-teaser225684382)Das russische Prinzip, so scheint es, heißt Verunsicherung und Destabilisierung durch Cyberattacken. Und Kreml-Chef Putin scheint daran seine klammheimliche Freude zu haben. Wir dürfen in dem Zusammenhang nicht vergessen, dass der Mann, der dem US-Spionagedienst NSA den Super-GAU seiner gesamten Geschichte beschert hat, auf absehbare Zeit noch in Moskau Asyl genießt: Edward Snowden.

Einen Whistleblower wie ihn gibt es in Putins Reich nicht, deshalb dringt über die Aktivitäten der russischen Staatshacker so gut wie nichts nach draußen. Man vermutet, dass die staatlichen Hacker vom Geheimdienst FSO gesteuert werden, der aus dem sowjetischen KGB hervorgegangen ist. In der Stadt Woronesch, fünfhundert Kilometer südlich von Moskau, soll der Dienst die möglicherweise größte Hackerschule der Welt betreiben, ein Ausbildungszentrum für Cyberkrieger.

Cyber-Krieg mit Georgien

Die Analysen einiger mysteriöser Internetattacken im östlichen Europa lassen erahnen, was passieren könnte, wenn das russische Militär und die Geheimdienste zu einem Großangriff im virtuellen Raum ansetzen. So wurden 2007 in Estland die wichtigsten Server mit Zugriffsanforderungen überflutet und damit lahmgelegt. Estland war zum Opfer einer DDoS („distributed denial of service“)-Attacke geworden: Unbekannte hatten mithilfe von Schadsoftware zahlreiche Computer auf der ganzen Welt infiltriert und zu einem heimlichen Netzwerk zusammengeschlossen, das die Webseiten estnischer Regierungsinstitutionen, Finanzinstitute und Medien automatisch außer Gefecht setzte.

Moskaus Geisterzug_17.30Den bislang erbittertsten Internet-Krieg lieferten sich Hacker aus Russland mit der ehemaligen Sowjetrepublik Georgien. Im Streit mit dem einstigen Mutterland über das abtrünnige Südossetien marschierten am 7. August 2008 georgische Truppen in der Kaukasusrepublik ein. Moskau antwortete mit einer militärischen Gegenoffensive, und gleichzeitig starteten auch russische Netzkrieger eine Attacke: Da Georgien über russische und türkische Router mit dem weltweiten Netz verbunden war, wurden zunächst diese mit DDoS-Attacken überschwemmt.

Das bewirkte, dass die Georgier plötzlich keine E-Mails mehr in andere Länder schicken konnten und keinen Zugang mehr zu Informationsquellen im Ausland hatten, mit dem sie sich beispielsweise ein Bild über die Lage in Südossetien hätten machen können. Als Georgien die Kontrolle über seine Domäne „.ge“ verlor, versuchte man, staatliche Websites auf Server außerhalb des Landes zu verlagern und damit die DDoS-Attacken zu umgehen.

JugendRusslandDaraufhin richteten die Angreifer gefälschte Websites ein und leiteten die Seitenaufrufe dorthin um. Die georgischen Banken schlossen unter dem Druck der Angriffswelle ihre Server, da sie Angst vor dem Diebstahl sensibler Daten hatten. Die Angreifer schickten daraufhin DDoS-Attacken an das internationale Bankensystem, wobei sie georgische Absender vortäuschten. Das löste eine automatische Reaktion aus: Georgien wurde von den europäischen Zahlungssystemen abgekoppelt. Auch die Kreditkartenabrechnungen funktionierten nicht mehr. Das Land war damit praktisch handlungsunfähig.

Wie üblich wies Russlands Regierung auch in dem Fall damals jegliche Verantwortung von sich. „Deniability“, die Abstreitbarkeit von Cyberangriffen, gehört zum strategischen Konzept der neuen computergestützten Kriegsführung.

Ein Geheimdienst-Meeting pro Woche

Donald Trump, der mögliche Profiteur der jüngsten Hackerangriffe im US-Wahlkampf, glaubt sowieso nicht, dass die Russen dahinter stecken, wie die CIA jetzt befürchtet. Oder er tut nur so, als ob er es nicht glaubt. Diese Vorstellung hält er schlicht für, Zitat, „lächerlich“. Genauso gut, meint Trump, könnten es „die Chinesen oder ein Typ in New Jersey sein, der auf seiner Bettkante sitzt“, und er rechnet gleich noch mit den CIA-Schlapphüten ab: „Dies sind dieselben Leute, die gesagt haben, dass Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen besaß.“

Als Präsident will Trump, anders als seine Vorgänger, auf das tägliche Geheimdienstbriefing verzichten. Einmal in der Woche, so Trump, reiche ihm völlig aus. Stattdessen hält er sich wohl lieber an die Ratschläge seines künftigen Sicherheitsberaters Michael Flynn, den Ex-Chef des Militärgeheimdienstes DIA. Der gilt bei vielen früheren Kollegen als waschechter Verschwörungstheoretiker.

Das passt zu Donald Trump, dem ersten Präsidenten des postfaktischen Zeitalters.07-„Time“-Magazin kürt Trump zu „Person des Jahres“-5238896617001