Apple Watch Series 2: So gut ist Apples zweite Uhr

iPod, iPhone, iPad – und dann kam die Apple Watch. Die smarte Armbanduhr sollte die Erfolgssträhne des wertvollsten Konzerns unter der Ägide von Tim Cook fortsetzen. Doch das Ergebnis fiel gespalten aus: Zwar dominiert Apple den noch jungen Smartwatch-Markt deutlich, zu konkreten Verkaufszahlen schweigt der Konzern bislang aber beharrlich. Cook betonte auf der jüngsten Keynote lediglich, dass Apple mittlerweile gemessen am Umsatz der zweitgrößte Uhrenverkäufer der Welt ist – nach Rolex, aber vor Granden wie Cartier, Fossil oder Omega.

Nun kommt am 16. September gemeinsam mit dem iPhone 7 die zweite Generation auf den Markt, die Apple Watch Series 2 (kann man seit 7. September vorbestellen). Sie hat einen schnelleren Prozessor, einen GPS-Chip, ein wasserdichtes Gehäuse und noch ein paar weitere Extras spendiert bekommen. Doch lohnt sich das Upgrade? Der stern konnte die Uhr bereits vorab ausführlich testen. 

Apple Watch Series 2: Design und Material

Die Apple Watch Series 2 sieht im Grunde aus wie die erste Generation aus dem Jahr 2015. Apple setzt erneut auf einen viereckigen Bildschirm mit abgerundeten Ecken, eine runde Variante wie bei vielen Android-Uhren gibt es nicht. An der Bedienung hat sich nichts geändert: Neben dem Touchscreen gibt es einen Seiten-Button und die Krone. Ein Druck auf den Button unter der Krone öffnet das Dock, in dem man favorisierte oder zuletzt benutzte Apps in einer Schnellauswahl starten kann. Diese verbleiben im Speicher und können im Hintergrund neue Daten beziehen. Drückt man die Krone, ruft man das Hauptmenü mit den App-Symbolen auf. Dreht man an ihr, scrollt man durch Listen oder Menüs.

Beim iPhone 7 ist die Farbpalette auf fünf verschiedene Modelle gewachsen – und auch bei der Apple Watch ist die Auswahl mittlerweile groß. Es gibt drei Varianten: Aluminiumgehäuse (Silber, Space Grau, Gold, Roségold), Edelstahlgehäuse (Silber, Space Schwarz) und die neue Edition mit weißem Keramikgehäuse. Sie ist schick anzuschauen, geht mit 1449 Euro aber auch ordentlich ins Geld und ist damit nur etwas für Liebhaber. Eine Variante in Diamantschwarz passend zum neuen iPhone gibt es nicht, diese würde aber vermutlich auch sehr schnell zerkratzen. Zudem muss man sich zwischen zwei Größen entscheiden: Das 38mm-Modell ist günstiger die 42mm-Variante, sie hat aber einen kleineren Bildschirm und Akku. Außerdem gibt es Sondermodelle von Hermés und Nike.Apple Watch Series 2

Beim Kauf des Armbands (die alten passen übrigens problemlos) kann man sich voll entfalten, aber auch arm werden: Die Auswahl reicht vom praktischen Sportarmband für 59 Euro bis zum schicken Gliederarmband aus Edelstahl für 609 Euro. Die Qualität ist sehr gut, doch die Preise sind durch die Bank recht saftig. Glücklicherweise gibt es bei Amazon und Ebay einen florierenden Markt mit Dutzenden Billigklonen.

1. Neuerung: Wasserdichtes Gehäuse und Schwimmen

Eine der wesentlichsten Neuerungen der Apple Watch Series 2 ist das wasserdichte Gehäuse. Damit eignet sich die Uhr endlich auch für Schwimmer. Passend dazu gibt es im neuen Betriebssystem watchOS 3 (dazu später mehr) zwei neue Workouts: Freiwasser- und Beckenschwimmen. Startet man das Schwimmtraining, sperrt die Apple Watch Series 2 automatisch das Display, es lässt sich dann nicht mehr mit dem Finger bedienen. Durch den ständigen Wasserkontakt hätte man ansonsten mit „Phantomeingaben“ zu kämpfen. AppleWatchseries2-schwimmen

Das Bahnenschwimmen selbst funktioniert erstaunlich zuverlässig: Der Autor absolvierte für den Test 16 Bahnen á 25 Meter in einem Schwimmbad, die Apple Watch erkannte nach einigen Startschwierigkeiten (zwischenzeitliche Abweichung von einer Bahn) am Ende die vollen 400 Meter. Je häufiger man mit der Uhr schwimmt, desto genauer soll sie arbeiten, verspricht Apple. Ob das stimmt, wird sich im Langzeittest zeigen. Im ersten Training hat uns die Schwimmfunktion jedenfalls sehr gut gefallen.

Um den Schwimm-Modus auf der Apple Watch Series 2 zu beenden, muss man mehrmals zügig an der Krone drehen. Anschließend startet ein lauter Signalton, der das in den Lautsprechergängen befindliche Wasser durch den Schalldruck hinauspustet. Ein cleverer Trick!

Ein wichtiger Hinweis: Die Apple Watch Series 2 ist zwar wasserdicht, sollte laut Apple aber nicht beim Sporttauchen, Wasserski oder anderen Wasseraktivitäten mit hohen Geschwindigkeiten oder in tieferen Gewässern verwendet werden. Duschen ist mit der Uhr kein Problem, man sollte sie aber nicht unnötig Shampoos, Haarspülungen oder Lotionen aussetzen, um die Wasserdichtungen und Akustikmembranen zu schonen. Auch in der Sauna sollte man die Apple Watch nicht tragen.applewatch2-gps

2. Neuerung: Eingebauter GPS-Chip

Die erste Apple Watch bezog das Positionssignal noch vom iPhone. Die neue Generation hat einen eingebauten GPS-Chip. Darüber dürften sich vor allem Läufer, Jogger und Radfahrer freuen, denn so kann man im Workouts stets die Position und Geschwindigkeit nachvollziehen. Nach abgeschlossenem Training kann man sich die Route auf einer Karte in der Aktivitäten-App auf dem iPhone anzeigen lassen. Die GPS-Ortung klappte im Test problemlos, das iPhone kann man beim Laufen Zuhause lassen. Und wer unterwegs Musik hören will – die Uhr unterstützt Bluetooth-Lautsprecher (etwa die neuen AirPods) und bietet bis zu zwei Gigabyte Speicher für Musik. Allerdings wird nicht jede Musik-App unterstützt.

3. Neuerung: Mehr Akkulaufzeit

Damit die Laufzeit der Uhr trotz neuer Funktionen identisch bleibt, hat Apple den Akku aufgemotzt. Und der kann sich sehen lassen: In unserem Test hielt die Apple Watch Series 2 trotz Workouts knapp zwei Tage durch. Insgesamt nutzten wir die Uhr einen Tag und zwölf Stunden im Standby und aktiv etwas mehr als fünf Stunden, davon 170 Trainingsminuten (einmal Schwimm-Workout, einmal Laufen-Workout). Über die zwei Tage verteilt gingen wir 15 Kilometer zu Fuß, am Ende hatte der Akku immer noch ein paar Prozente übrig.

Sorgen, nicht über den Tag zu kommen, muss man sich definitiv nicht machen. Für einen Wochenendtrip sollte man trotzdem ein Ladekabel einpacken, so lange hält die Uhr dann doch nicht durch. Geladen wird die Uhr übrigens drahtlos über eine Art Stethoskop. Eine vollständige Aufladung dauert etwa zwei bis drei Stunden.

4. Neuerung: Schnellerer Prozessor

Eine der größten Schwächen der ersten Apple Watch war der langsame Prozessor. Apps von Drittentwicklern (z.B. MyTaxi, Starbucks, Deezer) benötigten teilweise bis zu 30 Sekunden – viel zu lang für ein Gerät, das für den schnellen Blick aufs Handgelenk entwickelt wurde. Der neue S2-Chip (Zweikernprozessor) ist 50 Prozent schneller, die Grafikleistung zweimal höher. System-Apps – etwa Aktivität, Kalender, Nachrichten, Musik oder Wetter – starten innerhalb einer Sekunde. Apps von Drittentwicklern laden innerhalb der ersten fünf Sekunden, das ist ein enormer Geschwindigkeitszuwachs.

Will man etwa wissen, welche Vereine heute Abend in der Champions League gegeneinander antreten, reicht ein Klick auf die OneFootball-App. Und auch der Musikerkennungsdienst Shazam ist nach vier Sekunden einsatzbereit. Endlich machen Apps auf der Uhr Spaß! AppleWatchSeries2-sonnenlicht

5. Neuerung: Helleres Display

Auch an der Display-Helligkeit wurde geschraubt: Der Bildschirm der Apple Watch Series 2 ist heller als beim Vorgänger und erreicht eine Leuchtkraft von 1.000 Nits. Zum Vergleich: Das ist etwa doppelt so hell wie bei der ersten Apple Watch, selbst viele Spitzen-Fernseher erreichen nicht diese Helligkeit. Bei Sonnenlicht lässt sich das Display so besser ablesen, in der prallen Mittagshitze spiegelt das Display dennoch etwas.

watchOS 3: Update für die Apple Watch

Die Apple Watch Series 2 kommt standardmäßig mit dem Betriebssystem watchOS 3, das seit dieser Woche auch für die erste Generation zum Download bereitsteht. Das bringt neben einem Performance-Schub, dem neuen Dock (die sechs meistgenutzten Apps) und neuen Watchfaces (etwa Minnie Maus) die Möglichkeit, sich in puncto Fitness mit Freunden zu duellieren. Der eingebaute Messenger wurde ebenfalls überarbeitet und zieht nun mit dem Chat-Programm aus iOS 10 gleich. Eine SOS-Funktion alarmiert im Notfall die nächsten Rettungskräfte, außerdem wurde die Aktivitäten-App für Rollstuhlfahrer optimiert. Ebenfalls praktisch: Trägt man eine Apple Watch, kann man einen damit verbundenen Mac entsperren, sobald man sich nähert.applewatch2-synchronisieren

Apple Watch Series 2: Schwächen

Trotz vieler Verbesserungen gibt es noch einige Baustellen. 

  • Die Apple Watch Series 2 muss zwingend mit einem iPhone (ab Version 5 oder neuer) gekoppelt werden, um unterwegs auf alle Funktionen zugreifen zu können. Eine Version mit eigenem LTE-Modem gibt es noch nicht. Android-Smartphones und Windows Phones werden nicht unterstützt.
  • Die Apps starten zwar schneller, viele Anwendungen machen auf der Uhr aber nur wenig Sinn. Ein bildstarkes Portal wie Instagram oder ein Medium mit einer hohen Schlagzahl wie Twitter kommen auf dem Mini-Bildschirm der Uhr kaum zur Geltung.
  • Ein Always-on-Display hat die Apple Watch Series 2 immer noch nicht. Um die Uhrzeit zu sehen, muss man also entweder das Handgelenk drehen – oder auf die Krone drücken. Das können einige Android-Uhren besser.
  • Der Bezahldienst Apple Pay ist zwei Jahre nach dem Start immer noch nicht in Deutschland verfügbar. Damit ist es möglich, bargeldlos nur mit der Uhr an Kassenterminals zu zahlen. Apple, es wird Zeit!
  • Die Steuerung ist nicht intuitiv. Zwar geht die Bedienung nach einer Weile in Fleisch und Blut über, wer die Uhr aber das erste Mal in die Hand nimmt, ist überfordert von der Vielfalt der Möglichkeiten. Mal muss man auf der Uhr etwas einstellen, dann auf dem Smartphone, dann wieder in der App auf dem iPhone. Das müsste doch besser gehen?
  • So schick die mitgelieferten Watchfaces auch sind – noch besser wäre es natürlich, wenn die Community eigene Zifferblätter entwickeln könnte. Bei Android ist das längst möglich. Bitte per Software-Update nachbessern.

Apple Watch Series 1: Abgespeckte Uhr

Neben der Apple Watch Series 2 hat Apple auch die Basisversion (sie heißt jetzt Series 1) aufgebohrt. Sie ist 100 Euro günstiger, aber nicht wasserfest, sondern nur gegen Spritzwasser geschützt. Damit eignet sie sich nicht zum Schwimmen. Sie bekommt aber ebenfalls den schnelleren Prozessor spendiert. Der GPS-Chip fehlt ebenso, vermutlich ist die alte Batterie mit weniger Kapazität verbaut.

Apple Watch: Preise

Das günstigste Modell ist die Series 1 (38mm), die es in der Aluminiumversion mit Sportarmband für 319 Euro gibt. Das Einsteigermodell der Series 2 gibt es ab 419 Euro. Die 42-Millimeter-Variante kostet jeweils 30 Euro mehr. Die Edelstahl-Variante der Series 2 gibt es ab 649 Euro. Die Watch Edition aus weißer Keramik kostet 1449 Euro.DSC_3229

Fazit: Viele Verbesserungen

Die Apple Watch Series 2 ist ein gelungenes Upgrade des Vorgängers. Die Uhr ist deutlich schneller, besser ablesbar und dank des wasserdichten Gehäuses jetzt auch für Schwimmer geeignet. Der eingebaute GPS-Chip macht die Apple Watch zur ernst zu nehmenden Konkurrenz für viele Fitness-Uhren, das zeigt auch die Kooperation mit Nike. Die Software wirkt mit watchOS 3 runder und ist nicht mehr so überladen wie in der ersten Generation. Für Neueinsteiger ist die Uhr aber immer noch alles andere als selbsterklärend. Ob einem das eckige Design der Uhr gefällt, bleibt Geschmackssache. Die Akkulaufzeit ist mit anderthalb bis zwei Tagen gut, aber nicht herausragend.

Allerdings liefert Apple auch mit der Series 2 keinen echten Grund, warum man die Apple Watch wirklich benötigt. Fast alle Funktionen kann das iPhone besser, außer Benachrichtigungen und Fitness. Genau hier spielt die Watch ihre Stärken aus: Wenn die Uhr am Handgelenk klopft und Nachrichten, Eilmeldungen oder Fußball-Ergebnisse eintrudeln, hat man nie das Gefühl, etwas Wichtiges zu verpassen. In solchen Momenten fühlt sich die Apple Watch Series 2 ungemein praktisch an. Und für Hobbysportler sind die integrierten Fitnessfunktionen samt Herzfrequenzmesser – der laut einigen Tests auf Augenhöhe mit Brustgurten ist – mehr als ausreichend.

Ist das alles 300 bis 400 Euro wert? Diese Frage kann man pauschal so nicht beantworten. Wer ohnehin das Apple-Ökosystem (iPhone, Mac, iPad) nutzt und Wert auf Benachrichtigungen und Fitness legt, für den mag die Apple Watch Series 2 eine praktische Ergänzung im Alltag sein. Wem GPS und ein wasserdichtes Gehäuse nicht wichtig sind, der sollte zur 100 Euro günstigeren Series 1 greifen. Wer bislang aber generell nichts mit Smartwatches anfangen konnte, dürfte auch jetzt nicht vom Gegenteil überzeugt werden.

Update 15. September: Korrekturen bei der Angabe zum Dock und Speicherplatz.Apple Watch Gesundheit_18.20

Amazon Echo ausprobiert: Versteht Amazons Siri-Lautsprecher auch Dialekte?

Knapp zwei Jahre nach US-Start hat Amazon seinen smarten Lautsprecher Echo auch nach Deutschland gebracht, seit heute können sich Nutzer auf eine Kaufeinladung bewerben. Noch befindet sich Alexa nämlich in der Testphase. Der Hausassistent lässt sich ausschließlich per Sprache steuern, die bekannten Aussetzer von Siri und Co. kann er sich also nicht leisten. Amazon will noch an der deutschen Spracherkennung feilen, bevor jeder zuschlagen darf. Wir haben ausprobiert, ob Echo uns tatsächlich schon versteht – und, wie es mit Dialekten aussieht.

Bairisch und Co. als Stolperstein

Mit der Sprachsteuerung ist das so eine Sache. Siri, Google Now und auch Amazon Echo verstehen englische Befehle wunderbar und setzen sie dann auch um. Kein Wunder, schließlich spricht die Techwelt auch außerhalb des Silicon Valley vor allem Englisch. Kommen die Produkte dann nach Deutschland, lässt die Spracherkennung teilweise arg zu wünschen übrig. Sie ist einfach zu sehr auf Englisch als Basis ausgelegt. Auch für Amazon eine Herausforderung.

Amazon Echo kommt nach Deutschland 13.50hEines der wichtigsten Features von Echo ist eigentlich, dass man mit Echo nicht in vorgegeben Befehlen, sondern in ganz normaler Alltagssprache reden soll. Und das ist besonders bei den Dialekten eine echte Herausforderung. Bairisch, Norddeutsch, Sächsisch und Konsorten unterscheiden sich ja nicht nur in der Aussprache, sondern auch in Satzbau und den benutzten Vokabeln. Und wenn wir ein Gegenüber aus einer weit entfernten Region manchmal schon schlecht verstehen – wie soll es dann eine Maschine schaffen?

Amazon setzt wohl auch deswegen auf die längere Testphase. Die ersten Daten konnte das Unternehmen bereits bei der Sprachsteuerung des FireTV sammeln, nun muss aber ein deutlich breiter gefächertes Testfeld beharkt werden. Beim Ausprobieren klappte die Steuerung in Deutsch schon sehr gut, selbst breitestes Südhessisch konnte Alexa verarbeiten. Beeindruckend, denn Norddeutsche sind zuverlässig damit überfordert. Wer Dialekt spricht, braucht sich also vermutlich nicht plötzlich Hochdeutsch angewöhnen.

Tolle Technik mit Wermutstropfen

Alexa versteht selbst dann, wenn die Lautstärke im Raum es schon für andere Menschen schwierig macht. Weil Echo in der Wohnung steht, und damit nicht so nah am Mund ist wie ein Smartphone und zudem auch noch Musik abspielen kann, musste das Gerät lernen, alle Geräusche außer Stimmen zu unterdrücken. Auch Staubsaugen, der Fernseher oder spielende Kinder dürfen Echo nicht aus dem Konzept bringen. 

IFA_Audio 6.15Die Technik dahinter ist durchaus spannend. Mit sieben Mikrofonen nimmt Echo alle Geräusche im Raum wahr, filtert menschliche Stimme aus dem Hintergrundlärm heraus und analysiert sie dann in der Cloud. Das funktioniert im Selbstversuch schon erstaunlich gut, soll aber noch besser werden, verspricht Amazon.

Für einen kleinen Wermutstropfen sorgt allerdings ausgerechtet, dass Echo nun deutlich mehr Funktionen beherrscht: Mit den sogenannten „Skills“ hat das Unternehmen die Fähigkeiten von Echo auch für Drittentwickler geöffnet. Die erweitern die Möglichkeiten drastisch, erlauben etwa, das Garagentor zu öffnen oder nach Rezepten zu suchen. Eigentlich ein super Feature. Leider wirft Amazon dabei aber das Prinzip über Bord, dass man mit Alexa reden kann wie mit einem Menschen. Skills müssen nämlich mit der festen Phrase „Frage (Dienst) nach…“ gestartet werden, etwa „Alexa, frage Chefkoch nach einem Rezept für Carbonara“. Einfach nach dem Rezept zu fragen reicht nicht. Nach Angaben von Amazon lässt sich das aktuell noch nicht vermeiden, es könnte in Zukunft aber noch einmal anders gelöst werden. Dann vergisst man vielleicht auch wieder, dass man gerade mit einem Computer redet.Apple Watch Test

Europastart von Amazon Echo: Amazons Siri-Lautsprecher kommt nach Deutschland – zum Kampfpreis

In Science-Fiction-Filmen haben die Häuser der Zukunft meist eines gemeinsam: Man steuert sie per Zuruf. Amazon Echo kann das schon heute – zumindest zum Teil. Mit dem smarten Lautsprecher stieß Amazon Ende 2014 in US-amerikanische Wohnzimmer vor. Ab heute ist auch Europa dran, Echo ist in England und Deutschland – aber hier nur auf Einladung. Trotzdem versucht Amazon so einiges, den Deutschen Echo schmackhaft zu machen.

Hey, Alexa!

Doch was ist Echo genau? Als Vorbild nennt Amazon die Sprachconmputer in der uralten Star-Trek-Serie. Im Prinzip handelt es sich um eine Art Siri, die in einen röhrenförmigen, schwarzen oder jetzt auch weißen Lautsprecher gestopft wurde, den man sich ins Wohnzimmer stellt. Dort reagiert Echo auf Zuruf. Das klappt sogar, wenn Musik oder der Fernseher läuft. Amazons Sprachassistentin heißt natürlich nicht Siri und läuft auch nicht auf einem iPhone, stattdessen hat man sie Alexa getauft. Und Alexa kennt wie Siri die Antwort auf unzählige alltägliche Fragen, vom Wetter, über die Umrechnung von Tee- in Esslöffel beim Kochen, bis zu Sportergebnissen und dem aktuellen Kinoprogramm. Man ruft „Alexa, wie ist das Wetter heute?“ in den Raum, schon weiß man, was die Kinder anziehen müssen – das zumindest verspricht Amazon. Ist Echo mal außer Hörweite, kann man auch die Smartphone-App benutzen.

Amazon Echo kann immer mehr Geräte steuern

Sonos mit Sprachsteuerung 20.20Die größte Stärke gegenüber Google Now und Siri ist aber ganz klar, dass Echo anders als das Smartphone immer an derselben Stelle steht und jeder im Haushalt sich darauf verlassen kann. Das ist vor allem dann ein Vorteil, wenn man die immer länger werdende Liste smarter Haushaltsgegenstände betrachtet, die sich mit Echo steuern lassen. Die Musik oder die smarte Lichtsteuerung per App zu steuern ist zwar schön und gut. Die Befehle einfach in den Raum rufen zu können, ist aber ein Game-Changer. Zumindest wenn es so gut funktioniert, wie Amazon es verspricht.

Das funktioniert mit einer stetig wachsenden Anzahl von Geräten. Im Rahmen der IFA haben mit Sonos, Tado und vielen weiteren auch jede Menge namhafte Hersteller Unterstützung für Echo zugesagt. In einem Markt, in dem sich noch kein allgemeiner Standard durchsetzen konnte, ist das Gold wert.SmartHome IFA 2016 18.30h

Echo ist der Einstieg ins smarte Zuhause

Echo eignet sich vor allem als Einstieg ins schlaue Zuhause. Wer noch wenig oder keine smarte Technik besitzt, bekommt trotzdem etwas Nützliches geboten. Denn Alexa taugt nicht nur zum Weckerstellen oder für die Frage nach dem Wetter. Durch Anbindung an Wikipedia und andere Datenbanken kennt sie tatsächlich Antworten auf komplexere Fragen. Auch Musikabspielen war nie so einfach wie mit Echo. Der Lautsprecher kann sich tatsächlich durchaus hören lassen, eine Konkurrenz für gute Boxen ist er aber nicht. Um loszulegen braucht Alexa nur den Namen eines Songs oder einer Playlist. Die zieht es sich von Amazons eigenem Dienst Prime Music, Streaming-Konkurrenten wie Spotify sind aber ebenfalls an Bord.Amazon Bewertungen 6:13

Shopping als Gespräch

Natürlich wäre Echo kein Amazon-Produkt, wenn es nicht auch eine Direktleitung zum Online-Kaufhaus hätte. Und so packt Alexa auf Wunsch Produkte auch direkt in den Amazon-Einkaufswagen und bestellt sie gleich. Wann das Paket dann ankommt, muss man ebenfalls nicht mehr mühsam bei DHL und Co. erfragen. Alexa weiß Bescheid.

Die Strategie ist klar: Wie bei Fire TV und den Fire Tablets kann man zwar durchaus auch andere Dienste mit den Amazon-Produkten nutzen, die bequemste Art ist aber immer, über Amazon selbst zu gehen. So bietet der Konzern den Nutzern zwar ein tolles Produkt, verdient aber selbst ebenfalls ordentlich dabei.Die Überwachung steckt längst … Amazon Echo und der Datenschut… (2151078)

Das Mikro im Wohnzimmer

Mit dem Europastart muss sich Amazon aber auch mit einer Besonderheit der Alten Welt auseinandersetzen: Privatsphäre wird hier deutlich größer geschrieben als auf der anderen Seite des Atlantiks. In den USA bestimmte die technische Neuerung die Berichterstattung bei der ersten Vorstellung von Echo, hier ging es um die Risiken. Schließlich stellt man sich ein ständig mitlauschendes Mikrofon mitten in die Wohnung. Dass man mit dem Smartphone auch eines in der Tasche stecken hat, wurde beim allgemeinen Gruseln gerne mal vergessen.

Amazon bemüht sich aber sichtbar, die Sorgen ernst zu nehmen. Bei der Ankündigung wurde viel Wert darauf gelegt, wie das Unternehmen die Privatsphäre seiner Kunden schützen will. So hat Echo einen Stummschaltknopf, der die Aufnahme ausschaltet, wenn man wirklich gar nicht aufgenommen werden will. Auch sonst können die Nutzer durch einen blau leuchtenden Ring am oberen Rand sehen, wann genau Echo zuhört. Mit der Echo-App kann man sich zudem alle Aufnahmen von Echo anhören und selektiv löschen.

Echo im Sechserpack

Ein Einsteigermodell ohne Box namens „Echo Dot“ gibt es schon für 59,99 Euro, aber auch nur auf Einladung. Für das große Echo verlangt Amazon hierzulande 179 Euro, Prime-Kunden bekommen heute und morgen einen Abschlag – und zahlen 50 Euro weniger, wenn sie an diesen Tagen auf der Amazon-Homepage um eine Einladung bitten. Ob Sie es dann wirklich kaufen, dürfen Sie sich in der Wartezeit aber noch mal überlegen: Bis zum finalen Kauf ist die Einladung unverbindlich.

Defektes Galaxy Note 7: Samsung begrenzt Akku-Ladefähigkeit bei Pannen-Handy

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung begrenzt die Ladefähigkeit des explosionsgefährdeten Smartphones Galaxy Note 7. Da der Rückruf der 2,5 Millionen bereits ausgelieferten Exemplare nur schleppend läuft, kündigte das Unternehmen in einer halbseitigen Anzeige in südkoreanischen Zeitungen am Mittwoch ein automatisches Update für diese Geräte in der nächsten Woche an. Die Akkus sollen sich dann nur noch zu 60 Prozent aufladen.

„Das ist eine Maßnahme, die den Verbraucherschutz im Blick hat. Wir bitten die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen“, hieß es in der Anzeige mit Blick auf die dann nur noch eingeschränkte Akku-Laufzeit. Das Update erfolgt demnach am Dienstag in Südkorea. Für ausländische Nutzer würden ähnliche Sicherheitsmaßnahmen geprüft, sagte eine Sprecherin.

Rückruf für Samsung Galaxy Note 7

Samsung hatte das Galaxy Note 7 Anfang des Monats zurückgerufen, nachdem die Akkus mehrerer Geräte beim Aufladen explodiert waren. Es waren bereits 2,5 Millionen Geräte ausgeliefert worden, vor allem auf dem Heimatmarkt in Südkorea und in die USA. Auch der Verkauf wurde gestoppt. Das Unternehmen riet Nutzern, übergangsweise auf ein von Samsung gestelltes Ersatzhandy umzusteigen.

Galaxy Note 7 17.01

Viele lehnten das Angebot jedoch ab und wollten lieber auf das überarbeitete Galaxy Note 7 mit neuem Akku warten. Da dadurch die explosionsgefährdeten Geräte vielfach noch im Umlauf sind, kündigte Samsung nun das Update an. In Südkorea will Samsung mit der Auslieferung des neuen Galaxy Note 7 mit fehlerfreiem Akku am Montag beginnen.

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Apple: iOS 10: Update-Panne legt iPhones lahm

Am Mittwochabend wurde iOS 10 für iPhone und iPad zum Download bereitgestellt. Das Betriebssystem-Update bringt zahlreiche neue Funktionen, darunter Widgets, einen aufgemotzten Messenger und einen schlaueren Sprachassistenten. Die wichtigsten Änderungen haben wir hier für Sie zusammengefasst. Doch für einige Nutzer verlief der Start etwas holprig: In sozialen Netzwerken berichteten zahlreiche Nutzer, dass ihr iPhone oder iPad während des Aktualisierungsvorgangs abstürzte und anschließend nicht mehr startete.

Stattdessen zeigten die Geräte nur noch einen Recovery-Bildschirm an. Am Ende blieb den Nutzern nichts weiter übrig, als die Geräte mit iTunes zu verbinden und iOS neu zu installieren. Wer dagegen unterwegs das Update installierte, hatte Pech. Wenn Sie ebenfalls von dem Problem betroffen sind, auf der offiziellen Apple-Webseite finden Sie eine Anleitung, wie Sie ihr iOS wiederherstellen.

Update auf iOS 10 mittlerweile sicher

Dem Technologieportal „The Verge“ bestätigte ein Apple-Sprecher, dass das Problem nur in den ersten Stunden bei einer „kleinen Zahl“ von Geräten nach dem Download-Start auftrat. Mittlerweile soll der Fehler behoben und der Update-Prozess wieder sicher sein, erklärt das Unternehmen. Zu den Hintergründen äußerte sich Apple nicht.

Der Vorfall erinnert an den September 2014: Damals zog Apple das Update auf iOS 8 wegen eines Fehlers komplett zurück und stellte einen Tag später eine korrigierte Version online.

Folgende Geräte bekommen das Update auf iOS 10

  • Apple iPhone 5
  • Apple iPhone 5S
  • Apple iPhone 5C
  • Apple iPhone 6
  • Apple iPhone 6 Plus
  • Apple iPhone 6S
  • Apple iPhone 6S Plus
  • Apple iPhone 7
  • Apple iPhone 7 Plus
  • Apple iPhone SE
  • Apple iPad 4
  • Apple iPad Air
  • Apple iPad Air 2
  • Apple iPad Pro
  • Apple iPad Pro 9,7
  • Apple iPad mini 2
  • Apple iPad mini 3
  • Apple iPad mini 4
  • Apple iPod Touch 6G

Apple-Apps löschen, schnell antworten: Sieben Tricks in iOS 10, die Sie unbedingt kennen sollten

7 Tricks ios 10Vom überarbeiteten Sperrbildschirm über das mächtige iMessage bis hin zu Siri für alle Apps: Apple hat sich mit iOS 10 mächtig ins Zeug gelegt. Aber die Entwickler haben sich nicht nur große Baustellen wie Apple Music oder Fotos gewidmet, sondern auch viele kleine Verbesserungen im Detail eingebaut. Diese sieben sollten Sie wirklich kennen.

iOS 10 lässt endlich Standardapps löschen

Eine der langerwartetsten Neuerungen ist sicher die Möglichkeit, endlich Standardapps aus dem System zu werfen. Schon beim allerersten iPhone vor über neun Jahren fragten sich die iPhone-Besitzer, warum sie die Aktien-App nicht löschen durften – obwohl sie diese nie benutzt haben. Mit dem zehnten iOS zeigt Apple endlich Einsicht. Auch die meisten Standardapps lassen sich nun mit dem „X“ an der oberen rechten Ecke löschen. Zumindest vom Homescreen, denn die Daten der Apps bleiben auf dem Gerät. Wenn man sich aber dann doch Aktien oder eine Apple Watch zulegt, ist die App ruckzuck wieder aus dem App Store installiert.

08-Apple präsentiert neues iPhone-5116474080001

Alle Apps lässt Apple übrigens nicht entfernen: Weil Safari, Kamera, App Store, Einstellungen und Co. integraler Bestandteil des Betriebssystems sind, können Nutzer sie nicht aus Versehen rauswerfen. Das ist aber auch gut so: Schließlich würde das iPhone oder iPad ohne die Apps nicht mehr ordentlich funktionieren.

iOS 10 Tricks Artikel

Leider nicht auf jedem iPhone

Manche Features schaffen es aber nicht auf alle Geräte. Die neue Option „Aufwecken durch Anheben“ schaltet etwa kurz das Display ein, wenn man das iPhone hochhebt. Perfekt, um einen schnellen Blick auf die Uhrzeit oder verpasste Nachrichten zu erhaschen. Aus einem unerfindlichen Grund kommt die coole Funktion aber nur auf das iPhone 6s und das nagelneue iPhone 7 – alle anderen schauen in die Röhre. Eine kaum nachvollziehbare Entscheidung. Einen Bewegungssensor hat das iPhone schließlich schon seit Jahren.iPhone 7 Handson 6.30h