Erfindung für Morgenmuffel: Diese Maschine weckt mit frischem Kaffee – direkt am Bett

„The Barisieur“ lässt die Träume vieler Kaffeetrinker wahr werden. Der Wecker ist eine Erfindung des Londoner Entwicklers Josh Renouf und sorgt dafür, dass man direkt nach dem Weckerklingeln seinen frisch gebrühten Kaffee noch im Bett genießen kann.

Neues Start-up gekauft: Apple rüstet sich für die Zeit nach dem iPhone

In wenigen Wochen wird Apple das iPhone 7 auf den Markt bringen, und wieder einmal wird es Milliarden Dollar in die Unternehmenskasse spülen. Ob die Verkaufszahlen noch einmal das Niveau von vor zwei Jahren erreichen werden, ist unklar – der Smartphone-Markt ist allmählich gesättigt. Auch wenn Tim Cook noch viele Jahre am iPhone als Erlösquelle Nummer eins festhalten wird, wie er in einem Interview mit der „Washington Post“ erklärte, schaut er sich natürlich nach dem nächsten, großen Ding um.  Und womöglich ist Cook längst fündig geworden.

Apple prescht ins Gesundheitssystem vor

In einem Gespräch mit „Fastcompany“ erklärte der Apple-Chef, dass er vor allem im Gesundheitssektor große Chancen wittert. „Unsere Strategie ist es, dir in jedem Abschnitt deines Lebens zu helfen, egal ob du im Wohnzimmer sitzt und besser mit deinem Desktop-Rechner arbeiten möchtest, du dein Smartphone nutzt oder du im Auto sitzt und CarPlay nutzt. Wir dringen auch in den Gesundheitssektor vor, das ist ein Bereich, in dem viele, viele Menschen Verbesserungen wünschen.“

Apple Watch 2_16.30Einen ersten Schritt machte das Unternehmen mit der Einführung der Apple Watch im Frühjahr 2015. Die Smartwatch überwacht verschiedene Körperfunktionen (Herzfrequenz, Bewegung) und erinnert ihren Träger daran, mindestens einmal pro Stunde aufzustehen. Mit dem neuen Betriebssystem watchOS 3, das im Herbst vermutlich zeitgleich mit der Apple Watch 2 erscheinen wird, rückt Apple den Fokus noch mehr in Richtung Fitness und Gesundheit. Der Nachfolger soll jetzt auch für Schwimmer geeignet sein, dank GPS-Modul ist die Apple Watch 2 auch beim Laufen praktischer. Die neue „Atmen“-App soll beim Entspannen helfen. Außerdem kann man sich jetzt sportlich mit Freunden messen.

Apples Gesundheits-Offensive

Dass Apple Ambitionen im Gesundheitsbereich hegt, zeigt nicht nur die große Zahl an Medizinexperten, die der Konzern mittlerweile beschäftigt, darunter auch renommierte Schlafforscher. Das Unternehmen kauft auch immer wieder kleine Start-ups aus dem Health-Sektor, zuletzt den Medizin-Cloudanbieter Gliimpse. Damit können Patienten ihre Daten sammeln und bei Bedarf an ihre Ärzte weitergeben, damit diese sich ein genaueres Bild über Erkrankungen und Vordiagnosen machen können. Das Ziel der Plattform ist es, unterschiedliche Datenformate und Quellen zusammenzuführen.

Bislang bietet Apple für Privatpersonen die Health-App an, die zahlreiche gesundheitsrelevante Daten darstellen kann und mit vielen Geräten von Fremdherstellern funktioniert – etwa den Wlan-Waagen von Withings. In den USA nutzen immer mehr Krankenhäuser die Health-App zur Fernüberwachung ihrer Patienten. Mit „ResearchKit“ bietet der Konzern ein Tool, mit dem Wissenschaftler Daten für Studien sammeln können, etwa für die Alzheimer-, Diabetes- oder Asthma-Forschung. Mit „CareKit“ gibt es wiederum eine Art Baukasten für Medizin-Apps.applehealth-Vote

Kommt 2017 ein Gesundheits-Gadget?

Alle Bemühungen könnten im kommenden Jahr in einem völlig neuen Produkt münden: Die taiwanische Internetseite „Economic Daily News“ berichtet, dass Apple an einem Gadget arbeitet, dass zahlreiche Gesundheitsdaten des Trägers automatisch erfasst. Dabei soll es sich explizit nicht um eine neue Version der Apple Watch handeln. Das neue Gesundheits-Gerät soll im kommenden Jahr „einen Wirbelwind“ in der Technikindustrie entfachen.

„Wir haben uns in die Gesundheitsarena begeben. Wir haben uns den Wellness-Bereich näher angeschaut, was uns dazu führte, uns näher mit der Forschung zu beschäftigen, was uns dann wiederum zur Patientenversorgung und anderen Dingen führte“, erklärte Cook gegenüber „Fast Company“.

Zudem stellt der Apple-Chef klar, dass es sich nicht nur um ein Hobby handelt: Derzeit würden die meisten Lösungen, egal ob es sich um Geräte oder Produkte der Pharmaindustrie handelt, nur angeboten, um Rückerstattungen der Krankenkassen zu bekommen – „und nicht, weil es dem Patienten hilft“, klagt Cook. „Wenn man die Rückerstattung durch die Krankenkassen außer Acht lässt, und wir haben dieses Privileg, könnten wir etwas schaffen, das selbst den Smartphone-Markt winzig aussehen lassen würde.“15 simple Akku-Tricks: So hält… Längere Laufzeit 15.07

Neue Konsolen: Im September gibt es gleich zwei neue Playstations

Die Gamescom in Köln ist vorbei, jetzt geht der Spieleherbst in die heiße Phase. Und glaubt man Medienberichten, wird Sony die Gaming-Saison mit einem Paukenschlag eröffnen:  Am 7. September sollen gleich zwei neue Playstation-4-Konsolen vorgestellt werden, eine schlankere Slim-Variante und ein Modell mit 4K-Unterstützung, die derzeit als Playstation 4 Neo durchs Netz geistert.

Playstation 4 Neo wird schlanker

Die Existenz der Playstation 4 Slim ist bereits bestätigt, das Onlineportal „Eurogamer“ hatte vor wenigen Tagen ein Video veröffentlicht, indem die ganze Konsole zu sehen ist. Dass es sich dabei um ein funktionierendes Gerät und nicht nur um einen Dummy handelte, bewies der aufgezeichnete Bootvorgang. Das Video zeigt ein paar Veränderungen der Konsole: So verzichtete Sony nun offenbar auf den optischen Anschluss der Konsole, das Gehäuse ist außerdem etwas flacher.

Sony bleibt damit seinem Muster treu: Bereits die Playstation 3 wurde etwa drei Jahre nach der Erstveröffentlichung als schlankere, energiesparsamere Slim-Variante neuveröffentlicht. Ob der Preis nochmal nach unten korrigiert wird, ist nicht klar.

Playstation 4 Neo mit 4K-Support

Die Playstation 4 Neo hingegen wird rund drei Zentimeter dicker und deutlich schwerer sein, heißt es im NeoGAF-Forum. Dafür hat sie wesentlich mehr Power unter der Haube: Die Rechenleistung soll 4,2 Teraflop betragen (Original-PS4: 1,84 Teraflop), einigen Gerüchten zufolge könnte Sony in letzter Minute sogar nochmal Hand anlegen und noch ein paar Extraprozente herauskitzeln. Der Grund: Sony will Microsoft Paroli bieten. Der Konzern aus Redmond will mit seiner nächsten Konsole (Xbox Scorpio), deren Release für Weihnachten 2017 geplant ist, eine Leistung von 6 Teraflops erzielen.

Mit der Playstation 4 Neo will Sony seine Konsole nicht nur 4K-fähig machen, sondern auch für die Virtuelle Realität rüsten. Am 13. Oktober erscheint in Deutschland das Virtual-Reality-Headset Playstation VR zum Preis von 399 Euro. Die Branche erhofft sich vom Start des Playstation-Zubehörs einen Schub im Bereich der Virtuellen Realität. Die vielversprechendsten Games sind eine VR-Version des Horror-Shooters „Resident Evil 7“, „The London Heist“, „The Playroom“, „Eve Valkyrie“ und „Far Point“.Gamescom Highlights_16.40

Offizieller Release: 72 Emojis, echtes Multitasking und mehr: Das kann das neue Android 7 Nougat

Schon im März hatte Google das erste Mal mit Android 7 sein neues Betriebssytem für Smartphones angeteasert. Seit heute steht die finale Version mit dem Codenamen „Nougat“ zum Download bereit – das richtige Gerät vorausgesetzt. Denn die tollen neuen Features von verbessertem Multitasking über neue Emojis bis zum überarbeiteten Sicherheits-Zyklus gibt’s leider nicht für jedes Smartphone oder Tablet. Dabei hat Google sich diesmal wirklich reingehängt.

Für viele Nutzer sicher die am sehnsüchtigsten erwartete Neuerung: Mit Android 7 Nougat kommen jede Menge neuer Emojis dazu. 72 sind es insgesamt. Vom knusprigen Bacon über Haie bis Selfie ist da für jeden was dabei. Zudem stehen viele Emojis nun auch in verschiedenen Hautfarben zur Auswahl. Einen Überblick über die neuen Emojis haben wir hier für Sie zusammengestellt.Android N Emojis_18Unr

Bessere Performance, echtes Multitasking

Natürlich hat sich auch sonst so einiges getan. Google verspricht etwa, dass die Performance durch das Update merkbar ansteigen soll. Der Akku soll mit dem Update trotzdem länger durchhalten, indem er in einen Stromspar-Modus wechselt, wenn man mit dem Smartphone in der Tasche geht. Für Zocker gibt es die neue Grafik-Komponente „Vulkan“, sie soll für noch besser aussehende Games sorgen. Das ist besonders deshalb spannend, weil Android mit Nougat einen eigenen Virtual-Reality-Modus namens „Daydream“ bekommt, wenn das Smartphone dafür geeignet ist.

Das Multitasking wurde gleich ganz grundlegend überarbeitet. Während die Nutzung mehrerer Fenster bisher nur in einzelnen Hersteller-Aufsätzen verfügbar war, ist es nun tief im System eingebaut. So kann man zwei Apps nebeneinander geöffnet haben oder in einer Ecke ein Video laufen lassen, während man in einer anderen App liest. Per doppeltem Druck auf den Button für die Multitasking-Ansicht wechselt man im Nu auf die zuletzt geöffnete App, „Quick Switch“ nennt sich das.Android Malware_17.10Uhr

Mehr Sicherheit für Android?

Auch das Notification-Center wurde kräftig überarbeitet. Benachrichtigungen lassen sich nun ausklappen, um sich mehr Informationen anzeigen zu lassen und gegebenenfalls gleich zu reagieren. Zudem lassen sich die Benachrichtigungs-Einstellungen für die jeweilige App direkt in der Mitteilungszentrale ändern.

Im Bezug auf Sicherheit hat Android bisher eher ein trauriges Bild abgegeben, in diesem Artikel erklären wir das grundsätzliche Sicherheits-Problem des Systems. Mit Nougat soll Android endlich sicherer werden. Daher verspricht Google, mit zukünftigen Updates nicht mehr ein ganzes Jahr zu warten, sondern das System mindestens alle drei Monate mit neuen Features und Sicherheitsupdates zu versorgen. Samsung und andere haben sich gegenüber Google zudem vor kurzem verpflichtet, jeden Monat einen Sicherheitspatch für die Premium-Geräte zu liefern. Ob der Plan aufgeht, muss sich zeigen.

Leider nicht für jeden

Wie bei Google üblich kommen die Updates zuerst auf die eigenen Geräte der Nexus-Reihe. Aber auch dort bleiben einige im Regen stehen: Das beliebte Smartphone Nexus 5 aus dem Jahr 2013 bekommt das Update genauso wenig wie das Tablet Nexus 7 aus dem selben Jahr.

Wer ein Smartphone eines anderen Herstellers besitzt, ist ohnehin auf deren Gnade angewiesen. Samsung hat für seine Premium-Geräte wie das Galaxy S7 ein Update in den nächsten zwei bis drei Monaten angekündigt, HTC, Sony und LG wollen bald folgen. Viele andere Hersteller dürften länger brauchen.

Wer ein Mittelklasse- oder Einsteigersmartphone besitzt, darf sich leider wenig Hoffnung machen, Android 7 überhaupt zu bekommen: Meistens werden nur die teuren Geräte mit Updates versorgt. Das seit einem Jahr aktuelle System Marshmallow kommt gerade mal auf einen Marktanteil von knapp 13 Prozent.Android Trojaner_15Uhr

Wegen Verschlüsselung: De Maizière greift Whatsapp und Co. an

Die Justiz soll nach dem Willen Deutschlands und Frankreichs bei Ermittlungen leichter auf verschlüsselte Kommunikation von Terroristen zugreifen können. Anbieter von Kurzmitteilungsdiensten wie Telegram sollten zur Zusammenarbeit mit der Justiz in Europa verpflichtet werden, auch wenn sie ihren Sitz außerhalb der EU haben, forderten die Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und Bernard Cazeneuve am Dienstag in Paris.

Der Vorschlag ist Teil eines gemeinsamen Papiers zur europäischen Sicherheitspolitik, das die beiden Minister ihren EU-Partnern vorlegen wollen. „Durch die technische Entwicklung sind manchmal insbesondere durch die Nutzung des Internet Straftäter technologisch weiter als die Sicherheitsbehörden“, sagte de Maizière.Whatsapp Sexsklave 20.50h

Telegram und Whatsapp sind bei Terroristen beliebt

Terroristen nutzen bei ihrer Kommunikation häufig verschlüsselte Kurznachrichtendienste. In Frankreich sollen nach übereinstimmenden Medienberichten etwa die islamistischen Mörder eines Priesters in der Normandie Telegram benutzt haben. Dies stellt Ermittler vor Probleme. Immer mehr App-Anbieter wie WhatsApp oder Telefonhersteller wie Apple verwenden inzwischen serienmäßig Verschlüsselungssysteme. Cazeneuve sagte, dass die Kooperationsbereitschaft der verschiedenen Unternehmen sich sehr stark unterscheide.

Die Minister forderten die EU-Kommission auf, einen Gesetzesvorschlag zu prüfen, um alle Anbieter – ob von Internetzugang oder Kommunikationsdiensten – den gleichen Verpflichtungen zu unterwerfen. So könnten sie gezwungen werden, illegale Inhalte zu entfernen oder Nachrichten zu entschlüsseln, die für Ermittlungen relevant sind, sagte Cazeneuve. Wie dies genau funktionieren soll und welche Sanktionen es geben könnte, lässt das Papier offen. Es sei notwendig, Lösungen zu finden, um effiziente Ermittlungen zu ermöglichen, dabei aber zugleich die Verfügbarkeit sicherer Verschlüsselungssysteme zu gewährleisten.

In Deutschland war bereits im Juni angekündigt worden, dass eine neue Behörde Techniken zur Überwachung von Kommunikation im Internet und über Messenger-Dienste entwickeln soll, um verschlüsselte Kommunikation zu knacken. Die Sicherheitsbehörden müssten „technisch können, was sie jetzt schon rechtlich dürfen“, sagte de Maizière.Telegram IS_13.10

Kurz vorm iPhone-7-Start: So krass hängt das ein Jahr alte iPhone 6s das neue Galaxy Note 7 ab

Jahr für Jahr war es dasselbe Spiel: Apple stellte das neue iPhone vor und es steckte erst mal alle Android-Smartphones in die Tasche. Dann kam Samsungs Galaxy-Serie und eroberte den Thron zurück. Doch jetzt durchbricht das iPhone 6s (hier bei uns im Test) diesen Zyklus. In einem Video wird das Galaxy Note 7 noch vor dem deutschen Marktstart gnadenlos zerlegt. Und das wenige Wochen bevor das iPhone 7 die Messlatte nochmal höher legen dürfte.

+++ Alle Gerüchte zum iPhone 7 finden Sie hier +++

Im Video lässt der Youtube-Kanal „PhoneBuff“ die beiden Spitzen-Smartphones in einem Test-Parcours gegeneinander antreten. Der ist vor allem darauf ausgelegt, die Alltags-Geschwindigkeit zu testen. Die Smartphones müssen eine Reihe festgelegter Apps und Spiele öffnen und zwischendurch ein Video umrechnen. Um das Multitasking zu testen, werden die Apps dann alle noch ein zweites Mal geöffnet.Galaxy Note 7 Vorstellung_18.15

Keine Chance für das Note 7

Zunächst sieht es für das Note noch ganz gut aus, es hat einen kleinen Vorsprung. Doch schon nach wenigen Apps ist das iPhone vorne. Ab der Berechnung des Videos ist das Rennen eigentlich schon gelaufen. Das Note benötigt viel länger für den rechenintensiven Testabschnitt, dass es immer noch am Rödeln ist, als das iPhone bereits die zweite Runde anfängt. Weil das iPhone in der Multitasking-Runde weiter Gas gibt, schafft es am Ende das Undenkbare – und überrundet das Note glatt.

Das Ergebnis lässt keinen Zweifel: Das iPhone benötigte 1 Minute und 51 Sekunden für den gesamten Parcours, das Note alleine 2:04 Minuten für die erste Runde. Für beide waren sogar 2:49 nötig – also fast eine Minute mehr.

Apple beweist mal wieder beeindruckend, wie sehr sich die Optimierung von Soft- und Hardware aufeinander auszahlt. Denn eigentlich sollte das Note 7 das iPhone gnadenlos abhängen. Es besitzt im Gegensatz zum iPhone 6s nicht nur zwei, sondern gleich vier Rechenkerne, zudem hat es die doppelte Menge Arbeitsspeicher. Und doch kann es weder bei der rechenintensiven Videoumrechnung noch beim Multitasking punkten.iphone 7 vorbestellen_18Uhr

Das iPhone 7 soll noch schneller werden

Bald wird sich Samsung noch wärmer anziehen müssen. Die Vorstellung des iPhone 7 wird für September erwartet. Allen Gerüchten zufolge ändert Apple wenig am Design, sondern setzt voll auf Detailverbesserungen als Verkaufsargument. Dazu verbaut man eine bessere Kamera, macht das iPhone wasserdicht – und vermutlich noch mal ein gutes Stück schneller. Harte Zeiten für die Android-Konkurrenz.Fotoduell iphone6s galaxy s7 14.15h

Fünf Jahre Apple mit Tim Cook

Am 24. August 2011 beugte sich Steve Jobs dem Unausweichlichen. Der todkranke Apple-Mitgründer gab nach jahrelangem Kampf gegen den Krebs schließlich den Posten des Firmenchefs ab.

Jobs wechselte noch an die Spitze des Verwaltungsrates und versprach, für das Unternehmen dazusein – doch es dauerte keine eineinhalb Monate mehr, bis er am 5. Oktober starb.

Sein Lebenswerk legte er in die Hand von Tim Cook, der ihn schon zuvor bei Krankheits-Abwesenheiten vertrat und als Zuständiger für das operative Geschäft das Unternehmen in- und auswendig kannte. Die Planke hätte für den damals 50-Jährigen Cook kaum höher liegen können. Jobs hatte mit einer Erfolgsserie aus iMac, iPod, iPhone und iPad ganze Branchen umgepflügt und unter anderem den Smartphone-Boom in Gang gebracht. Viele Marktbeobachter stellten in Frage, dass Cook, der vor allem als Optimierer von Apples Produktionskette bekannt war, diesem Erbe gewachsen ist.

Fünf Jahre später sitzt Apple auf einem Geldberg von gut 230 Milliarden Dollar und hat gerade das milliardste iPhone verkauft. Zwischendurch fuhr der Konzern im vergangenen Weihnachtsgeschäft mit 18,4 Milliarden Dollar den höchsten Quartalsgewinn der Geschichte ein. Zugleich wurde das iPhone zum wichtigsten Apple-Produkt und brachte zeitweise mehr als zwei Drittel des Konzerngeschäfts ein. Und als in diesem Jahr die Anziehungskraft der iPhones nachließ, bedeutete das auch einen spürbaren Rückgang für das gesamte Apple-Geschäft.

Cook gab sich in einem jüngsten Interview mit der «Washington Post» trotzig: «Ja, für uns geht es dieses Jahr etwas runter. Es geht nicht jedes Jahr nach oben, wissen Sie.» Auch wenn das weltweite Smartphone-Geschäft derzeit schwächele, sei es auf lange Sicht «der beste Markt der Welt», weil schließlich jeder eins haben werde.

In Cooks Amtszeit stieß Apple bisher in eine neue Produktkategorie vor. Die im April 2015 gestartete Apple Watch eroberte zwar aus dem Stand die Marktführung bei Computer-Uhren. Doch Verbraucher zögern noch. Der Konzern veröffentlicht immer noch keine Zahlen, aber nach Einschätzung von Marktforschern verkaufte Apple im Start-Quartal noch 3,6 Millionen seiner Uhren, inzwischen sollen es um die eineinhalb Millionen pro Vierteljahr sein. Auch das wäre noch ein gutes Geschäft – aber nicht unbedingt die steile Erfolgskurve, die viele von Apple bei einem neuen Produkt erwarten.

Cook stellt weiterhin mehr in Aussicht. «Wir haben die Ausgaben für Forschung und Entwicklung hochgefahren, weil wir massiv in die Zukunft investieren – sowohl in heutige Produktlinien als auch in Dinge, die heute noch nicht sichtbar sind, unter anderem im Diensteangebot.» Die Tech-Welt hat sich in den fünf Jahren massiv verändert. Heute spielen künstliche Intelligenz und selbstlernende Maschinen eine zentrale Rolle. Und nicht nur Google arbeitet daran, sie in den Alltag zu bringen, sondern auch Facebook und Amazon: Eines der erfolgreichsten Produkte des weltgrößten Online-Händlers in den USA ist der vernetzte Lautsprecher Echo, mit dem sich Nutzer unterhalten können. Virtuelle Realität steht vor dem Sprung in den Massenmarkt, und die gesamte Autobranche wird von der Digitalisierung umgekrempelt.

Cooks Job ist es, den Platz von Apple in dieser neuen Welt zu sichern. Er kaufte in der bisher größten Übernahme des Konzerns für drei Milliarden Dollar den Kopfhörer-Anbieter Beats, um schneller ins Geschäft mit Musik-Streaming aus dem Netz zu kommen. Er betont die Anstrengungen des Konzerns bei künstlicher Intelligenz, angefangen mit der Sprachassistentin Siri. Er investierte eine Milliarde Dollar in den chinesischen Fahrdienst-Vermittler Didi Chuxing – und seit über einem Jahr gibt es Berichte, Apple baue ein Auto. Außerdem erklärte Cook für interessante Bereiche «Augmented Reality», die «erweiterte Realität», bei der künstliche und reale Objekte auf einem Display kombiniert werden, sowie Gesundheitsdienste. Hier wurde der Kauf des Start-ups Gliimpse bekannt, das Patientendaten speichert.

Das Apple von Tim Cook ist in vielem anders als das von Steve Jobs. Der Gründer beschränkte die Außendarstellung von Apple gern auf Produktkommunikation. Cook stellt Umweltschutz in den Vordergrund und ging einen öffentlich ausgetragenen Konflikt mit der US-Regierung ein, indem Apple sich weigerte, Software zum Entsperren von iPhones zu schreiben. «Ich bin der Meinung, dass ein Chef von Apple an der nationalen Debatte zu solchen Fragen teilnehmen sollte», sagte er der «Washington Post».

Jobs habe ihm vor dem Tod gesagt, er solle sich nie fragen, «was würde Steve jetzt tun?», sondern eigene Entscheidungen treffen, sagte Cook einmal. «Für mich ist Steve nicht ersetzbar. Durch niemanden», bekräftigt er jetzt. So wird Apple heute mehr als früher von einem Team geführt. Darunter sind Jobs-Vertraute wie der Designer Jony Ive. Inzwischen kamen etwa mit Software-Chef Craig Federighi auch neue Gesichter zum Führungszirkel dazu. Zugleich ging nach dem Debakel mit dem mies gestarteten Kartendienst 2012 der Veteran Scott Forstall, dem auch Ambitionen auf die Firmenspitze nachgesagt wurden.

Anders als Jobs schüttet Cook auch Geld an die Aktionäre aus, über 150 Milliarden Dollar durch Dividenden und Aktienrückkäufe. Der Kurs des Apple-Papiers verdoppelte sich unter Cook, und Apple ist weiterhin das teuerste Unternehmen der Welt vor Google. Für eine Bewertung der Ära Cook scheint es unterdessen nach fünf Jahren noch zu früh. «Ich denke, die Weisheit und das Erbe von Tim Cook werden danach bewertet werden, was in den nächsten fünf Jahren passiert», betont der bekannte Branchenanalyst Gene Munster, der lange vergeblich auf einen von ihm vorhergesagten Apple-Fernseher gewartet hatte.