
Facebook hat die VR-Brille Oculus Quest vorgestellt, die ohne Kabel auskommt und trotzdem hohe Bildqualität für Spiele liefern soll.
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Der T-14 Armata gilt als stärkster und modernster Panzer der Welt. Vor drei Jahren wurde er auf der Parade zum 70. Jahrestag des Sieges der Roten Armee am 9. Mai 2015 in Moskau vorgestellt. Damals handelte es sich um eine kleine Zahl von handgefertigten Prototypen.
Von einigen Kommentatoren wurde der Kampfpanzer mit Schrecken beobachtet. Viele Stimmen im Westen amüsierten sich aber auch, weil eines der Vorserienmodelle bei der Generalprobe liegen blieb. Das Amüsement wirkte etwas befremdlich, weil man durchaus erkennen konnte, dass ein Bedienfehler die Panne verursacht hatte.
Danach wurde es im Westen ruhig um den neuen Panzer, in Russland selbst wurde allerdings regelmäßig über die Truppenerprobung der ersten 20 Vorserien-Exemplare berichtet. Echte Neuigkeiten wurden im Februar 2018 bekannt. Demnach hatte der Kreml bereits Ende 2017 einen Vertrag zur Lieferung des ersten Loses an Serienmodellen unterschrieben. FS ArmataDemnach sollen 2020 100 Kampfpanzer T-14 an die russischen Streitkräfte geliefert werden. Mit ihnen sollen zwei Panzerbataillone des 1. Gardepanzerregimentes der Taman-Division ausgerüstet werden, zugleich wird ein mechanisiertes Bataillon des Regiments mit schweren T-15 Schützenpanzern ausgestattet. T-14 und T-15 bauen auf der gleichen Plattform auf.
Bei der Vorstellung 2015 besagten Gerüchte, dass der Hersteller Uralwagonsawod bis 2020 2300 Panzer an die russische Armee liefern sollte. Die Zahl war schon damals kaum glaubhaft, weil es keine entsprechenden Fertigungskapazitäten gibt. Selbst wenn die Erprobung im Eiltempo absolviert worden wäre, hätte Uralwagonsawod dann etwa 1000 Panzer im Jahr fertigen müsse. Auch nach 2020 soll die Kapazität bei zunächst 120 Panzern im Jahr liegen.Panzer überfährt rote Ampel17.45
Sollten 2020 bereits 100 Kampfpanzer an die Truppe geliefert werden, schreitet die Entwicklung des Armata T-14 unabhängig von alten Gerüchten sehr schnell voran. In nur fünf Jahren wäre dann Russland von ersten Prototypen über die Felderprobung in der Serienproduktion angelangt.
Zatap 2017 1513Hauptmann Stefan Bühler, von der Schweizer Interessengemeinschaft OG-Panzer (Offiziersgesellschaft der Panzertruppen) nimmt das Datum zum Anlass, den T-14 aus technischer Sicht zu beschreiben. Es ist die mit Abstand umfangreichste Abhandlung zum russischen Panzer in deutscher Sprache. Kurz zuvor erschien im „Schweizer Soldat“ die deutschsprachige Übersetzung einer Analyse des russischen Panzeroffiziers und T-14-Kenners Sergej Suworow: „Die neue Generation: Der T-14 Armata“.
Bühlers Bericht merkt man an, dass ihn die Berichterstattung der westlichen Medien abstößt. Er schreibt: „Viele der publizierten Artikel waren – manchmal aufgrund fehlender technischer Fachkenntnisse der Autoren, in den meisten Fällen jedoch ganz offensichtlich aus politischen Motiven – überaus kritisch. Jede Panne, jeder noch so kleine vermeintliche Mangel im System wurde dazu benutzt, das technische Konzept als Ganzes zu kritisieren.“Armata17h
Der Schweizer Bühler selbst kommt zu ganz anderen Schlüssen. Der T-14 besitzt zwei hervorstechende Merkmale. Zunächst einmal ist er eine Neuentwicklung auf der Höhe der Zeit, während westliche Panzer wie der Leopard II und der US-Panzer Abrams zwar immer wieder modernisiert wurden, es sich aber doch um Entwürfe aus den Siebzigerjahren handelt.
Und dann besitzt der T-14 einen voll automatisierten Gefechtsturm. Derartige Entwicklungen gibt es im Westen im Bereich von Schützenpanzern, aber eben nicht bei den veralteten schweren Kampfpanzern.
In seiner Analyse würdigt Bühler die technischen Verbesserungen des T-14, etwa die Bewaffnung zur aktiven Raketenabwehr und das in der Höhe anpassbare Fahrwerk.
Das Hauptaugenmerk gilt aber dem automatisierten Turm. Er führt dazu, dass das Gewicht des Russen-Panzers weit niedriger ist, als das seiner westlichen Gegenspieler. Sergej Suworow geht von einem Gefechtsgewicht von nur 48 Tonnen aus, der Leopard 2 A6 wiegt etwas über 60 Tonnen. Bei gleicher Motorleistung ist der T-14 wesentlich schneller und agiler.
Neben der Gewichtsersparnis mache sich die geringere Größe des Turms auch im Gefecht bemerkbar. „Die Erstschusstrefferwahrscheinlichkeit (ohne Berücksichtigung von Richtfehlern) mit dem Leopard 2A6 und dem modernsten verfügbaren Pfeilgeschoss DM63 auf den Turm eines T-14 (teilgedeckte Stellung) in einer Distanz von 3000 m beträgt ungefähr 25 Prozent – oder anders gesagt: Es wären statistisch gesehen vier Schüsse notwendig, um einen Treffer zu landen.“
Insgesamt bescheinigt Hauptmann Bühler dem T-14 Armata eine weitaus stärkere Schutzfähigkeit bei leistungsfähigerer Bewaffnung. Die russische Glattrohrkanone im Kaliber 125m soll fast 20 Prozent mehr Mündungsenergie bereitstellen als die Kanone des Leopard-2A6. Nur bei der angekündigten Bestückung des T-14 mit einer Kanone vom Kaliber 152m sind beide Experten skeptisch. Vom größeren Kaliber könnten nur noch 30 Schuss Munition – statt 45 Schuss – mitgeführt werden. Die nachträgliche Bewaffnung des Kampfpanzers mit zusätzlichen 30 Millimeter Maschinenkanonen, so wie sie von Computeranimationen gezeigt werden, hält der Schweizer Experte für möglich. Vermutlich auch, weil der russische Unterstützungspanzer vom Typ Terminator diese Bewaffnung für Kämpfe im städtischen Raum bekam.Leopard Nachfolger I
Anders als viele Kommentatoren sieht der Schweizer Offizier den T-14 allerdings nicht als Revolution im Panzerbau. Er betrachtet den T-14 als pragmatische Lösung und beschreibt den russischen Weg in der Rüstung so: „Lieber eine 80 Prozent Lösung zur Zeit, welche anschließend aufgrund der Erfahrungen aus Erprobung und Einsatz optimiert wird, als ein 100 Prozent Papiertiger (bzw. Computersimulationstiger), der dann trotzdem bei der praktischen Erprobung noch mit unzähligen Kinderkrankheiten zu kämpfen hat. Die Armata-Familie illustriert den russischen Ansatz ganz gut – während das deutsche Puma-Projekt stellvertretend für das westliche Dilemma steht.“
Dem Westen bescheinigt Bühler im Panzerbau deutlich hinterher zu liegen. Er schätzt, dass ein erster Prototyp eines westlichen Gegenstücks zum T-14 in frühestens in drei bis fünf Jahren – also 2021 bis 2023 – vorgestellt wird. Bis zur Serienproduktion würden weitere Jahre vergehen, sodass sich ein Zeitrahmen der Auslieferung von deutlich nach 2025 ergibt, der durchaus bis an 2030 heranreichen kann. Dann hätten die Russen bereits mehrere Jahre Erfahrung mit einem Panzer dieser Generation gesammelt.
„Die neue Generation: Der T-14 Armata“
Draußen wird es nass, die Temperaturen nähern sich der Null-Grad-Grenze und demnächst wird es auch noch früher dunkel: Mit dem Herbst beginnt auch die Blütezeit der Streamingdienste. Nachdem die Neustarts in den vergangenen Monaten relativ mau waren, hauen Netflix und Amazon Prime Video nun gleich mehrere Knaller heraus. Netflix startet etwa die dritte Staffel der Marvel-Serie „Daredevil“ oder die Neuauflage der Teenie-Hexe Sabrina. Alle Netflix-Neustarts für den Oktober finden Sie hier.
Amazon kontert dagegen mit der dritten Staffel der Blockbuster-Serie „The Man In The High Castle“, dem „Big Bang Theory“-Spinoff „Young Sheldon“, allen Staffeln von „Futurama“ und dem oscarprämierten Film „Manchester by the Sea“. Einer der prominentesten Neustarts ist „Deutschland 86“, der Nachfolger von „Deutschland 83“. Alle wichtigen Neustarts im Überblick.
Welche Werbung man ausgespielt bekommt, hängt in den sozialen Medien davon ab, was einen so interessiert. Hat man sich etwa online nach neuen Sneakers umgesehen, sie vielleicht sogar bereits gekauft, kann man sich sicher sein, dass einem tagelang Turnschuh-Werbung angezeigt wird. Und das auf sämtlichen Plattformen. Das nervt, aber so funktioniert die Online-Werbewelt derzeit, dafür sind die sogenannten Cookies verantwortlich. Instagram funktioniert ähnlich, aber doch ganz anders: Wer nach Hashtags sucht oder bestimmten Personen folgt, erhält Vorschläge für weitere Hashtags oder Accounts mit einer vergleichbaren inhaltlichen Ausrichtung. Schuld daran ist jedoch ein Algorithmus, dessen Programmierung ein Firmengeheimnis ist und den unser eigenes Suchverhalten lenkt. Dass die Resultate aber nicht nur auf legale Accounts verweisen, berichtet die „Washington Post“ über Instagram. Das Unternehmen, das Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gehört, weiß darum und bemüht sich auch, dagegen vorzugehen, wird dabei jedoch von seinem eigenen Algorithmus immer wieder ausgehebelt: Die in den vergangenen Wochen angekündigten Bemühungen, die Plattform aufzuräumen, scheitern systemimmanent.
Facebook Instagram Gründer_14.25Wer in den USA einschlägige Drogen oder Medikamente mit vorangestelltem Hashtag sucht, etwa #oxy oder #painkillers, findet tausende Postings von Süchtigen sowie Angebote von Drogenhändlern, berichtet die „Washington Post„. Folgt man Letzteren oder likt deren Beiträge, erhält man prompt, so ist der Algorithmis programmiert, lauter Drogenbeiträge und zudem Vorschläge, welchen weiteren Drogendealern man sonst noch folgen könnte. Neben der Werbung der großen Pharmaziekonzerne tauchen Postings illegaler Pillenverkäufer auf.
Seiten Jahren warnen Drogengegner die großen Technologiekonzerne vor dem Missbrauch ihrer Plattformen. In den vergangenen Monaten, so die „Washington Post“, sind auch Juristen, die Food and Drug Administration (FDA) und Werbekunden hinzugekommen. Im April warf FDA-Kommissar Scott Gottlieb den Firmen vor, keine „praktischen Schritte zum Finden und Entfernen der Opioid-Einträge“ zu unternehmen. US-Senator Joe Manchin III. nannte die Auftritte der Social-Media-Unternehmen „unverantwortlich“ und sagte: „Es ist längst überfällig, Menschenleben über den Profit zu stellen und endlich Maßnahmen gegen diese gesundheitsschädlichen Praktiken zu ergreifen, um dem Verkauf illegaler Narkotika auf oder durch ihre Plattformen vorzubeugen.“
Die Postings der Pillenhändler ähneln sich: An die Fotos unterschiedlichster verschreibungspflichtiger Medikamente schließen sich Reihen von Hashtags und Hinweise darauf an, wie man den Account-Betreiber erreichen kann – jenseits von Instagram. Meistens wird darauf hingewiesen, bei Instagram keine Direktnachricht zu hinterlassen, weil diese leichter zu verfolgen seien.
Weil Instagram in den vergangenen Monaten diverse Hashtags gesperrt hat, haben die Händler angefangen, Opiate entweder direkt unter Medikamentennamen anzubieten oder bei der Benennung des Hashtags kleine Buchstaben-Abweichungen einzubauen. So umgehen sie die Filter mit einer Strategie der Masse nach dem Motto: Irgendwas davon wird schon gefunden werden.
Diesen Monat, so die „Washington Post“, veröffentlichte Instagram eine Pop-up-Notiz, die auftaucht, wenn Hashtags für Opiate, verschreibungspflichtige Medikamente oder illegale Drogen verwendet werden. Das Pop-up enthält das Angebot, den User kostenlos und vertraulich mit Behandlungs-Empfehlungen und Informationen über Substanzkonsum, Prävention und Entzug zu verknüpfen.