
Zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC 2018 ging Apple jetzt zum Angriff gegen das soziales Netzwerk über.
Foto: Matt Rourke / AP Photo / dpa, TONGO/EPA-EFE/REX/Shutterstock
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Zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC 2018 ging Apple jetzt zum Angriff gegen das soziales Netzwerk über.
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Apple hat das Betriebssystem iOS 12 vorgestellt. BILD fasst die zehn wichtigsten Neuheiten der Software zusammen.

Auf Facebook treiben Datendiebe momentan ihr Unwesen. BILD erklärt die üble Masche und sagt, wie Sie sich wehren können.
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Wer sich mit den runden, gelben Standard-Emojis noch nie zufriedengegeben hat, sondern für Online-Unterhaltungen lieber solche lachenden Gesichter nutzte, die ihm tatsächlich ähnlich sehen, darf sich jetzt freuen. Seit dem 5. Juni sind 66 neue Emojis verfügbar. Zusätzlich gibt es vier neue Variationen für bereits bekannte Emojis. Und hier wird es interessant: Endlich werden auch Rothaarige und Glatzköpfige gezeigt, außerdem solche mit Afrolocken oder weißen Haaren. Eine Erweiterung des „Emoji-Spektrums“ war schon lange gefordert worden. Jetzt ist die Vielfalt endlich angewachsen.
Außerdem bringt die Erweiterung Superhelden-Emojis mit sich, frierende und schwitzende Smileys, Symbole für Nahrungsmittel wie Mangos, Salatköpfe, Cupcakes und Salzstreuer. Auch eine Klopapierrolle ist neu … offenbar hatten die Nutzer da Bedarf angemeldet. ♀️
Alpaka sind die neuen Trendtiere17.35
Hobbys und Sportarten werden ebenfalls mit neuen Symbolbildchen ausgestattet: Ein Skateboard kann jetzt genutzt werden, ein Baseball oder eine Frisbee-Scheibe. Auch Schachfiguren und Puzzlestücke sind neu. Und falls jemand in der Forschung arbeitet, kann er jetzt mit Emojis in Form von Laborkitteln, Schutzbrillen, Bakterien, Reagenzgläsern oder DNA um sich werfen.
Besonders putzig sind aber die neuen Tier-Emojis. Ein Dachs, ein Pfau, ein Papagei oder ein Nashorn können bald unsere digitalen Konversationen zieren, außerdem ein Känguru, ein Schwan und ein Hummer. Der Hit sind sicher die beiden Tiere, die Hipsterherzen höher schlagen lassen: ein frecher Waschbär und ein Lama – das sich auch als Alpaka ausgeben lassen dürfte. Und Alpakas sind ja bekanntlich der Tier-Hype der Saison.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unter den neuen Bildchen sicher für jeden ein kleines Highlight zu finden ist – nicht nur für rothaarige Schachspieler mit zahmen Nashörnern.
Es gibt Luxusuhren, die schon in der dritten Generation getragen werden. Klar, die Batterie ist nicht mehr dieselbe, manchmal musste auch schon mal etwas repariert werden. Doch die teure Uhr an sich ist noch die alte. Mit Apples teurer Protz-Uhr, der Apple Watch Edition, wird das sicher nicht passieren. Ab Herbst ist die bis zu 18.000 Euro teure Uhr ganz offiziell obsolet.
Dann wird das am Montag in San Jose vorgestellte watchOS 5 erscheinen – und zum ersten Mal werden einige Modelle der Apple Watch nicht mehr mit dem neuen System versorgt. Die mittlerweile als „Series 0“ bezeichnete, allererste Serie an Apple Watches ist dann veraltet. Klar, die Uhren funktionieren erstmal normal weiter. Neue Features und Verbesserungen gibt es aber nicht mehr. Das betrifft auch Besitzer des günstigsten Modells und nicht nur Käufer der absurd teuren Apple Watch Edition – für Letztere dürfte es allerdings besonders ärgerlich sein. Apple Watch watchOS 5
Das aus Gold gefertigte Modell war der Versuch Apples, in den Luxusmarkt vorzustoßen. Ab 11.000 Euro kostete die Version aus echtem Gelb- oder Roségold. Wer ein rotes Lederarmband dazu wollte, musste satte 7000 Euro mehr hinlegen. Selbst dem durchaus reichen Apple-Chef Tim Cook scheint das peinlich gewesen zu sein: Bei der Vorstellung nuschelte er den Preis so sehr vor sich hin, dass er kaum zu verstehen war.
So richtig aufgegangen ist Apples Plan aber wohl nicht. Verkaufszahlen hat der Konzern nie verraten, eine Entscheidung spricht aber Bände: Mit der Apple Watch Series 2 war die Goldversion verschwunden. Die Apple Watch Edition wird seitdem aus weißer oder schwarzer Keramik gefertigt, der Preis ab 1399 Euro fällt deutlich moderater aus.WWDC 2018 Zusammenfassung 22.50h
Schon bei der Vorstellung machten sich viele Beobachter darüber lustig, dass man anders als bei „echten“ Luxusuhren eben kein Objekt fürs Leben, sondern schnell veraltende Technik im viel zu teuren Gehäuse kauft. Bei anderen Herstellern ist das Konzept allerdings trotzdem aufgegangen: Die Edel-Uhrenmarke Tag Heuer stellte etwa 2015 eine knapp 2500 Euro teure Smartwatch mit Android vor. Sie wurde rasch zur meistverkauften Uhr der Marke.
Mittlerweile hat man gleich mehrere Versionen im Programm. Die günstigste schlägt dann mit 1100 Euro zu Buche. Wer voll auf Diamanten setzt, kann aber auch satte 160.000 Euro dafür hinlegen. Für das Problem der veralteten Software haben die Schweizer eine einfache Lösung: Läuft nach zwei Jahren die Garantie ab, kann man seine Smartwatch einfach beim Händler ohne Aufpreis gegen eine klassische Uhr umtauschen. Die kann man dann auch weitervererben.
Manchmal passiert eine Revolution, und kaum jemand bekommt sie mit. Im Sommer vor zwei Jahren zogen Millionen Menschen mit gezücktem Smartphone durch die Straßen, um ein paar niedliche Monster zu fangen. Sie wollten Spaß, ein bisschen Bewegung, doch nur die wenigsten ahnten, dass sie gerade beim Beginn der Zukunft dabei waren. Denn auch wenn “Pokémon Go” nach ein paar Wochen von den meisten Smartphones wieder verschwunden war, die dahinterliegende Technik – sie heißt Augmented Reality, abgekürzt AR – war gekommen, um zu bleiben.
“Augmented Reality” heißt übersetzt “Erweiterte Realität” – und genau darum geht es: Die echte Welt mit virtuellen Dingen anzureichern. Das können kleine Monster sein, wie bei “Pokémon Go”, es können aber auch Texttafeln über Immobilien, Richtungspfeile auf dem Boden oder sogar andere Menschen sein. Was damit jetzt schon möglich ist, demonstrierte Apple eindrucksvoll gemeinsam mit dem schwedischen Spielwarenhersteller Lego auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz WWDC.
Mit Hilfe eines kleinen Spielzeughauses erschuf der Konzern ein Augmented-Reality-Game im Sims-Stil. Das große Novum: Erstmals können zwei Menschen parallel spielen. Das klingt trivialer, als es ist. Denn die Herausforderung besteht darin, dass zwei Nutzer mit jeweils eigenem Gerät (etwa ein Smartphone und ein Tablet) das gleiche virtuelle Objekt an derselben Stelle sehen.
Was sich wie eine Spielerei anhört, ist der Grundpfeiler für die Welt von morgen. AR wird alle Bereiche unseres Alltags umkrempeln, glaubt Apples Marketingchef Phil Schiller. „AR kann alles verändern. Die Art, wie wir spielen, wie wir in der Schule lernen. Wie wir Apps im Berufsalltag verwenden oder in der Schule unterrichten”, erklärte Schiller dem stern im vergangenen Dezember.
Bislang gibt es viele Demos, aber kaum gute Inhalte. Auf der WWDC veröffentlichte Apple mit ARKit 2.0 deshalb neue Schnittstellen für Entwickler. Google schlug mit ARCore auf der eigenen Messe I/O in eine ähnliche Kerbe. Die großen Techfirmen arbeiten mit Hochdruck daran, AR allgegenwärtig zu machen. Irgendwann wird die Technik so zum Alltag dazugehören „wie drei Mahlzeiten am Tag“, sagte Cook in einem Interview.
Eine der ersten bekannten Marken, die auf AR setzte, war Ikea. Die App “Places” ermöglicht es, Möbel aus dem Katalog virtuell in den eigenen vier Wänden zu platzieren – und zwar maßstabsgetreu. Wer wissen will, wie das knallgelbe Sofa im Wohnzimmer aussieht, muss nur noch einen Knopf auf dem Smartphone drücken.
Die App “Dulux Visualiser” funktioniert ähnlich wie die von Ikea, nur stehen hier keine Möbel im Vordergrund, sondern Wandfarben. Der Kosmetikhändler Sephora wiederum nutzt die Technologie, um zu zeigen, wie Lippenstifte, Lidschatten oder falsche Wimpern an einem selbst aussehen würden. Drei völlig unterschiedliche Beispiele, die alle einen Vorgeschmack auf den Katalog der Zukunft geben. Dann möchte man nicht mehr nur sehen, wie etwas aussieht, sondern wie es an einem selbst aussieht.
Bei Augmented Reality geht es aber nicht nur um Shopping, sondern auch um das Lösen von Alltagsproblemen. Apple bringt mit iOS 12 eine vorinstallierte App auf jedes iPhone, die schlicht “Messen” heißt. Um herauszufinden, wie lang eine Wand oder wie hoch ein Regal ist, muss man einfach mit der Kamera an der Kante entlangfahren. Das Smartphone wird auf diese Weise zum digitalen Maßband. Das klappt noch nicht auf den Millimeter genau, aber für eine Beta-Version schon erstaunlich gut.
Die Technologie könnte in Zukunft aber auch Leben retten, oder zumindest das Verständnis unseres Körpers verbessern. An der Universität von Alberta haben Experten eine Software entwickelt, die Daten aus der medizinischen Bildgebung – etwa von einem CT oder MRT – in Echtzeit auf den Körper des Patienten überträgt. Ärzte könnten so dank AR sehen, was sich im Körper des Patienten befindet, ohne das Skalpell zücken zu müssen.
“Wir wollten ein System entwickeln, dass uns die interne Anatomie des Patienten im Kontext des Körpers zeigt”, erklärt Ian Watts, einer der Entwickler des Systems. Es gebe viele Anwendungsbereiche für eine solche Technologie, von Ausbildung über Physiotherapie bis hin zur OP-Planung. Der Clou: Ärzte können einzelne Ebenen ein- und ausschalten und sich etwa nur die Lunge oder die Blutgefäße anzeigen lassen.
Wenn die Welt zur Projektionsfläche wird, auf der Computer Informationen einblenden, bedeutet das allerdings auch, dass Computer unsere Umgebung genauer als je zuvor erfassen müssen. Bei der Lego-App ist es vergleichsweise simpel, hier muss die Kamera nur einen ebenen Untergrund erkennen. Doch bei Navigations-Apps oder aufwendigen 3D-Modellen benötigt man zwingend ein 1:1-Abbild der Wirklichkeit. Das soll die sogenannte AR Cloud liefern.Interview Arthur Schiller
Doch wie vermisst man die Wirklichkeit? Genauigkeit ist der Schlüssel, wenn es um den Erfolg der AR Cloud geht. Man benötigt ein ständig aktualisiertes 3D-Modell der echten Welt. Wem das am Ende gelingt, ist noch unklar. Womöglich schafft ein Großkonzern wie Apple oder Google den Durchbruch, vielleicht aber auch ein bislang unbekanntes Start-up. Dutzende kleine Firmen auf der ganzen Welt arbeiten mit Hochdruck an Technologien, die anhand von Künstlicher Intelligenz, Bilderkennung und cleveren Algorithmen aus einfachen Fotos Größen- und Tiefeninfomationen auslesen können.
Die Fortschritte sind groß. Apples “Messen”-App kommt ohne spezielle Sensoren aus, es genügt ein Livebild der Kamera. Mit Hilfe der durch Bitcoin bekannt gewordenen Blockchain-Technologie könnte zudem sichergestellt werden, dass alle Nutzer permanent die aktuellsten Daten empfangen. Auch das wäre eine Notwendigkeit der AR Cloud.
3D-Daten sollen nicht nur für Spiele wie “Pokemon Go” verwendet werden, sondern auch für touristische Zwecke. Die Vereinigten Arabischen Emirate lassen derzeit zum Beispiel Dubai vermessen, um den Tourismus anzukurbeln. Schon 2019 sollen die ersten Projekte zu sehen sein. Die Baubranche könnte AR nutzen, um Kunden zu zeigen, wie ein fertig errichtetes Gebäude in seiner echten Umgebung aussehen wird. Und ein Menschheitstraum könnte sich erfüllen, zumindest ein bisschen: Dass Menschen, die sich an unterschiedlichen Orten auf der Welt befinden, virtuell in einem Raum aufeinander treffen und gemeinsam miteinander reden oder arbeiten.
Experten glauben, dass eine funktionierende AR Cloud ähnlich bedeutend wird wie Googles Suchschlitz. “Es wird die wichtigste Software-Infrastruktur werden, viel wertvoller als Facebooks Social Graph oder Googles Pagerank Index”, schreibt Ori Inbar auf “Medium”.Apple stellt iOS 12 vor 8.25
Apples nächstes großes Ding – eine intelligente Brille
Wie wir mit der erweiterten Wirklichkeit interagieren, ist aber nicht nur eine Frage der Software, sondern auch der Hardware. Solange wir permanent ein Smartphone oder Tablet in die Höhe halten müssen, bleibt AR eine Spielerei.
Doch Unternehmen wie Apple arbeiten längst schon an der Phase danach: Eine Jobanzeige aus der vergangenen Woche lässt erahnen, wo die Reise für den iPhone-Riesen hingeht. Gesucht wurde ein Programmierer für 3D-Oberflächen, der “völlig neue Interaktionsmöglichkeiten” erschaffen soll. Man muss nicht viel hineindeuten, um zu verstehen, dass Apple nach Personal für seinen nächsten großen Coup sucht – eine smarte Brille.
Experten schätzen, dass 2021 die ersten Smartglasses als Brille oder Kontaktlinsen marktreif sein könnten. Die hätten deutlich mehr auf dem Kasten als die gefloppte Datenbrille Google Glass. “Google Glass sah gruselig aus und war unangenehm zu tragen. Die Technik war noch nicht reif. Im Prinzip wurden Daten und Grafiken nur übergeblendet. Das hat nichts mit der Technik in Zukunft zu tun. Richtige Smartglasses sind eine andere Liga”, sagt Arthur Schiller, einer der anwesenden Entwickler auf der WWDC, der sich auf Augmented Reality spezialisiert hat.
Die Anforderungen an die Brillen sind hoch: Sie müssen modernste Technik auf engem Raum bieten, dabei aber dezent aussehen. Niemand möchte permanent das Gegenüber mit einer Kamera am Auge anschauen. Die Brillen dürfen nicht zu anfällig für äußere Einflüsse wie Regen oder Wasser sein. Und natürlich dürfen sie nicht zu viel kosten.
Die Qualität der Brillen sei derzeit aber noch nicht gut genug, um den Ansprüchen von Apple gerecht zu werden, erklärte Cook im Interview mit der Modezeitschrift „Vogue“. „Uns interessiert es überhaupt nicht, ob wir diese [Technologie] als erste entwickeln oder nicht – wir wollen diejenigen sein, die Käufern das beste Erlebnis bieten. Das, was Sie eventuell demnächst auf dem Markt sehen, ist nichts, was uns zufriedenstellen würde.“
Wenn Apple-Chef Tim Cook in ein paar Jahren also bei einer der Keynotes auf die Bühne tritt, um ein völlig neues Produkt anzukündigen, könnte es sein, dass man es zunächst gar nicht als solches erkennt. Womöglich muss man erst ganz genau hinschauen, um zu entdecken, dass an seiner Brille etwas anders ist als sonst.
China dürfte zu den wenigen Ländern gehören, deren Drohnen erfolgreich in Kriegsgebieten eingesetzt werden, die aber selbst noch nie einen militärischen Einsatz mit einer Drohne geflogen haben. Das Portal „China Power Project“ beleuchtet, wie Peking den internationalen Drohnen-Markt erobern will.
Ausdrücklich für den militärischen Export wurde die Multirole-Drohne Caihong 5 (CH-5) Rainbow entwickelt. Sie steht nun kurz vor der Serienproduktion und soll gegen die US-Drohne Reaper und das israelische Modell Heron TP antreten.
Erstaunlicherweise liegt das Exportmodell aus Peking bei wichtigen Leistungsdaten deutlich hinter den Konkurrenten zurück. Die leichtere CH-5 kann nur eine Nutzlast von 1200 kg befördern, das sind 500 kg weniger als die Reaper und beachtliche 1500 kg weniger als die Heron TP. Gleichzeitig liegt die Höchstgeschwindigkeit von etwa 220 km/h deutlich unter den 400 km/h der Konkurrenz. Die Gipfelhöhe liegt bei nur 7000 Metern – die Reaper kann auf 15.000 Meter steigen.
Dafür ist die CH-5 bei der Einsatzdauer allerdings unerreicht. Sie kann bis zu 60 Stunden in der Luft bleiben. Zum Vergleich: Die Reaper schafft 27 Stunden, bei der Heron TP sind 36 Stunden drin. In der Theorie ergeben sich daraus für die CH-5 extreme Reichweiten. Allerdings müsste ein Käufer auch in der Lage sein, eine Drohne über diese Distanzen steuern zu können. China-Subs17h
Chinas Exportdrohne soll keine technologischen Meisterleistungen vollbringen. Die CH-5 ist für den weltweiten Exportmarkt gedacht. Und da zählen andere Kriterien, wie hohe Verfügbarkeit, eine robuste Konstruktion und einfache Wartung. Chinesischen Medienberichten zufolge fliegt die CH-5 halbautonom, die Drohne kann auch durch Bedienungsfehler nicht zum Absturz gebracht werden. Die Anforderungen an den Piloten seien so gering, dass die CH-5 „von einem Studenten mit Grundkenntnissen in der Luftfahrt nach nur ein bis zwei Trainingstagen bedient werden kann“ – behaupten chinesische Medien. Schon bei der Vorstellung der CH-5 stellten die Entwickler der Drohne Robustheit und Genügsamkeit des Flugkörpers in den Vordergrund.
Lesen Sie hierzu: „Exportschlager – Die mächtigste Killerdrohne der Welt kommt aus China.“
Vor allem aber sind die Kampfdrohnen aus China weit billiger als die Produkte aus den USA und aus Israel. Der Preis der neuen CH-5 wird auf acht Millionen US-Dollar geschätzt, die Reaper kostet 16 Millionen. Für die älteren CH-4 und Wing Loong II verlangt Peking nur zwischen ein und zwei Millionen Dollar – aus das ist deutlich weniger als das Preisschild der vergleichbaren Predator aus den USA. Anzunehmen ist, dass die letztlich entscheidenden Kosten pro Einsatzstunde ebenfalls sehr viel geringer ausfallen. US Drohnen bitprojects 10.28
Kein Wunder, dass sich der mit den USA verbündete Irak 2014 für den Kauf von vier CH-4 anstelle von Predators entschied. Und wie es scheint, sind die Iraker mit ihrem Budget-Kauf sehr zufrieden. Sie sollen mit ihnen über 260 Luftangriffe auf den IS geflogen haben. Die Erfolgsquote soll bei fast 100 Prozent liegen. Videos belegen die Wirksamkeit der chinesischen Billig-Waffen. Diese Fronterprobung dürfte die Exportchancen der China-Drohnen in den nächsten Jahren weiter erhöhen, prognostiziert „China Power Project“.
Army Zelt, 21.00Die Experten sehen die Ursache für den Erfolg der Militär-Drohnen im Markt für kommerzielle Drohnen. Dort haben Drohnen-Hersteller aus China weltweit einen Marktanteil von 80 Prozent erobert. Das bedeutet die absolute Dominanz in einem Sektor, der für Infrastruktur-Inspektion, Landwirtschaft, Transport, Medien und Unterhaltungsindustrie extrem wichtig ist. Große Stückzahlen in industrieller Produktionsweise werden den Preisvorteil der chinesischen Drohnen weiter vergrößern.
Der Westen wird weiterhin eigene Kampfdrohnen entwickeln, die chinesische Kostenstruktur jedoch kaum erreichen können. Im Westen werden Rüstungsgüter meist außerhalb der kommerziellen Produktion hergestellt. Die Folge sind eigene aufwendige Entwicklungswege und teure Produktionstechniken. Die meisten Rüstungsgüter benötigen eine sehr lange Entwicklungszeit und werden deutlich später ausgeliefert als geplant. Bei den Drohnen geht China exakt den gegenteiligen Weg: Hier profitiert das Militär von den Erfahrungen und Fortschritten der Zivil-Wirtschaft.
China Power Project. „Is China at the forefront of drone technology?“
Was hat Grillen mit Sex zu tun? Eigentlich rein gar nichts. Unter dem Hastag #grillenundsex sammeln Twitternutzer doppeldeutige Sätze, die sich sowohl beim Grillen als auch im Bett sagen lassen.
Die Kommunikation innerhalb der EU wird günstiger: Nachdem bereits die Roaming-Gebühren abgeschafft wurden, können ab Mai nächsten Jahres längere Gespräche für gleiches Geld geführt werden. Wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte, sollen EU-Telefonate dann maximal 19 Cent pro Minute kosten. Für SMS an ausländische Nummern werden demnach höchstens sechs Cent fällig.
Anrufe und Textnachrichten vom Festnetz oder vom Handy an ausländische Nummern kosten im EU-Ausland bislang weiterhin extra – nach Angaben der Marktwächter Digitale Welt der Verbraucherzentralen zwischen 19 Cent und 14,90 Euro für ein zehn Minuten langes Gespräch. Das EU-Parlament hatte einen kompletten Wegfall zusätzlicher Gebühren bei Auslandstelefonaten gefordert.
O2 Drosselung EU Roaming 19.50Ab dem 15. Mai 2019 werden diese Gebühren per Verordnung gedeckelt. Die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament hatten sich am späten Dienstagabend auf diesen Kompromiss geeinigt. Widerstand gegen den kompletten Wegfall der Gebühren für Auslandstelefonate gefordert kam inbesondere aus Mitgliedstaaten mit großen staatlichen oder teilstaatlichen Telekommunikationsunternehmen.
Auch die EU-Kommission, die eine Reduzierung der Gebühren für internationale Telefonate 2013 erstmals vorgeschlagen hatte, gab sich bei den jetzigen Verhandlungen zurückhaltender. Die Markt-Situation habe sich geändert, hieß es aus EU-Kreisen. Viele Nutzer würden mittlerweile ohnehin auf Alternativen wie Skype oder WhatsApp für grenzüberschreitende Telefongespräche zurückgreifen.
Die Europa-SPD begrüßte den Kompromiss. Bei der nun beschlossenen Deckelung auf 19 Cent pro Minute gebe zwar noch „Luft nach unten“, erklärte Constanze Krehl, deren telekommunikationspolitische Sprecherin. Der Effekt sei aber dennoch groß, denn die Preise für Auslandstelefonate seien bislang teils „unverschämt“.
Zustimmung kam auch von Verbraucherschützern: „Die vereinbarte Obergrenze für Intra-EU-Anrufe ist ein guter nächster Schritt hin zu einem echten Binnenmarkt für Verbraucher“, erklärte Monique Goyens, Direktorin des europäischen Verbraucherdachverband BEUC. Der Branchenverband ETNO, in dem die großen europäischen Telekommunikationsanbieter organisiert sind, kritisierte die Entscheidung hingegen als „unglücklich“.
Der Vorstoß ist Teil einer Reform des Kodex für die elektronische Kommunikation, der auch die Handyfrequenzvergabe auf europäischer Ebene regelt. Die Reform soll Investitionen in Infrastruktur fördern, damit etwa 5G-Mobilfunknetze, die deutlich schnellere Datenübertragung bieten, ausgebaut werden. Die Deckelung der Auslandstelefonate „soll verschleiern, dass in den anderen Teilen des Kodex keine nennenswerten Fortschritte erzielt wurden“, bemängelte ETNO.Telefon-Abzockmasche – besser nicht an’s Telefon gehen
Das beste aller Zeiten (“The best … ever“) ist längst nicht mehr genug. Als Tim Cook im vergangenen September das iPhone X vorstellte, adelte er es direkt zum Taktgeber für die nächsten zehn Jahre. Natürlich war das dick aufgetragen, aber Apple liebt nunmal den großen Auftritt.
Umso überraschender war daher die diesjährige Entwicklerkonferenz WWDC. Die wertvollste Firma der Welt präsentierte sich ungewohnt zurückhaltend. Es gab keine neuen Geräte, keine neuen Dienste. Keine Vorschau auf das nächste große Ding. Das legen einige als langweilig, als wenig innovativ aus. Doch dass Cupertino einen Gang zurückschaltet, ist das beste, was den Nutzern passieren kann.
Rückblick auf die WWDC 2017: Vor einem Jahr brannte Apple ein regelrechtes Produktfeuerwerk ab. Vier neue Betriebssysteme, der Siri-Lautsprecher HomePod, ein iMac Pro, aufgemotzte Macbooks und Tablets. Das Team um Tim Cook, von dem man wie bei keinem anderen Innovationen am Fließband erwartet, hatte geliefert. Doch dann kamen die Probleme.Apple TV tvOS12
Der HomePod kam nicht pünktlich in den Handel. Als er schließlich in den Regalen stand, fehlten wichtige Funktionen, die erst per Update nachgereicht wurden. Generell lief es auf Software-Seite nicht rund: In iOS 11 gab es so viele Fehler, dass einer sogar in einem Apple-Werbespot auftauchte. Ein Datumsfehler ließ iPhones dauerneustarten. Für eine Sicherheitslücke in macOS musste sich der Konzern öffentlich entschuldigen. So etwas kratzt am Image.
Es ist daher nur folgerichtig, dass Apple in diesem Jahr einen anderen Weg eingeschlagen hat. Statt hochglanzpolierter Geräte standen diesmal zwei Stunden lang Software-Feintuning und neue Schnittstellen im Mittelpunkt. Es ging um wenig glamouröse, aber wichtige Themen wie Siri und Augmented Reality, um Datenschutz und Performancesteigerungen. Und um Stabilität: Das neue Betriebssystem iOS 12 lässt sich auf den selben Geräten installieren, auf denen auch iOS 11 läuft – sogar auf dem bald fünf Jahre alten iPhone 5s. Vor allem Besitzer älterer iPhones werden dies mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen, bekommen viele Androiden doch bereits nach einem Jahr keine Updates mehr.
Viele der am Montagabend vorgestellten Neuerungen – mit Ausnahme der Siri-Shortcuts – sind nicht revolutionär. Entweder stehen sie seit Jahren auf den Wunschlisten der Nutzer ganz weit oben (Gruppen-Facetime, Dark Mode), oder es gibt sie ähnlich bereits bei der Konkurrenz (Screentime). Doch manchmal reicht genau das: den Nutzern und den Entwicklern zuhören und ihnen genau das liefern, was sie verlangen. Feinschliff statt neuer Features – das ist nicht cool, war nach dem Pannenjahr 2017 aber dringend nötig.
Im Herbst kommen dann tonnenweise neue Geräte, Apple wird sein Serienprojekt starten und im nächsten Jahr warten richtig dicke Brocken auf die Software-Ingenieure. Der Homescreen vom iPhone muss neugestaltet werden, die Dateiverwaltung umstrukturiert. Langeweile ist vorerst nicht zu befürchten.