Datenschutz-Grundverordnung: Wenn der Datenschutz zu Hause das Licht ausschaltet: Die absurden Folgen der DSGVO

Eigentlich soll die am Freitag in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO, die Bürger vor dem Datenhunger der Unternehmen schützen. In der Praxis sorgt sie aktuell vor allem für panische Unsicherheit: Bei Verstößen drohen harte Strafen, andererseits sind weite Teile der Regelung noch ziemlich schwammig. Kein Wunder, dass viele Firmen lieber auf Nummer sicher gehen. Mit teils absurden Folgen für die Kunden.

Die stehen nämlich nicht nur vor E-Mail-Bergen, die eine Erlaubnis zur weiteren Datenverarbeitung erbetteln. Sondern auch vor ganz konkreten Einschnitten. Dabei geht es nicht um theoretische Fragen, wie der, ob man Whatsapp künftig weiter im Job nutzen darf. Aus Angst, die neuen Regeln nicht einhalten zu können, schalten viele Firmen, aber auch Vereine, Kirchen und private Blogger ihre Angebote einfach ab.DSGVO Lamp

Wenn der Datenschutz die Lampe abknippst

Wer Pech hat, steht dann wortwörtlich im Dunkeln. Nutzt man etwa smarte Lampen der Marke „Yeelight“, stellten die letzte Woche den Dienst ein. „Nach der DSGVO können wir unsere Dienste nicht mehr für Sie anbieten“, erklärt eine Fehlermeldung der Yeelight-App lapidar. Das Licht bleibt aus. Warum der Dienst ohne Datensammlung nicht funktionieren kann, bleibt die Ansage schuldig.DSGVO für Verbraucher 9.07

Auch andere US-Dienste sperren zur Sicherheit ihr Angebot einfach komplett für Nutzer aus der EU. So erscheint auf den Seiten vieler Tageszeitungen wie der „LA Times“ oder dem „Chicago Tribune“ nur eine Fehlermeldung, auch Dienste wie Instapaper oder das Online-Spiel Ragnarok Online bleiben den Europäern verwehrt.

Folgen der DSGVO auch im echten Leben

Noch schlimmer sieht es in der EU selbst aus. Weil das Publikum ebenfalls hier sitzt, fällt das selektive Blocken von EU-Bürgern als Möglichkeit weg. Die Folge: Auch in Deutschland schalten viele Betreiber ihre Seiten aus Angst lieber erst mal ab. Ein Blogger hat gut 300 Seiten gesammelt, die seit dem 25. Mai nicht mehr zu erreichen sind. DSGVO und Visitenkarten 1110

Selbst in der Offline-Welt hat das Gesetz Folgen: Bei der „Bewegungs- und Rehabilitationssportgemeinschaft Ingelheim“ trat gleich der ganze Vorstand zurück, berichtet die „Tagesschau“. Die Arbeit sei unter dem neuen „lachhaften“ Gesetz nicht mehr möglich. „Es ist unmöglich, damit zurecht zu kommen. Ich kann nicht zu 250 Mitgliedern fahren und mir unterschreiben lassen, dass ich ihnen einen Brief schicken darf“, zitiert die Tagesschau den Kassenwart.

Privatsphäre im Kühlschrank

In den sozialen Netzwerken sammeln sich Unmengen weiterer kruder Fälle. Da gibt es Samsung-Kühlschränke, die erst nach Zustimmung der neuen Privatsphäre-Richtlinien wieder in Dienst gehen wollen. Yahoo-Betreiber Oath will Transparenz und erlaubt, Werbetracker einzeln abzuschalten. Die Nutzer müssen sich dazu bloß durch eine Hunderte Einträge lange Liste arbeiten. So zeigt das Unternehmen wohl eher unbeabsichtigt, warum die Verordnung überhaupt nötig wurde.DSGVO Kühlschrank+

Auch die verzweifelten Mails der Unternehmen sorgen für Schmunzeln. Weil wohl kaum einer sie öffnet, um der Datensammlung zuzustimmen, greifen einige zu verzweifelten Mitteln. Und locken mit Betreffzeilen wie „Interessiert in sehr günstige Flüge?“ Im Inneren steckt dann doch nur die übliche Bitte, auf einen Link zu klicken. Als hätte man sonst nicht genug Spam.

Keiner ist so dreist wie Facebook

Den Vogel abgeschossen hat aber Facebook. Bereits Mitte Mai rollte der Social-Media-Gigant seine neuen Privatsphäre-Regeln aus. Sämtliche Nutzer konnten den Regeln entweder mit einem Klick zustimmen oder sich eine detaillierte Ansicht zeigen lassen. Nur wer das tat, bemerkte, dass die Datenkrake sich klammheimlich das Recht herausnahm, sämtliche EU-Nutzer per Gesichtserkennung scannen zu wollen. Unter dem Deckmantel des Datenschutzes wird bei Facebook also noch mehr gesammelt als vorher.So lustig reagiert das Netz auf die DSGVO 12.11

Optische Verwirrung: Ein Bild gibt Rätsel auf: Welcher Körperteil gehört hier zu wem?

In den vergangenen vier Tagen wurde der Tweet des New Yorkers CJ Fentroy 45.000 mal geteilt. Das ist eine beachtliche Zahl und erklärt sich nur dadurch, dass Menschen es lieben, wenn sie etwas nicht gleich erkennen können. Optische Täuschungen sind der Hit im Internet – wir erinnern uns alle an das blaue Kleid, das Menschen in zwei Lager geteilt hat. Und an die roten Erdbeeren, die kein einziges rotes Pixel enthielten.

Optische Täuschung 1540Das Besondere an dem Schnappschuss, der nun die Runde macht, ist aber, dass es sich gar nicht um eine optische Täuschung handelt, sondern vielmehr um eine Verwirrung. In einem Büro umarmen sich Kollegen, einer steht, einer sitzt am Schreibtisch. Aber wer ist die Frau, wer der Mann? In mehr als 1500 Kommentaren diskutieren die Betrachter, was zu wem gehört und der häufigste Satz ist: „I don’t get it!“ („Ich versteh’s nicht!“) Twitter-Bild

Weinende Emojis ?? der Verzweiflung, Ausrufe wie „Ich musste wegscrollen!“ und eine große Sammlung herrlicher Gifs des Erstaunens bereichern die Debatte um des Rätsels Lösung. Besonders Kreative stellten sogar die Szene nach. 2

Und dann gibt es die, die helfen wollen. Sie umranden die Körper in verschiedenen Farben, damit auch das blindeste Huhn endlich sein Korn findet. Falls auch das noch zu schwierig sein sollte, hat ein User extra noch eine Legende hinzugefügt, in der er die Farben erklärt: schwarz = Guy, grün = Girl. Wir zeigen das Bild etwas weiter unten, also Vorsicht, wer noch weiterrätseln möchte. Wir wollen nicht spoilern.

Erst kürzlich ging eine Tonspur durchs Netz, die die Menschen begeisterte. Darin taucht ein Name auf, doch entweder hört man Yanny oder Laurel. Interessanterweise hört man auch mal dies, mal das. Warum das so ist? Gute Frage.

So, hier kommt die Lösung!

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Mimi Choi erzeugt Illusionen mit Make-up 6.14

Sprachlautsprecher: Spion im Haus: So lauschen Alexa, Google und Co. heimlich mit

Hat man einen Amazon Echo, einen Google Home oder ein ähnliches Gerät offen zuhause stehen, kommt irgendwann unweigerlich die Frage: „Sowas stellst du dir in die Wohnung? Das lauscht ja immer mit.“ Tatsächlich hören sprachgesteuerte Geräte immer in den Raum, aufgezeichnet wird aber nur, wenn man den Befehl dazu gibt. Doch leider passiert das auch immer wieder aus Versehen.

Das liegt an der Funktionsweise der Sprachassistenten: Sie warten im Prinzip die gesamte Zeit auf ihre Aktivierungsphrase. Beim Amazon Echo ist das „Alexa“, bei Google Home oder Android-Smartphones „OK Google“ oder seit kurzem auch „Hey Google“, das iPhone springt bei „Hey Siri“ an. Weil das aber nicht jeder gleich deutlich ausspricht, reagieren die Geräte auch, wenn sie meinen, einen ähnlichen Klang zu hören – und plötzlich werden völlig unbemerkt Gespräche aufgezeichnet.Alexa – der Traum der Geheimdienste 21.06

Spionage aus Versehen

In den USA hat das nun sogar dazu geführt, dass aus Versehen ein Gespräch an eine Bekannte eines Echo-Besitzers verschickt wurde. Dahinter steckte eine irre Serie von Zufällen: Alexa war durch ein ähnlich klingendes Wort getriggert worden, hatte dann Teile des Gesprächs als Befehle wahrgenommen, das Aufgezeichnete zu versenden. Selbst Amazons Schutzmaßnahme für solche Fälle wurde versehentlich ausgehebelt: Als Alexa nachfragte, ob sie das wirklich tun soll, überhörten das die Gesprächspartner. Weil einer von ihnen in dem Moment „Right“ (etwa: genau) sagte, reichte Alexa das als Antwort. Und die Nachricht war auf dem Weg.

Tatsächlich dürfte jeder einzelne Nutzer eines sprachgesteuerten Gerätes mindestens einmal versehentlich eine Aufnahme gestartet haben. Was unheimlich klingt, ist im Alltag eher banal. Bemerkt der Sprachlautsprecher, dass kein Befehl kommt, hört er irgendwann auf zuzuhören. Manchmal kommt dann noch eine Meldung wie „Entschuldigung, das habe ich nicht verstanden.“ Wer unsicher ist, kann sich die Aufzeichnungen aber zumindest bei Google und Amazon anhören.

So hören Sie die Aufzeichnungen bei Amazon und Google

Amazon Daten Transparenz 19.55Bei Amazon geht das in der Alexa-App. Hier können Sie sämtliche Aufzeichnungen anhören und auf Wunsch auch löschen. Eine detaillierte Anleitung finden Sie in diesem Artikel. Für Android-Smartphones und Google Home ist dasselbe über den Browser möglich. Hier erfahren Sie, wie das geht. In beiden Fällen werden sämtliche Befehle aufgelistet, die je über die Sprachsteuerung aufgenommen wurden.

Am spannendsten sind die Fälle, in denen statt eines Befehls „Kein Transkript verfügbar“ (Google) oder „Text nicht verfügbar“ (Amazon Echo) angezeigt wird. Hier handelt es sich um Aufzeichnungen, die nicht verstanden wurden. Oft wurde schlicht genuschelt oder von einer weiteren Person dazwischen geredet. Versehentlich mitgeschnittenen Gespräche oder TV-Dialoge finden sich in der Regel . Wer will, kann die Aufzeichnung dann einfach löschen. Bei Google gibt es außerdem die Option, sämtliche Einträge auf einmal oder die aus bestimmten Zeiträumen verschwinden zu lassen.

Apple speichert auch

Fans von Apples Siri haben übrigens keine Möglichkeit, sich versehentliche Aufnahmen anzuhören. Allerdings gibt es dafür einen guten Grund: Apple behält sich zwar vor, Aufnahmen zu behalten, um die Qualität zu verbessern. Dabei wird aber jeglicher Bezug zum Besitzer des Gerätes gelöscht. Selbst wenn Apple wollte, könnte man eine Aufnahme also nicht mehr zuordnen.Vibrator nimmt Sex-Geräusche auf18.35

"Active Shooter": Dieses Spiel empört Parkland-Eltern – weil Spieler zum Amokläufer an Schule wird

Das Spiel „Active Shooter“ ist noch nicht einmal auf dem Markt, sorgt aber bereits für Aufruhr. Am 6. Juni soll der Ego-Shooter auf der Plattorm „Steam“ veröffentlicht werden. Auf den ersten Blick wirkt das Game zwar brutal, aber nicht sonderlich spektakulär: Der Spieler bewegt sich in der Ich-Perspektive mit gezückter Waffe durch verschiedene Spielszenarios. Nichts für schwache Nerven, hat es aber schon Dutzende Male so gegeben. „GTA“, „Fortnite“ und Co. lassen grüßen. Was vielen aber nun sauer aufstößt: Bei „Active Shooter“ hat man die Wahl, den Guten oder Bösen zu spielen. Entscheidet man sich für Nummer zwei, kann man auch Amok in einer Schule laufen und versuchen so viele Schüler und weitere Unschuldige wie möglich zu erschießen. 

Eltern von Parkland-Schülern melden sich 

Das sorgt vor allem in den USA, einem durch echte School Shooter hochtraumatisierten Land, für Unruhe. Unter anderem meldete sich der Vater eines 14-jährigen Mädchens, das beim Parkland-Massaker im Februar in Florida ums Leben kam, zu Wort. „Verachtenswert“, schrieb er. Spielszenarios, in denen Spieler Schüler und Einsatzkräfte erschießen, seien nicht zu akzeptieren. Active ShooterEin weiterer Vater eines getöteten Mädchens schrieb, seit seine Tochter unter den Todesopfern des Parkland-Massakers war, hätte er viele schreckliche Dinge gesehen und gehört – „dieses Spiel gehört zu den schlimmsten“.tweet-vater2Der Publisher hat unterdessen angekündigt nachträglich auch einen Survival-Modus einzubauen, in dem der Spieler statt zu töten um sein Überleben kämpfen muss. Ob dies als Reaktion auf die Kritik erfolgte, ist nicht bekannt.

Kontroverse Diskussion im „Steam“-Forum

Ganz unten auf der Shopseite des Spiels steht ein Hinweis: „Nehmen Sie bitte nichts hiervon ernst“, heißt es darin. Das Spiel sei nur eine Simulation. Wem danach sei, jemanden zu verletzten, der möge sich an einen örtlichen Psychiater wenden oder den Notruf kontaktieren. Darüber hinaus stellt sich das Unternehmen in der Steamcommunity der Diskussion. Auch im Forum üben viele User Kritik an dem Modus, der die Amokläufe möglich macht. Andere halten die Debatte allerdings für überzogen und scheinheilig. User „Bloodstone“ schreibt wiederum, er finde das Spiel nicht anstößig, sei aber enttäuscht. Spiele wie „GTA“ oder „Postal“ hätten wenigstens ein erkennbares Narrativ, eine Geschichte. Bei „Active Shooter“ gehe es dagegen offenbar nur ums Ballern.  Videospiel Street Fighter20h

Jeff Bezos und Elon Musk: Mondbasis und Weltraum-Tourismus: Die irren Träume der Tech-Milliardäre

Was fängt man mit seiner Zeit an, wenn man alles erreicht hat und nicht mehr weiß, wohin mit dem Geld? Für Elon Musk und Jeff Bezos scheint die Antwort der wortwörtliche Griff nach den Sternen zu sein. Die beiden Tech-Milliardäre träumen davon, das All zu erobern. Und sind dabei schon erstaunlich weit gekommen.

Dass die meisten beim All eher an Musk und sein Raumfahrt-Projekt Space X denken, dürfte auch an dessen Hang zur Theatralik liegen. Als er Anfang des Jahres seinen Tesla Roadster inklusive eines Dummys namens Spaceman am Steuer in den Weltraum schoss, war das einfach eine gute Show. Von Bezos Bemühungen hat man indes deutlich weniger mitbekommen. Und das, obwohl sie ähnlich gereift sind.Elon Musk Heftstück 11.51

Touristen im Orbit

Auch die Raketen von Blue Origin, die Bezos in einer gigantischen Lagerhalle in der Nähe von Seattle zusammenschrauben lässt, haben ihre ersten, komplizierten Testflüge bereits bestanden. Genau wie Musk will der Geschäftsmann Bezos die Raumfahrt profitabel machen – und lässt deswegen Raketen bauen, die wieder landen können. Die Nasa hatte die Milliarden-teuren Vehikel einfach in der Atmosphäre verbrennen lassen.

Blue Origins kleineres Modell, New Shepard getauft, hat bereits vor Jahren die ersten Testflüge erfolgreich beendet. Bis Ende 2018 soll sie das erste Mal Menschen in den Orbit befördern. Später soll sie den bisher Astronauten vorbehaltenen Blick auf die Erde zur Touristen-Attraktion machen. Dazu hat Bezos extra eine eigene Raumkapsel mit rotierbaren Sitzen und Rundumsicht entwerfen lassen.BlueOrigin_M8_New_Shepard_On_The_Launch_Pad 

Überfüllter Planet

Doch Bezos plant noch mehr. Eine weit größere Rakete, die New Glenn, ist seit Jahren in Entwicklung, 2020 soll sie das erste Mal abheben. Sie soll dann auch außerhalb des Erd-Orbits fliegen können. Wofür, das erklärte der umtriebige Amazon-Gründer letzte Woche auf einer Preisverleihung der „National Space Society“: Er will die Menschheit den Mond besiedeln lassen. „Wir werden den Planeten verlassen müssen“, ist sich Bezos sicher. „Und es wird den Planeten zu einem besseren Ort machen. Wir werden kommen und gehen. Und wer bleiben will, bleibt.“

Die Begründung für seine Vorhersage: Die stetig wachsende Zahl an Menschen – und die Kosten der Schwerindustrie. Der Wechsel ins All ist seiner Ansicht nach in Zukunft einfach wirtschaftlicher. „Die Erde ist kein guter Ort für Schwerindustrie“, glaubt Bezos. „Sie ist nur gerade bequemer für uns.“ In den nächsten Jahrzehnten wird sich das ihm zufolge ändern. Dann soll die Arbeit in Stationen ins All verlagert werden – angetrieben von Sonnenenergie.Amazon Trump 18.30

Auf zum Mond

Besonders scheint es Bezos der Mond angetan zu haben. Schon vor einem Jahr träumte er davon, dort von Robotern eine Stadt bauen zu lassen. Die Voraussetzungen seien ideal, bekräftigte er nun. Unter der Oberfläche der Mondpole werden gefrorene Wasservorräte vermutet, aus denen man Trinkwasser und Atemluft generieren könnte. „Fast so, als hätte das jemand für uns vorbereitet!“ Um einen Mondlander zu bauen, will Bezos nun mit der Nasa zusammenarbeiten. Abhängig will er sich von der US-Raumfahrtbehörde aber nicht machen. „Wir werden das auf jeden Fall tun. Es geht nur schneller, wenn wir Partner haben.“

Die lunare Gesellschaft stellt er sich als eine Art Monddorf vor, eine Idee der europäischen Raumfahrtorganisation ESA. Statt einer zentralen Station, sollen die unterschiedlichen Raumfahrtnationen jeweils eine eigene betreiben – allerdings in der Nähe zu den anderen. „Das Monddorf hat seinen Charme“, findet Bezos. „So kann man zum Mondposten der Europäer gehen und nach Eiern fragen“, witzelte er. „Da bin ich natürlich albern. Aber es gäbe natürlich echte Anliegen wie ‚Können wir etwas Sauerstoff haben?'“Das Auto das im Weltall schwebt_14.30

Pizza auf dem roten Planet

Anders als Bezos hat Musk vor allem der Mars in seinen Bann gezogen. Auch er will dort siedeln, kündigte er bereits 2016 an. 2026 könnte Space-X die ersten Menschen auf den jahrelangen und sehr gefährlichen Trip schicken. Er selbst will – zumindest beim Jungfernflug – lieber nicht mitkommen. Mit seinen Falcon-9-Raketen sollen dann im Laufe der Zeit bis zu einer Million Menschen auf den roten Planet gebracht werden. So viele braucht man, um eine Zivilisation zu gründen, hat Musk sich ausgerechnet.

Wie man die dafür nötigen 10.000 Flüge und die Ausstattung auf dem Mars finanzieren will, weiß er allerdings noch nicht. Er will nur den Transport organisieren, für den Rest würden sich dann schon Unternehmen finden, ist sich Musk sicher. Die könnten etwa eine Pizzeria oder eine Schmelze auf dem Mars betreiben. Im Vergleich dazu wirkt Bezos Finanzierungsplan fast realistisch. Gefragt, ob Blue Origin in Zukunft auch Mondfahrzeuge und die Basen selbst bauen will erklärte er: „Wir werden tun, was nötig ist. Ich hoffe sehr, wir müssen nichts davon entwickeln, ich würde das gerne anderen überlassen. Aber wenn es sein muss, machen wir es selbst.“

Doch auch Bezos, immerhin ist er mit aktuell 130 Milliarden Dollar der reichste Mensch der Welt, wird seine Vision kaum alleine stemmen können. Aktuell verkauft er etwa eine Milliarde an Amazon-Aktien pro Jahr, um Blue Origin zu finanzieren. „Am Ende gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder übernehmen andere die Finanzierung – oder mir wird irgendwann das Geld ausgehen.“Jeff Bezos Roboter_17.30

Neuheiten im Juni: Netflix und Amazon Prime Video: Das ist das Gegenprogramm zur Fußball-WM

Es ist ein harter Monat für Streaming-Dienste: Wegen des guten Wetters sitzen die Menschen weniger vor dem Fernseher, viele dürften deswegen auch mal einen Monat das Abo aussetzen. Und dann ist da auch noch die mächtige Konkurrenz der Fußball-WM. Eigentlich müssten sich die Streaming-Dienste Netflix und Amazon Prime Video also mächtig ins Zeug legen.

Leider ist der Monat bei beiden relativ lahm. Klar, Fans guter Nischen-Serien wie „Luke Cage“, der Wrestling-Serie „Glow“ oder dem Anwalts-Drama „Goliath“ dürften sich über neue Staffeln freuen. Echte Knaller fehlen aber bei beiden Diensten. Immerhin kommen mehr Zuschauer in den Genuss von „4 Blocks“. Die galt als eine der besten deutschen Serien, war aber bislang den Zuschauern des Pay-TV-Senders TNT vorbehalten.

Und das gibt es sonst noch Neues:

Netflix: Neue Serien im Juni

  • 13. November: Angriff auf Paris – Staffel 1, ab 1. Juni
  • Busted! – Staffel 1, ab 3. Juni, wöchentlich neue Folgen
  • Churchill’s Secret Agent: The New Recruits – Staffel 1, ab 29. Juni
  • Club de Cuervos presenta: La balada de Hugo Sánchez – Staffel 1, ab 17. Juni
  • Cooking on High, Staffel 1, ab 22. Juni
  • Das Gelbe vom Ei – Staffel 2, ab 29. Juni
  • Derren Brown – Miracle – Staffel 1, ab 22. Juni
  • GLOW – Staffel 2, ab 29. Juni
  • Kiss Me First – Staffel 1, ab 29. Juni
  • La Forêt – Staffel 1, ab 29. Juni
  • Marcella – Staffel 2, ab 8. Juni
  • Marlon – Staffel 1, ab 14. Juni
  • Marvel’s Luke Cage – Staffel 2, ab 22. Juni
  • New Girl – Staffel 6, ab 1. Juni
  • One-Punch Man – Staffel 1, ab 1. Juni
  • Paquita Salas – Staffel 2, ab 29. Juni
  • Secret City – Staffel 1, ab 26. Juni
  • Sense8 – Special, ab 8. Juni, Serienfinale
  • Something in the Rain – Staffel 1, ab 2. Juni
  • The Break with Michelle Wolf – Staffel 1, ab 3. Juni, wöchentlich neue Folgen
  • The Ranch – Teil 5, ab 15. Juni
  • Unsolved: Tupac & Biggie – Staffel 1, ab 18. Juni
  • You Me Her – Staffel 3, ab 1. Juni
  • Bleach – Staffel 1 und 2, ab 1. Juni

Amazon Prime Video: Neue Serien im Juni

  • 4 Blocks – Staffel 1, ab 13. Juni
  • Dietland – Staffel 1, ab 5. Juni
  • Goliath – Staffel 2, ab 15. Juni
  • Hap and Leonard – Staffel 3, ab 28. Juni
  • Homeland – Staffel 6, ab 1. Juni
  • Preacher – Staffel 3, ab 25. Juni 

Netflix: Neue Filme im Juni

  • Abyss: Abgrund des Todes, ab 1. Juni 
  • Alex Strangelove, ab 8. Juni 
  • Ali’s Wedding, ab 8. Juni 
  • Beach Rats, ab 1. Juni 
  • Beirut, ab 15. Juni 
  • Brain on Fire, ab 22. Juni 
  • Calibre, ab 29. Juni 
  • Der Diktator, ab 1. Juni 
  • Der Wixxer, ab 20. Juni 
  • Die Legende von Aang, ab 15. Juni 
  • Die Perlmutterfarbe, ab 3. Juni 
  • Django Unchained, ab 1. Juni 
  • Elizabethtown, ab 3. Juni 
  • End of Watch, ab 1. Juni 
  • Er ist wieder da, ab 9. Juni 
  • Ghost: Nachricht von Sam, ab 10. Juni 
  • Hairspray, ab 1. Juni 
  • Hangover 2, ab 1. Juni 
  • Hangover 3, ab 1. Juni 
  • Hangover, ab 1. Juni 
  • Hugo Cabret, ab 1. Juni 
  • Jack, ab 13. Juni 
  • Lust Stories, ab 15. Juni 
  • Maktub, ab 15. Juni 
  • Men in Black, ab 1. Juni 
  • Neues vom Wixxer, ab 20. Juni 
  • Nummer 5 lebt!, ab 2. Juni 
  • Philomena: Eine Mutter sucht ihren Sohn, ab 1. Juni 
  • Sabotage, ab 1. Juni 
  • Set It Up, ab 15. Juni 
  • Sterben für Anfänger, ab 1. Juni 
  • Sunday’s Illness, ab 15. Juni 
  • Tau, ab 29. Juni 
  • The Breadwinner, ab 1. Juni 
  • To Each, Her Own, ab 22. Juni 
  • Trainspotting: Neue Helden, ab 1. Juni 
  • Twin Peaks: Fire Walk with Me, ab 30. Juni 
  • Wasser für die Elefanten, ab 15. Juni 
  • Zwei an einem Tag, ab 1. Juni  

Amazon Prime Video: Neue Filme im Juni

  • American Honey, ab 23. Juni
  • Darkland, ab 12. Juni
  • Der Wein und der Wind, ab 14. Juni
  • Die letzten Krieger, ab 23. Juni
  • Ein ganzes halbes Jahr, ab 15. Juni
  • Spacewalker, ab 5. Juni
  • The Party, ab 1. Juni
  • Tulpenfieber, ab 24. Juni 

Amazon Prime Video: Neues zum Leihen und Kaufen

  • Criminal Squad – kaufen ab 1. Juni, leihen ab 7. Juni
  • Der seidene Faden – kaufen ab 1. Juni, leihen ab 7. Juni
  • Die Verlegerin – kaufen, ab 22. Juni, leihen ab 28. Juni
  • Fifty Shades of Grey: Befreite Lust – kaufen ab 8. Juni, leihen ab 14. Juni
  • Shape of Water: Das Flüstern des Wassers – kaufen ab 14. Juni, leihen ab 28. Juni
  • The Disaster Artist – kaufen ab 7. Juni, leihen ab 14. Juni
  • Wind River – kaufen und leihen, ab 7. Juni
  • Wunder – kaufen ab 26. Mai, leihen ab 6. Juni 

Netflix: Neuheiten für Kinder

  • Harvey Street Kids – Staffel 1, ab 29. Juni
  • The Hollow – Staffel 1, ab 8. Juni
  • Treehouse Detectives – Staffel 2, ab 8. Juni
  • True – Magical Friends – Staffel 1, ab 15. Juni
  • True – Wonderful Wishes – Staffel 1, ab 15. Juni
  • Voltron – Legendary Defender – Staffel 6, ab 15. Juni  

Amazon Prime Video: Neuheiten für Kinder

  • Bigfoot Junior, ab 18. Juni
  • Das große Käserennen, ab 26. Juni 

Netflix: Neue Dokus im Juni

  • Explained, ab 3. Juni,wöchentlich neue Folgen
  • Recovery Boys, ab 29. Juni
  • The Staircase, ab 8. Juni

Netflix: Neue Stand-up-Comedy