Gutes Verhalten soll belohnt werden, schlechtes Benehmen nicht. Dieses einfache Erziehungsgesetz will die Kommunistische Partei Chinas landesweit einführen: Alle Bürger sollen bewertet werden.
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Neue Studie: Facebook, Instagram, Kaffee: Social Media gehört inzwischen zur Morgenroutine
Zähneputzen, Kaffeetrinken, Facebook aktualisieren: Für fast die Hälfte aller deutschen Social-Media-Nutzer gehört das Überprüfen ihrer Accounts zur Morgenroutine. Das ergab eine am Montag in Berlin veröffentlichte repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalbranchenverbands Bitkom. Demnach verwenden 44 Prozent der Nutzer gleich nach dem Aufstehen soziale Netzwerke. Für rund die Hälfte, 54 Prozent, ist es zudem die letzte Handlung vor dem Schlafen. Bei der Jüngeren – zwischen 14 und 29 Jahren – ist das Bett zudem ein beliebter Ort, um die ganzen Posts noch einmal abzuscrollen. 89 Prozent dieser Befragten scannen Twitter und Co. auf der Matratze.
Selbst auf der Toilette ist Facebook dabei
Am liebsten beschäftigen sich die Deutschen aber beim Fernsehen oder Streamen mit ihren Accounts. 60 Prozent gaben an, dabei ihre Feeds zu checken. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es 79 Prozent.
Selbst auf der Toilette verzichten viele nicht auf soziale Medien. Rund jeder dritte Social-Media-Nutzer (37 Prozent) nutzt häufig oder manchmal die Ruhe dort. Unter den 14- bis 29-Jährigen liegt der Anteil bei zwei Dritteln (67 Prozent).
Bürger-Score: Totale Überwachung – China will Noten an alle seine Bürger verteilen
Gutes Verhalten soll belohnt werden, schlechtes Benehmen nicht. Dieses einfache Erziehungsgesetz will die Kommunistische Partei Chinas landesweit einführen: Alle Bürger sollen bewertet werden. Das „Social Credit System“ ist eine Art Schufa für alle Lebensbelange. 2020 soll es eingeführt werden. Noch nie ist ein Land der Vision einer umfassenden Erziehungsdiktatur so nah gekommen wie China.
Noch ist unklar, welche Faktoren in den Bürger-Score einfließen. Angesichts der chinesischen Unbefangenheit in Sachen Datenschutz kann man erwarten, dass alle Daten, die dem Staat zur Verfügung stehen, in die Bewertung der Bevölkerung einfließen. Personen, die ihre Rechnungen nicht bezahlen oder zu Kneipenschlägereien neigen, dürften schnell zu Bürgern zweiter Klasse abgewertet werden.
Aber Peking muss nicht bei offenkundigen Verfehlungen halt machen. Der chinesische Staatsapparat verschafft sich derzeit die technischen Möglichkeiten, auch Kleinigkeiten zu erfassen und zu bewerten. Zumindest in den Städten installiert das Land derzeit überall Kameras um eine Rundum-Überwachung zu ermöglichen. Es werden aber nicht nur Bilder aufgezeichnet, sondern per Erkennungssoftware werden die Bildinformationen auch einzelnen Personen zugeordnet.FS Bürger Score
China will schlechten Bürgern das Leben schwer machen
Dadurch wird es möglich, alltägliches Fehlverhalten zu erfassen und zu ahnden. Wer bei Rot über die Ampel geht, wird erkannt, wer mit dem Auto durch die Stadt rast, wird gestoppt. Selbst wer an der Ladenkasse rücksichtslos vordrängelt, wird identifiziert. In Zukunft können alle diese Verhaltensweisen in den Bürger-Score eingehen.
Der Bürger-Credit bleibt nicht ohne Folgen. Auch hier folgt das System dem Scoring der Finanzbranche. Ab 1300 Bürgerpunkten gibt es die Dreifach-A-Bewertung. Als Belohnung winken günstige Kredite, Vorteile bei der Wohnungsvergabe und eine günstigere Krankenversicherung. Haben die Eltern einen AAA-Score, soll das bei der Vergabe von Studienplätzen der Kinder berücksichtigt werden.
Den Vorteilen für die guten Bürger stehen Nachteile für die „nicht so guten“ Bürger entgegen. Unter 600 Punkte gibt es eine D-Bewertung, das kann man auch mit „asozial“ übersetzen. Dann kommen die Betroffenen zwar nicht ins Gefängnis, aber der allmächtige Staat macht ihnen das Leben schwer. Als das Programm 2014 beschlossen wurde, formulierte die KP: Das System solle es „den Vertrauenswürdigen erlauben, sich überall unter dem Himmel zu bewegen, während es den Diskreditierten schwer gemacht wird, einen einzigen Schritt zu tun“.
Mehr als nur Orwell
Im Westen wird über dieses System meist nur unter dem Blickwinkel einer Orwellschen-Schreckensvision totaler Überwachung und totaler Herrschaft berichtet. Simina Mistreanu ist für „Foreign Policy“ in die Versuchsregion Rongcheng gereist und gibt ein wesentlich komplexeres Bild darüber ab, wie der Bürger-Score funktioniert und welche Probleme er lösen soll (Life Inside China’s Social Credit Laboratory)
Sicherlich steht der Herrschaftsanspruch der KP hinter dem Programm, es soll aber auch eine Antwort geben, auf die derzeitigen Probleme der zivilen Gesellschaft Chinas. Mit dem Ende des Maoismus ist auch das damalige totalitäre Spitzel- und Überwachungssystem zusammengebrochen. Im Ergebnis führte das zu einem Zustand der Rechtsunsicherheit und der Verrohung des Verhaltens. Häufig kommt es vor, dass Passanten verletzten Personen nicht helfen, oder dass Autofahrer erneut über angefahrene Fußgänger hinwegsetzen, weil sie ein Toter billiger kommt, als ein Schwerverletzter. Partei und Chinesen sind über das Verhalten der eigenen Bürger entsetzt. Und im Bereich des Zivilrechts ist es in China nur schwer möglich, sich gegen säumige Schuldner und Betrüger zur Wehr zu setzen.
Bürgersinn stärken
China BrückeIn Rongcheng wird das System im Großversuch erprobt. Dort können „schlechte“ Bürger schon keine Tickets für Errungenschaften wie Hochgeschwindigkeitszüge oder Flugtickets mehr kaufen. Jeder erwachsene Bürger bekam zum Start 1000 Punkte zugewiesen. Für mustergültiges Verhalten gibt es Plus-Punkte. Auszeichnungen im Beruf, heroische Taten für die Gemeinschaft boosten den Score, ein Strafzettel kostet nicht mehr nur eine Buße, sondern auch fünf Punkte. Hier wird erprobt, wie so ein Punktesystem im Alltag über lange Zeit hinweg funktionieren kann. Das System wäre unsinnig, wenn alle Bürger permanent herabgestuft werden, würde aber auch seinen Erziehungszweck verfehlen, wenn alle Einwohner in kurzer Zeit über 2000 Punkte einsammeln können.Sexpuppe spricht mit Besitzern
Derzeit ist es eine sanfte Erziehungsdiktatur. 90 Prozent der Bewohner sollen den Top-Wert erreichen. Der Bürger-Score macht es wieder möglich, Kampagnen wie man sie aus dem Kommunismus kennt, mit modernen Mitteln fortzuführen. Einst wurden Helden der Arbeit plakatiert, heute feiert das Rathaus in Rongcheng vorbildliche Bürger. Beim Besuch Simina Mistreanus wurde dort ein Polizist geehrt, der mehrere Studenten rettete, als ein Auto in eine Menge raste. Daneben prangte Yuan Suoping, die sich vorbildlich um ihre Schwiegermutter kümmerte. Die Bedingung der Witwe für eine erneute Heirat an ihren Zukünftigen lautete, dass die alte Frau weiter bei ihnen wohnen darf. Solche Taten erhöhen den Score.
Positive Änderungen
Anstatt Abstrafung setzt man im Versuchsgebiet darauf, den Sinn der Bürger für gutes Verhalten zu schärfen. Im Straßenverkehr trägt das bereits Früchte. „Ich habe das Gefühl, dass in den letzten sechs Monaten das Verhalten der Menschen immer besser geworden ist“, sagte ein 32-jähriger Unternehmer der Reporterin. „Wenn wir mit dem Auto fahren, halten wir jetzt immer vor dem Zebrastreifen. Zuerst hatten wir nur Angst, unsere Punkte zu verlieren, aber jetzt haben wir uns daran gewöhnt.“ Vergehen im Straßenverkehr schlagen schwer zu Buche: Wer betrunken Auto fährt, wird sofort auf das C-Level runtergestuft. Nacktfotokredit
China hat seit dem 12. Jahrhundert Erfahrungen mit Systemen der Bürgerbewertung. Die meisten scheiterten, weil sie zentrale Vorgaben umsetzten und die Werte vor Ort manipuliert wurden. Das jetzige System soll nicht vorrangig die Macht der Zentrale in Peking fördern. Es ist wesentlich komplexer angelegt und baut auf den regionalen Gemeinschaften auf. Es handelt sich nicht um ein Mega-System, es werden eine Vielzahl von Systemen aufgebaut. „Foreign Policy“ besuchte ein Dorf in der Nähe von Rongcheng. Das Bürgersystem dort ist technisch von dem in der Stadt getrennt und wurde für das dörfliche Leben justiert. Hier geht es vor allem darum, ob man sich um seine Eltern kümmert und seine Nachbarn gut behandelt.
Vertrauen in die Gemeinschaft und den Staat
Der Bürgerscore soll Probleme angehen, mit denen die chinesische Gesellschaft heute konfrontiert ist, wie finanzielle Betrügereien, gefälschte Produkte und unhygienische Restaurants, alles Dinge, die zu einem Mangel an Vertrauen führen, sagte Sebastian Heilmann vom Mercator Institute for China Studies in Berlin. „Mithilfe von Big Data strebt Chinas Führung an, die Fehler der kommunistischen Systeme zu beseitigen“, schrieb er in der „Financial Times“. Nur indirekt dient das Programm der Herrschaftssicherung. Die Kommunistische Partei will ihren Platz verteidigen, „indem sie China zu einem angenehmen und akzeptablen Ort für die Menschen macht, damit die nicht wütend werden“, sagte
Rogier Creemers, von der Universität Leiden in den Niederlanden. „Die Menschen bei Laune zu halten, ist ein viel effektiveres Mittel als Gewalt anzuwenden.“
Der Schlüssel zum Erfolg ist nicht der Druck durch den Big Brother, sondern die Akzeptanz in der Bevölkerung, sagte der Soziologe Zhang Lifan „Foreign Policy“. Schulen, Krankenhäuser und Nachbarschaften hätten bereits eigene Versionen im Betrieb. „Das geschah nicht, weil die Regierung sie darum gebeten hat“, sagte Zhang. „Sondern weil die Menschen glauben, dass es besser für ihre Selbstverwaltung ist.“
Es geht um Vertrauen, meint Zhang Lifan. Das Vertrauen in die Gemeinschaft wurde durch die Kulturrevolution und die Umbrüche mit der Einführung eines kapitalistischen Systems zerstört. Der gläserne Bürger ist eben auch für seine Mitbürger transparent. Dahinter steht allerdings auch ein eigenes Staatsverständnis. „Ich vertraue der Regierung“, erläutert Zhang die Logik dahinter. „Wem kannst du sonst vertrauen, wenn nicht der Regierung?“AR Stadt
Digitale Auszeit: Hotel verbietet Gästen Nutzung von Handy und Laptop
„Ein gutes Gespräch ist wertvoller als klingelnde Handys und klappernde Laptoptastaturen.“ Mit diesen Worten begrüßt ein Hotel aus Weinstadt in der Nähe von Stuttgart Gäste unter anderem auf seiner Homepage. Der Grund: In dem Hotel sind Handys und Laptops verboten – zumindest im Frühstückssaal, auf der Sonnenterrasse und im angrenzenden Restaurant.
Auf den Tischen weisen Aufsteller darauf hin. „Wir sind der Meinung, dass Handy und Laptop überhand nehmen“, sagte die Geschäftsführerin vom Weinstadt-Hotel, Stéphanie Staudenmayer. „Wir möchten den Gästen einfach diese digitale Auszeit bei uns gönnen.“
Trotz der Aufsteller müssten aber immer wieder Gäste auf das Verbot hingewiesen werden. Zwangsweise auschecken mussten Handyjünger bisher zwar noch nicht, betonte die 49-Jährige. „Ob umgekehrt jemand nicht mehr bei uns eincheckt, weiß ich natürlich nicht.“ Aber: „Die Gäste, die man haben will, kommen erst recht.“ Zuvor hatten „Stuttgarter Zeitung“, „Stuttgarter Nachrichten“ und „Bild“-Zeitung berichtet.
Hotelverband sieht Handyverbot als Alleinstellungsmerkmal
Vater verspottet Tochter 20.05hDas sieht man auch beim Hotel- und Gaststättenverband Dehoga so. „Die haben mit Sicherheit Rückmeldungen von Gästen, die sagen: „Da fühle ich mich besonders wohl““, sagte Baden-Württembergs Dehoga-Sprecher Daniel Ohl. Das Handyverbot sei auch ein Alleinstellungsmerkmal. „Es ist sicher die Ausnahme.“ Weiter verbreitet sei die Aufforderung, auf das Handy zu verzichten, eher in besonders gehobenen Restaurants. „Dass man darum bittet, vom Telefonieren am Tisch abzusehen, ist vor allem in der feinen Gastronomie schon so.“
Ganz auf WhatsApp und Gespräche mit den Liebsten muss aber auch im Weinstadt-Hotel niemand verzichten, betonte Staudenmayer. In den Zimmern gebe es W-Lan und: „Gäste haben in der Lobby die Möglichkeit, sich mit Handy und Laptop zu vergnügen.“
Überwachung mit Gesichtserkennung: 600 Millionen Kameras im Land: Chinas allsehendes Auge nimmt seine Arbeit auf
Verfolgungsjagden liefen in alten Hollywoodfilmen immer nach dem gleichen Muster ab: In der Mitte des Films trafen Hauptfigur und Bösewicht aufeinander, sie jagten sich anschließend mehrere Minuten durch enge Gassen oder leerstehende Gebäude. Doch in der letzten Sekunde konnte der Schurke entkommen, indem er sich einfach in einer Menschenmenge versteckte. Die Anonymität eines vollen Marktplatzes oder Bahnhofs war zuverlässig der letzte Ausweg.
China plant die Totalüberwachung
Ein Fall aus China zeigt, dass so etwas heute im echten Leben nicht mehr möglich wäre. Ein 31-jähriger Mann, der von der Polizei gesucht wurde, wollte sich am 7. April vor den Behörden verstecken. An diesem Abend trat im Nanchang International Sports Center der Sänger Jacky Cheung auf, 60.000 Menschen besuchten den Auftritt im Stadion. So viele Menschen an einem Ort, die ihre Aufmerksamkeit auf die Bühne richteten – es schien das perfekte Versteck zu sein.
Doch mitten im Konzert, es war längst stockfinster und Hunderte Neon-Leuchtröhren erhellten das Stadion, schritten in aller Seelenruhe Polizisten die Treppen der Arena hinunter. Dann nahmen sie den 31-Jährigen fest. Dokumentiert ist das auf der chinesischen Videoseite Miaopai. Der Refrain des Songs war noch nicht einmal verklungen, da war der Mann, der wegen „Wirtschaftsverbrechen“ gesucht wurde, schon abgeführt.
Zum Verhängnis wurde ihm das landesweite System aus intelligenten Kameras mit eingebauter Gesichtserkennung. Es hört auf den Namen Xue Liang, was so viel wie „Adleraugen“ bedeutet, und soll die 1,4 Milliarden Einwohner im Auge behalten. „Er war komplett geschockt, als wir ihn abgeführt haben“, erzählt der Polizist Li Jin der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua.
Zahlen mit einem Lächeln
Die Volksrepublik China ist weltweit führend, was den Einsatz von Gesichtserkennungs-Software angeht. Im ganzen Land hängen derzeit um die 180 Millionen Überwachungskameras. 2020 sollen es bereits 600 Millionen sein. Der Clou: Die Kameras filmen nicht nur unaufhörlich das Geschehen, sie erkennen auch, was gerade passiert und welche Menschen zu sehen sind.Das Jahr, in dem das Smartphone denken lernte 15.50
Einer der führenden Hersteller von intelligenten Kameras ist das Unternehmen Megvii. Gegründet wurde das Unternehmen 2011 von drei Studenten, heute entwickeln mehr als 700 Mitarbeiter die Technik weiter, schreibt der „Deutschlandfunk„. Einen Firmenausweis braucht hier keiner mehr, jedes Gesicht ist in einer zentralen Datenbank registriert. Wenn man morgens die Firma betritt, stehen Name, Alter und Geschlecht auf einem Monitor.
Die Technik soll das Leben bequemer und sicherer machen, werben die Hersteller. Einige Studentenwohnheime können nur noch betreten werden, wenn der Gesichtsscanner einen passieren lässt. Kunden eines Kentucky Fried Chicken Restaurants in Hanzhou können ihre Rechnung mit einem Lächeln begleichen. Der Erkennungsprozess dauert ein bis zwei Sekunden und basiert auf einer 3D-Kamera. Mehr als 400 Millionen Chinesen vertrauen dem Bezahldienst bereits.
Die Gesichtserkennungs-Software greift selbst in die kleinsten Dinge des Alltags ein: Um die Papierverschwendung einzudämmen, begrenzen öffentliche Toiletten die Menge an Toilettenpapier pro Person. 60 Zentimeter gibt es pro Gesicht, dann ist Schluss.
Gute Bürger, schlechte Bürger
Die lückenlose Erfassung führt zu tiefgreifender Änderungen der Gesellschaft. Im Jahr 2020, wenn die 600 Millionen Kameras im ganzen Land installiert sind, plant China die Einführung eines „Social Credit Systems“. Bürger, die sich an die Vorschriften halten, sollen nichts zu befürchten haben. Doch wer Rechnungen nicht bezahlt oder bei Rot über die Ampel geht, könnte langfristig zum Bürger zweiter Klasse degradiert werden. Dann wird einem das Leben schwer gemacht, man kann etwa nicht mehr eigenständig Flugtickets kaufen. 10 Millionen Menschen stehen dem „Deutschlandfunk“ zufolge bereits auf der schwarzen Liste. Den Diskreditierten soll es schwer gemacht werden, „einen einzigen Schritt zu tun“, formulierte es die Kommunistische Partei in China.
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Soziale Netzwerke: Von wegen Facebook-Hack: Was wirklich hinter den "BFF"-Posts steckt
Es soll so einfach sein, versprechen Posts, die aktuell zu Tausenden in Facebook-Timelines auftauchen. Man muss nur die magischen drei Buchstaben „BFF“ in einen Post packen – schon weiß man, ob das eigene Konto gehackt wurde. Klingt wie Schwachsinn? Ist es auch. Wir erklären, warum die Buchstaben wirklich die Farbe wechseln.
Denn dahinter steckt natürlich kein geheimes Werkzeug von Facebook-Chef Mark Zuckerberg, wie uns die Posts weismachen wollen. Wenig überraschend hat er auch wie behauptet nicht den Begriff BFF erfunden – der steht schon seit Jahren für „Best Friends Forever“ (Beste Freunde für immer).
Das steckt wirklich hinter dem „BFF“-Hack
Facebook gibt negativen Einfluss zu 1345Und auch bei den Facebook-Posts mit den drei bunt markierten Buchstaben sollte es nach dem Willen Facebooks nicht um Hacks, sondern um Freundschaft gehen. Was die meisten Nutzer nicht bemerken: Klickt man auf die grüne Schrift, erscheinen zwei animierte Hände, die sich gegenseitig ein High Five geben. Dahinter verbirgt sich nämlich schlicht ein Link auf die Animation, die aber nur bei Facebook funktioniert. Dass die Schrift nicht bei jedem bunt wird, liegt daran, dass nicht alle Geräte das Feature unterstützen und den passenden Link deswegen nicht setzen. Wer die Animation aus einem Post entfernen will muss nur die Optionen zu dem entsprechenden Post öffnen und „Remove Text Effects“ wählen.Facebook BFF
Ganz offensichtlich ist das Feature für Normalnutzer aber wohl etwas zu gut versteckt. Anders lässt sich nicht erklären, dass die bereits im Sommer 2017 eingeführte Funktion erst jetzt weltweit Wellen schlägt – und dann auch noch regelrecht wie eine Verschwörungstheorie verbreitet wird.
Hammer, Potter, XOXO
„BFF“ ist übrigens nicht der einzige Begriff mit Effekt. Bei „XOXO“ fliegen Herzchen über den Post, bei „Gratuliere“ gibt es Konfetti und Luftballons, auch bei „Hammer“ und „Rad“ gibt es eine Animation. Besonders freuen durften sich Fans von Harry Potter: Tippte man den Namen des Zauberschülers oder „Hufflepuff“, „Gryffindor“, „Ravenclaw“ und andere Begriffen aus dem Harry-Potter-Universum in einem Post, erschienen eine Zeit lang die Worte in unterschiedlichen Farben – und erzeugten beim Klick darauf einen Zauberstab.Facebook-Chef Zuckerberg entschuldigt sich vor US-Kongress