
Bald sollen Klassenarbeiten auf Apple-Geräten geschrieben und Hausauf-gaben in der iCloud abgeliefert werden. Auch in Deutschland?
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Bald sollen Klassenarbeiten auf Apple-Geräten geschrieben und Hausauf-gaben in der iCloud abgeliefert werden. Auch in Deutschland?
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Es muss nicht immer teuer sein. BILD stellt hilfreiche Soft- und Hardware vor, mit der Sie Ihre Kinder und Ihre Technik schützen können.
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Seit dem Datenskandal machen sich Facebook-Nutzer Sorgen um ihre Spuren im Netz – Mozilla Firefox reagiert darauf.
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Apple lädt am Dienstag zu einer Präsentation nach Chicago – es könnte ein iPad, ein Macbook Air und sogar ein neues iPhone zu sehen geben.
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Der Technologie-Wettlauf bei Smartphones geht in die nächste Runde. Nachdem letztes Jahr alle Premium-Hersteller auf nahezu randlose Displays und Doppelkameras setzten, ist Huawei-Chef Richarg Yu in Paris nun den nächsten Schritt gegangen – und hat mit dem Huawei P20 Pro das erste Gerät mit gleich drei Kameras auf der Rückseite vorgestellt.
Die Dreifach-Kamera soll vor allem bei schlechtem Licht glänzen, bei der Präsentation in Paris behauptete Yu, dass auf diese Weise sogar Bilder möglich wären, wenn das menschliche Auge nichts mehr erkennen kann. Das wäre tatsächlich eine enorme Leistung. Sie wird möglich, weil das P20 Pro aus den Bildern der drei Linsen ein einzelnes baut. Der Hauptsensor besitzt einen 40-Megapixel-Sensor, die zweite Kamera sammelt Schwarz-Weiß- und Tiefeninformationen. Durch die dritte Linse soll ein optischer 3-Fach- und ein digitaler 10-Fachzoom möglich sein. In den ebenfalls vorgestellten Modellen P20 und dem P20 Lite ist „nur“ eine Doppelkamera verbaut. Galaxy S9 Test 17.29
Auch sonst kann sich das P20 Pro sehen lassen – zumindest technisch. Das Design mit der vertikal angeordneten Kamera erinnert doch ein bisschen zu stark ans iPhone, um mit der Optik punkten zu können. Auch die Notch genannte, hässliche Display-Auslassung – die beim iPhone X als einziger echter Makel für mächtig Kritik sorgte – hat Huawei von seinem wichtigsten Konkurrenten übernommen. Einen eigenen Akzent setzt Huawei aber doch: Das P20 Pro gibt es in einem schicken Look mit Farbverlauf von Lila in Türkisgrün. Ein echter Hingucker. Wer es schlichter mag, bekommt natürlich auch eine einfarbige Variante.
Technisch gibt es wenig auszusetzen. Das 6,3 Zoll große OLED-Display löst in 2280 x 1080 Bildpunkten auf, der selbstentwickelte Kirin-970-Prozessor dürfte pfeilschnell sein. Zudem sind 6 GB Arbeits- und 128 GB Datenspeicher und ein dicker 4000-mAh-Akku verbaut. Der Preis von 899 Euro ist happig, aber in einer ähnlichen Region wie die Spitzengeräte der Konkurrenten.Günstiges Smartphone 10-00
Die anderen beiden Geräte bieten weniger Neuerungen. Das P20 Lite richtet sich an sparsamere Käufer. Das Display ist mit 5,8 Zoll etwas kleiner als beim Pro, die Auflösung ist aber dieselbe, allerdings verbaut Huawei ein LCD-Display. Auch die Lite-Version erinnert frappierend an das iPhone, kostet mit 369 Euro aber nicht mal ein Drittel des offiziellen Preises bei Apple. Mit 4 GB Arbeits- und 64 GB Datenspeicher, dem Mittelklasse-Prozessor Kirin 569 und einer 16-MP-Doppelkamera ist es für den Preis sehr gut ausgestattet. Ein tolles Angebot.
Das eigentliche P20 ist fast etwas langweilig. Es ist eine Mischung aus den beiden anderen Modellen, verbindet ein 8,4-Zoll-Display in 2280 x 1080 Bildpunkten, den rasanten Chip des Pro-Modells mit 4 GB Arbeits- und 128 GB Datenspeicher. Die Doppelkamera löst in 12 MP auf. Der Preis kann sich allerdings sehen lassen: Mit 649 Euro als Einführungspreis ist es deutlich günstiger als das S9 oder das iPhone.
Ein spannendes Feature: Um die Leistung der Geräte noch weiter zu verbessern, verbaut Huawei einen eigenen Chip für künstliche Intelligenz. Dadurch erkennen die Geräte, was für ein Motiv gerade geknipst wird und passen die Einstellungen entsprechend an. Außerdem soll sie Ruckler so gut herausrechnen können, dass Langzeit-Aufnahmen mit bis zu sechs Sekunden Auslösezeit möglich werden – während das Smartphone in der Hand gehalten wird. Auch beim Akku soll die KI nachhelfen und mit intelligentem Energie-Management für längere Laufzeiten sorgen.
„Let’s take a Field trip“, also „Lass uns einen Schulausflug machen“ – mit diesem ungewöhnlichen Slogan eröffnete Apple am Dienstag das erste Firmenevent des Jahres 2018. Während der iPhone-Konzern seine Keynotes sonst mit viel Brimborium direkt in San Francisco oder im Firmensitz in Cupertino veranstaltet, war der Ort des Geschehens diesmal ganz alltäglich – die Lane Tech College Pep Highschool in Chicago. Zwischen Klassenzimmern und Spinden stellte Apple-Chef Tim Cook ein neues Günstig-iPad und neue Software für Lehrer und Schüler vor.
Es ist das erste Mal seit dem Jahr 2012, dass Apple ein speziell auf den Bildungsbereich zugeschnittenes Event veranstaltet hat. „Seit 40 Jahren kümmern wir uns bei Apple um die Bildung – für Schüler und Lehrer“, betonte Cook zum Auftakt der rund einstündigen Veranstaltung. Schüler müssten heutzutage schon von Kleinauf mit moderner Technik vertraut gemacht werden. Zugleich verändern Smartphones und Tablets das Lernen: In Apples App Store stehen bereits 200.000 Lern-Apps zur Verfügung, erklärte der Konzern.
Im Mittelpunkt des Events stand aber ein neues Gerät: ein überarbeitetes iPad mit 9,7-Zoll-Bildschirm. Erstmals wird der Apple Pencil unterstützt, der digitale Zeichenstift funktionierte bislang nur mit dem deutlich teureren iPad Pro. Trotz des niedrigeren Preises kann sich die Ausstattung sehen lassen: Im Inneren steckt der A10 Fusion Chip, einer der derzeit schnellsten Prozessoren. Im Gegensatz zum iPhone X gibt es weiterhin einen Home-Button mit Fingerabdruckscanner (Touch ID).iPad Pro Video
In Deutschland zahlt man für das 32-Gigabyte-Modell mit Wlan 349 Euro, die Variante mit LTE-Modem gibt es für 479 Euro. Zum Vergleich: Das Vorgängermodell des 9,7-Zoll-iPad (Wlan) kostete bei Apple bislang 399 Euro. Der Preis sinkt also um 50 Euro. Das Gerät ist bereits ab dieser Woche erhältlich.
Das neue iPad wiegt rund 450 Gramm und bietet zehn Stunden Akkulaufzeit. Auf der Rückseite befindet sich eine 8-Megapixel-Kamera, die mehr kann als nur Fotos knipsen. Mit ihr kann man auch spezielle Augmented-Reality-Apps (AR) nutzen. Dabei werden virtuelle Objekte in das Live-Bild der Kamera platziert. Im Zuge des Events zeigte Apple zwei neue AR-Apps: Eine Anwendung ermöglicht es, Gemälde in den Raum zu projizieren, mit einer anderen (Froggipedia) kann man einen virtuellen Frosch sezieren. Als Messer fungiert dabei der Apple Pencil. Wer nicht 100 Euro für das Apple-Original ausgeben will, kann auch einen etwas günstigeren Stift von Logitech kaufen (49 Dollar).
Damit Apple im Kampf ums Klassenzimmer gegen Google und Co. nicht ins Hintertreffen gerät, lockt der Konzern die Schulen und Schüler mit ein paar Goodies: So ist für Schulen das neue iPad nicht nur etwas billiger. Auf dem Tablet können künftig diverse Nutzerprofile hinterlegt werden. Das ist praktisch, wenn ein Gerät von mehreren Kindern (oder im Privatbereich von Familienmitgliedern) verwendet wird. Diese Funktion war längst überfällig.
Schüler bekommen statt der bislang üblichen fünf Gigabyte Online-Speicher (iCloud) nun 200 Gigabyte kostenlos. Außerdem wurden die iWork-Apps verbessert und auf die Pencil-Nutzung angepasst. Apples Office-Pendant umfasst die Textverarbeitung Pages, die Präsentationssoftware Keynote und die Tabellenkalkulation Numbers. Die Software gibt es für das iPad weiterhin kostenlos.
Ob Apple mit dem neuen Tablet und weiterer Software nachhaltig die Klassenzimmer – vor allem außerhalb der USA – erobern kann, wird sich zeigen. Im Ringen um die Milliarden des Bildungssektors gehen auch andere Konzerne in die Offensive. Google setzt auf günstige Pappbrillen zum virtuellen Erkunden der Weltmeere und spottbillige Chromebooks. Samsung bietet ebenfalls Komplettpaket bis hin zu smarten Whiteboards. Mehr über den Kampf der Techfirmen ums Klassenzimmer lesen Sie hier.
„Seht her! Wir sind die kommende Weltmacht!“ – das ist die Botschaft, die Chinas Marine vor wenigen Tagen an die ganze Welt sendete.
In der vergangenen Woche hat die Gruppe um den chinesischen Flugzeugträger Liaoning die Straße von Taiwan durchquert. Nun hat sich die Trägergruppe mit weiteren Marine-Einheiten vereint und ein spektakuläres Manöver durchgeführt. Mindestens 40 Kampfschiffe haben südlich von Hainan um den Träger zwei gewaltige Linien gebildet. Umgeben ist die Flotte zudem von U-Booten.China Fleet
Militärisch sind die Zeiten vorbei, in denen Seeschlachten von Schiffen in so langen Linienformation ausgefochten wurden. Hier handelt es sich um eine Parade auf hoher See. Mit der Armada will China seine Macht demonstrieren und den Anspruch auf Gewässer, die die USA als international betrachten.
Collin Koh, Sicherheitsexperte an der S. Rajaratnam School of International Studies in Singapur, sagte zu Reuters, dass das Manöver wegen der Größe der Flotte sehr ungewöhnlich sei. „Den Bildern nach zu urteilen scheint es so, als wollten sie demonstrieren, dass Schiffe der Südseeflotte in der Lage sind, sich routinemäßig der Kampfgruppe aus Norden anzuschließen“, sagte er. Wenn Schiffe über Flottengrenzen hinaus gemeinsam operieren oder gar kämpfen können, deutet das auf hoch entwickelte Kommunikationssysteme hin.
China erhebt historische Ansprüche auf große Seegebiete und untermauert diese sogar mit künstlich aufgeschütteten Inseln. Mit regelmäßigen Patrouillen von Kriegsschiffen in diesen Zonen fordern die USA den chinesischen Anspruch heraus.
Innerhalb weniger Jahre hat sich die chinesische Marine extrem weit entwickelt. China hat ein ehrgeiziges Programm zum Bau von Flugzeugträgern gestartet. Dazu wurde die weltweit größte Werftkapazität zum Bau von U-Booten geschaffen. Die neuen Zerstörer vom Typ 055 sollen – so die chinesische Marine – den älteren US-Modellen überlegen sein.Quanten-Radar 6.15
Spotify-Chef Daniel Ek ist ein Mann mit einer Mission. In seinen eigenen Worten klingt sie so: „Das Potenzial der menschlichen Kreativität erschließen, indem wir Millionen Künstlern die Möglichkeit geben, von ihrer Kunst zu leben, und Milliarden von Fans die Möglichkeit, zu genießen und sich inspirieren zu lassen“. Eks Problem: Damit hat er bisher kein Geld verdient. Das könnte Anleger beim Börsengang abschrecken, der am 3. April an der New York Stock Exchange ansteht.
Spotify ist zwar der klare Marktführer im Musik-Streaming, aber weit entfernt von einem profitablen Geschäftsmodell. Ende 2017 hatte das schwedische Unternehmen 71 Millionen zahlende Abo-Kunden und 159 Millionen Nutzer insgesamt. Doch trotz rasanten Wachstums – der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr um fast 39 Prozent – nahm der operative Verlust von 349 Millionen auf 378 Millionen Dollar zu. 2018 will Spotify die 200-Millionen-Nutzer-Marke knacken, rechnet aber mit einem operativen Minus von 230 bis 330 Millionen Dollar.
Um Anleger vor dem Börsendebüt zu überzeugen, vergleicht sich Spotify gerne mit Netflix. Nicht zuletzt hat Firmenchef Ek mit Barry McCarthy den Mann als Finanzchef an Bord geholt, der 2002 bereits den heutigen Marktführer im Video-Streaming an die Börse brachte. Parallelen gibt es durchaus: Bevor Netflix zum Inbegriff einer neuen Fernsehkultur wurde, die ohne klassische Kabelanbieter auskommt, schrieb das Unternehmen auch lange Zeit rote Zahlen. Heute ist Netflix profitabel und an der Börse über 130 Milliarden Dollar wert. Zum Vergleich: Spotify trauen Analysten eine Bewertung von rund 20 Milliarden Dollar zu.
Ähnlich wie Netflix die TV-Welt revolutioniert, tut Spotify es mit der vom technologischen Fortschritt überrollten Musikbranche. „Wir haben einer rapide schrumpfenden Industrie wieder zu Wachstum verholfen“, meint Ek, der Spotify 2006 gründete. Dennoch gibt es einen wesentlichen Unterschied, der Zweifel an einer Erfolgsstory wie bei Netflix aufkommen lässt. Denn der Spotify-Boom füttert vor allem die Rechtebesitzer der Musik, die der Streamingdienst seinen Kunden gegen Gebühren oder in einer Gratisversion mit Werbung anbietet. An sie gehen mehr als 75 Cent von jedem Dollar, den Spotify einnimmt.
Während Netflix sich mit eigenen Inhalten zum Angstgegner von Unterhaltungsriesen wie Disney oder Time Warner aufbaute, ist Spotify abhängig von den großen Labels Sony Music, Warner und Universal Music. Ek soll es zwar schon gelungen sein, etwas niedrigere Lizenzgebühren für den rund 35 Millionen Songs umfassenden Spotify-Katalog herauszuschlagen. Doch seine Verhandlungsposition ist angesichts der geballten Marktmacht der Gegenseite überschaubar. Und anders als Netflix, das inzwischen jede Menge Streaming-Inhalte exklusiv selbst produzieren lässt, hat Spotify bislang offenbar keine Pläne, den Plattenfirmen Konkurrenz durch eigene Musik zu machen.
Finanzchef McCarthy machte bei einer Präsentation kürzlich deutlich, dass höhere Gewinnspannen vor allem durch die Erschließung anderer Umsatzquellen erreicht werden müssten. Dazu zählen Werbe-Deals mit Promotern oder der Verkauf von Daten an Musiker, Plattenfirmen und Konzertveranstalter. Bislang erzielt Spotify 90 Prozent seiner Erlöse mit kostenpflichtigen Premium-Abos. Doch Ek buhlt mit großen Versprechen um Anlegergeld. „Wir sind erst in der zweiten Runde dieses Spiels“, sagte der 35-Jährige jüngst vor Investoren. „Die Möglichkeiten, die vor uns liegen, sind viel, viel größer als Sie denken.“
Beim Börsenstart an der New York Stock Exchange setzt Spotify indes auf ein für Unternehmen in der Größenordnung ungewöhnliches Verfahren: den kostensparenden Weg einer sogenannten Direktplatzierung. Spotify lässt sich dabei zwar von Investmentbanken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley beraten, beauftragt sie aber nicht wie üblich mit einer Aktienausgabe und dem dazugehörigen Preisbildungsverfahren. Das spart Geld, birgt aber auch das Risiko einer chaotischen und unberechenbaren Handelspremiere.
Eigentlich wussten wir es ja schon lange, der jüngste Daten-Skandal holte es aber wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit: Facebook spioniert uns aus, fast überall. Mark Zuckerbergs Netzwerk weiß nicht nur, was Sie bei Facebook treiben, sondern speichert auch fast alle anderen Webseiten-Besuche, Shopping-Stöbereien und Suchanfragen. Viele Menschen überlegen deshalb, ihr Facebook-Profil zu löschen. Die Alternative dazu kommt vom Firefox-Entwickler Mozilla.
Mit einem eigenen Plug-In unterbindet der Browser mit wenigen Klicks Facebooks Dauer-Geschnüffel. Das basiert darauf, dass auch andere Webseiten über die dort platzierten Like-Buttons die Details zu Ihren Besuchen der Seite an Facebook weitergeben. Und genau das unterbindet das Plug-In. Facebook wird – um es mit Mozillas Worten zu sagen – in einem eigenen Container eingesperrt.
+++ Sie wollen Ihren Facebook-Account lieber ganz los werden? Hier erfahren Sie, wie das geht +++ Facebook Text maus 20.00
Der Weg dahin ist denkbar einfach: Sie müssen lediglich in Firefox diesen Link aufrufen, auf „Add to Firefox“ klicken und mit zwei weiteren Klicks auf „Hinzufügen“ und „OK“ die Installation bestätigen. Firefox meldet Sie dann automatisch bei Facebook ab und löscht die zugehörigen Cookies. Nach einer erneuten Anmeldung öffnet sich Facebook in einem neuen Tab, der mit einem blauen Strich unter der Seitenbezeichnung gekennzeichnet ist – und keinerlei Zugriff mehr auf die übrigen Daten des Browsers hat.
Abgesehen von der Datensperre lässt sich Facebook dann ganz normal nutzen. Im sozialen Netzwerk geklickte Links auf andere Seiten öffnen sich in Tabs. Vorsicht: Klicken Sie bei Webseiten auf den „Teilen“- oder den „Like“-Button, werden diese wieder im Facebook-Container geladen – und Facebook erfährt, dass Sie auf der betreffenden Seite waren. Vor Spionage in anderen Browsern sowie den Facebook-Apps – inklusive dem Messenger, Instagram und Whatsapp – kann das Plug-In natürlich nicht schützen.
Mozilla bemüht sich seit Jahren um einen besseren Schutz der Nutzerdaten. So lässt sich Werbetracking mit Bordmitteln abstellen. Abseits von Facebook bietet die Stiftung ein weiteres Plug-In an, durch das man eigene Container erstellen kann, um unterschiedliche Online-Identitäten zu trennen. Das erlaubt auch, soziale Netzwerke zeitgleich mit mehreren Profilen geöffnet zu haben, etwa mit einem Arbeits- und einem Freizeitaccount. Mozilla selbst versichert, keinerlei Daten aus den Plug-Ins zu sammeln. Man speichere demnach lediglich wie oft sie installiert und wieder gelöscht werden.Warum wir als Wähler für Datenspione so interessant sind_11.20
In den USA toben Schüler-Proteste für eine stärkere Reglementierung des Waffenbesitzes, im tiefsten Montana herrscht derweil Krieg. Zumindest auf dem Bildschirm. Nach Diktaturen auf Tropeninseln und dem Himalaja in den Vorgängern ballert man sich in „Far Cry 5“ durch den wilden Norden der USA – und deckt dabei die Widersprüche eines gespaltenen Landes auf.
Denn davon gibt es auch in „Far Cry“ einige. Die tiefreligiöse, pseudo-christliche Sekte „Project Edens Gate“ hat unter Leitung ihres irren Prediger Joseph Seed einen Teil von Montana unter ihre Kontrolle gebracht und knechtet nun mit viel Gewalt die übrige Bevölkerung – und der Spieler ist mittendrin. Eigentlich sollte man als Teil einer vier Personen starken Polizeitruppe den Anführer Seed – eine Mischung aus einem Hipster, einem TV-Prediger und Charles Manson – verhaften. Doch dann endet man mitten im Kampf der Kulturen.Far Cry 5 Joseph Seed
Die Grenzen verlaufen allerdings etwas anders als im wirklichen Amerika. Statt zwischen urbaner und Landbevölkerung läuft sie hier nur zwischen Fanatikern und den „normalen“ Leuten. Im ländlichen Montana kann man großstädtische Liberale an einer Hand abzählen. Stattdessen stehen auf beiden Seiten schmutzige Hillbillys mit Tanktop und Truckermütze. Und auch bei der Wahl ihrer Mittel sind sich beide sehr einig.
Ganz nach dem NRA-Slogan „Das einzige, was einen bösen Menschen mit einer Knarre aufhält, ist ein guter Mensch mit einer Knarre“ ballern sich alle gegenseitig nieder. Auch der Spieler ist hauptsächlich mit Schießen beschäftigt. An jeder Ecke lauern die nach der Abkürzung ihrer Gemeinde „PEGgies“ getauften Fanatiker – und wollen sich nicht unterhalten. Weil die Gegner die gigantische Spielwelt patroullieren und stets sofort das Feuer eröffnen, besteht jeder Weg irgendwann unweigerlich aus minutenlangen Feuergefechten. Far-Cry-5-Schießerei
Die machen wegen der gelungenen Steuerung und dem üppigen Waffenarsenal zwar durchaus Spaß, etwas weniger hätte es aber auch getan. Am Ende dürfte man so Hunderte, wenn nicht Tausende digitale Leben auf dem Gewissen haben. Eine Möglichkeit die Dauergefechte zu reduzieren, gibt es leider nicht.
Das ist insofern schade, weil die Spielwelt selbst eigentlich auch mit weniger Kämpfen genug Beschäftigung bietet. Die extrem realistisch gestaltete Wald- und Berglandschaft ist sehr hübsch anzuschauen und lädt zum Erkunden ein. Zudem sind Wälder und Flüsse gefüllt mit Wildgetier und Fischen, die gejagt und geangelt werden wollen.
Autos, Boote und sogar Flugzeuge und Helikopter bringen zusätzliche Abwechslung, wenn auch die schwammige Steuerung der Fahrzeuge etwas den Spaß verdirbt. Wer gerne rätselt, kann sich den Zugang zu Prepper-Verstecken erknobeln. Die Wege dazwischen muss man sich aber stets freischießen. Das ermüdet.Far Cry Brand
Toll ist dagegen, dass man sämtliche Spielinhalte auch gemeinsam mit Freunden spielen kann, allerdings nicht an derselben Konsole. Sogar die Geschichte kann man so (fast) vollständig gemeinsam erleben.
Die Handlung selbst ist zwar ganz nett, aber wenig erhellend. Sie dient mehr als Leitlinie, an der man sich durch die Spielwelt hangelt. Abseits des frischen Szenarios im amerikanischen Norden und der gruseligen, moralischen Überheblichkeit der sadistischen Sektenführer hat die Geschichte wenig Bereicherndes mitzuteilen.
Als Kommentar auf die aktuelle politische Situation der USA darf man das von einem Kanadischen Studion von Ubisoft entwickelte „Far Cry 5“ deshalb wohl nicht verstehen. Es gibt zwar mal Anspielungen auf Trump – etwa einen Anruf eines Politikers, der „Make Montana Great Again“ pöbelt und eine Eismauer nach Kanada bauen möchte -, die Spaltung der US-Gesellschaft an den Parteilinien wird aber nicht thematisiert. Far Cry Shooter
Stattdessen wird der dreckig-raue Lebensstil der Hillbillys gleichzeitig für seine Schlichtheit gefeiert und in seinem religiösen Extremismus zum Feind gemacht. Einzige Auffälligkeit: Bei den „guten“ Hillbillys gibt es deutlich mehr ethnische Diversität. Das könnte aber schlicht der Tatsache geschuldet sein, dass nahezu sämtliche Gegner gleich aussehen. Ob das nun cleverer Kommentar oder Faulheit der Entwickler ist, sei mal dahingestellt.
Angesichts der aktuellen politischen Situation in den USA hätte eine clevere Geschichte um die gesellschaftliche Spaltung durchaus ihren Reiz gehabt. Bei „Far Cry 5“ dient sie aber nur als Kulisse für einen Action-geladenen, sehr gut umgesetzten Shooter in hübscher Umgebung. Wer nicht mehr erwartet, wird seinen Spaß haben – vor allem, wenn man mit Freunden zusammenspielt. Das gilt allerdings nur für Erwachsene: Wegen der sehr expliziten und teils grausamen Gewalt gehört das Spiel nicht in Kinderhände.
Far Cry 5