Neue AGB: Whatsapp: Welche Daten werden wirklich mit Facebook geteilt?

Als Facebook Whatsapp schluckte, fürchteten viele, es sei das Ende des beliebten Messengers. Das für seinen Datenhunger berüchtigte soziale Netzwerk werde alle Nutzerdaten absaugen und den Messenger zur Werbeschleuder umbauen, so die Angst vieler Skeptiker. Whatsapp beschwichtigte damals, man werde beide Dienste streng voneinander trennen. Jetzt wollen sie doch anfangen, Daten zu teilen, teilte Whatsapp gestern mit. Aber welche genau sind das?

In einem Blog-Post von Whatsapp heißt es, man wolle die Werbung bei Facebook besser personalisieren. Zum anderen solle innerhalb der Facebook-Gruppe auch ein Dienst wie die Fotoplattform Instagram Whatsapp-Daten nutzen können, um Nutzer zum Folgen vorzuschlagen. Die Facebook-Daten werden heute schon dafür genutzt. Eine solche Verknüpfung der Facebook-Töchter hatten Datenschützer schon bei der Übernahme befürchtet.Facebook Whatsapp 17.52

Welche Daten fischt Facebook ab?

Aktuell wird als Beispiel nur die Telefonnummer und die Nutzungszeit genannt. Andere denkbare Daten sind die Chat- und die Kontaktliste. Optionale Account-Daten wie Profilbilder, den in Whatsapp angegebenen Namen und den Status wolle man „im Moment“ nicht mit Facebook teilen, gibt Whatsapp an.

Die Chats selbst sowie darin gepostete Fotos und Videos will Whatsapp nicht teilen. Glaubt man dem Blog-Post, kann der Dienst das auch gar nicht. Seit Anfang des Jahres sind alle Chats Ende-zu-Ende verschlüsselt. Das heißt, nur die Chat-Partner können die Chats und die dort geposteten Bilder und Videos sehen. Whatsapp und Facebook können sie also gar nicht mitlesen – selbst, wenn sie wollten.

Kann ich widersprechen?

ING Internet Dorf 9.20hDie überarbeiteten AGB einfach abzulehnen, ist leider keine Option. Will man weiter Whatsapp nutzen, geht das nur, wenn man ihnen zustimmt. Dem Teilen der Daten kann man zum Glück aber trotzdem widersprechen. Wie das geht, erklären wir in diesem Artikel. Gute Nachrichten für alle die schon zugestimmt haben: Der Widerspruch klappt auch nachträglich – aber nur bis zu 30 Tage nachdem man die neuen AGB angenommen hat.Google Duo_18.20

Beispielloser iPhone-Hack läutet neue Ära der Unsicherheit ein

Auch nach den NSA-Enthüllungen von Edward Snowden schienen zumindest moderne Smartphones sicher zu sein – doch die Spionage-Software «Pegasus» stellt das Vertrauen der Nutzer nun auf eine harte Probe.

An allen ausgeklügelten Schutz-Mechanismen von Apple vorbei konnte das Programm volle Kontrolle über ein iPhone übernehmen. «Man bekam Zugriff auf alles! Es war nicht mehr Ihr Telefon», betont Gert-Jan Schenk, Europa-Chef der Sicherheitsfirma Lookout, die «Pegasus» einfing und sezierte.

Dank drei bisher unbekannter Software-Schwachstellen nistete sich «Pegasus» direkt im Herzstück des iPhone-Betriebssystems iOS, dem sogenannten Kernel, ein. Das ist der Grund, warum es für die Angreifer keine Grenzen mehr gab. «Selbst wenn man Online-Dienste mit Verschlüsselung nutzt, ist das egal – die Daten werden abgegriffen, noch bevor sie verschlüsselt werden», erklärt Schenk. «Pegasus» ist das erste bekanntgewordene Spionage-Programm mit so weitreichenden Fähigkeiten.

Dass diesmal iPhones betroffen sind, ist besonders alarmierend – und auch schmerzhaft für Apple. Denn der Konzern machte den Datenschutz und das Vertrauen der Nutzer zu einem Verkaufsargument und investiert auch massiv in Sicherheit. «Die iOS-Software ist sehr, sehr gut», bescheinigt auch Lookout-Manager Schenk dem Unternehmen. Umso schockierender ist es, dass «Pegasus» in drei effizienten Schritten ans Ziel kommen konnte.

Apple stopfte die Lücken mit einem Update nach zehn Tagen Entwicklung. Das ist recht schnell für die Verhältnisse der Branche. Doch die Unsicherheit ist gesät. Auf den Smartphones lagern immer mehr Daten zu unserem gesamten Leben: Privateste Kommunikation, Bilder, Kontoinformationen, Gesundheitswerte. Sie können die Bewegung der Nutzer registrieren und sind auch bei vertraulichen Gesprächen immer dabei. Und moderne Smartphone-Systeme sind komplexe Gebilde mit Millionen Zeilen Software-Code. Wie viele solcher Schwachstellen könnten da noch drinstecken? Wie viele werden auf ähnliche Weise ausgenutzt? Und durch wie viele Telefone fraß sich «Pegasus» schon durch?

Schwer zu sagen, heißt es bei Lookout. Dass die Entwicklerfirma NSO Group einen jährlichen Umsatz von 75 Millionen Dollar ausweise, zeuge von einem regen Geschäft. Ansonsten könne man nur sagen, dass «Pegasus» deutlich mehr als ein Jahr unterwegs gewesen sei.

Während nach Erkenntnissen der Experten Menschenrechtler und Journalisten in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Mexiko mit dem Programm angegriffen wurden, dürften gewöhnliche Smartphone-Nutzer bisher noch in Sicherheit sein. Jeder Einsatz der Software birgt auch das Risiko, aufzufliegen – was jetzt schließlich auch geschah. Also würde ein Geheimdienst eine solch teure und aufwendig entwickelte Software nur sehr gezielt einsetzen. «Wenn sie in andere Hände geraten sollten, wird es sehr, sehr gefährlich», warnt Schenk zugleich.

Nach Erkenntnissen von Lookout konnte «Pegasus» alle Versionen des iPhone-Betriebssystems ab dem vor drei Jahren eingeführten iOS 7 befallen. Die Software könne Anrufe mitschneiden, Aufenthaltsorte verfolgen, Kontaktlisten einsehen, E-Mails lesen sowie Daten von Facebook und Kommunikationsdiensten wie WhatsApp, Skype, Telegram, Viber oder WeChat abgreifen. Die Software sei eigentlich noch besser entworfen als der berüchtigte Wurm «Stuxnet», der das iranische Atomprogramm sabotierte, sagt Schenk. «Jeden Tag entdecken wir neue Fähigkeiten.»

Die Sicherheitsexperten vermuten hinter der «Pegasus»-Software die Firma NSO Group aus Israel, die einem amerikanischen Finanzinvestor gehört. Sie äußerte sich nicht zur Urheberschaft, verwies in Stellungnahmen in der «New York Times» und der Website «Vice» darauf, dass sie ihre Software nur an Regierungsbehörden verkaufe und auch nicht an Länder, gegen die Ausfuhrbeschränkungen gelten.

Dass unter anderem Geheimdienste grundsätzlich auf bisher unbekannte Schwachstellen setzen, um Geräte aufzuknacken, war spätestens seit Snowdens Enthüllungen geläufig. Mit «Pegasus» gibt es nun die bisher einmalige Gelegenheit, eine solche Software zu sezieren.

Zugleich blüht ein reger Handel mit Software-Schwachstellen. Erst vor einigen Monaten sorgte eine Firma für Aufsehen, die eine Million Dollar für eine «Zero-Day»-Lücke beim iPhone bot – so werden Fehler genannt, die dem Anbieter noch unbekannt sind und deswegen erstmal frei ausgenutzt werden können.

Apple, das sich lange dagegen gesträubt haben soll, eine Belohnung für gefundene Schwachstellen zu zahlen, bietet seit einigen Wochen bis zu 50 000 Dollar für die Aufdeckung von Lücken im Betriebssystem an.

Unter anderem der US-Geheimdienst NSA sucht gezielt nach solchen «Zero-Day»-Schwachstellen und hortet sie oft, auch wenn in den USA ein Regierungsgremium regelmäßig darüber entscheidet, ob sie im Interesse der Öffentlichkeit den Anbietern gemeldet werden sollten. Denn Einfallstore für Geheimdienste könnten auch die Tür für Kriminelle öffnen, wenn sie von ihnen entdeckt werden, warnen Sicherheitsexperten immer wieder.

VW-Digitalchef: Führerschein wird künftig überflüssig

VW-Digitalchef Johann Jungwirth hält den Führerschein mit Blick auf die Entwicklung von selbstfahrenden Autos künftig für überflüssig. «Ich bin der festen Überzeugung, dass meine Kinder keinen Führerschein mehr brauchen», sagte er bei einem Besuch der Gläsernen Manufaktur in Dresden.

«Die nachfolgenden Generationen werden auf uns zurückblicken als die armen Menschen, die noch selber fahren mussten», meinte der 43-Jährige, der im Vorjahr von Apple zu Volkswagen wechselte, um dort die Digitalisierung voranzutreiben.

Selbstfahrende Fahrzeuge seien «das nächste große Ding» für die Autobranche. Was im 20. Jahrhundert noch der Motor war, seien im 21. Jahrhundert die «Self-Driving-Systeme». Diese Systeme, die Autos ohne Fahrer lenken, reihen sich nach Ansicht Jungwirths in die großen Kernerfindungen der Menschheit wie Dampfmaschine, Eisenbahn oder Elektrizität ein. Selbstfahrende Autos werde es künftig in allen Bereichen geben – vom kleinen Roboterauto bis hin zu Lkw und Bussen. Er geht davon aus, dass die ersten computergesteuerten Fahrzeuge in etwa drei bis fünf Jahren in den ersten Städten unterwegs sind.

Stiftung Warentest: Problemfall Wäschetrockner – diese Geräte ersticken am Flusendreck

Ein Wäschetrockner erleichtert das Leben, innerhalb weniger Stunden ist die Wäsche trocken und obendrein noch knitterfrei. Die klassischen Geräte ohne Wärmepumpe verbrauchen sehr viel Energie, angesichts der Strompreise wird das Trocknen zu einem teuren Vergnügen. Aber seit etwa zehn Jahren gibt es Modelle, die mit einer Wärmepumpe einen guten Teil der Energie aus der warmen Abluft recyceln und so mit geringen Betriebskosten punkten können.

Wäschetrockner haben Probleme in der Praxis

Die Stiftung Warentest hat diese Trockner schon mehrfach getestet, ohne Probleme festzustellen. Aber beim Kunden sieht das offenbar anders aus als im Testlabor. Spezielle Internetseiten, aber auch der Postkorb der Warentester quellen über mit Beschwerden. Der Grund: Nach etwa zwei Jahren Betrieb verstopfen feine Fasern und Flusen den Wärmetauscher. Zuerst sinkt die Trockenleistung und irgendwann ist die Maschine so verstopft, dass nichts mehr geht. 

Problem angeblich gelöst 

Der Industrie zufolge sollen diese Probleme seit Jahren behoben sein, aber die Beschwerden reißen nicht ab. Peter Stürmer ist mit einem Bosch-Trockner von 2012 geschlagen. Anstatt sich selbst zu reinigen, wie die Werbung verspricht, sind bereits zwei Pumpen an den Flusen zugrunde gegangen. Der erste Techniker riet Stürmer zu einer Garantieversicherung, da es sich um einen Konstruktionsfehler handle. Für 90 Euro im Jahr ist Stürmer nun geschützt. Hochgerechnet auf die Gesamtlebensdauer des Geräts kostet das über 1000 Euro zusätzlich. Markus Lahrmann lässt gar keinen Techniker an sein Bosch-Gerät. Er machte sich auf Selbsthilfeportalen schlau und nimmt nun einmal im Jahr seinen Trockner auseinander. Dann spült er Tauscher und Pumpe mit einer mächtigen Teichpumpe durch. „Das muss ich machen, damit der Trockner läuft. Ein Unding!“ Wäsche

Für die Hersteller sind das nur Einzelfälle. Auch die Warentester konnten das Problem bei ihren Testläufen nicht dingfest machen. Schaut man jedoch in entsprechende Foren oder liest sich in Kundenbewertungen ein, scheint das Problem gehäuft aufzutreten.

Im Test liegen die Geräte gleichauf

Der eigentliche Test der Geräte ist denkbar unspektakulär: Alle Geräte im Test trocknen gut und erhalten auch im Punkt Sicherheit und Verarbeitung immer ein „Gut“. Wegen des geringeren Stromverbrauchs bringen es die Modelle mit Wärmepumpe auf eine gute Gesamtnote. Die billigeren Kondenstrockner erhalten wegen des hohen Stromverbrauchs nur ein Befriedigend.

Folgt man dem Test lohnt sich die Ausgabe von 900 Euro für das Miele-Gerät TMP140 WP Eco nicht. Auch den Testsieger Grundig GTA 38267 G – 850 Euro – mit der Wertung „1,7 Gut“ sollte man stehen lassen,  da der Trockner D7565L von Gorenje für nur 410 Euro fast die gleiche Bewertung erzielt (Note 2,1). Auch der preiswerte Zanker KGH8353W für 605 Euro schneidet gut (1,8) ab.

Problemtrockner machen viel Kummer

Die Warentester gehen davon aus, dass Geräte mit Wärmepumpe wegen des geringeren Stromverbrauchs immer die bessere Wahl sind. Die Mehrkosten würden sich schnell amortisieren.

Diese Rechnung geht allerdings nur auf, wenn die Flusenprobleme vereinzelt auftauchen. Für alle vom Flusensumpf betroffen Kunden gilt das sicher nicht. Sie zahlen mit ihren High-Tech-Trocknern drauf. Egal ob sie zur Selbsthilfe greifen, sich mit Versicherungen behelfen oder die Reparaturen bezahlen, mit einem einfachen Kondenstrockner wären sie besser dran gewesen

Eigene Erfahrung des Autors

Ich nutze ich einen Trockner von LG und auch bei mir finden sich nach einem Jahr Betrieb Flusenreste am Wärmetauscher. Die eingebauten Siebe halten extrem kleine Flusen nicht auf. Kein Wunder, für die feuchte Abluft kann man keinen Hochleistungs-Hepa-Filter einbauen.

Ich gehe davon aus, dass das Bauteil noch ein Jahr durchhält, dann aber ausgebaut und kräftig durchgespült werden muss. Stimmt meine Prognose, würde das bedeuten, dass der Ärger beginnt, sobald die Garantie abgelaufen ist.

Den vollständigen Test aller Geräte finden Sie kostenpflichtig unter www.test.de/waeschetrockner.

WhatsApp teilte Telefonnummern der Nutzer mit Facebook

Fast zwei Jahre nach der über 20 Milliarden Dollar teuren Übernahme von WhatsApp will Facebook die beiden Dienste enger miteinander verzahnen.

Künftig sollen die Telefonnummer des WhatsApp-Nutzers sowie Informationen dazu, wie häufig der Kurzmitteilungsdienst genutzt wird, an Facebook weitergegeben werden.

Zugleich betonte WhatsApp, dass Facebook auf keinen Fall Zugang zum Inhalt von Kurzmitteilungen bekommen werde. Mit der Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Frühjahr seien sie ohnehin nur für die beteiligten Nutzer und nicht einmal für WhatsApp selbst einsehbar, hieß es.

Mit dem Abgleich der Telefonnummer solle unter anderem relevantere Werbung bei Facebook angezeigt werden, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Auch die Freunde-Suche solle so verbessert werden. Von dem Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar kam scharfe Kritik an den Änderungen.

Bestehende WhatsApp-Mitglieder können zumindest der Verwendung ihrer Daten für die Personalisierung von Facebook-Werbung und Freunde-Vorschläge widersprechen, wie der Dienst klarstellte. An Facebook weitergegeben werde die Telefonnummer trotzdem. Die Informationen könnten dann von Facebook zum Beispiel verwendet werden, um den Betrieb der Infrastruktur und die Sicherheit zu verbessern, hieß es.

Wenn zum Beispiel ein WhatsApp-Nutzer seine Handy-Nummer auch mit Händlern geteilt habe, die Anzeigen bei Facebook schalten und dafür ihre Datenbanken hochluden, könnten ihm durch den Abgleich Angebote des Geschäfts eingeblendet werden. In den neuen Nutzungsbedingungen geht es auch um die Pläne, WhatsApp für die Kommunikation zwischen Nutzern und Unternehmen einzusetzen. Das hatte Mitgründer Jan Koum Anfang des Jahres angekündigt. Auch der zweite große Kurzmitteilungsdienst des Online-Netzwerks – der Facebook Messenger – will eine große Rolle bei Kontakten zwischen Firmen und ihren Kunden spielen.

Datenschützer Caspar kündigte eine Prüfung der Pläne an: «Jenseits der wenig klaren und in sich intransparenten Datenschutzhinweise wird zu untersuchen sein, in welcher Weise der Datenaustausch stattfindet und ob es hierfür eine rechtliche Grundlage gibt.» Das Teilen der Informationen von Nutzerkonten zwischen Facebook und WhatsApp ohne Einwilligung der Nutzer sei nach europäischen und nationalen datenschutzrechtlichen Standards massiv in Frage zu stellen. «Allein das Wissen über die gespeicherten Telefonnummern der Nutzer eröffnet Perspektiven, für die jeder Geheimdienst dankbar wäre.» Der Schritt markiere den Einstieg von WhatsApp in die Kapitalisierung von Daten und werde dazu führen, «dass Facebook noch mehr über seine Nutzer weiß als zuvor», warnte Caspar.

Facebook hatte WhatsApp im Herbst 2014 für rund 22 Milliarden Dollar übernommen. Der Kurzmitteilungsdienst hat inzwischen mehr als eine Milliarde Nutzer. Der ursprüngliche Plan von Koum war, WhatsApp mit einer Jahresgebühr von rund einem Dollar bzw. Euro pro Nutzer als unabhängige Firma zu betreiben. Die Übernahme durch Facebook brachte dem Dienst den Zugang zu der gigantischen Rechen-Infrastruktur des Online-Netzwerks. Zugleich wurde WhatsApp wieder zu einer kostenlosen Anwendung. Klar war dabei, dass an irgendeinem Punkt eine Möglichkeit gefunden werden müsste, wie Facebook von dem Milliardendeal auch finanziell profitieren kann.

Zugleich hatte der Ukrainer Koum stets betont, dass er auch durch seine Kindheitsjahre in der kommunistischen Sowjetunion großen Wert auf den Schutz der Privatsphäre lege. In Brasilien war WhatsApp in den vergangenen Monaten auf richterlichen Beschluss wiederholt blockiert worden, weil der Dienst keine verschlüsselten Mitteilungen herausrückte. «Unser Glaube an private Kommunikation ist nicht zu erschüttern», hieß es auch im Blogeintrag am Donnerstag.

Mächtige Spionage-Software für iPhones entdeckt

Eine neu entdeckte Spionage-Software hat sich einen bisher noch nie gesehenen Zugriff auf iPhones und andere Apple-Geräte verschaffen können.

Der IT-Sicherheitsfirma Lookout zufolge konnte das Programm dank drei bisher unbekannten Software-Schwachstellen unter anderem Nachrichten und E-Mails mitlesen, Anrufe verfolgen, Passwörter abgreifen, Tonaufnahmen machen und den Aufenthaltsort des Nutzers verfolgen. Nach Erkenntnissen von Experten wurde das Programm auch gegen Menschenrechtler und Journalisten eingesetzt. Apple stopfte die Sicherheitslücken im iPhone-System iOS am Donnerstag – rund zwei Wochen nach dem ersten Verdacht.

Es ist beispiellos, dass eine Software zur Überwachung von iPhones mit derartigen Fähigkeiten, die meist nur Geheimdiensten zugeschrieben werden, entdeckt und analysiert werden konnte. Den Experten zufolge steckt hinter dem Programm ein Unternehmen aus Israel, das von einem Finanzinvestor übernommen wurde und als eine Art Cyberwaffen-Händler gelte.

Aufgeflogen sei das Schadprogramm, als ein bekannter Menschenrechtler aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Verdacht bei einer Nachricht mit einem Link zu angeblichen Informationen über Folter von Häftlingen in dem Land geschöpft habe, hieß es. Statt den Link anzuklicken, habe Ahmed Mansur die Sicherheitsforscher eingeschaltet. Sie gaben dem entdeckten Überwachungsprogramm den Namen «Pegasus».

«Pegasus ist die ausgeklügeltste Attacke, die wir je auf einem Endgerät gesehen haben», resümierte Lookout. Das Programm profitiere davon, dass mobile Geräte tief in den Alltag integriert seien. Zudem vereinten sie eine Vielzahl an Informationen wie Passwörter, Fotos, E-Mails, Kontaktlisten, GPS-Standortdaten. Die Spionage-Software sei modular aufgebaut und greife zu Verschlüsselung, um nicht entdeckt zu werden. Lookout lässt iPhone-Nutzer inzwischen mit einer App prüfen, ob ihr Gerät befallen wurde.

Das kanadische Citizen Lab fand auch Hinweise darauf, dass ein mexikanischer Journalist und bisher nicht näher bekannte Zielpersonen in Kenia mit Hilfe von «Pegasus» ausgespäht worden seien. Insgesamt blieb jedoch zunächst unklar, wie breit und wie lange sie eingesetzt worden sein könnte.

Ein Sprecher der als Urheber vermuteten Firma NSO Group erklärte der «New York Times», man verkaufe nur an Regierungsbehörden und halte sich streng an Ausfuhrbestimmungen. Er wollte keine Angaben dazu machen, ob Software des Unternehmens in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder in Mexiko im Einsatz sei.

Die von Apple veröffentlichte iOS-Version 9.3.5. ist für iPhones, iPad-Tablets und den Multimedia-Player iPod touch gedacht. Für den Konzern ist das Spionageprogramm ein schmerzlicher Dämpfer: Die Sicherheit der Geräte ist ein wichtiger Pfeiler des Apple-Marketings und der Konzern investiert viel in Verschlüsselung und andere Sicherheitsmechanismen. Apple betonte, man empfehle den Nutzern immer, die neueste iOS-Version zu nutzen.

Sogenannte «Zero-Day»-Sicherheitslücken, die dem Anbieter einer Software nicht bekannt sind, werden von Geheimdiensten und kriminellen Hackern genutzt. Auch der Computer-Wurm «Stuxnet», der das iranische Atomprogramm sabotierte, griff mehrere solcher Lücken an. «Zero-Day»-Schwachstellen in iPhones werden teuer gehandelt und können auch eine Million Dollar kosten. Dass «Pegasus» gleich drei von ihnen nutzte, ist deshalb relativ ungewöhnlich.

Spionagesoftware "Pegasus": Beispiellose Sicherheitsattacke auf iPhones entdeckt

Eine neu entdeckte Spionage-Software hat sich einen bisher noch nie gesehenen Zugriff auf iPhones und andere Apple-Geräte verschaffen können. Der IT-Sicherheitsfirma Lookout zufolge konnte das Programm dank drei bisher unbekannten Software-Schwachstellen unter anderem Nachrichten und E-Mails mitlesen, Anrufe verfolgen, Passwörter abgreifen, Tonaufnahmen machen und den Aufenthaltsort des Nutzers verfolgen. Nach Erkenntnissen von Experten wurde das Programm auch gegen Menschenrechtler und Journalisten eingesetzt. Apple stopfte die Sicherheitslücken im iPhone-System iOS am Donnerstag – rund zwei Wochen nach dem ersten Verdacht.

Für iPhones beispiellose Schadfähigkeiten

Es ist beispiellos, dass eine Software zur Überwachung von iPhones mit derartigen Fähigkeiten, die meist nur Geheimdiensten zugeschrieben werden, entdeckt und analysiert werden konnte. Den Experten zufolge steckt hinter dem Programm ein Unternehmen aus Israel, das von einem Finanzinvestor übernommen wurde und als eine Art Cyberwaffen-Händler gelte.

Aufgeflogen sei das Schadprogramm, als ein bekannter Menschenrechtler aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Verdacht bei einer Nachricht mit einem Link zu angeblichen Informationen über Folter von Häftlingen in dem Land geschöpft habe, hieß es. Statt den Link anzuklicken, habe Ahmed Mansur die Sicherheitsforscher eingeschaltet. Sie gaben dem entdeckten Überwachungsprogramm den Namen „Pegasus“.

 iPhone Touch probleme 15.07

„Pegasus ist die ausgeklügeltste Attacke, die wir je auf einem Endgerät gesehen haben“, resümierte Lookout. Das Programm profitiere davon, dass mobile Geräte tief in den Alltag integriert seien. Zudem vereinten sie eine Vielzahl an Informationen wie Passwörter, Fotos, E-Mails, Kontaktlisten, GPS-Standortdaten. Die Spionage-Software sei modular aufgebaut und greife zu Verschlüsselung, um nicht entdeckt zu werden. Lookout lässt iPhone-Nutzer inzwischen mit einer App prüfen, ob ihr Gerät befallen wurde.

Programmierer verkaufen nur an Regierungen

Das kanadische Citizen Lab fand auch Hinweise darauf, dass ein mexikanischer Journalist und bisher nicht näher bekannte Zielpersonen in Kenia mit Hilfe von „Pegasus“ ausgespäht worden seien. Insgesamt blieb jedoch zunächst unklar, wie breit und wie lange sie eingesetzt worden sein könnte.

Ein Sprecher der aus Urherber vermuteten Firma NSO Group erklärte der „New York Times“, man verkaufe nur an Regierungsbehörden und halte sich streng an Ausfuhrbestimmungen. Er wollte keine Angaben dazu machen, ob Software des Unternehmens in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder in Mexiko im Einsatz sei.iDime iPhone Speichererweiterung 15.22

Apple rät, immer neueste Version zu nutzen

Die von Apple veröffentlichte iOS-Version 9.3.5. ist für iPhones, iPad-Tablets und den Multimedia-Player iPod touch gedacht. Für den Konzern ist das Spionageprogramm ein schmerzlicher Dämpfer: Die Sicherheit der Geräte ist ein wichtiger Pfeiler des Apple-Marketings und der Konzern investiert viel in Verschlüsselung und andere Sicherheitsmechanismen. Apple betonte, man empfehle den Nutzern immer, die neueste iOS-Version zu nutzen.

Sogenannte „Zero-Day“-Sicherheitslücken, die dem Anbieter einer Software nicht bekannt sind, werden von Geheimdiensten und kriminellen Hackern genutzt. Auch der Computer-Wurm „Stuxnet“, der das iranische Atomprogramm sabotierte, griff mehrere solcher Lücken an. „Zero-Day“-Schwachstellen in iPhones werden teuer gehandelt und können auch eine Million Dollar kosten. Dass „Pegasus“ gleich drei von ihnen nutzte, ist deshalb relativ ungewöhnlich.