iOS 10: Apple bringt 100 neue Emojis – und eines sorgt für Diskussionen

Apple hat am Montagabend die vierte Vorab-Version des kommenden Betriebssystems iOS 10 veröffentlicht. Die prominenteste Neuerung sind insgesamt 100 neue oder überarbeitete Emojis. Im Mittelpunkt stehen Frauen, die nun auch in zahlreichen Sportarten (Laufen, Schwimmen, Gewichtheben, Basketball) oder in klassischen Männerberufen (Privatdetektivin, Bauarbeiterin) vertreten sind. Wie bei früheren Emojis können die Hauttöne individuell angepasst werden.

Zudem gibt es neue Familienkonstellationen, etwa einen alleinerziehenden Vater zweier Kinder. Auch die seit langem gewünschte Regenbogenfahne ist nun endlich an Bord, womit Apples Bekenntnis zu Diversität unterstrichen wird.150910_Whatsapp_V01 8.45h

Abrüsten bei den Waffen-Emojis

Für die größten Schlagzeilen sorgt aber ein Emoji, das mit der neuen iOS-Version gestrichen wurde: Apple hat den silbernen Revolver durch eine giftgrüne Wasserpistole ersetzt. Damit reagiert der Konzern auf eine Debatte vor einigen Wochen. Das für Emojis zuständige Unicode-Konsortium wollte im Zuge der Olympischen Spiele in Rio Gewehrsymbole integrieren, die für das Sportschießen stehen sollten.

iPhone Speicher 17.15hDoch Apple wehrte sich massiv dagegen, mit Erfolg – die Gewehr-Emojis wurden gestrichen. Kritiker merkten aber an, dass Apple seit Jahren ein Pistolen-Emoji in seinem Betriebssystem anbietet. Dieser Kritikpunkt wurde nun ausgeräumt, die überarbeitete Wasserpistole könnte kaum harmloser aussehen. Die Streichung des Revolvers ist auch ein Mittel gegen Hass-Postings, immer wieder wird der Revolver in Drohnachrichten verschickt.

Google hat ähnliche Anpassungen für Android bereits angekündigt. Die neuen Emojis sehen die Konzerne als Teil mehrerer Initiativen, um Frauen in der IT- und Technikbranche besser zu repräsentieren.

iOS 10 bietet viele Neuerungen

Apple wird die finale Version von iOS 10 vermutlich im Herbst zeitgleich mit der nächsten iPhone-Generation vorstellen. In dem neuen Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod Touch wurde der Nachrichtendienst iMessage komplett überarbeitet, so gibt es jetzt größere Emojis und handschriftliche Notizen. Der Sprachassistent Siri ist jetzt auch offen für Apps und der Streamingservice Apple Music hat einen Neuanstrich bekommen.iPhone 7 Release 14.53

Twitter-Account von Niantic-Chef gehackt: Hacker fordern Start von Pokémon Go in Brasilien

Mit dem Aufruf, das Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ nach Brasilien zu bringen, haben Hacker den Twitter-Account von Niantic-Chef John Hanke gekapert. „This hack for Brazil“ oder #PokemonGo4Brazil hieß es am Sonntag auf dem Profil von Hanke. Gekennzeichnet waren die Posts jeweils mit #OurMine. Der Hacker-Gruppe „Our Mine“ war es zuvor bereits gelungen, die Social-Media-Profile berühmter Personen aus der Tech-Szene zu manipulieren.

Irrer Hype um Pokémon Go

Die App Pokémon Go, die der japanische Konzern Nintendo zusammen mit der ehemaligen Google-Tochter Niantic Labs entwickelte, hat in den vergangenen Wochen einen enormen Hype ausgelöst. Innerhalb der ersten 19 Tage wurde sie mehr als 75 Millionen Mal auf iOS- und Android-Geräten weltweit runtergeladen. Derzeit ist das Spiel in mehr als 30 Ländern verfügbar, allerdings noch nicht in Südamerika.

„Sein Passwort war zu einfach“

In einem weiteren Tweet auf Hankes Twitter-Account schrieben die Hacker: „Sein Passwort war zu einfach ’nopass'“. „OurMine“ hatte in der Vergangenheit bereits die Profile von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bei Twitter und der Fotoplattform Pinterest – angeblich mit einem alten Passwort für das Karriere-Netzwerk LinkedIn – gehackt. Auch Google-Chef Sundar Pichai und den Gründer des Musikdienstes Spotify, Daniel Ek, traf es schon.

Kuriose Zwischenfälle dank Pokémon Go

Das Spiel Pokémon Go sorgte in den vergangenen Wochen für zahlreiche kuriose Zwischenfälle. So gerieten einige Spieler in eine Schießübung der Bundeswehr, andere entdeckten während der Suche nach Wasser-Pokémon eine Wasserleiche – und drei Teenager mussten am Ende der Monsterjagd von der Feuerwehr aus einer Höhle befreit werden.

Sie spielen Pokémon Go, kommen aber nicht schnell genug voran? Wir haben einige Pokémon Go Tipps für Sie zusammenegstellt, hier erklären wir, wie sie besser in Pokémon Go kämpfen.

Pokémon Go 18.10

Smartphone-Spiel: Pokémon-Go-Update streicht ein wichtiges Feature

Innerhalb weniger Wochen wurde Pokémon Go zu einem der erfolgreichsten Smartphone-Games. Mehr als 75 Millionen Menschen weltweit sind auf Monsterjagd, ein paar Spieler haben sogar schon fast alle der insgesamt 150 Pokémon gefangen. Doch das Spiel sorgt nicht nur für klingelnde Kassen beim Hersteller, sondern mitunter auch für lange Gesichter bei den Nutzern: Denn Pokémon Go ist voller Bugs und technischer Fehler. Das Spiel saugt den Akku ratzfatz leer, die App stürzt häufig ab und die integrierte Pokémon-Suche funktioniert nicht zufriedenstellend.

Pokemon Go akku 7.30hNun hat Hersteller Niantic das erste größere Update für die App veröffentlicht – und damit die nächste Kontroverse ausgelöst. Denn nicht alles funktioniert wirklich besser als vorher. Einige wichtige Funktionen wurden ersatzlos gestrichen.

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Gezielte Pokémon-Jagd bleibt unmöglich

Mit dem Sprung auf Versionsnummer 1.10 (iOS) beziehungsweise 0.31.0 (Android) streichen die Macher ein zentrales Feature des Spiels: Die Nearby-Funktion. Kurz gesagt handelt es sich dabei um eine Art Radar in der rechten unteren Bildschirmecke. Klickt man diesen an, sieht man nicht nur, welche Monster sich in der Nähe befinden, sondern auch, wie weit diese entfernt sind. Dumm nur, dass die Funktion völlig verbuggt war. Alle Monster waren angeblich immer Hunderte Meter entfernt, auch wenn sie in Wahrheit um die nächste Ecke hockten. Eine gezielte Suche war so nicht möglich.

Alle Pokemon gefangen 15.00Die Behebung des Fehlers war offenbar zu kompliziert, deshalb hat Niantic die Funktion mit dem jüngsten Update nun komplett gestrichen.

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Externe „Pokémon Go“-Karten abgeriegelt

Auch an eine andere beliebte Fan-Funktion wurde der Rotstift angesetzt: Kartendienste von Drittentwicklern (etwa Pokévision) haben keinen Zugriff mehr auf die Niantic-Daten. Damit ist es nicht mehr möglich, Pokémon mit Hilfe einer speziellen Map zu suchen. Mehrere Anbieter solcher Dienste sind parallel offline gegangen, vermutlich auf Druck des Herstellers.

Die Aquaknarre wird schlechter

Mit dem Pokémon Go Update gibt es aber auch neue Funktionen: So können Spieler nun den Avatar ihrer Spielfigur im Nachhinein optisch anpassen. Zudem wurden grafische Fehler bei einzelnen Pokémon oder den Arenakämpfen ausgemerzt. Auch am Gameplay hat Niantic geschraubt: Die Attacke „Aquaknarre“ wurde erheblich abgeschwächt, weshalb das äußerst beliebte Pokémon Aquana nun deutlich schlechter ist als zuvor. In den Arenen wird man nun also häufiger auch andere Pokémon zu Gesicht bekommen.