Schadprogramm befällt 85 Millionen Android-Geräte

Das chinesische Schadprogramm «HummingBad» hat laut einer Studie inzwischen auch zehntausende Android-Geräte in Deutschland befallen.

Nach der Analyse des kalifornischen Sicherheitsunternehmens Checkpoint hat sich der Android-Trojaner weltweit auf 85 Millionen Smartphones und Tablet Computern mit dem Google-Betriebssystem eingenistet. In Deutschland seien 40.000 Geräte befallen.

Die Schadsoftware übernimmt auf den infizierten Geräten unter bestimmten Bedingungen die Kontrolle über das System und führt vor allem Klicks auf Werbebanner aus. Mit dem Klickbetrug generierten die Kriminellen, die Checkpoint in China verortet, rund 300 000 Dollar im Monat. Die Steuerungsserver für die Schadsoftware gehörten zur chinesischen Werbefirma Yingmob, erklärte Checkpoint.

Besonders anfällig zeigten sich der Untersuchung zufolge die Android-Version «KitKat» (Android 4.4). Jede zweite erfolgreiche Infektion habe auf dieser Android-Version stattgefunden. 40 Prozent der Malware-Infektionen betrafen die Vorgängerversion «Jelly Bean» (4.1 bis 4.3). «HummingBad» war im Februar entdeckt worden.

Die höhere Infektionsrate in Asien ist wohl auch der Tatsache geschuldet, dass Anwender dort häufiger Anwendungen aus nicht autorisierten App-Stores oder auch manipulierte Raubkopien von Apps herunterladen. Anwender in Europa und in Nordamerika verwenden dagegen in der Regel den Google Play Store, wo Apps auf Malware hin untersucht werden. Allerdings wurden auch über den App-Store von Google in der Vergangenheit auch schon Schadprogramme verteilt.

Nervige Kettenbriefe: Warum müllt ihr schon wieder meine Facebook-Timeline zu?

Ich kann es nicht mehr lesen: Alle paar Wochen poppt in meiner Timeline derselbe Unsinn auf, ein angeblicher Widerspruch zu den bösen Facebook-Richtlinien. „Hiermit wiederspreche ich blablabla Facebook-Richtlinien und so weiter“. Inklusive so vieler Rechtschreibfehler, dass man sich ernsthaft fragt, wie jemand so einen Textabfall für rechtlich bindend halten kann. Natürlich fußt das Ganze nie auf Fakten, immer nur auf irgendwelchen hanebüchenen Gerüchten und viel Hörensagen.

Aktuell ist es mal wieder soweit: Irgendein Facebook-Spezialist hat mal wieder das Ende des Social-Media-Abendlandes ausgerufen und jede Menge Träumer und Möchtegern-Juristen kopieren die ganze Soße fröhlich, um alle ihre Freunde und flüchtigen Facebook-Bekannten vor den schlimmen Plänen zu warnen, die der fiese Mark sich in seinem Superbösewichterhauptquartier im fernen Kalifornien ausgedacht hat. Mal ist es irgendwas mit Fotorechten, mal geht es um irgendeinen kostenpflichtigen Account. So genau muss man das ja nicht lesen. Zumal die Grammatik und Rechtschreibung ein echtes Textverständnis sowieso vollends unmöglich machen. Facebook-Kettenbrief 17.23

Dagegen! Bloß gegen was genau?

Aber widersprechen, das muss man. Jetzt sofort. Kam sogar im Radio, schreibt einer noch dazu. Na dann muss es ja stimmen. Etwas Respekt nötigt mir zumindest die Beharrlichkeit ab, mit der dieser Quatsch immer wieder aus den Untiefen des Internet-Sumpfes auftaucht. Vielleicht liegt es daran, dass es eine ganz einfache Lösung für unbequeme Probleme bietet. Das nächste Mal widerspreche ich bei Facebook auch noch gleich meinem Steuerbescheid. Meinen zu teuren Handy-Vertrag kündige ich aber lieber bei Twitter.

Leider gibt es im echten Leben nur genau zwei Arten, gegen irgendwelche Dinge zu protestieren, die Facebook in seine real existierenden Benutzungsbedingungen schreibt: Dagegen klagen – oder seinen Facebook-Account zu löschen. Beides bedeutet Arbeit. Copy-and-Paste ist aber so viel einfacher. Dann kann man sich auch das Lesen sparen und trotzdem ein bisschen stolz sein, die Facebook-Welt zu einem besseren Ort gemacht zu haben.

Vielen Dank trotzdem. Nicht für die Warnung oder den Widerspruch, die sind wie jedes einzelne Mal kompletter Blödsinn. Sondern für die Erinnerung, meine Freundesliste mal wieder auszusortieren. Vielleicht erwische ich ja dieses Mal alle – und habe dann endlich meine Ruhe. Oder es bemerkt endlich auch der letzte, welchen Unfug er da teilt. Das fände ich eigentlich noch besser.TechnikHack_Facebookloeschen 13.46

Google sucht mit künstlicher Intelligenz nach Augenkrankheiten

Googles Software DeepMind, die als erstes Programm einen Menschen im Strategiespiel Go schlagen konnte, soll jetzt bei der Erkennung von Augenkrankheiten helfen.

Die britische Moorfields-Augenklinik wird der Maschine rund eine Million Augenscans anonymisiert zur Verfügung stellen. Die Software soll in ihnen nach Anzeichen für Krankheiten suchen. Die Scans werden aktuell von Ärzten ausgewertet, das sei ein langwieriger Prozess, zu dem bisher keine Computer fähig gewesen seien, erklärte DeepMind.

Das Forschungsprojekt solle zeigen, ob lernende Maschinen für eine effiziente Diagnose eingesetzt werden könnten, hieß es. «Es ist unmöglich, einzelne Patienten anhand der Scans zu identifizieren», versicherte DeepMind. Außerdem würden mit DeepMind anonyme Diagnosen und Informationen zur Behandlung von Augenkrankheiten geteilt, erklärte die Klinik. Da alles anonymisiert zur Verfügung gestellt werde, sei keine Zustimmung der Patienten erforderlich. Sie könnten aber grundsätzlich die Verwendung ihrer Daten für Forschungszwecke untersagen.

Google hatte die britische Firma DeepMind vor rund zweieinhalb Jahren gekauft, der Kaufpreis lag laut Medienberichten bei rund 500 Millionen Dollar. Der Software gelang es im März, in einem Match einen der weltbesten Meister im asiatischen Brettspiel Go zu schlagen, was zuvor als zu komplex für Computer galt. Dabei überraschte die Maschine an einer Stelle auch Experten mit einem kreativen Zug, den bisher nie jemand gespielt hatte.

Selbstlernenden Computern wird eine große Zukunft in der Medizin vorhergesagt, unter anderem weil sie Muster erkennen und so bei der Diagnose helfen können.

Starship-Lieferroboter werden in Europa getestet

Der Lieferroboter-Entwickler Starship beginnt mit Tests in Deutschland, der Schweiz und Großbritannien. Weitere Partner neben dem bereits vor einigen Wochen bekanntgegebenen Paketdienst Hermes sind der Handelskonzern Metro sowie die Lieferdienste Just Eat und Pronto.

Dies teilte das in Estland ansässige Unternehmen am Mittwoch mit. Die Starship-Roboter, die äußerlich an einen großen Mars-Rover erinnern, können bis zu 15 Kilogramm auf eine Entfernung von fünf Kilometern befördern. In Zukunft sollen sie vollautomatisch auf den Gehwegen unterwegs sein.

Das Gerät erfasst seine Umgebung dafür mit neun Kameras. Bei bisherigen Tests in anderen Ländern wurden die Roboter meist noch von Menschen gesteuert, später soll ein Mitarbeiter über das Internet bis zu 100 der Fahrzeuge überwachen und notfalls über das Internet eingreifen können. Starship peilt Kosten von rund einem Dollar pro Zustellung an.

In den Tests sollen Erfahrungen mit dem täglichen Betrieb und echten Lieferungen gesammelt werden, kündigte Starship-ChDeef Ahti Heinla an. Dutzende der Robotern würden für Testlieferungen in fünf bis sechs Städten eingesetzt. Das Testprogramm werde voraussichtlich in London, Bern, Düsseldorf und in einer anderen deutschen Stadt beginnen. Im Anschluss sollen weitere europäische Städte folgen. Ein ähnliches Programm werde in Kürze auch für die USA angekündigt. In Deutschland sind für Tests solcher Roboter auf der Straße Ausnahmegenehmigungen erforderlich.

Auch andere Anbieter arbeiten an solchen Lösungen: So testete die Pizza-Kette Domino’s einen eigenen Liefer-Roboter in Australien.

Google kauft Spezialisten für Bilderkennung

Google stärkt seine Fähigkeiten bei der Bilderkennung mit dem Kauf der französischen Firma Moodstocks. Das Start-up ist spezialisiert darauf, mit Hilfe lernender Computer den Inhalt von Fotos auf Geräten zu verstehen.

Zuletzt entwickelte Moodstocks auch Technologie, um mit der Kamera Objekte in der realen Umgebung zu identifizieren.

Google ist bereits ziemlich gut darin, den Inhalt von Bildern zu erkennen. So kann seine Foto-Software automatisch feststellen, was darauf zu sehen ist und sie entsprechend durchsuchbar machen. Dafür verließ sich der Internet-Konzern bisher aber vor allem auf Rechenleistung in der Cloud. Apple bei der nächsten Version seiner Software und zum Beispiel auch Facebook bei der europäischen Version der App «Moments» lassen dagegen die Bilderkennung direkt auf den Geräten laufen.

Moodstocks erklärte, die Übernahme durch Google biete die Möglichkeit, die eigene Technologie breiter verfügbar zu machen. Das Team werde sich dem Google-Entwicklungszentrum in Paris anschließen.

Bis zu 256 GB: Mit diesem kleinen Chip hat Ihr iPhone nie wieder Speicherprobleme

„Speicher fast voll“ – diese Meldung dürften die meisten iPhone-Nutzer schon unzählige Male gesehen haben. Apps, Musik, Fotos und vor allem Videos nehmen kräftig Platz weg. Wer nicht schon beim Kauf für ausreichend Speicher gesorgt hat, bringt das iPhone schnell an seine Grenzen. Dann ist Ausmisten angesagt. Oder man gönnt seinem iPhone eine kleine, unauffällige Speichererweiterung.

Will man nicht regelmässig zu Tricks wie diesem greifen, um Platz frei zu schaufeln, kann der i.dime getaufte Speicherchip eine echte Alternative sein. Der kleine Magnetchip von der Größe einer Knopfbatterie wird per Drehmechanik fest mit der speziell gefertigten Hülle verbunden und erweitert den iPhone-Speicher um wahlweise 32, 64, 128 oder gar gigantische 256 Gigabyte. Soviel Speicher bietet aktuell kein iPhone, erst das iPhone 7 soll mit 256-GB-Option kommen.iPhone Speicher Trick

Platz für Musik, Fotos und Videos

Apps kann man zwar nicht auf dem Chip installieren, er bietet aber jede Menge Platz für Musik, Filme, selbstgeschossene Fotos und Videos. Um die i.dime auszulesen, lässt sie sich ganz einfach per Adapter mit dem Rechner verbinden. Der erkennt sie schlicht als USB-Stick. Wer auf die Hülle verzichten möchte, kann den Chip auch per Lightning-Adapter mit dem iPhone verbinden. Dann gleicht i.dime USB-Sticks für’s iPhone, die es bereits seit Längerem gibt.

Spannend ist die Möglichkeit, über den Magnet-Port am Case ein eigenes Batterie-Pack anzuschließen. Das kann sogar zeitgleich ein zweites iPhone mit Saft versorgen, dann aber klassisch über das Kabel.iPhone 7 Entwurf 17.30

Alle neueren iPhones unterstützt

Der Speicherchip wird aktuell per Kickstarter-Kampagne finanziert, dass Ziel von 50.000 US-Dollar wurde schon erreicht. Der Preis fängt aktuell bei 48 US-Dollar (43 Euro) für den 32-GB-Chip ohne Hülle an, der teuerste Chip mit 256 GB kostet stattliche 269 US-Dollar (241 Euro). Für jeweils 10 Dollar mehr bekommt man das passende Case dazu, das Batterie-Pack schlägt noch einmal mit 29 Dollar auf. Im regulären Handel dürfte es teurer werden. Die Lieferung soll ab November erfolgen.

Bisher werden iPhone 5 und iPhone SE, iPhone 6 und 6 Plus und auch das aktuelle iPhone 6s und sein Plus-Modell unterstützt. Obwohl Apples nächstes iPhone noch gar nicht angekündigt wurde, geben sich die Hersteller zuversichtlich, dass es mit dem Chip kompatibel sein wird. Wer jetzt schon zuschlägt, kann bis zur Lieferung im November bei Bedarf auch auf die iPhone-7-Hülle wechseln, versprechen sie auf der Kampagnen-Seite.160630_ING_iPhonePimp 6.15

Erschreckende Enthüllung: So verkauft der IS seine Sex-Sklaven via Whatsapp

Dass gerade Frauen unter der Herrschaft der Terror-Organisiation „Islamischer Staat“ (kurz IS) leiden, wurde schon häufig dokumentiert. Die selbsternannten Gotteskrieger zwingen sie, sich zu verschleiern, ihre Rechte werden extrem beschnitten. Vermeintlich ungläubigen Frauen droht aber ein besonders dramatisches Schicksal: Sie werden als Sex-Sklavinnen gehalten – und wie Vieh verkauft. Vor allem über verschlüsselte Messenger wie Whatsapp und Telegram.

In den Apps fühlen sich die Terroristen sicher. Sie nutzen sie nicht nur zur Rekrutierung und Kommunikation mit ihren Anhängern. In offenen Gruppen werden Frauen regelrecht versteigert. Die US-Nachrichtenagentur „Associated Press“ ist nun erstmals an solche Chats gelangt. Beliebt ist vor allem der im Nahen Osten verbreitete Messenger Telegram, aber auch Whatsapp und Facebook werden für den perversen Handel missbraucht, erzählt Lamiya Aji Bashar der Agentur. Die 18-Jährige Jesidin konnte aus den Fängen ihres Besitzers entkommen.Telegram IS_13.10

12.500 Dollar für eine Zwölfjährige

In offenen Chat-Gruppen fragen die Terroristen unverhohlen, ob ein „Bruder“ gerade eine Frau abzugeben hat, andere posten Angebote. Eine zwölfjährige Jungfrau habe nun ein Gebot von 12.500 Dollar erreicht und würde bald verkauft, steht da in Arabisch. Eine Mutter mit einem ein- und einem dreijährigen Kind wird für 3700 Dollar angeboten. Sie wollte selbst verkauft werden, schreibt ihr „Besitzer“.Whatsapp Verschlüsselung_10Uhr

Lamiya Aji Bashar konnte nach fast zwei Jahren Gefangenschaft endlich fliehen. Sie wurde in der Zeit mehrfach weiterverkauft, immer wieder geschlagen, missbraucht und vergewaltigt. Unter ihren „Besitzern“ waren Bombenbauer, Kämpfer und Ärzte. Bei der Flucht geriet sie in eine explodierende Mine, die sie mit einem blinden Auge und einem völlig vernarbten Gesicht zurückließ. Die beiden Mädchen, mit denen sie geflohen war, überlebten die Explosion nicht.

Whatsapp sperrt die Accounts – wenn sie sie finden

Die Betreiber der Messenger lehnen die Nutzung für Menschenhandel strikt ab – können aber wenig dagegen unternehmen. Weil die Chats Ende-zu-Ende verschlüsselt sind, können sie nicht überprüfen, was in welchem Chat vor sich geht. „Wir haben null Toleranz für solches Verhalten und sperren die Accounts, wenn wir Meldungen über solche Aktivitäten bekommen. Wir ermuntern jeden, uns solches Verhalten zu melden“, sagte Whatsapp-Sprecher Matt Steinfeld der Agentur.

Experiment, Bungee-Jump und Co.: Diese Videos sollten Sie diese Woche gesehen haben

Das Kinderhilfswerk Unicef hat ein Experiment gewagt und eine Kinderschauspielerin allein auf die Straße geschickt. Einmal adrett angezogen und einmal als Obdachlose verkleidet. Die Reaktionen unterscheiden sich immens.

Unicef Spot: So fies sind Menschen zu einsamen Kind

Manche Tierbesitzer in Taipeh bringen ihre Haustiere während der Urlaubszeit in einem Heim unter. Einer jungen Katze war der für sie vorgesehen Raum zu klein und einsam. Doch das Kätzchen weiß, wie man dem Abhilfe schafft.

ING Kätzchen und Hund 15.40

Eine junge Frau im chinesischen Binzhou will am Gummiseil von einer Plattform springen. Doch sie zögert. Dann schubst ein Mann sie einfach in die Tiefe. Binnen weniger Tage schauten sich 1,7 Millionen Menschen den fiesen Schubser an.

Bungee Schubser 7.40

Traum oder Fluch? Julie Dunbar aus Großbritannien kann soviel essen, wie sie möchte. Nach einer OP zur Magenverkleinerung stopft die Britin pro Tag rund 5000 Kalorien in sich hinein – sie muss es sogar.ING Frau magert ab 12.20

Riesige Firmenzentrale in Cupertino: Spektakuläre neue Bilder von Apples Fünf-Milliarden-Baustelle

Dünner, schneller, schärfer, größer – Apple ist bei der Entwicklung seiner Geräte immer auf der Jagd nach dem nächsten Rekord. Auch beim Bau des neuen Firmen-Hauptsitzes im kalifornischen Silicon Valley macht der Konzern keine Ausnahme: Das „Spaceship“ getaufte Bürogebäude ist ein einziger Superlativ und erinnert mit seiner kreisrunden Form an ein riesiges Ufo. Der Außenumfang des Gebäudes misst 1,6 Kilometer. Um schneller von einem Punkt zum anderen zu kommen, bekommen die Mitarbeiter deshalb Fahrräder zur Verfügung gestellt.

Das gesamte Gelände ist 712.000 Quadratmeter groß, insgesamt nimmt das Gebäude 260.000 Quadratmeter Platz ein. Zum Vergleich: Das Pentagon ist mit 135.000 Quadratmetern wesentlich kleiner. Fast so groß (93.000 Quadratmeter) wird alleine das Fitnessstudio für die Angestellten, das Apple in ein eigenes Gebäude auslagert. Verantwortlich für den Bau ist der britische Star-Architekt Norman Foster, der in der Vergangenheit schon das Londoner Wembley-Stadion und den Berliner Reichstag neu gestaltet hat.

Glas aus Deutschland

Nun wurde ein neues Video des Drohnenpiloten Matthew Roberts veröffentlicht, der Flüge mit einer DJI Phantom 3 Pro über die Mega-Baustelle unternimmt. Zu sehen sind deutliche Fortschritte bei den riesigen Solar-Modulen auf den Dächern, die später Strom für das Gebäude erzeugen sollen. Wenn das Gebäude fertiggestellt ist – die Einweihung wird 2017 erwartet -, sollen 75 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden. Die Solarmodule befinden sich sowohl auf dem Hauptgebäude als auch dem Parkhaus, das Platz für bis zu 11.000 PKWs bietet.

Ein weiteres interessantes Detail: Rund um das Hauptgebäude werden Tausende Glas-Panele zum Einsatz kommen, insgesamt 114.000 Quadratmeter. Spezielle Sonnenschutz-Installationen schützen vor zu großer Lichteinstrahlung, aber auch vor Temperatur-Schwankungen. Und nicht nur das Firmengebäude wird rund, sondern auch die riesigen Glasfronten sind abgerundet. Das sogenannte „Curved Glass“ stammt vom schwäbischen Mittelständler Seele, der auch die Glas-Treppen in den Apple Stores weltweit fertigt. Die Fertigstellung des „Research & Development“-Komplexes, quasi Apples Entwicklungslabor, macht ebenfalls große Fortschritte.

Die Fünf-Milliarden-Baustelle

In dem runden Bürokomplex befinden sich Hunderte verglaste Büros, das Loch in der Mitte wird eine grüne Wohlfühloase für die mehr als 10.000 Mitarbeiter. Im Untergrund befindet sich ein unterirdisches Auditorium, das Platz für 1000 Menschen bietet – hier sollen künftig die neuen Apple-Gadgets vorgestellt werden.

Insgesamt kostet der Bau fünf Milliarden US-Dollar, ursprünglich waren drei Milliarden angesetzt. Doch Apple wird die Kostenexplosion verkraften können, in der Kasse liegen derzeit mehr als 200 Milliarden US-Dollar Cash.iPhone 7 Ticker 18.02

Verzweifelte Aktion: Microsoft macht wieder Werbung für Windows 10 – mit einem Bluescreen

Was hatten sich nicht alle auf Windows 10 gefreut. Es vereint die Vorteile der beiden Vorgänger und fährt die ungeliebte Metro-Oberfläche von Windows 8 auf ein nutzbares Maß zurück. Zudem ist das Upgrade für viele Nutzer kostenlos. Eigentlich ein garantierter Hit. Doch mit umstrittenen Privatsphäre-Einstellungen und aggressiven Update-Methoden hat Microsoft die Nutzer gegen sich aufgebracht. Nun wirbt der Konzern mit einer besonders verzweifelten Maßnahme für sein System.

Denn viele Nutzer wollen partout nicht auf Windows 10 upgraden, zumindest nicht in den Massen, die Microsoft sich vorgestellt hatte. Deshalb greift man nun tief in die Trickkiste. Ausgerechnet ein Bluescreen legt sich seit kurzer Zeit über alles, was der Nutzer gerade tut. Statt Fehlermeldungen zeigt der aber eine Entschuldigung an – und die Bitte, doch endlich auf Windows 10 zu wechseln. Den Rechner schießt die vermeintliche Fehlermeldung zwar nicht ab, einen Gefallen dürfte sich Microsoft so trotzdem kaum tun.Windows 10 Super Update_17.20

Ausgerechnet ein Bluescreen

Der blaue Bildschirm mit Fehlermeldungen stand jahrelang für den totalen Absturz des Systems, oft konnte nicht mal ein Neustart den Rechner noch retten. Kein Wunder also, dass viele Nutzer den Bluescreen eher mit einem halben Herzinfarkt verbinden, als mit etwas positivem. Daran dürfte auch der höfliche Ton der Vollbildwerbung nichts ändern.  Die soll nämlich in erster Linie darauf aufmerksam machen, dass am 29. Juli die Frist für das kostenlose Upgrade ausläuft. Dass nicht jeder Fan von Windows 10 ist, erkennt Microsoft ebenfalls an – und vergisst nicht zu erwähnen, dass man auch ganz einfach wieder zum alten System zurück kann. Selbstbewusste Werbung sieht anders aus.

Jeder bekommt die Upgrade-Aktion allerdings nicht zu sehen. Bislang wurde nur eine englische Version gesichtet, der deutsche Supporteintrag bei Microsoft ist bloß eine Maschinenübersetzung. Praktischerweise listet er gleich auf, unter welchen Umständen man die Meldung nicht angezeigt bekommt. Wer etwa die App „Get Windows 10“ installiert hat, keinen kompatiblen Rechner besitzt, Windows 10 wieder vom Rechner geworfen oder das Upgrade deaktiviert hat, soll die Meldung gar nicht erst erhalten.Samsung-Windows10 14.28

Microsoft lernt aus Fehlern

Auch aus einer anderen Aktion scheint Microsoft gelernt zu haben. In den letzten Monaten hatten eine ganze Reihe von Nutzern plötzlich das Upgrade veranlasst, ohne es zu wollen. Der Grund: das nervige Upgrade-Fenster. Das ließ den Nutzern nur die Wahl, das Upgrade auf Windows 10 jetzt oder später durchzuführen – ein Nein war ausgeschlossen. Eine Zeitlang wurde sogar das Schließen des Fensters per Klick auf „X“ als Zustimmung gewertet. Microsoft hat diese Praxis mittlerweile abgeschafft. Und wohl daraus gelernt: Beim „Bluescreen“ kann man sich bis zu drei Mal an Windows 10 erinnern lassen – oder es gleich ganz ablehnen. Geht doch.Windows 10 20.16