
Jede Menge Software-Neuheiten von Apple zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC 2016 in San Francisco!
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Jede Menge Software-Neuheiten von Apple zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC 2016 in San Francisco!
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Mit einer Flut an Software-Neuheiten könnte es Apple gelingen, mehr Lust auf seine Geräte zu machen – die BILD-Analyse.
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Bislang ist Apple Pay in Europa nur in Großbritannien verfügbar. Frankreich und die Schweiz folgen. Bald auch Deutschland?
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Apple setzt bei der Bedienung seiner Geräte künftig viel stärker auf Sprache und schlägt damit die gleiche Richtung ein wie die Rivalen Google und Amazon.
Alle App-Entwickler werden Apples sprechende Assistentin Siri mit ihren Anwendungen verknüpfen können. Außerdem kommt Siri schließlich auch auf Apples Mac-Computer. Damit öffnet Apple die Tür für eine viel breitere Nutzung der Spracherkennung.
Konkurrenten wie Google, Microsoft und Amazon verfolgen mit ihren eigenen Sprachsystemen die Vision, dass Menschen sich mit Geräten und Diensten auf Basis künstlicher Intelligenz einfach unterhalten können.
Apple gibt App-Entwicklern künftig insgesamt viel mehr Freiheiten als bisher. Seinen SMS-Ersatz iMessage wertet der Konzern mit der Möglichkeit auf, Apps direkt dort laufen zu lassen, mehr Videos und Musik abzuspielen, sowie Emojis und Sticker von anderen Anbietern zu nutzen. Damit soll iMessage Facebooks Diensten WhatsApp und Messenger Konkurrenz machen. Alle Neuerungen sollen die Verbraucher mit den nächsten Software-Versionen im Herbst erreichen.
Im noch jungen Geschäft mit dem vernetzten Haushalt geht Apple in die Offensive. Der iPhone-Konzern stellte am Montag bei der Entwicklerkonferenz WWDC die neue App «Home» vor, über die sich kompatible Technik verschiedener Anbieter von Lampen bis hin zum Garagentor steuern lässt.
An der Vernetzung von Hausgeräten wird schon lange gearbeitet. Aber die Entwicklung wurde bisher dadurch gebremst, dass die Geräte oft nicht untereinander kommunizieren können und die Bedienung zu komplex ist. Apple könnte mit seiner Plattform diese Hindernisse überwinden. Auch hier soll Siri zum Einsatz kommen. Rivalen wie Amazon und Google bauen ebenfalls Plattformen zur Vernetzung des Haushalts samt Sprachsteuerung auf.
Apple verstärkt auch den Fokus auf Cloud-Dienste und lässt seine verschiedenen Geräte besser zusammenspielen. So kann sich jetzt ein Mac-Computer automatisch entsperren, wenn ihn ein Nutzer mit einer Computer-Uhr von Apple aufklappt. Text-Passagen, die man auf einem iPhone kopiert, können nahtlos auf einem PC eingefügt werden. Wenn der Online-Einkauf auf einem Mac über den hauseigenen Dienst Apple Pay bezahlt werden soll, wird die Zahlung statt Passwort oder PIN per Fingerabdruck auf einem angeschlossenen iPhone freigegeben.
Die Musik-App wird runderneuert, um sie übersichtlicher zu machen. Viele Nutzer hatten die App kritisiert. Der Streaming-Musikdienst Apple Music hat rund ein Jahr nach dem Start inzwischen 15 Millionen zahlenden Abo-Kunden – halb so viele wie Marktführer Spotify.
Ein Jahr nach Google ergänzt Apple seine Foto-App mit einer Funktion zur Erkennung von Gegenständen und Situationen, nach denen dann gezielt gesucht werden kann. Im Gegensatz zum Dienst des Internet-Konzerns passiert das alles auf dem Gerät selbst, ohne dass Bilder in der Cloud gespeichert werden müssen, wie Apple-Manager Craig Federighi in San Francisco betonte. Apple erstelle keine Nutzer-Profile und analysiere Daten bevorzugt auf den Geräten selbst. An Apples Server würden sie dafür verschleiert übermittelt, um keine Rückschlüsse auf den Einzelnen zu erlauben.
Apple muss bei maschinellem Lernen besser werden, denn die Rivalen setzen darauf, um ihre Dienste besser zu machen. Das Service-Geschäft wird für den Konzern auch wichtiger, weil die iPhone-Verkäufe derzeit in einem insgesamt schwächeren Smartphone-Markt sinken.
Die Reichweite des iPhone-Bezahldienstes in Europa wird ausgebaut. Demnächst soll Apple Pay in Frankreich und in der Schweiz starten. Bisher war der Service in Europa in Großbritannien verfügbar. Apple Pay kann man an Kassengeräten nutzen, die für kontaktloses Bezahlen per NFC-Funk ausgestattet sind. Als nächsten Schritt will Apple über seinen Service auch bei Online-Einkäufen auf einem Computer bezahlen lassen. Die Zahlung wird dabei statt Passwort oder PIN-Code per Fingerabdruck auf einem verbundenen iPhone bestätigt. Damit konkurriert Apple Pay mit Platzhirschen wie PayPal.
Bei der Apple Watch sollen die Apps schneller starten, bei Kurzmitteilungen werden direkt die Buttons für Antworten angezeigt und es wurde eine Handschrift-Erkennung eingebaut. Außerdem greift Apple den Rivalen Fitbit an, der mit seinen Fitness-Bändern im Geschäft mit tragbarer Technik führt. Man kann jetzt Fitness-Daten mit anderen teilen und die neue App «Breathe» soll für Entspannung mit Atemübungen sorgen. Die Apple Watch ist laut Schätzungen von Marktforschern aus dem Stand zur Nummer eins bei Computer-Uhren geworden. Allerdings ist sie weit davon entfernt, für Apple ähnlich wichtig zu sein wie iPhone oder iPad und Mac.
Microsoft hat zum Auftakt der Spielemesse E3 in Los Angeles ein aufgerüstetes Modell seiner Spielekonsole Xbox One vorgestellt.
Die in weiß gehaltene Xbox One S ist um 40 Prozent kleiner als die Vorgängerin und unterstützt auch die Wiedergabe von Spielen und Filmen in Ultra-HD-Auflösung. Marktführer Sony hielt sich mit Hardware-Ankündigungen unterdessen zurück und legte den Schwerpunkt auf ein reichhaltiges Spieleangebot.
Das große Trendthema in der Branche bedient der japanische Konzern jedoch: Zum 13. Oktober soll die Brille Playstation VR auf den Markt kommen. Das Headset soll bereits zusammen mit der aktuellen Playstation den Spieler in virtuelle Welten entführen. Mit einem Preis von 399 Euro ist die Playstation VR günstiger als Konkurrenz-Geräte etwa von der Facebook-Firma Oculus oder von HTC.
Microsofts Xbox One S kommt in zwei Varianten ab Anfang August in den Handel und kann ab sofort vorbestellt werden, wie Microsoft ankündigte. Mit einem Speicher von 500 Gigabyte kostet sie rund 300 Euro, bestückt mit einem Terabyte Speicher 350 Euro. Zusätzlich will Microsoft in ausgewählten Märkten noch eine Limited Edition mit zwei Terabyte Speicher für 400 Euro anbieten.
Microsofts Sprachassistentin Cortana ist jetzt auch auf der Xbox One nutzbar. Für die Spielekonsole soll das bislang größte exklusive Spiele-Angebot verfügbar sein. Über das neue Programm «Xbox Play Anywhere» sollen künftig alle Spiele aus den Microsoft Studios zum Beispiel auf der Konsole angespielt und auf einem PC mit Windows 10 fortgesetzt werden können.
Auch Sony hat ein aufgefrischtes Modell seiner Playstation 4 im Köcher, verriet auf der Fachmesse jedoch keine weiteren Details. Auch ein Starttermin für den Verkauf wurde nicht genannt. Als sicher gilt, dass sie wie die Xbox One S auch Ultra-HD-Bilder wiedergeben kann. Sie werde zumindest teuerer als die aktuelle Konsole sein und richte sich speziell an Hardcore-Gamer, kündigte Sony an.
Im kommenden Jahr will Microsoft mit einer neuen Spielekonsole mit dem Codenamen «Project Scorpio» nachlegen. Es werde «die leistungsstärkste Konsole sein, die je gebaut wurde», sagte der Chef des Xbox-Geschäfts, Phil Spencer. Die «Scorpio» soll dann auch speziell für Spiele in virtueller Realität geeignet sein. Für das 360-Grad-Erlebnis arbeitet Microsoft mit dem Pionier Oculus zusammen, die Spielekonsole soll für die Datenbrille Oculus Rift optimiert sein.
Am späten Dienstag will auch Nintendo als kleinerer Dritter im Bunde der führenden Konsolen-Hersteller seine Neuheiten auf der Spielefachmesse präsentieren. Das japanische Traditionshaus dürfte wie Sony den Schwerpunkt auf neue Spieletitel wie «Legend of Zelda» legen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass das Unternehmen Details zu seiner nächsten Konsole «Nintendo NX» bekanntgeben wird, die bis Ende März auf den Markt kommen soll.
Microsoft hat zum Auftakt der Spielemesse E3 in Los Angeles ein aufgerüstetes Modell seiner Spielekonsole Xbox One vorgestellt. Die in weiß gehaltene Xbox One S ist um 40 Prozent kleiner als die Vorgängerin und unterstützt auch die Wiedergabe von Spielen und Filmen in Ultra-HD-Auflösung. Marktführer Sony hielt sich mit Hardware-Ankündigungen unterdessen zurück und legte den Schwerpunkt auf ein reichhaltiges Spieleangebot.
Microsofts Xbox One S kommt in zwei Varianten ab Anfang August in den Handel und kann ab sofort vorbestellt werden, wie Microsoft ankündigte. Mit einem Speicher von 500 Gigabyte kostet sie rund 300 Euro, bestückt mit einem Terabyte Speicher 350 Euro. Zusätzlich will Microsoft in ausgewählten Märkten noch eine Limited Edition mit zwei Terabyte Speicher für 400 Euro anbieten.Overwatch_10Uhr
Microsofts Sprachassistentin Cortana ist jetzt auch auf der Xbox One nutzbar. Über das neue Programm „Xbox Play Anywhere“ sollen künftig alle Spiele aus den Microsoft Studios zum Beispiel auf der Konsole angespielt und auf einem PC mit Windows 10 fortgesetzt werden können.
Auch Sony hat ein aufgefrischtes Modell seiner Playstation 4 im Köcher, verriet auf der Fachmesse jedoch keine weiteren Details. Auch ein Starttermin für den Verkauf wurde nicht genannt. Als sicher gilt, dass sie wie die Xbox One S auch Ultra-HD-Bilder wiedergeben kann. Sie werde zumindest teuerer als die aktuelle Konsole sein und richte sich speziell an Hardcore-Gamer, kündigte Sony an.Xbox One vs. PS4 19.15
Im kommenden Jahr will Microsoft dann mit einer neuen Spielekonsole mit dem Codenamen „Project Scorpio“ nachlegen. Es werde „die leistungsstärkste Konsole sein, die je gebaut wurde“, sagte der Chef des Xbox-Geschäfts, Phil Spencer. Die „Scorpio“ soll dann auch speziell für Spiele in virtueller Realität geeignet sein. Für das 360-Grad-Erlebnis arbeitet Microsoft mit dem von Facebook übernommenen VR-Pionier Oculus zusammen, die Spielekonsole soll für die Datenbrille Oculus Rift optimiert sein.
Am späten Dienstag will auch Nintendo als kleinerer Dritter im Bunde der führenden Konsolen-Hersteller seine Neuheiten auf der Spielefachmesse präsentieren. Das japanische Traditionshaus dürfte wie Sony den Schwerpunkt auf neue Spieletitel wie „Legend of Zelda“ legen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass das Unternehmen Details zu seiner nächsten Konsole „Nintendo NX“ bekanntgeben wird, die Ende März 2017 auf den Markt kommen soll.Die irrste Spielkonsole der Welt
Schon seit einigen Jahren machen Erpressungs-Trojaner PC-Nutzern das Leben schwer. Die Schadprogramme sperren das Gerät, der Nutzer muss zahlen, wenn er es wieder benutzen will. Mit Locky war Anfang des Jahres ein besonders fieses Exemplar im Umlauf. Nach PCs und Smartphones haben sich die Erpresser nun ein neues Ziel gesucht: Fernseher.
Der Schädling „FLocker“ hat den Sprung vom Smartphone auf den Fernseher geschafft, das berichten die Sicherheitsexperten von „Trend Micro“ in ihrem hauseigenen Blog. Der Trojaner, auch unter seinem vollen Namen „Frantic Locker“ bekannt, befällt normalerweise Android-Smartphones. Er wird ständig weiterentwickelt, um eine Entdeckung zu verhindern. Ganze 7000 Varianten haben die Experten seit dem ersten Auftauchen im Mai 2015 entdecken können. Eine von ihnen hat es nun auf Fernseher abgesehen.Vor Erpressungs-Trojanern schützen 19.26h
Ist der Fernseher befallen, erscheint statt des gewohnten Bildes eine Warnmeldung, die behauptet, von der US-amerikanischen Cyber-Polizei oder anderen Sicherheitsbehörden zu stammen. Den Besitzern werden Gesetzesverstöße vorgeworfen, sie sollen eine Strafe von 200 Euro zahlen. Dazu bleiben 72 Stunden Zeit. Als Zahlungsmittel werden nur iTunes-Gutscheine akzeptiert.Flocker-screen
Zum Glück kann sich nicht jeder beliebige Fernseher den Trojaner einfangen. Betroffen sind ausschließlich solche Geräte, die als Betriebssystem auf Googles Android TV setzen. Das ist etwa bei vielen neueren Sony- und Philipps-Fernsehern der Fall. Android TV beruht auf dem gleichnamigen Smartphone-Betriebssystem und scheint daher auch für die gleichen Angriffsmethoden anfällig zu sein. Trend Micro gibt an, keine nennenswerten Unterschiede zwischen der FLocker-Variante für Smartphones und der für Smart-TVs gefunden zu haben. Ob Fernseher gezielt ins Visier gerieten oder eigentlich Smartphones und Tablets das Ziel waren, ist nicht bekannt.Android Trojaner Dogspectus_18.40
Der vom Verband der Internetwirtschaft betriebene Blog „Botfrei“ rät ausdrücklich dazu, das Lösegeld nicht zu bezahlen. Stattdessen sollten sich Nutzer umgehend an den Hersteller ihres Fernsehers wenden. Mit einem angeschlossenen Rechner lässt sich demnach das TV-Gerät in den Wartungs-Modus versetzen, dort kann man die Sperre und der Trojaner entfernen. Wie Sie sich ganz allgemein gegen Trojaner schützen können, erfahren Sie in diesem Artikel.STV_KW13_Schroedel_erklaert_Virus_Locky
Apple baut die Reichweite seines iPhone-Bezahldienstes in Europa aus. Demnächst werde Apple Pay in Frankreich und in der Schweiz starten, kündigte der Konzern zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC an.
Bisher war Apple Pay in Europa in Großbritannien verfügbar. Zu einem Starttermin in weiteren europäischen Ländern wurden keine Angaben gemacht.
Apple Pay kann man an Kassengeräten nutzen, die für kontaktloses Bezahlen per NFC-Funk ausgestattet sind. Die Industrie rüstet schrittweise alle Terminals damit aus. Als nächsten Schritt will Apple über seinen Service auch bei Online-Einkäufen auf einem Computer bezahlen lassen. Die Zahlung wird dabei statt Passwort oder PIN-Code per Fingerabdruck auf einem verbundenen iPhone bestätigt.
Eines muss man Apple ja lassen: Auch wenn bei der Keynote zur Eröffnung der WWDC 2016 keine neue Hardware zu sehen war, aus Software-Sicht war die Präsentation ein Fest. Neue Schnittstellen allerorten, jede Menge nützlicher neuer Features. Und natürlich eine deutlich verbesserte Siri – die nun auch den Sprung auf den Mac geschafft hat.
Denn ob iOS oder das frisch umgetaufte macOS: Apple hat sich zu einem gewagten Schritt entschlossen – und den Entwicklern mehr Zugang gegeben als jemals zuvor. Gerade das ehemals beinahe hermetisch abgeriegelte iOS bietet Entwicklern seit heute Abend mehr Möglichkeiten, als sie je zu träumen gewagt hatten. Ob die Apple Maps oder Siri: Nahezu alle Kernfeatures lassen sich nun endlich auch direkt in die Apps einbauen oder sogar selbst erweitern. Die Nutzer dürften davon schnell profitieren, wenn iOS 10 und macOS Sierra im Herbst auch für sie bereit stehen. Vor allem von der schlaueren Siri.Live-Blog Apple Event WWDC 18.33
Denn Apples Sprachassistentin hatte in den letzten Jahren mächtig an Boden verloren. Einst beim iPhone 4s als revolutionäres Feature eingeführt, hatten die Konkurrenten Google Now, Cortana (Windows), Alexa (Amazon) und zuletzt das von einem Siri-Miterfinder entwickelte Viv Apples Siri nicht nur eingeholt, sondern waren längst an ihr vorbeigezogen. Heute hat Apple die Rückrunde eingeläutet.
Die neue, schlauere Siri soll dank „Deep Learning“-Techniken dazu in der Lage sein, Anfragen besser zu verstehen und proaktiv auf sie einzugehen. So schlägt sie nun auf Basis etwa des Standortes und aller möglichen anderen, ihr vorliegenden Informationen Handlungen vor, versucht zu erraten, was der Nutzer gleich tun oder schreiben will und verbindet Informationen und Anfragen sinnvoll miteinander. Und wie Microsofts Cortana tut sie das nun auch auf dem heimischen Rechner. Wie gut das im Alltag funktionieren wird, ist natürlich noch offen. Das Gezeigte machte aber wirklich Lust auf mehr.iPad pro Test 16.20
Dass Apple dazu Siris Leistung aufbohren musste, liegt auf der Hand. Explizit wurde die deutliche Verbesserung allerdings nicht beworben. Das ist durchaus ungewöhnlich für den Konzern, der gerne mit Superlativen um sich wirft. Die angepriesenen Features deuten allerdings darauf hin, dass der von Apple aufgekauften Dienst VocallQ als Grundlage für die neue Siri dient. Der ermöglicht mit Deep Learning und einer Speicherung einzelner Abfragen deutlich komplexere Befehle, als Siri sie vorher beherrschte.
So lassen sich nun Nachfragen zu einer Suche hinzufügen, einzelne Teile der Anfrage zurücknehmen oder verfeinern. Zudem versteht Siri nun deutlich umgangssprachlichere Antworten – und kommentierte während der Präsentation einige Anfragen mit frechen Sprüchen. Die waren allerdings nur mäßig witzig, auf Dauer könnten sie durchaus nerven. Immerhin kamen sie nicht bei jeder Suche sondern blieben die Ausnahme.Screenshot 2016-06-13 22.22.34
Der wichtigste Schritt ist allerdings, dass Apple Siri jetzt für alle Entwickler freigibt. Sollten die wirklich davon Gebrauch machen, können sich die Nutzer nun endlich darauf verlassen, dass Siri ihnen in nahezu jeder Situation zur Seite steht – und nicht nur dann, wenn man auch die wenigen Apple-Apps benutzt.
Ob die Menschen den Sprachassistenten deswegen häufiger nutzen werden, ist offen. Die meisten fühlen sich immer noch unwohl, in der Öffentlichkeit mit dem Smartphone zu sprechen. Darauf deuten allerlei Umfragen hin. Immerhin beherrscht Siri nun einen stillen Modus, in dem sie nur mit Textanzeigen antwortet. Stille Befehle wie bei Facebooks Messenger-Bots scheinen aber noch zu fehlen.Facebook Bots_11.15
Ebenfalls gelungen: Die deutlich tiefere Verknüpfung der Apple-Geräte untereinander. Mit der geteilten Ablage lassen sich nun etwa Links, Textteile oder auch Fotos auf dem Mac kopieren und dann Sekundenbruchteile später auf dem iPhone oder iPad einfügen. Ein extrem nützliches Feature für jeden, der gleich mehrere Geräte mit dem Apple-Logo sein eigen nennt.
Auch sonst hat Apple seine Hausaufgaben gemacht. Der überarbeitete Streaming-Dienst Apple Music räumt das völlig überladene Interface auf. Die Fotos-App lernt nun ebenfalls, die Bilder sinnvoll zu sortieren und das Stöbern zu erleichtern. iMessage zieht mit beliebteren Messaging-Apps wie Whatsapp oder Line mit – oder überholt sie gar. Auch die schlauere Karten-App gefällt. Apple zieht in vielerlei Hinsicht mit den Konkurrenten nach oder überholt sie knapp, auch wenn der Konzern wenig von Grund auf neu erfindet.iPhone SE Test 17.00
Einen Vorteil hat Apple allemal: Während Google, Facebook und Co. seinen Nutzern kostenlose, sehr gut gemachte Apps und Dienste anbieten, dafür aber ihre Daten sammeln und verwerten, kann Apple einen anderen Weg gehen. Der Konzern kann es sich erlauben, auf die Einnahmen aus dem Datengeschacher zu verzichten – und die geschützte Privatsphäre der Kunden als Verkaufsargument für seine Hardware nutzen. Das Apple dabei glaubwürdig bleibt, verdankt der Konzern auch seinem öffentlich ausgetragenen Konflikt mit dem US-Geheimdienst FBI.
Mit dem heutigen Abend hat Apple wieder einmal gezeigt, dass der Konzern bereit ist, konsequent an sich und seinen Produkten zu arbeiten. Weltbewegend waren alle Teile für sich nicht. Zusammen erzeugen sie allerdings durchaus einen beeindruckenden Fortschritt. Und vielleicht fangen nun viele der Sprachsteuerungsmuffel nun doch mal einen Plausch mit Siri an. Life Hacks Handyhalterung Auto 16.14h
Apple öffnet wichtige Dienste und exklusive Funktionen für eine Nutzung durch Partner – aber auch Wettbewerber.
Auf der Entwicklerkonferenz WWDC kündigte Apple-Chef Tim Cook an, dass künftig der Apple-Kommunikationsdienst iMessage, die Sprachsteuerung Siri und die Karten-Anwendung Maps durch Programmierschnittstellen (API) von außen her umfassend angesprochen werden können. Bislang war dies Apps von Apple vorbehalten.
Damit können beispielsweise App-Entwickler via Siri ihre Anwendungen ansprechen lassen. Beim populären iMessage-Service öffnet Apple sich Drittanbietern für Zusatzdienste wie Stickers und Emoji. Diese Dienste sind insbesondere in Asien ein Millionengeschäft – ähnlich wie früher Klingeltöne für Handys in Europa. Bei der Karten-Anwendung Apple Maps können beispielsweise Reservierungsdienste wie Open Table und Apps der Fahrdienstvermittler wie Lyft oder Uber direkt integriert werden.
Für Apple bedeutet dieser Schritt einen erheblichen Kulturwandel. Seit der Vorstellung des ersten Apple Macintosh im Jahr 1984 setzt das Unternehmen vor allem auf Systeme aus Hardware-Komponenten und Programmen, die im Zweifelsfall von Apple selbst kommen. Zwar hat Apple in der Vergangenheit auch offene Entwicklungen wie das World Wide Web frühzeitig erkannt und unterstützt. Um eine optimale Abstimmung zwischen Hardware und Software zu erreichen, konnten sich allerdings Entwickler von Drittprogrammen auf Apple-Systemen oft nur in eng abgesteckten Grenzen bewegen. Nun werden aus Funktionen, die in der Vergangenheit exklusiv für Apple-Apps zur Verfügung standen, umfassende Software-Plattformen, für die eine Heerschar von Entwicklern Programme schreiben kann.
So entwickelt sich Siri zu einer Plattform. Mit diesem Dienst hat Apple vor fünf Jahren den Trend der Sprachsteuerung gestartet, der dann schnell von Google und später auch von Amazon mit seinem interaktiven Lautsprecher Echo sowie Microsoft mit Cortana aufgegriffen wurde. Die Konkurrenz hat Apple in diesem Bereich inzwischen nicht nur eingeholt, sondern auch in Teilen überholt. So versteht der Amazon Echo oft gesprochene Fragen besser als Siri und kann auch mit unendlich vielen Systemen gekoppelt werden. Dafür ist Siri multilingual und kann in 22 Sprachen inklusive Deutsch, Arabisch und Finnisch sprechen, während der Amazon-Lautsprecher aktuell nur Englisch versteht.
Wichtigste Konkurrent bei der Spracherkennung ist Google: Da es weltweit viel mehr Smartphones mit dem Google-System Android als iPhones und iPads von Apple gibt, wird die Sprachsteuerung in Google Now inzwischen deutlich häufiger genutzt als Siri auf den iOS-Geräten. Doch da die Besitzer von iPhone und iPad viel eher bereit sind, mit dem Smartphone Geld auszugeben, ist für etliche Entwickler die iOS-Plattform mindestens so interessant wie Android.
Damit Siri im Wettbewerb mit dem Google-Assistenten, Amazons Alexa-Software und Microsoft Cortana bestehen kann, werden die Apple-Entwickler ihren Dienst künftig auch mit Funktionen «künstlicher Intelligenz» ausstatten, so wie es Wettbewerber in ähnlicher Form bereits praktizieren. So soll Siri künftig Anfragen besser verstehen und Rahmenbedingungen wie den Ort, an dem eine Frage gestellt wurde, bei den Antworten berücksichtigen. Wenn jemand nach den aktuellen Filmen im Kino fragt, kennt Siri beispielsweise nicht nur das aktuelle Programm, sondern weiß auch, im welchem Filmtheater die Streifen wann laufen. Und den passenden Trailer kann Siri auch gleich vorspielen.
Außerdem wird Siri nun auf allen fünf Hardware-Plattformen verfügbar sein, die Apple bedient: Smartphone, Tablet, Smartwatch, TV und künftig auch dem Macintosh-Computer.
Eine ähnliche Tragweite dürfte die Öffnung des Dienstes iMessage haben. Drittanbieter – darunter auch Apple-Konkurrenten wie Facebook – können künftig kleine Gif-Filmchen, Sticker und Emojis für iMessage erstellen. Analyst Ben Bajarin vom Marktforschungsunternehmen Creative Strategies wies auf Twitter noch während der Auftaktveranstaltung zur WWDC darauf hin, dass alleine der asiatische Mitteilungsdienst Line im vergangenen Jahr Sticker im Wert von 268 Millionen Dollar verkaufte und täglich fast 400 Millionen Sticker verschickt.
Besucher der Keynote, die eine Ankündigung neuer Apple-Hardware erwartet hatten, wurden enttäuscht. Dafür konnten Apple-Chef Cook und seine Mitstreiter mit einer Serie von Detailverbesserungen für die Betriebssysteme von iPhone, iPad, Apple Watch, Apple TV und Mac punkten. So sollen Anwendungen für die Apple Watch mit dem neuen System watchOS 3 künftig siebenmal schneller starten sollen als bisher. Außerdem wird die Smartwatch von Apple als Fitnesstracker noch einmal deutlich aufgewertet, so dass Spezial-Anbieter wie Fitbit es künftig wohl schwerer haben könnten, Kundschaft zu finden.
Ob Apple mit der Summe seiner überzeugend wirkenden Updates und Weiterentwicklungen wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren kann, muss sich noch zeigen. Mit den neuen Diensten eröffnet sich für den Konzern aber auch die Chance, mit der Masse der bereits verkauften Geräte neue Umsatzströme zum Fließen zu bringen, wenn beispielsweise Besitzer eines iPhone künftig mit Apple Pay bezahlen. Außerdem will Apple mit seinen Vorstellungen zum Datenschutz punkten. So kann die neue Foto-App Gesichter von Personen lokal auf dem iPhone erkennen, ohne dass dafür Daten ins Netz übertragen werden müssen. Und noch ein Seitenhieb auf Google: Apple werde niemals Datenprofile seiner Kunden für Werbezwecke vermarkten.