Forscher restaurieren Lieder: So hört sich die erste Computer-Musikaufnahme an

Neuseeländischen Wissenschaftlern ist es nach eigenen Angaben gelungen, die allerersten Aufnahmen von mit Computern generierter Musik zu restaurieren. Die 65 Jahre alten Aufnahmen zeigten, dass der britische Mathematiker und Informatiker Alan Turing auch auf musikalischem Gebiet ein Wegbereiter gewesen sei, erklärten die Forscher der Universität von Canterbury im neuseeländischen Christchurch am Montag.

Turings Pionierarbeit bei der Umwandlung des Computers zum Musikinstrument in den 40er Jahren sei bislang wenig bekannt, erklärten sie. Die Musikaufnahmen wurden 1951 in einem Labor im nordenglischen Manchester gemacht. Der von Turing gebaute Rechner war so groß, dass er einen großen Teil des Labors ausfüllte. Der Computer generierte damals drei Musikstücke: Die britische Hymne „God Save the King“, das Kinderlied „Baa Baa Black Sheep“ und Glenn Millers Swing-Klassiker „In the Mood“.

Computer-Musik auf Schallplatte aus Acetat verewigt

Aufgenommen wurden die Stücke auf einer Schallplatte aus Acetat. Der Klang der Schallplatte sei jedoch verzerrt gewesen, berichteten Forscher Jack Copeland und Komponist Jason Long. Die Aufnahme habe nur eine vage Vorstellung davon vermittelt, wie der Computer damals klang. Mit elektronischer Detektivarbeit, einer Veränderung der Geschwindigkeit und durch das Herausfiltern von Störgeräuschen gelang es den Wissenschaftlern, die Originalaufnahme wiederherzustellen.

Computer aus den 70er Jahren_10.50Uhr„Es war ein schöner Augenblick, als wir zum ersten Mal den wahren Sound von Turings Computer hörten“, beschrieben die Forscher.Turing hatte in den 40er Jahren zwar die ersten Musiknoten für Computer programmiert, sich aber nicht dafür interessiert, daraus ganze Musikstücke zu machen. Aufgenommen wurde die Computermusik schließlich von dem Informatiker Christopher Stratchey.

Turing durch Königin Elizabeth II. posthum begnadigt

Alan Turing entschlüsselte im Zweiten Weltkrieg für die britische Armee die Nazi-Verschlüsselungsmaschine Enigma. Turings Leben ist Gegenstand der Filmbiographie „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“, die mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

Apple 40 Jahre_19.45Der homosexuelle Turing wurde 1952 wegen „unsittlicher“ Handlungen verurteilt und unterzog sich einer chemischen Kastration. Zwei Jahre später nahm er sich im Alter von 41 Jahren das Leben. Erst 2013 wurde Turing durch Königin Elizabeth II. posthum begnadigt.

Neuer Granatwerfer XM-25: Viel Geld, wenig Wumms – Heckler & Kochs Wunderwaffe vor dem Aus

In Deutschland muss Heckler & Koch vor Gericht gegen eine ministerielle Kampagne gegen das bei der Truppe beliebte Sturmgewehr G36 kämpfen, in den USA drohen die Kosten ein Zukunftsprojekt der Rüstungsschmiede zunichte zu machen. Für die US-Truppen wurde von Heckler & Koch gemeinsam mit dem US-Rüstungskonzern Alliant Techsystems (ATK) ein wahrhaft revolutionärer Granatwerfer XM-25 entwickelt. Der markige Spitzname der Waffe lautet Punisher – der Bestrafer.

Der XM-25 sieht aus wie eine Mischung aus Panzerbekämpfungswaffe und Gewehr und verschießt Granaten im Kaliber 25 Millimeter. Das wäre noch nichts Besonderes, viele Sturmgewehre werden mit einem zusätzlich montierten Granatwerfer angeboten. Dazu gibt es seit langer Zeit tragbare Werfer, die ganze Granatenmagazine verschießen.

Technisch geniale Idee

Das Besondere an dem XM-25 ist die intelligente Munition. Mittels eines Entfernungsmessers und eines Computers kann die Munition an einem exakt definierten Punkt der Flugbahn zur Detonation gebracht werden. So könnten die Splitter auch Soldaten treffen, die hinter einer Mauer Schutz gesucht haben. Genau genommen handelt es sich auch um keinen Granatwerfer, sondern um eine Airburst Assault Weapon – eine Angriffswaffe, die in der Luft explodiert. Technisch hat das System die punktgenaue Zündung genial gelöst, da zum Festlegen des Detonationszeitpunktes die Eigenrotation des Geschosses verwendet wird. In der Theorie sollte dieses Verfahren zu genauen, aber doch auch bezahlbaren Projektilen führen.

Ausufernde Kosten

Die Erprobung mit Prototypen in Afghanistan verlief zwar noch halbwegs positiv, aber dem Projekt liefen die Kosten davon. In einem Bericht des Generalinspekteurs des US-Verteidigungsministeriums ist die Rede davon, dass allein die Entwicklungskosten von geplanten 185 Millionen Dollar mittlerweile auf 835 Millionen Dollar gestiegen sind. Jeder einzelne Prototyp hat 686.000 Dollar gekostet. Da werden Zweifel laut, ob die Serienmodelle tatsächlich „nur“ 35.000 Dollar kosten werden. Der Bericht empfiehlt, trotz der schon gezahlten Millionen, das Projekt zu beerdigen.

Nicht so wirksam wie gedacht

So revolutionär sich das System auch anhört, so macht es doch den Anschein, als würde man mit sehr viel Geld nur das erreichen, was andere Waffen schon lange können. Der wirkliche Vorteil an der XM-25 ist, dass die Waffe von einem Soldaten getragen werden kann, sie also auch Gruppen im mobilen Einsatz begleiten kann. Zumindest in der Vision.

Tatsächlich ist die Waffe so schwer, dass sie einen Infanteristen bindet. Sollen mehr als die fünf Granaten im Magazin mitgeführt werden, wäre der Mann komplett ausgelastet. Ohne eigene Hauptwaffe, müsste ihn im Falle eines Gefechtes ein Begleiter schützen. Diesen Punkt monierte ein General nach der Erprobung. 

Im stationären Einsatz kann ein einfacher Mörser oder jedes Steilfeuergeschütz schon lange Truppen hinter einer Mauer treffen. Die Tragbarkeit hat aber zu dem absurd kleinen Kaliber von 25 Millimetern geführt. Die eigentliche Wirkung der Granate fällt dementsprechend gering aus, und das bei einer eher geringen Reichweite der Waffe von nur 500 Metern. Der Schütze wäre also stets im Wirkungsbereich von Sturmgewehren mit dem alten NATO-Kaliber 7,62 x 51 Millimeter, von Maschinengewehren und Scharfschützen gar nicht zu reden. Von einem weitgehend gefahrlosen Einsatz wie bei modernen Lenkwaffen wie TOW oder Javelin kann also keine Rede sein.

"22 PushUp Challenge": Trauriger Grund: Deshalb machen so viele Promis 22 Liegestütze

Vor zwei Jahren wurde ein Eiskübel zum weltweiten Facebook-Hit. Oder vielmehr der Moment, als sich Millionen Menschen weltweit dessen eiskalten Inhalt über den Kopf schütteten, anschließend wurden Freunde und Bekannte nominiert – die sogenannte „Ice Bucket Challenge“ verbreitete sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Netzwerken. Selbst US-Präsident Barack Obama schüttete sich einen Eimer Eiswasser über den Kopf. Mit der Aktion wollten die Teilnehmer auf die Nervenkrankheit ALS aufmerksam machen, mehr als 100 Millionen Dollar an Spendengeldern kamen am Ende zusammen.

Jetzt geht es um Liegestütze

Nun erobert eine neue Kampagne die Facebook-Timeline: die „22 PushUp Challenge“. Darin müssen die Teilnehmer 22 Liegestütze an 22 aufeinanderfolgenden Tagen absolvieren und sich dabei filmen. Der Hintergrund ist ernst: Einer US-Studie aus dem Jahr 2012 zufolge nehmen sich täglich 22 US-Kriegsveteranen das Leben.

Zahlreiche Prominente sind bereits dabei: Superstar David Beckham etwa befindet sich gerade mittendrin und absolvierte seine Liegestütze sogar schon im Flugzeug. Er wurde von seinem Freund Guy Ritchie nominiert. Auch Actionhelden wie Jason Statham („The Transporter“, „Fast & Furios 7“) oder The Rock posten fleißig Videos auf Instagram und spenden Geld an die Organisation „Kill 22“, die posttraumatische Belastungsstörungen bekämpfen will.

„22 Pushup Challenge“ gibt es seit 2013

Die „22 PushUp Challenge“ verbreitet sich derzeit rasant in den sozialen Netzwerken, dabei gibt es sie schon länger. Im April 2016 etwa postete der US-Fallschirmjäger Gabe Gonzalez ein Video von sich, wie er 22 Liegestütze absolvierte, um an seine Kameraden zu erinnern, die Suizid begangen hatten. Er versah das Video mit dem Hashtag „#22Kill“ und nominierte einen Freund. Am nächsten Tag filmte er sich wieder und forderte noch mehr Menschen auf, es ihm gleichzutun.

Verwendet wird der Hashtag #22KILL seit 2013. Im Mai peilten die Initiatoren 22 Millionen Liegestütze in sozialen Netzwerken an – dank der Unterstützung der Prominenten dürfte diese Marke schnell geknackt werden. Hoffentlich werden auch Spendengelder in dieser Größenordnung eingesammelt.

Nach neuen AGB: Darum können manche Whatsapp-Nutzer ihren Account nicht mehr löschen

Als Facebook Anfang 2014 ankündigte, den beliebten Messenger Whatsapp zu kaufen, liefen die Fans Sturm. Facebook würde alle Daten und Chatverläufe abgreifen, so die Befürchtung. Die Nutzer schworen Whatsapp reihenweise ab, kehrten dann aber nach Ausflügen zu Threema und Co. doch zurück. Jetzt will Facebook sich wirklich die Daten ziehen, seit gestern ist der Widerspruch dagegen unmöglich. Viele wollen nun den Account ganz löschen – stehen dabei aber vor einem Problem.

Wirklich löschen kann den Whatsapp-Account nur der Nutzer. Das Unternehmen selbst kann ihn nur deaktivieren. Dann bekommen die Freunde und Bekannten aber keinerlei Fehlermeldung oder Hinweis, wenn sie weiter Nachrichten schreiben. Außerdem behält Whatsapp die Daten. Wie das Selbstlöschen genau funktioniert, erklärt das Unternehmen jeweils in einer eigenen FAQ für Android und iPhone.

Löschen unmöglich

Die Anleitung stellt die Nutzer vor ein Dilemma. Ob man Whatsapp auf dem iPhone oder auf einem Android-Smartphone nutzt: Die Option, seinen Account zu löschen, ist tief in den Einstellungen des Messengers versteckt. Die bekommt man aber nur dann zu sehen, wenn man den neuen AGB zustimmt. Genau das also, was viele Nutzer eben nicht tun wollen. Aus gutem Grund.Whatsapp Facebook 18 Uhr

Mit der Zustimmung gibt man Facebook nämlich das Recht, sich das komplette Adressbuch zu ziehen, inklusive der Kontakte, die weder Facebook- noch Whatsapp-Nutzer sind. Weil Facebook deren Daten eigentlich gar nicht bekommen dürfte, lässt sich Facebook bei Zustimmung zur AGB einfach vom Nutzer versichern, dass er berechtigt sei, diese Daten weiterzugeben – auch wenn das gar nicht der Fall ist. Facebook gibt den Schwarzen Peter also einfach an seine Nutzer weiter und zwingt sie zum Lügen. Welche Daten sich der Social-Media-Gigant auf diese Weise besorgen will, lesen Sie in diesem Artikel.

Kein echter Ausweg

Was tun? Im Socia-Media-Blog „Mimikama“ hat ein Betroffener seine Versuche geschildert, Whatsapp auf das Problem hinzuweisen. Statt einer akzeptablen Antwort kamen vom Support nur Standardmails, die jeweils nur auf Bruchstücke der Anfragen eingingen. Eine echte Antwort blieb aus. Den betroffenen Nutzern bleibt aktuell also nur, den Account zu deaktivieren. Oder eben den AGB zuzustimmen und damit zu riskieren, dass Facebook sich vorher noch das Adressbuch zieht.160901_WhatsApp_alternativen

Erneut Akku-Probleme: Pannenserie beim Galaxy Note 7 geht weiter

Das Galaxy Note 7 sollte für Samsung der große Wurf werden, doch es wurde zum Debakel: Weil weltweit Akkus des Stift-Smartphones durchrauchten oder das Telefon gar explodierte, musste der Konzern das Gerät weltweit zurückrufen. Die Kosten sind immens und dürften im Milliardenbereich liegen, vom Image-Schaden einmal abgesehen. Und vermutlich hat der ein oder andere Kunde, der eigentlich ein Note 7 wollte, stattdessen zum iPhone 7 oder iPhone 7 Plus gegriffen – dabei wollte Samsung dem eigentlich zuvorkommen.

Doch wer dachte, der Konzern hat das Schlimmste nun hinter sich, der irrt. Das Umtauschprogramm wird den südkoreanischen Konzern noch eine Weile beschäftigen, immerhin sind 2,5 Millionen Geräte in zehn Märkten betroffen. Und es gibt schon wieder erste Problemfälle mit dem neuen Note 7.

Der Akku sinkt beim Laden

Große Aufmerksamkeit bekommen derzeit Berichte des „Wall Street Journal“ und des Fernsehsenders „YTN“: Demnach komme es bei Geräten, die bereits ausgetauscht wurden und deshalb fehlerfrei sein sollten, erneut zu Problemen mit dem Akku. Einige Nutzer beschwerten sich, dass die Geräte im Betrieb ungewöhnlich warm werden, zudem sinkt der Akkustand der Batterie offenbar selbst beim Laden. Das dürfte angesichts der verbauten Schnellladetechnologie eigentlich unmöglich sein.

Galaxy Note 7 17.01Ein Nutzer behauptet in dem „YTN“-Bericht, sein Note 7 habe pro Sekunde ein Prozent der gesamten Akkuladung verloren, obwohl das Gerät mit dem Ladekabel verbunden gewesen sei. „Ich habe das Gerät die ganze Nacht lang geladen, aber am Ende hat es nicht mehr als 10 Prozent erreicht“, erklärte er. Der Fernsehsender wollte sich von der Echtheit der Angaben überzeugen und probierte das Note 7 für 39 Minuten aus, der Akkustand sank um ein Viertel von 75 auf 49 Prozent. Zu Bränden oder Explosionen sei es bislang aber noch nicht gekommen.

Samsung erklärte gegenüber dem „Wall Street Journal“, es handele sich lediglich um Einzelfälle. Das Problem sei dem Sprecher zufolge nicht der Akku, stattdessen habe es offenbar Fehler bei der Massenfertigung gegeben. Die genaue Ursache ist nicht bekannt, bislang trat der Fehler nur bei südkoreanischen Modellen auf. Dennoch behalte man die Fälle im Auge.

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DHL weigert sich, Note 7 zu transportieren

Nachdem vergangene Woche das Austauschprogramm in Deutschland startete, gab es kurz darauf gleich den nächsten Dämpfer: Der Paketdienst DHL weigerte sich, Rücksendungen des Galaxy Note 7 anzunehmen. Als Begründung nannte man gesetzliche Vorschriften zum Transport defekter Akkus. Für die Kunden war das besonders ärgerlich, denn das neue Note 7 gab es erst, wenn das alte bei Samsung oder einem Service-Partner eingegangen war – das bedeutete mitunter mehrere Tage ohne Smartphone.

Am Freitagabend änderte Samsung daraufhin das Vorgehen und nahm die Sache selbst in die Hand: Wer bereits das Note 7 verschickt hatte, soll mit hoher Priorität ein neues Gerät erhalten. Alle anderen müssen nun einen Termin mit Samsung vereinbaren, die Smartphones sollen dann direkt an der Haustür des Kunden ausgetauscht werden. Im Handel wird das Galaxy Note 7 hierzulande laut Reuters erst wieder Ende November stehen – fast drei Monate nach dem ursprünglich geplanten Start.iphone 7 Härtetest_15.40

Bohrer, Mikrowelle, Wassertank: Vorsicht: Diese fiesen "Lifehacks" schrotten ihr iPhone!

Das neue iPhone 7 hat keinen Klinkenanschluss. Ärgerlich, dachten sich einige Nutzer – und fanden im Netz ein Video, das die Lösung versprach: Einfach ein Loch in die Unterseite bohren. Nun stehen sie mit kaputten iPhones da. Dabei war es bei weitem nicht das erste Mal, das irgendwelche vermeintlichen Supertipps das Smartphone ruinierten.

Denn Jahr für Jahr finden sich Scherzkekse, die andere zur Zerstörung ihrer teuren Smartphones bringen wollen. Am liebsten, wenn die von Apple stammen. Dabei zielen sie auf naive, wenig technikaffine iPhone-Besitzer – und ergötzen sich an ihrem Leid.

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iOS macht das iPhone wasserdicht

So machten etwa 2013 sehr schnell vermeintliche Apple-Werbungen die Runde, die Unglaubliches versprachen: Dank des neuen iOS 7 seien nun alle iPhones wasserdicht, hieß es da. Jeder, der nur eine Sekunde darüber nachdenkt, müsste das eigentlich als Quatsch erkennen. Einige warfen das iPhone dennoch in die Badewanne. Die Internettrolle, die sich den Unfug ausgedacht hatten, jubelten. Das neue iPhone 7 ist nun endlich wirklich wasserdicht. Wenn auch nicht wegen iOS 10.

Vor zwei Jahren gab es dann „Apple Wave“. Mit dem damals frischen iOS 8 sollte Apple demnach bei allen iPhones die neue Schnellladefunktion nachgerüstet haben, behauptete das Internet. Um die zu nutzen, musste das iPhone nur kurz in die Mikrowelle. Das Netz war voller falscher Jubelmeldungen, ein Nutzer behauptete etwa, nun satte 500 Prozent Akkustand zu haben. Leider nahmen manche Leichtgläubige das ernst – und verwandelten ihre iPhones in funkensprühenden Schrottklumpen.iOS 10 Tricks

Killer-Datum statt Retromodus

Ein Trick, der dieses Jahr die Runde machte, war leider nicht ganz so leicht als Fake zu erkennen: Der behauptete, man könne beim iPhone einen Retro-Modus freischalten, wenn man die automatische Datumsanzeige ausschaltet und stattdessen manuell auf den 1. Januar 1970 wechselt. Ganz abwegig ist das nicht, solche sogenannten Eastereggs verstecken Entwickler durchaus mal in ihrer Software. Bei iPhones mit 64bit-Prozessor sorgte dieses Datum aber für den totalen Crash: Er zerlegte die Software so gründlich, das eine Hardware-Reparatur notwendig wurde. Apple hat den fiesen Fehler mittlerweile behoben, wer iOS 9.3 oder höher installiert hat, muss sich nicht mehr vor ihm fürchten.7 Tricks ios 10

iPhone entsperren, ohne die Home-Taste zu drücken

Klinkenstecker für iPhone 7: Nach Lifehack-Video – User bohren ihr iPhone 7 kaputt

Das neue iPhone 7 kann eine ganze Menge, aber ihm fehlt der Klinkenstecker an der richtigen Stelle. Man kann seine alten Kopfhörer nicht mehr einstecken. Im Netz tobt ein Krieg über die Frage, ob Apple mit seinem klinkenlosen Smartphone visionär war, oder ob es sich nur um einen neuen Trick handelt, um den Kunden das Geld für den sündhaft teuren kabellosen Apple-Kopfhörer aus der Tasche zu ziehen.

Rabiate Anleitung für „neue“ iPhone-Klinke

Ein Video von TechRax verspricht schnelle Abhilfe für das Problem. Die Anleitung, wie man sein neues iPhone wieder mit der gewohnten Klinke versieht, wurde in wenigen Tagen über neun Millionen Mal auf Youtube angeklickt. Das Ganze heißt verheißungsvoll: „Geheim-Trick – wie man wieder eine Kopfhörerbuchse an sein iPhone 7 bekommt“ – „Secret Hack To Get Headphone Jack on the iPhone 7“.02

Anstelle filigraner Finger- und Lötarbeit wird das Telefon beherzt in einen Schraubstock eingeschlossen und ein Bohrer angesetzt. In wenigen Sekunden ist ein Loch in dem Gehäuse und – voila – man kann einen Kopfhörerstecker einstöpseln. Genial – nicht wahr!

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Das Video bedient die kindliche Freude an sinnloser Zerstörung, wie viele andere Clips von TechRax. Da werden schnell mal Smartphones in der Mikrowelle gegrillt oder aufblasbare Swimmingpools zum Platzen gebracht.03

Einige Nachmacher 

Unter den neun Millionen Zuschauern sollen sich aber nun auch einige iPhone-Besitzer befunden haben, die den brachialen Humor übersehen haben und den Eingriff an ihrem eigenen Gerät nachmachten – oder zumindest in den Kommentaren unter dem Video so etwas behaupten.

James Ceja schrieb: „Ich habe es probiert und es endetet damit, dass das Display hin ist und nichts mehr geht. Echt – ich habe den schlimmsten Fehler meines Lebens gemacht, als ich mir das Video hier anschaute.“

David Iriarte – der nächste Heimwerker – beschwert sich: „Ein Freund sagte mir, das würde prima funktionieren, er hätte es auch schon bei sich gemacht. Aber als ich das iPhone anmachen wollte, ging nichts mehr. Ich hab es noch mal überprüft und ich habe auch wirklich den 3,5-Millimeter-Bohrer genommen. Ich habe also keinen Fehler gemacht! Was ist da passiert! Hat noch jemand sonst das Problem?“

Andere User suchen nur Hilfe: „Leute, das steht sicher schon mal in den Kommentaren. Also Entschuldigung. Aber welchen Bohrer braucht man genau? Ich habe auch keinen Schraubstock. Kann ein Freund das iPhone halten, wenn ich bohre? Ich will es ja nicht kaputt machen. Danke Leute!“

Fiese User stiften Verwirrung

Sean Soloman hatte in letzter Sekunde noch einen hellen Moment: „Ich weiß nicht, was ich mir gedacht habe. Ich habe gerade halb rein gebohrt, da ist mir aufgefallen, wie beknackt das Ganze ist. Ihr wollt mich reinlegen. Was mache ich denn jetzt?“

Gemeine User wie Mark Johnson sorgen für noch mehr Verwirrung: „Hier haben ein paar Leute Probleme, ich gebe euch mal ein paar Tipps. Ihr dürft nicht vergessen, das Gerät nach dem Bohren gut zu säubern. Dafür müsst ihr es 15 Minuten ins Spülwasser legen, bis sich die Metallspäne alle gelöst haben. Dann nimmt ihr das iPhone raus und schüttelt es ordentlich aus. Das sollte eure Probleme beenden.“

Niemand weiß, ob die User tatsächlich auf das Video reingefallen sind. Oder ob sie nur eine Show machen. So dumm kann eigentlich niemand sein. Oder doch? Bei neun Millionen Zuschauern könnten doch ein paar dabei sein.

Bei US-Behörden durchgesickert: Welches geheime Apple-Gerät steckt hinter der Abkürzung A1844?

Bluetooth-Lautsprecher zählen seit Jahren zu den Bestsellern im Elektrofachmarkt. Bislang können die Funkboxen nur Signale empfangen, etwa Musik abspielen, doch das wird sich demnächst ändern. Im Oktober plant Amazon die Eroberung unserer Wohnzimmer mit dem smarten Lautsprecher Echo, der stern hat ihn bereits ausprobiert. Echo wird nur mit der Stimme gesteuert und kann etwa bevorstehende Termine ankündigen, den Wetterbericht vorlesen oder ein Taxi rufen. Google wird seinen ähnlich mächtigen Home-Lautsprecher ebenfalls demnächst auf den Markt bringen – und glaubt man der Gerüchteküche, bastelt Apple längst an einem eigenständigen Siri-Lautsprecher.

Baut Apple einen Siri-Lautsprecher?

Die jüngsten Berichte zu Apples Echo-Herausforderer stammen von „Bloomberg“-Redakteur Mark Gurman, der für gewöhnlich sehr gut mit Apples Plänen vertraut ist. Demnach befindet sich das Projekt seit zwei Jahren in der Entwicklung, mittlerweile gibt es einen funktionierenden Prototyp. Der Siri-Lautsprecher wird ebenfalls mit der Stimme gesteuert und soll nicht nur Musik abspielen, sondern auch smarte Geräte wie Wlan-Lampen oder Thermostate steuern können.

Tricks iOS 10 17.55hBefeuert wird die Gerüchteküche von Dokumenten, die von der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FCC im Internet veröffentlicht wurden. Darin geht es um ein bislang nicht näher spezifiziertes Apple-Gerät mit der Abkürzung A1844. Dies sei kabellos und unterstütze Bluetooth- und NFC-Verbindungen – eine Wlan-Anbindung wird nicht erwähnt.

Eine Zeichnung in den Unterlagen zeigt vermutlich die Unterseite des Geräts, dessen Gehäuse mit sechskantigen Torx-Schrauben verriegelt ist – ähnlich wie beim Apple TV. Weitere Details sind nicht zu erkennen, vermutlich hat Apple um Geheimhaltung gebeten.Fotostrecke-iphone7Galaxy_10.40

Erkennt der Siri-Lautsprecher seinen Besitzer?

Dem „Bloomberg“-Bericht zufolge will sich Apple mit einer komplexeren Mikrofon- und Lautsprecher-Technologie von Echo und Google Home abheben, genaue Details sind bislang aber nicht bekannt. Außerdem experimentiere Apple mit Gesichtserkennungs-Sensoren. In den vergangenen Jahren hat Apple mehrere Startups aus diesem Bereich gekauft, unter anderem Faceshift und Emotient. Deren Technologie soll nicht nur erkennen können, wer sich im Raum befindet, sondern auch, wie die Stimmung des Nutzers ist.

Ob und wann der Siri-Lautsprecher auf den Markt kommt, ist bislang noch völlig unklar. In diesem Jahr dürfte es allerdings nicht mehr soweit sein, mit dem iPhone 7 und der Apple Watch Series 2 ist Apple für das Weihnachtsgeschäft gerüstet. Wahrscheinlicher ist eine Vorstellung im Rahmen der Entwicklermesse WWDC im Jahr 2017, dort könnte Apple Kooperationen ankündigen und den anwesenden Programmierern erklären, wie sie ihre Dienste und Apps mit dem Lautsprecher koppeln.iMessage Sticker_12Uhr

Schlacht um Aleppo: Soll Putins Höllenkanone Aleppo jetzt sturmreif schießen?

In den UN ringt man um das Schicksal von Aleppo, gegenüber der „Sunday Times“ behaupten westliche Diplomaten, dass Assad-Truppen auch den gefürchteten Raketenwerfer des Typs TOS-1A in Aleppo einsetzen könnten. Sie seien „einigermaßen überzeugt“, dass die Waffe bei den letzten Offensiven der syrischen Truppen eingesetzt worden sei, sagte eine anonyme Quelle der Zeitung. „Wir beobachten genau, ob die Russen Waffen einsetzen, die wir vorher nicht gesehen haben, wie den Tos-1A. Dieser Flammenwerfer ist ein Schritt unter der Atombombe,“ zitiert das Blatt die ungenannte Quelle.

Assad sucht die militärische Entscheidung

Tatsächlich setzen die Pro-Assad Truppen seit einigen Tagen zu einer Bodenoffensive an. Vermutlich mit dem Ziel, den verbliebenen Kessel der Rebellen aufzuspalten. Dabei wurde auch der Einsatz von bunkerbrechenden seismischen Bomben gefilmt. Tatsächlich sind schon seit dem Oktober 2015 russische Raketenwerfer des Typs TOS-1A in Syrien gesehen worden. Ihren ersten Einsatz hatten die gefürchteten Waffen im ländlichen Latakia. Assads-Truppen filmen diese Einsätze, um die Kämpfer der Rebellen zu entmutigen. Denn die Wirkung des Werfers ist enorm. Unter den konventionellen Waffen gilt der TOS-1A eines der tödlichsten Waffensysteme Moskaus.

26-Heftiger Streit im UN-Sicherheitsrat wegen Gewalt in Syrien-5140927759001

Kein normaler Flammenwerfer

Auf Deutsch ließe sich der Name des OS-1A Solntsepyok mit „Sonnenglut“ übersetzen. Auf dem Fahrgestell eines T-72 Panzers wird der eigentliche Raketenwerfer montiert, die 30 Raketen unterscheiden sich in der Antriebstechnik kaum von den üblichen Grad-Raketenwerfern. Der Spitzname „Buratino“ spielt wegen des überdimensionierten Aufbaus auf eine Art russischen Pinocchio an. Das Besondere an dem Gerät sind die thermobarischen Gefechtsköpfe des Werfers. Mit dem Terminus schwerer Flammenwerfer ist die Wirkung nur ungenau beschrieben. Die Wirkungsweise des TOS-1A entspricht einer Aerosolbombe, nur dass hier sehr viele Gefechtsköpfe im Zielgebiet einschlagen, dort verteilen sie einen explosiven Film in der Luft, der exakt gezündet werden muss.

Tod und Zerstörung durch Druckwellen

Das Ergebnis ist ein riesiger Feuerball, der eine ungeheure Druckwelle auslöst. Der primären Druckwelle folgt sofort ein Vakuum-Unterdruck. Die Wirkung ist verheerend. In einer Studie nach den ersten Einsätzen in Tschetschenien schrieb die CIA: „Im Flammenbereich werden alle Personen ausgelöscht. Auch darüber hinaus erleiden Opfer innere und häufig unsichtbare Verletzungen, Trommelfelle und innere Organe reißen.“ In der Zone des Feuerballs entkommt man der Wirkung selbst in Bunkern und Unterständen nicht. Auf etwaige Zivilisten im Zielgebiet nimmt die Explosion keine Rücksicht.

Nach Syrien wurde der TOS-1 gebracht, weil seine Druckwelle Gräben- und Tunnelsysteme sowie Bunker eindrückt. Die primäre Zerstörungswirkung einer Salve deckt eine Fläche von 200 mal 400 Metern ab. Eine Batterie von fünf TOS-1A schlägt ein Loch von einem Kilometer Länge und 400 Metern Tiefe in die gegnerische Front. Mit den Ergebnissen scheint Moskau zufrieden zu sein. Er wurde auch an den Irak geliefert und bei der Schlacht um Baiji eingesetzt. Angeblich wird an Raketen mit größerer Reichweite gearbeitet. Eine Schwachstelle des Werfers ist, dass er relativ nah an der Front stationiert sein muss. So kann er in den Wirkungbereich von Panzerabwehrwaffen kommen.

Einzigartige Detonationen

Tatsächlich zeigen bisher keine Videos den Einsatz des TOS-1A in Aleppo. Auch der Hinweis in der Sunday Times auf Brände ist kaum ein Beweis. Doch der Einsatz der fürchterlichen Waffe ist zumindest nicht unwahrscheinlich angesichts der Eskalation der Kämpfe. In den letzten Tagen wurden gegen den Rebellenteil der Stadt bereits Erdbebenbomben eingesetzt. Sie sind dafür gedacht, auch tief vergrabene Bunkersysteme einzudrücken. Der TOS-1 würde ein Vorrücken der Infanterie auch in gut befestigten unübersichtlichem Stadtgebiet ermöglichen, weil er große Flächen mitsamt Bunkern und Widerstandsnestern komplett zerstört. Für die Zivilisten in dem Gebiet wäre der Einsatz allerdings verheerend, im Wirkungsbereich einer Salve gibt es auch in Schutzräumen keine Überlebenschance. Im Netz behaupten Pro-Assad Aktivisten seit den Kämpfen um den Ramouseh-Korridor im Süden von Aleppo, dass Assad diese Werfer nach Aleppo gebracht hat. Fotos von den letzten Kämpfen um die von Rebellen zeitweise gehaltenen Militärgebäude dort weisen auf den Einsatz thermobarischer Waffen wie den TOS-1A hin. Der Widerstand dort brach nach dem Einsatz zusammen.

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