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Seit heute können Nutzer bei Instagram direkt über die App Produkte einkaufen, die sie im Feed bewundert haben.
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Amazons Assistentin Alexa spricht künftig nur noch, wenn es sein muss. Manche Antworten sind einfach unnötig und zu ausführlich.
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Facebook hat auf den Datenskandal um die britische Analysefirma Cambridge Analytica mit Bedauern reagiert. Firmenchef Mark Zuckerberg und alle Verantwortlichen seien sich des Ernsts der Lage bewusst, teilte der Internetgigant mit. Eigene Fehler räumte Facebook nicht ein. Stattdessen sieht sich das soziale Netzwerk in der Affäre selbst als Betrogenen. „Das gesamte Unternehmen ist entsetzt darüber, dass wir hintergangen wurden“, heißt es in der Mitteilung.
Facebook versicherte, es werde alles tun, um seine Richtlinien durchzusetzen und die Informationen der Nutzer zu schützen. Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC leitete nach Informationen der „Washington Post“ eine offizielle Untersuchung gegen den Konzern ein. Zudem haben Aktionäre Facebook verklagt. Das Unternehmen habe „sachlich falsche und irreführende Aussagen“ zur Firmenpolitik gemacht, heißt es in der Klageschrift, die US-Medien zufolge am Dienstag (Ortszeit) bei einem Bundesgericht in San Francisco eingereicht wurde. Facebook habe mitteilen müssen, dass es Dritten Zugriff auf Daten von Millionen Nutzern ohne deren Zustimmung gewährt habe, argumentieren die Kläger. Da das Unternehmen das nicht getan habe, hätten sie große Verluste erlitten. Facebook verlor seit Montag zeitweise bis zu 50 Milliarden Dollar an Unternehmenswert an der Börse.
Chef von Cambridge Analytica nach Datenmissbrauch-Skandal suspendiert 21.50Cambridge Analytica, das nach Angaben seines inzwischen suspendierten Chefs Alexander Nix einen Großteil des Wahlkampfs für US-Präsident Donald Trump bestritten hat, soll Zugriff auf Facebookdaten von bis zu 50 Millionen Menschen gehabt haben. Die umstrittenen Datenanalysten wurden bekannt als die Firma, deren Datenauswertung Donald Trump zum Sieg bei der US-Präsidentenwahl 2016 verholfen haben soll – möglicherweise mithilfe von unrechtmäßig gesammelten Facebookdaten.
Nix, der am Dienstagabend suspendiert worden war, hatte einem scheinbaren Kunden gegenüber Angaben zu den Verbindungen seines Unternehmens zu Trump gemacht. Der vermeintliche Kunde entpuppte sich aber als britischer Fernsehreporter von Channel 4. Unter anderem will Nix Trump persönlich mehrere Male getroffen haben. Nix selbst erklärte, er habe nur ein Spiel gespielt. Das Weiße Haus reagierte bislang nicht offiziell.
Facebook: So sehen Sie, welche Apps Zugriff auf Ihre Daten habenDer Undercover-Reporter von Channel 4 hatte sich mit Nix und anderen Top-Managern von November 2017 bis Januar 2018 mehrfach in Londoner Hotels getroffen. An einer Stelle antwortete Nix dem Channel-4-Bericht zufolge auf die Frage nach der Möglichkeit, negative Informationen über politische Gegner zu beschaffen, seine Firma könne „Mädchen zum Haus des Kandidaten schicken“. Ukrainerinnen seien „sehr schön, ich finde, das funktioniert sehr gut“. Eine weitere Vorgehensweise sei, einem Kandidaten viel Geld für seinen Wahlkampf anzubieten, zum Beispiel mit Ländereien als Gegenleistung – und das Ganze auf Video aufzunehmen und später zu veröffentlichen.
Auch bei Facebook könnte es laut „New York Times“ personelle Veränderungen geben. Die Zeitung berichtete, dass der in Fachkreisen angesehene Sicherheitschef Alex Stamos Facebook verlassen wolle. Er habe sich dafür eingesetzt, offener über die russische Einmischung in den US-Präsidentenwahlkampf 2016 zu informieren, sei aber von anderen Managern abgebügelt worden. Erst nach Untersuchungen im US-Kongress räumte das Online-Netzwerk schrittweise ein, dass 150 Millionen Nutzer von Facebook und Instagram mit politischer Propaganda aus Russland in Berührung gekommen sein dürften.
Das passiert, wenn uns unsere eigenen Vorurteile eine Wirklichkeit vorgaukeln, die es nicht gibt. Wenn wir eine Situation so beurteilen, dass sie zu unserem Weltbild passt. Wenn wir endlich mal aus tiefstem Herzen und voller Gewissheit herausbrüllen können: „Siehst du, das habe ich schon immer gesagt.“ Wenn wir pöbeln und mutmaßen können, weil wir so siegesgewiss sind. Und wenn wir es dort tun, wo wir es am liebsten machen: in den Kommentaren bei Facebook.
Bei einer Medien-Facebook-Seite muss ein armer Administrator oder Social Media Manager den ganzen Tag all das lesen, was der wütende Mob tagein tagaus von sich gibt, um falsche Behauptungen herauszufiltern. Provoziert ein Privatmensch, bleibt alles stehen, was dieser nicht löscht. So geschieht es am 15. März, an dem ein User ein Foto bei Facebook hochlud und mit dem Text „Heute vor der Landauer Tafel. Läuft!“ versah.
Was wir sehen: Einen Mercedes, eine Frau mit Kopftuch, die eine Tür zum Fond aufhält, und eine Gruppe von vier Frauen, von denen zwei ebenfalls Kopftücher tragen. Was er damit sagen wollte: „Wir sehen ein dickes Auto und eine Gruppe muslimischer Frauen vor einer Einrichtung, in der Essen für sozial schwache Menschen ausgegeben wird. So nutzen die unser Sozialsystem aus.“
Allzu bereitwillig lassen sich viele User darauf ein, im gleichen Tenor in den Kommentaren weiterzutröten. Olaf J. zum Beispiel schreibt: „Nix zu fressen aber Benz, oder fressen bei Tafel holen und deshalb Benz.“ Rechts, rassistisch, voreingenommen. Vertritt jemand eine Haltung, die dem Verfasser des Postings nicht passt, wird der Beitrag gelöscht. Oder wie es bei ihm heißt: „Der Mathias kann nicht mehr antworten. Musste zu Bett.“
Was sich jedoch tatsächlich abgespielt hat, veröffentichte die Landauer Tafel am Tag darauf auf ihrer Website: „Mit dem abgebildeten Auto wird eine (deutsche) Rentnerin abgeholt, die den Weg zur Tafel nicht mehr allein zurücklegen kann. Hilfsbereite Nachbarn fahren sie dann mit ihren Autos zur Ausgabestelle. Dazu gehört auch diese muslimische Familie, die von uns selbst keine Lebensmittel bezieht.“
Ferner wird das Prozedere erklärt, dass jeder, der Lebensmittel erhält, seine Bedürftigkeit nachweisen muss. Und eine klare Aufforderung: „… helfen Sie uns, aktiv gegen solche Verleumdungen vorzugehen“.
Ob der wütende Mob diese Erklärung glaubt? Obwohl diese Tatsachen ihm dann doch nicht so schön ins vorgefertigte Weltbild passen?
Donald Trump hat seine Wahl wie kein US-Präsident vorher der Macht der sozialen Netzwerke zu verdanken. Er beherrscht das Spiel mit Twitter, zudem wurden bei Facebook und Co. mit zielgenauer Werbung die Wähler präzise angesprochen. Dass das möglich war, verdankt er einem jungen Kanadier. Jetzt hat der die Geschichte seiner Waffe im Facebook-Krieg erzählt.
Unter der Leitung des ehemaligen Trump-Chefstrategen und Breitbart-Boss Steve Bannon war es der Firma Cambridge Analytica gelungen, aus Facebook-Daten genaue psychologische Profile zu bauen. „Wir beuteten Facebook aus, um die Daten von Millionen Nutzerprofilen abzugreifen. Dann erstellten wir Modelle, die unser Wissen über sie ausnutzten, ihre inneren Dämonen ins Visier nahmen. Das war die Basis, auf der die ganze Firma beruhte“, erklärte Christopher Wylie dem „Guardian“.Mo‘ Data, Mo‘ Problems 15.40
Er ist der Architekt dieses Systems – und wollte eigentlich etwas ganz anderes kreieren. Der 28-Jährige, der sich laut einem langen Portrait im „Guardian“ als schwulen, kanadischen Veganen bezeichnet und auf Fotos mit pinken Haaren zu sehen ist, wollte herausfinden, wie man Modetrends beeinflusst. Das war zumindest das Thema seiner Promotion. Weil er schon vor seinem Studium für Politiker gearbeitet hatte, entdeckte er mit gerade mal 24 Jahren, dass sich seine Ideen auch auf die Politik anwenden ließen. Die britischen Liberalen, für die er zu diesem Zeitpunkt Analyse betrieb, wollten das aber nicht hören. Stattdessen bekam er das Gehör der Wahlberatung SCL Elections – aus der danach Cambridge Analytica wurde.
Der Weg war so nur wenige Jahre früher nicht vorherzusehen. Wylie leidet unter ADS und Rechtschreibschwäche, brach mit 16 die Schule ab. Trotzdem schaffte er es, sich innerhalb eines Jahres vom Praktikant im kanadischen Parlament ins Büro des Oppositionsführers hochzuarbeiten – mit nur 17 Jahren. Mit 19 brachte er sich selbst das Programmieren bei, mit 20 begann er an der London School of Economics ein Jurastudium und beriet die britischen Liberalen. Ein Überflieger also, der zufällig auf das ideologische Hirn der amerikanischen Rechten traf.Facebook Reaktion 18.02
„Bannon verstand es sofort“, erzählt das junge Ausnahmetalent. „Er glaubt an Andrew Breitbarts Doktrin, dass Politik der Kultur nachgeschaltet ist, man also Kultur verändern muss, um Politik zu verändern.“ Modetrends würden ganz ähnlich funktionieren. „Trump ist praktisch der Ugg Boot oder der Croc. Wie bekommt man die Gesellschaft nun von ‚Uh, das ist total hässlich‘ dahin, dass alle die Schuhe tragen? Das wollte er wissen.“
Bannon trug Wylies Ideen zu Robert Mercer, dem milliardenschweren Sponsor hinter Cambridge Analytica. Mit seinem Geld konnte man nun den Datenraubzug bei Facebook finanzieren. Die Idee dahinter war einfach: Man bezahlte Menschen, einen Persönlichkeitstest bei Facebook zu machen. Zusätzlich mussten sie einer App Zugriff auf ihr Facebook-Profil geben – und das ihrer Freunde. Ein voller Erfolg: Die knapp 320.000 Teilnehmer reichten Cambridge Analytica so im Schnitt 160 Profile pro Person weiter, fast 50 Millionen Psychogramme konnte man so erstellen. Ohne dass die Nutzer etwas davon wussten.
Facebook will Ihre Nacktbilder_12.10Das sind schwere Vorwürfe. Sowohl Facebook als auch Cambridge Analytica haben bereits gegenüber einem Untersuchungsausschuss des britischen Parlaments bestritten, dass die Daten von Facebook gesammelt wurden. Allerdings konnte Wylie gegenüber dem „Guardian“ und der „New York Times“ ganze Stapel an Akten, E-Mails, Rechnungen und ähnlichem präsentieren – und seine Geschichte so untermauern.
Unklarheiten gibt es trotzdem. Die Rolle Russlands etwa ist bei der ganzen Affäre nicht klar belegbar. Was auch daran liegen dürfte, dass Whistleblower Wylie die Firma bereits Ende 2014 verlassen hatte. Vorher hatte aber schon die russische Ölfirma Lukoil großes Interesse an den Daten gezeigt. „Das ergab für mich keinen Sinn“, erklärte Wylie dem „Guardian“. „Warum sollte eine russische Ölfirma Informationen über amerikanische Wähler haben wollen?“
Er ist sich allerdings sicher, dass die Firma wie Söldner für jeden arbeiten würde. „Regeln spielen für sie keine Rolle. Sie sehen das als Krieg – und jedes Mittel ist recht“ sagte er der „New York Times“. Der Ruf der Firma ist im Rahmen der Berichterstattung angeknackst. Bisher habe sich weder eine Partei noch eine Unterstützungsorganisation offen für ihre Dienste in den Zwischenwahlen Ende des Jahres bekannt, schreibt die Zeitung. Sie wende sich deshalb immer mehr dem kommerziellen Markt zu. Im letzten Jahr hätte sich Cambridge Analytica nach Angaben von Insidern um Mercedes Benz, AB Inbev, die größte Brauereigruppe der Welt, sowie der Versicherer Metlife bemüht. Verträge seien aber noch keine geschlossen worden.
Facebook indes geht seit der Enthüllung massiv gegen das Unternehmen vor. Weil der zuständige Datensammler nur eine Lizenz zur Erhebung von Forschungsdaten gehabt habe und diese nicht für kommerzielle Zwecke nutzbar seien, wurde die gesamte Firma von Facebook gesperrt. Auch Christopher Wylie wurde bei Facebook sowie den zugehörigen Diensten Instagram und Whatsapp geblockt. Er habe sich geweigert, den Fall aufzuklären, solange er ausgesperrt sei, sagte das Unternehmen gegenüber „Techcrunch“. Weil er nach eigener Angabe aber Daten von Millionen Nutzern ausgenutzt habe, sei das derzeit aber nicht möglich. Wylie kommentiert das bei Twitter lakonisch. „Bei Facebook gesperrt, weil ich ausgepackt habe. Über etwas, dass sie im Geheimen schon seit zwei Jahren wussten.“Facebook Block Cambridge Analytica
Facebook gerät durch eine neue Datenaffäre in Europa und den USA immer stärker unter Druck. Die britische Firma Cambridge Analytica soll private Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern angezapft haben, um damit den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump zu unterstützen.
Der Skandal um Facebook und die von Cambridge Analytica abgestaubten Nutzerdaten schlägt Wellen. Mit einer einzelnen App konnte die Firma die Profile von 50 Millionen Nutzern abgreifen (hier erfahren Sie mehr). Es ist nicht die einzige neugierige App. Wir erklären, wie Sie herausfinden, welche schnüffelnden Apps Ihr Profil auslesen dürfen – und was diese Apps über Sie wissen.
Bei den meisten Nutzern dürften einige Apps zusammenkommen. Ob Spiele bei Facebook selbst, eine Anmeldung in einer App, einer Webseite oder bei einem Gewinnspiel: Immer mehr Angebote und Apps setzen auf den Log-In via Facebook – und bekommen damit auch Zugriff auf Teile des Profils. So finden Sie heraus, welchen Apps Sie das im Laufe der Zeit erlaubt haben.
+++ Krasser Verdacht: Lauscht die Facebook-App wirklich bei Ihren Gesprächen mit? +++
Darum sollte man die Facebook-App löschen 11-30
Loggen Sie sich über den Browser bei Facebook ein. In der Menüleiste oben klicken Sie ganz rechts auf das Dreiecks-Symbol und dann auf „Einstellungen“. Wählen Sie in der Liste links „Apps“ aus. Schon erhalten Sie einen Überblick, welche Apps Ihr Profil, Ihre Freunde und weitere Daten auslesen dürfen.
Tippen Sie auf das Symbol aus drei übereinander liegenden Linien. Dann scrollen Sie ganz herunter und wählen Sie „Kontoeinstellungen“ und „Apps“. Hier fehlt eine komplette Übersicht, die Apps sind in Kategorien eingeteilt. Am spannendsten ist der Bereiche „Mit Facebook angemeldet“. Dahinter verbergen sich externe Apps, bei denen Sie sich per Facebook angemeldet haben. Die Apps und Plug-Ins auf Facebook selbst, die Zugriff auf die Daten haben, sind auf der mobilen Seite nicht zu sehen.Facebook gibt negativen Einfluss zu 1345
Auch hier findet sich der Überblick, wie auf der mobilen Webseite, hinter dem Menü-Symbol aus drei Strichen. In der Android-App ist es oben rechts platziert, bei iOS unten rechts. Danach folgen Tipper auf „Einstellungen“, „Kontoeinstellungen“ und „Apps“.
Um herauszufinden, was eine App über Sie weiß, tippen Sie einfach auf das Symbol der jeweiligen App in den App-Einstellungen. Während seriöse Apps in der Regel nur die benötigten Daten wie etwa die E-Mail-Adresse und allgemeinen Zugriff auf das Profil abrufen, greifen andere ab, was geht. So manches Spiel will etwa alles wissen, vom Beziehungsstatus, über die bisherigen Arbeitgeber bis zu geteilten Posts. Zum Glück können Sie den Apps in der Übersicht auch den Zugriff auf einzelne Informationen entziehen – oder die App ganz entfernen.Facebook will Ihre Nacktbilder_12.10
Es ist ein gigantischer Datenskandal: 50 Millionen Facebook-Profile konnte die umstrittene Analyse-Firma Cambridge Analytica im Auftrag des Trump-Beraters Steve Bannon abgreifen, 230 Millionen Amerikaner sollen dadurch mit manipulativer Wahlwerbung für Donald Trump befeuert worden sein. Facebook leugnet die Beteiligung, der Aktienkurs stürzt aber trotzdem ab. Und der Chef – schweigt. Dabei droht im schlimmsten Fall das Ende Facebooks.
Schuld an dem Absturz sind die Enthüllungen des Whistleblowers Christopher Wylie. Er hatte im „Guardian“ und der „New York Times“ ausgepackt, wie er sich eine politische Datenwaffe für Cambridge Analytica ausgedacht hat, sie mit Trump-Berater Steve Bannon umsetzte und wie das Unternehmen Facebook zur Übergabe der Unmengen an Nutzerdaten brachte. Hier erfahren Sie mehr dazu. Noch ist Facebooks größtes Problem aber nicht der Leak an sich – sondern der Umgang des Unternehmens damit.Cambridge Analytica: Trumps Waffe im Facebook-Krieg 17.05
Facebook leugnete stets, von diesen Daten gewusst zu haben. Sogar in einer Anhörung vor einer Kommission des britischen Parlaments vor wenigen Monaten hatte ein Sprecher Facebooks erklärt, Cambdridge Analytica habe bestimmt viele Daten, die kämen aber ganz sicher nicht von Facebook.
Ein Brief, den Whistleblower Wylie von einem Anwalt des Unternehmens bekommen hatte, soll nun das Gegenteil beweisen. Facebook warf Wylie demnach bereits 2016 vor, bei der Sammlung der Profildaten gegen Richtlinien des Unternehmens verstoßen zu haben, und forderte zur Löschung auf. Facebook passte nicht, dass Cambridge Analytica die Daten als Forschungsdaten erhoben habe, sie dann aber doch kommerziell genutzt hatte. Weil Wylie inzwischen nicht mehr dort arbeitete, reagierte er nicht – und Facebook unternahm zwei Jahre lang gar nichts.
Facebook will Ihre Nacktbilder_12.10Nun spürt das Unternehmen die Konsequenzen. Der Aktienkurs gab am Montag stark nach, Facebook verlor knapp 7 Prozent an Wert. Am Tiefpunkt war das Unternehmen ganze 42 Milliarden Euro weniger wert als bei Börsenschluss am Freitag. Auch Zuckerberg selbst wurde so knapp 6 Milliarden Dollar ärmer. Er hält einen Großteil seines Vermögens nach wie vor in Facebook-Aktien.
Trotzdem blieb der Chef auffällig ruhig. Während Zuckerberg sonst regelmäßig auf Konferenzen auftritt, Interviews gibt und die Nutzer auf seinem Facebook-Profil mit Details aus seinem privaten und beruflichen Leben auf dem Stand hält, herrscht seit Bekanntwerden des Skandals Stille. Der letzte Post bei Facebook liegt zwei Wochen zurück, Zuckerberg hatte mit seiner Frau Priscilla Chan das jüdische Purim-Fest gefeiert. Zum Skandal sagt der Chef bisher kein Wort.
Ein Grund könnte der drohende Sturm am Horizont sein. Nach Ansicht von David Vladeck könnte Facebook mit der Datenweitergabe an Cambridge Analytica gegen Datenschutzrichtlinien der US-Verbraucherschutzbehörde verstoßen haben. Das sagte er der „Washington Post“. Vladeck muss es wissen, er handelte die Richtlinien als Chef der Behörde 2012 selbst aus. Die Folgen könnten Facebook in den Ruin treiben: Bis zu 40.000 Dollar Strafe müssen Unternehmen pro Verstoß gegen die Richtlinie zahlen. Bei 50 Millionen Betroffenen summiert sich das theoretisch auf unglaubliche zwei Billionen Dollar Strafzahlungen. Das wäre das Ende des Netzwerks.20-Datenaffäre setzt Facebook unter Druck-5754798422001
Egal wo sich Captain Kirk auf dem Raumschiff „Enterprise“ befindet, überall kann er mit einem beinahe allwissenden Bordcomputer mit Frauenstimme reden. Das hat Amazon-Gründer Jeff Bezos so imponiert, dass er nach diesem Vorbild den Sprachassistent Alexa entwickeln ließ, der heute in Millionen Echo-Lautsprechern steckt. Überhaupt scheint die Serie Bezos mehr zu prägen, als man zunächst denkt: Sein Labrador heißt Kamala, eine Figur aus der Weltraumserie, die nur eingefleischte Fans kennen.
Bezos machte nie einen Hehl daraus, ein Science-Fiction-Nerd zu sein. Insofern muss er sich gerade wie im Paradies fühlen. Der derzeit reichste Mann der Welt befindet sich in diesen Tagen in Palm Springs, Kalifornien. Die Stadt ist Austragungsort der MARS-Konferenz. Bei angenehmen 28 Grad können die Besucher, die nur auf Einladung Zutritt erhalten, die neuesten Roboter begutachten. Die Messe wird seit 2016 ausgerichtet, neben Robotik geht es auch um Automatisierung, das zunehmend wichtiger werdende Machine Learning und die Eroberung des Weltraums.
Dass Jeff Bezos seinen Spaß hat, zeigen Bilder, die auf dem Kurznachrichtendienst Twitter kursieren. Dort geht er mit einem Roboter-Hund namens SpotMini von Boston Dynamics spazieren, der verdächtig an den Killerroboter aus der „Black Mirror“-Episode „Metallkopf“ erinnert. Vor kurzem sorgte ein Video eines fortgeschritteneren Modells, das selbstständig Türen öffnen konnte, für Aufsehen im Netz. Bezos scheint vor dem elektrischen Vierbeiner jedoch nicht allzu viel Angst zu haben.
Ein anderer Clip zeigt, dass Jeff Bezos außerdem das Duell mit einem Roboter suchte – mit einer Art Bottle-Flip-Challenge. In dem kurzen Video endet das Duell Unentschieden.
Jeff Bezos und die MARS-Konferenz, diese Kombination garantiert immer gute Bilder. Im vergangenen Jahr setzte sich der Amazon-Gründet in einen fast vier Meter großen Roboter namens Method-2. Der war noch nicht voll einsatzfähig, sondern lediglich als Hingucker gedacht. Jeff Bezos war trotzdem hellauf begeistert und gluckste wie ein kleines Kind, als er zur Mensch-Maschine wurde.