
Der russische Facebook-Klon VK bekommt erstaunlichen Zulauf aus Deutschland – als Treffpunkt von Rechtspopulisten.
Foto: Sergei Chirikov / dpa, mauritius images, Francisco Negroni / dpa
News aus der digitalen Welt

Der russische Facebook-Klon VK bekommt erstaunlichen Zulauf aus Deutschland – als Treffpunkt von Rechtspopulisten.
Foto: Sergei Chirikov / dpa, mauritius images, Francisco Negroni / dpa
Ein lockerer Hüftschwung, aufstampfen im Takt, nicken zum Beat – nein, hier ist nicht die Rede von Bruno Mars in seinem neuen Video. Hier tanzt ein echter Roboter – und das auch noch vierbeinig.
Ob Tränenlachen, Küsschen oder Herzen in allen Farben: Ohne Emoji geht beim Nachrichtenschreiben nichts mehr. Aber einige davon verwendet man komplett falsch.
Es ist der große Trend bei den Kopfhörern im Premium-Bereich: Neben sattem Sound setzen immer mehr Hersteller auf Stille. Noise-Canceling unterdrückt Hintergrund-Lärm und sorgt so für angenehme Ruhe, statt störende Geräusche mit lauter Musik übertönen zu müssen. Der Klang stimmt meist auch noch. Das einzige Problem: Die Geräte kosten in der Regel deutlich über 200 Euro. Bei Aldi gibt es nun mit dem Medion Life P62055 ein Modell für nur 55 Euro. Lohnt sich der Kauf?
Um eines vorweg zu nehmen: Mit den Spitzenkopfhörern von Bose, Beats und Co. kann es das Medion-Gerät natürlich nicht aufnehmen. Das kann man zu diesem Preis auch nicht verlangen. Leichte Abstriche muss man also erwarten. Und diese Erwartung erwies sich im Test auch als korrekt.Medion Life P62055 3
Beats Solo 3 vorgestellt 18.35Das fängt schon bei der Geräuschunterdrückung an. Schaltet man sie mit einem kleinen, etwas fummeligen Schalter an der Seite ein, bemerkt man zwar sofort einen Unterschied. So gut wie etwa bei Boses Quiet Comfort funktioniert das Noise-Canceling aber nicht. Vor allem hohe Töne dringen immer noch durch die dicken Ohrmuscheln, wenn sie auch klar gedämpft werden. Tastaturgeklapper oder Gespräche sind immer noch zu hören, wirken aber, als wären sie räumlich weiter entfernt.
Gut funktioniert dagegen das Unterdrücken von tiefen Tönen. Das Gebrumme eines Busses oder Zuges verschwindet fast ganz. Auch Flugzeuglärm dürfte so gut zu ertragen sein. Rein von der Geräusch-Unterdrückung eignen sich die Medion-Kopfhörer also eher für Reisen als für’s Büro.Medion Life P62055 2
Bluetooth Kopfhörer Warentest 20.44Auch das Design der Kopfhörer selbst spricht eher für kürzeres Tragen als für den Dauereinsatz. Die klobigen Ohrmuscheln und das verstellbare Metallscharnier machen das Gerät zwar robust, sorgen aber auch für ein recht hohes Gewicht von 324 Gramm. Damit ist der Kopfhörer gut 100 Gramm schwerer als die meisten Konkurrenten. Das macht sich bei langem Tragen durchaus bemerkbar. Da hilft nicht, dass die dicken Ohrmuscheln und der Bügel aus Kunstleder auch so schon ein bisschen zu sehr drücken.
Der Klang ist für Kopfhörer in dieser Preisklasse in Ordnung, wenn auch nicht herausstechend gut. Der Bass ist gut hörbar, die Mitten sind etwas zu laut. Leider ist der Klang nicht sehr klar, Lieder mit vielen Sound-Ebenen werden schnell zu einem dumpfen Brei. Für echte Musik-Enthusiasten sind die Kopfhörer daher – in dieser Preisklasse wenig überraschend – nicht geeignet. Um sich im Büro berieseln zu lassen oder unterwegs einen Film zu schauen reicht es aber völlig aus. Vor allem, weil man wegen der Geräuschunterdrückung die Lautstärke im angenehmen Rahmen belassen kann.Medion Life P62055
Noise-Cancelling-Kopfhörer 14.09Die Bedienung ist einfach. Die gigantischen Steuerelemente auf der Seite sind zwar nicht schick, erfüllen aber ihren Zweck. Sie erlauben es, die Lautstärke zu steuern, Musik und Filme zu pausieren und den Track zu wechseln, ohne den Touchscreen bemühen zu müssen. Die Kopplung per Bluetooth funktionierte einfach und auch nach Neustart problemlos.
Die Akkulaufzeit gibt Aldi mit über zwanzig Stunden an. Unserer Einschätzung nach dürfte sie eher bei 15-18 Stunden liegen. Das ist aber immer noch in Ordnung.
Misst man die Medion Life P62055 an teureren Konkurrenten, können sie natürlich nicht mithalten. Dafür sind sie zu schwer, klingen zu dumpf und schirmen auch nicht ausreichend ab. Bedenkt man den Preis, gehen sie aber völlig in Ordnung. Medion ist es gelungen, die Abstriche so zu verteilen, dass zwar bei allen Punkten Einschnitte spürbar sind, dafür aber ein Totalausfall ausbleibt. Wer viel reist oder ständig Bürolärm ausgesetzt ist, sollte deshalb mehr investieren. Will man nur ab und an etwas Stille oder beim Pendeln in Ruhe eine Serie schauen, sind die P62055 ihren günstigen Preis allemal wert.
Die Medion Life P62055 gibt es ab dem 15. März für 55 Euro bei Aldi Nord.
Google geht unter die Mathematiker: „Heute ist der 30. Pi-Tag“, erfährt jeder, der auf das Doodle des heutigen Tages klickt. Auf den ersten Blick erkennt man Lebensmittel, die eine Formel darstellen, zum Beispiel einen geschnittenen Apfel. Und einen kleinen Kuchen.
Auf Deutsch funktioniert das Wortspiel nicht so gut – denn was bitte hat die mathematische Konstante Pi mit einem Kuchen zu tun? Auf Englisch ist das schon deutlicher. Pi und „pie“ – also das englische Wort für Törtchen – sind sich ähnlich.
Und was ist jetzt dieser Pi-Tag? Es gibt ihn seit 1988, also seit genau 30 Jahren. Damals hatte der amerikanische Physiker und Künstler Larry Shaw die Idee, die gerundete Zahl 3,14 am 14. März – oder eben am 14.03. – zu feiern.
Pi bezeichnet man als Kreiszahl: Sie beschreibt die Relation des Umfangs eines Kreises zu seinem Durchmesser. Wie groß der Kreis ist, ist für diese Relation egal. Das weiß auch Google: Deshalb ist gleich eine ganze Reihe unterschiedlicher kreisförmiger Leckereien auf dem Doodle zu sehen.
Schüler und Menschen, die noch nicht so lange aus der Schule raus sind, haben vielleicht schon ihre (leidvollen) Erfahrungen mit der Kreiszahl Pi gemacht. Denn man verwendet sie vor allem in der Geometrie. Zwar wird Pi auf 3,14 geschätzt – jedoch existieren noch unendlich viele Stellen nach dem Komma: etwa eine Billion.
Jetzt aber Schluss mit dem Mathestress: Wir feiern den Pi-Tag. Für Google hat der Erfinder der Cronuts – eine Kreuzung aus Croissants und Donuts – die Törtchen gebacken, die auf dem Google Doodle zu sehen sind.
Auf der Konferenz South by Southwest (SKSW) im amerikanischen Austin versammeln sich jedes Jahr im März zehntausende Besucher, um die neuesten Trends aus der Technikbranche zu entdecken. Ein Prototyp, der jetzt für Aufsehen sorgt, ist der Pixel Food Printer der japanischen Firma Open Meals. So berichtet es die amerikanische Nachrichtenseite „Mashable“.
Die Japaner haben große Ziele: Ihr 3D-Drucker soll es ermöglichen, Essen von überall auf der Welt auszudrucken. Um Nahrung drucken zu können, braucht das Gerät jedoch zunächst die richtigen Informationen zum jeweiligen Gericht. Dafür wurde die Plattform „Food Base“ gegründet.
Food Base soll künftig ähnlich wie Youtube funktionieren: Nutzer aus der ganzen Welt sollen Daten über Gerichte sammeln und sich gegenseitig zur Verfügung stellen. Vom Guacamole-Rezept bis hin zur schwäbischen Maultasche kann also alles dabei sein. Der Food Printer braucht dabei detaillierte Informationen über den Geschmack, die Form, die Farbe und über die Inhaltsstoffe des jeweiligen Essens.
3D Drucker_Sushi_VideoSofern der 3D-Drucker alle benötigten Daten beisammen hat, kann er das gewünschte Essen produzieren. Dabei druckt der kleine Roboterarm einzelne Pixel, die aus essbarem Gel bestehen. Gemäß Druckauftrag werden die Gelpixel mit unterschiedlichen Aromen, Nahrungsstoffen und Lebensmittelfarbe angereichert und schließlich in der passenden Form und Farbe gedruckt. Klingt lecker, oder?
GelkissenDie Macher des Food Printers arbeiten daran, dass die einzelnen Pixel zukünftig deutlich kleiner werden und das Essen damit realistischer aussieht. Bis dahin freuen sich Food-Blogger sicher über die ungewöhnliche Nahrung, die aussieht, als hätte Super Mario sie auf Yoshi’s Island bestellt.
Und wie schmeckt es wirklich? Autor Raymond Wong, der sich die Erfindung für „Mashable“ auf der SXSW angeschaut hat, sagt: „Da ist noch sehr viel Arbeit nötig, bis es dem echten Geschmack auch nur nahe kommt.“ Die Macher des Pixel Food Druckers träumen bereits davon, einen ihrer Food Printer ins All zu schicken, damit sich Astronauten das Gericht ihrer Wahl ausdrucken können.
Mit ihren Eigenproduktionen dominieren sie den Markt: Netflix und Amazon Prime Video sind beim Videostreaming ohne Frage die Platzhirsche. Alternativlos sind sie aber nicht – vor allem, wenn man spezielle Vorlieben hat. Wir stellen deshalb fünf Streaming-Angebote mit besonderem Fokus vor.Shudder
Wie bei allen Genres sind Netflix und Amazon bei Horrorfilmen recht gut aufgestellt, vor allem die etwas abseitigen Produktionen fehlen aber. Echte Grusel-Fans dürften sich deshalb bei Shudder über mehr Stoff freuen. Für 4,99 Euro monatlich (3,99 Euro im Jahresabo) bekommt man Zugriff auf jede Menge Filme und sogar einige Serien, inklusive drei Exklusiv-Produktionen. Ein kostenloser Stream zeigt wie ein TV-Sender immer einen ausgewählten Film. Shudder funktioniert im Browser oder über eigene Apps für iOS und Android, sowie das Amazon FireTV und einen Channel bei Amazon Prime.Kividoo
Für die Kleinen ist Streaming längst Normalität. Netflix und Amazon bieten den Eltern schon ein wenig Kontrolle, was geschaut werden darf. Wer mehr möchte, sollte sich Kividoo ansehen. Mit genauen Altersempfehlungen, einzelnen Profilen für jedes Kind und Zeitkontrolle kann man die Kinder auch mal alleine auf dem Tablet schauen lassen. Natürlich gibt es beliebte Serien, von „Peppa Wutz“, über „Paw Patrol“ bis zu „Ninjago“. Auch Filme sind im Programm, die Klassiker von Disney und Pixar fehlen aber leider. Als Bonus gibt es bei Kividoo auch Hörspiele. Der Preis liegt bei 7,99 Euro im Monat, Kividoo bietet Apps für Android, iOS und das FireTV und kann auch im Browser genutzt werden.Realeyz
Wer Filme abseits des Mainstreams mag, dürfte bei Realeyz fündig werden. Jeden Tag kommt dort ein neuer Independent-Film hinzu, über Tausend sind es schon. Das Besondere: Die Filme aus der ganzen Welt sind stets im Originalton, natürlich mit Untertiteln. Im Monat kostet das Angebot 5,50 Euro, für 50 Euro kann man ein ganzes Jahr auf einmal buchen. Realeyz ist nur im Browser nutzbar, erlaubt aber das Übertragen auf AppleTV und Chromecast. Zudem gibt es einen Channel bei Amazon Prime.Alleskino
Während Netflix und Amazon immer mehr auf Serien setzen, ist bei Alleskino der Name Programm. Alles dreht sich um Filme – und zwar um deutsche. Vom Kinderfilm „Hui Buh“ bis zum Klassiker „M“ von 1931 bietet der Filmclub für 4,99 Euro im Jahres- und 7,99 Euro im Monatsabo Zugriff auf Hunderte Spielfilme und Dokus. Die lassen sich neben dem Genre auch nach Schauspieler oder Jahrzehnt sortieren. Eigene Apps bietet der Dienst zwar nicht, die Filme können aber auch auf dem Smartphone im Browser abgespielt werden. Zudem unterstützt Alleskino die Übertragung auf Chromecast und AppleTV.Featvre
Bei Featvre dreht sich alles um Dokus. Bei der Seite handelt es sich nicht um einen klassischen Streamingdienst. Stattdessen werden Dokumentarfilme von allen möglichen Quellen legal eingebettet und lassen sich in der Regel direkt auf der Seite kostenfrei ansehen. Nur manchmal öffnet sich der Link auf einer anderen Seite, etwa der Mediathek eines öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders. Achtung: Bei einigen Videos, die mit „Gesponsert“ markiert sind, handelt es sich um kostenpflichtige Angebote, etwa von Apple oder Amazon. Sie müssen auf der Seite des Anbieters erst erworben werden.Filmfriends
Exklusiv für Mitglieder der Berliner und Hamburger Bibliotheken ist Filmfriends. Sie können sich dort kostenlos mit Filmen, Dokumentationen und sogar einigen Serien versorgen. Neben vielen Klassikern findet man auch halbwegs aktuelle Filme wie „Findet Dorie“ und den Oscar-Siegerfilm „Spotlight“. Wie bei Alleskino lassen sich die Filme nur im Browser abspielen, unterstützen aber auch AppleTV und Chromecast.Netflix Tricks 13.55
Es war ein unglaublicher Boom: Im letzten Jahr jagten Bitcoin und andere Kryptowährungen von einem Höhepunkt zum nächsten, auf dem Peak im Dezember war der Bitcoin mit 17.000 Euro fast dreißigmal soviel wert als Anfang 2017, andere Währungen waren noch rasanter gestiegen. Dann kam der Absturz. Trotzdem machen viele Menschen immer noch ordentlich Kasse mit den digitalen Währungen – indem sie Ihren Rechner für sich schuften lassen.
Krypto-Jacking nennt sich das Phänomen, das sich anschickt, den Erpressungstrojaner als Liebling-Schädling der Kriminellen abzulösen. Statt den Nutzer auszuspionieren oder seine Dateien als Geiseln zu nehmen, wird die Hardware versklavt. Ist ein PC oder Smartphone von einem solchen Schädling befallen, arbeitet er nicht mehr nur für den Besitzer – sondern schürft heimlich nebenbei Krypto-Währungen. Der Besitzer bekommt das im Zweifel gar nicht mit, obwohl die Leistung sinkt und die Stromrechnung steigt.Bitcoin stürzt ab_17.30
Die Grundlage der Masche sind die Kryptowährungen selbst. Neue Einheiten Bitcoin und Co. werden in der Regel geschaffen, indem man Computer aufwendige Rechenaufgaben lösen lässt. Der als „Mining“ bezeichnete Prozess soll eine Überflutung des Marktes mit neuem Geld verhindern, ohne eine Instanz wie eine Zentralbank zu benötigen. Krypto-Jacker machen sich das zu nutzen und lassen die Rechner anderer die Arbeit erledigen. Weil Bitcoin nicht mehr besonders ergiebig ist, setzen sie in der Regel aber auf kleinere Währungen wie Monero.
Für die Besitzer der Hardware hat das heimliche Mining klare Nachteile. Zum einen reagieren die Geräte träger, weil der Prozessor belastet wird. Die Krypto-Jacker laufen zwar meist nicht auf Volllast, bremsen die Geräte aber trotzdem aus. Hinzu kommt der größere Stromverbrauch. Während er bei einem Desktop-PC „nur“ die Stromrechnung nach oben treibt, leidet bei Mobilgeräten wie Laptop oder Smartphone zudem noch die Akkuleistung.Webseiten Crypto Mining 1100
Für das heimliche Schürfen werden aber nicht nur klassische Schädlinge für PC oder Smartphone eingesetzt. Ein beliebtes Ziel sind etwa smarte Geräte wie Sicherheitskameras, die mit dem Internet verbunden sind, berichten mehrere Viren-Experten. Hier ist eine Entdeckung praktisch ausgeschlossen. Schließlich fällt dem Nutzer in der Regel weder die schwächere Performance noch der leicht höhere Stromverbrauch auf.
+++ Erfahren Sie hier, warum Bitcoin trotz des Hypes an seiner Hauptaufgabe scheitert +++
Doch das heimliche Mining findet nicht nur durch Schädlinge statt. Auch immer mehr Apps und Webseiten verbauen Mining-Werkzeuge. Der Dienst Coinhive bietet etwa ein Komplettpaket für die Integration in Webseiten an, über 50.000 Seiten weltweit sollen ihn benutzen. Darunter große Seiten wie die des amerikanischen PayTV-Senders Showtime oder die von Fußball-Star Cristiano Ronaldo. Da der Coinhive-Code aber nicht immer von den Webseitenbetreibern eingebaut wird, ist kaum nachvollziehbar, ob diese überhaupt davon wissen.
An sich könnte das Bitcoin-Mining eine interessante Alternative zur Werbung sein: Statt sich von bunten Bannern nerven zu lassen, könnten die Kunden sich dann dafür entscheiden, der Webseite einen Teil der Prozessor-Leistung zuzugestehen. Schließlich ist den meisten Nutzern durchaus bewusst, dass mit den oft kostenlosen Angeboten trotzdem Geld verdient werden muss.
Dass eine solche Variante aber auch nicht immer gut geht, zeigt ein aktueller Fall: Das Programm Calendar 2 für Macintosh-Rechner bot als Alternative zu Werbung auch Bitcoin-Mining an. Nun wurde die Option wieder gestrichen. Das Programm hatte einfach bei sämtlichen Nutzern Mining betrieben, selbst wenn diese nicht zugestimmt hatten. Ganz so, wie es auch ein Schädling tun würde.Bitcoin Domina 21.00
Mit knapp einer Million Einwohner ist das Saarland wirklich klein. Ob das der Grund dafür ist, dass die Einwohner dieses Bundeslandes im Südwesten Deutschlands glauben, es gäbe lauter Vorurteile gegen ihre Heimat? Wir haben dazu eine Saarländerin befragt, die es folgendermaßen erklärte: „Im Saarland hat man das Gefühl, etwas ‚da draußen‘ zu verpassen. Aber auch, gar nicht dazuzugehören. Wenn ich etwa von Hamburg erzähle, reagiert man oft so, als sei das eine andere Welt, zu der man gar keinen Zutritt hätte – selbst wenn man wollte.“ Die Saarländer fühlen sich also ausgeschlossen und die Erklärung dafür ist irgendwie niedlich: „Sie sehen das Saarland wie ein eigenes Land“, weiß die Expertin.
Doch jetzt begegnen die Saarländer der vermeintlichen Feindseligkeit mit Humor – und zwar online. Sie haben fast 400 Emojis mit lokalem Bezug zusammengetragen, die sich über Whatsapp und SMS verschicken lassen. Was eigenes, als allererstes deutsches Bundesland! So wird das Fleckchen Erde neben Frankreich endlich bekannt – allein dadurch, dass wir ein bisschen was erfahren!
„Isch muss uff de Schaff“ (Ich muss zur Arbeit), „Um 12 gebt Gess“ (Um 12 wird gegessen), „E guddi Stell“ (Ein guter Job), „Feierowend“ (Feierabend): Der Dialekt des Saarlands lässt sich einigermaßen erschließen, wenn man sich vorstellt, Heinz Schenk von „Zum blauen Bock“ würde ihn aussprechen. Der inzwischen verstorbene deutsche Showmaster kam zwar aus Mainz, stellte aber immer eine akustische Herausforderung für Fernsehzuschauer dar. Und sein Dialekt klingt so ähnlich, wie sich Saarländisch liest.
Arbeit, Essen und Saufen zwei bedeutende Themenfelder, wenn man sich die Auswahl der Motive anschaut. Die Lyoner Fleischwurst kennt man ja vielleicht noch von der Wursttheke, aber Dibbelabbes (Verwandte der Reibekuchen)? Nie gehört! Nun können wir sie dank der Saarmojis wenigstens mal sehen.
Die Twitter-Community hat mal wieder zugeschlagen. Dieses Mal geht es um die berühmten letzten Worte. Unter #letzte Worte sammeln User besonders witzige Sätze. Wir haben die besten Tweets gesammelt und zusammengestellt.