
Facebook gibt den Nutzern seines Messenger die Möglichkeit, einzelne Konversationen mit Komplettverschlüsselung abzusichern.
Foto: Wolfram Kastl
News aus der digitalen Welt

Facebook gibt den Nutzern seines Messenger die Möglichkeit, einzelne Konversationen mit Komplettverschlüsselung abzusichern.
Foto: Wolfram Kastl
Viren, Trojaner und andere Schadsoftware galten lange als Windows-Problem. Apples Mac-Rechner schienen dagegen immun gegen Malware-Attacken zu sein. Diese Zeiten sind längst vorbei. Auch Macbook Pro und Co. befinden sich längst im Fokus der Hacker. Nun ist ein neuer Trojaner aufgetaucht, der die betroffenen Nutzer zuhause ausspionieren will.
Die Entdecker vom Antiviren-Hersteller „Bitdefender“ beschreiben den Trojaner mit dem Namen „Backdoor.MAC.Eleanor“ in einem Blog-Eintrag. Weil Hacker auf dem Mac immer noch Schwierigkeiten haben, Schadsoftware ohne Mitwirken des Nutzers einzuschmuggeln, tarnt sich die Malware als vermeintlich harmloses Programm. Bekannt ist die Tarnung als „EasyDoc Converter“, ob auch andere Programme als Deckmantel herhalten müssen, ist noch unklar.Mac-Trojaner 12.40
Das Programm gibt vor, per Drag-And-Drop Dateien konvertieren zu können, ist in Wahrheit aber völlig nutzlos. Es dient nur als Köder für den im Hintergrund laufenden Schädling. Der überprüft zunächst, ob bestimmte Schnüffelprogramme installiert sind, die ihn auftreiben könnten, und ob der Rechner schon einmal infiziert wurde. Ist beides nicht der Fall, macht Eleanor sich ans Werk.
Per verschleierter Verbindung über den TOR-Browser meldet sich die Malware bei ihrem Entwickler und wartet dann auf weitere Befehle. Der Hacker kann nach Erkenntnissen der Experten durch eine Reihe von Tricks den Rechner komplett übernehmen, Daten abfischen und Programme nachinstallieren.Smart-TV 19.10
Besonders gruselig: Eleanor verschafft sich gezielt Zugriff auf die „Facetime“-Kamera, die jeder Apple-Laptop, iMac und auch modernere Apple-Displays verbaut haben. Der Hacker bekommt so einen direkten Blick ins Büro, Wohnzimmer oder gar Schlafzimmer – und kann kräftig Fotos und sogar Videos mitschneiden. Dann werden die Bilder und Clips auf eine im Darknet versteckte Webseite hochgeladen. Ob dabei die Kameraleuchte angeht, welche auf die Aktivität der Kamera hinweisen soll, ist nicht bekannt.
Ebenso offen ist, ob aktuelle Antiviren-Programme den Schädling schon aufspüren. Wer „EasyDoc Converter“ installiert hat, sollte aber schleunigst handeln und den Rechner auf ein älteres Backup zurückspielen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann außerdem Kamera und Mikrofon abkleben.Das tut selbst Facebook-Chef Mark Zuckerberg.Das bösartige Tool wurde zeitweise auch auf seriösen Seiten zum Download angeboten. Apple-Rechner sind standardmäßig mit der Funktion „Gatekeeper“ geschützt, durch die Programme von nicht verifizierten Entwicklern nicht installiert werden können. Die Schadsoftware lässt sich nur installieren, wenn dieser Schutz in den Einstellungen vom Nutzer abgeschaltet wird. Eine reihenweise Infektion wie bei einigen Windows-Viren ist also vermutlich nicht zu erwarten.
Apple gibt interessierten Nutzern die Möglichkeit, die anstehenden Systeme für iPhone, iPad und Mac-Computer in Vorversionen auszuprobieren. Am späten Donnerstag schaltete der Konzern die sogenannten öffentlichen Betatests für iOS 10 und macOS «Sierra» frei.
Mit der neuen Software macOS 10.12 «Sierra» bringt Apple unter anderem seine Sprachassistentin Siri erstmals auf den Mac. Das System synchronisiert außerdem auf Wunsch den Desktop mitsamt Dateien zwischen verschiedenen Macs und iOS-Geräten. Neu ist auch die Funktion, einen Mac mit der Apple Watch ohne Passworteingabe zu entsperren.
Auf dem iPhone und iPad baut Apple die Funktionen in der Musik- und der Karten-App aus. Die Foto-Anwendung in iOS 10 erhält eine Bilderkennungsfunktion, die nicht nur Personen, sondern auch Szenen identifiziert. Das funktioniert datenschutzfreundlich ohne eine Onlineverbindung lokal auf dem iPhone oder iPad.
Beta-Tests dienen vor allem dazu, Fehler in der Software zu finden. Apple warnt die Nutzer deswegen, Vorversionen nicht auf den hauptsächlich genutzten Geräten zu installieren.
Bei Netflix gibt es Tausende Filme und Serien jederzeit auf Abruf. Kein Wunder, dass der Dienst seit dem Deutschland-Start im September 2014 auch hierzulande extrem beliebt ist. Einigen reicht das aber nicht aus. Mit technischen Tricks versuchen sie, die Ländersperren zu umgehen und auf den prall gefüllten US-Katalog zuzugreifen. Netflix geht immer härter gegen diese Nutzer vor – und schießt dabei leider über das Ziel hinaus.
Denn immer wieder berichten Nutzer, dass sie von Netflix gesperrt wurden, obwohl sie überhaupt nicht versucht hatten, sich ein größeres Angebot zu ertricksen. Ein aktuelles Beispiel ist der Journalist Caspar Clemens Mierau. Er beschwerte sich zunächst bei Twitter, dass Netflix ihn wegen der angeblichen Nutzung von sogenannten „Unblockern“ oder Proxy-Diensten ausgesperrt hätte. Im Chat mit dem Netflix-Kundenservice stellte sich dann heraus, wie es zu den unverdienten Sperren kam. Netflix-Offlinemodus 11.15
Schuld war nämlich gar nicht Mierau – sondern sein Internet-Provider. Das berichtet der Branchendienst „Golem“ unter Berufung auf Mieraus Chat-Protokolle. Denen zufolge gab Netflix zu, Nutzer zu blocken, die über bekannte Verschleierungsdienste wie Proxys oder VPN-Dienste auf das Angebot zugreifen. Und das selbst dann, wenn diese Dienste gar nicht vom Nutzer selbst, sondern ohne sein Wissen von seinem Provider geschaltet wurden. Genau das scheint bei Mieraus Anbieter Colt Technology Services der Fall zu sein.
Mittlerweile hat Netflix den Account wieder freigeschaltet. Zuvor hatte er sogar seinen Betreiber um Fürsprache beim Streaming-Dienst bitten müssen.
Netflix selbst dürfte es reichlich egal sein, ob die Nutzer das Angebot anderer Länder anzapfen. Der Dienst setzt mit den Sperren in erster Linie den Willen der Rechteinhaber um. Die verkaufen die Sende- und Streamingrechte für jedes Land einzeln – und sehen es gar nicht gerne, wenn die Nutzer dann die Sperren umgehen. Netflix-Chef Reed Hastings hatte im Januar die aggressivere Umsetzung der Sperren angekündigt. Vorher hatten die Rechteinhaber denn Druck immer weiter erhöht.Netflix Tricks 13.55
Ein Käufer des Internet-Konzerns Yahoo muss laut einem Medienbericht zusätzlich zum Übernahmepreis noch eine mögliche Milliarden-Zahlung an den Firefox-Entwickler Mozilla einplanen.
Der Deal, mit dem Yahoo sich den Platz als Standard-Anbieter von Internet-Suche in dem Web-Browser in den USA sicherte, sehe eine teure Ausstiegs-Klausel vor, schrieb das Technologieblag Recode am späten Donnerstag. Wenn die Mozilla Stiftung den neuen Yahoo-Besitzer nicht akzeptieren wolle und die Vereinbarung aufkündige, stünden dem Browser-Entwickler 375 Millionen Dollar jährlich bis einschließlich 2019 zu, hieß es unter Berufung auf den Vertragstext.
Yahoo war Ende 2014 sehr erpicht darauf, Google als Standard-Suchmaschine im Firefox abzulösen. Mozilla bekommt Geld dafür, dass Nutzer zu der Websuche weitergeleitet werden. Das ist die zentrale Erlösquelle des Firefox-Entwicklers.
Yahoo-Chefin Marissa Mayer, die von Google kam, wollte den Internet-Pionier unbedingt ins Geschäft mit der Websuche zurückbringen. Ihre Vorgänger hatten die Entwicklung eigener Suchmaschinen-Technologie eingestellt. Mayer setzte auf den Firefox-Deal, um mehr Nutzer auf die Yahoo-Suchmaschine zu leiten und so das Geschäft in Schwung zu bringen.
Yahoo hatte sich zum Verkauf gestellt, nachdem es nicht gelang, die Beteiligung an der chinesischen Handelsplattform Alibaba steuerfrei für die Aktionäre abzuspalten. Nun soll das Kerngeschäft ausgelagert werden. Laut einem Medienbericht gab es für das Web-Geschäft mehrere Gebote in Höhe von fünf Milliarden Dollar und mehr. Als aussichtsreichster Anwärter gilt der Telekommunikations- und Medienriese Verizon, der aber keine Erfahrungen mit Suchmaschinen-Technologie hat.
Internet-Kriminelle, die mit Cyberattacken die PCs von ahnungslosen Anwendern in Zombie-Computer verwandeln, sollen einer Bundesratsinitiative zufolge härter bestraft werden. Die Justizminister aus Hessen und Nordrhein-Westfalen wollen künftig bundesweit wirksamer gegen kriminelle Botnetze vorgehen.
Bereits das Kapern fremder Personal Computer ahnungsloser Anwender soll als «digitaler Hausfriedensbruch» künftig unter Strafe stehen. Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) hat dafür am Freitag einen entsprechenden Gesetzesentwurf im Bundesrat vorgelegt. Über die Initiative hatte zuerst die «Neue Westfälische» (Bielefeld) berichtet.
Derzeit seien Bürgerinnen und Bürger in Deutschland einer massenhaften Bedrohung ausgesetzt, sagte Kühne-Hörmann. Um die Botnetz-Kriminalität wirksam zu bekämpfen, reichten die geltenden Strafgesetze jedoch nicht aus. Wer in fremde IT-Systeme eindringt und über die Zombie-Rechner dann etwa Spam versendet, mache sich nach geltendem Recht heute nicht strafbar.
In Deutschland gebe es nach den USA und China die meisten Zombie-Computer, sagte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD). «Die Leistung der Botnetze wächst, und damit auch die Gefährlichkeit der Angriffe.»
Die gekaperten Rechner würden anschließend im Netz auch vermietet, teilweise für 30 Dollar pro Tag, sagte Kutschaty. Ein rechtzeitiges Eingreifen sei aber praktisch unmöglich, weil das Beschaffen oder Vermieten eines Botnetzes gar nicht strafbar sei. Das Gesetz müsse deshalb viel früher greifen.
Botnetze setzen sich aus meist heimlich infizierten Computern zusammen, die dann von den Angreifern vernetzt werden. Sie werden genutzt, um darüber dann zum Beispiel Schadsoftware zu verbreiten oder gemeinsam mit manipulierten Datenabfragen Websites zum Absturz zu bringen.
Zurzeit gehe man davon aus, dass bis zu 40 Prozent aller «internetfähigen informationstechnischen Systeme» in Deutschland mit Schadsoftware verseucht sind und damit potenzielle Bots darstellen, heißt es in der Drucksache der Initiative. Dabei sind auch kritische Infrastrukturen wie Industrieanlagen oder Elektrizitätswerke Opfer gezielter Cyberangriffe.
Mit der Gesetzesänderung (§202e StGB) wollen die Politiker erreichen, dass das Eindringen in fremde Systeme analog zum Einbruch oder Diebstahl geahndet werden kann. Bislang sieht das Strafgesetzbuch lediglich vor, dass das Ausspähen von Daten dann unter Strafe steht, sofern diese besonders geschützt sind. Ein Einbruch in ein Smartphone oder PC verletze die Privatsphäre der Menschen genauso hart wie der in ihr Eigenheim, sagte Kutschaty der «Neuen Westfälischen». «Steigt jemand millionenfach ein, muss ihm dafür Gefängnis drohen, und das für lange Zeit.»
Der Gesetzentwurf wurde am Freitag zur Beratung dem Rechtsausschuss des Bundesrats zugewiesen.
Die neuen Regelungen zum Datentransfer in die USA haben die Rückendeckung der EU-Staaten. Das teilte die Brüsseler EU-Kommission mit. Damit ist der Weg für die Annahme des so genannten «EU-US-Datenschutzschildes» durch die EU-Behörde innerhalb der nächsten Tage frei.
Die Regelungen sind relevant für Unternehmen, die Informationen mit Partnern in den USA austauschen. Die Vereinbarung war Ende Februar im Grundsatz vereinbart worden. Sie bietet einen Rahmen für den Datentransfer zwischen der EU und den USA und ersetzt die Vorläufer-Regelung «Safe Harbor», die durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs ungültig geworden war.
Die europäischen Datenschutzbehörden hatten Nachbesserungen an dem neuen «Schild» verlangt. Einige Regelungen seien deshalb noch deutlicher gefasst worden, hieß es aus der EU-Kommission. So sei klargestellt worden, dass Daten, die nicht mehr benötigt werden, zu löschen seien. Außerdem sind Firmen verpflichtet, sicherzustellen, dass weitere Unternehmen außerhalb der Vereinbarung, an die sie Daten weitergeben, sich gleichfalls an die Datenschutz-Vorgaben halten.
Justizkommissarin Vera Jourova und Kommissions-Vizepräsident Andrus Ansip lobten das Ergebnis. Die USA hätten erstmals zugesichert, «die willkürliche Massenüberwachung der Daten europäischer Bürgerinnen und Bürger auszuschließen».
Mitte Juni gab Apple auf der Entwicklerkonferenz WWDC erstmals Einblicke in die kommenden Betriebssysteme seiner Geräte. Im Mittelpunkt standen iOS 10 (für iPhone und iPad), macOS Sierra (vorher Mac OSX) und watchOS 3 (für die Apple Watch). Bislang konnten nur registrierte Entwickler die Beta-Versionen ausprobieren, nun hat Apple die Software für alle Nutzer in einer Public Beta für iOS 10 und macOS Sierra freigegeben.
Vor allem iPhone-Nutzer können sich mit iOS 10 auf zahlreiche Neuerungen freuen: Der Nachrichtendienst iMessage bekommt einen eigenen Mini-App-Store, indem man animierte Sticker kaufen kann. Auf dem Sperrbildschirm gibt es jetzt interaktive Widgets, so kann man beispielsweise Videos anschauen oder auf Nachrichten antworten. Viele vorinstallierte Apple-Apps (etwa die Aktien- oder Watch-App) lassen sich nun löschen.
iMessage Whatsapp Killer 9.30Die Fotos-App erkennt jetzt Gesichter und Landschaften, mit der „Andenken“-Funktion kann man automatisch kurze Filme aus passenden Fotos erstellen lassen. Das Ganze funktioniert laut Apple datenschutzfreundlich, die Fotos werden nur auf dem eigenen iPhone oder iPad verarbeitet und nicht in die Cloud hochgeladen, wie es etwa bei Google der Fall ist. Und der Streamingdienst Apple Music hat eine optische Generalüberholung spendiert bekommen und sieht deutlich aufgeräumter aus.
Mac OS X wurde derweil in macOS umbenannt, die nächste Version (10.12) trägt den Beinamen „Sierra“ und bringt unter anderem die Sprachassistentin Siri erstmals auf den Mac. Das System synchronisiert außerdem auf Wunsch den Desktop mitsamt Dateien zwischen verschiedenen Macs und iOS-Geräten. Neu ist auch die Funktion, einen Mac mit der Apple Watch ohne Passworteingabe zu entsperren. Dazu muss sich der Träger der Apple Watch nur in der Nähe des Laptops befinden.Apple Campus 14.41
Um beim Apple Beta Software Programm mitzumachen, müssen Sie sich einfach auf dieser Seite (beta.apple.com/sp/de/betaprogram/) mit Ihrer Apple ID registrieren. Dort werden Ihre Geräte mit dem Account verknüpft, auf Ihren Geräten (iOS und Mac) bekommen Sie bei Verfügbarkeit einer neuen Beta-Version automatisch eine Benachrichtigung. Die wichtigsten Fragen beantwortet Apple in dieser FAQ.
Mit öffentlichen Beta-Tests will Apple Fehler in der Software finden, bevor die finale Version im Herbst auf den Markt kommt – vermutlich zusammen mit dem iPhone 7. Allerdings kann es in Beta-Versionen immer zu schwerwiegenden Fehlern kommen. Apple warnt die Nutzer deswegen, Vorversionen nicht auf den hauptsächlich genutzten Geräten zu installieren.iPhone 7 Entwurf 17.30

Dieses tolle Foto wurde angeblich mit dem Huawei-Smartphone P9 geschossen. Dumm nur: Die Kameradaten sagen etwas ganz anderes.
Foto: Huawei/ Google

Nichts nervt mehr, als wenn der Nachbar während eines Deutschland-Spiels früher jubelt. Schuld ist der digitale TV-Empfang.
Foto: dpa